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Benutzername: GeheimerEichkater
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Bewertungen

Insgesamt 724 Bewertungen
Bewertung vom 20.03.2019
Das Hochbeet
Meys, Sofie

Das Hochbeet


ausgezeichnet

super Praxisbuch – leicht verständlich, detail- und hilfreich

Sofie Meys bietet in diesem Buch umfangreiches Wissen und jede Menge Tipps zum selber bauen eines Hochbeetes aus verschiedenen Materialien, unter anderem aus Holz oder Stein, aus Blech, Metall mit Kokosmatten, aus Traktorreifen oder. klassisch-traditionell mit selbstgeflochtenen Wänden aus Weide. Angefangen von Grundlagenwissen und Überlegungen zur Planung, Berücksichtigung des Untergrundes, Aufbau des Hochbeetes, Einschichtung und auch Bepflanzung bis zu Nutzungsvarianten als Frühbeet oder Tomatenhaus findet man in diesem Buch alles, was man an Informationen braucht.

Mir haben die vorgestellten Modelle sehr gut gefallen, zu denen es Bauanleitungen und zu erwartende Lebensdauer in einer Tabelle gibt. Selbst Details wie ganz einfache bis ausgeklügelte Bewässerungsmöglichkeiten, Tomatenhausabdeckungen oder Weglösungen finden sich in diesem Buch genauso wie exakte Beschreibungen mit Anbaubeispielen für ein Gemüse-, Küchenkräuter- mediterranes-, „Wildes“-, Permakultur-, Duftpflanzen- und Kinderhochbeet sowie zum eigenen Gestalten eine Gute-und-schlechte-Nachbarn-Tabelle.

Die Erklärungen und Ausführungen sind leicht verständlich, detailreich und durch viele Fotos anschaulich ergänzt; für mich ist dieses Praxisbuch eine Riesenhilfe zum Selberbauen und Bepflanzen meines zukünftigen Hochbeetes.

Bewertung vom 20.03.2019
Der Maulbeerbaum
Rushby, Allison

Der Maulbeerbaum


ausgezeichnet

sehr schöne Geschichte, spannend und einfühlsam erzählt

Allison Rushby erzählt in diesem Buch die Geschichte von der fast zwölfjährigen Immy und ihrer Familie, die für ein Jahr von Sydney in ein kleines Dorf bei Cambridge in England ziehen. Immys Mutter, eine Herzchirurgin nimmt an einer Weiterbildung teil, arbeitet im Krankenhaus und Immys Vater befindet sich im Sabbatjahr, da Erlebnisse im Zusammenhang seiner Tätigkeit als praktischer Arzt ihn lähmen, er an Depressionen leidet und Immy manchesmal mit daraus entstehenden Situationen überfordert wird.

Auf der Besichtigungs-Rundfahrt mit der eingeschalteten Immobilienmaklerin entdecken die Drei ein Haus, das Lavendel-Cottage, dass sie magisch anzieht. Sowohl die Maklerin als auch Dorfbewohner raten ihnen ab, erzählen über einen Maulbeerbaum im Garten, der in den letzen Jahrhunderten zwei Mädchen in der Nacht vor ihrem zwölften Geburtstag geraubt hätte. Die Dorfbewohner treibt eine große Angst an, beipielsweise wechseln sie vor dem Cottage die Strassenseite…

Zudem gibt es für Immy Probleme neue Schulfreunde zu finden, gegen Vorurteile und die Mythen um diesen Maulbeerbaum anzugehen…

Allison Rushby erzählt diese Geschichte sehr spannend und einfühlsam; man mag dieses Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Neben Themen wie Freundschaft, Überwinden von Vorurteilen, Achtsamkeit oder Schulwechsel stehen vor allem auch die Aspekte des Vergebens – anderen und auch sich selber – und der Zusammenhalt in der Familie, trotz und inklusive Streitigkeiten im Mittelpunkt. Wie schon angedeutet, bleibt es bis zum Ende spannend, wobei das Ende auch überraschende und nicht unbedingt vollkommen nachvollziehbare Details beinhaltet, welche ein wenig bildlich/märchenhaft, aber nicht störend wirken und insgesamt dennoch sehr stimmig wirken.

