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... was ich rezensiere, bewerte, das habe ich auch gelesen!

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Insgesamt 1275 Bewertungen
Bewertung vom 25.03.2019
Hanlon, Roger;Vecchione, Mike;Allcock, Luise

Octopus & Co.


ausgezeichnet

Paul und seine Verwandtschaft... Auch die entfernte.

Fussball-Weltmeisterschaft im Jahre 2010, in Südafrika, mit den grässlichen Vuvuzelas. Wer sich daran erinnert, wird sich wahrscheinlich auch an die orakelnde Krake namens Paul entsinnen. Die soweit ich mich entsinne von Deutschlands auflagestärkstem Boulevardblatt gesponsort bei so gut wie allen Fussballspielen die siegreiche Mannschaft voraus gesagt hat.

Auch über Paul und seine direkten Artgenossen erfährt man in diesem mit einzigartigen Farbfotos in bester Druckqualität gar einiges. Es geht aber um die komplette Spezies von Tintenfischen mit ihren acht oder zehn, bei manchen Arten teilweise bis zu 5 Meter langen, mit Saugnäpfen durchsetzten Tentakeln. Es geht um Sepien, um die Fähigkeit, bis zu 150mal pro Stunde das Äussere derart geschickt der jeweiligen Umgebung anpassen zu können, dass sie vom Untergrund fast nicht zu unterscheiden sind.

Der Lebensraum bis hin zu einer Wassertiefe von etwa 4.000 Metern, die Fähigkeit, vermutlich sogar mit den Tentakeln 'sehen' zu können, um die Fortpflanzung unter dem Motto "Raffinierte Männchen und noch raffiniertere Weibchen", die Fortbewegungsart, Wanderungen dieser Lebewesen - alles bisher Bekannte wird erklärt. In verständlichem Schreibstil, auch wenn es sich um ein Buch mit dem Anspruch, wissenschaftliches Buch zu sein, handelt.

Viele Zeichnungen, Karten, in denen der Lebensraum der jeweiligen Art eingezeichnet ist machen das Buch perfekt. Das reichlich ungewöhnliche Äussere vieler dieser Tiere mag die Faszination für diese Tierart verzögern. Wer sich aber die Zeit nimmt, nicht nur die tollen Fotos zu betrachten, sondern auch die Texte zu lesen, wird aus dem Staunen kaum heraus kommen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.03.2019
Buchart, Karin

Hausmittel


ausgezeichnet

Gute, alte, altbewährte Hausmittel(chen)

Es muss nicht immer gleich die chemische, pharmazeutische Keule aus der Apotheke sein. Schon Hildegard von Bingen kannte so um das Jahr 1100 unserer Zeitrechnung viele, sehr viele Kräuter, Kompressen, Wickel, die das taten, was sie sollten. Schmerzen lindern, Krankheiten heilen.
Und nicht zuletzt die heutige Pharma-Industrie ist scharf darauf, so einiges an Natur-Medizin beispielsweise von den Indios im Amazonas-Gebiet in ihre schweineteuren apotheken- oder rezeptpflichtigen Medikamente einzuarbeiten.

In diesem grossformatigen, in grosser Schrift und damit sehr gut lesebaren Buch hat Karin Buchart auf knapp 400 Seiten allerlei Hausmittel zusammen getragen. Schön getrennt nach den Beschwerden von "A"rteriosklerose über "H"usten und Halsweh bis hin zu "W"unden. Welches Mittel wann aus welchen Ingredienzien bestehend wie zu- und aufbereitet anzuwenden ist, erläutert die Autorin im Detail, Schritt für Schritt.

Das nach Beschwerden alphabetisch aufgelistete Inhaltsverzeichnis, das ebenso alphabetisch sortierte Anwendungsverzeichnis im Anhang macht es leicht, schnell das zu finden, was benötigt wird.

