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Lesemone

Bewertungen

Insgesamt 1705 Bewertungen
Bewertung vom 22.10.2020
Reynolds, Allie

Frostgrab (eBook, ePUB)


sehr gut

Die Geschichte wechselt zwischen Gegenwart und 10 Jahre in der Vergangenheit hin und her. So erfährt man, was damals mit der Snowboard-Clique geschah und warum sie aktuell auf einem Berg gefangen sind. Vordergründig geht es sehr viel um das Snowboardfahren und den Konkurrenzkampf, der da herrscht. Die Autorin hat im Vergangenheitsstrang gerade so die Kurve gekriegt, nicht zu ausführlich über das Snowboarden und den dazugehörigen Fachbegriffen zu erzählen. Ich fand den Handlungsstrang sehr wichtig, denn so versteht man, wie die einzelnen Cliquencharaktere ticken und was damals vorgefallen ist. Dargestellt wird dieser Kampf durch die Snowboarderinnen Milla und Saskia. Beide Charaktere sind sehr unterschiedlich. Während Milla eher auf Freundschaft aus ist, nutzt Saskia jede kleine Chance, um Milla auszustechen. Doch wer hat die Clique nach 10 Jahren eingeladen sich zu treffen? Wer spielt auf dem Berg ein mieses Psychospiel? Diese Fragen beantwortet die Autorin in ihrem sehr gelungenen Debüt. Man merkt, dass sie selbst Snowboarderin war und sich in dem Milieu sehr gut auskennt, daher kann sie den Konkurrenzgeist auch sehr gut darstellen. Sie versteht es aber auch, bis zum Ende die Spannung zu halten und man weiß nicht, wer hinter den Psychospielchen steckt. Ich fand das Buch sehr spannend und unterhaltsam.

Bewertung vom 21.10.2020
McFarlane, Mhairi

Aller guten Dinge sind zwei (eBook, ePUB)


sehr gut

Das Ende war klar vorhersehbar, was aber dem Verlauf der Geschichte keinen Abbruch tat. Zu Beginn ist Laurie natürlich sehr zu bedauern, da sie von Dan auf ziemlich miese Weise verlassen wurde. Jedoch nimmt dann die Geschichte einen sehr schönen Verlauf, ab dem Zeitpunkt als Laurie mit Jamie im Aufzug stecken bleibt. Es war absehbar, dass ihr ausgeheckter Plan irgendwann auffliegt, aber bis dahin hatten alle Seiten ihren Spaß. Weniger schön waren dann die Reaktionen in der Kanzlei der Protagonisten. Da herrschte ganz schöner Konkurrenzgeist und als erfolgreiche Frau hat es Laurie dort nicht sonderlich leicht. Die Autorin hat einen sehr lebendigen Schreibstil, mit gut gelungenen, frischen, frechen Dialogen. Es ist auch ständig was los und es wurde bis zum Ende nie langweilig. Wer humorvolle Geschichten mag, die mit viel Wortwitz und der richtigen Prise Romantik gespickt sind, der kann bei diesem Buch nichts falsch machen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 21.10.2020
Mohn, Kira

Wild like a River / Kanada Bd.1


sehr gut

Gleich zu Beginn der Geschichte zieht einem Kira Mohn mit ihren tollen Beschreibungen der kanadischen Landschaft in ihren Bann. Ich fand es interessant, wie die Protagonistin Haven so zurückgezogen lebt. Auch die Weltfremdheit von Haven wurde gut dargestellt und war für mich glaubhaft. Was sie dann in der Stadt erlebte, war etwas vorhersehbar und man merkte, dass sie sich dort nicht wohlfühlte. Nicht ganz so glaubhaft dargestellt war die Situation zwischen der restlichen Verwandtschaft und Havens Vater. Das wurde sehr dramatisiert. Der Aufbau der Geschichte ist relativ klassisch gehalten. Mir hat gut gefallen, dass sowohl Haven als auch Jackson im Wechsel zu Wort kamen. Er hat sich sehr um sie bemüht. Die verschiedenen Charaktere die auftauchen sind sehr unterschiedlich und es sind sowohl Sympathieträger als auch weniger sympathische Menschen dargestellt. Ich fand sie aber authentisch gezeichnet und konnte ihre Handlungen nachvollziehen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flott und bildhaft und hat mir gut gefallen. Ich bin gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht.

