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MsChili

Bewertungen

Insgesamt 1461 Bewertungen
Bewertung vom 19.01.2022
Hausmann, Romy

Perfect Day


sehr gut

Ein neues Buch von Romy Hausmann und dann noch verschwundene Kinder als Thema. Klang wirklich gut und war es auch, wenn auch wirklich anders als erwartet. Es geht um Ann, die gemeinsam mit ihrem Vater in einem Haus wohnt, bis er eines Tages überraschend von Polizisten geholt wird, da er der Mörder von vielen Mädchen zwischen 6 und 10 Jahren sein soll, ein Serienmörder, der mit roten Schleifen den Weg zu seinen Opfern weist. Ann macht sich auf die Suche, um ihren Vater zu entlasten. Denn sie ist sich sicher, dass er nicht der Täter sein kann. Und gerade das macht die Spannung aus. Die Suche nach Hinweisen, Ann´s Gedanken und Gefühle, und auch die Erinnerungsfetzen an ihre Kindheit. Außerdem gibt es immer wieder Kapitel in der „Wir“-Sicht und Interviews und diese heizen das ganze noch an und man rätselt mit, wie es sich denn wirklich verhält. Es gibt so viele Fragezeichen, die am Ende dann wirklich beantwortet sind und ich hatte so manches Mal auch Gänsehaut während des Lesens. Dennoch fällt mir die Bewertung irgendwie schwer, da mir manches recht früh klar war und somit die Überraschung gleich null. Bin also etwas gespalten, was die Geschichte angeht.
Teilweise war ich auch etwas verwirrt, denn manche Rückschlüsse von Ann konnte ich so nicht ziehen und auch ihr Verhalten fand ich nicht immer ok und auch seltsam. Mir hat hier einfach die Verbindung zu den Charakteren gefehlt und zwar mehr oder weniger zu fast allen. Ich konnte mir weder den Vater, noch Ann richtig vorstellen, einzig in den Passagen aus der Kindheit, da ging es besser und ich konnte mich besser hineinfühlen. Dennoch war es extrem spannend. Es fällt mir wirklich schwer hier meine Meinung zu schreiben.

Hat jetzt ein paar Tage gedauert und dennoch fällt es mir immer noch schwer das Buch zu bewerten. Ich kann es nur bedingt empfehlen, auch wenn es spannend war und schnell zu lesen ist, denn mich hat es gefesselt.
3,5 Sterne

Bewertung vom 19.01.2022
Mohn, Kira

The Sky in your Eyes (MP3-Download)


sehr gut

Ein neues Buch von Kira Mohn und zugleich Auftakt ihrer Island-Reihe. Und genau der Ort an dem die Geschichte spielt, war für mich ein Grund zuzugreifen. Ich mag Island und möchte unbedingt mal dorthin reisen.

In der Geschichte geht es um Elín, die nach der Trennung wieder bei ihren Eltern eingezogen ist. Denn ihr Ex hat sie extrem verletzt und gedemütigt. Denn Elíns Körper entspricht nicht den typischen Maßen und so hat sie riesige Selbstzweifel. Als sie dann in einem Kochkurs Jón kennenlernt und sie sich zu ihm hingezogen fühlt, muss sie sich darüber klar werden, was sie in ihrem Leben möchte.

Ein Pluspunkt dieser Geschichte ist die Sprecherin Dagmar Bittner. Ihr lausche ich sehr gern und auch hier bringt sie Leben in die Geschichte und haucht den Figuren das gewissen Etwas ein. Ich freue mich über jedes von ihr gelesene Hörbuch. Außerdem ist da natürlich das Setting, denn die Autorin baut ein paar wunderschön beschriebene Orte ein, die man mit Elín entdecken darf. Perfekt um sich wegzuträumen. Was mich jedoch gestört hat, war Elín selbst. Ich kann nachvollziehen, warum es ihr nicht leicht fällt aus diesen Selbstzweifel herauszukommen und doch waren mir ihre ständigen Rückfälle schon etwas extrem, gerade weil sie ja auf Unterstützung zählen kann. Einfach ein wenig mehr Offenheit würde manchmal gut tun und zum Glück wächst sie ja doch irgendwann an ihren Erfahrungen. Klar, dauert es seine Zeit, nur ich fand es fast etwas viel dieses ständige Gejammer. Hingegen hat mir Jón sehr gefallen. Denn er hat nicht aufgegeben, denn er hat gemerkt, dass es ihr nicht immer leichtfällt. Er steht hinter ihr.