Leider verfügt das Buch über keinerlei Abbildungen. Aber wie eine Zwiebel ausschaut, wird wohl jeder Wissen. Wogegen sie hilft beziehungsweise wofür sie gut ist, steht auf unterschiedlichen Seiten für diverse Anwendungen. Ein wahres Wundermittel.

Die Hausmittel sind nicht nur gut gegen diverse Beschwerden. Sie sind auch gut für die Steigerung des Wohlbefindens. Hierzu als Beispiel das "Zucker-Öl-Peeling" auf Seite 164 oder die "Gesichtsmaske mit Honig und Ei", Seite 158.

Das die Autorin in ihrem Buch keine Quacksalberei betreibt, unterstreicht das fünfseitige Literaturverzeichnis. Sowie die Tatsache, dass die Autorin nicht nur Ernährungswissenschaftlerin, sondern auch Lehrbeauftragte an der Universität Salzburg ist. An der sie ihre Kenntnisse über die traditionelle europäische Heilkunde weitergibt.

Fazit: nicht bei jedem Wehwehchen gleich in die Apotheke oder gar zum Arzt in die überfüllte Sprechstunde rennen. Es gibt soooo viele bewährte Hausmittel. Man muss sie nur kennen. Wer sie nicht kennt, in dem Buch findet sie/er sie.

Bewertung vom 25.03.2019
Imre, Manuela

Baedeker SMART Reiseführer New York


ausgezeichnet

Richtig SMART dieser BAEDEKER

Dank der Spiral-Bindung ist der sehr schön geschriebene City-Guide, den BAEDEKER hier vorlegt, richtig smart. denn die Seiten, die man gerade liest und benötigt, die Seiten mit dem kommentierten Auszug aus dem Stadtplan bleiben aufgeschlagen.
Die Spiral-Bindung ist vom Durchmesser her so grosszügig dimensioniert, dass das Umblättern problemlos möglich ist. Das verwendete Papier ist so 'dick', dass keine Gefahr besteht, Seiten versehentlich raus zu reissen. Der Druck und die Wiedergabequalität der zahlreichen Farbfotos ist ausgezeichnet.

So weit zu den 'technischen' Aspekten des smarten BAEDEKERS.

Zum Inhalt: nett und dennoch informativ getextet ist er. Reich bebildert ist er. Auszüge aus dem Stadtplan, in denen die im Text beschriebenen Sehenswürdigkeiten, Tipps und Hinweise einfach zu finden sind, hat er. Die geschilderten Top 10, sind in drei Abschnitten zu finden. Alle in Manhattan, wobei Manhattan mit einen farbigen Registerdruck rechts aussen am Seitenrand viergeteilt ist: Uptown und Central Park, zweitens Midtown, dann Empire State bis Greenwich Village und zuletzt Lower Manhattan.

Für den Besucher von New York ist auch der Aufbau der Tipps nach Tageszeiten hilfreich. Soll heissen, am Beispiel des Kapitels mit den Vorschlägen eines Tages in Midtown Manhattan: 8:00 Uhr Die anderen hetzen, Sie geniessen (Anmerkung WS -> Frühstück oder ersten Café); 13:00 Uhr Power Lunch; 17:00 Uhr Happy Hour mit Sundowner nach oben. Für die Tages- und Uhrzeiten dazwischen gibt's natürlich auch die passenden Tipps.

Knapp gehalten und dennoch informativ sind die jede Sehenswürdigkeit einleitenden Fragen nach dem Warum, Wo, Wann, Wie und Was. Samt deren Beantwortung.

Es wäre kein BAEDEKER, wenn nicht auch jede Menge aktuelle, mit Telefonnummer und Internetadresse versehene Hinweise existieren würden, die die Fragen nach dem 'Wohin zum Essen'?, nach dem 'Wohin zum Einkaufen?', nach den Bars, nach den Übernachtungsmöglichkeiten, nach den Öffentlichen Verkehrsmitteln, nach Spaziergängen, nach den notwendigen Reisevorbereitungen wie Einreise-Visa, medizinischer Versorgung etc. beantworten.

