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Uli Geißler
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Fürth/Bay.

Bewertungen

Insgesamt 768 Bewertungen
Bewertung vom 22.08.2008
Oren, Rony

Die fabelhafte Welt der Knete, Haus- und Bauernhoftiere


ausgezeichnet

Witzig Geschöpfe selbst schaffen

Knetfiguren aus formbarer Masse haben inzwischen schon Kultcharakter erreicht, denn es gibt eigene Kinofilme oder TV-Serien oder auch eine Vielzahl von Werbesequenzen mit diesen meistens witzig animierten Weichgestalten.

Der Autor ist ein profunder Gestalter derartiger Figuren, verfügt über dreißig Jahre Kneterfahrung und bietet in seinem Werkbuch für jede und jeden gut nachvollziehbar die Anleitungen für ein gutes Dutzend ausdrucksstarker Tierfiguren. Dabei legt er Wert darauf, grundsätzlich mit guter (!) Knetmasse zu arbeiten, benennt Kriterien, woran man eine solche Masse erkennt und zeigt dann anhand kleinteiliger Knetvorgänge Teilchen für Teilchen, wie sich aus verschiedensten Würsten und Kügelchen Schnecken, Frösche, Hühnchen, Kühe, Schafe, Katzen, Schildkröten und Anderes gestalten lässt.

Alle einzelnen Arbeitsschritte können anhand der farbigen und übersichtlichen Bildsequenzen nachgeformt und überprüft werden und ein abschließendes, ganzseitiges Bild zeigt das Endergebnis, weckt jedoch auch gleichzeitig die Fantasie für mögliche weitere ergänzende Figuren oder eine mögliche Geschichte.

Das Animationsbuch für Animationsfiguren gefällt durch die kinderleicht nachzubildenden Gestalten und Objekte, die witzigen Charaktere, den leicht verständlichen Text und die Lust weckende Präsentation durch die vielen Schritt-für-Schritt-Darstellungen im Großformat. Ein spaßig-anregendes Buch für kreatives dreidimensionales Gestalten.

© 8/2008, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
Uli Geißler aus Fürth/Bay.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.08.2008
Nitsch, Cornelia

Kleine Kinder, große Talente


sehr gut

Begabungen von Kindern erkennen und fördern

Kinder stecken voller Ideen, Fantasie und Witz, verfügen über vielerlei Begabungen und Fähigkeiten. Der Alltag verhindert oftmals, diese Potenziale sichtbar werden zu lassen. Manchmal werden sie nicht erkannt oder sogar aus falschen Sicherheits- oder Erziehungsidealen unterdrückt. Dabei wollen doch alle Eltern, dass ihr Kind sich gut entwickelt, die passende Förderung erhält und sich gut in der Welt behaupten kann.

Die erfahrene Autorin beschreibt in diesem Buch, auf welche Weise sich in den unterschiedlichsten Bereichen Begabungen und Fähigkeiten entdecken lassen, wie man kritisch und doch motivierend die eigenen Kinder fordern und fördern kann. Dabei sollen nicht falsche Ideale sondern vielmehr der eigene Antrieb der Kinder als Motivation für ein Vorankommen genutzt werden und leitend sein.

Die kurzen und verständlich abgefassten Kapitel befassen sich mit der generellen Förderung von Mädchen und Jungen, Gefühlen, Umgang mit Anderen, Denken, Geistiger und Körperlicher Bewegung sowie dem kreativen Schaffen und Gestalten. Eine Einleitung eröffnet die Sicht auf das Thema und viele konkrete Beispiele für die Wahrnehmung, Einordnung und Unterstützung von Kindern sowie zahlreiche spielerische Anregungen bieten Material für eine gelingende Erziehungs- und Begleitungspraxis.

Dabei wird keinerlei Druck oder verkrampfter Einsatz erzeugt oder verlangt, vielmehr bestimmt die kritische Selbstbetrachtung und ständige vergleichende Reflexion eine große und zur Verhinderung von Enttäuschungen nötige wichtige Rolle. Die Stärkung des Selbstwertgefühls und der erlebte Spaß am – bisweilen – gemeinsamen Lernen und ins Leben wachsen stehen an erster Stelle. Die Balance zwischen Forderung und Gelassenheit zu halten ist eine wirksame Möglichkeit, mit einem guten Gefühl für das Glück der Kinder und damit auch für das eigene zu sorgen.

