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kleinbrina
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Köln

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Insgesamt 1369 Bewertungen
Bewertung vom 06.04.2012
Lim, Rebecca

Erweckt / Mercy Bd.2


weniger gut

Als ich den ersten Band im letzten Jahr gelesen habe, war ich schnell von Mercy und dem Thema Souljacking begeistert. Jetzt, wo ich den zweiten Band beendet habe, bleibe ich ein wenig ratlos zurück, denn ich habe keine Ahnung, was ich von diesem Buch halten soll.
Alles, womit mich Rebecca Lim im ersten Band begeistern konnte, ist hier plötzlich weg. Mercy wird extrem schwach dargestellt, die Handlung an sich ist bei weitem nicht mehr so spannend wie sein Vorgänger und manches kam mir nicht mehr authentisch vor. Wirklich schade, denn dieses Buch hat jedes Potenzial der Welt.

Der Schreibstil ist bei weitem nicht mehr so flüssig und fesselnd, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Die Geschichte beginnt sehr langatmig und kam nicht so richtig in Schwung, selbst zwischendurch haben sich immer wieder langatmige Situationen ergeben, die mich alles andere als begeistern konnten. Gut gemeint hat es die Autorin auch mit den vielen Wiederholungen, denn sie erzählt die Geschichte aus dem ersten Band direkt mehrfach. Das mag als Erinnerung vielleicht ganz nett sein, aber mehr als einmal wäre dies sicherlich nicht nötig gewesen.
Ein paar der Dialoge sollten mit Sicherheit spannend und informativ sein, was ich dann aber gelesen habe, hat mich alles andere als gepackt. Vor allem die Gespräche zwischen Mercy und Luc konnten mich nicht überzeugen. Hier hat sich ebenfalls sehr viel wiederholt und wenn man dann doch etwas Neues erfahren hat, empfand ich dies eher als uninteressant oder viel zu kitschig.

Auch die Charaktere haben konnten mich nicht packen. Mercy wird immer als ein extrem starkes Wesen dargestellt, wenn es aber wirklich drauf ankommt, wirkt sie eher schwach und verletzlich, was dann letztendlich ihre weiteren Handlungen immer unglaubwürdiger erscheinen lässt. Ich hatte große Mühe, Mercy auch in diesem Band zu mögen. Mit Lela hat sie sicherlich keine einfache Person erwischt, ihr Leben ist hart, voller Arbeit und mit vielen Emotionen ausgelastet, da ihre Mutter an Krebs erkrankt und sie auf der Arbeit schikaniert wird. Aber dennoch hätte Mercy hier einiges mehr aus ihr herauskitzeln und verbessern können.
Bei Luc und Ryan sieht es genauso aus. Zwar spielen beide eine Rolle in Mercys Leben, aber wirklich viel bekommt man davon nicht mit. Mercy berichtet zwar immer wieder davon, was sie empfindet und was sie sich wünscht, aber es kommt leider nicht authentisch rüber, vielmehr hatte ich immer mehr das Gefühl, dass sich Mercy nur etwas einredet, um sich weiterhin zu spüren. Interessant ist vor allem, wieso Ryan und Mercy so viel empfinden, denn im ersten Band kam dies überhaupt nicht rüber. Sie hatten zwar gegen Ende ein freundschaftliches Verhältnis zueinander, aber das war es auch. Leider hat Rebecca Lim mir immer wieder das Gefühl vermittelt, dass ich etwas wichtiges vergessen habe, doch auch nach dem wiederholten Lesen der letzten Seiten des ersten Buches, fiel mir keine großartige Verliebtheit auf.

Nicht ganz uninteressant ist allerdings, was Mercy über ihre Existenz erfahren hat. Das meiste konnte ich zwar bereits erahnen, aber dennoch war es schön, alles nochmal aufgelistet zu bekommen. Ob dies jedoch Mercy als Wesen/Person interessanter macht, bezweifel ich, denn es fiel wie gesagt schwer, sie in diesem Band zu mögen.

