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SiWel
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Mönchengladbach

Bewertungen

Insgesamt 1021 Bewertungen
Bewertung vom 02.06.2019
Sailer, Thomas

Die Gefängnisinsel


ausgezeichnet

Für immer eingesperrt. Ein restliches Leben lang. Unvorstellbar.
Martin Eichendorf, ein junger Journalist wurde als fünffacher Mörder verurteilt, unschuldig verurteilt, und landet für immer in dem Hochsicherheitstrakt von Werra. Es ist ein supranationales Gefängnis, von dem es eigentlich keine Rückkehr mehr gibt. Doch Martin gelingt nach mehreren Jahren tatsächlich die Flucht und versucht verzweifelt erneut seine Unschuld zu beweisen. Er will endlich wieder frei sein.
Martin ist mir als Charakter sofort sympatisch gewesen. Seine Gedankengänge vor, während und nach der Flucht waren gut nachvollziehbar. Selbstbverständlich ist es schon schwierig sich in die Situation eines Gefangenen hineinzuversetzen. Ich glaube um das alles so glaubhaft zu erleben fehlt mir ein wenig die Vorstellungskraft. Sein Handeln ist jedoch zu jeder Zeit zu verstehen in seiner Situation. Mein Gedankenkino ist hier also stark frequentiert wurden und ich bin des öfteren doch mehr als ins Grübeln geraten. Für mich sind eben viele Dinge überaus normal und alltäglich. Auf jeden Fall habe ich mich stark mit dem Buch beschäftigen können und es wird noch einige Zeit nachklingen.
Ein Buch, das man nicht mal einfach so liest.

Bewertung vom 17.05.2019
Burton, Tara Isabella

So schöne Lügen


weniger gut

So ein wirklich wunderschönes Cover und dann so ein Reinfall. Titel und Klappentext hörten sich wirklich vielversprechend an - das war es dann aber auch schon. Für mich zumindest.
Louise und Lavinia, die eine schlägt sich mit mehreren Jobs mühselig durch ihr Leben, während die andere im Geld ihrer Eltern badet und alles im Überfluss hat. Louise weiß dies für sich zu nutzen und verstrickt sich in einem Lügennetz.
Was habe ich in dem Buch gefunden? Massenweise einfältige Dialoge, bei denen ich das Gefühl hatte meine pubertierenden Enkel sitzen mit gegenüber und quatschen doofes belangloses Zeug.
Louise und Lavinia, posieren via Netz, sonnen sich in ihren Scheinwelten, genießen Drogen. Ja,wem es Spaß macht.
Die Grundidee der Geschichte mag nicht schlecht sein - denn viele der jungen Leute verkörpern diese Charaktere ein wenig in sich und es schadet da nicht mal einen Spiegel vorzuhalten.
Hier erscheint das aber alles auf eine Langweilige und Einfältige Tour. Dadurch wirkt es eher uninteressant und überzogen.
Kurioser Weise hat es mich dann allerdings doch gereizt bis zum Ende zu lesen. Irgendwie hat es mich doch gereizt wie es endet.
Ein Buch was ich nicht unbedingt hätte lesen müssen.

Bewertung vom 16.05.2019
Klimanski, Manfred

Allerhand los in der Rutmannsfelder Landstraße


sehr gut

Bereits das Cover hat für uns etwas spannendes und aufregendes gezeigt. Wir wollten nun unbedingt wissen inwiefern das alles zusammenhängt was auf dem Cover zu erkennen ist.
Da gab es anfangs direkt schon viel. Ein Personenregister. Sofort wurde diskutiert wer wem sympatisch sein könnte und wer nicht. Schon waren wir in der Detektivgeschichte drin.
Das Buch besteht aus Teil 1 und Teil 2 mit insgesamt 28 unterschiedlich langen Kapiteln. Man kann es also zwischendurch immer mal gut unterbrechen und für ein paar Tage an die Seite legen. Gut für die jüngeren oder noch nicht so geübten Leser.
Die Charaktere der drei Detektive sind lebhaft und wie aus dem Leben gegriffen dargestellt. Wir haben fleissig mitermittelt und gerätselt. Man muß sie einfach mögen. Selbstverständlich wurde auch ein Anticharakter schnell gefunden.
Auch die Rutmannsfelder Landstraße konnten wir uns sehr gut vorstellen, besonders nachdem wir die Skizze im Innenteil davon gesichtet hatten. Da wurde überlegt wo es denn sein könnte.
Gut gafallen hat uns, dass hier auf einige Dinge hingewiesen wird z.B. Leute nicht einfach grundlos zu beschuldigen oder mit in fremde Wohnungen zu gehen und die wenigen besonders schönen Illustrationen in einigen Kapiteln. Da haben wir bei einer Doppelseite wirklich richtig lachen müssen.
Einziger Kritikpunkt meiner 12jährigen Mitleser war, dass es an manchen Stellen vorhersehbar und dadurch etwas langweilig war.
Ich denke diese Sichtweise ist allerdings eher dem Alter geschuldet.

