Benutzername: GeheimerEichkater
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Bewertungen

Insgesamt 426 Bewertungen
Bewertung vom 30.08.2017
Das große kleine Buch: Einfach gut einkochen
Ruckser, Elisabeth

Das große kleine Buch: Einfach gut einkochen


ausgezeichnet

vielseitige, ansprechende Einkochrezepte aus Österreich

Elisabeth Ruckser führt in das Buch mit Betrachtungen über Zucker, den fünf goldenen Einkochregeln und praktischen Tipps ein, z.B. wie man eine Gelierprobe macht. Danach folgen die Rezepte, von denen mich etliche überrascht haben, beispielsweise die Brombeer-Schichtmarmelade,
die Paradeisermarmelade oder die Safran-Marillen-Marmelade. Neben Marmelade werden auch verschiedene Liköre, Lavendelblütenzucker, Quittenkäse, Maiwipferlsirup, Walderdbeerleder, kandierte Walnüsse und mehr hergestellt.

Die Auswahl an Rezepten finde ich sehr vielfältig und ansprechend; sie sind allesamt gut erklärt, leicht nachzuarbeiten und durch ein Foto der fertigen Zubereitung ergänzt worden.

Bewertung vom 30.08.2017
Das große kleine Buch: Schwammerlzeit!
Kamolz, Klaus

Das große kleine Buch: Schwammerlzeit!


ausgezeichnet

so informativ wie möglich und so klein wie nötig - perfekt zum Mitnehmen, wenn man in die Pilze geht

Klaus Kamolz gibt zunächst eine Einführung in das Pilzsammeln, zeigt welche Ausrüstung, man zum Pilzesammeln benötigt, erläutert das Vorgehen, wenn man Pilze gefunden hat. Unter anderem warnt er vor sich hartnäckig haltenden Irrtümern, wie sich genießbare und giftige Pilze angeblich unterscheiden lassen sollen, z.B. durch Fraßspuren oder Verfärben von Silberbesteck. Danach werden Verwendungsmöglichkeiten der Pilze in der Küche aufgezeigt, wie Putzen, Lagern, Einlegen oder Trocknen; dem folgen eine Übersicht von Pilzmerkmalen, z. B. Hutform, Stiel, Manschette oder Ring und Knolle sowie ein wenig Zusatzinformtionen.

Im Hauptteil dieses großen kleinen Buches finden sich 20 Portraits der besten und gängigsten Speisepilze, die es vorzugsweise zu finden gilt und gibt. In jedem Portrait wird der Pilz im Foto sowie Steckbrief vorgestellt: Merkmale, FundorteNamenskunde, giftige Doppelgänger ( auch mit Foto und Text) sowie Hinweise für die Küche werden gegeben.

Ich sammle diese großen kleinen Bücher, weil ich sie überaus praktisch und hübsch finde.
In diesem Buch werden die wichtigsten 20 Pilze, die ich finden kann aufgezeigt, so ausführlich, das er ausreicht und in einem praxistauglichen Format um es gut zum Pilzesammeln mitzunehmen.

Bewertung vom 30.08.2017
Pflücksalat & Blattspinat
Schwarzinger, Yvonne; Lehmann, Herbert

