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Frimada
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Rhein-Sieg-Kreis
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Mutter von 3 Kindern (Mädchen, 15 Jahre und Junge, 11 Jahre. Mädchen, 7 Jahre), Vielleserin!

Bewertungen

Insgesamt 811 Bewertungen
Bewertung vom 06.01.2021
Taysen, Jana

Wir Verlorenen


sehr gut

Bei diesem Jugendbuch handelt es sich um eine Dystopie. Es spielt in der Zukunft, wann genau erfährt man nicht. Auf jeden Fall nach Corona 2020, was im Buch ausdrücklich erwähnt wird.

Nach Corona hat eine weitere Pandemie, die Plage, den größten Teil der Menschheit vernichtet. Die Protagonistin Smilla, gerade erwachsen, und ihre 9 jährige Schwester Jera haben die Plage überlebt und versuchen nun, irgendwie weiter zu leben. Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Jeder Tag ist ein Kampf ums Überleben.

Smilla versucht, mit den gleichen Werten weiterzuleben wie vor der Plage. Es fällt ihr schwer, sich zu verstecken, jeden fremden Menschen als potentiellen Feind zu sehen und sich an die neuen Regeln zu halten.

Als sie plötzlich einen jungen Mann trifft, dem sie als Junge vor der Plage Nachhilfe gegeben hat, gerät ihr Leben noch weiter aus den Fugen. Sie möchte Falk vertrauen, merkt aber bald, dass er nicht der ist, der er zu sein scheint. Oder doch?

Ich finde dieses Jugendbuch sehr gelungen. Smilla ist eine sehr sympathische Protagonistin, ein Mädchen von nebenan. Man kann ihre Gefühle und Handlungen sehr gut nachvollziehen, so dass man als Leser schnell eine Bindung zu ihr aufbaut.

Die neue Welt nach der Plage ist erschreckend realistisch. Was genau passiert ist, erfährt man gar nicht im Detail. Aber auch das empfand ich als realistisch.

Auch das Handeln und Denken der anderen Charaktere ist gut durchdacht und nachvollziehbar.
Es ist ein Buch, das nicht nur eine spannende Geschichte erzählt, sondern auch moralische Fragen aufwirft. Können und müssen alte Werte und Regeln aufrecht erhalten werden? Wie wird man zu dem Menschen, der man ist? Was bringt einen Menschen dazu, Böses zu tun usw.
Das sind interessante Fragen, die besonders das Verhältnis zwischen Smilla und Falk beeinflussen.

Die Autorin hat einen schönen, flüssigen und klaren Schreibstil. Das Buch ist nicht lang, hat aber dennoch viel Inhalt.

Die Geschichte (Überleben nach einer Katastrophe)ist nicht neu, aber zur Zeit durch Corona natürlich wieder aktuell. Und das ist in meinen Augen auch gut so.

Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung für Leser ab ca. 14 Jahren.

Bewertung vom 04.01.2021
Jarck, Volker

Sieben Richtige


sehr gut

Dieses Buch hat mir gut gefallen. Vor allem sprachlich finde ich es sehr überzeugend. Es ist toll geschrieben, und dadurch passiert in diesem Buch ganz viel, obwohl eigentlich gar nichts weltbewegendes passiert.

Es sind ganz alltägliche Geschichten, die hier zu lesen sind. Das besondere ist, dass sich hier die Geschichten mehrerer Menschen treffen und miteinander verweben.

Hier ist der Zufall der Dirigent, der dafür sorgt, dass aus den Leben mehrerer Menschen eine Geschichte wird. Und wie der Autor dies geschrieben hat, gefällt mir wirklich gut.

Es ist aber auf jeden Fall ein Buch das man nicht mal eben flüssig nebenbei lesen kann. Durch die vielen Sprünge von Ort zu Ort und von Zeit zu Zeit, muss man sich konzentrieren, um das große Ganze zu erfassen.

Bewertung vom 03.01.2021
Neuhaus, Nele

Sommer der Wahrheit / Sheridan Grant Bd.1


schlecht

Ich liebe die Taunus Krimis von Nele Neuhaus weil sie es versteht, mit ihrem flüssigen und klaren Schreibstil eine tolle Dynamik in ihren Büchern zu erschaffen, so dass der Spannungsaufbau unheimlich gut gelingt und man regelrecht in die Geschichten hineingezogen wird.

