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SaintGermain
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Insgesamt 977 Bewertungen
Bewertung vom 04.08.2016
Dazieri, Sandrone

In der Finsternis / Colomba Caselli und Dante Torre Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Dante Torre kann Menschen lesen. Aber er hat teuer dafür bezahlt. Elf Jahre war er eingesperrt in ein Betonverlies, abhängig von dem Mann, den er Vater nennen musste. Als Jahre später erneut Menschen verschwinden, hat Dante einen üblen Verdacht. Doch er vertraut nur Colomba Caselli. Die suspendierte Elitepolizistin hat wie er nichts zu verlieren bei einer Jagd, die alle Regeln und Gesetze sprengt.

Das Cover des Buches erscheint zwar relativ einfach, gefällt mir aber sehr gut und erweckte sofort meine Aufmerksamkeit.

Ich glaube dies war mein erster italienischer Krimi und es war schön auch mal durch Rom und die kleinen Dörfer geführt zu werden. Auch die Bezeichnungen der Dienstgrade war etwas anderes, tat dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch.

Der Schreibstil des Autors war flüssig, die Spannung riss nie ab, die Protagonisten und Orte wurden gut beschrieben, sodass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte.

Manchmal hatte ich trotzdem meine Probleme, wobei ich glaube, dass dies nicht am Autor sondern eher an der Übersetzung lag, denn einige Sätze waren doch sehr komisch zu lesen, zumindest hatte ich solche "Redewendungen" noch nie gehört.

Dafür einige Beispiele:

- in die Pilze gehen (Pilze sammeln gehen)

- Sträusschen ausfechten (?)

- bei einem Krankenhausbesuch schlugen die beiden Freunde auf



Das wirkt manchmal so als würde man Wort für Wort übersetzen.

Die Handlung des Buches konnte mich voll überzeugen und schlug mich voll in ihren Bann. Zu Beginn dachte ich noch, dass dies irgendwie ein "Kampusch"-Abklatsch wäre, doch die Story entwickelte sich ganz anders, wobei auch Verschwörungstheoretiker auf ihre Kosten kommen.

Der Spannungspegel wurde durch diese unvorhersehbaren Wendungen und den geschickt eingebauten Cliffhangern am Ende jedes Kapitels aufrechterhalten.

Dazu ein originelles Ermittler-Paar und ein überraschendes Ende; alle Zutaten die ein Thriller haben muss.

Fazit: "In der Finsternis" ist ein guter Thriller, der besonders Lesern gefallen sollte, die außergewöhnliche Ermittler mögen. Spannung und gute Unterhaltung bieten die vielen Wendungen und das überraschende Ende. Absolute Leseempfehlung, da es eine meiner bisherigen Jahres-Highlights war.

Bewertung vom 29.07.2016
Carter, Chris

One Dead (eBook, ePUB)


sehr gut

Da ich schon einige Bücher des Autors gelesen habe und ich die Bücher einfach super fand, musste ich natürlich auch das Prequel zu dieser Serie lesen.
Das Cover des Buches zeigt eine blutige Schere, die sich gut auf dem Cover ausmacht und auch gut zur Story passt.
Der Schreibstil wich diesmal aber doch etwas von der gewohnten Art ab.
Das ganze ist mehr eine Kurzgeschichte als ein vollständiger Roman. Gut zu lesen, aber viel zu kurz. Die Handlung ist geradlinig und ohne überraschende Wendungen. Außerdem würde ich die Story eher dem Genre Krimi als dem Genre Thriller zuordnen.
Fazit: Schön zu lesen, wie Hunter im Morddezernat begann; dennoch ein schnell konstruierter Krimi ohne Überraschungen.

Bewertung vom 29.07.2016
Scottoline, Lisa

Niemand sieht mich kommen


ausgezeichnet

Doktor Eric Parrish ist Chef der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses in Philadelphia. Seit er sich von seiner Frau getrennt hat, kümmert er sich umso intensiver um seine Tochter Hannah. Erstaunt muss er feststellen, dass seine Frau ihr gemeinsames Haus verkaufen will und auch schon einen neuen Lebenspartner hat. Endgültig aus den Fugen gerät die Welt des Psychiaters, als er den siebzehnjährigen Max als Patienten annimmt. Die Großmutter des Jungen ist sterbenskrank, und er gesteht Eric, ein Mädchen zu stalken. Wenig später wird dieses Mädchen ermordet, und ausgerechnet Eric ist der Letzte, der sie lebend gesehen hat. Als eine überaus attraktive Medizinstudentin, die ihn seit längerem mit ihren Avancen verfolgt, ihn bei der Klinikleitung der sexuellen Belästigung anklagt, begreift Eric, dass es jemand auf ihn abgesehen hat und ihn vernichten will

