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SaintGermain
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Insgesamt 977 Bewertungen
Bewertung vom 19.06.2016
Nössler, Regina

Endlich daheim


ausgezeichnet

Kim, eine verträumte Außenseiterin, kommt von der Schule. Bald daheim! Morgen hat sie Geburtstag. Endlich wird sie vierzehn. Sie lebt mit ihrer Mutter in einem Mietshaus in Berlin-Kreuzberg. Es war mal wieder ein schlimmer Schultag. Auf dem Nachhauseweg geschehen eigenartige Dinge, denen Kim noch keine große Beachtung schenkt. Als sie ihr Haus erreicht, muss sie feststellen, dass ihr Schlüssel nicht mehr ins Schloss passt. Und nicht nur das.Ihr Name ist von der Klingel verschwunden. Die Namen aller Nachbarn auch. Träumt Kim oder ist das die Wirklichkeit? Ihre Mutter ist beruflich unterwegs und nicht erreichbar. Auch ihre Tante geht nicht ans Telefon. Ein Albtraum beginnt. Schließlich wird es Nacht. Die Stadt zeigt ihre unfreundlichen Seiten. Ist Kim tatsächlich verrückt oder liegt dem Ganzen ein Verbrechen zugrunde? Ingredienzien (u.a.): eine überforderte Mutter, ein abwesender Vater, eine lesbische Tante, eine böse Schulfreundin, ein sehr böser Nachbar, die Stadt im November, Nebelkrähen. Ist es wirklich ein ganz gewöhnlicher Freitag im November?

Das Cover des Buches ist zwar eher unscheinbar und düster, aber genau passend zu diesem Roman.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut, die Protagonisten und Orte gut beschrieben, dazu wechselt die Erzählperspektive zwischen mehreren Personen.

Das Buch beginnt mit einer Geschichte, die ich eher dem Genre Fantasy, Drama und Roman zugeordnet hätte. Dabei baut die Autorin die Spannung sehr gut auf und dank starkem, gut durchdachtem Ende entpuppt sich die ganze Geschichte definitiv als Thriller, den man kaum besser verpacken hätte können.

Einige Ungereimtheiten sind mir nichtsdestotrotz aufgefallen:

1) Als Kim bei Alex ihre Mutter anruft und diese trotz mehrmaligem Klingeln nicht drangeht, spekuliert Kim, ob das Handy ein- oder ausgeschalten ist. Wenn es ausgeschalten ist, würde es aber nur einmal läuten!

2) Wie kann Frau Caspary als Diabetologin (oder wie genau im Buch geschrieben: Fachärztin für Diabetologie) arbeiten, obwohl sie nicht promoviert hat und daher auch keinen Doktortitel besitzt?

Fazit: Außergewöhnlicher, überraschender Thriller mit gut durchdachtem Ende, den ich nur weiterempfehlen kann.

Bewertung vom 14.06.2016
Godazgar, Peter

Der tut nix, der will nur morden!


ausgezeichnet

Das Cover und der Titel dieses Buches sind sehr auffällig und laden sofort dazu ein das Buch in die Hand zu nehmen. Auch wenn beides nicht unbedingt passend für dieses Buch ist. Obwohl auch der Titel weist auf ironische, lustige, schwarze "Verbrechen" hin.

Nicht einem jeden Autor gelingt es auf solch wenigen Seiten vernünftige Storys aufs Papier zu bringen. Peter Godazgar hat hier bewiesen, dass er dies kann. Vor allem bekommen seine Charaktere auch Profil.

Die Geschichten sind unterschiedlich lang und auch unterschiedlich in der Qualität, obwohl die sehr guten Stories absolut überwiegen.

Fazit: 26 amüsante Kurz-Krimis triefend vor schwarzem Humor,ausgestattet mit einer guten Portion Ironie und grotesken Szenen.
Angenehmer Schreibstil, die Phantasie des Lesers ist dann und wann gefragt und beschert kurzweilige Lesemomente. Absolut empfehlenswertes Lesevergnügen für Zwischendurch.

Bewertung vom 11.06.2016
Rilli, Riccardo

BUCH


sehr gut

Das Cover sowie der Titel erscheinen zunächst einfallslos, machten mich aber dennoch neugierig und sind daher auch nicht schlecht gewählt, da sie sehr gut zum Inhalt passen.

