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GeheimerEichkater
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Insgesamt 1676 Bewertungen
Bewertung vom 31.01.2019
Baer, Daniel;Gardón, Diego Maximiliano

Essbare Wildpflanzen


ausgezeichnet

sehr informativ, tolle ( und ganz neue!) Rezepte und Pflanzenportraits - einfach Klasse!

Die beiden Autoren bieten in der kurzen Einführung vielfältige Tipps zum Sammeln und verarbeiten essbarer Wildpflanzen. Dem schließt sich ein ausführlicher Rezeptteil an, kapitelweise geordnet nach Fundorten, wie „aus der Wiese“, „am Feldesrand“, „aus dem Garten“, „Flusslandschaften“ oder „im Winter“, gefolgt von zahlreichen Pflanzenportraits inklusive Foto und Verwendungsmöglichkeiten.

Insgesamt haben die beiden Autoren, beide Kräuterpädagogen, eine ganz außergewöhnliche Sammlung an interessanten und ansprechenden Rezepten zusammengetragen, sowohl für den Sofortgebrauch, als auch zur Bevorratung beispielsweise als getrocknete Gewürze, Räucherwerk, Kräuteressig oder Sirup.

Ich habe zu diesem Thema bereits mehrere Bücher gesammelt und bin ganz überrascht, wieviele neue Rezepte und Nutzungsmöglichkeiten hier zusammengetragen wurden – ob als bunte Pasta mit Gartengewächsen, als selbst hergestelltes Spülmittel, Röstkaffee/ersatz) aus Kornelkirschkernen, Haselnuss-Schikoladencreme mit Mädesüss. Die Pflanzenportraits fallen sehr ausführlich, informativ und hilfreich aus.
Insgesamt finde ich das Buch einfach Klasse; es bietet soviel Informationen und Rezepte; ich freue mich schon auf das Sammeln und Ausprobieren.

Bewertung vom 31.01.2019
Entrup, Boris

Schnelle Haar- und Make-up-Ideen


ausgezeichnet

Grundtechniken, Tipps, Tricks und 35 toll erklärte Looks

Boris Entrup, bekannter Styling-Esperte und Hairstylist, widmet sich in diesem, seinem sechsten Make-up Buch auch den Haaren.

Insgesamt werden 35 schnelle Komplettlooks mit insgesamt über 200 Fotos, detailierten Anleitungen zu Grundtechniken, auch für Lidstrich oder verschiedene Locken, Vorstellen von Pflegeprodukten für Haut und Haar und benötigtem „Werkzeug“, alles Wissenswerte zu Self-Tanning sowie Beauty-Specials zu Fältchen oder Haarausfall sowie Übungen für Gesichtsyoge runden das Buch ab. Im kompletten Buch finden sich immer wieder grau hinterlegte Kästchen, die Extra-Tipps bereithalten.

Ich muß gestehen, manche der aufgezeigten Looks sind mir persönlich etwas zu übermütig, aber bei 35 verschiedenen Vorschlägen finde nicht nur ich, sondern jeder Leser, genügend ansprechende Möglichkeiten. Gerade die Produktübersichten, sei es zu Pinseln, Haarpflegeprodukten, das Ziehen des perfekten, perönlich passenden Lidstrichs oder die Möglichkeiten einen Ansatz zu kaschieren
fand ich hilfreich; ich habe einige neue und sinnvolle Produkte und Tricks für mich entdeckt.
Ausgesprochen gut gefallen hat mir dabei auch, dass nur Produkttypen vorgestellt wurden und keinerlei Werbung für irgendeine Firma zu finden ist.

Insgesamt gefällt mir das Buch sehr gut; es vermittelt anschaulich verschiedene Techniken, wobei immer wieder Hinweise zur eigenen z.B. Kopf- , lid-, Augenform gegeben werden, so dass man seine eigene Variante herausfinden kann. Auch die Zusammenstellung der zahlreichen und differezierten Gesichtsyoga-Übeungen finde ich sehr ansprechend. Die guten Erklärungen und vielen Fotos machen es ganz leicht vom Profi zu lernen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.01.2019
Wagner-Bacher, Lisl

Das kleine Buch: Meine besten Marillenrezepte


ausgezeichnet

leckere Traditionsrezepte

Nach einer kurzen Einstimmung in die Wachau und die Wachauer Marille gibt die Autorin 16 von ihr erprobte echt österreichische Traditionsrezepte preis, beispielsweise Marillentörtchen und -kuchen, Marillenknödel, Grießstrudel mit Marillenröster, Marillensüppchen mit Joghurtschaum oder Marillenlikör.

