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Frimada
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Rhein-Sieg-Kreis
Über mich: 
Mutter von 3 Kindern (Mädchen, 15 Jahre und Junge, 11 Jahre. Mädchen, 7 Jahre), Vielleserin!

Bewertungen

Insgesamt 835 Bewertungen
Bewertung vom 13.01.2021
Heller, Leo

Der Gemüseflüsterer von Mainhattan


weniger gut

Ich hatte vorher noch kein Buch von Leo Heller gelesen, darum wusste ich auch nicht, dass der Gemüseflüsterer der zweite Band über den durchgeknallten Detektiv ist. Das hat aber beim Lesen nicht gestört. Es ist nicht so, dass einem wichtige Hintergrundinformationen fehlen würden.

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Krimikomödie. Die Charaktere, vor allem der Protagonist, sind tatsächlich etwas durchgeknallt. In der ganzen Geschichte ist vieles sehr übertrieben dargestellt, was aber zu dem Humor der Geschichte passt. Ebenso wie der Kriminalfall selber.

Man muss so einen Schreibstil mögen und den passenden Sinn für Humor haben. Dann ist das Buch sicherlich unterhaltsam. Mir hat es leider nicht besonders gut gefallen. Ich denke, Krimikomödien sind nicht das richtige Genre für mich.
Außerdem hat die Geschichte einige Schwächen für mich und einige langweilige Passagen. Ein richtiger Spannungsbogen lässt sich dadurch nicht erkennen.

Für mich keine Reihe, die ich weiterlesen möchte.

Bewertung vom 12.01.2021
Georgy, Renate

Wer keine Falten hat, hat nie gelacht


ausgezeichnet

Ein wirklich interessantes Buch, geschrieben von einer älteren Autorin an alle Frauen.
Die Autorin beschäftigt sich damit, wie sie ihr eigenes älter werden empfindet und beleuchtet, wie unsere Gesellschaft mit älter werdenden Frauen umgeht. Sie macht deutlich, dass die Gesellschaft es ist, die viele Frauen in einen Optimierungs- und Jugendwahn drängt und gibt Tipps, wie man sich daraus befreien kann.

Weiterhin vergleicht sie, wie unterschiedlich die Gesellschaft mit älteren Männern und älteren Frauen umgeht und analysiert die möglichen Ursachen dafür.

Ich finde die Thesen, die die Autorin aufstellt sehr interessant und absolut nachvollziehbar. Obwohl ich selber erst in meinen 40ern bin, ist das Älterwerden auch ein Thema, mit dem ich mich beschäftige. Ich fand es spannend, dieses Buch zu lesen.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch liest sich flüssig und humorvoll. Es ist definitiv kein trockenes Sachbuch, sondern informierend und unterhaltsam.

Bewertung vom 09.01.2021
Schäfer, Gerd;Land, Sina

Villa Konfetti


ausgezeichnet

Ich hatte heute einiges vor, aber dann habe ich angefangen, „Villa Konfetti“ zu lesen. Jetzt bin ich fertig… und erledige dann meine Arbeit wohl morgen!

Bewertung vom 08.01.2021
Kleis, Constanze

Das Leben ist zu kurz für Mimimi


sehr gut

Ich habe am Anfang etwas Probleme gehabt in das Buch hinein zu finden weil ich den Eindruck hatte, die Autorin wolle eigentlich nur sagen, dass man sich nicht so anstellen soll und dass alle möglichen Krankheiten eigentlich gar keine sind.

Aber im Laufe des Buches habe ich sie besser verstanden und kann ihr in vielen Bereichen sogar Recht geben. Sie sagt z.B., dass es vielen Menschen heute schwer fällt, auch mal emotionale Tiefs oder Belastungen auszuhalten, weil unsere Gesellschaft suggeriert, das einzige Ziel sei, wirklich glücklich zu sein. Negative Gefühle sind nicht gewünscht, für alles gibt es Coaches, Kurse usw.

Die Autorin macht deutlich, wie sich die Gesellschaft verändert hat und dass wir lieber "Mimimi" machen und die Verantwortung für unser Leben lieber an andere abgeben möchten.

Ich kann und möchte der Autorin nicht in allem zustimmen, aber das Buch hat mich auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht.

