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easymarkt3
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Insgesamt 850 Bewertungen
Bewertung vom 04.05.2022
Below, Christin-Marie

Café Meerblick


gut

Ein Roman rund um Norderney, Freundschaft, Backen und positive Trauerbewältigung!
Die Bewältigung des Verlustes der besten Freundin Sophie, zu jung verstorben, steht im Mittelpunkt. Mona, wohnhaft in Duisburg, nicht gerade zufrieden in ihrem beruflichen Umfeld, trauert selbst nach einem Jahr immer noch um sie. Letztendlich hilft ein Tagebuch mit Eintragungen von Sophies Lieblingsort ihr auf der Suche nach Trost und Kraft genug für einen Neuanfang auf Norderney, insgesamt reizvoll beschrieben mit liebevollen Insulanern und Naturschönheiten dieser Insel. Ihren Neuanfang startet Mona als gelernte Konditorin in dem leerstehenden Café von Ole. Außerdem lernt sie den jungen Koch Tjark genauer kennen neben Caro, die nicht nur schöne Steine vom Strand bemalt und diese optisch dort wieder in Szene setzt.
Dieser Roman lädt ein zu einem Sommerurlaub auf Norderney, der trotz dieses traurigen Hauptthemas etwas Romantik versprüht – alles in leicht swingender Schreibweise miteinander verwoben.

Bewertung vom 03.05.2022
Brown, Roseanne A.

A Song of Wraiths and Ruin. Die Spiele von Solstasia / Das Reich von Sonande Bd.1


gut

Voller exotischer, fremdländischer Magie, Fantasie und Kampfgeist – Science Fiction pur!
Viel Wissen über die marokkanische Kultur scheint hier verarbeitet worden zu sein. Auf mich macht dieses Buch den Eindruck, aus einem Fundus aus den Geschichten aus 1001 Nacht entschlüpft zu sein – nicht nur von der Namensgebung für die beteiligten Personen her, sondern das ganze Ambiente rund um die trommelnde Geschichtenerzählerin, die Erwähnung von viel Sand und Lehmbauten, von Ahnenerzählungen und boshaften Geisterwesen in düster, bedrohlicher Atmosphäre.
Ist dies auch eine Liebesgeschichte? Karina und Malik stehen dabei im Fokus. Aber auch die Geschwisterliebe wird hier stark betont. Für Jugendliche ist dieses Buch geeignet.
Das Covermodel hat wohl die Hauptfigur Karina zum Leben erweckt, farblich ist alles in dunklen Farben kreiert.

Bewertung vom 02.05.2022
Crossan, Sarah

Verheizte Herzen


sehr gut

Eine verheiratete Frau trauert um ihren plötzlich verunglückten, verheirateten Geliebten!
Wohin mit all der Trauer und den Schuldgefühlen, wenn man im Streit endgültig und sehr überraschend von dem Liebhaber nach mehreren Jahren des heimlichen, unentdeckten Zusammenseins getrennt wird. So ganz ohne offenen, ehrlichen Abschied nehmen zu können könnte man sehr leicht in Depressionen verfallen, seine eigene Familie - hier zwei kleinere Kinder und den Ehemann – total vernachlässigen. Erst recht nach einer Abtreibung leidet Ana, erfolgreiche Anwältin und Testamentsvollstreckerin, nicht nur an körperlichen Schmerzen. Connor, ihr Klient und heimlich Geliebter, bietet Ana nicht mehr als diese heimliche Treffen, und so sucht sie mit Besessenheit den Kontakt zu Rebecca, der unwissenden Witwe, um ihre inneren Qualen rund um ihren Geliebten zu bewältigen.
In Versform geht es hier um viele quälende Trauermomente im Leben.

