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Benutzername: GeheimerEichkater
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Bewertungen

Insgesamt 513 Bewertungen
Bewertung vom 23.02.2018
Das kleine Buch vom Aufräumen
Penn, Beth

Das kleine Buch vom Aufräumen


sehr gut

alles Wichtige kurz und knackig auf den Punkt gebracht

Vorab: „Das kleine Buch vom Aufräumen“ heißt nicht grundlos so; wenn man die Überstände des Covers nicht mitberechnet, entspricht seine Größe ziemlich genau Din A6. Auf 87 Seiten, denn das Buch bzw. die Einführung beginnt mit S. 7, werden kurz und knapp in 7 Kapiteln Tipps rund um das Aufräumen im Haus sowie Nebenräumen, im Terminkalender, Denkmustern oder Einkaufsgewohnheiten gegeben.

Da ich mich mit dem Aufräumen und Los-/ Freilassen von Dingen intensiver beschäftigen wollte, habe ich mir zeitgleich mehrere Bücher dazu besorgt und muß der Autorin zustimmen, dass es sich bei dem Ordnungschaffen genauso verhält, wie beim Abnehmen: Schnelle Hauruck-Methoden bringen kurzfristig sichtbaren Erfolg, um diesen langfristig zu sichern, muß man sein Verhalten ändern. Und meiner Meinung nach verhält es sich mit einem Aufräumratgeber genauso wie mit der richtigen Diät, die zu einem persönlich passen muß. „Das kleine Buch vom Aufräumen“ gibt kurz und knapp viele wichtige Tipps und Hinweise zum Aufräumen, Loslassen, Gleichgesinnte finden und bietet auf etlichen Seiten sehr ansprechende Zitate alter Philosophen.
Mich, wahrscheinlich auch, weil ich unter den anderen Aufräumratgebern meinen Favoriten bereits gefunden habe, überrascht dieser Ratgeber nicht mit vielen neuen Tipps. Seine Stärke liegt eindeutig darin, dass alles kurz und knackig auf den Punkt gebracht wird und ich bin sicher, dass viele ihn genau deshalb lieben werden und tatsächlich beinhaltet er auch alles an Erkenntnissen, die man benötigt. Für mich persönlich reicht es so leider nicht wirklich aus, um tatsächlich auf lange Sicht mein Verhalten zu verändern; aber zum Glück tickt da jeder anders.

Diesen Ratgeber halte ich besonders geeignet für Leute, die es selbst beim Buch schon aufgeräumter und kürzer mögen, die dieses Buch als Einstieg oder als schnelle Erinnerung um sich wieder auf Kurs zu bringen, besonders schätzen werden.

Bewertung vom 23.02.2018
Schnuffeltücher und Kuscheltiere häkeln
Guzman-Benitez, Carolina

Schnuffeltücher und Kuscheltiere häkeln


ausgezeichnet

gute Anleitungen zu vielen verschiedenen, ansprechenden Schmusebegleitern

Carolina Guzman-Benitez betreibt unter dem Namen „One & Two Company“ einen Blog samt Vertrieb ihrer Häkelanleitungen. In diesem Buch finden sich insgesamt für 20 verschiedene Häkelanleitungen für je ein Schnuffeltuch für die ganz Kleinen sowie die dazu passende Kuschelfigur für etwas Größere. Diese Idee gefällt mir sehr gut, denn so begleitet das ans Herz gewachsene, vertraute Schmusetier das älter gewordene Kind in einer altersangepaßteren Form einfach weiter.