Jedes Rezept wurde leicht erklärt und durch ein Foto der zubereiteten Speise ergänzt. Sieht alles sehr lecker aus und ich freue mich auf die Nachbereitung, wenn Marillenzeit ist.

Bewertung vom 30.01.2019
Neumann, Bastienne

Essen mit Bauchgefühl


ausgezeichnet

langfristig erfolgsversprechend

Bastienne Neuman, unter anderem Ernährungswissenschaftlerin und Expertin im Bereich Ernährungspsychologie, vermittelt in „Essen mit Bauchgefühl“, wie man sich vom Diät-Gedanken befreit, sein Essen nicht kontrolliert, sondern geniesst.

Zahlreiche Tipps für den Alltag, Übungen, beispielsweise zur Selbstliebe, Achtsamkeit beim Essen oder Tipps zum langsamen Essen, einen kleinen Teller zu nutzen oder zu hinterfragen, ob man Hunger hat oder auf Grund von Emotionen isst, seinen eigenen Sättigungspunkt wieder zu entdecken, wechslen sich mit 60 abwechslungsreichen, einfach und schnell zuzubereitenden Rezepten ab. Bei den Rezepten wurde Wert auf gute Zutaten und schonende Zubereitung gelegt. Zu jedem Rezept finden sich ein Foto, eine leichte Anleitung sowie Zusatztipps oder Erklärungen.

Der Grundgedanke ist, sich selber und seine Mahlzeit mehr zu schätzen, auf sein Bauchgefühl zu hören, das Essen zu genießen, wobei eine Gewichtsabnahme nicht den zentralen Punkt darstellt, sondern sich langsam und zwangsläufig einstellen sollte.


Die Rezepte finde ich genauso gelungen, wie die begleitenden Übungen oder Erklärungen. Dennoch muss ich gestehen, dass ich leichte Zweifel hege, ob das Bauchgefühl nicht auch danebenliegen kann. Gerade bei der zur Zeit so heiß diskutierten Sucht nach Zucker und schnell verfügbaren Kohlenhydraten halte ich es für sehr schwierig, seinem Bauchgefühl zu vertrauen, wenn es nach dem Genuss von noch mehr Schokolade und Co ruft. Ich selber ernähre mich seit kurzen für absehbare Zeit ketogen, um mich wieder auf den richtigen Kurs zu bringen und genau dieses Bauchgefühl wieder neu zu entdecken.
Dennoch denke ich, dass diese Methode dank ihrer Übungen, Motivation und Hilfen durchaus erfolgversprechend wirkt und halte sie für eine langfristig, gut angelegte Sicht.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.01.2019
Kawakami, Hiromi

Die zehn Lieben des Nishino


ausgezeichnet

Von der Flüchtigkeit der Liebe und ihrer (Un)verbindlichkeit

Hat Yukihiko Nishino nur Mädchen im Kopf oder sie ihn? Sobald er irgendwo auftaucht umschwärmen diese ihn, wie Motten das Licht; er hat zahlreiche Freundinnen, manchamal auch zwei auf einmal; meist beenden seine Geliebten die Beziehnung.

Hiromi Kawakami erzählt Stationen aus Leben Nishinos, vom Schüler bis zum Mann in den mittleren Fünfziger, wobei sie kapitelweise, aber nicht chronologisch, eine seiner Geliebten zu Wort kommen läßt. Diese beschreiben ihn ähnlich und doch auch ganz unterschiedlich; als Leser lernt man seine ihn prägenden Erlebnisse als Kind samt zurückgeblieber Schuldgefühle, seine Einsamkeit und stetige Suche nach Liebe, die ihn auch gleichzeitig in Angst versetzt. Nach und nach setzt sich ein Bild seines Lebens zusammen, wobei er überwiegend als charmant, bemüht und durchaus liebenswert beschrieben wird.