Bewertung vom 06.01.2021
Taysen, Jana

Wir Verlorenen


sehr gut

Bei diesem Jugendbuch handelt es sich um eine Dystopie. Es spielt in der Zukunft, wann genau erfährt man nicht. Auf jeden Fall nach Corona 2020, was im Buch ausdrücklich erwähnt wird.

Nach Corona hat eine weitere Pandemie, die Plage, den größten Teil der Menschheit vernichtet. Die Protagonistin Smilla, gerade erwachsen, und ihre 9 jährige Schwester Jera haben die Plage überlebt und versuchen nun, irgendwie weiter zu leben. Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Jeder Tag ist ein Kampf ums Überleben.

Smilla versucht, mit den gleichen Werten weiterzuleben wie vor der Plage. Es fällt ihr schwer, sich zu verstecken, jeden fremden Menschen als potentiellen Feind zu sehen und sich an die neuen Regeln zu halten.

Als sie plötzlich einen jungen Mann trifft, dem sie als Junge vor der Plage Nachhilfe gegeben hat, gerät ihr Leben noch weiter aus den Fugen. Sie möchte Falk vertrauen, merkt aber bald, dass er nicht der ist, der er zu sein scheint. Oder doch?

Ich finde dieses Jugendbuch sehr gelungen. Smilla ist eine sehr sympathische Protagonistin, ein Mädchen von nebenan. Man kann ihre Gefühle und Handlungen sehr gut nachvollziehen, so dass man als Leser schnell eine Bindung zu ihr aufbaut.

Die neue Welt nach der Plage ist erschreckend realistisch. Was genau passiert ist, erfährt man gar nicht im Detail. Aber auch das empfand ich als realistisch.

Auch das Handeln und Denken der anderen Charaktere ist gut durchdacht und nachvollziehbar.
Es ist ein Buch, das nicht nur eine spannende Geschichte erzählt, sondern auch moralische Fragen aufwirft. Können und müssen alte Werte und Regeln aufrecht erhalten werden? Wie wird man zu dem Menschen, der man ist? Was bringt einen Menschen dazu, Böses zu tun usw.
Das sind interessante Fragen, die besonders das Verhältnis zwischen Smilla und Falk beeinflussen.

Die Autorin hat einen schönen, flüssigen und klaren Schreibstil. Das Buch ist nicht lang, hat aber dennoch viel Inhalt.

Die Geschichte (Überleben nach einer Katastrophe)ist nicht neu, aber zur Zeit durch Corona natürlich wieder aktuell. Und das ist in meinen Augen auch gut so.

Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung für Leser ab ca. 14 Jahren.

Bewertung vom 04.01.2021
Jarck, Volker

Sieben Richtige


sehr gut

Dieses Buch hat mir gut gefallen. Vor allem sprachlich finde ich es sehr überzeugend. Es ist toll geschrieben, und dadurch passiert in diesem Buch ganz viel, obwohl eigentlich gar nichts weltbewegendes passiert.

Es sind ganz alltägliche Geschichten, die hier zu lesen sind. Das besondere ist, dass sich hier die Geschichten mehrerer Menschen treffen und miteinander verweben.

Hier ist der Zufall der Dirigent, der dafür sorgt, dass aus den Leben mehrerer Menschen eine Geschichte wird. Und wie der Autor dies geschrieben hat, gefällt mir wirklich gut.

Es ist aber auf jeden Fall ein Buch das man nicht mal eben flüssig nebenbei lesen kann. Durch die vielen Sprünge von Ort zu Ort und von Zeit zu Zeit, muss man sich konzentrieren, um das große Ganze zu erfassen.

Bewertung vom 03.01.2021
Neuhaus, Nele

Sommer der Wahrheit / Sheridan Grant Bd.1


schlecht

Ich liebe die Taunus Krimis von Nele Neuhaus weil sie es versteht, mit ihrem flüssigen und klaren Schreibstil eine tolle Dynamik in ihren Büchern zu erschaffen, so dass der Spannungsaufbau unheimlich gut gelingt und man regelrecht in die Geschichten hineingezogen wird.

Leider ist der Autorin das bei diesem Buch, welches der erste Band einer Trilogie ist, so gar nicht gelungen.
Es ist auch flüssig geschrieben, wird aber einfach nicht wirklich spannend. Die Schicksalsschläge der jungen Protagonistin Sheridan sind einfach too much. Irgendwann wirkt die Geschichte dadurch unglaubwürdig.

