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easymarkt3
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Insgesamt 893 Bewertungen
Bewertung vom 21.05.2022
Motte, Anders de la;Nilsson, Måns

Der Tod macht Urlaub in Schweden / Die Österlen-Morde Bd.1


ausgezeichnet

Österlen und seine Umgebung scheinen einen Sommerurlaub wert zu sein – ein gelungener Krimi!
Ein Schloss, Luxusvillen in bzw. bei einem beschaulichen Fischerort, gerne frequentiert von Sommergästen – so präsentiert sich das sommerliche Ambiente rund um Kriminalkommissar Peter Vinston, der wegen ungeklärten Schwindelanfällen einen Zwangsurlaub einlegen muss. Der Spannungsbogen ist wunderbar steigend gespannt, gespickt mit stückchenweise freigegebenen Puzzleteilen, ohne der Lösung dieses Falles mit zwei Morden nahe zu kommen. Erst auf den letzten Seiten kommt es wie in den Krimis von Agatha Christie zu einer einberufenen Versammlung mit allen Protagonisten, mit Peter Vinston im aufdeckenden, plausiblen Finale.
Der charmante Schreibstil mit seinen angenehm beschriebenen Figuren verführt zum ununterbrochenen Lesen, zum Abklären der genannten Örtlichkeiten auf Google Maps für eventuelle Urlaubsplanungen in Südschweden.

Bewertung vom 19.05.2022
Klüpfel, Volker;Kobr, Michael

Affenhitze / Kommissar Kluftinger Bd.12


ausgezeichnet

Das berühmte Skelett des Urzeitaffen "Udo" mit spannenden Hintergründen zum Tatort
Interims-Präsident Kluftinger, Klufti genannt, und seine Ermittlungen in Pforzen im Allgäu zusammen mit seinem wohl jüngeren Team lüften sie das Geheimnis um den Mord an Prof. Dr. Udo Brummer, Paläontologe. Er ist das Opfer am Mordschauplatz der Pforzener Tongrube. Sehr interessant finde ich den Link dazu mit weiteren Informationen dieses Fachgebiets.
Richie Maier und sein neumodisches Klapphandy neben weiteren charakterstarken Mitarbeitern von Klufti bereichern die Szene auch rund um die sozialen Medien wie Facebook. Desweiteren wagt sich Klufti an den Einsatz von Drohnen – sehr prickelnd, besonders auch wenn er endlos auf bayrisch flucht, was sich für einen Nichtbayern sehr humorvoll liest, teils zu Lacheskapaden führt.
Der Titel ‚AFFENHITZE‘ ist perfekt gewählt hinsichtlich des Themas rund um den Urzeitaffen mit Mordaufklärung bei höchst sommerlichen Außentemperaturen.

Bewertung vom 17.05.2022
Schumacher, Claudia

Liebe ist gewaltig


gut

Der Buchtitel irritiert. Liebe ist auch gewalttätig – würde mir hier besser gefallen!
Beim Lesen dieses doch sehr zerstörerischen Verhaltens des Vaters, Anwalt, gegenüber seinen Kinder und seiner Ehefrau musste ich abschnittweise Lesepausen einlegen, um Abstand zum traurigen Inhalt des Buches zu bekommen, da es kein leicht verdaulicher Sommerurlaubsroman ist, auch wenn der Buchtitel Ähnliches suggerieren könnte. Ein Kampf gegen die eigenen Eltern, wobei die älteren Geschwister frühzeitig aus dem Elternhaus zu flüchten wissen und die jüngsten sich in ihrer Not aneinanderklammern und sich helfen, soweit dies machbar ist.
Aber auch das eigene ICH besonders von Juli als Hauptakteurin leidet, was an ihren Unterarmen als Ritzungen ihrer Haut mit Narben sichtbar ist. Selbst die Mutter verteidigt ihre Kinder nicht, selbst als Anwältin Opfer Ihres brutalen Ehemannes.
Das Cover ist ein Ausschnitt aus dem Ölgemälde »Baywatch« von Xenia Hausner.

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Bewertung vom 16.05.2022
Young, Samantha

The Truest Thing - Jeder Moment mit dir


ausgezeichnet

Ein sehr einfühlsamer, Emotion geladener Schreibstil, der gefällt!
Die wahre Liebe rund um Emery und Jack entspannt sich nach vielen Hürden und gipfelt schließlich in einem ‚Happy End‘. Mit diesen zwei sehr konträren Protagonisten wird ein Spannungsbogen wie ein sich steigernde Wellenlinie gezogen. Während Emery, Buchhändlerin, sehr schüchtern und introvertiert agiert, stellt Jack als extrovertierter Verführer eher das Gegenteil dar. Und nach der Devise, dass Gegensätze sich anziehen, entwickelt sich ein Roman bespickt mit überzeugender Leidenschaft, mitten unter vielen Freunden, in dem Küstenort Hartwell, einem beliebten Touristenziel.
Das Cover wirkt in seiner in lila bis lindgrün gehaltenen Farbgebung zart frühlingshaft, dabei gegenstandslos verwischt. Zum leidenschaftlichen Inhalt des Buches passt diese warme Farbwahl wunderbar.