Hiromi Kawakami erzählt diese Geschichte in leisen Tönen, die sich häufig auch zwischen den Zeilen geflüstert finden. Häufig wirkt das Gelesene auf mich bild- und märchenhaft, nicht nur sprachlich. So beschreiben die Frauen beispielsweise ihre Liebesabenteuer als „jemanden wie einen Schmetterling einfangen und zu einem Exemplar in der Sammlung machen“, trennen sich von Nishino, nachdem er ihnen nicht mehr gleichgültig oder sie verliebt in ihn sind – meist ist der Trennungsgrund, dass sie ihn lieben. Auf mich wirkt das bildhaft für die stattfindende Emanzipation, denn die Frauen betonen immer wieder, dass sie nicht heiraten möchten und sich selber glücklich machen können, dafür keinen Mann zu brauchen.

Ich würde meinen, Hiromi Kawakami zeigt eher die Wandlung im Rollenverhalten als konkrete Einzelschicksale auf; nebenbei erfährt man beim Lesen einiges über die japanische Kultur und Ereignisse, wozu es manchesmal Fußnoten gibt.

Insgesamt hat mir diese aussergewöhnlich erzählte Geschichte über die Suche nach der Liebe und ihre Flüchtigkeit sehr gut gefallen.

Bewertung vom 29.01.2019
Schubert, Veronika

Das kleine Buch: Topfgärtner


ausgezeichnet

gut erklärt und praktisch - besonders als Einstieg

Nach Informationen zum richtigen Topf , anderen Pflanzgefäßen und der richtigen Erde, werden Obst und Gemüse in Töpfen, Blütenträume auf Balkon und Terrasse sowie mediterrane Kübelpflanzen, aromatische Kräuter oder Dachbepflanzung vorgestellt.
Ob Säulenobst, Beerensträucher, Nascherdbeeren, Tomaten, Kartoffeln oder verschiedene Blühpflanzen, meistens findet sich eine Liste an empfehlenswerten Sorten.

Alles ist gut erklärt; die Sortentipps finde ich äußerst hilfreich und sehr umfangreich. Ich würde dieses gut verständliche Büchlein als Einstiegslektüre empfehlen, denn es zeigt vielfältige Möglichkeiten und Variationen auf.

Bewertung vom 29.01.2019
Schnetzer, Michaela

Das kleine Buch: Kräuter, die Frauen guttun


ausgezeichnet

prima zum Einstieg, zur Vereinfachung und auch zum Mitnehmen

In diesem „kleinen Buch“ werden insgesamt 24 Kräuter beschrieben, die Frauen in verschiedenen Lebensphasen, von der Pubertät bis zu den Wechseljahren guttun; zu jedem Pflanzenportrait mit Wirkweisen finden sich ein ganzseitiges Pflanzenfoto und häufig einRezept für eine Zubereitung als Salbe, Tee, Kräutermischung oder Tinktur.

Zu den vorgestellten Pflanzen/-teile gehören beispielsweise Himmbeerblätter, Roter Klee, Lein, Frauenmantel, Mönchspfeffer, Engelwurz, Rose, Traubensilberkerze.

Das Büchlein vermittelt das Wissen leicht verständlich und kann zum Sammeln einfach mitgenommen werden; ich halte es gerade als Einstieg oder zur Vereinfachung sehr geeignet, da es handlich und komprimiert genügend Pflanzen vorstellt um einfach zu beginnen.

Bewertung vom 29.01.2019
Fleck, Anne

Ran an das Fett


ausgezeichnet

Angst vor Fetten verlieren und den Körper heilen

Dr. med. Anne Fleck, aus dem Fernsehen bekannt als „Ernährungsdoc, hat bereits mehrere Bücher zu gesunder Ernährung veröffentlicht, unter anderem „Schlank! und gesund mit der Doc Fleck Methode“.

In „Ran an das Fett“ vermittelt sehr umfangreiches Wissen über den „Gesundmacher Fett“.
Nach einer ausführlichen Widerlegung gängiger und schon lange überholter Ernährungsmythen, erklärt sie Stoffwechsel- und Entzündungsvorgänge im Körper, zeigt auf, welche Fette, in welcher Verarbeitung und manchesmal auch in welcher Kombination mit anderen Lebensmitteln besonders hochwertig und heilend sind. Im Detail berichtet sie über die Gesundheit des Mikrokosmos Zelle, die die Gesundheit des Makrokosmos Körper mit sich zieht.