Zu Beginn des Buches werden verschiedene Deckchenformen und -muster samt Bild und Anleitung vorgestellt, die mich allesamt an gehäkelte Topflappen erinnern und, da sie nicht aus Baumwolle, sondern aus Merino oder anderem sehr weichen Garn gearbeitet wurden, ganz weich und kuschelig werden. Danach folgen die Anleitungen zu den achtzehn verschiedenen Tieren ( Teddy, Hase, Hund, Katze, Zebra, Nashorn, Giraffe, Nilpferd, Frosch, Schäfchen, Panda, Kuh, Ente, Schweinchen, Rentier, Maus, Fuchs, Affe) sowie einem Puppenjungen und Puppenmädchen.
Bei den Schmusetüchern werden Kopf samt Armen auf das entsprechende Tuch genäht, für die Kuscheltiere häkelt man die zweite Anleitung, die für Amigurumi. Sowohl was die Auswahl des entsprechenden Schmusedeckchens als auch die Wahl der zu verarbeitenden Garne geben dem Schmusetier zudem eine ganz persönliche Note.
Am Ende des Buches werden noch das Arbeiten verschiedener Maschen und letzte Handgriffe erklärt, wobei ich für die Nacharbeitung der Anleitungen schon zumindest Grundkenntnisse im Häkeln voraussetzen würde; für absolute Neueinsteiger empfinde ich die Häkelarbeiten als zu kniffelig.
Sehr gut gefällt mir der Hinweis der Autorin, für die Kleineren im Schmusetuch statt eingesetzter Sicherheitsaugen lieber die Augen aufzusticken. Auch ich halte dies für besonders wichtig und sicher, habe diesen Hinweis schon bei vielen Anleitungen vermißt und empfinde hier das Gesamtkonzept als genauestens durchdacht.

Schon beim ersten Durchblättern sprachen mich Teddy, Schaf, Rentier, Affe, Maus und Fuchs besonders an und ich werde sie nach und nach häkeln, was Dank der guten Anleitungen, Häkeldiagramme und begleitenden Fotos gut machbar sein wird. Gerade als Geschenk halte ich diese Schnuffeltücher – und etwas später folgen das passende Amigurumi – für äußerst gelungen.
Das Buch wird mich sicherlich soviele Jahre begleiten, wie später die gehäkelten Tiere ihren kleinen Menschen......

Bewertung vom 22.02.2018
17 Erkenntnisse über Leander Blum
Kramer, Irmgard

17 Erkenntnisse über Leander Blum


ausgezeichnet

Irmgard Kramer erzählt in ihrem Roman „17 Erkenntnisse über Leander Blum“ in zwei Erzählsträngen einen Roman über wahre Freundschaft, Leidenschaft zum Malen und Sprayen, über Verlust, Verzweiflung und Liebe.
So läßt sie in dem einen Erzählstrang Leander seine Erlebnisse ausmalen: über die tiefe Freundschaft zwischen Jonas und ihm, die sich seit ihrer Geburt kennen, schon immer befreundet waren, gemeinsam malten und eine außergewöhnliche Leidenschaft und Begabung dafür entwickelten. Sie beide sind unzertrennlich, können sich immer auf einander verlassen und sind als Streetartkünstler mit ihren Sprühdosen als BLUX in Wien unterwegs. Ihre grandiosen Kunstwerke sind stadtbekannt, aber niemand weiß, wer dahinter steckt. Eines Tages begegnen sie einem Mädchen, wegen ihrer langen Zöpfe Rapunzel genannt, und Leander verliebt sich in sie, wird von Jonas immer wieder, daraufhin gewiesen, dass Rapunzel einen Freund hat und legt das geforderte Versprechen ab, sich dieses Mädchen aus dem Kopf zu schlagen....
Im anderen Erzählstrang beschreibt Lila ihr Leben in ihrer Familie, ihr Kennelernen von Leander, der plötzlich nach den Ferien in ihrer Schulklasse als Neuzugang sitzt und, da sie am ersten Schultag krank war nur noch den freien Platz neben ihm einnehmen kann. Sie erlebt Leander als sehr still, in sich selbst zurückgezogen, häufig schläft er im Unterricht ein, geht ihr eher aus dem Weg. Lila empfindet ihn als Gespenst und doch sucht sie immer wieder Kontakt zu ihm, möchte sein Geheimnis verstehen, verliebt sich in ihn und weiß nicht, wie sie mit seinen Zurückweisungen umgehen soll...
Mehr möchte ich vom Inhalt gar nicht verraten.


