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kleinbrina
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Köln

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Insgesamt 1369 Bewertungen
Bewertung vom 04.11.2012
Schwarz, Stefan

Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut


weniger gut

"Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut" war schon lange Zeit in meinem Bücherregal, bevor ich es letztendlich gelesen habe. Das Buch blieb lange von mir unbeachtet, weil ich mir nie sicher war, ob es mir wirklich gefallen könnte, da mich die Kurzbeschreibung nur bedingt überzeugen konnte. Jetzt, wo ich es endlich gelesen habe, kann ich nur sagen, dass man das Buch zwar lesen kann, aber absolut nicht muss, denn man würde nichts verpassen, wenn man es nicht lesen würde.

Die vielen kleinen Geschichten sind zwar an sich ganz unterhaltsam und konnten mich ab und zu auch zum Schmunzeln bringen, allerdings waren die Geschichten auch so dermaßen flach und stellenweise nichtssagend, sodass sämtliche Kapitel schnell wieder vergessen waren.

Oftmals werden Situation geschildert, die wohl jeder Leser irgendwann einmal, vielleicht auch nur in ähnlicher Form, erlebt hat. An sich eine gute Sache, denn so hat man schnell Leser gefunden, die sich mit den Figuren identifizieren können, allerdings konnte mich dies kaum beeindrucken, da die Situationen leider oft viel zu überspitzt dargestellt wurden.

Natürlich steht hier der Humor an erster Stelle und es sollte mit Sicherheit kein literarisches Werk sein, an das man sich noch in einhundert Jahren erinnern sollte, aber dennoch bin ich ein bisschen enttäuscht, da ich einfach etwas mehr erwartet habe. Humor muss nicht immer flach sein, von daher habe ich zumindest gehofft, dass im Schreibstil ein gewisses Niveau zu erkennen wäre, aber leider Fehlanzeige, da sich das Buch zu oft einfach nur runtergerattert angefühlt hat. Dadurch konnte ich mich auch mit keiner einzigen Figur identifizieren, was ich sehr schade finde, denn dies hat das Buch eigentlich nicht verdient, aber gut, manchmal soll es wohl einfach nicht sein.

Allerdings ist das Buch nicht gänzlich schlecht. Humor ist, wie so viele Dinge, Geschmacksache und kann nicht jeden Leser gleichermaßen begeistern, von daher ist es auch mal ganz okay gewesen, einen anderen Humor kennen zu lernen, den man sonst eher nicht gewohnt ist. Dazu ist es interessant gewesen, mehr über ein paar (bislang unbekannte) Sichtweisen des Mannes zu erfahren. Zwar konnte ich auch diese nicht immer verstehen, vor allem, weil sie oftmals vollkommen zusammenhanglos waren, aber damit muss man wohl lesen, wenn man sich für so ein Buch entscheidet.

Das Cover gefällt mir dagegen relativ gut und passt auch zur Thematik. Die Kurzbeschreibung ist dagegen so eine Sache, denn sie verrät meiner Meinung nach bereits etwas zu viel, sodass ich mich kaum noch überraschen lassen konnte.

Insgesamt konnte mich "Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut" leider nicht so sehr begeistern, wie ich es im Vorfeld erhofft habt. Lieblos geschriebene Handlungen und Charaktere, mit denen ich mich nicht identifizieren konnte, haben das Buch leider zu einer Enttäuschung gemacht. Jedoch möchte ich nicht sagen, dass das Buch nicht empfehlenswert oder gar eine Katastrophe ist, es ist einfach nicht mein Humor gewesen und ich denke, dass muss es auch nicht immer sein.

Bewertung vom 03.11.2012
Mallery, Susan

Jennissimo


ausgezeichnet

Susan Mallery gehört zu den Autorinnen, die bei mir ein Stein im Brett hat. Ihre Bücher sind immer wieder ein Highlight, da ihr Humor und ihre Sichtweisen bzgl. der Liebe einzigartig sind. "Jennissimo" ist der beste Beweis dafür.

Obwohl meine Erwartungen an typischen Liebesromanen (mittlerweile) nicht mehr so hoch sind, konnte mich Susan Mallery dennoch überraschen, denn das Buch besitzt trotz der vielen humorvollen und romantischen Momente auch ernste Momente, die mich gelegentlich zum Nachdenken bringen konnten.