Die Autorin gibt gesammeltes, verdichtetes Wissen, Erfahrungen und zahlreiche Tipps aus ihrer Praxis, leicht verständlich weiter: ob die als Maßstab längst überholte Kalorienbilanz, dem anzustrebenden Verhältnis von Omega3: Omega6, der beschriebenen ( und abstoßenden) Herstellung billiger Pflanzenöle oder der Aufstellung und ausführlichen Beschreibung zu bevorzugender Lebensmittel und Nährstoffen. Mehrere Selbsttests helfen, seinen Gesundheitstand sowie seinen Fettkonsum zu hinterfragen und Veränderungen nach einer veränderten Ernährung aufzuzeigen.

Sehr gut gefällt mir auch, dass kapitelweise auf verschiedene Erkrankungen eingegangen und aufgezeigt wird, wie man ganz konkret mit Fetten und Nährstoffen in seiner Nahrung eine Besserung oder Heilung erzielen ( und ganz nebenbei wahrscheinlich sogar langsam Gewicht reduzieren) wird. Auch, dass die besonders wichtigen, zusammengefaßten Passagen hervorgehoben in Blau gedruckt wurden, spricht mich an, denn so läßt sich ganz leicht die betreffende Essenz wiederfinden. Ganz besonders hilfreich empfinde ich auch das Kapitel zum „Ölwechsel“, mit seinen Lebensmittelsteckbriefen, Empfehlungen und einzelnen Grundrezepten.


Insgesamt vermittelt das Buch so leicht verständlich schwierige Zusammenhänge und den neuesten Stand der Erkenntnisse zu gesunder Ernährung, nimmt die Angst vor Fetten, zeigt eine gesunde, prophylaktische und heilende Wirkung von Fetten auf und macht es ganz einfach, seine Ernährung entsprechend zu verändern.

Bewertung vom 28.01.2019
Bomann, Anne Cathrine

Agathe


sehr gut

ansprechend erzählt - man fliegt durch die Seiten


Anne Catherine Bomann erzählt die in den 1940ern spielende Geschichte des fast 71jährigen Psychiaters ohne Namen, der in einem Pariser Vorort lebt und praktiziert, zeitlebends funktionierte und sich nun auf seinen Ruhestand freut. Täglich zählt er die bis dahin noch vor ihm liegenden Therapiesitzungen und findet Trost in der stetig schrumpfenden Zahl.
Jahrzehntelang war er als Psychiater tätig, immer mehr Routine stellte sich ein, genau wie das Gefühl, dass das Leben in seinem Alter nur noch aus Wiederholungen bestehe.
Dann erobert Agathe einen Therapieplatz für sich, obwohl der Psychiater keine neuen Patienten mehr annehmen möchte. Sie lässt sich einfach nicht abwimmeln, ist überzeugt, dass er der einzige ist, der ihr nach mehreren Aufenthalten in geschlossenen Psychiatrien mit Elektroschocks und weiteren in dieser Zeit üblichen Behandlungen, helfen kann – durch Zuhören, was sie bislang in ihrer Behandlung vermisste. Von ihrer ersten Sitzung an verändert sich das Leben des sonst nur auf seinen Beruf fixierten Psychiaters, der Agatha von Anfang an „gut riechen“ kann und sich immer mehr auf die gemeinsamen Gespräche freut.
Letztendlich helfen sich beide gegenseitig, über ihr Leben, ihre (Selbst-)Zweifel, die Erwartungen, die sie nicht erfüllt haben und sich deshalb minderwertig fühlten, nachzudenken, zu sprechen und ihrem Leben eine neue Richtung zu geben.

Die Autorin beschreibt dieses in sehr leisen Tönen und einem ausgesprochen angenehmen Schreibstil; mir gefällt besonders gut, dass keine Anglizismen genutzt wurden, was auch daran liegen könnte, dass die Originalausgabe auf Französich geschrieben wurde.
Das Buch selber ist kleiner und dünner als ich zunächst erwartet habe, beinhaltet aber soviele schöne, treffende Sätze, über die man nachdenken kann. Das Buch besitzt keinen Schutzumschlag und wirkt durch die Farben- und Motivwahl ein wenig nostalgisch, klassisch. Die Kapitel sind kurz gehalten und beim Lesen fliegt man durch das Buch, mag es gar nicht mehr aus der Hand legen, auch weil es sehr geschickt abwechslungsreich aufbereitet wurde. Erzählende Kapitel wechseln sich mit Krankenhausakten oder Briefen ab, die Charakteren sind von Anfang an sympathisch und wachsen beim Lesen immer mehr ans Herz.