"Niemand sieht mich kommen" ist mein erstes Buch der amerikanischen Autorin Lisa Scottoline, die bereits auf zahlreiche Veröffentlichungen zurückblicken kann. Sie wird als "Meisterin des Thrillers" angepriesen und entsprechend groß waren meine Erwartungen.

Das Cover des Buches zeigt einen blutroten Rorschachtest mit 2 Personen darin, was sehr schön aussieht und auch passend ist, da es in dem Buch ja um einen Psychiater geht.

Das Buch heißt im Original "Every Fifteen Minutes", was mir persönlich treffender zum Buch erschien, als der deutsche Titel.

Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut, die Protagonisten wurden sehr gut dargestellt.

Ich empfand das Buch als äußerst spannend und kurzweilig. Obwohl ich sehr viele Thriller lese, konnte mich dieses Buch absolut überraschen, da ich nie auf die Lösung gekommen wäre. Auch die ganzen Wendungen konnten mich immer wieder fesseln.

Neben einigen (wenigen) Rechtschreib-/Grammatikfehlern fiel mir folgendes auf:

- In Kapitel 47 wird aus Howard Stern plötzlich Howard Stein.

- Dass Peg der Kosename von Mararet ist, weiß kaum jemand außerhalb der USA.

- Eric findet über Facebook Renee´s Freunde heraus, darunter zählt er auch Todd auf. Einige Seiten später steht aber, dass Todd nicht in der Freundesliste von Reneé war.

Fazit: Absolut spannender, kurzweiliger Thriller, der auch Einblicke in den (psychiatrischen) Klinikalltag gibt und den ich sehr gerne weiterempfehle.

Bewertung vom 17.07.2016
Ramstetter, Regina

Apostelwasser


ausgezeichnet

Kroner ermittelt bereits das 3. Mal - allerdings das erste Mal für mich. Trotzdem kam ich sofort in die Geschichte rein. Natürlich versteht man die eine oder andere Sache (z.B. Bens Schwester) besser, wenn man die Vorgängerbände gelesen hat.

Obwohl es in diesem Niederbayern-Krimi um ein sehr ernstes Thema geht - Kindermissbrauch durch die Kirche bzw. dessen Vertuschung) kann dieser Krimi auch mit einigen humorigen Szenen aufwarten.

Auch die Dialektsprache trug viel dazu bei - auch für mich als Österreicher waren einige Begriffe neu. Dafür waren am Ende des Buches allerdings einige Wörter erklärt - auch dies humorvoll.

Die Spannung wurde in diesem Krimi kontinuierlich aufgebaut, obwohl das Motiv eigentlich klar ist. Mit der Aufklärung des Falls konnte mich die Autorin trotzdem überraschen.

Die Personen und Orte sind sehr gut beschrieben - insgesamt ein sehr guter Schreibstil.

Fazit: Absolut empfehlenswerter Regionalkrimi, dem es an nichts fehlt.

Bewertung vom 10.07.2016
Sieling, Caroline;Vosko, Viktor

Das Fetisch-Experiment


ausgezeichnet

Bei dem Begriff Fetisch denken Sie an Dominas, Lack & Leder und Fesselspiele? An schmutzige Hausfrauenfantasien? Fetisch ist viel mehr. Fetisch ist anders. Eine bizarre Welt, die nur wenige wirklich kennen. Zwei Journalisten tauchen ein in diese Welt. In einem extremen Selbstversuch kreieren sie die 18-jährige Schülerin Tina, die in einschlägigen Internetforen zunächst ihre getragene Unterwäsche und andere harmlose Dienstleistungen anbietet. Doch die Wünsche der Kunden werden immer ausgefallener und skurriler. Ein Manager, der Urin trinkt. Ein Lehrling, der in die Hoden getreten werden möchte. Ein Architekt, dessen Fetisch es ist, Geld zu verschenken. Oder ein Banker, der als Sklave seiner Herrin dienen will. Wer sind diese Menschen, die bereit sind, viel Geld für ihre heimlichen Begierden auszugeben? Welche Fetische leben sie im Verborgenen aus? Folgen Sie den beiden Journalisten, die physische und psychische Grenzen überschreiten, um in eine Welt einzutauchen, die fasziniert und schockiert zugleich.