Um genügend Hintergrund- und Insiderwissen für den Roman um Leander Blum zu erhalten, begleitete Irmgard Kramer tagelang den Streetartkünstler PEKS durch Wien und verschafft damit dem Leser einen schönen Einblick in diese Kunstszene.
Irmgard Kramer erzählt gleichermaßen einfühlsam und spannend; als Leser setzt man nach und nach einzelne Puzzlestücke zusammen und hat eine Ahnung von einem Teil dessen, was geschehen wird – und doch bleibt vieles unvorhersehbar und überraschend bis zum Ende des Buches. Den Schreib- und Erzählstil empfand ich als unglaublich fesselnd; das Buch hat mich bis zu seinem Ende in seinen Bann gezogen, mich berührt und zutiefst begeistert - und auch nach dem Zuklappen wirkt es noch nach.

Bewertung vom 22.02.2018
Selbst ist die Pflanze
Tinz, Sigrid

Selbst ist die Pflanze


ausgezeichnet

dem Zufall nachhelfen und entspannt gärtnern

Sigrid Tinz stellt zunächst verschiedene Strategien der Pflanzen vor, durch Ausläufer, Brutzwiebeln, Absenker, durch Fallschirmsamen, die vom Wind weitergetragen oder elaiosomenbehaftete Samen, die per Ameisentaxi beispielsweise in Mauer- oder Wegfugen getragen werden, sich selber auszusäen oder zu vermehren.
Danach stellt sie eine kaum abreißende Menge an Pflanzen vor, sortiert nach unterschiedlichen Standorten und Bedürfnissen an Boden, Licht oder Wasser; zu jedem dieser Kapitel findet sich eine Artenliste als Empfehlung und am Ende des Buches eine große Übersicht, die sie alle zusammenfaßt, Hinweise auf entsprechende Seitenzahl, Lebenszyklus oder zum Fördern bzw. Lenken gibt.
Unter den vorgestellten Pflanzen gibt es viele, die die meisten als „Unkraut“ ansehen und aus dem Garten entfernen, obwohl sie sich ja selber den perfekten Platz zum Wachsen ausgesucht haben und an den Gärtner keine weiteren Ansprüche stellen. Der Leser erfährt, wie einfach, preiswert, regional und entspannt sich gärtnern läßt, wenn man die Schönheit dieser Pflanzen erkennt und sie dort wachsen läßt bzw. einschränkt, wenn es genug von ihnen im Garten gibt, welche man zügig entfernen sollte, weil sie sonst garantiert Überhand nehmen oder welche kaufbaren Pflanzen, einmal eingesetzt, sich selbst weitererhalten, vielleicht durch den Garten „wandern“ bis sie den perfekten Standort gefunden haben – und auch, dass die, die nicht wiederkommen, wohl eben diesen nicht gefunden haben.
Ich muß gestehen, dass im Buch derart viele Pflanzennamen vorkamen, dass ich es nur in Rechnernähe gelesen und ganz viele Pflanzen online nachgeschlagen habe; viele von eben diesen kenne ich seit vielen Jahren aus unserem Garten, hätte aber nie deren Namen gewußt – und fürchte, ich werde sie auch ziemlich schnell wieder vergessen. Einige jedoch habe ich mir eingeprägt um sie dieses Jahr beim Jäten zu verschonen, wie beispielsweise den kriechenden Günsel, den ich immer für eine wilde Minzart gehalten und aus Sorge, er könne alles überwuchern, halbherzig entfernt hatte. Für mich konnte ich eine Liste an Pflanzen erstellen, die nun weiter in unseren Garten bleiben oder ergänzt werden.
Besonders der Gedanke, dass man selber dann nicht mehr nachsäen oder -pflanzen muß, gefällt mir sehr gut; obwohl ich schon seit Jahren diese Richtung, eher unbewußt, verfolge, werde ich es nun konsequenter und mit noch mehr Spaß ausbauen.

Bewertung vom 18.02.2018
Kirigami
Nichols, Marion T.