Bewertung vom 02.05.2022
Fuglehaug, Randi

Todesfall / Agnes Tveit Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Ein Vergewaltigungsfall in Norwegen – Spannend!
Die Eröffnung des Extremsport-Festivals in Voss zum 10-jährigen Bestehen fällt fatal aus: Der Fallschirm von Veslemøy Liland, einer von vier befreundeten, erfahrenen Fallschirmspringerinnen öffnet sich nicht, denn es wurde daran manipuliert, Plomben fehlen und tauchen später nicht auf. Die Journalistin Agnes Tveit, 39 Jahre alt, kehrt mit ihrem Partner aus Oslo zurück in den Norden in ihre Heimat und spielt ‚Sherlock Holmes’ rund um diese jungen, sportlichen, wohl sehr engen Freundinnen.
Es entwickelt sich ein kompliziertes Puzzle mit Teilen, die zurückgehen ins Jahr 1989, mit gravierenden Vorkommnissen rund um die Abiturfeiern: Opfer ist Veslemøy Liland, Täter ist Vegard Saue, jetzt Bezirksstaatsanwalt. Hat jemand die Beweise im Vergewaltigungsfall an sich genommen? Hat die Polizei damals Sicherheitsmaßnahmen unterlassen und wenn ja, warum? Viele weitere Fragen versucht Agnes in schneller, rastloser Folge nicht nur für sich zu beantworten.
Spannend geschrieben!

Bewertung vom 30.04.2022
Kürthy, Ildikó von

Morgen kann kommen


sehr gut

Ein witziger, warmherziger Roman über gestresste Menschen in heiklen Lebensphasen – humorvoll, nachdenklich!
Eine zerstörerische Beziehung nach 15-jähriger Ehe wird beendet, Wechseljahresbeschwerden und Probleme mit der Pubertät werden humorvoll beschrieben rund um die Villa Ohnsorg in Hamburg und Aufenthalten an der nahen Küste, mit dem Ausgangspunkt der schicksalhaften, unerwarteten Wende in München inklusive der vergessenen Kopie in einer dortigen Drogerie. Diese zeigt nämlich ein Foto eines nackten Mannes, und folgenschwere Begegnungen von Beteiligten in ihrer Lebensmitte quälen sich mit wichtigen, lebensverändernden Fragen: Loslassen oder Festhalten an der Beziehung mit dem Partner? Reichen die Kraft und der Mut zu einem Neuanfang?
Wenn dies mit dem Gefühl der Zuversicht beantwortet wird, kann der Morgen kommen.
Die im Buch eingestreuten Illustrationen lockern den Text künstlerisch geschmackvoll auf.

Bewertung vom 28.04.2022
Vallejo, Irene

Papyrus


ausgezeichnet

Sehr interessantes Sachbuch über die Welt der Buchstaben, Schrift und Bücher!

Dieses Buch führt im ersten Teil in die sehr umfangreiche Geschichte der Griechen und ihren Anfängen seit Alexander dem Großen, während der zweite, kürzere Teil den Römern und ihrem Umgang mit Literatur, Zensur, Bibliotheken etc. gewidmet ist. Es entfaltet sich eine abenteuerliche Reise zu den Anfängen der Bibliothek von Alexandria bis zum Untergang des Römischen Reiches. Bei vielen Stationen werden klassische Werke verbunden mit zeitgenössischen Werken der Literatur und Filmindustrie, die zu eigenen Gedankengängen und Debatten einladen.
Je nach Lebenssituation, Alter und/oder Geschlecht verhilft ein Buch seit Jahrhunderten, besonders in Zeiten der Not, des Eingeschlossenseins, der Gewalt und der Angst etc. zu geistiger Annäherung und Verständnis, zu Entspannung und gedanklichen Reisen in neue, uns unbekannte Welten.