Bewertung vom 15.05.2019
Kliesch, Vincent

Auris / Jula Ansorge Bd.1


sehr gut

Der Auftakt zu der neuen Bestseller Reihe von dem Autorenduo Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek hat viel versprochen. Das Cover kommt zwar eher unspektakulär daher, aber alleine das lateinische Titelwort macht schon neugierig.
Hinzu kommen noch die beiden eigenwilligen Charaktere, zum einen den besten Phonetiker Deutschlands, Matthias Hegel, hochintelligent und manipulierend sowie die Radioredakteurin Jula Ansorge aus Berlin, die ein schreckliches Trauma mit sich herumträgt.
Beides Charaktere mit denen ich mich nicht so ganz identifizieren kann und auch nicht als Freunde haben möchte.
Der Schreibstil ist gewohnt rasant und man kommt als Leser kaum zur Ruhe bzw. wird ständig auf eine falsche Fährte geführt.
Die kurzen Kapitel verleiten zusätzlich dazu immer wieder das nächste zu lesen. Eigentlich ein wirklich genialer Thriller - wenn die letzten Kapitel nicht so schnell abgehandelt worden wären.
Hier hätte ich gerne noch etwas mehr Informationen bekommen und ein paar Seiten mehr hätten die Geschichte bestimmt noch interessanter gestaltet. Das Ende war für mich auf jeden Fall zu überstürzt und unwirklich, so dass ich irritiert zurück blieb. Echt schade, aber es soll ja eine Reihe werden und ich werde mal auf die nächste Folge achten.
Autor: Vincent Kliesch

Bewertung vom 06.05.2019
Stadelmann, Natalie

Das große Buch von Babybrei & Beikost


ausgezeichnet

Da bei uns im Laufe des Jahres einige Geburten anstehen und ich schon immer großen Wert auf gesunde Nahrung lege, habe ich ein informationsreiches Buch für die werdenden Mamas als Geschenk gesucht.
Hier hat mich alleine die Informationen über die Autorin Natalie Stadelmann bereits neugierig werden lassen. Selbst vierfache Mutter ,PTA mit Weiterbildung zur Fach PTA für Ernährung sowie zur Ernährungs- und Diätberaterin. Das spricht ja schon fast für sich alleine.
Als Einleitung hat mich dann auch das Vorwort der Hebamme Ingeborg Stadelmann darin bestätigt ein gutes Buch gefunden zu haben. Weist sie doch unter anderem darauf hin wie wichtig eine gesunde Ernährung von Anfang an ist.
Desweiteren habe ich in dem Buch nicht nur einen tollen Einblick in die Lebensmittelkunde gefunden, sondern auch noch einige einfach zuzubereitende Babybreie sowie einiges an nahrhaften Rezepten.Die Berichte und Rezepte werden noch unterstützt von schönen bunten Fotos.
Als sehr interessant habe ich das Kapitel über vegetarische und vegane Beikost empfunden - auch wenn ich kein besonderer Freund dieser Ernährungsvarianten bin. Ich weiß, dass diese Art der Ernährung bei vielen stark favorisiert wird.
Sehr hilfreich finde ich ebenfalls die Tipps in roter Schrift an den Seitenrändern. Da wird das wichtigste nochmal zusammengefasst und man kann es sich einfacher merken.
Die Monatsangaben mögen als Richtlinie für einen Anfänger ganz sinnvoll sein, ich weiß allerdings aus eigener Erfahrung, dass die Realität da häufig anders aussieht.
Alles in allem bietet das Buch vieles an Informationen, die ich als sehr hilfreich ansehe und die man gut umsetzen kann.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.05.2019
Conrad, Carolina