Susan Mallery schreibt wie immer sehr schön: herzlich, flüssig, charmant, romantisch. Es ist immer wieder schön, ein Buch von ihr aufzuschlagen und man sich einfach nur wohlfühlen darf. Die Charaktere sind sympathisch und erhalten von der Autorin die nötige Zeit, um sich vorzustellen. Dazu sind die Dialoge stellenweise sehr witzig, sodass auch die Lachmuskeln angeregt werden.

Mit Jenna wurde eine großartige Protagonistin geschaffen, die man schnell ins Herz schließt, da sie alles hat, was ich mir bei einer Protagonistin in einem Liebesroman wünsche: Sie steht trotz mancher Rückschläge mitten im Leben, wirkt unglaublich sympathisch, hat ein großes Herz und ich konnte mich sehr schnell in ihre Situation hineinversetzen. Ihre Ehe ist gescheitert und sie flüchtet quasi direkt zurück zu ihrer Familie. Dort versucht sie sich eine neue Existenz aufzubauen, was jedoch nicht immer einfach ist. Sie eröffnet einen Kochshop, der bereits relativ früh wieder zum Scheitern verurteilt ist, weil es in Kleinstädten immer schwerer ist als in Los Angeles, wo sie vor ihrer Scheidung noch gelebt hat.
Gleichzeitig wird sie plötzlich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, denn sie lernt ihre leiblichen Eltern kennen, die zunächst gar nicht zu ihr passen, da sie einen vollkommen anderen Lebensstil führen.

Die Liebesgeschichte hat mir gut gefallen. Die Geschichte wirkt weder zu kitschig, noch zu aufgesetzt. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie viel Herzblut Susan Mallery in die jeweiligen romantischen Momente legt, die dann auch sehr authentisch wirken. Dazu ist es schön zu sehen, dass die Entwicklung der Charaktere nicht allzu schnell verläuft. Man erlebt sie bei ihren Taten, die nur selten voreilig wirken und dadurch bekommt man auch schnell ein Gefühl für die jeweiligen Situationen.
Gleichzeitig sollte aber auch erwähnt werden, dass "Jennissimo" so ganz anders ist, aber dennoch unglaublich gut, da die Autorin eine ernstere Seite von sich zeigt, die mir auch sehr gefallen hat. Bitte mehr davon!

Das Cover ist sehr gelungen. Jenna ist gut getroffen und auch der Hintergrund passt gut zu ihrem neuen Leben. Man erkennt dadurch sehr schnell, worum es in diesem Buch geht, sodass man nicht getäuscht wird. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls sehr gut und verrät nicht zu viel.

Insgesamt hat mir "Jennissimo" sehr gut gefallen. Susan Mallery hat mal wieder bewiesen, dass sie zurecht (für mich) eine der besten Autorinnen der Welt ist. Hoffentlich folgen noch viele weitere Bücher dieser wunderbaren Autorin, sodass wir Leser auch weiterhin eine gute Portion Humor und Romantik erhalten. Empfehlenswert!

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.10.2012
Higgins, Kristan

Fang des Tages


sehr gut

Kristan Higgins gehört zu den Autorinnen, mit denen ich bislang nicht warm wurde. Da ich die Kurzbeschreibungen ihrer Bücher jedoch immer wieder unterhaltsam finde, möchte ihr auch weiterhin eine Chance geben und habe es nun mit "Fang des Tages" probiert. Zum Glück, denn dieses Buch ist weitaus besser als alle bisherigen.

Der Schreibstil hat mir dieses Mal viel besser gefallen. Die Autorin beschreibt die Geschichte äußerst humorvoll, chaotisch und immer mit einem Augenzwinkern. Die Schauplätze, Charaktere und Gefühle werden sehr genau und authentisch beschrieben, sodass man sich schnell an die Charaktere gewöhnen und sie ins Herz schließen kann.

Mit Maggie hat Kristan Higgins eine liebenswerte Protagonistin geschaffen, die stets in Fettnäpfchen tritt und das Herz auf der Zunge trägt. Sie sucht mal mehr, mal weniger verzweifelt nach der großen Liebe und dabei kommt es schon mal vor, dass sie sich zum Gespött der Menschen macht, denn die Suche nach der großen Liebe ist alles andere als leicht. Malone ist dagegen zunächst nicht unbedingt passend für Maggie, da er das komplette Gegenteil von ihr ist. Während sie trotz all der Rückschläge nie ihren Humor und ihre Zuversicht verliert, scheint Malone sehr in sich gekehrt und ruppig zu sein. Oftmals wirkt er sehr abweisend, sodass es zunächst nicht so scheint, als wären sie füreinander geschaffen.