Es ist auch ein faltbarer Stadtplan wiederum kommentierter Stadtplan (Massstab 1: 15.750) dabei. Sollte er verloren gehen oder wegen der intensiven Nutzung zerfleddert sein: den Cityatlas inklusive Strassenverzeichnis gibt es nochmal im spiralgebundenen City-Guide.

Der normale 'grosse' BAEDEKER ist noch ausführlicher. Er bietet beispielsweise noch viel mehr Hintergrundinfos wie beispielsweise über die Geschichte New Yorks, die Entwicklung New Yorks während der Zeit der Masseneinwanderung etwa zwischen 1900 und 1990, Grundrisse von Museen wie dem MoMa und so weiter. Am besten lernt sicher der Besucher New York kennen, der sich von beiden BAEDEKERS begleiten und führen lässt: tagsüber unterwegs von dem Smarten. Weil der leichter und noch besser zu handhaben ist. Abends im Hotelzimmer im Grossen lesen, was es am kommenden Tag zu bewundern, zu besichtigen gibt.

Fazit: handlich, praktisch, informativ, logisch strukturiert, schön zu lesen, voller aktueller Tipps. Eben ein smarter Begleiter für ein paar Tage in Big Apple.

Bewertung vom 22.03.2019
Hermann, Rainer

Arabisches Beben


ausgezeichnet

Die Realität ist bekanntlich eine Sache der Definition. Aber in dem Buch wird Reales analysiert.

Rainer Hermann, seines Zeichens Islam- und Volkswirtschaftler, gibt in seinem sechsten Buch einen grundlegenden Einblick in die Ursachen des aus westlicher Sicht herrschenden Chaos in der arabischen Welt. Gewalt, Kriege, der sogenannte 'arabische Frühling' (zumindest trug diese Ära in den westeuropäischen Nachrichten diese Bezeichnung), Sunniten gegen Schiiten, Syrien, Iran, Irak, Israel, Saudi-Arabien, Jemen, Ägypten, Libyen, Tunesien, Algerien, Libanon, Türkei, Kurden, Alawiten usw. usw.

In diese Gemengelage soll jemand jemals Ordnung bringen? Zumindest das, was in der westlichen Welt unter Ordnung verstanden wird....

Dass das, was der US-Präsident George Walker Bush als Reaktion auf 9/11 im Irak losgetreten und irrsinnigerweise mit "Mission accomplished" an Bord des Flugzeugträger USS Abraham Lincoln am 1. Mai 2003 in die Welt posaunt hat, war im Grunde die Initialzündung für ein noch grösseres und sich immer weiter ausbreitendes Desaster in der ganzen Region. Die schon vorher ein Pulverfass war. Welches angesichts der horrenden Investitionen aller dortigen Länder in Militär und Kriegsgerät über eine immer kürze werdende Lunte verfügt...

Ob die Betrachtungen von Rainer Hermann nun zu sehr die westliche Sichtweise berücksichtigt oder nicht, ist bei den Erkenntnissen, die das Buch liefert, sekundär. Tatsache ist, dass mit dem Ende des Ersten Weltkrieges, mit dem Zerfall oder besser dem Aufteilen grosser Gebiete, die zum Osmanischen Reich gehörten, ohne jede Rücksicht auf Ethnien, Religionen vornehmlich durch die ehemaligen Kolonialmächte Groß-Britannien und Frankreich mit eine Ursache für das heutige Chaos zu finden ist.

Dieses Chaos wird in absehbarer Zukunft nicht zu bändigen sein. Auch die massenhaften Reaktionen Jugendlicher wie anno 2011 auf dem Tahrir-Platz werden da nicht förderlich sein. Zu sehr sind die Interessen der politisch Mächtigen im Vordergrund (General Abd al-Fattah as-Sisi als Präsident Ägyptens und die wirtschaftlichen Verflechtungen des ägyptischen Militärs beispielsweise) und die Interessen der im Hintergrund agierenden Mächte (USA, Russland beispielsweise) verfestigt.

