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kleinbrina
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Köln

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Insgesamt 1369 Bewertungen
Bewertung vom 27.09.2012
Brockmann, Suzanne

Joe - Liebe Top Secret / Operation Heartbreaker Bd.1


gut

Der erste Band der “Operation Heartbreaker”-Reihe war für mich ein Experiment. Nachdem ich bereits sehr viele positive Rezensionen zu dieser Reihe gelesen habe und auch Suzanne Brockmann stets gelobt wurde, wollte ich dieser Reihe unbedingt eine Chance geben. Da ich absolute keine Erwartungen an das Buch hatte, konnte ich zumindest nicht enttäuscht werden.

Allerdings ist “Joe – Liebe Top Secret” ein Auftakt, bei dem ich den Hype mal wieder nicht verstehen kann. Die Charaktere und die Handlung bieten jede Menge Potential, allerdings ist es bei Weitem nicht so herausragend, wie manche Leser es gerne darstellen. Nach dem ersten Drittel hatte ich bereits die Befürchtung, dass mir das Buch nicht gefallen könnte, dies hat sich dann aber zum Glück noch einmal geändert, sodass mir besonders das letzte Drittel gut gefallen hat.

Suzanne Brockmann hat einen angenehmen Schreibstil, der perfekt zum Genre passt. Romantic Thriller sind ja immer so eine Sache: Wann wirkt die Handlung zu romantisch? Wann ist sie zu thrillerlastig? Ein gutes Mittelmaß wurde hier Gott sei Dank gefunden, allerdings gibt es auch viel zu viele Beziehungsdiskussionen, die nicht unbedingt hätten sein müssen. Dennoch: Die Sprache ist sehr angenehm. Die Geschichte liest sich spannend, flüssig und packend. Zwar ist der erste Band nicht unbedingt ein Pageturner, aber durchaus ein solides Buch.

Die Charaktere wirken noch ein bisschen unausgereift, allerdings steckt eine Menge Potential in ihnen. Etwas schade finde ich, dass viel zu viele Klischees bei ihnen eingebaut wurden. Natürlich sind die Charaktere wieder unfassbar attraktiv – wie soll es auch anders sein?! Ich würde mir – vor allem bei so einem Genre – gerne mal wünschen, dass auch durchschnittliche 0815-Menschen Teil von sowas sein dürfen. Leider ist dies nur in den seltensten Fällen vorzufinden. Allerdings sind Joe und Veronica trotz der vielen Klischees recht sympathisch und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Sie sind authentisch, haben das Herz auf dem richtigen Fleck und wissen, was sie im Leben wollen. Allerdings lief mir bei ihnen auch einiges viel zu glatt. Ich hätte mir den Rollentausch etwas chaotischer gewünscht, man hätte z.B. einige Verwechslungen einbauen können, die auch etwas Humor in die Sache gebracht hätten.

Obwohl ich zunächst befürchtet habe, dass durch die Romantic-Elemente die Spannung zerstört werden könnte, wurde ich positiv überrascht, denn diese war auf beinahe jeder Seite spürbar, was mir sehr gefallen hat.
Was mich allerdings gestört hat, ist die Darstellung der Navy. Natürlich muss sie als übermächtig dargestellt werden, da kommt man wohl leider nicht drum herum, allerdings hätte ein bisschen mehr Kritik dabei nicht geschadet, denn die Überdarstellung vom amerikanischen Militär finde ich nur noch anstrengend.
Die Erotikszenen sind in Ordnung, allerdings hätte ich auf so manches Detail verzichten können. Einige Szenen sind bereits in zu vielen anderen Büchern dargestellt worden, sodass mir hier nichts Neues präsentiert wurde. Von daher hätte ich auf die kompletten Szenen gut und gerne verzichten können.

Das Cover gefällt mir eher weniger. Natürlich soll es sinnlich wirken, allerdings gefällt mir die Farbe leider überhaupt nicht, sodass das Cover nicht unbedingt ein Highlight im Bücherregal darstellt. Die Kurzbeschreibung gefällt mir dagegen gut. Sie liest sich spannend und macht Lust auf mehr.