Kirigami


ausgezeichnet

große Auswahl an wunderschönen Motiven - die meisten davon sind ziemlich kniffelig

Marion T. Nichols hat für dieses Buch 100 Tier-Falt-Scherenschnitte zusammengestellt, die zu Beginn des Buches verkleinert in einer fünf Seiten umfassenden Übersicht, nach Seitenzahl geordnet, zu sehen sind. Danach beschreibt sie zunächst anschaulich, wie man die Blätter faltet und das gedruckte Motiv ausschneidet; an manchen Stellen sind Kreise eingezeichnet, die man mit einer Zange auslocht – ansonsten benötigt man nur eine scharfe Schere. Darauf folgen die jeweils eine Seite großen Motiv-Bögen, auf denen sich neben der Tierzeichnung auch eine Faltlinie befindet.

Die Motive weisen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade auf; ich finde sie allesamt sehr ansprechend und auch, selbst die einfacheren, ziemlich kniffelig. Grundsätzlich erinnert mich die Technik an das Schneiden von gefalteten Deckchen aus Faltpapier, was einige von uns wahrscheinlich aus Kindergartenzeiten kennen. Die hier aufgeführten Motive sind jedoch wesentlich anspruchsvoller, so dass ich die meisten von ihnen für Kinder nicht unbedingt geeignet finde. Man muß schon sehr genau arbeiten, damit die Tierschneeflocke nach dem Auseinanderfalten wirklich exakt geschnitten ist und gut aussieht.
Ich habe farbiges Druckerpapier mit Glitzer-Effekt benutzt ( 90g/qm), welches schon recht anstrengend zu schneiden war, jedoch hinterher dafür haltbarer ist. Stellenweise habe ich zum Schneiden das Gefaltete einmal aufgeklappt und dann durch die Schnitte die zweite Hälfte mit Bleistift markiert. Ich denke, dass die Schneidearbeit bei dünnerem Papier wesentlich einfacher ausfällt. Die geschnittenen Faltdeckchen gefallen mir allesamt sehr gut; sie machen sich sehr hübsch am Fenster, als Deko auf einer Wand, einer Kladde, einer Box oder einer Grußkarte....
Ganz besonders gut gefällt mir, dass im Buch ein Link angegeben ist um alle Vorlagen herunterladen zu können, falls man keinen Kopierer, sondern nur einen Drucker zur Verfügung hat oder, so wie ich, sein Buch nicht quälend aufbiegen möchte, um zu kopieren. Zudem läßt sich beim Herunterladen die Größe des Motives verändern.

Fazit: Riesenauswahl an wunderschönen Motiven, wovon die meisten schon sehr anspruchsvoll in der Ausführung sind.

Bewertung vom 18.02.2018
Süßes aus dem Dampfgarer
Asböck, Margit

Süßes aus dem Dampfgarer


sehr gut

schöne Rezeptauswahl - Zubereitung unter Dampf funktioniert auch ohne speziellen Dampfgarer

Margit Asböck vermittelt zunächst ein wenig Grundlegendes zum Dampfgaren, unter anderem welches Geschirr verwendet wird, und erläutert kurz, welche Rezeptgruppen in ihrem Buch zu finden sind; Knödel und Nudeln, Süße Aufläufe, Soufflés, Kompotte und Obstspeisen, Puddings und Cremes, Kuchen, Porridge & Co, Tascherln und Buchteln, Desserts und Marmeladen.

Manche der Rezepte werden im Dampfgarer nur unter Dampf zubereitet, für andere benötigt man einen Dampfgarer mit Backfunktion. Wir haben mittlerweile etliche Rezepte aus dem Buch zubereitet, mal nur unter Dampf in unserem Thermomix, in unseren Dampfgarer ( der lange Zeit ungenutzt herumstand und nun endlich zum Einsatz kam) und auch im Backofen, unter Zugabe von Dampf durch ein extra dafür ausziehbares Wasserschublädchen und ein anderes Mal durch eine wassergefüllte Schüssel auf dem Backofenboden. Alle Versuche haben ein gutes Ergebnis gebracht; die zubereiteten Süßspeisen waren einfach zuzubereiten und schmackhaft. Die Rezepte sind sehr gut erklärt und zu vielen von ihnen finden sich ein seitengroßes Foto und Tipps für Variationen oder Zusatzinformationen. Bei einigen Rezepten fällt schon auf, dass es sich um Variationen handelt, die man selber durchaus auch kreativ abwandeln kann.