© 8/2008, Redaktionsbüro Uli Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
Uli Geißler aus Fürth/Bay.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.08.2008
Klein, Zamyat M.

Das tanzende Kamel


gut

Kreative und bewegte Spiele für Seminare

Das Buch der erfahrenen Trainerin und Pädagogin bietet eine gut ausgewählte Sammlung witziger, erprobter und wirkungsvoller Ideen und Anregungen, um Gruppen in Seminar- und Schulungszusammenhängen zielgerichtet zu motivieren, zu unterhalten oder zu kreativen Miteinander anzuregen.

Es sind Bewegungs- und Motivationsspiele, Konzentrationsübungen und auch Lernspiele, die praxisgerecht erläutert werden. Dabei legt die Autorin Wert auf eine ausführliche Beschreibung der Regeln, aber insbesondere auch auf zu beachtende Besonderheiten, Schwierigkeiten oder Kniffe, die zur Anleitung der Spiele wichtig sind. Neben Vorbereitung, Methodenbeschreibung, Verlauf und besonderen Hinweisen ist der so genannte „Brückenschlag“, also der Transfer in die Praxis, entscheidend. Hier bietet die Autorin genügend Anschlüsse und Verbindungen zwischen Spielerlebnis und pädagogischen Alltag.

Die meisten Spiele eignen sich gut für Mitarbeitende in der Arbeit mit Kindern und Jugendliche, ob sie jedoch dem Anspruch ausnahmslos bei Managerschulungen angebracht sind, muss gut überprüft werden, hängt es doch sehr von den zu vermittelnden Inhalten, der Zusammensetzung, den Erfahrungen und Erwartungen der Teilnehmenden ab. Schließlich sind spielungewohnte Menschen nicht unbedingt für jeden Spaß zu haben oder haben zumindest gewisse Hemmschwellen oder Berührungsängste, auf die es Rücksicht zu nehmen gilt.
Gut geordnet, mit eindeutigen Angaben zu Zeit, Gruppe, Ziel, Material, Form und Spieldauer finden sich in den einzelnen Kapiteln kreative Spiele und Übungen zur Aktivierung und Konzentration, Rhythmus und Bewegung, zur gezielten Inhaltsvermittlung sowie selbstverständlich zu Spaß und Unterhaltung. Zur Erleichterung können einige Spiele und Übungen auch als kurzer Videofilm im Internet betrachtet werden. Oder man kauft sich die ergänzende DVD, welche 33 der Spiele im Film darstellt.

Wer also Seminare oder Schulungen für Mitarbeitende in der Kinder- und Jugendarbeit durchführt, findet einen guten, wenn auch leider etwas überteuerten Fundus an Ideen zur Gestaltung und Begleitung von Gruppen, die vergnüglich sind und hilfreich den Gruppenprozess unterstützen.

© 8/2008, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Spiel- und Kulturpädagoge, Fürth/Bay.
Uli Geißler aus Fürth/Bay.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.08.2008
Klüpfel, Volker; Kobr, Michael

Milchgeld / Kommissar Kluftinger Bd.1 (3 Audio-CDs)


gut

Kluftingers erster Fall – hörenswert
Noch immer glaube ich ein Buch zu lesen, als zu hören, sei besser für die eigenen Bilder im Kopf. Dennoch ließ ich mir den Kriminalroman der beiden Allgäuer Autoren einmal vorlesen. Schon hatte der freundlich-urwüchsige Protagonist Kluftinger eine ganz andere Stimme, als ich es mir vorstellte und erst Recht all die Anderen, die zu Wort kamen. Das ist vermutlich das Manko der Hörbücher.