Bewertung vom 20.03.2019
Naturfarben
Behan, Babs

Naturfarben


ausgezeichnet

Rezepte, Projekte und jede Menge Inspiration

Babs Behan hat in sechs Lehr- und Wanderjahren rund um den Globus verschiedene Färbetechniken mit unterschiedlichem Naturmaterial erlernt, sich nach ihrer Rückkehr nach England mit einer kunsthandwerklichen Manufaktur für natürlich gefärbte Textilien und Papierwaren selbstständig gemacht; dort vermittelt sie in workshops und Kursen entsprechendes Wissen, das sie in diesem Buch zusammengefasst hat.

Nach einer Einführung in die Geschichte des Färbens erfährt man Grundlegendes zum Sammeln von Färbematerialien,beispielsweise Laub, Blüten, Beeren, Rinde, Holz oder Wurzeln, aber auch Küchenabfälle, die man nach der Färbung immer noch auf den Komposter geben kann oder wie man sich einen Färbergarten anlegt und was darin enthalten sein sollte. Anschließend beschreibt die Autorin sehr genau das Beizen, Nuancieren, Färben ( Kalt, Heiss, Solar). Es folgt eine Auswahl an selbstgesammelten und bestellbaren Färbematerialien, wobei ich diese exemplarischen Anleitung sehr aufregend finde, denn man kann sie auch abwandelln, wofür zahlreiche Anleitungen gegeben werden. Sowohl pflanzliche als auch tierische Fasern werden bei jeder Beize und Farbwahl konkret besprochen samt des Nuancierens mit Zugabe von sauren oder basischen Zusätzen. Sehr gut gefällt mir auch die farbliche Übersicht, die verschiedene Fasern und Färbungen samt Nuancierer aufzeigen .Zum Ende des Buches werden Projekte mit selbstgefärbten Stoffen oder Papier sowie verschiedene Drucktechniken uvorgestellt.



Insgesamt vermittelt dieses reichlich illustrierte Buch leicht verständlich eine gute Übersicht an Färbemitteln, verschiedene Möglichkeiten des Beizens und Färbens. Gerade das Aufzeigen anderer als der üblichen Beizmittel, beispielsweise mit Rhabarberblättern, bieten ganz neue Anregungen und lassen den Lesenden mit sehr viel Neugier auf das Ausprobieren aufregender Färbungen zurück, wobei eindeutig im Vordergrund steht, selber zu sammeln, auszuprobieren und zu entdecken.

Bewertung vom 20.03.2019
Essbare Stadt
Maggi, Maurice

Essbare Stadt


ausgezeichnet

außergewöhnlich schöner und interessanter Augen- und Gaumenschmauss

Maurice Maggi, unter anderem gelernter Landschaftsgärtner, Koch, Autor und Guerillagärtner kocht am liebsten saisonal, regional und vegetarische Gerichte und nutzt hierfür gerne urbane Pflanzen und alte, in Vergessenheit geratene Gemüse, die unbehandelt, unverfälscht, frisch und mit einem höheren Anteil an Bitterstoffen hochwertiger sind, als industriell erzeugte Massenware.

Nach Tipps zum Sammeln und Zubereiten dieser ursprünglichen Pflanzen finden sich in diesem Buch nach Jahreszeiten gegliedert ungefähr 70 Rezepte, jeweils für 4 -5 Personen ausgelegt. Bis auf einzelne Ausnahmen sind die Rezepte vegetarisch, wobei mir sehr gut gefällt, dass es sich um eigenständige Rezepte und nicht um das Nachahmen eines Fleischproduktes handelt – also keine vergetarischen Burger oder andere Mimikry-Speisekreationen. Die Rezepte finde ich ausgesprochen ansprechend und fernab der üblichen Vorschläge. Die Erläuterungen sind leicht verständlich, gut nachbereitbar; zu den Rezepten gibt es schöne Fotos und jede Menge Tipps sowie Variationsmöglichkeiten.

Ausgesprochen gut gefallen mir auch die den Jahreszeiten zugeordneten Pflanzen- portraits, die nicht nur den Steckbrief, sondern auch Verwendungsmöglichkeiten und weiteres Wissenswertes enthalten. Jede Jahreszeit ist so wunderbar abgerundet, auch, weil die Übersicht zeigt, welche Pflanzen man aktuell sammeln und verarbeiten kann. Einige der Rezepte, die mich besonders ansprechen sind: Löwenzahnsalat mit Tortilla, Brennesselkugeln mit japanischem Knöterich und Kümmelöl, Holunderblütenwein, Schlüsselblumenessig, Holunderblüten in Bierteig mit Rhabarberkompott und Azukibohnen-Sesam-Bällchen, Käsesoufflé mit Pistazien und Safran auf Sauerkleepesto, Dreierlei von Bohnen mit Löwenzahnwurzel-Basilikum-Sauce, Lindenblüten-Goldmelissen-Gelee mit Avocado-Frucht-Salat, Aufgesetzten mit grünen Lärchen- zapfen, Bodenrübenflan mit Mönchsbart und Farinata di ceci oder Monte Bianco mit Aronia-Berberitzen-Orangen-Salat.

