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claudi
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Stuttgart
Über mich: 
Ich bin eine absolute Leseratte und lese sehr viele Bücher vorab, unter anderem bei lovelybooks und vorablesen. Meine Lieblingsbücher sind Krimis,Thriller, Biografien, Dramen, humorvolles, christliche Literatur, aber auch ab und an ein Liebesroman.

Bewertungen

Insgesamt 1158 Bewertungen
Bewertung vom 05.06.2018
Spindler, Erica

Und niemand soll dir vergeben


sehr gut

"Willst du einen Augenblick glücklich sein, räche dich. Willst du ein Leben lang glücklich sein, schenke Vergebung." (Jean Baptiste Henri Lacord)
Louisiana 2002:
Randi Rader und ein Mädchen namens Cathy sind gefesselt und werden fast von einem Mann vergewaltigt, doch Randi sie kann sich rechtzeitig befreien und versucht nun Hilfe für Cathy zu holen. Doch keiner glaubt ihr, da sie schon öfters gelogen hat.
Lousiana heute:
Der College-Professor Richard Stark wird auf bestialische Weise in seinem Haus getötet und kastriert. PD Detective Miranda Rader leitet die Ermittlungen zusammen mit ihrem Partner Jack Billings. Eigenartig ist nur, das Stark einen Zeitungsartikel vom damaligen Fall von Randi in seiner Schublade hat. Doch Mirinda versichert Buddy ihrem Boss, das sie Stark noch nie vorher gesehen hat. Als man jedoch Mirindas Fingerabdrücke in seiner Wohnung findet und sie später auch noch den Polizisten von damals tot auffindet, spricht alles dafür keinen Zufall mehr zu sein. Den das ganze scheint immer mehr in Mirandas Vergangenheit zu führen, zu jener Nacht als sie noch Randi hieß und fast vergwaltigt wurde. Buddy zieht sie vom diesem Fall ab, lediglich Jake der ihr gesteht, dass er sie liebt, scheint von ihrer Unschuld überzeugt zu sein.

Meine Meinung:
Das unheimliche düstere Cover und die Leseprobe habe mich damals neugierig auf das Buch gemacht. Der Schreibstil ist sehr gut, locker und flüssig, so das man in Kürze in das Geschehen eintaucht. Der Plot ist nichts Neues, es geht um die Vergangenheit, bei der die damalige Ermittlerin fast vergewaltigt wurde. Nun viele Jahre später scheint jemand sie in ein Mordkomplott mit hineinzuziehen. Die Charaktere sind stimmig allerdings auch etwas oberflächlich gehalten, wobei mir am besten Miranda und Jake gefallen haben. Das dieses Buch ein Romantic-Thriller ist, habe ich erst später gelesen, ich finde aber das die Liebe und die Liebesszenen der beiden Ermittler der Geschichte nicht geschadet haben. Allerdings wirkten die Szenen für mich relativ emotionslos, da hätte man sicher mehr machen können. Außerdem hätte dem Buch noch ein wenig Spannung gutgetan, das war mir dann für einen Thriller doch ein bisschen zu wenig. Auch hätte ich gerne noch etwas mehr von Opfer und Täter erfahren, das war mir ebenfalls etwas zu flach. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten und ich erst kurz vor Ende wirklich die ganzen Zusammenhänge nachvollziehen können. Jedoch als "Meisterin darin, den Leser süchtig zu machen", wie Lisa Gardner der New York Times schreibt, kann ich diese Autorin nicht sehen, dazu gibt es weitaus bessere Thrillerautoren. Trotz allem bekommt dieses Buch 4 von 5 Sterne von mir.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.06.2018
Korten, Astrid