Sheridan ist noch jung, aber dennoch hat mich ihre Naivität und ständiges neu verlieben echt genervt. Ich finde sie unsympathisch- was ein bißchen doof ist bei einer Trilogie. Denn für mich ist ganz klar dass ich Band 2 und 3 nicht lesen werde!

Ich habe übrigens auch in das Hörbuch reingeht, weil ich dachte, darüber finde ich vielleicht einen besseren Zugang zur Geschichte aber leider finde ich die Sprecherin ganz schrecklich. Ich konnte es mir nicht zu Ende anhören.

Übrigens ist dieses Buch schon 2014 erschienen, wenn ich richtig recherchiert habe. Da allerdings noch unter dem Pseudonym Nele Löwenberg. An Stelle der Autorin hätte ich es dabei belassen. Von mir leider keine Leseempfehlung!

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.01.2021
Mullen, Thomas

Die Stadt am Ende der Welt


schlecht

Ich fand den Klappentext dieses Buches sehr vielversprechend, gerade weil wir ja gerade mit Corona eine Pandemie erleben. Ich dachte es sei spannend zu lesen, wie die Menschen 1918 mit einer anderen Pandemie nämlich der spanischen Grippe, umgegangen sind.

Leider fand ich dieses Buch dann alles andere als spannend. Ja, es werden einige interessante moralische Fragen angeschnitten, aber dennoch fand ich das Buch so langweilig dass ich es ab der Hälfte nur noch überflogen habe. Und schon die erste Hälfte hat sich extrem in die Länge gezogen.
Den Schreibstil habe ich als sehr nüchtern empfunden. Dem Autor ist es damit nicht gelungen, Spannung bei mir aufzubauen. Dazu kommt, dass die Geschichte sehr vorhersehbar ist.

Für mich war das Buch also leider nichts.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.12.2020
Klementovic, Roman

Wenn das Licht gefriert


sehr gut

Dieser Thriller hat mir wirklich gut gefallen! Es gibt keinen Protagonisten, der ermittelt und einen Fall löst, sondern eine ältere Frau, die mit ihrem an Alzheimer erkrankten Mann zusammenlebt.
Vor 22 Jahren ist in ihrem Ort ein Mord geschehen, und als dieser Fall im Fernsehen plötzlich neu aufgegriffen wird, bewegt es ihren Mann mehr, als Elisabeth erwartet hätte...

Die Alzheimer Thematik ist sehr gut umgesetzt und eingebunden worden. Man merkt, dass sich der Autor damit wirklich auseinander gesetzt hat. Es wird auch sehr gut deutlich, was die Erkrankung ihres Mannes für Elisabeth bedeutet und welche Auswirkungen sie hat. Das fand ich klasse, denn es bringt eine tiefe Menschlichkeit in die Geschichte.
Die Erkrankung ist auch wirklich gut in die Geschichte eingeflochten und birgt unvorhersehbare Wendungen.

Ich will nicht zu sehr spoilern, daher möchte ich ich eigentlich nur noch sagen dass der Thriller es schafft, sehr schnell Spannung aufzubauen und auch zu halten. Er ist wirklich gut geschrieben und hat mich von Anfang an gefesselt. Ich empfehle ihn weiter!

Bewertung vom 22.12.2020
Beck, Haylen

Lost You - Ich werde dich finden


sehr gut

Diesen Thriller habe ich in einem Rutsch durchgelesen, weil er wirklich spannend war.

Sehr schnell hatte ich den Eindruck, schon zu wissen, was geschundenen wie er enden würde, wurde dann aber doch überrascht. Und solche Überraschungen machen für mich einen guten Thriller aus.

Spannend war die Geschichte auch, weil ich die Gefühle und Handlungen beider Protagonistinnen sehr gut nachvollziehen konnte, und es dadurch unmöglich war, mich auf eine Seite zu schlagen. Das hat die Autorin wirklich gut hinbekommen.

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, der Spannungsaufbau absolut gelungen.

Da ich von diesem Buch vorher noch nichts gehört habe, habe ich es als überraschenden Glücksgriff empfunden.