Der Autor lebt den Gedanken des Guerillagardening samt des Kochens mit geernteten Zutaten; beim Lesen des Buches wirkt dieses wie ein Gesamtkunstwerk, dass durch sehr viele perönliche Fotos des Autors dokumentiert wird – seien es Fotos von kleinen grünen Inseln mit essbaren Pflanzen in der Großstadt, Kochen und essen mit Freunden, auch direkt an der Autobahn – eben Fotos von Natur und Happenings. Die Fotos finde ich durchaus reizvoll, jedoch hätte ich durchaus einige von ihnen eingetauscht gegen weitere dieser ausgefallenen, tollen Rezepte.

Insgesamt handelt es sich bei „Essbare Stadt“ um ein alternatives, wunderschön gestaltetes, hochwertiges und kreatives Koch- und Sammelbuch, das schon beim Durchblättern zu begeistern vermag und neben zahlreichen Informationen und Tipps jede Menge anspruchsvolle und spannende Rezepte bietet.

Bewertung vom 20.03.2019
Der illustrierte Biogarten
Elger, Robert

Der illustrierte Biogarten


ausgezeichnet

knapp und gut erklärt, sehr schön illustriert

Das Buch vermittelt 70 im Garten zu bewältigende Aufgaben / Handgriffe, die in kurzen knappen Sätzen erklärt und durch aussagefähige, schöne Bilder von Michel Loppé Schritt für Schritt den Arbeitsvorgang aufzeigen. Ergänzt werden diese anschaulichen Erklärungen durch Piktogramme, die unter anderem die Bedürfnisse der Pflanzen oder den damit verbundenen Schwierigkeitsgrad für den Gärtnernden perfekt aufzeigen.

Jede Anleitung in diesem schön illustrierten Buch beschränkt sich auf eine Seite, wobei alles Wichtige vermittelt wird, egal ob für die Anlage eines Schichtbeetes, wie man Rhabarber pflanzt, die richtige Methode der Kompostierung wählt, ein Hügelbeet anlegt, Aufgüsse oder Auszüge herstellt, Obststräucher beschneidet oder vieles andere mehr.

Ganz besonders reizvoll finde ich dieses Buch auch für das gemeinsame Gärtner mit Kind(ern), die beim Vorlesen sehr gut Dank der Bilder folgen und das Gehörte verinnerlichen können. Schon alleine das Blättern und Stöbern im Buch, ganz ohne konkrete Frage, bereitet viel Freude. Zudem gefällt mir besonders gut, dass die Anleitungen kurz und dabei ausreichend ausfallen, dabei sehr hilfreich sind.

Bewertung vom 13.03.2019
Tea Time mit Jane Austen

Tea Time mit Jane Austen


ausgezeichnet

entführt ganz bezaubernd in eine andere Zeit…..

Das ganz bezaubernd illustrierte Buch lädt den Lesenden auf eine Zeitreise ein, lässt eintauchen in Jane Austens Zeiten, Auszüge aus ihren Romanen, in denen es um Teegesellschaften geht, bietet Einblicke in Traditionen und viele schöne Rezepte für süße Kleinigkeiten, Törtchen und Kleingebäck, Kuchen Sandwiches und Herzhaftes, die man zu den unterschiedlichen Teemahlzeiten reichen kann, dem „Low Tea“ zwischen 16 und 17 Uhr, dem Cream Tea, dem High Tea oder dem Royal Tea. Die genauen Beschreibungen zu diesen einzelnen Teemahlzeiten fand ich sehr interessant. Genauso abwechslungsreich wie diese fallen zwangsläufig auch die Rezepte aus: von Kokoshäufchen, Meringues, Carrot Cupcakes, Ricottocremetörtchen mit Kirschen über mit Schokolade gefüllte Eclairs, viereckige Baisertörtchen ( mein absoluter Favorit), Scones mit Clotted Cream und Erdbeeren, Apfekrosettentörtchen bis hin zu Mandelkuchen mit Himbeerkonfitüre, Cheesecake mit rotem Beeren-Coulis, Mandarinentarte mit Baiserhaube oder verschiedenen Mini-Sandwiches.