Sehr gefallen haben mir die vielen Emotionen, die man als Leser vermittelt bekommt, was man besonders Maggie zu verdanken hat. Sie ist oftmals traurig, enttäuscht, aber dennoch zuversichtlich. Durch ihre Einstellung zum Leben und den Männern kommt es oftmals zu kleinen Lachern, die das Buch so wertvoll machen. Man lacht mit ihr, man freut sich mit ihr, aber man trauert auch mit ihr. Insgesamt werden die Gefühle in dem Buch sehr authentisch dargestellt und nahezu jeder Leser kann sich in der einen oder anderen Situation wiedererkennen.

Ebenfalls sehr gefallen hat mir die Atmosphäre in der Kleinstadt. In Gideon's Cove kennen sich alle und somit ist es oftmals schwer, ein Geheimnis zu bewahren. Vor allem die Fettnäpfchen, in die Maggie tritt, sprechen sich schnell rum und somit ist sie vor amüsierten oder auch kritischen Blicken nur selten sicher. Das Kleinstadtfeeling ist sicherlich nicht für Jedermann etwas, ich fand es jedoch herrlich erfrischend und realitätsnah.

Das Cover ist ganz nett, jedoch mit Sicherheit kein Highlight im Bücherregal. Zum Titel passt das Cover genau, allerdings hätte ich mir für die Geschichte selbst ein anderes Cover gewünscht. Die Kurzbeschreibung ist dagegen sehr gelungen und macht bereits nach wenigen Sätzen Lust auf mehr.

Insgesamt ist "Fang des Tages" ein schöner Liebesroman, der den Leser mit seiner Protagonistin mitfiebern lässt. Humor, Chaos und Liebe ist hier massig vorhanden, sodass dieses Buch perfekt für verregnete Nachmittage geeignet ist. Empfehlenswert!

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.10.2012
Barnholdt, Lauren

Die verrückteste Nacht meines Lebens


schlecht

Was für eine Enttäuschung! Ich hatte das Buch schon so lange auf der Wunschliste und war froh, als es endlich erschienen ist. So schnell die Freude kam, so schnell ging sie dann aber auch wieder, denn das Buch hat mich auf ganzer Linie enttäuscht.
Lauren Barnholt kannte ich bereits von "Love Trip - Bitte nicht den Fahrer küssen", schon da ist sie mir relativ positiv aufgefallen, bei "Die verrückteste Nacht meines Lebens" konnte ich leider nur enttäuscht den Kopf schütteln. Der Schreibstil war okay, allerdings mit ziemlichen Schwächen. Die Sprache ist oftmals salopp und es kommen viel zu viele Wiederholungen vor, die einfach nicht sein mussten. So wird z.B. immer wieder beschrieben, wie Elizas Freundinnen heftig mit dem Kopf geschüttelt oder genickt haben. Dazu haben mir die Charaktere absolut nicht gefallen. Eliza fand ich noch ganz okay, da ihre Ängste und Gefühle sehr glaubwürdig waren, mit dem Rest konnte ich allerdings nichts anfangen. Vor allem Clarice und Marissa sind mir negativ aufgefallen. Sie wirken noch relativ unreif, denken sehr simpel und ich hatte oftmals das Gefühl, dass selbst die Autorin die beiden Mädchen nicht leiden konnte, denn Mühe hat sie sich bei ihnen nicht gegeben. Auch Cooper ist ein Unsympath, mit dem ich nichts anfangen konnte. Es war mir schlicht und ergreifend am Ende egal, was aus ihm und Eliza wird.
Dazu konnte mich die Handlung leider ebenfalls nicht packen. Was zunächst sehr spannend und abwechslungsreich klang, hat sich als lahme und vorhersehbare Geschichte entpuppt, die man so bereits mehrfach gelesen hat.

260 lange Seiten habe ich durchgehalten, danach ging es leider nicht mehr. Hoffentlich war dieses Buch nur ein Ausrutscher von Lauren Barnholdt und es werden bald wieder bessere Bücher folgen.

3 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 22.10.2012
Stacey, Shannon

Mein Ex, seine Familie, die Wildnis und ich / Kowalski Bd.1


sehr gut

Es gibt Romane, die man schon lange vor dem Veröffentlichungsdatum entdeckt und direkt weiß, dass man diese auf jeden Fall lesen möchte. Man fiebert dem Datum entgegen und beginnt es direkt am ersten Tag zu lesen. Da sind die Erwartungen natürlich besonders hoch. "Mein Ex, seine Familie, die Wildnis und ich" ist eines dieser Bücher.