Trotzdem, nach einer Weile gewöhnt man sich an die beiden dialektgefärbten Leser und verfolgt die Geschichte mit wachsender Spannung. Irgendwie ist es eine „kleine“ Geschichte, vielleicht sogar typisch für einen lokalen Aufreger. Alles scheint schnell logisch und wirkliche Überraschungen gibt es kaum. Gut, dass der Krimi lokalkoloriert ist. So bereitet es dann doch ein gewisses Vergnügen, dem Wechsel der vorlesenden Stimmen zu folgen. Etwas farblos aber durch das Dialekt gefärbte Idiom liebenswert tragen die beiden Autoren ihren eigenen Roman fehlerfrei vor.

Der sympathische Kommissar und seine ebenso netten, witzigen, wenn auch irgendwie klischeehaften Dialoge mit seiner Frau und nicht zuletzt sein ruhiges und doch zielführendes Vorgehen bei der Lösung des Falls gefallen. Man möchte mehr von ihm lesen oder vielleicht doch lieber hören.

© 8/2008, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
Uli Geißler aus Fürth/Bay.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.08.2008
Pouyet, Marc

Ideenbuch Landart


ausgezeichnet

Schöpfung in der Schöpfung – Bildende Kunst im Einklang mit der Natur

Die Natur ist in ihrer Gestalt und Wirkung eigentlich unübertrefflich. Trotzdem reizt es den zur Gestaltung fähigen Mensch immer wieder, Hand anzulegen, eigene Vorstellungen und Ideen einzubringen und zu als schöpfendes Geschöpf zu wirken.

Der Autor und Künstler in erster Linie lässt sich dabei – endlich einmal auch zugegebener Maßen und daher lobenswert – von dem bekannten Landartkünstler Andy Goldworthy, aber in viel eindeutiger Weise von der Natur selbst inspirieren.
So entstehen Naturobjekte, Texturen, Flächen, Gebilde, Skulpturen, Linien, Formen, Strukturen und Wundersames aus dem, was der Lauf der Zeit in der Natur an Material bietet. Die Elemente finden dabei in anmutiger und ausdrucksstarker Weise Verwendung. Blätter, Wasser, Zweige, Früchte, Steine, Hölzer, Gräser, Steine, Eis, Schnee oder Sand nimmt Marc Pouyet auf, nutzt deren Beschaffenheit, um neue fantastische Werke für die Vergänglichkeit zu schaffen.

Die Fotografie ermöglicht begeisternde und ansprechende Erinnerungen der temporären Kunst. Nur so können außer dem Künstler selbst auch andere Sehende staunen und sich von der verschönerten Schönheit, dem Ausdrucksreichtum natürlicher Gegebenheiten und Dinde anziehen und bewegen lassen.

Das Buch bietet den Besuch einer natürlichen Ausstellung von etwa 500 Objekten, welche auf farbigen Bildern nicht nur zu betrachten sind, sondern in ihrer Einzigartigkeit und prächtigen Ansicht anregen, die uns umgebende Natur mit ganz anderen Augen zu entdecken. Es ist eine Tiefschürfung und Ermunterung zu eigener Kreativität im Sehen und vielleicht auch für das Selbstgestalten.

© 8/2008, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
Uli Geißler aus Fürth/Bay.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.07.2008
Pattison, Eliot

Das Ritual


gut

Kampf und Gewinn der Kulturen im Amerika des 18. Jahrhunderts

Der historische Kriminalroman lässt uns schnell Mitgefangener des wegen Hochverrats verurteilten Schotten Duncan McCullum auf den alten Segelschonern in den nach Pech und modrig riechenden Gefangenenkajüten unter Deck werden. Er soll in den Kolonien Amerikas dem Provinzfürsten Ramsey zur Hand gehen.

Schon bald nach dem Ablegen des Schiffes rettet er Sarah, die Tochter von Lord Ramsey vor dem Ertrinken, was ihm sicher Sympatien des Kolonialisten einbringt. Als zwei Morde geschehen, weisen rituelle, mystische Zeichen auf alte indianische Traditionen und Rituale hin. Schnell wird der zu sieben Jahren Gefängnis verurteilte Medizinstudent McCullum in ein Mordgeschehen hineingezogen, einerseits zwar als Verdächtiger, vielmehr jedoch als heimlicher Ermittler.