Gleis der Vergeltung


ausgezeichnet

"Beim Wort Kindesmissbrauch zuckt die Seele zweimal zusammen–das zweite Mal an der Unterstellung, es könne einen rechten Gebrauch von Kindern geben." (Peter Horten)
Eigenlich sollte 6. Mai 2010 ihr glücklichster Tag werden für Lynn von Raaben, den an diesem Tag will sie ihren Verlobten Benedikt H allberg heiraten. Doch alles kommt ganze anderes auf dem Weg zur Kirche verunglückt Benedikt tödlich. Für Lynn bricht eine Welt zusammen, den Benedikt war die Liebe ihres Lebens. Die traumatisiert Lynn kapselt sie sich immer mehr ab, den auch in ihrer Familie findet sie keinen Halt. Sieben Jahre später erfährt sie von einer Frau, das der Unfall von Benedikt gar kein Unfall war und drei Menschen schuldig wären. Zusammen schmieden sie einen perfiden Racheplan, der nicht mehr aufzuhalten ist. Doch als der erste Mord geschieht, kommen Lynn immer mehr Zweifel. Gleichzeitig fällt Lynn immer tiefer mehr in die Abgründe ihrer Vergangenheit, die grausame Dinge zutage bringen, von denen Lynn nichts geahnt hatte. Nicht nur der Tod ihres Bruders Yuri kommt gedanklich immer wieder hoch, sondern auch das Verhalten ihrer schrecklichen Mutter gab ihr schon immer Rätsel auf.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist für mich das beste, das ich bisher von der Autorin gelesen habe. Aber nicht nur das markante Cover mit der rothaarigen Frau auf den Gleisen hat mich begeistert. Der Schreibstil allerdings ist nicht immer einfach, den es gibt viele Handlungsstränge und extreme Sprünge der einzelnen Szenen. So bin ich auch anfänglich ziemlich verwirrt wie und wer diese Personen und Handlungen alle sind, fange aber auch an mitzurätseln. Das ist etwas das die Autorin außerordentlich gut beherrscht, so das ich als Leser deshalb auch immer tiefer in die Geschichte eintauche und sie mich nicht mehr loslässt. Doch erst am Ende habe ich dann wirklich die ganzen Zusammenhänge verstanden. Deshalb mein Rat an alle Leser haltet bis zum Ende durch, ihr werdet spätestens dann alles verstehen. Der Plot ist eine außerordentlich interessante Geschichte, die zwar für mich nicht neu war, aber immer wieder aktuell. Dass diese Geschichte teils auf wahren Begebenheiten basiert, macht das ganze noch skurriler. Nicht nur allein das ich von Lynns Racheplänen erstaunt bin, zu dem kam noch eine krasse Familie und deren Geheimnisse dazu, die mich wirklich erschüttert hat. Die Charaktere sind allesamt gut durchdacht, sodass sie für mich recht glaubwürdig und realistisch dargestellt wurden. Vor allem die traumatisierte Lynn hat mich überzeugt und emotional sehr aufgewühlt. Aber auch die Opfer, von denen man im Buch doch recht viel erfährt, haben mich teils sehr berührt. Am meisten verwirrt hat mich jedoch die Rückblende in eine grausamen Vergangenheit, die nur als "Sie" tituliert wurde und die mich bis zum Ende hat rätseln lassen. Im Laufe des Buches bemerkt man, das es noch eine zusätzliche Thematik gab, die in Kreisen in denen die von Raaben leben sicher noch heute totgeschwiegen wird. Ein Buch, das leise beginnt, hat am Ende eine große Botschaft für uns alle, nämlich die Augen nicht zu verschließen. Chapeau Astrid, das ist wirklich ein meisterliches Buch, dem ich eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne gebe.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.05.2018
Kiraly, Bettina

Boxenstopp für einen Kuss (Chick-Lit, Liebesroman)