Bei etlichen Rezepten habe ich festgestellt, dass die Zubereitung im TM wesentlich einfacher ist, weil dort bekanntermaßen ja auch das Gargut gerührt wird; so bleibt für mich persönlich die Zubereitung von beispielsweise Marmeladen, Milchreis, Grießbrei und Co. Darin unschlagbar einfach. Andere Gerichte, besonders die unter Verwendung von Hefe, werden unter Dampf eindeutig ( und auch altbekannt) wesentlich lockerer. Da sich die Gerichte, wie schon erwähnt, auch prima im Backofen unter Dampf zubereiten lassen, eignet sich dieses Rezeptbuch auch hervorragend für alle,die keinen Dampfgarer besitzen.

Bewertung vom 15.02.2018
Jahreszeitentische
Cevales-Labonde, Cristina

Jahreszeitentische


ausgezeichnet

umfangreiche Auswahl an bezaubernden Figuren, Details und Jahreszeitentischgestaltungen - gut erklärt und reichlich bebildert

Cristina Cevales-Labode führt in der Einleitung in die Entstehung und Ausgestaltung sowie den Aufbau von Jahreszeitentischen samt Hinter- und Untergrund ein. Es werden hierzu auch andere Materialien wie Holz, Muscheln, Eier, Blumen oder Ähren genutzt, auf die bei einzelnen Dekorationen im Jahresverlauf dieses Buches manchesmal zurückgegriffen wird.

Zu Beginn werden Blumenkinder und Biegepüppchen unterschieden und deren Herstellung gut aufgezeigt; die im weiteren Buch vorgestellten Figuren werden entsprechend dieser Anleitungen gefertigt. Zudem finden sich Anleitungen zu Feen, Vögeln, selbst erstellten Filzplatten. Insgesamt erhält man einen riesigen Schatz an Gestaltungsideen, worin selbstverständlich auch Mutter Erde mit ihren Kindern, König Winter oder die Hottinger Zwerge und andere Klassiker enthalten sind.
Das Buch ist in große Kapitel, den vier Jahreszeiten, und darin nach Monaten aufgeteilt. Zu jedem Werkstück erhält man eine Anleitung, die mit einigen Fotos ergänzt wurde, wobei die Anleitung für absolute Anfänger möglicherweise etwas zu knapp gefaßt sein könnte und diese dann vorne in der ganz ausführlichen Anleitung nochmal nachschauen können. Am Ende des Buches finden sich die zusammengestellten Schnittmuster in Originalgröße.

Das ist nicht mein erstes Buch zum Thema Jahreszeitentische; dieses finde ich besonders umfangreich, nicht nur wegen seiner 320 Seiten mit vielen vorgestellten Arbeitsanleitungen, sondern auch wegen der vielen Details, mit denen die einzelnen Figuren ergänzt werden, beispielsweise Schellen am Geschirr des schlittenziehenden Pferdes oder Dekorationen um die Figuren selbst, die den Jahreszeitentisch umso schöner wirken lassen. Für mich waren die Anleitungen gut nachvollziehbar und ausführlich genug, die begleitenden Texte zur Einstimmung auf den Monat oder Ausgestaltung des Jahreszeitentisches haben mir ausgesprochen gut gefallen.

Insgesamt begeistert mich dieses Buch so sehr, dass ich gerne mehr als 5 Sterne vergeben würde und es gerne weiterempfehlen werde.

Bewertung vom 15.02.2018
Essen was das Herz begehrt
Esselstyn, Ann Crile; Esselstyn, Jane

Essen was das Herz begehrt


ausgezeichnet

lecker, gesund und einfach zuzubereiten

Nachdem mich „Stärker als Fleisch“ von Rip Esselstyn begeistert hat, war ich ganz gespannt auf dieses zuvor erschienene Buch, dessen ebenfalls pflanzenbasierte Rezepte, die ohne Fleisch, Milchprodukte, Nüsse oder Fett zubereitet werden und von der Familie Esselstyn, Freunden und Einsendern entwickelt und für gut befunden wurden. Gemeinsam haben diese Rezepte, dass sie zur Vorbeugung und Heilung bei Herzerkrankungen hilfreich sind und auch für Veganer geeignet sowie schmackhaft sind.