Bewertung vom 25.04.2022
Lee, Jonathan

Der große Fehler


sehr gut

Der berühmteste vergessene New Yorker Andrew Haswell Green – Interessanter historischer Rückblick!
Andrew Haswell Green und seine Errungenschaften: Parks, Brücken, Museen. Seine Bemühungen, ein faireres, geordneteres öffentliches Schulsystem in New York einzurichten, als er Präsident des Bildungsrates war. Seinen unermüdlichen Kampf gegen die Korruption als oberster New Yorker Rechnungsprüfer. Seine maßgebliche Rolle bei der Gründung der ersten großen öffentlichen Bibliothek der Stadt, nach dem Tod seines von Büchern besessenen Freundes Samuel Tilden 1886. Oder dass die bestehende City of New York mit Brooklyn, dem westlichen Queens County und Staten Island zu dem Greater New York verbunden hatte.
Seine Kritiker nannten es den Großen Fehler von 1898 und hinterfragten, wie er dadurch, dass er Brooklyn seine Unabhängigkeit genommen habe, den Titel »Vater von Greater New York« verdienen konnte.
Der Titel des Buches ‚ Der große Fehler‘ könnte sich auch beziehen auf die Verwechslung des oben genannten Opfers mit dem Geschäftsmann John F. Platt, dem Liebhaber von Hannah Elias, denn Andrew Haswell Green wurde 1903 vor seiner Haustür durch fünf Schüsse fälschlicherweise erschossen - ein großer Fehler, der auf dem Faible einer Hure für Spitznamen basierte. Ein Fremder hielt ihn für einen anderen Mann mit dem Kodenamen Mr. Green.
Das Cover zeigt einen Elefanten und nimmt damit Bezug auf Topsy und ihren Pfleger Mr. Ault. Liquidiert sollte diese tierische Kreatur auf Coney Island werden, nachdem ihr angetrunkener Pfleger auf dem Nacken des Tieres den Luna Park verlassen hatte und einen Menschenauflauf auf ihrem weiteren Weg auf der Surf Avenue verursachte. Da bei Verhaftung des Tierpflegers der Elefant jedoch im Türrahmen des Polizeipräsidiums stecken blieb und laut trompetete, suchten zwei Polizisten in einer Zelle Zuflucht. Doch Inspector McClusky, der zuständige Kommissar im Mordfall von Andrew Haswell Green, kritisierte die Feigheit und auch überzogene Reaktion der Polizei in dieser Sache.

Bewertung vom 22.04.2022
Riekel, Patricia

Wer bin ich, wenn ich nichts mehr bin?


gut

Ein flotter Schreibstil, ein paar Lacher garantiert!

Der Umgang mit dem Älterwerden, verpackt mit Zukunftsplänen, der Vergesslichkeit beim Kurzzeitgedächtnis im Ruhestand. Von Themen wie ‚Wohnen im Alter‘ bis zum Testament inklusive der Grabrede sind viele weitere Aspekte dieser Lebensphase in diesem Buch berücksichtigt

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 22.04.2022
Thiele, Markus

Die sieben Schalen des Zorns


ausgezeichnet

Selbstbestimmt sterben mit welchen Hilfen – juristisches Minenfeld in der BRD?
Mit diesem Titel wird Bezug genommen auf die Bibel. Im Gespräch mit Pfarrer Braun geht es um die Johannesoffenbarung, in der Gott die alte Welt dem Erdboden gleichgemacht hat und seinen Zorn dabei auf sieben Schalen verteilt, die die Engel nach und nach auf die Erde ausschütten. Dabei trifft es jedes Mal den Hauptakteur Dr. Max Keller, der im Verlauf seines Lebens von ihm geliebte Menschen durch Tod verliert: seine Großmutter, Ehefrau und Tochter, seinen Vater inclusive Bauernhof, seine todkranke Tante Marie. Ihr assistiert er beim Sterben und erfüllt damit ihren letzten Wunsch, nachdem Alzheimer in fortgeschrittenem Stadium ihr Leben mehr als unwürdig gestaltet.
Inspiriert von wahren Fakten der Justiz in Deutschland liest sich dieser Roman wie ein Krimi rund um das Thema ‚Sterbehilfe‘ mit moralischen, religiösen und juristischen Diskussionen über das Recht auf einen selbstbestimmten Tod.

Bewertung vom 20.04.2022
Bohnet, Ilja; Naumann, Thomas

Das rätselhafte Universum (eBook, ePUB)


sehr gut

Eine interessante Reise vom Reise vom Mikro- zum Makrokosmos - allgemein verständlich!
Der erste Teil beschreibt das bisher erarbeitete physikalische Wissen, viele Welträtsel im Wandel der Zeit. Im zweiten Teil geht es um offene Fragen, um sieben fundamentale Welträtsel – stets für jedermann verständlich mit einigen anschaulichen Beispielen aus unserem Alltag. Während der erste Teil nur 5 % der Materie des Universums beschreibt, versuchen die Naturwissenschaften nun, die 95 % noch verstehen zu lernen. Die Philosophie befasste sich schon zu Zeiten Aristoteles zumindest in der Theorie – ohne jegliche Experimente – mit Fragen nach Raum und Zeit, nach Harmonie in der Welt, nach dem Leben aus dem Nichts oder nach Ideal und Wirklichkeit.
Auch ich müsste hier zugeben: Ich weiß, dass ich nichts weiß!