Bewertung vom 19.10.2020
Hoover, Colleen

All das Ungesagte zwischen uns


ausgezeichnet

Die Geschichte von Morgan und ihrer Tochter Clara war sehr ergreifend und hat mich tief berührt. Zu Beginn konnte ich mir noch nicht so ganz vorstellen, was passieren wird, doch dann nimmt das Schicksal seinen Lauf und die Welt der beiden Protagonisten stürzt zusammen. Was hinter dem tragischen Unfall steckt, war unfassbar. Die Autorin versteht es, den Leser von Beginn an zu fesseln und dafür zu sorgen, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Mir hat besonders gut gefallen, wie Clara mit der Situation umging. Sie hat absolut authentisch für eine junge Frau reagiert, ich habe ihr ihre Reaktionen komplett abgenommen. Auch der Konflikt zwischen Mutter und Tochter ist realistisch dargestellt. Dadurch, dass die Kapitel im Wechsel geschrieben sind, kommen sowohl Morgans Gefühle und Sorgen, als auch Claras Sicht der Dinge zum Vorschein und man weiß als Leser gleich, wie die einzelnen Situationen die Protagonisten berühren. Das hat die Szenerie noch greifbarer gemacht. Obwohl viele emotionale und traurige Momente in der Geschichte vorkommen, ist es trotzdem unterhaltsam und sehr leicht zu lesen. Ich bin absolut begeistert von dem Buch.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.10.2020
Kodiak, Frank

Amissa. Die Verlorenen / Kantzius Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Der Autor greift hier ein sehr aktuelles Thema auf, denn viele jungen Leute gehen viel zu unvorsichtig mit ihren Kontakten in sozialen Medien um. Woher weiß man, wer am anderen Ende schreibt? Das neue Ermittlerteam ist mal nicht bei der Polizei angesiedelt, sondern es ist ein Paar, die als Privatdetektive arbeiten. Schon von Beginn an wird Spannung erzeugt, indem Rica und Jan einen Unfall auf der Autobahn miterleben und als Ersthelfer agieren. Daraus entwickelt sich ein undurchsichtiger Fall, den die Polizei gerne alleine aufklären will und den Detektiven Steine in den Weg legt. Doch die Beiden lassen sich nicht beirren und ermitteln auf eigene Faust weiter, was zu schockierenden Erkenntnissen auch für sie selbst, führt. Die Spannung ist von Anfang bis Ende durchgehend hochgehalten und der Autor schafft es, die düstere Stimmung komplett durch das ganze Buch ziehen zu lassen. Sie passt zu den Entwicklungen sehr gut, denn ein aktuelleres Thema hätte sich Frank Kodiak nicht raussuchen können. Es wird sich verschiedener Handlungsstränge bedient, ebenso wechseln die Zeiten, was zusätzliche Spannung rein bringt. Man kann sich schon denken, was es mit den alten, weißen Männern auf sich hat. Ich bin sehr auf die Fortsetzung gespannt, denn das Ende war etwas abrupt und erzeugt Neugierde, wie es weitergehen wird.

Bewertung vom 15.10.2020
Conti, Giulia

Isola Mortale / Simon Strasser Bd.2 (eBook, ePUB)


sehr gut

Erneut wird der deutsche Journalist Simon Strasser von der Polizei zu Hilfe gerufen. Eine Nonne wurde ans Ufer des Lago d'Orta gespült, wo Strasser seine neue Heimat gefunden hat. Es geht wieder sehr beschaulich zu und der Kriminalroman entwickelt sich langsam aber stetig zu einem spannenden Fall. Da ich den ersten Band kenne, war ich gleich mit dem Protagonisten und den anderen Charakteren vertraut. Es ist auch wieder Strassers Freundin Luisa aus Deutschland und seine Tochter mit dabei, die ihren Teil zur Entwicklung des Mordfalls beitragen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und die Handlungspersonen sind überschaubar. Die bildhaften Beschreibungen der Landschaft, vor allem der Reisfelder, hat mir gut gefallen. Diese Buchreihe ist eher was für Krimiliebhaber, bei denen nicht immer gleich Blut spritzen muss und die Protagonisten durchs Buch gehetzt werden. Hier geht es gemütlich und beschaulich zu, man hat immer Zeit einen Kaffee zu trinken und mit den Anwohnern zu plaudern. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt und konnte mich direkt an den Lago d'Orta versetzen und den Kriminalfall miterleben und mit Strasser die Verbindungen der Ermittlungen kombinieren.

Bewertung vom 13.10.2020
Berg, Ellen

Willst du Blumen, kauf dir welche


ausgezeichnet

Wer die Bücher der Autorin kennt, weiß wie humorvoll und turbulent es darin zugeht. In diesem Band lässt sich Protagonistin Lena auf ein Online-Dating-Experiment ein. Erfolgsautor Benjamin Floros behauptet nämlich, dass er den ultimativen Algorithmus für die Liebe per Online-Dating gefunden hat. Ausprobieren soll das ausgerechnet Buchhändlerin Lena, die so gar nicht an Online-Dating glaubt. Er schickt sie zu verschiedenen Dates und coacht sie sozusagen dabei. Beim Lesen wird man mit den unmöglichsten Typen und Details konfrontiert, was mich sehr animierte, mit Lena mitzufiebern, aber auch mitzuleiden. Die Charaktere sind sehr bunt und detailliert geschildert, so dass man Sympathien aufbauen kann. Immer wieder findet man sich in Lenas gemütlichen Buchladen wieder, der als Begegnungspunkt dient. Zwar war es für mich grundsätzlich etwas vorhersehbar, wie die Geschichte enden wird, es tat aber dem Lesevergnügen keinerlei Abbruch. Ellen Berg hat so viele Irrungen und Wirrungen in ihre Geschichte eingebaut, dass man diesen Weg gerne mit Lena beschreitet und bis ans Ende sehr gut unterhalten wird.