Insgesamt ist “Joe – Liebe Top Secret” ein solides Buch ohne große Höhen und Tiefen. Ich werde mit Sicherheit auch noch andere Bände lesen, allerdings erreicht die Reihe bislang nicht den Status bei mir, dass ich die Bücher nacheinander verschlingen werde. Aber wer weiß, vielleicht kann mich der zweite Band ja noch mehr packen.

Bewertung vom 27.09.2012
Brockmann, Suzanne

Blue - Für immer / Operation Heartbreaker Bd.2


gut

“Für immer – Blue” ist der zweite Band der “Operation Heartbreaker”-Reihe. Nachdem ich vom ersten Band eher mäßig begeistert war, wollte ich die Reihe noch nicht aufgeben und dem zweiten Band eine Chance geben. Zum Glück habe ich dieses Buch gelesen, denn die Reihe wird tatsächlich besser.

Suzanne Brockmann bleibt sich ihrem Stil treu, denn die Geschichte wird nach dem gleichen Schema erzählt: Mann und Frau treffen sich, Mann arbeitet natürlich wieder fürs Militär und die Liebe entfacht ziemlich schnell. Aber dennoch hat die Handlung etwas an sich, was mich dieses Mal mehr ans Buch gefesselt hat.
Die Charaktere sind sehr sympathisch, authentisch und meistens pflegeleicht. Obwohl ihre Liebe untereinander sehr schnell entfacht, lassen sie sich dennoch Zeit, was mir sehr gut gefallen hat. Ihre Dialoge sind erfrischend, allerdings fehlt mir immer noch etwas Humor, was die Geschichte komplettieren würde.

Sehr gefallen hat mir der Übergang zu Band 1 und 2, die Charaktere aus dem ersten Band spielen ebenfalls eine kleine Rolle, allerdings geht es hier hauptsächlich um Blue und Lucy. Die Geschichte kann man auch einigermaßen ohne Einhaltung der Reihenfolge lesen, allerdings ist dies nicht unbedingt empfehlenswert, da man sonst mit den wiederkehrenden Charakteren eventuell nichts anfangen könnte.

Dazu wird dieses Buch seinem Genre deutlich gerechter als sein Vorgänger. Während der erste Band in meinen Augen fast ausschließlich eher Romance war, gibt es hier deutlich mehr Thrillerelemente, was der Geschichte unglaublich gut tut. Suzanne Brockmann konnte somit eine neue Seite von sich zeigen und die Spannung nahezu immer aufrecht erhalten. Die Suche nach dem Täter und die dazugehörigen Gedanken und Gefühle sind authentisch und vor allem mitreißend und überraschend, sodass ich das Buch kaum aus den Händen nehmen könnte.

Im ersten Band habe ich noch kritisiert, dass die US Army in der “Operation Heartbreaker”-Reihe zu hochgelobt wird. Dies ist zwar immer noch der Fall, allerdings wird Blue dennoch nicht wie der knallharte Mann dargestellt, der nur für sein Land lebt. Vielmehr darf auch er Schwächen und Gefühle zeigen, was mir sehr gut gefällt. Sollte dieser Stil so beibehalten werden, kann die Reihe noch richtig gut werden.

Nachdem ich das Cover vom ersten Band relativ kritisiert habe, muss ich gestehen, dass mir das zweite Cover deutlich besser gefällt. Die Farben und die Figuren wirken harmonischer, sodass dieses Cover sehr schön anzusehen ist. Gleiches gilt für die Kurzbeschreibung, die sich gut liest und Lust auf mehr macht.

Insgesamt ist “Für immer – Blue” deutlich besser als sein Vorgänger, dennoch ist noch Luft nach oben, sodass ich an der Reihe dran bleiben möchte und auch den dritten Band “Für einen Kuss von Frisco” lesen werde. Ich bin gespannt, ob sich Suzanne Brockmann erneut steigern kann.

Bewertung vom 27.09.2012
Rain, J. R.