sehr gut

Dies ist er zweite Band der Racing-Love Reihe und wieder einmal geht es um die Liebe zu einem Rennfahrer. Der Schreibstil ist wie schon beim Vorgängerband sehr gut und hat mich besten unterhalten. Schade nur das doch alles recht voraussehbar war und es wenig Überraschendes gab. Die Charaktere waren gut abgestimmt, auch wenn ich nicht ganz Marcs oberflächliche Art zu seiner Beziehung mit Greta verstehen konnte. Greta hingegen ist mir sofort sympathisch, auch wenn ich sie mitunter am liebsten gepackt hätte, weil sie so blauäugig und naiv war. Während mir Thimo richtiggehend leid tat, er war der was am meisten leiden musste. Ich war erstaunt mit wie viel Geduld er ausharrt und auf seine Chance wartet. Auch wenn ich schon weitaus emotionalere Bücher gelesen habe, hat mich doch die eine oder andere Szenen tief berührt. Nach "Poleposition für die Liebe " ist dies nun der zweite Liebesroman, den die Autorin aus dem Renngewerbe geschrieben hat und ich bin erstaunt was ihr dabei immer wieder für Geschichten einfallen. Schön ist das die Bücher doch ein wenig aufeinander aufbauen und man den einen oder anderen Charakter vom letzten Band erneut wiederentdeckt. Ein Buch, das ich jedem empfehlen kann, der gerne Liebesromane liest und vergebe deshalb 4 von 5 Sterne.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.05.2018
Schulz, Hermann

Auf dem Strom


sehr gut

"Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt." (Hippokrates)
Der Missionar Friedrich Ganse lebt mit seiner Familie in einem abgelegenen afrikanischen Dorf. Als er eines Tages von einer Reise in seine Missionsstation zurückkommt, ist seine Frau Eva tot und seine Tochter Gertrud lebensgefährlich krank. Der Heiler des Dorfes hilft Gertrud, so gut er kann, rät aber Friedrich sie ins Krankenhaus in die Stadt zu bringen. Doch diese 5-tägige Bootsfahrt ist nicht ungefährlich, nicht nur die Hitze, sondern noch weit schlimmere Gefahren drohen ihnen. Den während der Fahrt sind sie Gewittern, reißenden Stromschnellen, Krokodilen, Schlangen und vielen anderen Gefahren ausgeliefert. Immer wieder müssen sie in den Nächten bei Dörfern anhalten, um auszuruhen. Doch dadurch bekommt er auch viel Hilfe von andern Stämmen und Einwohnern Afrikas. Auch wen er vielen Dingen skeptisch gegenüber steht, nimmt er doch jede Hilfe gerne an, den seine Angst auch noch Tochter Gertrud zu verlieren ist groß. Während der Fahrt versucht er immer wieder Gertrud wachzuhalten und erzählt ihr dabei aus seinem Leben. Diese Bootsfahrt wird ihn für immer verändern, dabei kommt er seiner Tochter so Nahe wie nie zuvor.

Meine Meinung:
Eine Geschichte mitten aus dem Leben eines Missionars erwartete mich in diesem Buch. Die Kurzinfo hat mich neugierig auf diese Geschichte gemacht. Autor Hermann Schulz, dessen Vater selbst Missionar, beschreibt hier in diesem Roman teils biografisch, teils fiktiv. So finden sich dadurch so einige reale Begebenheiten, wie man am Ende des Buches entnimmt. Der Autor nimmt mich mit in ein kurzes Abenteuer mitten in der Einöde Afrikas. So spürte ich gut die Ängste und die Sorgen eines Vaters um sein Kind, nachdem er schon die Frau an dieser Krankheit verloren hat. Aber Schulz zeigt mir auch die Gastfreundschaft der Einwohner auf, die trotz Sprachbarrieren stets hilfsbereit sind. Gleichzeitig spürt man aber auch ein wenig das Hadern Ganses mit seinem Glauben aber auch mit Gott, weil er das Gefühl hat als Missionar versagt zu haben. Bei den Erzählungen über seine Vergangenheit bekam ich dann auch noch einen Einblick in seine Jugend auf dem elterlichen Bauernhof. Durch die Kürze des Buchs blieben zwar am Ende wenig Fragen offen, aber vielleicht hätte das eine oder andere Erlebnis durchaus mehr Tiefe haben können. Umrahmt wird das ganze mit einfachen Bildern in Naturfarben von Wolf Erlbruch, was sehr gut zu der Geschichte passt. Ein Jugendbuch, das einen in das Abenteuer Afrika eintauchen lässt und 4 von 5 Sterne von mir bekommt.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.