Mich hatte die Kombination dieses Buches sehr gereizt: etwas über das Leben von Jane Austen, ihrer Zeit zu erfahren und in eine andere Welt abzutauchen, dazu traditionelle und schöne Rezepte im Wechsel damit zu erhalten. Das Buch gefällt mir noch viel besser, als ich es mir vorab vorgestellt hatte; jede einzelne Seite ist ein Augenschmaus, nicht nur die mit Rezepten. Das Buch wurde so detailreich und liebevoll gestaltet, dass schon das Lesen alleine grosse Freude bereitet und dabei in eine andere Zeit entführt. Ganz bezaubernd für alle und für Jane Austen – Fans sicherlich ein Muss.

Bewertung vom 13.03.2019
Mermaiding
Gray, Katrin

Mermaiding


ausgezeichnet

informiert sehr interessant und anschaulich

Katrin Gray stammt aus Deutschland, lebt in Australien, ist unter anderem ausgebildete Tauchlehrerin, erfahrene Abnoetaucherin, professionelle Meerjungfrau, Model, betreibt unter dem Namen Mermaid Kat seit 2012 die Mermaid Kat Academy (eine Meerjungfrauenschule) sowie eine Internetseite, auf der sie Meerjungfrauen-Monoflossen und einiges mehr an Zubehör vertreibt. Seit Ende 2018 bietet sie bzw. ihre MitarbeiterInnen die Nixen-SchwimmundTauchkurse auch in Deutschland an.

In diesem aufwändig und sehr schön gestalteten Buch erläutert sie alles, was man vorab wissen sollte: Welche Flossen aus verschiedenem Material es gibt, wie man sie anzieht, mit ihnen schwimmt, taucht, Drehungen ausführt, posiert oder sich schminkt und noch vieles mehr. Auch Trockenübungen wie beispielsweise Atemübungen sind enthalten.

Sehr gut gefällt mir, dass ausgesprochen ausgewogen berichtet wird; so werden auch die nicht so glamorösen Details, wie Augenbrennen oder Wasser in Nase und Nebenhöhle genauso erwähnt wie das Flossengewicht von 15kg.und klargestellt, dass es sich um einen anstrengenden Sport handelt, bei dem der Spass jedoch nicht zu kurz kommt. Kurz wird auch erwähnt, welche Tätigkeiten man als professionelle Meerjungfrau ausüben und in etwa, was man damit verdienen kann.

Die Autorin beschreibt ihren eigenen Werdegang, ihren Einsatz für Tierschutz und Umwelt, die Sicht, dass Meerjungfrauen hier eine Vorbildfunktion habe und auch, an welchen Aktionen sie als Botschafterin der Meere schon teilgenommen hat.

Insgesamt gefällt mir ihre ausgewogene Darstellung und wieviel Wert sie auf Sicherheit legt, in jedem Kapitel und jeder Übung, sehr gut. Ihre Erklärungen und vielen Praxis-Tipps sind gut verständlich und interessant für kleine und grosse Leser. Viele Fotos zeigen die Autorin und andere Nixen im Einsatz und ergänzen die aufschlußreichen Texte. Das Buch informiert interessant und anschaulich, stimmt ganz bezaubernd auf das Mermaiding ein.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.03.2019
Das Haus meiner Eltern hat viele Räume
Ott, Ursula

Das Haus meiner Eltern hat viele Räume


ausgezeichnet

einfühlsam, ehrlich, hilfreich und ermutigend

Ursula Ott, unter anderem Redakteurin und Autorin, geboren 1963, läßt den Lesenden sie und ihre Mutter ein Jahr lang begleiten, in dem das Elternhaus leergeräumt und ein neuer Lebensabschnitt für die Mutter geplant und begonnen wird.

Zwischendurch gibt die Autorin jede Menge Büchertipps um sich mit dem Loslassen, Ausräumen, Bewahren und auch dem Umgang mit beim Ausräumen zu Tage geförderten Familiengeheimnissen umzugehen, beispielsweise Aufräumratgeber von Maria Kondo oder Bücher wie „Kriegsenkel“, die aufzeigen, wie Kriegserlebnisse „vererbt“ werden.