Pflücksalat & Blattspinat


ausgezeichnet

Alles vom Gemüse wird verwendet - gesund, lecker und oft überraschend

Yvonne Schwarzinger hat über viele Jahre sehr erfolgreich in der Spitzengastronomie gearbeitet, wobei sie bei ihren Rezepten immer darauf geachtet hat, dass das Besondere im Detail liegt, z.B. einem für das Gericht untypischen Gewürz, einer unerwarteten Zutat oder einem kleinen Trick bei der Zubereitung. Und so verhält es sich auch mit den 77 abwechslungsreichen und vegetarischen Rezepten in ihrem Kochbuch „Pflücksalat & Blattspinat“.
Da wird u.a. aus Salaten eine Suppe gekocht, z.B. eine Ruculacremesuppe, von Kräutern und Salaten ein Omelett zubereitet oder es gibt Spinatsalat mit überbackenen Kartoffelnudeln. Sehr ansprechend finde ich z.B. auch den Eisberg-Wrap, gedämpfte Endivienrouladen auf asiatische Art, frittierte Mangoldtaschen oder Tarte mit Radicchio Trevisano; mein absolutes Highlight ist die süße Spinattorte mit Himbeeren.
Die Autorin legt viel Wert darauf, auch Pflanzenteile, die viele als Abfall ansehen, mit zu verwerten. Auch ich kenne einige dieser „Würzungen“ von klein auf und sie sind für mich selbstverständlich, wie z.B. das Mitverwenden des Kohlrabigrüns. Andere Verwendungen finden sich in Smoothies, Gemüsesuppe oder Aufstrichen.
Die Rezepte sind nach Kapiteln geordnet: Grüne Smoothies, Salate & Basics, Suppen & Vorspeisen & Snacks, Beilagen & Hauptgerichte, Süsses & Knuspriges, Dressings.
Die jeweiligen Rezepte sind sehr gut erklärt und leicht nachzuarbeiten; meistens wird das Rezept auf einer Doppelseite vorgestellt, wobei auf einer Seite ein ansprechendes Foto der fertigen Speise zu sehen ist.

Fazit: ein schönes Kochbuch, in dessen Rezepten Gemüse samt Blattgrün apetitlich, gesund, schmackhaft und oft überraschend zubereitet werden.

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Bewertung vom 28.08.2017
Mein Freund, der Darm
Buchart, Karin

Mein Freund, der Darm


ausgezeichnet

kleiner, praxisnaher und umfangreicher Ratgeber mit vielen Rezepten

Karin Burchart stellt ein dreiwöchiges Programm vor um den Darm wochenweise zu reinigen, zu aktivieren und zu pflegen. Dabei greift sie auf Kräuter, Tees, Gemüse u.m. zurück. Für jede Woche gibt es die entsprechenden Nahrungstabellen, z.B. in Woche 1 zum Reinigen, sowie erprobte Rezepte.

Insgesamt finde ich den kleinen, praxisnahen und doch umfangreichen Ratgeber sehr hilfreich und alltagstauglich um seinen Darm wieder in Ballance zu bringen, zu stärken und zu pflegen.

Bewertung vom 28.08.2017
Der Sandmaler
Mankell, Henning

Der Sandmaler


weniger gut

eher seichter Jugendroman über die erste Urlaubsreise ohne Eltern - von 1971

Bei „Der Sandmaler“ handelt es sich um Henning Mankells ersten Afrika-Roman der 1974 entstanden und nun, nach Mankells Tod, neu aufgelegt wurde.

Elisabeth und Stefan leben in Dänemark, haben vor ungefähr einem Jahr die 9. Klasse besucht und in diesem Jahr ( 1971) ihr Abitur gemacht. Für mich stellt diese zeitliche Abfolge ein Rätsel dar, das ich nicht lösen konnte. Vor einiger Zeit hatten beide eine kurze Liebschaft, sich danach aus den Augen verloren und treffen sich zufällig auf der Anreise nach Afrika wieder. Beide sind in nicht weit voneinander entfernten Hotels untergebracht und verbringen den Afrika-Urlaub mehr oder weniger zusammen.
Stefan, Sohn aus neureichem Hause, hat immer Angst, etwas zu verpassen, betrinkt sich häufig, ist ständig auf der Suche nach Sexpartnerinnen und blickt auf andere verächlich herab.
Elisabeth scheint sich in ihrem Leben noch nicht allzu viele Gedanken gemacht zu haben und kann von Glück reden, dass sie im Urlaub einen Unterstufenlehrer kennengelernt hat, der ungefähr 15 Jahre älter ist als sie und ihr die Welt, das Leben und vor allen Dingen die Geschichte und Entwicklung Afrikas, mitsamt einiger Bräuche, religiösen Aspekten und Lebensumständen knapp und kindgerecht erklärt.

Nach dem Urlaub soll sich Stefan nicht verändert haben, Elisabeth soll reifer geworden sein.