Nach einer kurzen Einleitung finden sich gesunde Rezepte, eingeteilt in die Kapitel Grundrezepte; Frühstück; Mittagessen; Suppen; Hummus, Brotaufstriche, Soßen und Salsas, wobei auffällt, dass keines der Rezepte besonders aufwändig, sondern allesamt ganz leicht nachzubereiten sind. Es finden sich unter anderem Pizzen, Pies, Risotto, gefüllte Portobello-Pilze, Blumenkohlsteaks, verschiedene Muffins genauso wie ganz schnelle Lösungen, beispielsweise gefüllte Wraps. Viele internationale Gerichte wurden hier ganz neu interpretiert , wie zum Beispiel eine Lasagne, Sommerrollen, ein Möhren-Hotdog, ein Rote-Beete-Burger mit gegrillter Ananas.
Die Rezepte finde ich äußerst ansprechend, zu vielen gibt es ein Foto, was ich immer sehr schätze. Die Anleitungen sind leicht verständlich und sehr einfach; besonders gut gefällt mir, dass es die Zutaten in jedem Supermarkt gibt. Wir haben etliche Rezepte ausprobiert und die ganze Familie ist begeistert; egal ob unsere „fleischfressende Pflanze“ oder die „Süßschnäbel“ - keiner von uns hatte das Gefühl zu kurz zu kommen oder auf etwas zu verzichten. Alles war sehr lecker und wir werden immer wieder Rezepte davon nachkochen. Unsere bisherigen Highlights sind die Blattkohl-Sushis, selbst gemachtes Hummus in verschiedenen Varianten, indisches Fladenbrot mit Kartoffelfüllung, doppelt falscher Hase,, der Rote-Beete-Burger und die milde Ingwersoße mit Kichererbsen und grünem Blattgemüse.

Wir sind auch von diesem Buch sowie den darin enthaltenen Rezepten ganz begeistert und freune uns auf weitere, die wir noch ausprobieren werden.

Bewertung vom 13.02.2018
Verrückt nach Garten
Lucenz, Manfred; Bender, Klaus

Verrückt nach Garten


ausgezeichnet

beeindruckende Lösungsvorschläge und Gartenplanungen

Manfred Lucenz und Klaus Bender stellen in „Verrückt nach Garten“ zehn beeindruckende Gartengestaltungen vor, die alle gemeinsam haben, dass ihre Gestalter sie über Jahre oder Jahrzehnte angelegt, erweitert und verändert haben. Eigenwillige und äußerst kreative Lösungen für die betrachteten Gärten, die in Größe, Lage, Zuschnitt oder Bodenverhältnissen variieren, werden aufgezeigt, und es wird deutlich, dass zudem nicht nur die jeweiligen Lebensumstände und Lebensabschnitte der Gärtner sich in den Veränderungen des Gartens wiederspiegeln, sondern besonders auch die Prägung in der Kindheit die Sicht eines glücklichmachenden Gartens stark beeinflußt.

Meist wurden die vorgestellten Gärten also in Etappen und manchesmal stellenweise später wieder neu angelegt. Jedenfalls bedeutet die Pflege und Aufrechterhaltung des Gartens viel Einsatz, den man idealerweise nicht als Arbeit, sondern als Selbstverwirklichung empfindet. Zu den einzelnen Gärten oder Gartenabschnitten erhält der Leser Pflanzempfehlungen, beispielsweise abgestimmt auf unterschiedliche Bodenqualität, Farbzusammenstellung oder besondere Pflanzarragements wie einen Farngarten in aufgeschichteten, erdbefüllten Wurzeln gefällter Bäume.