Ich muss gestehen, dass ich ein ganz kleines bisschen enttäuscht bin. Die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen und ich wurde auf nahezu jeder Seite unterhalten, dazu gab es ab und zu den einen oder anderen Schmunzler, was mich jedoch gestört hat, war der Schreibstil, der mich nicht immer fesseln konnte.

Shannon Stacey schreibt gut, dass kann man nicht abstreiten, allerdings kam mir ihr Schreibstil oftmals zu gewollt rüber. Manche Stellen waren einfach nicht witzig, wurden aber so dargestellt wie der Witz des Jahres. Gleiches gilt stellenweise für die Dialoge, die auch nicht immer ganz flüssig waren. Dazu hat mich Joe stellenweise sehr genervt, weil er Keri von Anfang an "Baby" genannt hat. Für viele mag das okay sein, mich hat es irgendwann nur noch gestört. Dazu ist die Geschichte relativ schnell sehr vorhersehbar. Gut, bei dem Genre weiß man meistens, wie die Geschichte in etwa ausgehen könnte, hier war es jedoch schon sehr schnell ersichtlich, was ich ein bisschen schade finde.

Ansonsten gibt es aber nichts zu meckern. Die Geschichte liest sich - bis auf die kleinen Macken - recht flüssig und leicht, dazu gibt es eine gute Portion Humor und etwas Romantik. Die Charaktere sind ebenfalls gelungen und es macht Spaß, ihre Entwicklung zu beobachten. Da "Mein Ex, seine Familie, die Wildnis und ich" lediglich der Anfang einer Reihe ist, bin ich schon jetzt gespannt, wie sich die Charaktere weiterhin entwickeln.

Keri ist eine typische Karrierefrau, die für den Job in die Großstadt ging und dafür auf Liebe und Freundschaften verzichtet hat. Nun, wo sie vor dem großen Durchbruch steht, setzt ihre Chefin sie unter Druck, denn sie will unbedingt ein Interview mit Joe Kowalski, dem berühmten Autor. Da ausgerechnet dieser Mann ihr Exfreund ist, ist dies besonders brisant. So muss sie mit Joe und seiner Familie für zwei Wochen Urlaub in der Wildnis machen. Für jeden Tag, den sie durchhält, darf sie Joe eine Frage stellen. Sie ist eine intelligente, bodenständige Frau, die mitten im Leben steht, aber oftmals zu verbissen wirkt. Eine gewisse Lockerheit hätte ich ihr von daher gegönnt.
Joe ist ebenfalls ein sympathischer Protagonist, der durch seine Arbeit als Autor weltberühmt wurde, aber für viele ein absolutes Fragezeichen ist, da er keinerlei Interviews gibt und sehr zurückgezogen lebt. Die Trennung von Keri hat er nie ganz verarbeitet, von daher freut er sich gleich doppelt, dass er sie für die Interviewfragen quälen kann. Auch der Rest der Kowalski Familie ist sehr unterhaltsam, wenn auch stellenweise ziemlich chaotisch. Es macht Spaß, sie im Urlaub zu begleiten und sie näher kennen zu lernen.

Das Cover gefällt mir richtig gut. Man merkt schnell, dass der Wohnwagen, die Natur und die High Heels absolut nicht zusammenpassen, was sehr gut zu Keri und ihrer Situation passt. Die Kurzbeschreibung gefällt mir ebenfalls gut und war für mich Kaufgrund Nummer Eins.

Insgesamt ist "Mein Ex, seine Familie, die Wildnis und ich" ein unterhaltsamer Liebesroman, der mich direkt gefangen hat. Zwar muss die Autorin ihren Schreibstil noch deutlich verbessern, allerdings habe ich da große Hoffnungen, dass sie dies auch das hinbekommen wird. Ich bin auf die weiteren Bände gespannt. Empfehlenswert für Fans von Susan Mallery, Kristan Higgins und Jennifer Cruise.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 22.10.2012
Brockmann, Suzanne

Harvard - Herz an Herz / Operation Heartbreaker Bd.5


sehr gut

"Harvard - Herz an Herz" ist der bereits fünfte Band der "Operation Heartbreaker"-Reihe von Suzanne Brockmann. Ich muss gestehen, dass ich zunächst nie gedacht hätte, dass ich die Reihe so lange verfolgen würde, aber nun hat mich das Navy-Fieber endgültig gepackt und ich mag die Reihe gar nicht mehr missen.