Wunderschön ist wieder einmal die Covergestaltung, die sich an das Cover des ersten Bandes hält. Die zarten Farben und das wunderschön betonte Auge spiegeln die Handlung wieder und stehen für die Zerbrechlichkeit, die Mercy manchmal in sich trägt.

Insgesamt konnte mich Rebecca Lim mit "Erweckt" leider nicht überzeugen. Unglaubwürdige Charaktere und ein oftmals zu langatmiger Schreibstil sorgen für einen eher mäßigen Lesespaß. Ob ich an der Reihe festhalte, steht leider in den Sternen, denn dieser Band war alles andere als eine Weiterentwicklung. Sehr schade!

Bewertung vom 04.04.2012
Engelmann, Gabriella

Küss den Wolf


sehr gut

Nach Dornröschen, Schneewittchen und Cinderella widmet sich Gabriella Engelmann erneut einem Märchen, dass vollkommen anders als das Original erscheint. "Küss den Wolf" ist die Modernisierung von Rotkäppchen und überzeugt mit Charme, Witz und zum Teil sehr liebenswerten Charakteren. Wie auch alle anderen Märchen zuvor, spielt die Geschichte in Hamburg, diesmal jedoch nicht ganz so chronologisch, da die Geschichte vor "Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Grün vor Neid" spielt. Dies ist jedoch nicht weiter schlimm, da man noch einmal einen Blick in die Zwergen WG erhält. Sehr schön, dass man mal wieder etwas über JamieTim erfährt. Meinetwegen darf er gerne seine ganz eigene Geschichte erhalten.

"Küss den Wolf" ist trotz der gleichen Stadt und wiederholenden Charaktere aus den anderen Büchern ganz anders, als die bisherigen Märchen. Die Stimmung wirkt düsterer, die Handlung ist spannender und mit den Feen des Waldes kommen wunderbar passende Fantasyelemente hinzu, die mich begeistert haben. Die Geschichte wird aus der Sicht von Pippa erzählt und enthält weitere kleine Kapitel, die aus der Sicht des Täters geschrieben sind. Obwohl sich Gabriella Engelmann mit den Charakteren große Mühe gab, hatte ich doch zunächst meine Probleme mit einigen Protagonisten.

Pippa bildet mit drei ihrer Freundinnen eine kleine Gemeinschaft, die sich Maki Girls nennt. Normalerweise soll so etwas immer eine Freundschaft stärken, ich hatte allerdings immer mehr das Gefühl, dass es sich hierbei nur um eine Zweckfreundschaft handelt. Zwar treffen sich die Mädchen regelmäßig und teilen auch ein paar Geheimnisse, aber dennoch kam es für mich nicht oft rüber, dass diese Freundschaft untereinander nur von Dauer ist.
Pippa selbst ist dagegen ein tolles Mädchen, dass zwar hier und da noch in ihrer kleiner Phantasiewelt lebt, aber dennoch mitten im Leben steht. Sie liebt ihre Mutter, ihre Großmutter und deren Häuschen am Waldrand und ihren absoluten Liebling Russel Crowe. Ihre große Leidenschaft sind Kinofilme und ihr Blog, auf dem sie viele Rezensionen schreibt. Etwas befremdlich empfand ich jedoch, wie hier mit den Eltern und der Großmutter umgegangen wird. Zwar versteht sie sich mit jedem und bringt ihnen viel Respekt entgegen, aber jeden nur mit dem Vornamen anzusprechen, war gewöhnungsbedürftig.
Mit Leo und Marc kommen zwei Männer ins Spiel, die mehr oder weniger freiwillig einen Platz in Pippas Leben finden. Während Leo sehr zuvorkommend, charmant und geheimnisvoll erscheint, kommt Marc stellenweise selbstgefällig und aufdringlich vor. Dennoch konnten sie mich durchweg unterhalten und für so manche Überraschung sorgen.
Mein absoluter Liebling ist jedoch Holla, eine kleine Fee, die mit ihren Artgenossen im Wald von Pippas Oma lebt. Sie schließt Pippa schnell ins Herz und möchte sich mit ihr anfreunden und taucht in den unmöglichsten Situationen auf.