Vampire Detective, Die zauberhafte Mrs. Moon


ausgezeichnet

Vampirbücher gibt es wie Sand am Meer. Warum also dann das nächste Buch, in denen sie eine wichtige Rolle spielen? Nun, das ist einfach: “Die zauberhafte Mrs. Moon” ist zwar nicht unbedingt etwas Neues, aber dafür sehr unterhaltsam, spritzig und humorvoll. Es wird mit Klischees gespielt, einige Charaktere sind liebenswert, sympathisch und gut ausgearbeitet und es macht einfach Spaß diesen Roman zu lesen.

Dazu weiß der Autor, wovon er schreibt, denn er war selbst lange Zeit als Privatdetektiv tätig. Der Schreibstil ist nicht unbedingt meisterlich, aber dennoch sehr unterhaltsam und vor allem flüssig. J. R. Rain hat einen tollen Humor, den er an seine Charaktere weiter gibt. Die Dialoge wirken ausgereift, Charaktere gut ausgearbeitet und es ist trotz der guten Unterhaltung noch Luft nach oben, sodass ich jetzt schon auf den zweiten Band gespannt bin.

Samantha ist eine großartige Protagonistin, die man einfach mögen muss. Obwohl sie ein Vampir ist, versucht sie ihren Tag so angenehm wie möglich zu gestalten. Allerdings gibt es ein Problem: Sie verträgt kein Sonnenlicht. Natürlich wieder einmal ein typisches Klischee, das hier ausgeschlachtet wird, dennoch hat es mich kaum gestört, da Samantha wie gesagt großartig ist. Abends, bzw. nachts arbeitet sie als Privatdetektivin und hat damit ganz schön viel zu tun, denn ihr neuester Fall befasst sich mit einem Mordanschlag an jemanden, der eigentlich tot sein müsste, denn kein normaler Mensch überlebt einfach so fünf Kopfschüsse.
Aber die Arbeit ist nicht die einzige Turbulenz in ihrem Leben. Sie ist verheiratet und Mutter, ihr Mann zieht sich allerdings zurück und um ihre Kinder kann sie sich auch nicht so kümmern, wie sie es gerne würde, da die Lichtempfindlichkeit ihr immer wieder im Wege steht.

Die anderen Charaktere sind ebenfalls gelungen. Zwar sind diese nicht ganz so liebenswert wie Samantha, aber dennoch sehr unterhaltsam und streckenweise interessant. Besonders interessant ist Kingsley, der das Opfer von dem Attentat wurde. Als Anwalt in Strafsachen hat er oftmals mit Anfeindungen und Drohungen zu tun, sodass es beinahe nur noch eine Frage der Zeit war, bis ihm etwas zustoßen würde.

Die Geschichte wird schnell erzählt. Trotz des Humors bleibt die Geschichte oftmals spannend. Zwar kann man hier keinen großen Thriller oder Krimi erwarten, sondern eher eine unterhaltsame Geschichte mit Fantasy-Elementen, die dennoch ihre spannenden Momente hat. Durch Samanthas Sorgen und Eheprobleme gewinnt die Geschichte an Tiefe, was ich zwar nicht unbedingt erwartet hätte, was mir aber dennoch sehr gut gefallen hat und zur Geschichte passt.

Das Cover ist ganz hübsch, passt aber nicht so ganz zu der Geschichte, da dieses für den tollen Humor und die Handlung viel zu kalt wirkt. Ein wärmeres Cover hätte ich daher schöner gefunden. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gut gewählt und macht sofort Lust auf mehr.

Insgesamt ist der erste Band der “Vampire Detective”-Reihe ein gelungener Auftakt, der mich sehr unterhalten hat. Sympathische Charaktere und eine tolle Handlung machen Lust auf mehr und ich werde den nächsten Band ebenfalls lesen, der 2013 in Deutschland erscheinen wird. Wer mal einen Vampirroman der besonderen Art ausprobieren möchte, ist bei “Die zauberhafte Mrs. Moon” bestens aufgehoben. Empfehlenswert!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.09.2012
Porath, Silke

Nicht ohne meinen Mops


gut

Ein Cover mit einem Mops drauf? Alles klar, das Buch muss ich lesen!
Da Möpse meine absoluten Lieblingshunde sind, war für mich schnell klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Obwohl das Buch bei Weitem nicht so gut ist, wie ich zuvor erhofft habe, wurde ich gut unterhalten.