Die Erzählung beginnt mit S. 7 und endet auf S. 156, umfasst also insgesamt 149 Seiten. Auf den Seiten 121/122 gibt es eine Begegnung mit einem Sandmaler, der die Geschichte nicht weiter berührt, wohl aber den Buchtitel geprägt hat.

Mich hat das Buch nicht wirklich packen können, was zum einen daran lag, das ich die Geschichte sehr oberflächlich fand und Beschreibungen Afrikas nur zwischen pubertären bzw. eher kindlichen Erlebnissen eingeflochten wurden. Immer wieder habe ich mich gefragt, wie Elisabeth und Stefan so naiv und lebensfremd dargestellt, sich zutrauten, in einem fremden Land zurecht zukommen.
Zum anderen scheint es mir problematisch, ein Frühwerk, egal von welchem Autor, nach Jahrzehnten neu aufzulegen. Dem Buch merkt man an, das es von 1971 stammt; manche hineingeschossenen politischen Statements passen genau in diese Zeit und wirken heute nur noch schlapp. Auch die eingestreuten Zustandsbeschreibungen des Landes, der Wohn- und Lebensumstände können heutzutage nicht mehr so sehr schockieren, wie vor fast 50 Jahren, denn sie sind hinreichend bekannt.

Als Alterempfehlung für dieses Buch hätte man 1971 wahrscheinlich Teenager angegeben, denn im Vordergrund steht schon die erste Urlaubsreise ohne Eltern und, welche unterschiedlichen Erwartungen man daran knüpfen kann. Heutzutage werden die Beschreibungen aber auch Teenies nicht sonderlich erschüttern. Beruhigend zu wissen, dass sich nicht nur die Leserschaft, sondern auch Autoren mit den Jahrzehnten weiterentwickeln.

Bewertung vom 26.08.2017
Gemüsesamen selbst gezogen
Leroy, Cora M.

Gemüsesamen selbst gezogen


ausgezeichnet

alles, was man zur Saatgutgewinnung, Erhaltungs- und Neuzucht als Hobbygärtner wissen muss - und noch ein einiges mehr

Cora Leroy, u.a. gelernte Gemüsegärtnerin, vermittelt in diesem Buch wie man selber Saatgut aus seinen Pflanzen gewinnt, dieses reinigt, lagert, aufbereitet ( z.B. durch Kälte). Dabei geht sie nach einer gut verständlichen Einleitung kapitelweise auf verschiedene Pflanzenfamilien ein: Hülsenfrüchtler, Nachtschattengewächse, Korbblüter, Portulak- und Quellkrautgewächse, Zwiebelgewächse, Kürbisgewächse, Doldenblütler, Gänsefußgewächse, Eiskrautgewächse, Baldriangewächse, Kreuzblütler und Gräser. In jedem Kapitel werden verschiedene Pflanzen dieser Gruppe vorgestellt und zu jedem Pflanzenportrait werden unterschiedliche Typen und Sorten, mögliche Auslesekriterien, Anbautipps von Erwerbs- und Profigärtnern sowie von engagierten Hobbysamengärtnern und Sortenerhaltern benannt, abgerundet von einer farbig gestalteten Übersichttabelle mit Merkmalen, Aussaat-, Anbau- und Erntebeschreibung. Immer wieder finden sich auch Extrakästchen mit Zusatzinformationen.