Die Geschichte liest sich flüssig, die Dialoge sind stellenweise zum Schreien komisch und ich habe mich bei der Geschichte sehr unterhalten gefühlt. Gabriella Engelmann hat das große Talent, jedes Buch zu einem absoluten Highlight zu machen, das man nur schwer aus den Händen nehmen kann. Wie bei jedem ihrer Märchenbücher gibt es auch hier ein Personenregister, das dem Leser die Charaktere näher bringt. Allesamt sind auf den ersten Blick sehr sympathisch, machen aber wie oben bereits gesagt, nicht immer die Entwicklung, die man sich im Vorfeld gewünscht hat.
Sämtliche Katastrophen, die während der Geschichte den Charakteren widerfahren, werden authentisch dargestellt und ich hatte nicht den Eindruck, dass irgendetwas davon zu überspitzt erzählt wurde. Im Gegenteil, man kommt ins Grübeln und hofft, dass man einem selbst sowas niemals passieren wird.

Auch mit diesem Märchen konnte mich Gabriella Engelmann wieder überzeugen. Wer Märchen mag und auch keine Modernisierung scheut, wird mit diesem Buch großen Spaß haben. Empfehlenswert!

2 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 31.03.2012
Hopkins, Ellen

Crank, Deutsche Ausgabe


ausgezeichnet

"Dann kam mir kurz der ungute Gedanke,
dass alles, was ich kürzlich getan hatte,
in einer Katastrophe enden konnte.
Gab es noch ein Zurück?
Würde ich endgültig abstürzen?"
[Seite 308]

Manche nennen es Kokain, andere nennen es Crank, für Kristina ist es das Monster.

"Crank" war schon immer ein Buch, dass mich seit Veröffentlichung enorm gereizt hat, als ich es dann endlich in den Händen hielt, war ich jedoch sehr enttäuscht. Die Geschichte an sich ist unglaublich gut und ich bin nur so durch die Seiten geflogen, was sich aber Verlag und Autorin hier erlaubt haben, nimmt jeglichen Lesespaß, denn die Autorin spoilert ihre Leser bereits beim Vorwort, indem sie das Ende verrät. Wieso man dies hier nicht ans Ende der Geschichte gesetzt hat, ist mir schleierhaft.

Ansonsten gibt es aber nichts negatives über "Crank" zu sagen. Ellen Hopkins hat einen flüssigen, intensiven Schreibstil, der stellenweise nur schwer zu verarbeiten ist. Sie schreibt die Geschichte sehr schonungslos und lässt keine schmutzigen Details aus. Ein weiterer Pluspunkt gibt es dafür, dass die Geschichte in Versform geschrieben ist. Sämtliche Emotionen wurden gut auf Papier gebracht und lassen sich schnell lesen. Durch die Charaktere und Umstände in der Familie und im Freundeskreis, wirkt die Geschichte sehr authentisch.

Die Charaktere sind interessant, haben es aber auch immer wieder geschafft, mich hier und da zu schocken. Vor allem Kristina, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, hat mich mit ihren Gedanken und Gefühlen oftmals berührt. Sie ist ein eher ruhiger Teenager, der in der Schule gute Noten schreibt und ansonsten eher eine kleine Außenseiterin ist. Durch den Aufenthalt bei ihrem Vater ändert sich jedoch einiges, denn schnell kommt sie mit Jungs und Drogen in Berührung, die ihr gesamtes Leben verändern. Sie wird abhängig von Kokain, was sie jedoch nur "Crank" oder "Das Monster" nennt. Sie kapselt sich immer mehr von ihrem Umfeld ab und lernt neue Menschen kennen, durch die sie immer tiefer in den Drogensumpf gerät.
Sie erschafft sich ein zweites Ich, dass sie Bree nennt. Als Bree ist sie mutig, respektlos und immer wieder auf der Suche nach Drogen, als Kristina versucht sie weiterhin ein normales Leben zu führen, was ihr immer wieder misslingt.