Es gibt auch mehr als diese Hauptgeschichte im Buch und auch diese passen gut und vervollständigen das Bild von Elín und ihre Entwicklung. Was mich manchmal irritiert hat, waren die ständigen Gedankengänge von Elín, mir war manchmal nicht klar, ob sie jetzt wirklich spricht oder nur über etwas nachdenkt, das hat sich dann im Verlauf jedoch meist ergeben.



An sich toll gesprochen, mit einer teils anstrengenden Protagonistin. Ein Thema, das viele Frauen beschäftigt und auch gern angesprochen werden darf, nur mir war es irgendwann zu viel Gejammer. Deswegen 3,5 Sterne, die ich aufrunde wegen der Sprecherin.

Bewertung vom 13.01.2022
Sparkes, Amy

Das Haus am Rande der Magie Bd.1


ausgezeichnet

Ein Kinderbuch, das mich verzaubert hat. Schon das Cover ist ein wirklicher Hingucker und verrät schon einiges über das Haus und seine Bewohner. Und auch zur Geschichte selbst, schaut man die Bücher oder das Klo an. Hier ist Neun die Hauptperson. Neun, die auf der Straße aufwächst und ihren Namen von ihrem Aufpasser hat, dem sie Dinge stehlen soll. Doch eines Tages schafft sie es eine kleine Figur zu stehlen und landet prompt im Haus am Rande der Magie. Und das hat es in sich: Dort trifft sie auf einen Löffel, der ihr nicht wohlgesinnt ist, auf Eric, den Haushaltstroll, den man nicht ohne Staubwedel sieht und gerne Bonbons verteilt und natürlich auf Eiderdaus, eigentlich Zauberer, doch derzeit ohne Kräfte. Und nur Neun kann diesen Fluch lösen und alle retten. Ein Wunder, dass sie das in Angriff nimmt, bei den chaotischen Verhältnissen im Haus.
Ich mochte die Atmosphäre im Haus, auch wenn ich manchmal etwas geschockt über die Herangehensweise der Bewohner war. Doch irgendwann ist man verzweifelt, wenn man in ihrer Situation ist. Es gab so viele Momente, in denen ich herzhaft lachen, einfach schmunzeln oder auch mal kichern musste. Und dabei ist Neun wirklich ein starkes Mädchen und lässt sich durch nichts unterkriegen und entdeckt am Ende auch, dass es manchmal mehr gibt als nur „Freiheit“. Das Haus hält so viele Überraschungen bereit und mir gefällt einfach schon die Idee und die Umsetzung ist auch sehr gelungen.

Von mir gibt es eine klare Empfehlung! Unterhaltsam, spannend und einfach süß. Zudem ist es wohl der Auftakt einer neuen Reihe, die ich definitiv im Auge behalten werde!

Bewertung vom 13.01.2022
Grauer, Sandra

Drachenprinz / Flame & Arrow Bd.1


ausgezeichnet

Drachen und Elfen und dazu noch Hexen und Zauberer, was will man mehr? In diesem neuen Zweiteiler von Sandra Grauer findet man all das und noch mehr. Einen Jahrhunderte alten Krieg zwischen Drachen und Elfenkriegern. Aktuell herrscht Waffenstillstand und jedes Volk hat sein Gebiet, in dem es lebt. Doch dann soll angeblich ein Drachen in London gewütet haben und das Drachenvolk sucht nach der Erklärung. Denn sonst endet alles in Krieg. Und mittendrin sind Kailey, eine junge Elfenkriegerin, die ihre Eltern an Drachen verloren hat und Aiden, der Drachenprinz, dessen Mutter von Fae getötet wurde.
So viel zur Geschichte, mehr möchte ich gar nicht verraten. Doch die Geschichte ist so viel mehr. Es gibt alte Prophezeiungen, falsche Tatsachen und viele Geheimnisse. Man rätselt lange mit, wer ein falsches Spiel spielt und ich habe mich wirklich gefragt, wieso die beiden Völker sich so sehr hassen. Die Autorin schafft es die bestehenden Spannungen glaubhaft rüber zu bringen und die Perspektivenwechsel sind auch perfekt, denn man kann die Sicht von Aiden, Kailey und Sharni lesen und bekommt so einen umfassenden Überblick über die Geschehnisse. Und doch fragt man sich ständig nach dem Warum. Zum Glück ist auch die Liebesgeschichte nicht so extrem, auch wenn sie eine zentrale Rolle spielt. Es bleibt auf jeden Fall spannend und ich freue mich auf den nächsten Band. Gerade das Ende spitzt sich so zu und lässt so viele Fragen offen, die im Buch in den ersten zwei Kapiteln des nächsten Bandes wenigstens etwas beantwortet werden, im Hörbuch bekommt man diese leider nicht zu hören. Ich habe nämlich zwischen Buch und Hörbuch gewechselt und kann beides empfehlen. Gesprochen wird die Hörfassung von Vanida Karun, die mir bereits von einigen anderen Hörbüchern bekannt war. Sie spricht passend und haucht der Geschichte noch Gefühl ein.