Äußerst interessant fand ich auch die Betrachtung der gesetzlichen Regelungen zu Saatgut und Gemüse bei Gewerbetreibenden und im Gegensatz dazu bei Hobbygärntern; dass die entsprechenden Gesetze weitaus mehr Umfang haben als das BGB hat mich schon erstaunt und so bin ich froh, eine Kurzfassung dessen, was mich als Hobbygärtner betrifft, erhalten zu haben. Vorher war mir überhaupt nicht bewußt, dass bei gekauftem Gemüse, egal ob im Supermarkt, Wochenmarkt oder Hofladen jedesmal Lizenzgebühren abgeleitet werden und nur Hobbygärtner nicht an die grossen Saatgut-Rechtbesitzer zahlen müssen. Umso hartnäckiger werde ich ab jetzt die eigene Saatgutgewinnung betreiben und den Inspirationen für eigene Auslese und Verbesserung folgen. Ganz besonders spannend fand ich die Saatgutgewinnung bei Kartoffeln, die analog zu der von Tomaten abläuft; bislang hatte ich nur die Keime bzw. gekeimten Kartoffeln aus der Küche gesetzt, mich wohl gewundert, dass nicht alle Pflanzen diese grünen Beeren ausbilden und freue mich nun auf deren Gewinnung,Verarbeitung und Aussaat. Im Anhang finden sich Glossar und Übersichtstabellen.

Die Darstellungen der verschiedenen Samengewinnung fand ich äußerst interessant und sehr gut erklärt. Immer wieder vermittelt die Autorin enormes Fachwissen, einfach so, zwischendurch, und man merkt als Leser, wieviel Erfahrung sie gesammelt hat und hier leicht verständlich weitergibt.
Sehr hilfreich sind auch die jeweiligen Auflistungen der unterschiedlichen Zuchtvarianten und Ausblicke auf mögliche zukünftige Gemüse.

Insgesamt finde ich die Aussaat-, Anbau- und Saatgewinnungs-Anleitungen zu den vorgestellten Gemüsen, sowie die Ausführungen zu Erhaltungs- und Neuzucht ausgesprochen gut gelungen. Viele nützliche Profi-Tipps runden diese ab und versetzen den Leser in die Lage, eigenes Saatgut zu gewinnen und, wenn er mag, auch zu kreuzen und seine eigene Haussorte auszulesen und zu erhalten.

Bewertung vom 22.08.2017
Kinder beschützen!
Kerger-Ladleif, Carmen

Kinder beschützen!


ausgezeichnet

äußerst informativ und hilfreich

Carmen Kerger-Ladleif, Diplom-Pädagogin und seit vielen Jahren für Dunkelziffer e.V. tätig, erläutert in diesem Buch, wie Eltern ihre Kinder stärken und damit schützen können, wie Gespräche im Vorfeld die Kinder befähigen, Gefahrensituationen besser einzuschätzen, auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen und Nein zu sagen; wie offen man die Gespräche führen solte, ohne Angst zu erzeugegen und klarstellt, wie man Hilfe erhält oder dass ein Kind nie Schuld an Übergriffen trägt.

Sowohl Prävention, als auch das Erkennen von Veränderungen im Verhalten des Kindes, das Verstehen von Signalen, Gesprächsführung und Vorgehen in der Familie, Beratungsstellen und auch die Abläufe bei Anzeige bei der Polizei und Gerichtsverfahren, Trauma und Resilienz werden ausführlich besprochen.
Viele Beispiele, Buch-, Arbeitsmappen- und Internetseitenempfehlungen, Hilfsangebote ergänzen die einzelnen Kapitel, die sich zudem auch mit häufigen Elternfragen und ihren Möglichkeiten des Umgangs in Prävention und auch im Falle eines passierten sexuellen Übergriffes befassen.

Die Autorin erläutert detailliert, aber mit absoluter Sachlichkeit und professioneller Distanz und äußerst empathisch, wie man das Kind stärkt, immer gesprächsbereit ist, selbst bei eigenen Unsicherheiten, welche Regeln und Absprachen helfen, welche Veränderungen auffallen und welche Hilfsangbote man nutzen kann.
Besonders gut haben mir die konkreten Handlungs- und Gesprächsstrategien gefallen, die ich unbeschreiblich hilfreich finde.

Das Buch richtet sich an Eltern, andere Bezugspersonen, Fachkräfte aus der Familienarbeit, Eltern- und Fachberatungsstellen. Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch eine zahlreiche Leserschaft findet, denn wir alle sind in der Pflicht unsere Kinder zu schützen.