Es ist erschreckend zu erleben, wie ihre Gedanken immer mehr von Drogen geleitet werden. Sie kann kaum noch ein normales Leben führen, wird aggressiver und riskiert immer mehr ihre Zukunft. Ihre Gedanken drehen sich nur noch um Jungs, Drogen und wie sie weiterhin ihre Familie täuschen kann. "Crank" ist ein gutes Beispiel dafür, was Drogen aus einem Menschen machen können, wenn man sich ihnen hemmungslos hingibt.

Das Cover ist sehr schlicht und düster. Der Titel steht als Kokainspur auf schwarzem Hintergrund, was die Stimmung im Buch widerspiegelt. Die Kurzbeschreibung ist gelungen und macht direkt Lust auf mehr.

Insgesamt konnte mich Ellen Hopkins mit dem ersten Band ihrer Crank-Trilogie überzeugen. Charaktere und Orte sind so stimmig, dass man alles direkt vor Augen hat und Kristina wachrütteln und beschützen möchte. Ein ganz besonderes Buch, dass noch lange im Gedächtnis bleibt.

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.03.2012
Collins, Suzanne

Tödliche Spiele / Die Tribute von Panem Bd.1


schlecht

Die komplette Handlung ist geklaut!

Okay, zugegeben: Bücher, die extrem gehypt werden, hatten es schon immer besonders schwer bei mir. Bücher, die jedoch gehypt werden und mir gleichzeitig das Gefühl geben, einfach nur abgeschrieben zu sein, haben dagegen gar keine Chance bei mir. So erging es mir bei diesem Buch.

Ich will der Autorin hiermit nicht unbedingt vorwerfen, dass sie die KOMPLETTE Geschichte geklaut hat, aber Fakt ist, dass es diese Geschichte schon einmal gab. Im Jahr 2003 wurde "Battle Royale" von Koushun Takami veröffentlicht. Auch hier stehen Freundschaft, Rivalität und tödliche Spiele im Vordergrund, sogar das "Fuchsgesicht" kommt bereits in diesem Buch vor. Soll das wirklich alles nur Zufall sein?!

Gut, die eine Geschichte spielt in Panem, die andere in keiner fiktiven Welt, bei "Battle Royale" ist es eine Schulklasse, bei Panem zwei Jugendliche pro Distrikt, aber das war es auch schon mit den Unterschieden. Waffen und sogar Namen sind zum Teil vollkommen identisch. Wie will man da also noch überrascht werden?

Kurzbeschreibung von "Battle Royale":
Asien in der nahen Zukunft. Japan und China haben die Großrepublik Ostasien gegründet, einen totalitären Staat, in dem Furcht und Unterdrückung herrschen. Dazu gehört das Experiment »Battle Royale«, ein grausames Spiel, bei dem jedes Jahr Schulklassen ausgewählt und auf eine einsame Insel verschleppt werden, wo sich die Schüler gegenseitig bekämpfen, bis nur noch ein Überlebender übrig bleibt.

Sicher, Katniss, Gale, Peeta und Co. sind sympathisch und stellenweise auch ganz interessant, aber für mich hat das einfach nicht gereicht, um in Euphorie auszubrechen. Nach jeder Seite hatte ich immer mehr den Eindruck, dass ich bereits alles schon kenne. Das sowas nicht Sinn der Sache ist, dürfte klar sein.
Die Einteilung und die Erklärung der Distrikte, sowie das Training und Herannähern der jeweiligen Teilnehmer ist ganz nett erzählt, das muss man Suzanne Collins zugestehen, umgehauen hat es mich letztlich aber nicht.

Der Schreibstil ist direkt, schonungslos und stellenweise alles andere als der gewohnte Jugendbuchstil, das ist aber auch der einzige Pluspunkt, den ich diesem Buch geben kann.
Zugegeben: Hätte ich "Battle Royale" nicht gekannt, wären "Die Tribute von Panem" sicherlich besser bei mir angekommen, aber da es nun einmal nicht so ist, konnte ich bei diesem Buch stellenweise nur fassungslos den Kopf schütteln und habe es bei der Hälfte abgebrochen.