Eine Riesenauswahl an wunderschönen Fotos vermittelt sehr gut einzelne Abschnitte sowie Zusammenhänge und -spiele in einer größeren Gartengestaltung in thematischen Abschnitten. Sehr interessant fand ich auch die persönlichen Geschichten der Garteninhaber, in denen sie beschreiben, wie sie ihren Garten fanden und welche gestalterischen Hintergründe, Vorlieben und Vorbilder in ihre Planungen miteinflossen.
Die vorgestellten Gärten reichen von barockangelehnten Strukturen, Bauerngarten, Anlage in einer Schlucht, Waldauen über Anlehnung an englische Gärten und haben gemein, dass große Areale sehr aufwendig und liebevoll aus dem Dornröschenschlaf geholt und in prachtvolle Gartenanlagen verwandelt wurden. Am Ende des Buches erhält man eine Übersicht über die Adressen der Gärten samt Möglichkeiten des Besuches dieser.

Insgesamt beeindrucken mich alle gezeigten Gärten, die man allesamt auch als Parks unterschiedlicher Größe bezeichnen könnte. Bild- oder Gartenausschnitte könnten so, wie gezeigt, auch in kleineren Stadtgärten durchaus umgesetzt werden. Jeder Leser wird Inspiration für eigene Planungen oder konkrete Lösungen vor allem auch durch die Listen der Pflanzempfehlungen finden.
Und selbst ohne Gartenplanungsabsicht kann man nur beim Durchblättern, Lesen und Betrachten der Bilder das Buch einfach nur geniessen.

Bewertung vom 13.02.2018
Garden Girls
Henschel, Jana

Garden Girls


sehr gut

inspirierend und macht Lust auf den eigenen Schrebergarten

Jana Henschel und Ulrike Schacht stellen in „Garden Girls“ 20 Schrebergärtnerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die berichten, wie sie zu ihrem Schrebergarten kamen, diesen samt Laube persönlich gestalteten, was sie pflanzen bzw. anbauen und welche Tipps, welches Rezept oder DIY-Projekt sie weitergeben möchten. Unter den Werk- und Bastelanleitungen finden sich beispielsweise der Bau eines Tippis aus Weidenruten, der Bau eines Insektenhotels, eines Traumfängers oder der von Pflanzenschutzhauben aus Kaninchendraht; die Dekotipps fallen teilweise recht einfach und kindgerecht aus, z.B. Vogelfedern, die mit Tesafilm an die Wand geklebt werden. Ehrlich gesagt hätte ich da etwas mehr, auch Neueres und Originelleres erwartet.

Die 20 Gardengirls sind allesamt berufstätig, fast alle betreiben einen blog, dessen Adresse mitangegeben ist. Die Bloggerinnen beschreiben neben ihren Gartentipps auch, wo sie verschiedene Artikel bestellt haben, geben häufig die Internetseiten zum Nachbestellen direkt mit an. Ich muß gestehen, dass ich solche Werbung immer grenzwertig finde; wenn dann eine bloggerin von Produkten schwärmt ( z.B. Duftkerzen im Glas, die knapp 30E. kosten) erweckt es schon den Eindruck von gezielter und testproduktunterstützter Kooperation mit dem Hersteller und ich frage mich, ob das wirklich auch im Buch sein muß und nicht auf dem Blog reichen würde. Das aber nur als kleinen Kritikpunkt am Rande...

Nach der Vorstellung der Gärtnerinnen folgen, fast als Anhang, Seiten, die sich schon durch den gänzlich weißen Buchschnitt abgrenzen. Hier finden sich Fragen mit Antworten der Gärtnerinnen rund um den Schrebergarten, die in den Portraits angekündigten Rezepte, Tipps, wie man an einen Schrebergarten kommt und Alternativen dazu, zu guter Ernte und Laubenbau.

Es macht Spaß im Buch zu blättern, die vielen Fotos anzuschauen, Tipps und persönliche Geschichten zu lesen und Lust auf einen eigenen Schrebergarten. Ich selber habe schon einen, schon allein als zweiten Standplatz für meine Bienenvölker, und habe einige für mich hilfreiche Tipps und Anleitungen in diesem Buch entdecken können. Für jemanden, der sich vorab über Schrebergärten informieren möchte, halte ich das Buch für noch hilfreicher und inspirierender.

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