Mir hat dieser Auftakt sehr gefallen. Spannende Unterhaltung mit magischen Wesen, was will man mehr? Ich freue mich auf die Fortsetzung!

Bewertung vom 12.01.2022
Larch, Mona

Häschen in Not / Hüterin des Waldes Bd.2


sehr gut

Achtung, hierbei handelt es sich um Band zwei der Reihe rund um Hanna und ihre geerbte Gabe den Tieren des Waldes zu helfen. In diesem Band hilft Hanna einem Häschen. Ich würde empfehlen, mit dem ersten Band zu beginnen, da man dort die wichtigsten Personen kennenlernt und im zweiten Band noch ein paar neue hinzukommen. Die Schrift ist groß und lässt sich so auch von jungen Lesern gut lesen und die relativ einfachen Sätze tun ihr übriges. Ein paar Bilder untermalen den Text noch. Ich mochte die Geschichte ganz gerne, den Kinder lernen, dass man auf die Natur achtgeben muss und man seinen Müll nicht einfach wild in die Natur schmeißen sollte.
Man kann sie gemeinsam lesen, sich vorlesen lassen und lernt mit Hanna etwas über Hasen, was diese fressen sollten und was nicht. Zudem bekommt man auch Einblicke in die Natur, wie zum Beispiel die Information, dass es auch wilde Brombeerhecken im Wald gibt. Die Geschichte selbst ist aber eher ruhig und ohne große Spannung und eben kurz.

Ein süßer zweiter Band zum Vorlesen und selber lesen, der die Liebe zur Natur vermittelt.

Bewertung vom 12.01.2022
Benkau, Jennifer;Hasse, Stefanie;Iosvioni, Bianca

December Dreams. Ein Adventskalender


sehr gut

Eine bunte Sammlung an Kurzgeschichten, bei denen man jeden Tag einer ca.20 minütige Episode lauschen kann. Durch die wechselnden Autoren ist es abwechslungsreich und ich mochte einige der Geschichten recht gern, andere wiederum haben mir nicht so gefallen. Bei vielen Geschichten sollte man jedoch die zugehörigen Buchreihen kennen, damit es einem leichter fällt den Geschichten zu folgen. Es gibt romantische und fantastische Geschichten und jede hat ein Happy End. Mir hat die Auswahl gut gefallen, schön winterlich, aber nicht zu kitschig und ich habe so manche Autorin entdeckt, deren Bücher ich mir noch genauer ansehen möchte. Gesprochen wird es in der Hörversion von Carolin-Therese Wolff, die ihren Job gut macht und auch die Gefühle spürbar übermittelt.
Was ich besonders hervorheben möchte, weil es mir so gefallen hat, ist die Tatsache, dass es sich ausschließlich um deutschsprachige Autorinnen handelt. Wobei die Geschichten eher weniger in unserem Land spielen, was aber auch einfach mit den zugehörigen Buchreihen zu tun hat. Dennoch ist das für mich ein richtiger Pluspunkt.

Viele Kurzgeschichten verschiedener Autorinnen. Perfekt um diese und den jeweiligen Stil kennenzulernen, doch auch etwas Werbung für die Buchreihen. Mir haben viele gefallen und es hat mir Spaß gemacht den Geschichten zu lauschen.