Leider ist der Autorin das bei diesem Buch, welches der erste Band einer Trilogie ist, so gar nicht gelungen.
Es ist auch flüssig geschrieben, wird aber einfach nicht wirklich spannend. Die Schicksalsschläge der jungen Protagonistin Sheridan sind einfach too much. Irgendwann wirkt die Geschichte dadurch unglaubwürdig.

Sheridan ist noch jung, aber dennoch hat mich ihre Naivität und ständiges neu verlieben echt genervt. Ich finde sie unsympathisch- was ein bißchen doof ist bei einer Trilogie. Denn für mich ist ganz klar dass ich Band 2 und 3 nicht lesen werde!

Ich habe übrigens auch in das Hörbuch reingeht, weil ich dachte, darüber finde ich vielleicht einen besseren Zugang zur Geschichte aber leider finde ich die Sprecherin ganz schrecklich. Ich konnte es mir nicht zu Ende anhören.

Übrigens ist dieses Buch schon 2014 erschienen, wenn ich richtig recherchiert habe. Da allerdings noch unter dem Pseudonym Nele Löwenberg. An Stelle der Autorin hätte ich es dabei belassen. Von mir leider keine Leseempfehlung!

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.01.2021
Mullen, Thomas

Die Stadt am Ende der Welt


schlecht

Ich fand den Klappentext dieses Buches sehr vielversprechend, gerade weil wir ja gerade mit Corona eine Pandemie erleben. Ich dachte es sei spannend zu lesen, wie die Menschen 1918 mit einer anderen Pandemie nämlich der spanischen Grippe, umgegangen sind.

Leider fand ich dieses Buch dann alles andere als spannend. Ja, es werden einige interessante moralische Fragen angeschnitten, aber dennoch fand ich das Buch so langweilig dass ich es ab der Hälfte nur noch überflogen habe. Und schon die erste Hälfte hat sich extrem in die Länge gezogen.
Den Schreibstil habe ich als sehr nüchtern empfunden. Dem Autor ist es damit nicht gelungen, Spannung bei mir aufzubauen. Dazu kommt, dass die Geschichte sehr vorhersehbar ist.

Für mich war das Buch also leider nichts.

Bewertung vom 30.12.2020
Klementovic, Roman

Wenn das Licht gefriert


sehr gut

Dieser Thriller hat mir wirklich gut gefallen! Es gibt keinen Protagonisten, der ermittelt und einen Fall löst, sondern eine ältere Frau, die mit ihrem an Alzheimer erkrankten Mann zusammenlebt.
Vor 22 Jahren ist in ihrem Ort ein Mord geschehen, und als dieser Fall im Fernsehen plötzlich neu aufgegriffen wird, bewegt es ihren Mann mehr, als Elisabeth erwartet hätte...

Die Alzheimer Thematik ist sehr gut umgesetzt und eingebunden worden. Man merkt, dass sich der Autor damit wirklich auseinander gesetzt hat. Es wird auch sehr gut deutlich, was die Erkrankung ihres Mannes für Elisabeth bedeutet und welche Auswirkungen sie hat. Das fand ich klasse, denn es bringt eine tiefe Menschlichkeit in die Geschichte.
Die Erkrankung ist auch wirklich gut in die Geschichte eingeflochten und birgt unvorhersehbare Wendungen.

Ich will nicht zu sehr spoilern, daher möchte ich ich eigentlich nur noch sagen dass der Thriller es schafft, sehr schnell Spannung aufzubauen und auch zu halten. Er ist wirklich gut geschrieben und hat mich von Anfang an gefesselt. Ich empfehle ihn weiter!

Bewertung vom 22.12.2020
Beck, Haylen

Lost You - Ich werde dich finden


sehr gut

Diesen Thriller habe ich in einem Rutsch durchgelesen, weil er wirklich spannend war.

Sehr schnell hatte ich den Eindruck, schon zu wissen, was geschundenen wie er enden würde, wurde dann aber doch überrascht. Und solche Überraschungen machen für mich einen guten Thriller aus.

Spannend war die Geschichte auch, weil ich die Gefühle und Handlungen beider Protagonistinnen sehr gut nachvollziehen konnte, und es dadurch unmöglich war, mich auf eine Seite zu schlagen. Das hat die Autorin wirklich gut hinbekommen.

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, der Spannungsaufbau absolut gelungen.

Da ich von diesem Buch vorher noch nichts gehört habe, habe ich es als überraschenden Glücksgriff empfunden.

Bewertung vom 21.12.2020
Holden, Wendy

Teatime mit Lilibet


sehr gut

Wie viele Menschen bin auch immer fasziniert von den europäischen Königshäusern und halte Queen Elisabeth für eine sehr interessante Persönlichkeit.