Silke Porath hat eine schöne Geschichte geschaffen, die zwar ganz nett ist, aber leider nicht lange im Gedächtnis bleibt. “Nicht ohne meinen Mops” ist ein typischer Frauenroman ohne große Höhen und Tiefen, dafür aber mit viel Humor und noch mehr Klischees. Normalerweise sind Klischees in diesem Genre vorprogrammiert, allerdings wird hier zu stark übertrieben, da kein einziges Vorurteil und kein Fettnäpfchen ausgelassen wird.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Die Autorin hat meinen Humor getroffen und konnte mich während der kompletten Geschichte unterhalten. Allerdings hat mir auch das Besondere gefehlt, denn ein Mops allein reicht manchmal eben doch nicht aus. Die Charaktere sind dagegen sehr gelungen. Tanja, Rolf und Chris sind angenehme und sympathische Protagonisten, mit denen man sich zum Großteil identifizieren kann.

Tanja hat eine gescheiterte Beziehung hinter sich, ihr Ex-Freund hat sie mit seiner Sekretärin betrogen und geschwängert. Da sie für ihn nach Stuttgart gezogen ist und ihren Job aufgegeben hat, fängt sie nun quasi fast bei Null an und möchte in eine neue Wohnung ziehen, die für sie selbst allerdings zu teuer ist, also sucht sie zwei Mitbewohner. Mit Rolf und Chris hat sie diese schnell gefunden, zusätzlich bringt Rolf seinen Mops mit, der von allen schnell ins Herz geschlossen wird. Earl of Cockwood ist ein zutraulicher Mops, der Herzen höher schlagen lässt.
Rolf und Chris haben ebenfalls eine gescheiterte Beziehung hinter sich. Während Rolf kaum Macken aufweist, ist Chris dagegen stellenweise eine Katastrophe, er bringt haufenweise Topfpflanzen und Beete mit ins Haus und hat immer einen klugen Ratschlag parat. Beide sind homosexuell, was man als Leser relativ schnell erkennt, nur Tanja steht total auf dem Schlauch.

Was bei dem Buch wirklich stört, sind die vielen Wiederholungen. So bezeichnet Tanja ihre Mitbewohner fast ausschließlich als “meine Jungs” oder “die Jungs”, was schnell langweilig wird. Gleiches gilt für den Mops, der liebevoll Earl genannt wird. Auch da gibt es immer wieder Wiederholungen, die nicht hätten sein müssen. Dazu sind die Liebesgeschichten sehr vorhersehbar und klischeehaft. Es ist klar, dass man bei Chick-Lit Büchern nicht besonders viel Tiefe erwarten kann, allerdings habe ich doch etwas mehr erhofft. Weniger Klischee und mehr Einfallsreichtum hätten der Geschichte sehr gut getan.

Das Cover ist großartig. Abgebildet ist Earl of Cockwood, der süßer nicht sein kann. Ohne dieses Cover wäre ich wohl niemals auf das Buch aufmerksam geworden. Die Kurzbeschreibung liest sich gut, allerdings finde ich es etwas schade, dass bereits so viel verraten wird.

Insgesamt ist “Nicht ohne meinen Mops” ein typischer Frauenroman mit vielen Schwächen, der aber dennoch unterhalten konnte. Hätte die Autorin etwas weniger mit Klischees gearbeitet, hätte das Buch deutlich mehr Spaß gemacht. Trotzdem werden Leserinnen dieses Genres und Hundeliebhaber besonders Spaß an diesem Buch haben.

Bewertung vom 27.09.2012
Ruebenstrunk, Gerd

Der letzte Zauberlehrling


sehr gut

Nachdem ich die Arthur-Trilogie regelrecht verschlungen habe, stand für mich fest, dass ich auch weitere Bücher von Gerd Ruebenstrunk lesen möchte. Nun war es endlich soweit und ich musste “Der letzte Zauberlehrling” sofort beginnen, als ich es zum ersten Mal auf meinem Schreibtisch liegen hatte.