Das arabische Beben wird in Zukunft nicht nur weiter gehen. Es wird, so lange das Chaos herrscht, zu weiteren Flüchtlings-Strömen aus den betroffenen Ländern führen. So lange das Chaos nicht durch etwas Vergleichbares wie den Westfälischen Frieden im Jahre 1648, der den Dreissigjährigen Krieg in Europa beendete, stattfindet. Was aber Einsicht, gegenseitiges Zuhören, Akzeptieren anderer Meinungen erforderlich machte. Und macht.

Woran eine derartige Lösung aktuell scheitern muss, für die absehbare Zeit weiterhin scheitern wird, das verdeutlicht der Autor auf 340 Seiten.

Nicht immer leicht zu lesen, die Karten im Anhang (denen eine Legende fehlt), machen es auch nicht leichter. Dennoch: absolut lesenswert. Soweit man sich nicht nur aus den Nachrichten, die die komplexen Hintergründe für das Chaos viel zu wenig beleuchten, zu einer rein einseitigen Sicht verleiten lassen will.

Bewertung vom 15.03.2019
Gradias, Michael

Digitale Foto-Montagen


ausgezeichnet

Können diese Augen lügen..?? Pardon, Bilder war gemeint…
Michael Gradias hat sich schon durch einige andere Fachbücher einen guten Namen geschaffen. Zu Digital-Kameras von Nikon und Fuji. Zu den Bildbearbeitungsprogrammen von Adobe. Zu Makro- und Nahaufnahmen. Oder auch zu Bildkomposition.
Auf diesen rund 120 Seiten erläutert der Autor in seiner wie immer in seinem gut verständlichen Schreibstil, wie sich Bilder durch Ausnutzen der Features von Adobe Photoshop und Photoshop Elements Bilder geschickt optimieren, manipulieren lassen. Beispielsweise im Stil ‚Aus-Zwei-mach-Eins‘. Was bereits auf der Titelseite des Buches zu erkennen ist: der scheinbar auf einer Hängematte sitzende Elefant oder der Hirsch, der aus dem Verkehrszeichen zu springen scheint.
Um die Bildmontagen geht es im letzten der 12 Kapitel. In den Vorgängerkapiteln geht es unter anderem um Perspektivkorrekturen, um das Wegretuschieren störender Bildteile oder das Neupositionieren von Bildteilen. Alles wird durch zahlreiche Beispielfotos ‚Vorher-Nachher‘ und den dazu gehörenden Screenshots der Adobe Menus erläutert. Wobei der Autor deutlich darauf hinweist, was eventuell nur im ‚erwachsenen‘ Photoshop machbar ist.
Bei einigen Beispielfotos muss man schon sehr genau hinschauen, um den Bearbeitungseffekt bewusst wahrzunehmen. Man merkt zwar, dass etwas besser wurde, aber man muss schon sehr genau hinschauen, um bewusst zu sehen, was den besseren Eindruck verursacht. Zum Beispiel bei Perspektivkorrektur eines Gebäudes, zu finden auf Seite 29. Oder der Positionskorrektur auf Seite 36. Beim ersten Blick fällt zwar auf, dass in dem bearbeiteten Bild einiges besser, schöner, harmonischer wirkt. Wodurch dieser bessere Eindruck nach der Bearbeitung verursacht wird und wie er erreicht werden kann, das erklärt der Autor in dem zum bearbeiteten Bild gehörenden Text.
So manchen Schauspieler*Innen oder Promis, die sich auf Flickr, Instagram oder sonstigen (A-) Sozialen Netzwerken tummeln, um dort miserabel bearbeitete Fotos mit deutlichen Fehlern veröffentlichen, sei das Buch empfohlen. Ein auf schlank retuschierter Fuss, der nur vier, aber dafür unnatürlich lange Zehen hat, ist mehr als lächerlich… Der Fehler ist letzthin Verona Pooth resp. ihrem Bildmanipulator unterlaufen…