Fazit: detaillierter, professioneller, empathischer und äußerst hilfreicher Leitfaden mit konkreten Strategien, Gesprächsverläufen u.v.m

Bewertung vom 17.08.2017
Yoga für dein Leben
Bennewitz, Dirk; Kubasch, Andrea

Yoga für dein Leben


ausgezeichnet

lebensnah, alltagstauglich, inspirierend und sehr persönlich

Andrea Kubasch und Dirk Bennewitz praktizieren seit vielen Jahren Yoga, führen gemeinsam zwei erfolgreiche Yoga-Zentren in Hamburg und geben weltweit Yoga-Workshops.
In ihrem Buch „Yoga für Dein Leben“ vermitteln sie Übungsabfolgen, Meditationsübungen, Atemübungen, Rezepte, Wohlfühltipps für eine ganzheitliche Wahrnehmung und Ausübung von Yoga und dem damit verbundenen Lebensgefühl.

Viele Fotos verdeutlichen die Übungsabläufe, Speisen oder einfach das leichte, entspannte Gefühl und den Spaß, das/den die beiden Autoren beim Yoga erleben.
Sehr gut gefällt mir die leichte und lockere Art, mit der Wissen und Erfahrung vermittelt werdensowie die Sicht, das wir alles, was wir brauchen, bereits in uns tragen. Zu Beginn des Buches verhilft ein Test zur Selbsteinschätzung und auch im weiteren Verlauf des Buches finden sich immer wieder gelb hinterlegte Passagen, mit Fragen oder Aufgaben, die eine ganz persönliche Bearbeitung und Entwicklung erfragen und auf den Weg bringen können. Dabei betonen die Autoren immer wieder, dass sie den Leser inspirieren möchten, den eigenen Weg zu finden und empfehlen, eigene Reflektionen in einem Notizbuch zu sammeln und so zu vertiefen.
Besonders alltagstauglich finde ich den Ansatz, kleine Veränderungen vorzunehmen, die sich nach 3-4 Wochen so in den Alltag integriert haben, dass man die nächsten kleinen Schritte verändert., stets mit dem Anspruch, die Übungen nicht beherrschen zu müssen, sondern sie einfach immer wieder zu versuchen und sich selber treu zu bleiben.

Für alle, die es nicht ganz so sachte angehen wollen, finden sich hinten im Buch je ein Plan für ein Wochenendprogramm und das „21-Tage-Transformationsprogramm“. Zudem findet man immer wieder Hinweise auf kostenlose Übungsvideos, die man sich auf der website ansehen kann.

Fazit: Ein Buch voll mit Inspiration, Erklärungen, persönlichen Geschichten und Annekdoten, die die Leichtigkeit und den Spaß an der eigenen Veränderung fördern, die der Leser im eigenen Tempo, ohne Gruppenzwang oder Leistungsdruck mit Spaß nach und nach in seinen Alltag umsetzen kann – bei empfohlenen 10 – 20 Minuten Übungen am Tag.

Bewertung vom 09.08.2017
Wild Atlantic Way
Schnebelt, Stefan

Wild Atlantic Way


sehr gut

professionelle Fotos zur Reise entlang der Westküste Irlands

Stefan Schnebelt hat in seinem Bildband zum Wild Atlantic Way, diesen, beginnend an der Nordspitze, in seiner Länge von gut 2500km dargestellt, aufgeteilt in Kapitel, die den jeweiligen Abschnitt in einem Kartenabschnitt darstellen. Zu jedem dieser Abschnitte gibt es einen sehr kurzen Text; die einzelnen Fotos verfügen meistens über eine Unterschrift auf englisch und gälisch.

Stefan Schnebelt hat diesen Foto-Bildband über den Wild Atlantic Way Dank finanzieller Unterstützung durch eine Crowdfunding-Kampagne sowie durch Irland Information, Irland-Journal sowie Irish-Net realisieren können. Da neben den Fotos kaum Texte enthalten sind, finden sich im Anhang Koordinaten der Fotomotive sowie webcodes um zu den einzelnen Fotomotiven auf der angegebenen Internetseite Informationen nachzulesen.