Die Verfilmung werde ich mir allerdings nicht entgehen lassen. Sollte mir dieser gefallen, kann ich mir sogar vorstellen, der Trilogie noch einmal eine Chance zu geben. Aber aktuell steht für mich ganz klar fest, dass der Hype um Panem nichts für mich ist.

75 von 151 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.03.2012
Roberts, Nora

Die Traumfängerin


weniger gut

Jeder, der spannende Thriller und romantische Geschichten mag, wird schon das ein oder andere Mal über Nora Roberts gestolpert sein. Da ich ihre Bücher und Ideen sehr schätze, war auch dieses Buch ein absolutes Muss für mich. Doch das, was ich hier zu lesen bekam, hat mich doch ein wenig ratlos zurückgelassen.

Liebe Frau Roberts, das war leider nix!
Parapsychologie in Verbindung mit einer guten Portion Romantik liest sich auf den ersten Blick recht gut, so ging es mir auch noch auf den ersten Seiten, doch dann kippte die Stimmung schlagartig. Die Geschichte wird stellenweise holprig und viel zu schnell erzählt, manchmal kam ich einfach nicht hinterher und dachte "Ist das wirklich Nora Roberts, die dieses Buch geschrieben hat?!" Es ist wirklich verwunderlich, dass die Geschichte so unglaublich vorhersehbar geschrieben ist. Die Liebesgeschichte beginnt zu plötzlich und die Dialoge sind weder romantisch, noch elektrisierend, vielmehr hatte ich den Eindruck, dass die Autorin den romantischen Part schnell hinter sich bringen wollte.

Leider ist die Liebesgeschichte alles andere als authentisch. Die Begegnung zwischen Amely und David ist zunächst sehr distanziert, doch kaum zehn Seiten später liegen sie sich schon küssend in den Armen, ohne etwas voneinander zu kennen. Das mag vielleicht im ersten Moment ganz aufregend sein, aber mehr auch nicht. Auch die weitere Entwicklung zwischen den beiden Protagonisten läuft zu schnell ab. Anstatt sich die Möglichkeit zu geben, sich kennen zu lernen, kommt es schnell zu Sätzen wie "Verbring eine Nacht mit mir". Für manche Leser mag dieser Verlauf vollkommen okay sein, für mich leider nicht, denn durch die viel zu schnell stattfindende Annäherung hatte ich eher das Gefühl, etwas wichtiges verpasst zu haben.

Wirklich gut hat mir dagegen Clarissa gefallen. Sie ist im Land durch ihre übersinnlichen Fähigkeiten bekannt geworden, die sie immer wieder im TV beweisen muss. Sie wirkt unglaublich charmant und lebensfroh, sodass ich sie sehr schnell ins Herz schließen konnte. Bei Amely und David war es dagegen leider nicht so. Beide kamen mir zu abgeklärt vor, da sie zu sehr von ihrem Job eingenommen werden und ein Privatleben meistens bewusst nicht zulassen wollen.
Der parapsychologische Part war ganz nett, aber leider auch nicht unbedingt etwas, dass lange im Gedächtnis bleibt. Obwohl ich solche Themen immer sehr interessant finde, wirkte dieser immer mehr deplatziert und konnte mich auch nur eher mäßig begeistern.

Die Kurzbeschreibung verspricht so dermaßen viel, dass das Buch einfach nicht mithalten kann. Das ist noch nicht einmal einen Vorwurf gegen den Verlag, sondern die Feststellung, dass die Ideen zwar vorhanden und eingebracht wurden, aber insgesamt alles andere als harmonisch wirkte. Sehr schade, so kenne ich Nora Roberts nicht.

Fakt ist, dass Nora Roberts eine unglaublich tolle Autorin ist, die ich immer wieder mit Freude lese, aber auf dieses Buch hätte ich sehr gerne verzichten könnten. Da das Buch bereits im Jahre 1987 erstmalig veröffentlicht wurde, kann man ihr nur diesen Patzer verzeihen und sich über die neueren Werke dieser großartigen Autorin erfreuen.