Bewertung vom 14.03.2019
Quedenbaum, Martin

Ebenen in Adobe Photoshop CC und Photoshop Elements


ausgezeichnet

10 Kapitel lesen, teilweise durch- und nacharbeiten. Schon ist man fit im Umgang mit Layern!

Martin Quedenbaum schafft es, auf insgesamt etwas mehr als 120 Seiten die Thematik 'Ebenen' bei dem 'erwachsenen' Photoshop und dem 'kleinen' Photoshop Elements umfassend abzuhandeln. In leicht verständlichem Deutsch zu erklären. Auf die mit der Ebenentechnik verbundenen Möglichkeiten wie Ebenen definieren, vor unbeabsichtigten Änderungen schützen, Füll- oder Formebenen, Ebenentransparenz festlegen usw. einzugehen. Alles gut mit zumeist farbigen Illustrationen, die das Ganze verdeutlichen, versehen.

Von den Screenshots her ist alles natürlich dem Untertitel entsprechend auf die beiden Adobe-Produkte abgestellt. Wobei der Autor deutlich darauf hinweist, was nur im 'erwachsenen' Photoshop machbar ist.

Aber auch die Anwender eines vergleichbaren Fotobearbeitungsprogrammes, welches die Layer-Technik beherrscht, Corel PhotoPaint oder Corel PaintShop Pro beispielsweise, werden viele Anregungen finden, was sich mit Ebenen so alles zaubern lässt.

Für diejenigen, für die die Ebenentechnik bisher ein Buch mit sieben Siegeln war, investieren für das Knacken eines jeden der sieben Siegel 2,00 €. und ein paar Cent. Die Ausgabe sollte das Verständnis und der effektvolle Einsatz von Ebenen allemal wert sein.

Bewertung vom 13.03.2019
Kluthe, Dagmar;Kohl, Margit

Baedeker Reiseführer Südtirol


ausgezeichnet

Süd-Tirol - eine ganz besonders reizvolle Region. Bei Weitem nicht nur für Rentner und Radfahrer!

Der umfangreiche Reiseführer. In der neuen Baedeker-Aufmachung. Wie gewohnt mit ausführlichen Informationen zur Geschichte, zu Kunst, zur Natur. Und selbstverständlich auch zu Hotels und anderen Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants und Wirtschaften, Festen und Feiertagen, Anreise und weiteren praktischen Informationen. Dem Erscheinungszeitraum entsprechend aktuell. Wer es noch aktueller wünscht: bei den angegebenen Adressen sind auch stets die Telefonnummern und Internetadressen angegeben.

Die zu dem Reiseführer gehörende Land- bzw. Strassenkarte im Massstab 1:200.000 ist für eine erste 'Grob-Planung' für die Anreise per Auto zwar ganz gut geeignet. Wer es aber detaillierter mag und seine Fahrt(en) nach und in Süd-Tirol noch besser planen und dabei noch mehr Vorfreude aufkommen lassen mag, dem seien die Karten von freytag & berndt ans Herz gelegt. Bei 1:50.000 ist die Freude beispielsweise auf das sakrisch schöne Penser Joch, das wegen der vielen Radfahrer abenteuerliche, aber nicht minder tolle Stilfser Joch, das traumhafte Timmelsjoch oder für die Anreise durch die Schweiz über den teilweise nur geschotterten Umbrail Pass einfach noch grösser.