Sehr informatives Buch über ein Experiment, das 2 "Journalisten" anstellen, um mehr über Fetische zu erfahren.

Ich konnte das Buch an einem Tag lesen, da es informatif, spannend und humorvoll geschrieben war. Beide Auutoren verstehen ihr Handwerk.

Was mir allerdings aufgefallen ist:

- Die Schrift auf dem Buchrücken (schwarz auf bordeauxrot) ist sehr schwer zu lesen.

- Viktor wirkt auch im Buch oft neugierig und schreibt er würde auch gerne mal so etwas machen, amer es melden sich eigentlich nur Männer für Fetische und schließlich will keine Frau getragene Boxershorts von einem Mann (so wie es viele Männer von Tina alias Caroline) wollen - und gerade damit begann ja die Geschichte - mit getragenen Höschen Geld zu verdienen. Obwohl ich selbst keinem Fetisch anhänge, könnte ich mir vorstellen, dass sicher auch Viktor seine getragenen Shorts oder Slips verkaufen hätte können - schließlich gibt es auch homosexuelle Männer. Keine Frage, Viktor ist definitiv nicht schwul, aber schließlich war auch Caroline keine Domina und unter den gleichen Regeln - Anfassen verboten - doch sicher auch für Viktor durchzuführen, um sich sein Geld zu "verdienen".

- Leider wurden nur einige Fetische weitreichend behandelt, einige kurz im Epilog, manche - die mir noch eingefallen wären - gar nicht.

Nichtsdestotrotz: Humorvolles, informatives Buch über Fetische - absolut nicht abwertend und absolut lesenswert.

Bewertung vom 10.07.2016
Richter, Martina

Mopsfluch / Holmes und Waterson Bd.3 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Mops Holmes ist aufgeregt: Es geht endlich wieder in den Urlaub! Auch wenn sein Besuch in Frankreich mit Frauchen nicht nur zum Vergnügen ist. Denn es wartet Arbeit auf den jungen Mops-Detektiv. Der edle Zuchtstier von Frauchens Schwester wurde gestohlen. Wie gut, dass sein Kumpel und Kommissar Waterson auch mit von der Partie ist. Gemeinsam haben die beiden schließlich noch jeden Fall gelöst. Doch dann gibt es auch noch einen Toten. Holmes hat schon bald eine heiße Spur in der Nase. Und plötzlich geraten der kleine Mops und seine Familie selbst ins Visier des Täters …

Das Cover des Buches ist sehr passend und auch stimmig mit den Vorgängerbänden.

Der Schreibstil der Autorin ist schon wie bei den Vorgängerbänden um den Mops Holmes sehr gut. Die Protagonisten und Orte sind sehr gut beschrieben, sodass man, wenn man kein Buch über diesen tierischen Ermittler zuvor gelesen hat, absolut gut in die Geschichte reinkommt.

Das Buch kann nicht nur durch sympathische Hauptprotagonisten und süßen Möpsen glänzen, sondern auch durch Spannung und Humor. Ich finde, dass auch in einem Krimi der Humor nie ganz fehlen darf.

Fazit: Ich fühlte mich bei jeder Seite dieses Buches absolut unterhalten und freue mich bereits auf den 4. Teil, der in diesem Buch angekündigt wird. Absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 05.07.2016
Post, Andrew

KNUCKLEDUSTER (eBook, ePUB)


sehr gut

Das Cover des Buches ist auffällig, obwohl man erst am 2. Blick erkennt, was es darstellt (v.a. wenn man nicht weiß was der Titel bedeutet), passt aber sehr gut zum Buch.

Der Schreibstil des Autors ist sehr gut, amn kann sich gut in die Protagonisten und Orte hineinversetzen, da sie sehr gut beschrieben sind.

Die Story spielt in einer nahen Zukunft, dadurch gibt es einiges was es in der Gegenwart noch nicht gibt.

Der Anfang dieses SF-Thrillers war, ebenso wie das Ende sehr spannend. Leider war für mich der Mittelteil etwas langatmig.