Das Schriftbild ist sehr gewöhnungsbedürftig, es erinnert an eine Schreibmaschinenschrift. Auch einige Fehler haben sich eingeschlichen (Grammatik, Rechtschreibung, Schlampigkeit).
Die Handlung des Buches gefällt mir sehr gut. Was es (außer dem Schriftbild) schwer zu lesen macht, sind die ausschweifenden Beschreibungen. Ich habe einen Ort oder eine Person noch nie mit soviel Adjektiven beschrieben gesehen und das nahm mir auch ein wenig die Fantasie. Teilweise waren die Beschreibungen und Vorstellungen der Protagonisten für mich einfach zu lang - speziell in den ersten 3 Kapiteln.

Zudem nervte mich die Wiederholung über einige Seiten als Pepe das Buch zu lesen begann - ich überblätterte sie einfach.
Auch nicht klar war mir, wieso der Autor alle Zahlen unbedingt in Worte fassen, also ausschreiben musste - dies störte die Lesbarkeit.

Nichtsdestotrotz bietet dieses Buch Spannung bis zur letzten Seite und konnte mich vom Inhalt absolut überzeugen, sodass ich das Buch (größtenteils) nur weiterempfehlen kann.

Bewertung vom 11.06.2016
Nyborg, Ernest

LENA HALBERG - NEW YORK '01 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Fassungslos starrt der Beamte im Block 7 des World Trade Center auf die beiden brennenden Türme vor ihm. Minuten später wird sein Büro evakuiert und er entgeht dem sicheren Tod. Die Journalistin Lena Halberg entdeckt einige Jahre später einen Hinweis auf Zahlungen aus Washington an einen der Attentäter. Wieder war der Auftraggeber Arthur Bronsteen, einer der größten Rüstungsproduzenten. Im Zuge der Nachforschungen stößt Lena auf seine verdeckten Börsentransaktionen vor dem Terroranschlag, auf einen illegalen Waffendeal in ein Krisengebiet und Verbindungen zu afrikanischen Kriegstreibern. Die Recherchen führen Lena nach New York, Rom und Marseille, wo sie ins Visier von Bronsteens korrupten Bankers gerät und ein afrikanischer Killer sein Unwesen treibt. Kann sie die Machenschaften der Rüstungslobby beweisen und waren die Anschläge vom 11. September nur Teil eines unfassbaren Komplotts?

Nach der Verschwörungstheorie über Lady Dianas Tod wird diesmal 9/11 unter die Lupe genommen.

Das Cover entspricht dem Vorgängerband, ist einfach gestaltet, aber passend. Die Inhaltsangabe macht Lust auf mehr.

Der Schreibstil ist wie schon im 1. Teil sehr gut; die Protagonisten und Orte werden sehr gut gezeichnet.

Spannung zeigt auch dieser Teil von der ersten bis zur letzten Seite.

Leider sind (wie auch schon im 1. Teil) einige Grammatik-, Rechtschreibfehler vorhanden.

Im Anhang befindet sich ein Kapitel, welches erklären soll, was der Realität entspricht. Dabei geht es aber "nur" um die Afrika-Geschichte und nicht um 9/11.

Dennoch konnte mich auch diese Mischung aus Realität und Fiktion absolut überzeugen.

Ich freue mich bereits auf den 3. Teil der Trilogie, der 2017 erscheinen und London ´05 heißen soll.

Bewertung vom 11.06.2016
Nyborg, Ernest

Lena Halberg - Paris '97


ausgezeichnet

Paris 1997 - die Nacht der Tragödie von Lady Dianas Unfall. In der Nähe der Katastrophe stirbt auch ein Fotograf einen mysteriösen Tod. Hatte er etwas auf seinem Film, wofür er sterben musste? Die junge Journalistin Lena Halberg versucht der Sache nachzugehen und steht vor einer Mauer des Schweigens. Fünfzehn Jahre später. Lena, inzwischen eine bekannte Fernsehreporterin, stößt überraschend auf Fakten zu dem Vorfall. Mit journalistischem Spürsinn deckt sie nun unglaubliche Machenschaften der Rüstungsindustrie auf, die bis in höchste politische Kreise reichen. Entgegen aller Warnungen stellt sie eine gefährliche Frage: Wer war der Waffenlobby damals im Weg? Damit ist Lena zum Freiwild geworden. Die Operation zu ihrer Liquidierung läuft an. Ihre einzige Chance ist es, das Komplott an die Öffentlichkeit zu bringen, bevor sie selbst zum Opfer wird. Paris '97 ist der erste Teil der Lena Halberg Trilogie, über die Verflechtung von Politik, Geheimdiensten und den großen Rüstungskonzernen