Die einzelnen beschriebenen Ortschaften, Städte und Städtchen, deren um die 50 sind in alphabetischer Sortierung nach ihrem Namen zu finden. Einleitend acht Touren per Auto oder Moped, deren angegebene Fahrzeiten mir allerdings recht knapp bemessen zu sein scheinen. Der jeweilige Auszug aus einem Stadtplan der grösseren Ortschaften erleichtert die Orientierung sicher. Die zahlreichen Farbfotos wecken die Lust auf Süd-Tirol. Auf die Landschaft, die freundlichen Menschen, das traumhafte Essen, die Natur, die Berge – eben auf Süd-Tirol.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 13.03.2019
Quedenbaum, Martin

Freistellen mit Adobe Photoshop CC und Photoshop Elements - Gewusst wie


ausgezeichnet

Freistellen und Maskieren wird sicher nicht zur Lieblingsbeschäftigung - aber...

Das Buch ist voll mit Hinweisen, wie sich die eigentlich sehr dröge Aufgabe, in einem Digitalfoto einzelne Bereiche möglichst schnell maskieren und damit dann freistellen lassen. Je nach Motiv, Hintergrund etc. ist es noch immer eine ziemliche Fummelei. Aber Dank der Tipps auf jeden Fall bei weitem nicht so Zeit- und Nervenraubend wie per Maus manuell Pixel für Pixel abfahren.

Selbst für so abenteuerliche Vorhaben wie die Haare im Fell einer Tieraufnahme so gut wie möglich und so schnell wie möglich freizustellen gibt Martin Quedenbaum einige Hinweise.

Dass dann auch Erklärungen zu finden sind, wie sich ein freigestelltes Motiv in ein anderes Bild, welches als neuer Hintergrund dienen soll, wird erklärt.

Das Buch bezieht sich zwar laut Untertitel auf Photoshop und Photoshop Elements. Wobei der Autor erwähnt, was nur in dem 'ausgewachsenen' Photoshop verfügbar ist. Manche der Tipps lassen sich aber auf vergleichbare Weise auch in anderen Bildbearbeitungsprogrammen wie Corels PhotoPaint umsetzen.

Bewertung vom 12.03.2019
Fuchs, Christian;Middelhoff, Paul

Das Netzwerk der Neuen Rechten


gut

Für aufmerksame Beobachter nicht sehr viel Neues. Leider. Für neue Beobachter der Szene schon.

Die beiden ZEIT-Autoren haben auf rund 280 Seiten Fakten über die politisch ganz rechts angesiedelten Vereinigungen, Parteien, Zusammenschlüsse, Stiftungen etc. zusammen gestellt.
Dabei beschreiben die Zwei auch den durchaus geschickt durchgeführten Image-Wechsel von der proletenden NPD und den Republikanern zu den hippster-mässig auftretenden Identitären. Die hinter ihrer angepasst-modisch lockeren Verkleidung aber nichts anderes sind als Nationalisten (den Begriff Nazis vermeide ich hier aus rechtlichen Gründen bewusst...) mit gesellschaftskonformen Auftreten. Deren Wortwahl zumeist ebenso geschickt gewählt ist wie ihre Verkleidung. Die aber im Grunde das identische rechte Gedankengut wie die NPDler, die Reps und die AfDler verbreiten.

Das Netzwerk der Rechten wird von Christian Fuchs und Paul Middelhoff so genau analysiert bis seziert, dass es oft mühsam ist, den Zusammenhängen der beteiligten Netzwerker wegen der vielen Namen zu Folgen. Auch die Schaubilder, die die Verbindungen zwischen den einzelnen rechten Organisationen, Verlagen etc. verdeutlichen sollen, sind teils schwer verständlich. Weil die Schaubilder nicht immer im Zusammenhang mit dem Text, in dem sie platziert wurden, stehen.

Was das Buch trotzdem lesenswert macht, ist die Darstellung der internationalen Verknüpfungen. Deutschlands, Frankreichs Ultra-Rechte. Die der USA, die von Russland. Eigenartiger Weise habe ich aber nichts über Ungarns Orban oder Italiens Salvini finden können.

Dass die aktuellen Ereignisse, Beispiel Spenden-Affäre um Alice Weidel, ganz aktuell (12.03.2019) auch um Jörg Meuthen, wie Alexander Gauland und Beatrix von Storch die Lautsprecher der AfD, den Inhalt des Buches überholt, ist den Autoren nicht anzulasten.

