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Rebecca1120
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Oranienburg
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bin eine absolute Leseratte; besonders gerne lese ich Krimis, Thriller und historische Romane

Bewertungen

Insgesamt 1011 Bewertungen
Bewertung vom 20.11.2018
Schwermer, Melisa

Der Tod uns scheidet


sehr gut

Es sollte für Jasmin Berger eine fröhliche Geburtstagsfeier in einer gemütlichen Waldhütte werden. Doch erst entwickelt sich zwischen Thomas und Markus ein handfester Streit und dann dringt auch noch ein maskierter Mann nachdem fast alle Gäste gegangen waren ein, verletzt Jasmin und tötet ihren Freund Markus als der ihr zu Hilfe eilt….
Die Kripo Frankfurt beginnt mit den Ermittlungen. Ja und das Ermittlerteam ist schon etwas speziell. Da gibt es Dieter, der bereits Jahrzehnte lange Erfahrungen als Ermittler gesammelt hat und dann ist da noch Helga. Sie ist neu im Team, trotz ihrer jungen Jahre nicht die Sportlichste, trotzdem sehr engagiert, mutig und einfallsreich. Ihr größter Mangel in Dieters Augen: sie steht auf Frauen. Aufgrund ihrer Gegensätze bilden beide ein etwas Seltsames, den Leser aber oftmals zum Schmunzeln bringendes Team. Die Marotte Dieters – Helga wegen ihrer sexuellen Ausrichtung stets mit einem anderen männlichen Vornamen anzusprechen – fand ich lustig. (Sicher im Gegensatz zu Helga!) Die beiden mochte ich. Im Laufe der Ermittlungen hat sich dann ja auch gezeigt, dass Helga „ihren Mann steht“ und eine gute Ermittlerin ist. Das hat auch Dieter angefangen einzusehen.
Der Mord, das Motiv, hat mich nicht so überzeugt. Zum einen wurde in meinen Augen der psychische Drang des Täters zu wenig herausgearbeitet und zum anderen weiß man als Leser nach 2/3 des Buches wer der Täter ist. Das hat mir die Spannung genommen. Aber vielleicht hat Melisa Schwermer dieses Buch dazu nutzen wollen, uns ihr neues Ermittlerteam eingehend vorzustellen. Denn was Spannung betrifft habe ich schon bessere Bücher von ihr gelesen. Insgesamt betrachtet vergebe ich für diesen Thriller 4 Lese-Sterne.

Bewertung vom 17.11.2018
Winterberg, Linda

Die verlorene Schwester


ausgezeichnet

Nach dem Tod des Vaters werden die beiden sehr aneinander hängenden Schwestern Marie und Lena Flaucher in staatliche Obhut genommen, da die Mutter nach dem Tod des Ehemannes nicht in der Lage ist sich um sie zu kümmern. Mit dieser Zwangseinweisung beginnt für Marie und Lena ein Martyrium des Grauens…
Der Leser darf das Schicksal, den Lebensweg der beiden Mädchen über fast 4 Jahrzehnte begleiten. Ich habe beim Lesen mit den beiden gelitten. Das im Buch geschilderte Schicksal der beiden Geschwister hat mich stark berührt. Von dem in der Schweiz üblichen und gesetzlich verankerten Umgang mit Waisen und gestrauchelten Kindern hatte ich bisher noch nie gehört. Somit war mir der Begriff der Verdingkinder auch neu. Schon traurig, welch schreckliche Schicksale durch solche Gesetze legalisiert werden. Linda Winterberg hat die Lebenswege dieser beiden Mädchen so einfühlsam wie anschaulich geschildert, dass bei mir zum Ende des Buchs doch (heimlich) ein paar Tränen geflossen sind. Das über fast 40 Jahre währende Trauma der beiden Geschwister wurde hier im Buch beeindruckend in eine Geschichte gebunden. Die Verdingkinder haben durch diesen Roman eine Stimme auf Wiedergutmachung bekommen.
Als Romanfigur hat mich Anna nicht so überzeugt. Die Suche nach ihren Wurzeln und ihre Selbstfindung beruflich wie privat, waren in meinen Augen eher ein Nebenschauplatz.
Insgesamt betrachtet ist dieser Roman ein Garant für kurzweilige, anrührende und packende Lesestunden. Von mir gibt’s eine 100%ige Leseempfehlung und 5 Lese-Sterne.