Kurz nach dem Tod von Lady Diana verschwindet Lena Halbergs Freund Franco, der zu diesem Zeitpunkt in Paris ist und wird kurz darauf weit entfernt von Paris tot aufgefunden.

15 Jahre später entdeckt Lena eine Verschwörung um Lady Dianas Tod, die auch Franco das Leben kostete.

Das Cover des Buches (bzw. der Trilogie) ist zwar relativ einfach, dennoch sehr ansprechend. Der Buchrückentext macht sofort Lust auf mehr.

Der Schreibstil des Autors ist sehr gut, die Protagonisten und Orte werden sehr gut vorgestellt.

Die Handlung ist sehr gut aufgebaut, sodass von Beginn an bis zum Ende Spannung pur besteht.

Die Vermischung aus Fakten und Fiktion war sehr gut kombiniert.

Gut wäre gewesen zu schreiben, was ist Realität was ist Fiktion (wie dies im 2. Teil teilweise gemacht wurde).

Leider hat das Lektorat bei diesem Buch etwas geschlafen, sodass doch einige Grammatik-, Rechtschreib- bzw. Schlampigkeitsfehler vorkommen.

Fazit: Top-Polit-Thriller. Glänzender Auftakt zur Trilogie. Absolute Empfehlung.

Bewertung vom 30.05.2016
Schreiber, Mart

Der falsche Held


sehr gut

Vier Erzählungen, vier Wendungen des Schicksals, die ihren Ausgangs- oder Endpunkt in der Wiener U-Bahn haben. Sven erhält am späten Abend einen Anruf aus dem Spital. Sein Bruder ist nach einer Schlägerei in der U-Bahn mit Verletzungen am ganzen Körper eingeliefert worden. Am Krankenbett lernt Sven die Freundin des Bruders kennen. Er ist sich sicher, ihr schon einmal begegnet zu sein. Clemens ist frisch verliebt. Der kurzen Begegnung mit einer fremden Frau in der U-Bahn schenkt er keine besondere Aufmerksamkeit. Doch der Zufall will es, dass Clemens auf eine Hochschaubahn der Emotionen gerät. Pierre fällt ein schmutzig-grüner Rucksack in der U-Bahn auf. Dieses zurückgelassene Gepäckstück kommt ihm verdächtig vor. Bei seinem ersten Kundentermin in der Bank hat er den Rucksack schon wieder vergessen. Henriette wird achtzig Jahre alt. Ihr Mann hat alles für den Geburtstagsausflug vorbereitet. Er will mit ihr noch einmal den Park besuchen, in dem sie mit ihren Kindern so oft waren. Schon auf dem Weg dorthin, sind einige Hindernisse zu überwinden.

Das Cover des Buches zeigt eine Wiener U-Bahn, was natürlich sehr gut zum Inhalt passt. Andererseits hätte es mich in der Buchhandlung nicht gerade angesprochen.

Der Schreibstil des Autors gefiel mir sehr gut, auch die Verlagsschrift war sehr gut lesbar. Die Protagonisten sindin ihrer Charakterart gut beschrieben und sehr verschieden.

Leider verabsäumte der Autor in manchen Geschichten die Altersangaben der Protagonisten, was mich etwas störte, da ich beim Lesen immer Bilder vor meinem inneren Auge habe. So konnte ich mir manche Protagonisten nicht wirklich vorstellen.

Zudem enden alle 4 Geschichten relativ abrupt, ein wirklicher Abschluss fehlt, es bleiben einige Fragen offen, was ich sehr schade fand.

Fazit: Ein sehr gutes Buch, welchem ich aus oben genannten Gründen 4,5 Sterne gebe. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.