Bewertung vom 15.05.2022
Medwed, Mameve

Weil ich dich liebe, deine Annie


gut

Mit der falschen Diagnose ‚Lungenkrebs’ hinein in neue Eheverstrickungen – teils berührend.
Die Charaktereigenschaften des Ehemannes Sam sind etwas gewöhnungsbedürftig. Annie als treu sorgende, stets einfühlsame Ehefrau - selbst nach 17 Ehejahren – fühlt sich jedoch an der Seite dieses Mannes sehr wohl. Dagegen ist ihr Verhältnis zur Mutter, der erfolgreichen Schauspielerin, das ganze Gegenteil davon.
Da Annie im aufklärerischen Gespräch über ihre tödiche Diagnose+ mit ihrem Mann auf die ehrliche, direkte, offene Art nicht erfolgreich ist, verfällt sie auf die Idee eines schriftlichen Ratgebers, damit er nach ihrem Ableben besser klarkommen sollte. Eine solche Idee finde ich nicht schlecht, gut gemeint. Den dort eingehaltenen Schreibstil finde ich angenehm, berührend, liebevoll.
Annies Mutter entpuppt sich als praktisch denkende Macherin, wenn auch versnobt. Ihr kommt in diesem Roma eine wichtige Rolle als Vermittlerin zu, was schließlich zu einem ‚Happy End‘ für alle Beteiligten führt.

Bewertung vom 13.05.2022
Burns, Anna

Amelia


weniger gut

Der Schreibstil ist neben dem Inhalt gewöhnungsbedürftig.
Nordirland mit all den jahrelangen Reibereien bis zu brutalen Kämpfen zwischen Katholiken und Protestanten – dieses Land steht im Mittelpunkt des Geschehens hier, weniger aus politischer Sicht, eher über die Familie von Amelia Boyd Lovett, einen Zeitraum von 1969 bis 1994 beschreibend, mit ihr als Achtjährige beginnend und mit sehr derben Schilderungen von Gewalt, Terror, Vergewaltigung etc. im weiteren Verlauf ihres Lebens.
Der Schreibstil der Autorin Anna Burns sagt mir nicht zu. Die Schilderungen rund um Amelia mit all ihren idiotischen Grausamkeiten, mit derart primitiven, gewaltsamen Darstellungen von weiteren Familienmitgliedern stößt mich derart ab, sodass es für mich kein Lesevergnügen ist und ich in der Mitte des Buches einfach abgebrochen habe zu lesen.
Das Cover wirkt bildlich zu harmlos mit dem gekreuzten Pflaster auf einem Mädchenknie. Die psychische Belastung für junge Menschen in Nordirland mit all ihrem Terror kommt nicht zum Tragen.

Bewertung vom 11.05.2022
Weiß, Sabine

Düsteres Watt / Liv Lammers Bd.6


gut

Eine Adelsfamilie im Fokus der Ermittlungen mit schwachem Schluss!
Die Sommerhitze auf Sylt, die unersättliche Presse und die Aufklärung des Todes eines Mannes aus einer Adelsfamilie mit all ihren Klischeevorstellungen stehen im Mittelpunkt der polizeilichen Arbeit mitten in der Urlaubszeit. Der Fund einer weiteren Leiche, einer gesuchten Frau, heizt die bisherigen, wenig erfolgreichen Ermittlungen an. Liv Lammers als Kommissarin wird durch den Tod ihres Vaters nun auch persönlich getroffen.
Insgesamt sagt mir die Aufklärung dieser Mordfälle zum Schluss des Krimis nicht zu. Es soll sich wohl um Auftragsmorde handeln, aber in wessen Auftrag bleibt leider im Dunkeln.

Bewertung vom 09.05.2022
Newman, T. J.

Flug 416


ausgezeichnet

Hochspannung pur!
New York mit dem J.F. Kennedy-Flughafen ist das Ziel des Flugzeugs aus Los Angeles, besetzt mit 149 Seelen an Bord. Der Kapitän des Coastal Airways Flugs 416 - Bill Hoffman – erhält kurz nach seinem Start einen folgenschweren Anruf: Entweder bringt er das Flugzeug mit 149 Menschen an Bord zum Absturz, oder seine Familie wird getötet.
Was alles in 10.000 Meter Flughöhe passiert, wird spannend beschrieben in kreativen Abfolgen ohne Spannungsverlust. Sämtliche beteiligten Charakteren kommen sehr menschlich, im positive wie negativen Sinne, rüber. Alles zielt auf ein verdientes ‚Happy End‘ hin zur Beruhigung der eigenen, aufgewühlten Fantasie des Lesers.
Das Cover führt eindeutig, direkt und klar zum Thema des Thrillers hin.

Bewertung vom 08.05.2022
Harlander, Wolf

Schmelzpunkt


ausgezeichnet

Grönland - ein äußerst spannender Schauplatz!
2019 verbrachte auch ich eine Rundreise über 14 Tage durch Grönland mit Zwischenaufenthalt in Reykjavik, Island. Ilulissat, Nuuk und angrenzende Buchten mit ihren Gletschern, vorbeiziehenden Eisbergen, Walen, reichlichem Fischbestand und tonnenweise Krill sind mir noch lebendig in Erinnerung. Beim Lesen habe ich mich in 3 D voll in diese spannende Szenerie hineinversetzen können, auch wenn ich selbst keine Robben und Eisbären angetroffen habe, dafür aber ein Forschungsschiff im Hafen von Ilulissat. Und ein Aufenthalt fern ab auf einer verlassenen Forschungsstation war auch möglich – ganz ohne Waffen Abenteuer pur.
Spannend von Anfang an mit harmonischen Ende – sehr empfehlenswerter Lesestoff!