Insgesamt wurde die ansprechende Geschichte, die sich mit der Angst, auch vor dem Tod, der eigenen Leere, mit Schuldgefühlen und Selbstzweifeln, nicht ausgereicht zu haben, mit dem Gefühl, einsam und lebendig begraben, vom Leben selbst enttäuscht zu sein und der beginnenden Befreiung aus diesem, dem sich selbst und sein Leben wertschätzen, sehr fesselnd erzählt.


Einige Aussprüche sehr treffend und schön formuliert; viele Details oder Hintergründe werden nicht komplett aufgedeckt, so dass die Geschichte eher zeitlos und allgemeingültig daherkommt und jeder Leser sie nach seinem Empfinden ausschmücken und weiterspinnen kann. Dennoch würde ich diese Erzählung nicht als tiefgründig bezeichnen, denn sie kann zwar beim Lesen nachdenklich stimmen, wirkt aber nicht nach.

Bewertung vom 27.01.2019
Bellairs, John

Das Haus der geheimnisvollen Uhren


ausgezeichnet

schön, spannend und witzig erzählter Klassiker aus den 1970ern

Bei „Das Haus der geheimnisvollen Uhren“ handelt es sich um den ersten Teil einer Serie um den Waisenjungen Lewis, welche bereits in den 70er Jahren erstmals veröffentlicht wurde. Dieser erste Teil hatte seine Premiere 1973 und wurde nun neu aufgelegt.

In diesem, ersten Teil wird erzählt, wie der zehnjährige Lewis nach dem tödlichen Autounfall seiner Eltern von seinem Onkel Jonathan, der in einem dreistöckigen Herrenhaus in Zeebeedee lebt, aufgenommen wird. Jonathan benimmt sich zunächst seltsam, wenn er nachts durch das dunkle Haus wandert, manchmal verschiedene Uhren anhält oder, genau wie die befreundete Nachbarin Mrs. Florence Zimmermann, ein Ohr an die Wand legt und dem Ticken darin lauscht.
Die Drei verbringen ausgelassene Zeiten und dennoch scheint das Haus ein Geheimnis zu bergen, denn sobald Jonathan mit Florence alleine ist, werden die Gespräche ernster. Nach und nach offenbart sich, dass Jonathan und Florence magische Fähigkeiten haben und auch Lewis verfügt über diese, zaubert in der Halloweennacht auf dem Friedhof um seinen Freund zu beeindrucken. Doch stattdessen erweckt er einen alten Wiedersacher und es muss große Gefahr abgewendet werden...

Die Geschichte ist sehr schön, phantasievoll machesmal auch recht skurril, witzig und übermütig erzählt. Man sollte jedoch nicht außer Acht lassen, dass es sich um ein Taschenbuch von knapp 230 Seiten handelt und es nicht mit einer Reihe über einen verwaisten Zauberer vergleichen, bei dem jeder Band ein dicker Wälzer ist. Und doch kommt man nicht umhin – an etlichen Stellen habe ich Szenen wiederentdeckt, die 24 Jahre nach Erscheinen dieses Buches ähnlich waren; seien es beispielsweise Fenster oder Spiegel, die plötzlich bewegte Bilder zeigten oder dass Lewis einem Versteinerungszauber entgeht, da er die Gefahrenquelle nur gespiegelt sieht.... Mehr verrate ich jetzt aber nicht, finde es aber besonders reizvoll ein jahrzehntealtes, wiederentdecktes Werk zu lesen, dass zu den Klassikern gehören und schon millionenfach verkauft worden sein soll.

Das Buch liest sich flüssig und ausgesprochen unterhaltsam; ich habe es an einem Nachmittag in einem durch gelesen, mochte es gar nicht aus der Hand legen. Viele Szenen wurden recht oppulent dargestellt, so dass ich mir eine entsprechende Umsetzung im Kinofilm sehr gut vorstellen kann. Nach dem Lesen dieses Buches freue ich mich auf das Sehen des Filmes und hoffe, dass auch die weiteren Bände neu aufgelegt werde.
Ich würde „Das Haus der geheimnisvollen Uhren“ ( Originaltitel „Das Geheimnis der Zauberuhr“) kleinen und großen Lesern empfehlen.