Ein etwas besser lesbarer Schreibstil und deutlicher herausgearbeitete Zusammenhänge innerhalb des national und international agierenden rechten Netzwerkes würde dem wichtigen Inhalt des Buches aber einen wichtigen grösseren Leserkreis erschliessen.

Bewertung vom 11.03.2019
Schröder, Thomas

Barcelona MM-City Reiseführer Michael Müller Verlag, m. 1 Karte


ausgezeichnet

Barcelona - deutlich mehr als der Futbol Club Barcelona und das Stadion Camp Nou

Die Neuauflage, Nummer 8 von 2019, ist kein 1:1-Nachdruck von Nummer 7. Sondern aktualisiert, auf den zum Zeitpunkt des Drucks neuesten Stand gebracht. An vielen Stellen auch erweitert, obgleich die Seitenzahl mit 300 identisch geblieben ist. Was die Anzahl der Farbfotos etwas reduziert hat. Nach wie vor bekommt der Leser zu Beginn in kurzen Kapiteln die notwendigsten Informationen entsprechend seiner Interessenslage: Sight-Seeing Klassiker, Sight-Seeing-Alternativen, Essen gehen, Ausgehen und Shopping. Alles wird natürlich nochmals im Detail bei den insgesamt 14, die Ausflüge in die Umgebung mitgezählt sogar 22 Tourenvorschlägen erläutert.

Die 14 'innerstädtischen' Touren werden von Thomas Schröder in dem ihm eigenen Schreibstil unterhaltsam und dennoch informativ beschrieben. Jede Tour hat ihren eignen deutlich kommentierten Auszug aus einem Stadtplan abbekommen. Wer den Blick auf das Display seines Wunderwerkes der Elektronik, genannt Smartphone, nicht abwenden kann: der Verlag bietet auf seiner Internetseite auch die entsprechenden Apps an für diejenigen, die keine auf Papier gedruckte Karte lesen können... Diejenigen, die diese Kunst beherrschen, finden einen (leider immer noch auf liederlichem, sprich nicht besonders strapazierfähigem Papier gedruckten) Gesamtstadtplan im Massstab 1:15.000.

Dass jedes Stadtviertel, jede Tour mitsamt der dort befindlichen Gebäude, anderen Sehenswürdigkeiten, Restaurant-Vorschlägen und so weiter beschrieben wird, ist bei den Reiseführern von Michael Müller eine Selbstverständlichkeit. Ebenso wie die zahlreichen Farbfotos, die bereits im Vorfeld verdeutlichen, was es während der drei Wochen Barcelona und Umgebung zu erwarten gilt.

Mit dem ‚Relaunch‘ der MM-City-Führer wurde eine Zusammenfassung der allgemeinen Informationen (Anreise, Stadtgeschichte, Barcelona mit Kindern etc.) im letzten Teil des Buches platziert. Hier sind dann auch die in den Touren zu findenden Hinweise auf Restaurants, Museen, Nachtleben, Einkaufsmöglichkeiten nochmals nach Stadtvierteln unterteilt mit entsprechenden Seitenverweisen auf die Fundstelle im eigentlichen Tourenteil zusammen gefasst. Sich als ‚Drei-Tages-Tourist‘ die zu den Interessen passenden Orte raus zu suchen, ist somit kein Problem.

Die Informationen und Tipps des Autors haben Hand und Fuss. So macht er darauf aufmerksam, dass die von ihm im Buch genannten Preise nur Anhaltspunkte sind. Je nach Touristenandrang und/oder Messe, Veranstaltung und ähnlichem können die Preise deutlich nach oben, selten nach unten abweichen. Aber für jede entsprechende Adresse wird auch die dazu gehörende im Internet aufgeführt. Damit kann sich jeder Leser/Besucher von Barcelona über die zum Zeitpunkt seiner Reise aktuellen Gegebenheiten informieren.