Zwar ist “Der letzte Zauberlehrling” nicht ganz so gut wie die Arthur-Reihe, aber dennoch sehr schön zu lesen. Gerd Ruebenstrunk hat eine schöne Sprache, die sich flüssig und leicht lesen lässt und voller Magie steckt. Wieder einmal hat es der Autor geschafft, mich in eine Welt zu entführen, die ich am liebsten nicht mehr verlassen hätte. Ich habe ich bei Humbert und seinem neuen Meister schnell wohlgefühlt und mit ihm gefiebert und seine Fortschritte genau beobachtet.

Die Charaktere sind gut gelungen und besitzen eine enorme Tiefe, die man in Jugendbüchern eher selten findet. Oftmals hatte ich das Gefühl, dass Gerd Ruebenstrunk einen direkt in die Seele der Charaktere schauen lässt. Besonders Humbert ist dabei sehr gelungen. Er hat trotz seines jungen Alters oftmals schwere Lasten zu tragen, die er jedoch sehr reif behandelt. Er denkt klug, schätzt Situationen gut ein und lässt sich dennoch nicht beirren oder negativ beeinflussen. Seinen neuen Meister kann man mit seinem ehemaligen Meister kaum vergleichen. Beide haben eine eher ruppige Art, haben aber dennoch einen weichen Kern, der sie sympathischen erscheinen lässt. Den bösen Part übernimmt der Unternehmer Pompignac, der sämtliche Zaubersprüche von Magiern abkaufen möchte, wodurch die Zauberei aussterben würde. Da Humbert und sein neuer Meister dies nicht akzeptieren möchten, wehren sie sich gegen den Verkauf.
Der heimliche Star in diesem Buch ist allerdings das Werhörnchen Lothar. Lothar hat einen gewöhnungsbedürftigen Humor und betrachtet Humberts Fortschritt eher skeptisch und sarkastisch, dazu hat er mehr Geheimnisse, als man zunächst denken könnte.

Interessant fand ich die Handlung, die ich in dieser Form noch nicht gelesen habe. Die Idee, dass Zauberer ihre Zaubersprüche und Magie verkaufen, fand ich zunächst sehr gewöhnungsbedürftig, da ich mir nicht sicher war, ob man sowas wirklich glaubwürdig darstellen kann, allerdings ist es Gerd Ruebenstrunk wieder einmal gelungen, mich zu überraschen. Die Handlung, die Schauplätze und die Charaktere sind perfekt aufeinander abgestimmt und es war eine Freude, dieses Buch zu lesen.

Ich habe schon mehrfach gelesen, dass dieses Buch oft mit der “Harry Potter”-Reihe verglichen wird. Dies kann ich allerdings nicht nachvollziehen, da die Handlungen eher nicht miteinander zusammenhängen und keinerlei Gemeinsamkeiten haben. Natürlich spielen in beiden Büchern Magier eine Hauptrolle, aber reicht dies wirklich für den Vergleich aus?!
Dieses Buch ist viel mehr als eine angeblich Kopie. Sie sprüht nur voller Magie und Ideen, sodass man bei “Der letzte Zauberlehrling” bestens unterhalten wird.

Das Cover ist wunderschön und ein absoluter Hingucker in jedem Bücherregal. Im Hintergrund kann man sehr schön die Umrisse von Paris sehen, ganz besonders den Eiffelturm. Humbert wird glaubwürdig dargestellt. Die Farben harmonieren sehr gut miteinander und vor allem die Wolken und die neblige Straße werden sehr gut in Szene gesetzt. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls sehr gut und hat mich direkt zum Weiterlesen animiert.