3 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.03.2012
Roberts, Nora

Die Traumfängerin


weniger gut

Jeder, der spannende Thriller und romantische Geschichten mag, wird schon das ein oder andere Mal über Nora Roberts gestolpert sein. Da ich ihre Bücher und Ideen sehr schätze, war auch dieses Buch ein absolutes Muss für mich. Doch das, was ich hier zu lesen bekam, hat mich doch ein wenig ratlos zurückgelassen.

Liebe Frau Roberts, das war leider nix!
Parapsychologie in Verbindung mit einer guten Portion Romantik liest sich auf den ersten Blick recht gut, so ging es mir auch noch auf den ersten Seiten, doch dann kippte die Stimmung schlagartig. Die Geschichte wird stellenweise holprig und viel zu schnell erzählt, manchmal kam ich einfach nicht hinterher und dachte "Ist das wirklich Nora Roberts, die dieses Buch geschrieben hat?!" Es ist wirklich verwunderlich, dass die Geschichte so unglaublich vorhersehbar geschrieben ist. Die Liebesgeschichte beginnt zu plötzlich und die Dialoge sind weder romantisch, noch elektrisierend, vielmehr hatte ich den Eindruck, dass die Autorin den romantischen Part schnell hinter sich bringen wollte.

Leider ist die Liebesgeschichte alles andere als authentisch. Die Begegnung zwischen Amely und David ist zunächst sehr distanziert, doch kaum zehn Seiten später liegen sie sich schon küssend in den Armen, ohne etwas voneinander zu kennen. Das mag vielleicht im ersten Moment ganz aufregend sein, aber mehr auch nicht. Auch die weitere Entwicklung zwischen den beiden Protagonisten läuft zu schnell ab. Anstatt sich die Möglichkeit zu geben, sich kennen zu lernen, kommt es schnell zu Sätzen wie "Verbring eine Nacht mit mir". Für manche Leser mag dieser Verlauf vollkommen okay sein, für mich leider nicht, denn durch die viel zu schnell stattfindende Annäherung hatte ich eher das Gefühl, etwas wichtiges verpasst zu haben.

Wirklich gut hat mir dagegen Clarissa gefallen. Sie ist im Land durch ihre übersinnlichen Fähigkeiten bekannt geworden, die sie immer wieder im TV beweisen muss. Sie wirkt unglaublich charmant und lebensfroh, sodass ich sie sehr schnell ins Herz schließen konnte. Bei Amely und David war es dagegen leider nicht so. Beide kamen mir zu abgeklärt vor, da sie zu sehr von ihrem Job eingenommen werden und ein Privatleben meistens bewusst nicht zulassen wollen.
Der parapsychologische Part war ganz nett, aber leider auch nicht unbedingt etwas, dass lange im Gedächtnis bleibt. Obwohl ich solche Themen immer sehr interessant finde, wirkte dieser immer mehr deplatziert und konnte mich auch nur eher mäßig begeistern.

Die Kurzbeschreibung verspricht so dermaßen viel, dass das Buch einfach nicht mithalten kann. Das ist noch nicht einmal einen Vorwurf gegen den Verlag, sondern die Feststellung, dass die Ideen zwar vorhanden und eingebracht wurden, aber insgesamt alles andere als harmonisch wirkte. Sehr schade, so kenne ich Nora Roberts nicht.

Fakt ist, dass Nora Roberts eine unglaublich tolle Autorin ist, die ich immer wieder mit Freude lese, aber auf dieses Buch hätte ich sehr gerne verzichten könnten. Da das Buch bereits im Jahre 1987 erstmalig veröffentlicht wurde, kann man ihr nur diesen Patzer verzeihen und sich über die neueren Werke dieser großartigen Autorin erfreuen.