Bewertung vom 13.11.2018
Lucas, Jan

Cyrus Doyle und die Kunst des Todes / Cyrus Doyle Bd.3


sehr gut

Am Strand von Rocquaine Bay wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Dass es kein natürlicher Tod ist wird schnell offensichtlich, da der Täter auf ihrer Haut eine Botschaft hinterlassen hat...
Auch mit diesem Krimi-Band um den Ermittler Cyrus Doyle habe ich mich wieder wunderbar kurzweilig und spannend unterhalten gefühlt. An Verdächtigen mangelt es in diesem Fall nicht. Da bis fast zum Schluss nicht erkennbar ist, wer hinter der Tat steckt, hielt bei mir die Spannung auch bis zum Ende an. Wieder einmal hat der Autor seine Liebe zur Kanalinsel Guernsey durch die anschaulichen Beschreibungen der dortigen Landschaft und der historischen Bauten zum Ausdruck gebracht. Besonders gefallen hat mir zum Beispiel die Beschreibung eines dreckigen Industriegebietes mit "ehrlicher Schmutz". Diese Wortwahl finde ich klasse. Zusätzlich erhält der Leser auch noch Einblicke in die Sagen und Mythen der Insel, was ich persönlich sehr interessant finde.
Als Figur fand ich in diesem Band Detektiv Baker äußerst liebenswert. Dieser stets hungrige, Schokolade inhalierende, unglücklich in seine Kollegin verliebte Beamte. Den muss man einfach mögen. Wenn er auch als trotteliger Bär dargestellt wurde, so ist er bei diesem Fall bei den Ermittlungen zu Höchstleistungen aufgefahren.
Was mir nicht so gefallen hat, war der "007-Einsatz" von Doyle am Seil des Helikopters. Das empfand ich als übertrieben und unglaubwürdig.
Aber insgesamt betrachtet habe ich mich mit diesem 3. Band um Cyrus Doyle wieder sehr gut und spannend unterhalten gefühlt. Von mir gibt's daher 4 Lese-Sterne.

Bewertung vom 09.11.2018
Rayne, Piper

The One Best Man / Love and Order Bd.1


weniger gut

Victoria ist nach ihrer Scheidung gemeinsam mit ihrer 7-jährigen Tochter in ihre Heimat Chicago zur Mutter zurückgekehrt. Eines will sie nicht: sich neu verlieben. Von Männern, insbesondere Anwälten hat sie die Nase voll. Aber genau das passiert als sie Reed trifft, der dann auch noch der Trauzeuge ihres Exmannes war. Da ist Ärger vorprogrammiert...
Mich hatte die Leseprobe neugierig gemacht. Da ging es um eine quirlige, etwas chaotischen Victoria. Das fand ich lustig, musste beim Lesen dann aber feststellen, dass sich mein Lesevergnügen stark in Grenzen gehalten hat. Sicher gab es da Abschnitte bei denen ich schmunzeln konnte, aber die haben die Episoden/Kapitel, die mich genervt haben nicht aufgewogen. Ja und genervt haben mich die Schlagabtausche mit den anderen Müttern vor der Schule. Irgendwie fand ich das unrealistisch und an den Haaren herbeigezogen. Gleiches gilt auch für das Geplänkel auf Arbeit zwischen Vicky, Chelsea und Hannah. Dadurch wurde die Handlung in meinen Augen nicht aufgewertet und zum schmunzeln fand ich es auch nicht. An anderer Stelle gab es dann erotische Szenen, die an "Shades of Grey" erinnern. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass die Autorin sich nicht entscheiden konnte oder wollte, ob sie einen Erotik- oder Beziehungsroman schreiben will. Bestimmt gibt es Leser, die sich mit dieser sehr leichten, lockeren Schreibweise anfreunden können.
Mich konnte das Buch nicht überzeugen. Deshalb kann ich leider auch nur 2 Lese-Sterne vergeben.