Insgesamt ist “Der letzte Zauberlehrling” ein wunderbares Buch, das voller Magie steckt und von Seite zu Seite besser wird. Gerd Ruebenstrunk hat erneut bewiesen, wie gut ihm das Genre Jugendbuch steht und ich hoffe, dass man noch viele weitere Bücher von ihm lesen wird. Ein absolutes Muss für Fans der Arthur-Reihe.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.09.2012
Witt, Sylvia;Uschmann, Oliver

LOG OUT!


weniger gut

Als ich vor ein paar Wochen das wunderschöne Cover von “LOG OUT!” entdeckt habe, war ich sehr angetan. Durch eine Gewinnmöglichkeit durfte ich das Buch dann sehr schnell lesen, was jedoch ein Fehler war, denn das Buch hat sich leider als Enttäuschung herausgestellt.

Normalerweise mag ich Bücher von Oliver Uschmann sehr, da er bislang immer einen sehr angenehmen und intelligenten Schreibstil hatte, bei “LOG OUT!” war davon jedoch nicht besonders viel zu sehen. Allerdings würde ich dies nicht unbedingt Sylvia Witt zuschreiben, schließlich gehören immer beide Autoren dazu. Die Geschichte liest sich zwar sehr schnell, allerdings nicht unbedingt flüssig. Dazu gibt es einige Logikfehler, die mich während der kompletten Geschichte gestört haben.

Das Thema Survival fand ich von Anfang an interessant, allerdings wurde es für meinen Geschmack nicht gut genug umgesetzt. Ich habe mir hier einen realitätsnahen Einblick erhofft, den ich jedoch nur bedingt erhalten habe. An einigen Stellen wurde so dermaßen übertrieben, sodass ich nur noch genervt mit dem Kopf schütteln konnte. Gleiches gilt leider auch für die Charaktere.

Am Anfang mochte ich Paul noch sehr, da er sehr orientierungslos wirkte und seine Gefühle, Gedanken und Zweifel gut zur Geltung kamen. Allerdings wurden seine Ideen und Gedanken irgendwann vollkommen absurd, genauso wie sein Lebensstil. Sein bester Freund meldet sich nicht mehr, seine Familienverhältnisse sind nicht unbedingt die Besten und so sucht er weiterhin nach dem Sinn des Lebens. Die Idee mit dem Blog und seinem sogenannten “LOG OUT!” hat mir sehr gefallen, allerdings ging diese Idee so dermaßen in die Hose, dass man es als Leser kaum fassen kann. Ausgerechnet die wirklich interessanten Ideen, die Paul hatte, wurden wieder verworfen und kaum noch beachtet. Da frage ich mich, ob das Autoren-Duo von vornherein wusste, wohin man mit dieser Geschichte hin möchte.
Die Nebencharaktere sind leider auch nicht das Gelbe vom Ei. Sie werden alles andere als authentisch dargestellt, sodass ich mich nicht mit ihnen identifizieren konnte. Es gibt kaum ‘normale’ Menschen, sondern meistens nur welche, die besonders hip oder sonstiges sind. Das mag zwar auch mal interessant sein, allerdings fehlte mir ein Charakter, der weniger Träumer, dafür mehr Realist ist.

Man merkt schon, dass man sich bei der Geschichte Mühe gegeben hat, allerdings wirkt es stellenweise auch wahnsinnig lieblos, sodass es zum Großteil nicht gerade angenehm war, dieses Buch zu lesen. Hätte man den Protagonisten ein bisschen weniger ziellos und dafür selbstbewusster dargestellt, wäre die Geschichte eventuell sogar richtig gut geworden und so hätte ich auch über manchen Logikfehler hinweg gesehen.

Das Cover gefällt mir richtig gut. Es erinnert mich ein wenig an alte Konsolenspiele Ende der Achtziger. Die Farben harmonieren sehr gut miteinander und die gesamte Darstellung passt zum Inhalt des Buches. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls gut und enthält alles, was der Leser für den Anfang braucht.