Die Idee, einen Roman zu lesen über die Gouvernante bzw. Hauslehrerin der Prinzessinnen Elisabeth und Margarete, fand ich sehr spannend. Zumal dieser Roman auf wahren Begebenheiten beruht.

Die Geschichte der Lehrerin Marion Crawford, deren Ziel es eigentlich war, arme Kinder in Slums zu unterrichten und die dann aber quasi die besten Jahre ihres Lebens mit den Prinzessinnen verbracht hat, ist wirklich interessant. Sowohl Marion selber, als auch ihr Erleben der Royals und ihrer Lebensumstände, sind wirklich faszinierend. Und auch so gut geschrieben, dass das Buch mich die ganze Zeit über zu fesseln vermochte.

Die Autorin hat einen sehr guten, unkomplizierten Schreibstil. Man hat den Eindruck, dass sie für dieses Buch intensive Recherche betrieben hat.

Mir hat es definitiv gut gefallen!

Bewertung vom 20.12.2020
Marly, Michelle

White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht


ausgezeichnet

Dieses Buch ist mein Weihnachtsbuch Highlight dieses Jahr! Es ist die Geschichte des Weihnachtslieder "White christmas", das in meinen Augen zu den schönsten Weihnachtsliedern aller Zeiten gehört.

In diesem Buch verfolgen wir die Geschichte des Schreibers dieses Liedes und erleben mit ihm eine wunderbare und tiefe Liebesgeschichte, die perfekt dafür ist, in der Weihnachtszeit gelesen zu werden, weil sie einfach berührend ist.

Das Buch lässt sich wunderbar leicht lesen und ist wirklich schön geschrieben. Und es beruht auf wahren Gegebenheiten, was ich bei Büchern sowieso sehr gerne mag.

Also, wer ein paar romantische Lesestunden verbringen möchte, sollte hier unbedingt zugreifen!

Bewertung vom 16.12.2020
Fuchs, Florian

Gnorl


sehr gut

Ich hätte dieses Buch aufgrund des Covers weder gekauft noch gelesen, weil es mir überhaupt nicht gefällt. Aber meine Kinder fanden es klasse und da sie nunmehr die Zielgruppe sind, habe ich es ihnen (12, 11 und fast 8 Jahre) vorgelesen.

Der Jüngsten hat es gar nicht gefallen. Die Geschichte war ihr zu actionreich und zu gruselig. Aber genau das war es, was meinen Jungs gut gefallen hat. Viel Action, Kämpfe, Geheimnisse, Fantasywesen... genau das, was ein gutes Buch für sie ausmacht!

Ich persönlich habe zu dem Buch keinen wirklichen Zugang gefunden, aber das ist ja bei einem Kinderbuch völlig egal.
Es ist sehr gut geschrieben, steigt schnell in die Geschichte ein. Die Spannung hält sich das ganze Buch über die Geschichte ist rasant und in sich logisch und gut durchdacht.

Die Protagonisten (2 Jungen und 1 Mädchen) bieten jedem Leser die Möglichkeit, sich zu identifizieren. Und die Fantasywelt, die der Autor unter der Erde geschaffen hat, ist wirklich detailliert.

Für meine Kinder sollen unbedingt noch mehr Bände folgen!

Bewertung vom 16.12.2020
Imboden, Blanca

Drei Frauen im Schnee


sehr gut

Dieses Buch ist so ein richtig schöner Frauenroman!

Die Protagonistin ist knapp 40 Jahre alt, verheiratet und hat 2 16jährige Zwillingsmädchen. In ihrem Leben läuft gerade nicht alles rund. Sie ist auf Jobsuche, fühlt sich genervt und unterdrückt von ihrer Schwiegermutter und hat das Gefühl, sie und ihr Mann distanzieren sich immer mehr voneinander. An Weihnachten und Silvester eskaliert die ganze Situation dann.
Zum Glück hat sie aber an Weihnachten 2 andere Frauen kennengelernt, die ihr Leben wirklich bereichern und denen sie auch ganz viel zurückgeben kann.

Ich möchte nicht spoilern, aber dieses Buch ist wirklich eine schöne Geschichte. Freundschaft, Veränderungen, Familie und gegenseitige Unterstützung sind Kernthemen, die einfach ganz wunderbar in ein Weihnachtsbuch passen. Mir hat es gut gefallen und beim entspannten Abschalten geholfen!