Bewertung vom 08.11.2018
Prange, Peter

Zeit zu hoffen, Zeit zu leben / Eine Familie in Deutschland Bd.1


ausgezeichnet

Mich hat das Buch von Anfang bis Ende gefesselt. Die Familie Isings ist in meinen Augen eine typische Familie der damaligen Zeit. Dabei sind die Mitglieder so unterschiedlich in ihrem Denken, in ihren Zielen und somit auch in ihrem Handeln. Auch wenn die Familie versucht zusammenzuhalten, so wirken sich auch bei ihnen die Dogmatiken und die Judenentrechtung auf das Miteinander aus. All dies beschreibt der Autor so eindrucksvoll und glaubhaft, dass ich insbesondere mit Charlotte und ihrem Liebsten mitgelitten habe. Benny und Charly sind meiner Meinung nach die stärksten Charaktere in dieser Geschichte und man muss sie einfach mögen. Ganz anders verhält es sich bei mir dagegen mit Onkel Carl, dem Bruder mütterlicherseits. Auch wenn der immer wieder seine Beziehungen als hoher Regierungsbeamter in Berlin nutzt, um den Retter in der Not zu spielen, so war er mir äußerst unsympathisch. Ein richtiger Wendehals in meinen Augen. Aber es muss ja auch negative Charaktere geben. Dieser Roman lebt von der Vielfältigkeit der Charaktere. Sie macht das Lesen abwechslungsreich, kurzweilig und spannend. Die Atmosphäre der damaligen Zeit kann man beim Lesen spüren. Gleichzeitig erhält der Leser auch Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Autostadt Wolfsburg. Mir war gar nicht bewusst, dass Hitler den Anstoß zum Bau dieses Werkes gegeben hat. Interessant fand ich auch, dass die Kalkulation der Herstellungskosten auf einem Kilo-Preis basiert hat und der Name des 1. Volkswagens „KdF-Wagen“ (Kraft durch Freude) war. Der Autor hat hier sehr viel Energie in die Recherche zu diesem Thema gesteckt. Energie, die sich für uns Leser aber bestens gelohnt hat, denn man wird mit diesem Buch wunderbar kurzweilig unterhalten. Von mir gibt’s daher eine 100%ige Leseempfehlung und 5 wohlverdiente Lese-Sterne.

Bewertung vom 31.10.2018
Dyer, Ashley

Tattoo / Carver & Lake Bd.1


gut

In Liverpool treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Er geht bei seinen Morden sehr bizarr vor. Er tätowiert seine Opfer mit skurrilen Symbolen. Spuren hinterlässt er keine. Seit fast einem Jahr versucht die Polizei ihn zu finden. Als ein neues Opfer auftaucht, das der Ehefrau des ermittelnden Beamten, Greg Carver, äußerst ähnlich sieht, wird klar, dass der Täter auch ihn jagt....
Die Kurzbeschreibung hatte mich neugierig gemacht. Wenn mir auch der Einstieg leicht gefallen ist, so habe ich doch von Anfang an mit der Weitschweifigkeit der Beschreibungen der Ermittlungsarbeit, der Bedenken der Ermittler sowie deren privater Probleme beim Lesen zu kämpfen gehabt. Das fand ich nicht interessant. Es hat weder der Spannung genützt, noch dem Erkennen des Mörders gedient. Da hätte der Autor mit weniger mehr erreicht.
Viele Kapitel im Mittelteil setzten sich mit der Frage bzw. den Ermittlung zu dem Mordanschlag auf Carver auseinander. Hier ist mir beim Lesen der Bezug auf das eigentliche Thema >den Dornenkiller zu finden< in den Hintergrund gedrängt worden. Da wollte der Autor wohl zu viel in eine Geschichte legen. Spannung kam bei mir erst beim letzten Drittel des Buches auf. Hier nimmt die Handlung richtig an Fahrt auf. Aber so weit muss man erst einmal kommen. Das beste am Ende: auf die Identität des Dornenkillers wäre ich nie gekommen. Das hat mich ein wenig mit dem Buch wieder ausgesöhnt. Aber insgesamt betrachtet kann ich leider nur 3 Lese-Sterne vergeben.