Insgesamt ist “LOG OUT!” eine kleine Enttäuschung. Zwar habe ich nicht besonders viel von dem Buch erwartet, aber dennoch haben mich einige Logikfehler so dermaßen gestört, dass es stellenweise nicht schön war, dieses Buch zu lesen. Oliver Uschmann kann es normalerweise besser. Man kann nur hoffen, dass es wieder bessere Bücher von ihm geben wird.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.09.2012

Verdammt


weniger gut

Kelley Armstrong, Alyson Noël, Kristin Cast, Francesca Lia Block, Richelle Mead – Autorinnen, die durch ihre Bücher bereits bekannt sind.
Da ich alle Autorinnen, bis auf Francesca Lia Block, bereits mindestens einmal gelesen habe, dachte ich, dass “Verdammt” mir gut gefallen könnte. Leider war meine Einschätzung falsch.

Ich hätte es den Autorinnen wirklich gern gegönnt, mit “Verdammt” meinen Geschmack zu treffen, doch es sollte wohl einfach nicht sein. Die Geschichten waren zum Großteil recht flach oder beinhalteten bereits erschienene Bücher. Kurzgeschichten sind an sich ja immer sehr schön, allerdings sollte sie dann unabhängig von anderen Büchern sein. So schreibt Richelle Mead über die “Vampire Academy”, da ich dort nur den ersten Band gelesen habe, konnte ich mit der Geschichte nicht wirklich etwas anfangen. Sehr schade, denn eigentlich lese ich Richelle Mead sehr gerne – nur eben nicht ihre “Vampire Academy”.

“Erweck mich zu neuem Leben” von Alyson Noël war ebenfalls nicht ganz einfach. Ich habe die “Evermore” und die “Riley”-Reihe von ihr angefangen, allerdings konnte sie mich nur bedingt überzeugen, da vieles zu lieblos erzählt wird. Dazu gibt es wieder haufenweise Klischees, die “Erweck mich zu neuem Leben” zu einer langweiligen Geschichte macht.

Sehr gut gefallen hat mir dagegen die Geschichte von Francesca Lia Block. Von allen Autorinnen ist sie wohl die Unbekannteste, dennoch konnte sie mich am ehesten von sich überzeugen “Lilith” wird flüssig und schön erzählt und die Protagonistin ist sehr liebenswürdig. Bitte mehr von dieser Autorin, die bislang noch nicht in Deutschland übersetzt wurde.
Eine solide Kurzgeschichte bietet auch Kristin Cast. Es freut mich sehr, sie auch einmal ohne ihre Mutter zu erleben. Sie hat definitiv das Talent zum Schreiben und ich hoffe, dass man noch mehr von ihr zu lesen bekommt.

Sehr überrascht hat mich Kelley Armstrong. Seit ihrer Trilogie über “Die dunklen Mächte” mag ich sie sehr gerne und es hat mich sehr gefreut, dass ihre Geschichte mit den dunklen Mächten zusammenhängt. Zwar kann man diese Geschichte auch unabhängig voneinander lesen, aber man sollte schon ein gewissen Vorwissen besitzen. Dennoch: Kurzgeschichten sollten nicht an andere Bücher angeknüpft sein.

Ich finde es sehr schade, dass mich “Verdammt” nur mäßig begeistert hat, denn mit den fünf Autorinnen müsste man eigentlich begeistern können, bei mir ging der Funken nur leider sehr selten über. Zwei gute, zwei schlechte und eine sehr gute Geschichte ist für mich ein eher maues Ergebnis. Ich sollte wohl lieber nur Romane der Autorinnen lesen und dabei auf Kurzgeschichten, bzw. Anthologien verzichten.
Dazu hat mich das Buch nicht genügend gefesselt, um es in einem Rutsch durchzulesen. “Verdammt” wurde bei mir in ziemlich vielen Etappen gelesen, was ich sehr schade finde, denn normalerweise ist dies eher selten meine Art.

Wirklich gelungen ist dagegen das Cover, das sehr ansprechend aussieht. Die vielen Verschnörkelungen, der dunkle Hintergrund und das Mädchen im schwarzen Kleid passen gut zueinander und geben ein schönes Gesamtbild ab.