Letzte Spur Algarve / Anabela Silva ermittelt Bd.2


ausgezeichnet

Mörderische Algarve ist mein erster Krimi von Carolina Conrad. Das Land Portugal habe ich bereits mehrere Male besucht und da es in dem Buch ausser Morden noch viel über Land und Leute gibt habe ich mich auf diese Buchreise richtig gefreut.
Es ist kein Krimi im herkömmlichen Sinn, sondern er ist eher unblutig und ruhig - aber in keinem Fall uninteressant oder mit zu wenig Spannung. Im Gegenteil, es wird schon kaltblütig gemordet.
Ich habe aber ebenfalls das Flair der Algarve mit meinen Sinnen spüren können, hatte die herrliche Landschaft, die freundlichen Leute und das leckere Essen dort die ganze Zeit vor Augen.
Es ist Carolina Conrad sehr gut gelungen die Kriminalistik mit der Lokalchlorik angenehm zu verbinden.
Anabela Silva, eine deutsche Journalistin, ist erst vor einigen Wochen wegen ihrer Eltern wieder an die Algarve zurückgekehrt und will sich hier nach ihrer Scheidung ein komplett neues Leben aufbauen. Sie hat Kommissar Almeida bereits bei ihrem letzten Besuch hier kennengelernt und dieser bittet sie um Mithilfe bei einem Fall. Ausserdem sucht sie privat noch nach einem verschwundenen Jungen aus ihrer Verwandschaft.
Als Charakter ist sie gut dargestellt. Sie ist zwar für meine Begriffe etwas zu neugierig und hat ein loses Mundwerk, aber man kann sich gut mit ihr identifizieren und bei ihren Nachforschungen ist man mittendrin.
Direkt anfangs werfen die Geschehnisse einiges an Fragen auf und ich habe das Buch zügig zu Ende gelesen.
Erwähnenwert finde ich die potugiesischen Wörter und Sätze die hier gelegentlich eingefügt werden. Ich mag Sprachen und finde dadurch kann man sich noch mehr in die Geschehnisse mit einbringen.
Ich hoffe von Anabela Silva noch mehr zu hören.

Bewertung vom 28.04.2019
Weiler, Paul

Tödliche neue Welt


ausgezeichnet

Den ersten Krimi Der Tag der Engel von Paul Weiler habe ich noch gut im Gedächtnis behalten.Nun war ich erst recht gespannt auf den folgenden Tödliche neue Welt, ob der mir ebenfalls so gut gefällt.
Was wären wir nur ohne die ganze Technik. Wir alle sind uns insgeheim doch einig, dass die nicht nur Vorteile bietet. Als ich dieses Buch durch hatte war ich mir auf jeden Fall sicher welches Gerät ich definitiv nicht in meiner Wohnung stehen haben möchte.
Anfangs fällt das Cover schon durch seine aussergewöhnliche Farbgebung ins Auge und ich habe mich direkt gefragt inwieweit das mit der Geschichte verbunden ist.
Dann folgt der Prolog. Er macht neugierig, denn er weist auf einen Täter hin, der Ungeziefer jagdt. Ein Einstieg bei dem sofort das Kopfkino sich dreht. Was meint der Täter mit Ungeziefer und warum? Wer ist überhaupt der Täter?
Es ermitteln Hauptkommissar Ivens, der vor Jahren seine Tochter durch einen Brand in einem Studentenwohnheim verloren hat und damit immer noch nicht abgeschlossen hat, ebenso wie die junge Kommissarin Herwig, die sich von Düsseldorf nach Münster hat versetzen lassen und hofft ,hier endlich auf Anerkennung zu stoßen.
Zwei angenehme Charaktere, die mir sofort sympatisch waren und deren Emotionen, Gedanken sowie Ermittlungsarbeiten ich perfekt teilen konnte.
Natürlich gibt es wieder verschiedene Theorien und ich als Leser werde ein ums andere Mal gedanklich gefordert; aber das fulminante Ende wurde raffiniert dargestellt und hat mich als Leser wie es sich für einen guten Krimi gehört doch überrascht.
Paul Weiler hat eine Gabe den Leser mit seinem Schreibstil buchstäblich in die Geschehnisse hereinzuziehen.
Zum Durchatmen gibt es zwischendurch immer wieder ein wenig Lokalchlorik, was ich als sehr angenehm empfand.
Wenn ihr jetzt wissen wollt, welches Teil man sich am Besten nicht in die Wohnung holt dann lest doch einfach selbst.