Bewertung vom 25.10.2018
Haller, Elias

Leid und letzter Tag


ausgezeichnet

Auf dem Marktplatz steht ein Mann, den alle für irre halten. Denn er hat einen an seinen Oberkörper angeketteten Koffer bei sich. Wie sich später herausstellt enthält der Koffer 5 nummerierte Handys, mittels derer die Polizei zu einem Katz- und Mausspiel vom Täter gezwungen wird. Ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem es um Menschenleben geht, beginnt….
Dieser Erik-Donner-Band hat es in sich. Da kommt sogar Donner an seine Grenzen. Von Anfang an beginnt er temporeich und spannend. Und es ist der erste Teil in dem Erik Donner menschliche Züge aufweist und diese auch offen zeigt. War er bisher immer der Einzelgänger, so ist er in diesem Fall, wenn die Polizei erfolgreich sein will, zwingend auf seine Kollegen angewiesen. Aber nicht nur auf die, sondern auch auf seinen pensionierten Vater mit dem ihn kein so gutes Verhältnis verbindet.
Mich hat der Krimi von Anfang an gepackt. Ich habe mitgefiebert bei der Lösung der Aufgaben. Muss dabei auch zugeben, dass die Lösungen immer logisch und folgerichtig waren, ich aber nie selbst darauf gekommen wäre. Ich muss schon sagen, dass der Autor hier viel Fantasie, die aber durchaus glaubhaft und nachvollziehbar ist, in die Geschichte hat einfließen lassen. Bewundernswert, weil ihm damit ein wundervoll spannendes Werk gelungen ist, das ich jedem Krimi-Fan uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Von mir gibt’s daher 5 wohlverdiente Lese-Sterne.

Bewertung vom 25.10.2018
Fields, Helen

Die perfekte Unschuld / Luc Callanach Bd.2


gut

Auf einem Rockfestival in Edinburgh wird ein Besucher erstochen. Obwohl hunderte von Menschen dort sind, bemerkt niemand etwas. Nur wenige Stunden später in der gleichen Nacht wird Leiche einer Krankenschwester entdeckt. Verwertbare Spuren gibt es keine und zwischen den Opfern bestand keine Verbindung. Detective Callanach über nimmt die Ermittlung – nichts ahnend, dass noch weitere Opfer folgen werden…
Anfangs nimmt das Buch gleich stark an Fahrt auf. Callanach wird von den Ereignissen fast überrollt. Wobei er mir als Ermittler sympathisch ist. Die Aufmerksamkeit des Lesers ist gefordert, da sehr viele handelnde Personen in dem Buch erscheinen. Oftmals wird in diesem Thriller auch Bezug auf den Vorgängerband genommen, was mir, da ich den nicht gelesen hatte, Schwierigkeiten beim Verstehen des Romans bereitet hat. Mein Rat: erst Teil 1 lesen, dann dieses Buch.
Die Geschichte insgesamt betrachtet fand ich nicht sehr glaubwürdig, eher konstruiert. Sehr ausführlich wird immer wieder das Kompetenzgerangel innerhalb der Ermittlungsbehörde geschildert, wie auch das Geplänkel der Kollegen untereinander. Das war mir irgendwann einfach zu viel und ging zu Lasten der eigentlichen Handlung und der Spannung. Insgesamt betrachtet hat mich dieser Thriller nicht überzeugt. Von mir gibt’s daher nur 3 Lese-Sterne.