Bewertung vom 12.10.2020
Kolakowski, Nick

Love & Bullets


schlecht

Nach Beenden des Buches stelle ich mir die Frage, nach dem Sinn der Geschichte. Man schlägt das Buch auf und es fängt direkt mit Kampfszenen an und man schlägt das Buch zu und es endet mit Kampfszenen. Hat der Autor zu viele Folgen von Stirb langsam geschaut? Es findet keine normale Handlung statt ohne Schlägerei, Schießerei usw. Klar, wenn man anderen was klaut, dann muss man damit rechnen, dass die das wieder haben möchten. Zudem ist die Geschichte auch noch in einer dermaßen flapsigen Sprache geschrieben, die überhaupt nicht an mich ging. Das war weder amüsant, noch mitreißend. Die Protagonisten sind mir total unsympathisch und es ist unrealistisch, dass sie sich immer wieder aus ihrem Schlamassel befreien können. Außerdem war das Buch für einen Thriller so spannend, wie wenn ich Biene Maja lese. Ich werde die Serie definitiv nicht weiterverfolgen, denn das Buch ist ein absoluter Reinfall für mich gewesen!

Bewertung vom 06.10.2020
Schilddorfer, Gerd

Das Tartarus-Projekt


ausgezeichnet

Das Buch startet sehr harmlos mit einer feuchtfröhlichen Party bei München, wo man sich nichts groß dabei denkt. Doch dann gibt es einen Toten und zwei Gäste auf der Party, die nicht wissen, warum sie eigentlich eingeladen wurden. Einer der Gäste, Autor und Journalist Michael Landorff ist neugierig und fängt an nachzuforschen, nichtsahnend, dass er in ein Wespennest gestochen hat. Zu Beginn sind die Ausführungen der Party etwas langwierig und man fragt sich als Leser, was hat das mit einem Thriller zu tun. Jedoch wird bald klar, dass dies nur die Einführung und der Rahmen der Geschichte ist und Protagonist Landorff persönlich betroffen ist und zur Zielscheibe wird. Rasant und schnell entwickeln sich die Dinge und Autor Gerd Schilddorfer gibt immer nur kleine Puzzlestücke frei, die zum spekulieren einladen. So hält sich die Spannung durchgehend bis zum Schluss und endet in einem regelrechten Showdown. Sprachlich ist das Buch sehr locker und oftmals amüsant geschrieben. Doch bleibt immer die Ernsthaftigkeit der Technologie, die hinter dem Tartarus-Projekt steckt, erhalten. Ich habe sehr großen Respekt davor und fand das Thema sehr gut recherchiert. Auch das Zusammenspiel der einzelnen Geheimdienste war gut konstruiert. Wer meint, Drohnen sind nur zur Freizeitgestaltung da, der wird hier eines Besseren belehrt. Hoffen wir, dass viele beschriebenen Fiktionen noch lange so bleiben und nicht zur Realität werden. Ich habe mich von dem Thriller sehr gut unterhalten gefühlt und das Buch war spannend bis zur letzten Seite!

Bewertung vom 02.10.2020
Renk, Ulrike

Träume aus Samt / Das Schicksal einer Familie Bd.4 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Ulrike Renk knüpft bei ihrem finalen Band nahtlos an das Geschehen des vorherigen Bandes an. Nun befinden sich Ruth und ihre Familie auf dem Weg nach Amerika, um dort einen Anfang zu wagen. Man kann das ganze Buch hinweg mit der Familie Meyer mitfiebern, mitleiden und hoffen. Sehr anschaulich beschreibt die Autorin den Weg, den Ruth nun in Amerika beginnt zu beschreiten. Stück für Stück fasst sie Fuß, lässt sich nie entmutigen und kämpft für ihre Träume und Ziele. Da die Geschichte auf eine wahre Begebenheit beruht, ist sie für mich noch greifbarer und aussagekräftig. Wie sehr war die Familie froh, noch rechtzeitig aus Deutschland rausgekommen zu sein. Doch es war auch sehr verständlich, dass sie sich um die zurückgelassenen Familienmitglieder sorgten und leider keinen Kontakt mehr halten konnten. Mit dieser Familiensage kann man ein Stück Zeitgeschichte lesen, die düster, aber stellvertretend durch die Familie Meyer, für viele auch hoffnungsvoll endete. Ich fand diese Sage unglaublich toll zu lesen und habe mich bestens unterhalten gefühlt.