Auch stellt sich im Verlauf der Überfahrt für ihn heraus, dass er lediglich als Lockvogel für seinen Bruder dienen soll, welcher sich offenbar auf die „falsche“ Seite – nämlich die der Indianer Amerika’s – geschlagen hat. Deren Bekämpfung scheint nach wie vor das Hauptanliegen der Kolonialherren zu sein. Der Protagonist lernt Lister, einen weiteren und ebenfalls gefangen gehaltenen Schotten als Gleichgesinnten Partner kennen. Sie wollen das Geheimnis von „Stony Run“ aufklären, ein Ort, der fraglos eine große Bedeutung beim Zusammentreffen der Indianerstämme und im Hinblick auf die Morde hat.

Am Ziel Ihrer „Verlegung“ in die Gefangenschaft der Ramsey-Company angekommen, zeigt sich der vermutlich wahre Hintergrund der Vorfälle auf dem Schiff und die Verbindung zu den harten Auseinandersetzungen der Kolonialmächte und deren verbündeten Indianerstämmen wird offensichtlich.

Elliot Pattison hat nicht nur einen - leider etwas langatmigen – Historischen Roman verfasst, sondern vermittelt auch einen auszugsweisen Einblick in die unerträgliche und brutale Kolonialgeschichte der Freien westlichen Welt. Trotzdem spricht die Geschichte nicht richtig an. Alle „zieht sich“ irgendwie. Man kämpft mit Ablenkungsgedanken und bisweilen liest sich alles sehr schleppend. Doch: wer Historie mit einer fiktiven Geschichte verknüpft mag, wird seine Unterhaltung finden.

© 7/2008, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
Uli Geißler aus Fürth/Bay.

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Bewertung vom 13.07.2008
Silvester, Hans

Fliegende Träume


sehr gut

Drachen aus aller Welt – Entwicklung und Wesen

Dass Drachen steigen lassen längst kein reines Kinderspiel ist, dürfte sich inzwischen weit verbreitet haben. Viele attraktive und kunstvolle Gebilde tummeln sich immer wieder in den windumtosten Sphären strahlend blauer Himmelshöhen.

Dabei sind nicht nur technische Neuerungen und Flugtechniken zu bewundern, sondern auch komplizierteste Konstruktionen, außergewöhnlich gestaltete oder in Form und Größe geradezu unglaubliche Flugobjekte heben sich in die Lüfte.

Das Buch ist ein Leckerbissen. Es bietet – kurz, knackig und daher freilich nicht weitreichend tiefschürfend – eine gute und für die meisten Interessierten sicher zunächst ausreichende Darstellung der Geschichte, Entwicklung und Bedeutung dieser Flugdrachen papierner Art. Chinesische oder auch lateinamerikanische Drachenkonstruktionen und –gestaltungen werden erläutert und wie auch die aufgenommenen europäischen Objekte in zahlreichen farbenprächtigen Fotos ganzseitig gezeigt.

Ungewöhnliche, sehr abstrakte Drachen sind darunter, deren Flugfähigkeit geradezu unglaubhaft scheinen. Aber auch viele skurrile, geisterhaft wirkende oder sehr kunstvoll bis hin zu lustig gestaltete Windobjekte werden fotografisch einwandfrei dargestellt.

Immer wieder wird klar, dass es bei den Drachen keineswegs um ein Kinderspielzeug geht. Das kann es zwar auch sein, doch es sind in hohem Maße gestaltete Träume und Botschaften, oft künstlerisch aussagestark zusammengefügt und geformt, bemalt und vernäht, aerodynamisch berechnet und als Experiment oder Beweis in den Himmel gehoben.

Das Buch lässt die Faszination nicht nur erahnen, sondern sorgt fast schon zur Teilhabe am Geschehen, so kräftig und ausdrucksstark wirken die Gebilde auf die Betrachtenden. Ein schönes Buch zum Lesen und Informieren, vielmehr jedoch zum Blättern, Schauen und Staunen.

© 7/2008, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
Uli Geißler aus Fürth/Bay.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.