Wir sind den Teil des WAW in Südirland selber schon zweimal entlanggefahren, so dass für uns gerade der nordirische Teil ganz neu anzusehen war.
Die Fotos fallen alle durch ihre Professionalität auf; jedes Motiv wurde perfekt in Szene gesetzt. Gemeinsam haben sie zudem, dass sie nahezu menschen-, tier- und blütenleer, fast schon ein wenig steril wirken. Ansonsten fand ich die Fotos zwar sehr interessant, aber auch nicht unbedingt sehr abwechslungsreich. Zwar wirken sie technisch ausgeführt perfekt, lassen für mich aber den Funken nicht so ganz überspringen, sondern vermitteln eher den Eindruck von Werbeaufnahmen für einen Reisekatalog oder Fotowettbewerb.
Für mich persönlich muss ich feststellen, dass ich stärker belebte Fotos mit direkt begleitenden Texten wesentlich ansprechender finde und mir das pefekt in Szene Gesetzte gar nicht so wichtig ist. Die Möglichkeit, mit Hilfe der webcodes Informationen zu einzelnen Sehenswürdigkeiten online nachzulesen, habe ich nicht genutzt, denn solche Informationen kann ich auch ohne die codes erhalten oder in meinen anderen Büchern über Irland nachlesen.

Fazit: ein Bildband mit äußerst nüchternen, fast schon sterilen, professionellen Fotos

Bewertung vom 06.08.2017
Neuseeland, Papua und Vanuatu
Brakel, Johannes F.

Neuseeland, Papua und Vanuatu


ausgezeichnet

farbenfroh und bildreich erzählt

Johannes Brakel Vanuatu, Neuseeland und Papua als Individualtourist bereist und erzählt in eigenen Kapiteln über Land und Leute, Fauna und Flora, über die Gegenwart und die Vergangenheit, geprägt von Eroberern, Missionaren, Siedlern, Besatzungs-/ Kolonialmächten, von Verträgen, die untergeschoben und nicht eingehalten wurden und auch vom Wandel unter der Bevölkerung, die früher in Stämmen, Clans oder Dörfern lebten, mit dem Nachbardorf Feste feierte oder auch gar keine Nachbarn kannte. Sowohl Zurückgabe durch die Kolonialherren als auch heutige Bemühungen um Anerkennung eines eigenen Staates, gemeinsame Feste um die kulturelle Vielfalt im eigenen Land kennen zu lernen und eigene Clanidentität zu zeigen werden in diesem Buch beschrieben, genauso wie Schwierigkeiten oder Eigenheiten, die oft auch zu Mißverständnissen führen. Sehr interessant werden die Lebensbedingungen beschrieben, die idyllisch erscheinen, dabei heutzutage immer noch einfach und nicht ungefährlich sind.

Im Buch werden die beschriebenen Erlebnisse durch zahlreiche Fotos ergänzt und Johannes Brakel versteht es vorzüglich zu erzählen und Informationen weiterzugeben. Ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, so interessant waren die Beschreibungen, bei denen ich manchesmal doch innehalten mußte, um mir am Computer ein wenig Zusatzinformationen zu holen. Gut gefallen hat mir die hohe Anzahl an Fußnoten, immer direkt auf der entsprechenden Seite ( und nicht im Anhang!), bei denen ich allerdings manchesmal erstaunt war, weil sie mir so selbstverständlich erschienen. Nun, da ich gelesen habe, dass die Altersempfehlung für 13-16 Jährige ausgesprochen wurde, verstehe ich dieses viel besser.

Ob Geschichtliches oder über verschiedene Anbausorten wie Obst oder Karup, wilde oder gefangene Schweine, Goldrausch, Sandelholzbäume, das Leben der Maori, die Infrastruktur, den Hochzeitsmarkt und vieles andere – alles wurde so interessant geschrieben, dass es eine Freude war, beim Lesen als Zaungast des reisenden Autors dabei gewesen zu sein.
So würde ich dieses bezaubernde Buch auch Lesern empfehlen, die nicht dem empfohlenen Alter entsprechen.