Insgesamt hat mich “Verdammt” enttäuscht. Wirklich empfehlen möchte ich es nur an Hardcore-Fans der jeweiligen Autorinnen. Wer sich mit der “Vampire Academy” und “Die dunklen Mächte” nicht auskennt, sollte ebenfalls die Finger von diesem Buch lassen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.09.2012
Cast, P. C.

Verbannt / Tales of Partholon Bd.2


gut

Der erste Band “Ausersehen” hat bei mir relativ schlecht abgeschnitten. Da ich die Autorin jedoch sehr gerne mag und die “Tales of Partholon”-Reihe ein gewisses Potential hat, wollte ich der Autorin noch einmal eine Chance geben und auch den zweiten Band “Verbannt” lesen.

Zwar ist auch der zweite Band kein Meisterwerk, dafür aber deutlich besser als sein Vorgänger. P.C. Cast schreibt flüssig, sarkastisch und hat mit Partholon eine Welt geschaffen, an die ich mich inzwischen gut gewöhnt habe. Beim ersten Band habe ich noch kritisiert, dass die Geschichte viel zu vollgepackt war und man als Leser zu viele Informationen auf einmal erhält, ohne sich alles einprägen zu können. Mittlerweile ist dies allerdings besser geworden. Zwar bekommt man als Leser immer noch eine Menge an Input, allerdings wirkt dies bei Weitem nicht mehr so aufdringlich.

Auch die Charaktere gefallen mir mittlerweile besser. Man kann schon sagen, dass ich mit Shannon im ersten Band auf Kriegsfuß stand, lediglich ihren Humor konnte ich loben. Ihre ganze Art war mir viel zu aufdringlich und aufgedreht und ich konnte mich mit ihr nicht identifizieren. Obwohl sie für mich immer noch nicht die größte Sympathieträgerin ist, muss ich zugeben, dass mir ihre Entwicklung gut gefällt. Sie wirkt reifer und ernster, hat aber dennoch nicht ihren Humor verloren. Trotzdem ist immer noch Luft nach oben und ich bin gespannt, ob P.C. Cast ihr eine weitere Entwicklung zugesteht.
Die anderen Charaktere wirken inzwischen auch sympathischer und erhalten die nötigen Ecken und Kanten, die ich im ersten Band so schmerzlich vermisst habe. Mit Clint kommt ein neuer, wichtiger Charakter hinzu, der es in sich hat, denn er ist neben Shannon für mich der interessanteste Protagonist. Es ist wirklich schön zu sehen, welche Mühe sich die Autorin dabei gegeben hat, denn die Weiterentwicklung und die vielen Details sind auf nahezu jeder Seite spürbar.

Ich finde es jedoch ein wenig schade, dass die Geschichten von P.C. Cast immer mit dem Bundesstaat Oklahoma zusammenhängen. Es ist zwar immer schön, wenn sich Autoren mit ihrer Stadt, bzw. Bundesstaat identifizieren und gerne darüber schreiben, mir persönlich wird es jedoch auf Dauer zu langweilig. Sämtliche Buchreihen und Einzelbücher spielen in Oklahoma, sodass man in zu kurzer Zeit zu viel über die Stadt erfährt. Eine andere Stadt/anderer Staat würde der Autorin sehr gut stehen.
Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist die Vorhersehbarkeit in diesem Buch. Bereits am Ende des erstes Bandes konnte man sich bereits einiges zusammenreimen, was sich für den zweiten Band bestätigt hat, was ja noch einigermaßen okay ist, allerdings finde ich es schade, dass die Geschichte insgesamt sehr vorhersehbar ist und es dadurch nur sehr wenige spannende Momente gibt.

Die Covergestaltung gefällt mir sehr. Es wirkt sehr sinnlich und die Farben passen gut zueinander. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und enthält das Wichtigste, was der Leser für den Anfang wissen muss.

Insgesamt ist der zweite Band der “Tales of Partholon”-Reihe deutlich besser als der erste Band. Es ist schön zu sehen, wie sich die Autorin weiterentwickelt hat und wie sich dies bei ihren Charakteren äußert. Der dritte Band wird bald gelesen und ich bin schon sehr gespannt. Empfehlenswert!

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.