Ursula Ott gehört den geburtenstarken Jahrgängen an und durchleuchtet auch die Kindheit dieser Generation, bei der die Mädchen Karriere machen sollten, aber doch erstmal „Haushalt“ lernen mussten, von den Erziehungsmethoden und zwiespältigen Eindrücken, denen diese Jahrgänge ausgesetzt waren, von den Erstgeboreen und denm kleinen Geschwisterkind. Ich fand sowohl diese Betrachtungen als auch jene zum Entrümpeln und der Aufgabe samt Verkauf des Elternhauses sehr spannend zu lesen. Für mich ist die Auflösung meines Elternhauses bereits einige Jahre her und völlig anders gelaufen als es hier im Buch beschrieben wird. Die Möglichkeit, sich kleiner zu setzen und näher bei seinen Kindern einen neuen Lebensabschnitt im betreuten Wohnen, jedoch in eigener Wohnung mit ausgewählten, geretteten Möbeln, zu beginnen, dort eigene Kontakte zu knüpfen und wieder, ganz im Gegensatz zu den Jahren davor, die umliegende Welt samt neuer Kontakte zu erobern, fand ich ausgesprochen ermutigend. Aber auch den Kindern fordert der Abschied, das Loslassen des Elternhauses und der Kindheitserinnerungen einiges ab.

Dieses Buch würde ich nicht nur empfehlen, wenn man sich bereits in der Situation befindet, sein Elternhaus auszuräumen und aufzulösen. Mit einigem Vorlauf läßt sich durch eine gute Reflektion und Planung eine viel leichtere Lösung finden, bei der zusätzlich auch noch ein Austausch über gefundene Dinge und Geheimnisse möglich ist – und, vor allem auch – trennt man sich beizeiten leichter von Familien-/Schätzen, bürdet dieses nicht den eigenen Kindern auf.

„Das Haus meiner Eltern hat viele Räume“ vermittelt sehr offen und ehrlich, an welche Grenzen man stoßen kann, bietet aber auch eine bereichernde Vielzahl an Überlegungen und Hilfestellungen. Für mich bietet dieses Buch insgesamt eine gute Auseinandersetzung mit dem Thema und einen guten Weg zur Lösung auf.

Bewertung vom 11.03.2019
Schlank mit dem Handvoll-Prinzip
Wengel, Suzy

Schlank mit dem Handvoll-Prinzip


ausgezeichnet

leicht umsetzbar und wirkungsvoll

Suzi Wengelslebt in Dänemark, hat mit ihrem Schlank mit dem Handvoll-Prinzip 40 kg abgenommen.

Dieses Buch vermittelt Grundwissen zur Ernährung, hinterfragt das eigene Essverhalten und erklärt das zugrunde liegende Prinzip:

Jede der drei Mahlzeiten setzt sich zusammen aus zwei Handvoll Gemüse, einer Handvoll Protein, einer Handvoll Stärke/Obst sowie ein bis drei Esslöffeln Fett. Diese Zusammensetzung nennt sich „eine Esskiste“, die auch auf einer Seite sehr gut abgebildet ist – hervorragend geeignet um sie sich über die Küchenarbeitsfläche oder an den Kühlschrank zu hängen. Ergänzend finden sich Listen und Tabellen, die die Zutaten der verschiedenen „Handvoll“ genauer auflisten, so dass auch Vegetarier oder Veganer sich ihre Essenskisten perfekt zusammenstellen können.

Insgesamt fällt auf, dass es sich um eine Ernährungsumstellung und keinesfalls um eine Diät handelt. Wert wird darauf gelegt, dass man auch mal etwas mit Apetit essen kann, was sich nicht auf den Listen findet, danach einfach die Essenskiste schliesst und ab der nächsten Mahlzeit wieder mit den gewohnten Essenkisten weitermacht ohne sich schuldig zu fühlen. Das scheint mir schon eine ganz wichtige Voraussetzung zu sein um nicht schon nach kurzer Zeit des Verzichtes aufzugeben; so lässt sich die Ernährung langfristig umstellen.