Bewertung vom 11.01.2022
Graßhoff, Marie

Hard Liquor / Food Universe Bd.1


sehr gut

Ein neues Buch von Marie Grasshoff, perfekt, denn ihre Neon Birds – Reihe hat mir sehr gefallen. Und auch in diesem Buch ist ihr Stil wie gewohnt einfach super zu lesen, auch wenn die Story selbst schon etwas düster und stellenweise auch echt heftig ist. Doch zuerst mal kurz zum Klappentext. Bitte nicht lesen! Ich finde er passt nicht und greift voraus, da sollte definitiv nochmal Hand angelegt und nachgebessert werden. Tycho ist Waise, denn ihre Eltern sind gestorben als sie noch jung war. Doch glücklicherweise hat sie Logan und seine Familie, die ihr immer zur Seite stehen. Und dann ist da noch ihre Fähigkeit, sobald sie Alkohol getrunken hat und sie megastark wird. Läuft alles soweit, bis eines Tages Grayson in ihrem Leben auftaucht.
Ich muss sagen, ich mochte Tycho, auch wenn sie etwas speziell ist, gerade weil sie sich so auf ihre Fähigkeiten und den Alkohol verlässt. Und manchmal war ich auch dezent genervt von ihr, wobei ich auch oft großes Mitleid hatte. Das ging irgendwie immer hin und her. Es ist schwierig mit ihr, da ihr Verhalten nicht immer angemessen war, doch ich finde sie entwickelt sich schon weiter im Laufe der Geschichte. Sehr gefallen haben mir die Rückblende in die Vergangenheit, denn sie offenbaren vieles und bringen Licht ins Dunkel. So wird manches erklärt und deutlich klarer. Das Buch hat definitiv Potenzial, auch wenn ich mit manchem nicht ganz glücklich war und ich mir noch mehr Informationen zu den Göttern erhofft habe. An einigen Stellen ist es eher ruhig, man erfährt ein paar neue Dinge, lernt äußerst interessante Charaktere kennen (die man hoffentlich in dem nächsten Buch wieder trifft) und doch wollte ich stets wissen, wie es weitergeht. Genial fand ich zudem die Radioeinschübe, die immer wieder von Captain Wodka berichten und auch auf Hilfe hinweisen, wenn man Probleme hat. Sei es wegen Alkohol oder Belästigung und auch das Thema Selbstverteidigung kommt nicht zu kurz.

Von mir gibt es eine Empfehlung, doch man sollte sich darauf einstellen, dass die Geschichte extrem düster, teilweise brutal und erschreckend ist. Ich fand sie gut, auch wenn sie ein paar Schwächen hat.

Bewertung vom 11.01.2022
Mechsner, Sylvia

Endometriose - Die unterschätzte Krankheit


ausgezeichnet

Ein Buch über eine Erkrankung, die viel mehr Frauen betrifft, als man denkt. Denn wer spricht schon darüber? Genau aus diesem Grund wollte ich mehr erfahren, über eine Krankheit, über die noch nicht so viel bekannt ist. Geforscht wird natürlich schon seit einigen Jahren, doch es gibt noch nicht genug Erkenntnisse und es wird einfach zu wenig diagnostiziert. Was vielleicht einerseits an fehlenden Kenntnissen, andererseits aber sicherlich auch an der fehlenden Vergütung der Ärzte liegen kann. Doch mal kurz zum Thema Endometriose an sich. Eine gutartige Ansammlung von Gebärmuttergewebe, jedoch außerhalb der Gebärmutter. Was zu Beeinträchtigungen und Schmerzen führen kann und deren Ursache noch nicht erforscht wurde.
Dieses Buch ist eine interessante Informationsquelle für alle, die sich näher mit dem Thema befassen wollen (oder sollten) und nicht nur für Betroffene empfehlenswert. Auch als Arzt oder als Angehöriger macht es Sinn sich etwas mit dem Thema auseinander zu setzen, denn es betrifft mehr Frauen als man denkt und die Dunkelziffer scheint noch höher zu sein.
Ich muss sagen, dass man als Laie trotz einiger Fachbegriffe gut ins Buch hineinkommt und auch viel versteht. Es wird gut erklärt, oftmals mit Schaubildern und Grafiken, damit man z. B. die normale Funktionsweise der Gebärmutter und ähnliches besser nachvollziehen kann.
Auch über die verschiedenen Arten von Endometriose und die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten wird man gut aufgeklärt und es gibt eine Vielzahl an Adressen, Internetseiten auf denen man Hilfe finden, sich informieren, etc. kann.
Interessant finde ich auch die Hinweise zu Endometriosezentren, denn dort findet man zielgerichtete Hilfe und kann gleichzeitig zur Forschung beitragen, denn das ist es, was der Krankheit noch fehlt. Weitere Forschung und mehr Beachtung. Denn sie beeinträchtigt nicht nur das Leben vieler Frauen, sondern ist auch bei Kinderwunsch nicht unrelevant.

Dieses Buch ist voll mit Information zu Endometriosen, Therapiemöglichkeiten und weiterem. Von mir gibt es eine Empfehlung für Frauen, damit die Krankheit endlich die Beachtung erhält, die sie verdient. Starke Regelschmerzen sind nicht normal und sollten immer untersucht werden.