Bewertung vom 23.10.2018
Fischer, Claus C.;Petermann, Axel

Die Elemente des Todes


gut

Dieser Thriller beruht auf wahren Begebenheiten. Das hatte mich neugierig gemacht. So werden in Norddeutschland von 1994-1996 Menschen auf die unterschiedlichste Weise getötet – erwürgt, erschossen und zerquetscht. Hauptkommissar Kiefer Larsen erkennt erst sehr spät Zusammenhänge zwischen den Morden. Aber Beweise nicht…
Der Leser wird gleich zu Anfang mit seiner „Philosophie“ des Mordens bekannt gemacht. Das habe ich anfangs nicht wirklich verstanden, aber neugierig hat es mich schon gemacht. Ja und dann geht es Kapitelweise immer zeitlich gesehen vor und zurück. Ich kam mir beim Lesen manchmal wie ein Wellenreiter vor – auf und ab. Dieser Schreibstil hat mich nicht so überzeugt. Wenn dadurch Spannung entstehen sollte, ist dies bei mir nicht gelungen.
Der krankhafte Geist des Täters, seine manipulierende Art beim Umgang mit Freunden insbesondere mit Frauen wurden hier im Buch sehr gut dargestellt. Er muss schon eine sehr starke Persönlichkeit sein der aber jegliche Empathie fehlt. An einigen Stellen habe ich mich gefragt, ob Frauen wirklich so naiv sein können?
Streckenweise sind mir die Ausführungen zu Nebensächlichkeiten, wie z. B. der telefonische Austausch zwischen Steve und Kiefer (beide Profiler) zu ausufernd. Das hatte mit der Mordermittlung nicht direkt zu tun. Das fand ich nicht so gut.
Insgesamt gebe ich diesem Thriller daher auch nur 3 Lese-Sterne.

Bewertung vom 21.10.2018
Bausch, Joe

Gangsterblues


sehr gut

Joe Bausch hat hier ein Buch geschrieben, das dem Leser eine völlig unbekannte Sicht auf Strafe, Haft und Strafvollzug ermöglicht. Jedenfalls erging es mir beim Lesen so. Wer kann sich denn, ohne dort einmal eine Strafe abgebüßt zu haben, so ein Leben hinter Gittern vorstellen? Kennt man doch eigentlich nur aus den Fernsehkrimis. Aber hier wird schon sehr detailliert an Einzelschicksalen beschrieben, wie unterschiedlich die Menschen mit dem Leben im Vollzug umgehen und was sie dort hingebracht hat.
Dabei hat Joe Bausch in meinen Augen auch sehr viel von seiner Persönlichkeit, seinen inneren Kämpfen bei Bitten der Häftlinge und seinen Beweggründen bei Entscheidungen preisgegeben. Es ist ein sehr ehrliches Buch. So werden darin auch Missstände im geltenden Recht, unterschiedliche Sichtweisen von Arzt und Justiz die aufeinandertreffen offen angesprochen. Man merkt beim Lesen, dass der Arzt Joe Bausch immer ein offenes Ohr für seine Klienten hat, wohl durchdacht seine Prognosen und Entscheidungen trifft, sich dabei aber immer am Menschen orientiert und keine unhaltbaren Versprechungen macht. Vielleicht ist es gerade das, was die Häftlinge am meisten brauchen: jemand der ihnen zuhört. Die einzelnen Kapitel zeigen immer ein Einzelschicksal auf, das der Autor aus seiner persönlichen Sicht erzählt und anhand eigener Recherchen wertet. Wobei bei der Wortwahl oft zu merken ist, dass der Autor sehr tief in den Alltag der Gefangenen „verwurzelt“ ist. Ich empfand das als sehr unterhaltsam, authentisch und lesenswert. Wobei sich mir eine Geschichte besonders eingeprägt hat: Struth geht nicht. Ich habe mich mit den harten Geschichten sehr gut unterhalten geführt und vergebe daher 4 Lese-Sterne.