Der Schreibstil hat mir dieses Mal besonders gut gefallen. Die Charaktere, Schauplätze und Begebenheiten werden sehr gut beschrieben und man merkt förmlich, wie viel Spaß die Autorin beim Schreiben hatte.

Die Charaktere sind auch dieses Mal sehr gelungen, jedoch muss ich zugeben, dass ich mit Harvard am Anfang ein paar Probleme hatte. Er wirkt oftmals relativ frauenfeindlich und machohaft. Das ist zwar nicht unbedingt das, was er ausstrahlen möchte, aber dennoch ist es kaum zu übersehen. Es wäre schön gewesen, wenn er mehr über seinen Schatten gesprungen wäre, dennoch ist er sehr sympathisch und ein Charakter, den man mit der Zeit ins Herz schließen kann. PJ war mir dagegen recht sympathisch. Auch wenn sie sehr zierlich und hilflos wirkt, hat sie einiges auf dem Kasten und ist die beste Anwärterin. Durch Rückblenden erfährt man einiges aus ihrer Vergangenheit und es ist dadurch schnell nachvollziehbar, wieso sie ausgerechnet diesen Berufswunsch hat und wie gut sie sich entwickelt hat.

Die Liebesgeschichte wird sehr gut dargestellt. Die beiden Protagonistin sind kein typisches Paar, dass sich direkt ineinander verliebt. Stattdessen haben sie mit gegenseitigen Vorurteilen, Misstrauen und Streitereien zu kämpfen, die erst langsam nachlassen. Die Entwicklung dabei ist interessant und man kann auf einigen Seiten das Knistern praktisch spüren. Gegen Ende wurde es mir dann aber doch ein bisschen zu kitschig.

Das Cover gefällt mir von der Darstellung her gut. Zwar finde ich den Farbton nicht unbedingt passend, allerdings werden PJ und Harvard sehr gut und innig miteinander abgebildet. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls gut, geht mir aber mittlerweile zu sehr in Richtung Liebesroman.

Insgesamt ist "Harvard - Herz an Herz" ein guter Band der "Operation Heartbreaker"-Reihe. Die Geschichte war mir stellenweise zu kitschig, dennoch wurde ich gut unterhalten und werde mit Sicherheit auch die nächsten Bände lesen. Fans von Romantic-Thrill sollten jedoch bedenken, dass die Reihe immer mehr in Richtung Liebesroman geht und Thrillerelemente immer seltener auftauchen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 21.10.2012
Cabot, Meg

Auch Geister haben hübsche Söhne / Susannah Bd.2


sehr gut

Wichtige Info vorab: Dieses Buch sollte nicht aufgrund seiner Kurzbeschreibung gekauft werden, denn diese ist enorm fehlerhaft und es ist schade, dass der Verlag diese nicht ausbessert.

Meg Cabot hat mit "Auch Geister haben hübsche Söhne" eine gute Fortsetzung geschrieben, die leicht und schnell zu lesen ist und besonders Teenagern den Tag versüßt. Der Schreibstil ist zwar hier und da etwas salopp und Susannah ist stellenweise auch recht gewöhnungsbedürftig, aber dennoch möchte ich dabei gar keine großen Veränderungen erleben. Die Autorin ist sich und ihren Lesern treu, beschreibt Situationen witzig, manchmal sehr überspitzt, aber immer mit viel Liebe. Allerdings muss ich auch zugeben, dass mich manche Wiederholungen doch recht stören. Immer wieder muss Susannah erwähnen, dass sie in New York ständig Schwierigkeiten hatte, ihr Vater nie erscheint, wenn sie ihn braucht und vor allem muss sie ständig die Spitznamen ihrer Stiefbrüder verwenden. Man kann zwar sagen, dass sich Susannah nicht verbiegen lässt und immer das sagt, was sie denkt, mich hat es aber dennoch ab und zu etwas gestört.