0 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.03.2012
Barnholdt, Lauren

Lovetrip - Bitte nicht den Fahrer küssen!


gut

Manche Bücher fallen auf den ersten Blick nicht auf, andere sind solche Eyecatcher, dass man sie unbedingt sofort lesen möchte. Bei "Love Trip: Bitte nicht den Fahrer küssen" trat bei mir eher der erste Fall ein. Als ich das Buch dann jedoch in die Hand genommen habe, war ich sehr schnell im Geschehen und wurde von der Autorin in den Bann gezogen.
Da ich Road Trips durch die USA schon immer interessant fand und die Idee dahinter, dass sich zwei mehr oder weniger entfremdete Menschen plötzlich gezwungenermaßen auf kleinsten Raum ungewollt wieder annähern müssen, recht spannend klang, war dieses Buch genau das richtige für mich. Allerdings weist das Buch durch seinen Schreibstil und die Protagonistin Courtney ein paar kleine Schwächen auf.

Beim Schreibstil bin ich ein wenig unschlüssig. Auf der einen Seite hat er mir gefallen, auf der anderen Seite konnte ich mir so manches Mal das Kopfschütteln nicht verkneifen. Die Geschichte liest sich sehr flüssig und der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit war lückenlos und stimmig, allerdings ist mir Courtney dabei recht häufig negativ aufgefallen, denn dieses ständige "La la la" am Ende eines Satzes hat mich extrem genervt. Oftmals konnte ich mir ein "Was soll das jetzt?!" nur schwer verkneifen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Courtney und Jordan erzählt. Zum einen schildern beide ihre Gefühle und Eindrücke von der Fahrt, zum anderen wird die Vergangenheit thematisiert, in der die zwei Jugendlichen noch ein Paar waren und wie es letztlich zur Trennung kam. Während Courtney dabei hauptsächlich mit Oberflächlichkeiten auffällt, kam mir Jordan sehr reif vor. Trotz mancher nicht ganz nachvollziehbarer Erfahrungen, kam er mir sehr intelligent vor. Während der Fahrt entwickelt er sich sehr gut und wird immer mehr zu meinem Liebling. Er geht trotz all der Abweisung freundlich und fürsorglich mit Courtney um und passt auf sie auf. Courtney bleibt dagegen stur, oberflächlich und fällt hauptsächlich durch trotziges Schmollen auf. Ihre Gedanken sind weder tiefgründig, noch besonders spektakulär, vielmehr macht sie sich ständige Gedanken um ihre Flip Flops, ihre Kleidung und der neuen Freundin von Jordan. Obwohl sie immer wieder in ihren Gedanken betont, wie sehr sie noch an ihn hängt, verflucht sie ihn und behandelt ihn mehrfach wie den letzten Dreck. Sympathiepunkte konnte sie leider nicht bei mir sammeln.

Aber nicht nur die Beziehung zwischen Jordan und Courtney wird in diesem Buch verarbeitet, sondern auch Familiengeheimnisse gelüftet und über Freundschaften berichtet, die manchmal so ganz anders verlaufen, als man es sich zuvor erhofft hat. Während Jordans bester Freund immer wieder durch zu viel Alkohol auffällt, mutiert Courtneys beste Freundin zur Stalkerin und Egoistin. Aber auch ihr bester Freund ist ein etwas komplizierter Mensch, der mit unbedachten Aktionen auffällt, ohne dabei wirklich an Courtney zu denken.

Das Cover ist ganz hübsch und drückt den Roadtrip gut aus, aber was sollen denn bitte die roten, dicken Wollsocken, die so gar nicht zum Hochsommer passen?! Auf dieses Detail hätte man lieber verzichten und es durch lila Flip Flips ersetzen sollen, von denen Courtney während der Fahrt mehrfach geschwärmt hat.

Obwohl "Love Trip: Bitte nicht den Fahrer küssen!" so manche Schwäche aufweist, konnte mich Lauren Barnholdt dennoch unterhalten. Für Leser, die Road Trips und College Geschichten mögen, ist dieses Buch besonders geeignet. Empfehlenswert!

0 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.