Der Gedanke, sich überwiegend an Gemüse satt zu essen oder die Kohlenhydratmenge zu reduzieren ist keinesfalls neu. Hier wurde er ganz anschaulich aufgearbeitet, so dass es sehr leicht fällt, nach diesen Regeln Mahlzeiten zuzubereiten. Ganz spannend sind hierbei die Tabellen der Nahrungsmittel, in denen beispielsweise Hülsenfrüchte den Proteinen und nicht dem Gemüse zugeordnet wird, ihre Dosis damit auf die Hälfte reduziert wird. Unter den Rezepten finden sich viele ansprechende; für mich gehören ganz besonders die Naschereien und Kuchen dazu, die selbstverständlich regelkomform zubereitet wurden, z. B. Karottenkuchen mit Ingwer, Skyr-Eis mit überbackenem Rhabarberkompott oder Süßkartoffelkuchen. Zu jedem Rezept gibt es eine Übersicht zu den exakten „Handvoll“-Zutaten so, dass sich einzelne Zutaten auch prima austauschen lassen.

Ansonsten finde ich es sehr einfach, auch ohne vorgegebenem Rezept seine Mahlzeit nach den Vorgaben zusammenzustellen.

Bewertung vom 08.03.2019
Blumenregen und Blättertanz
Cortinas, Ruth

Blumenregen und Blättertanz


sehr gut

dekorative Ideen von kindergarteneinfach bis aufwändig

Die Illustration des Buches gefällt mir sehr gut; schon der Einband wurde sehr aufwändig, mit stoffübespanntem Buchrücken, goldgeprägtem Titel und farblich sehr harmonisch gestaltet.

Ruth Cortinas führt kurz ins Sammeln, Trocknen und Pressen von Blüten und Blättern ein gibt Anleitungen zum Bau einer Blumenpresse und beschreibt in einem Kapitel kurz Farben, Blüten, Blätter und andere Naturmaterialien.

Es finden sich im Buch sehr praktische Anleitungen, wie beispielsweise für ein Falttaschenbuch um getrocknete Blüten zu sortieren oder, andere meiner Favoriten, Blumengirlanden mit Origamielementen und ein aufwändiger hergestellter „Blumenregen“- Vorhang, in kleiner Version auch als Gardine nutzbar. Hierzu werden getrocknete Blumen einlaminiert, vorher evtl. mit Goldstaub bestreut, und dann als Ketten mit der Nähmaschine zusammengenäht. Zudem sprechen mich Leporello, besondere Blumenkarten und die Cyanotypie ( Eisenblaudruck) sehr an.

Die Anleitungen sind leicht verständlich und meist auch gut nachmachbar; der Schwierigkeitsgrad reicht von kindergarteneinfach ( z.B. Bekleben von Lesezeichen mit getrockneten Blüten) bis einigermaßen kompliziert, enthält auch den Einsatz von nicht so einfach erhaltbaren Chemikalien. Am Ende des Buches findet sich dazu eine Liste für Bezugsquellen; für die gängigen Materialien werden zwei, sehr grosse, allgemein bekannte onlineshops genannt und, leider, für die Cyanotypie-Sets nur eine Firma, die ausschliesslich in die Schweiz liefert. Das hätte ich bei einem Buch, das nicht ausschliesslich in der Schweiz vertrieben wird, gerne anders gehabt.

Für mich bietet das Buch mit jeder vorgestellten Anleitung nicht einfach ein nachzuarbeitendes Objekt, sondern vielmehr eine Anregung, die ich auf ein mir persönlich gestaltetes, vielleicht auch ganz anderes Produkt anwenden kann. So bin ich beispielsweise seit längerem auf der Suche nach einer kleinen Dokumentenmappe für Reiseunterlagen, konnte in diesem Buch zwei Anleitungen finden, die ich, etwas abgewandelt, dafür nutzen kann.

Wie es bei Sammlungen immer so ist, manche Anleitungen sprechen den Lesenden stärker an und andere eher weniger, was aber nur den persönlichen Geschmack oder Vorlieben widerspiegelt. Mich können da zum Beipiel die meisten Schmuckstücke überhaupt nicht begeistern; ich hatte vielmehr, auch auf Grund des Untertitels, filigrane Modelle erwartet, war über einige, nach meinem Geschmack eher grobe Schmuckstücke überrascht: eine Kette auf der unter anderem Haselnüsse, Zapfen und Eicheln gefädelt wurden oder ein Armband aus quer angeordneten Rieseneicheln. Das würde ich trotz meiner Liebe zu Naturprodukten nicht tragen – aber zum Glück sind die Geschmäcker da ja ganz unterschiedlich und jeder Lesende wird in diesem Buch seine neuen Lieblingsstücke finden.