Susannah ist weiterhin ein sehr sympathisches und schlagfertiges Mädchen, dass man immer wieder aufs Neue ins Herz schließt, dennoch sind mir in diesem Band Eigenschaften aufgefallen, die mir nicht unbedingt gefallen haben. Sie wirkt unglaublich oberflächlich, was im ersten Band noch nicht so schlimm war. Jungs werden grundsätzlich nach dem Aussehen bewertet und sie sieht sich ständig über andere stehen. Allerhöchstens David, ihr kleiner Stiefbruder, wird von ihr respektiert, aber mehr kann man dieses Mal von ihr leider nicht erwarten. Anstatt von anderen Menschen (und Geistern) Hilfe anzunehmen, will sie lieber ihren eigenen Kopf durchsetzen und läuft dabei mehrfach ins offene Messer, die Fehler zuzugeben kommt für sie aber danach auch kaum in Frage. Sehr schade, denn das passt so gar nicht zu ihr.

Auch die neuen Charaktere in dieser Geschichte haben mich nicht so ganz umgehauen. Cee Cees Tante ist die Einzige, die mich interessiert hat, allerdings bekam diese so wenig Aufmerksamkeit, sodass man sie gar nicht kennen lernen konnte. Sehr schade, denn auch sie scheint ein Medium zu sein. Mit Tad lernt man einen ziemlich selbstbewussten und oberflächlichen Jungen kennen, der nur Basketball und weitere Sportarten im Kopf hat, zwar bemüht er sich um Susannah, allerdings merkt man direkt, dass die beiden Jugendlichen absolut nicht zusammen passen. Sein Vater und sein Onkel wirken dagegen ansatzweise interessant, allerdings sind ihre Geschichten so dermaßen überspitzt dargestellt, dass es einfach keinen Spaß gemacht hat, mehr über sie zu erfahren. Ich hätte mir ein paar bodenständigere Charaktere gewünscht, aber man kann ja nicht alles haben.

Das Cover ist wieder einmal reine Geschmacksache. Mir gefällt es ganz gut, da es sehr mädchenhaft wirkt und somit perfekt zu Susannah passt. Allerdings lässt der Titel mal wieder sehr zu wünschen übrig, zumal er auch fehlerhaft ist, was man schnell bemerkt, wenn man das Buch gelesen hat.
Gleiches gilt für die Kurzbeschreibung, über die ich mich sehr geärgert habe. Ich will nun niemanden spoilern, deswegen möchte ich nun nicht zu viel verraten, aber die Aussage, dass der Geist Tads Mutter sein soll, ist falsch und weckt beim Leser falsche Erwartungen, was ich absolut nicht gut finde. Tads Mutter wird mit kaum einem Wort in der Geschichte erwähnt und kommt als Geist auch nicht vor, von daher versteh ich nicht, wie so eine fehlerhafte Kurzbeschreibung nur entstehen konnte. Hoffentlich kommen solche Fehler beim weiteren Verlauf der Reihe nicht noch einmal vor.

Insgesamt ist "Auch Geister haben hübsche Söhne" schwächer als der erste Band, aber dennoch sehr unterhaltsam. Ich kann für Susannah und die restlichen Charaktere nur hoffen, dass sie sich im dritten Band noch einmal steigern können und Susannah etwas reifer wird. Selbstverständlich werden auch die nächsten Bände von mir gelesen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.10.2012
Neuhaus, Nele

Charlottes Traumpferd Bd.1


gut

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bislang kein einziges Buch von Nele Neuhaus gelesen habe. Zwar besitze ich bereits zwei ihrer Krimis und schleiche immer wieder um neue Bücher von ihr herum, allerdings habe ich mich bislang noch nicht getraut, in diese Bücher hineinzulesen. Nun wollte ich der Autorin endlich eine Chance geben und habe mich für den Anfang für “Charlottes Traumpferd” entschieden, weil ich mir so einen recht langsamen Einstieg erhofft habe. Leider kam es dann doch etwas anders als erhofft, denn ich bin ein klein wenig enttäuscht.

Das Buch ist bereits im Jahre 2007 unter dem Titel “Das Pferd aus Frankreich” erschienen, wurde aber nun noch einmal neu veröffentlicht. Ob es wirklich gut ist, wenn man Buchtitel einfach so verändert, wage ich zu bezweifeln, allerdings ist dies ja heutzutage leider kein Einzelfall mehr.