Zu Beginn des Buches tat ich mit etwas schwer mit der Übersetzung des Buches, sodass ich manche Sätze ein 2. oder 3. Mal lesen musste, um sie ganz zu verstehen; ebenso fehlten teilweise Personalpronomen oder es wurde das falsche verwendet.

Dass man mit einer Frischhaltefolie halbwegs adäquat eine Windschutzscheibe ersetzen kann, schien mir etwas weit hergeholt.

Fazit: Ein SF-Thriller, der mich zwar nicht an ganzer Linie überzeugen konnte, aber aufgrund der gesamten Story und des doch überraschenden und spannenden Endes größtenteils zu empfehlen ist.

Bewertung vom 30.06.2016
Milchman, Jenny

Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken


ausgezeichnet

Denk nicht, du hast alles hinter dir gelassen Sandra hat alles. Ein Traumhaus mitten in der Natur. Einen Mann, der sie auf Händen trägt. Eine 15-jährige Tochter, ihr großes Glück. Bis aus dem Traum ein Alptraum wird: Zwei Fremde dringen in ihr Haus ein, schlagen ihren Mann brutal nieder und nehmen Mutter und Tochter als Geiseln. Draußen tobt ein Sturm. Es gibt keinen Ausweg. Schon gar nicht für Sandra. Denn sie kennt einen der Männer ― und wollte ihn um jeden Preis vergessen.

Als die 15-jährige Ivy ihren Eltern gerade sagen möchte, dass sie keine Lust auf das gemeinsame Abendessen hat, bleibt sie wie angewurzelt am oberen Treppenabsatz stehen: Im Esszimmer liegt ihr Vater Ben reglos am Boden, ihre Mutter Sandra wird von einem Mann in Schach gehalten, der so einschüchternd brutal wirkt, dass keine Fesseln nötig sind. Die heile Welt von Sandra und Ben Tremont zerbricht in dem Moment, in dem zwei entflohene Straftäter in ihr einsam gelegenes Haus eindringen. Die Hoffnung, dass die Fremden sich bei ihnen – wie sie es offenbar geplant hatten – mit Schneeausrüstung ausstatten und über die kanadische Grenze fliehen, wird zunichte gemacht: Ein heftiger Schneesturm setzt ein, sie sind gefangen. In der Hand zweier Männer, die nicht durch Zufall auf dieses Haus gestoßen sind – doch Sandra ist die Einzige, die das weiß …

Das Cover des Buches ist sehr gut gemacht und passt absolut zur Handlung.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut, die Protagonisten und Orte werden sehr gut vorgestellt, teilweise sogar etwas zu detailliert.

Die Handlung des Buches ist sehr gut, allerdings doch etwas vorhersehbar und eigentlich ohne jede Überraschung, dennoch bricht die Spannung in diesem Buch nie ab und es wird ein richtiger Pageturner, was sicher auch dem sehr gutem Schreibstil zu verdanken ist.

Fazit: Wer gerne spannende Thriller liest und dabei auch ohne überraschende Wendungen auskommt, dem kann ich dieses Buch vorbehaltlos empfehlen.

Bewertung vom 25.06.2016
Carter, Chris

I Am Death. Der Totmacher / Detective Robert Hunter Bd.7


ausgezeichnet

Zum Cover: Der Stil der Chris Carter Reihe um Robert Hunter wird fortgesetzt. Das Cover hat eine 3D-Haptik und gefällt mir sehr gut.

Zum Buch: Hunter und Garcia haben keine Pause. Schon steht der nächste Serientäter vor der Türe. Und er hinterlässt nicht nur grausam zugerichtete Leichen sondern auch noch persönliche Botschaften für Hunter.

Das Buch war äussert spannend - ich konnte es kaum aus der Hand legen. Wenngleich es sehr grausam ist. Chris Carter bleibt seinem Stil treu und auch dieses Buch ist wieder sehr gelungen und ich kann es gerne weiterempfehlen. Es waren ein paar kleine Fehler drinnen, aber die haben das Lesevergnügen nicht gestört. Ich habe bis zum Ende hin den Täter nicht enlarven können. Das Psychologische Profil des Täters ist in diesem Buch besonders spannend und erschütternd. Mehr wird aber nicht verraten. Selber Lesen ist angesagt.