Bewertung vom 23.04.2019
Wild, Johanna von

Die Erleuchtung der Welt


ausgezeichnet

Den historischen Roman Die Erleuchtung der Welt von Johanna von Wild habe ich irrtümlich vom Gmeiner Verlag erhalten.
Vom Cover her hätte mich das Buch nie angesprochen, als Lesejunkie habe ich aber natürlich die ersten Seiten gelesen und zack war ich mittendrin. Da gab es kein Aufhören mehr.
Anfangs gibt es ein Personenregister, welches ich bei den vielen Namen als sehr hilfreich empfand. Da konnte ich zwischendurch immer wieder nachschlagen wer zu wem gehört.
Danach wurde ich in die Zeit von 1425 versetzt und durfte diese bis 1482 lebhaft miterleben.
Es handelt hauptsächlich von zwei starken Persönlichkeiten. Helena, die Fiktive und Mechthild die historische Person.
Frauen hatten es zu dieser Zeit nicht leicht. Mädchen wurden bereits früh als Arbeitskraft weggegeben, als Kinder verheiratet, geschlagen, misshandelt und benutzt.
Die Kluft zwischen Arm und Reich war immens.
Die Männer starben oftmals früh bei Kämpfen.
Viele der Menschen wurden von Krankheiten heimgesucht, die damals noch keiner zu heilen wußte.
Dre Charakter Helena erlebt viel Schlechtes, aber auch einiges Gutes.
Die Geschichte der beiden Frauen ist total spannend zusammengeführt und ich konnte das alles so richtig miterleben.
Mechthild von der Pfalz war mir bis dato unbekannt und mir haben die Informationen bzw.ihr Leben doch zu denken gegeben.
Was gestaltet sich doch unser Leben heute einfach.
Ich habe soviel Wissenswertes in dem Buch gefunden, dass ich schon fast ein wenig traurig war so schnell zu Ende gelesen zu haben.

Bewertung vom 23.04.2019
Tempel, Katrin

Pferdeflüstern / Wilde Horde Bd.2


ausgezeichnet

Zaz und Monsun, Fee und Luna, Ann - Sophie und Kronos, Arpad und Feuertanz sowie Lukas und Herr Müller, was haben wir doch auf das neue Abenteuer der Wilden Horde von Katrin Tempel gewartet Die Bilder von der gewonnenen Wette mit den Bikern um den Wald hatten wir noch lebhaft vor Augen und es blieben einige Fragen offen.
Die Wilde Horde ist erstmal glücklich, haben sie doch ihren geliebten Wald wieder für sich und die Pferde. Lange währt die Freude allerdings nicht, denn es taucht ein geheimnisvoller Fremder im Wald auf. Er macht sich heimlich nachts an ihren Karren im Wald heran und verschönert bzw.repariert den auch noch.
In diesem Band merkt man so richtig schön welch gute Einheit die Wilde Horde ist und vor allem wie gut sich Zaz als Einzelgängerin dort eingefügt hat. Sie macht eine gute Entwicklung durch.
Donneracker und seine Umgebung ist wieder so toll beschrieben, da muß man sich einfach direkt heimisch fühlen.
Bei den Ausflügen mit den Pferden haben wir den Wind auf der Haut gespürt, das Moos rascheln hören und haben die herrlichen Landschaftsbilder im Galopp an uns vorbeiziehen sehen.
Ein wunderbares Buch nicht nur zum Träumen, geeignet für "Große" und "Kleine" Pferdenarren.
Mit Sehnsucht erwarten wir nun den nächsten Band. Schließlich wollen wir erfahren wie sich alles weiter entwickelt.

Bewertung vom 17.04.2019
Mommsen, Janne

Die Bücherinsel / Inselbuchhandlung Bd.2


ausgezeichnet

Endlich - ein Folgeband von Die kleine Inselbuchhandlung. Da habe ich als Leser die Inhaberin des Buchladens , Greta, kennengelernt, die dort ein neues Leben beginnt.
Der Folgeband Die Bücherinsel beschäftigt sich hauptsächlich mit Sandra, ihrem Problem und einer Liebe.
Sandra gerät durch Zufall in den Lesekreis der Buchhandlung.
Leider kann sie weder lesen noch schreiben. Sie mogelt sich mit sämtlich möglichen Ausreden durch solche Situationen. Greta, die Inhaberin des Buchladens weiß als Einzigste davon, hütet das Geheimnis aber streng. Im Lesekreis begegnet sie Björn, der ihr äusserst sympatisch ist; aber dabei stört ihr Problem.
Janne Mommsen verbindet in dieser Geschichte ein immer noch aktuelles Thema mit wunderschönen Landschaftsbeschreibungen.
Ich konnte wieder Seeluft schnuppern, das Watt unter meinen Füßen spüren, Sand durch die Zehen rieseln lassen und sogar das Schilf rascheln hören. Keiner beschreibt die Farbgestaltungen des Himmels und die Umgebung so bildhaft wie Janne Mommsen.
Die Charaktere, teils gut bekannt bereits aus dem ersten Buch, sind bunt gewürfelt und bestehen aus allen Berufssparten. Sie sind authentisch und sehr interessant dargestellt. Ich kann mir alle lebhaft vorstellen.
Zu guter letzt bleibt mir nur zu sagen, auch mit dieser Folge habe ich wieder an einem herrlichen Inselurlaub teilgenommen.