Der Schreibstil von Nele Neuhaus ist absolut großartig. Sie beschreibt Umgebungen sehr genau, Charaktere lässt sie jedoch eher mit Gefühlen und Gedanken beschreiben, statt auf das Optische einzugehen. Dies gefällt mir sehr gut, da ich mir so mein eigenes Bild machen und trotzdem Charlotte gut kennen lernen konnte. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt. Man merkt der Protagonistin an, dass sie noch sehr jung und kindlich ist. Sie neigt oftmals zu Übertreibungen, will bei dem Verkauf des Pferdes Gento sterben und auch sonst reagiert sie oftmals über, was zwar gut zu ihrem Alter passt, mich aber oftmals genervt hat. Durch die Ich-Perspektive lernt man ihre Gedanken und Gefühle sehr gut kennen und es ist interessant, wie sie sich ihren perfekten Urlaub ausmalt und diesen auch genauso erlebt, obwohl sie oftmals durch ihre Geschwister auf Gegenwind stößt.

“Charlottes Traumpferd” liest sich flüssig und schnell, die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind sehr schön verziert. Was ich jedoch bei dem Buch zunächst nicht beachtet habe, ist die Tatsache, dass man schon ein Pferdefreund sein sollte, wenn man dieses Buch liest. Bislang sind Pferde immer relativ an mir vorbeigegangen und daher war es für mich oftmals schwierig, mich in Charlotte und ihre Pferdeliebe hineinzuversetzen.

Einen ganz großen Kritikpunkt gibt es für die Kurzbeschreibung, die so ziemlich alles verrät, was in dieser Geschichte passiert. Es wäre schöner gewesen, wenn man einige Sachen komplett rausgelassen hätte. Das Pferd Brunette hätte z.B. absolut nicht sein müssen. Es ist schade, dass man bereits so viel vorab verraten hat. Auch die Covergestaltung konnte mich nicht wirklich von sich überzeugen. Zwar steht hier das Hauptthema klar im Vordergrund, dennoch hätte ich mir ein verspielteres Cover gewünscht.

Insgesamt konnte mich “Charlottes Traumpferd” leider nicht so sehr von sich überzeugen, wie ich es gern gehabt hätte. Zwar konnte ich mich endlich von Nele Neuhaus’ Schreibstil überzeugen, allerdings hat das Thema einfach nicht zu meinem Geschmack gepasst. Da greife ich in Zukunft doch lieber zu ihren Erwachsenenromanen und lasse mich überraschen, wie mir diese gefallen werden. Für Pferdefans ist dieses Buch sicherlich eine Bereicherung, für mich leider nicht.

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.10.2012
Bolger, Dermot

Wo die verlorenen Seelen wohnen


schlecht

"Wo die verlorenen Seelen wohnen" war für mich ein Spontankauf, von dem ich mir nicht allzu viel erhofft habe. Die Kurzbeschreibung klang zwar relativ gut, aber wie man weiß, muss das nicht unbedingt etwas heißen. Die Beschreibung gibt die Geschichte quasi komplett wieder und es gibt kaum noch etwas, was mich überraschen oder schockieren konnte.
Das Buch wird als Thriller verkauft, allerdings empfand ich "Wo die verlorenen Seelen wohnen" nicht wirklich als Thriller, da kaum Genreelemente vorhanden waren und die Geschichte oftmals sehr vorhersehbar war.
Dazu kam ich mit den Charakteren nicht wirklich klar. Joey ist ein Protagonist, den ich am liebsten mehrfach geschüttelt und "Mensch, denk doch mal nach!" zugerufen hätte. Er wirkt unglaublich treudoof und naiv und es ist stellenweise sehr frustrierend, ihm bei seinen Entdeckungen zu begleiten. Natürlich konnte ich sein Verhalten stellenweise verstehen: Er war lange ein Außenseiter und in sich gekehrt, durch Shane blüht er auf, aber dennoch wirkt er immer noch sehr steif, sodass es sehr schwer fiel, ihn wirklich zu mögen. Ich hätte ihm mehr Selbstvertrauen gewünscht, aber leider war dies auch im weiteren Verlauf kaum vorhanden. Die anderen Charaktere sind ganz nett beschrieben, konnten mich aber auch nicht an das Buch fesseln.

Ich wollte dem Buch wirklich eine Chance geben, vor allem, weil das Cover und die Kurzbeschreibung mich so neugierig gemacht haben, allerdings sollte es einfach nicht sein. Die Geschichte ist stellenweise sehr langatmig und alles andere als spannend. Sehr schade, denn die Handlung hatte zunächst viel Potential, dieses wurde nur leider nicht genutzt.

Bei 81 % war für mich Schluss. Ich habe das Interesse verlorenen und durch die fehlende Spannung war es mir am Ende egal, was aus Joey und den anderen Charakteren wird. Sehr schade, aber man kann leider nicht jedes Buch mögen.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.10.2012
Cast, P. C.

Gekrönt / Tales of Partholon Bd.3


weniger gut

Die "Tales of Partholon"-Reihe ist so eine Reihe, die man entweder liebt oder hasst. Da ich mich bislang noch nicht entscheiden konnte, auf welcher Seite ich stehe, habe ich auch dem dritten Band "Gekrönt" eine Chance geben und es stellt sich immer mehr heraus, zu welcher Seite ich dabei tendiere.

Nachdem ich den zweiten Band gelobt habe, muss ich nun leider wieder einen Gang runter schrauben, denn leider hat mich der dritte Band an vielen Stellen enttäuscht. Es sieht stellenweise sehr danach aus, als würde sich die Autorin auf ihrem Schreibstil ausruhen und versuche erst gar nicht, diesen weiterhin zu verbessern.
Die Sprache bleibt weiterhin sehr salopp und stellenweise sarkastisch, dabei liest sich die Geschichte weiterhin flüssig. Allerdings fehlt mir einfach die Entwicklung, die ich immer wieder schmerzlich bei ihr vermisse. Dies war schon bei der "House of Night"-Reihe so und bei "Tales of Partholon" geht es genauso weiter. Wirklich schade, denn da ist noch einige Luft nach oben.

Was im dritten Band "Gekrönt" geschieht, ist stellenweise ganz nett und unvorhersehbar, dennoch habe ich das Gefühl, dass mir P.C. Cast einfach nichts mehr Neues präsentiert. Das Thema Hohepriesterin wurde bereits (bis zum Erbrechen) bei "House of Night" thematisiert und die Frau wird weiterhin als das höchste Wesen präsentiert. Dies mag wie gesagt ganz nett sein, meinen Geschmack trifft dies allerdings nicht (mehr).
Mir fehlten an so vielen Stellen die Emotionen, sodass ich einfach nicht mit den Charakteren mitfiebern konnte. Der Witz, der die Reihe bislang ausmachte, war kaum noch spürbar, genauso wie die Herzlichkeit, die stellenweise ausgestrahlt wurde. Vielleicht hat das Ganze auch nicht unbedingt zum Thema gepasst, aber dennoch habe ich es vermisst.

Mit Morrigan lernt man eine neue Protagonistin kennen. Sie wird an ihrem achtzehnten Lebensjahr neue Hohepriesterin, nachdem ihre Mutter Rhiannon bei der Geburt gestorben ist. Obwohl P.C. Cast versucht hat, Morrigan glaubwürdig in die Geschichte einzubinden, konnte ich leider nicht mit ihr warm werden. Zwar ist sie durchaus sympathisch, allerdings hat mir einfach zu viel an ihr gefehlt. Sie hat nicht den nötigen Biss wie ihre Mutter und dadurch, dass ich nicht mit ihr warm werden konnte, konnte ich auch kaum mit ihr mitfühlen und mitfiebern. Sehr schade, denn das Potential war definitiv vorhanden, vor allem, weil ich mich - bei besserer Beschreibung der Protagonistin - sicherlich auch in sie hätte hineinversetzen können. Durch ihr junges Alter hat sie noch die typischen Teenagerprobleme. Sie weiß nicht, wohin sie gehört und sie will mehr über sich und ihr Leben erfahren und Entscheidungen treffen. Allerdings wird das so dermaßen holprig rüber gebracht, dass eine Verbindung zwischen ihr und mir nicht entstehen konnte.

Obwohl mit Morrigan ein neuer Abschnitt beginnt, geschieht dennoch nicht viel Neues. Die Autorin hält lange an dem fest, was in den ersten beiden Bänden passiert ist und somit habe ich viel zu oft an die Vorbände gedacht als an die eigentliche Geschichte.

Wunderschön und ein großer Pluspunkt ist das Cover, was mir sehr gut gefällt. Es ist das bislang schönste Cover der Reihe, da mir die Farben gefallen und der Mund, bzw. die komplette Darstellung sehr sinnlich wirkt. Auch die Kurzbeschreibung liest sich sehr gut und enthält die wichtigsten Themen, ohne zu spoilern.

Insgesamt hat mich "Gekrönt" an vielen Stellen enttäuscht und ich finde es schade, wie wenig Weiterentwicklung bei der Autorin stattfindet. Zwar werden neue Charaktere eingeführt, aber diese konnten mich nur wenig von sich überzeugen. Manchmal soll es einfach nicht sein, von daher überlege ich nun, ob ich diese Reihe abbrechen werde.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.