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gaby2707

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Insgesamt 2034 Bewertungen
Bewertung vom 03.03.2023
Ehmann, Simone

Fritzis Welt. JA, NEIN, MÄ


ausgezeichnet

Fritzis Welt
Wusstet ihr mit 6 Jahren auch schon ganz genau, was ihr werden wolltet?
Fritzi ist genau in diesem Alter, kann schon ganz alleine Pferde malen und möchte unbedingt Erfinderin werden. Da es bis dahin aber noch so lange dauert, wird sie erst mal Worterfinderin.
Was für ein Wort würdet ihr erfinden, wenn ja nicht passt, aber nein auch nicht richtig scheint? Fritzi hat schon einige andere neue Worte erfunden, sich nun ein neues Wort auch dafür ausgedacht und sagt ab jetzt MÄ, wie ein kleines Schaf, nur kürzer. Also weder ja noch nein – einfach ein Zwischenwort - MÄ. Ein Wort, das sagt, dass Fritzi etwas zwar nicht gerne mag oder macht, aber sie macht es, des lieben Friedens willen. Dazu gibt sie in diesem Buch auch Beispiele, die ich sehr gelungen finde.
Die bunten, pastelligen Farben passen so gut zu der quirligen Fritzi. Und auf den detailreichen Illustrationen von Constanze Frank gibt es so Vieles zu entdecken. Bei den Gesichtsausdrücken von Fritzi hätte ich mir passend zum Text etwas mehr Abwechslung gewünscht. Die Texte, die Simone Ehmann auf jeder Doppelseite platziert hat, sind von der Länge her genau richtig. Unsere beiden Jungs hören gut zu und beginnen immer öfter selbst neue Worte zu kreieren.
Am Schluss bekomme ich noch einen Basteltipp für ein Lesezeichen und ein Rätsel mit Fragen zur Geschichte.
Ein tolles Buch, das die Fantasie und Kreativität der Kinder fördert und uns insgesamt großen Spaß macht.

Bewertung vom 03.03.2023
Mayer, Gretel

Münchner Vergangenheit


ausgezeichnet

Ein unterhaltsamer historischer Krimi

Am ersten Dienstag im September 1954 findet die Putzfrau Fanny Silberschneider ihren Auftraggeber, den alleinstehenden Albrecht Gruber, 59, tot in seiner Wohnung in der Schleißheimer Straße in München. Jemand hat ihn hier voller Hass und mit rohe Gewalt niedergestochen.
Der junge Polizist Korbinian Hilpert, 23, ist gerade erst von Prien am Chiemsee nach München gekommen um hier seine Ausbildung zum Kriminalbeamten zu beginnen. Zusammen mit seinem neuen Kollegen KHK Siegfried Breitner vom Mord I macht er sich eifrig an seinen ersten Mordfall.

Autorin Gretel Mayer verbindet in ihrem Kriminalroman „Münchner Vergangenheit“ einen spannenden Kriminalfall mit einem sehr interessantes Stück Münchner Zeitgeschichte. Ich fand es nicht nur sehr spannend zu lesen, wie die beiden Ermittler Breitner und Hilpert, unterstützt von der lebenslustigen Sekretärin Cornelia Pringerl, einen Mörder zur Strecke bringen. Mir haben die Einblicke in die Münchner Geschichte und die Geschichten dazu genau so gut gefallen.
Den Menschen, die ich hier kennenlerne, merkt man an, dass der Krieg und die Entbehrungen dadurch noch nicht allzu lange vorbei sind. Ich sehe die Hausfrauen in ihren bunten Kittelschürzen und die jungen Frauen in ihren engen Hosen und Rüschenblusen direkt vor mir. Die Maikäfersiedlung in Berg-am-Laim und die Nachteule in Schwabing kenne ich sogar noch. Auch die meisten anderen, denen ich hier begegne, kann ich mir dank der guten Beschreibungen sehr gut vorstellen. Den Münchner Dialekt, der immer wieder z.B. in Gesprächen auftaucht, habe ich direkt im Ohr. Das macht die Geschichte noch authentischer. Auch der Kurztrip nach Italien hat mir sehr gut gefallen.
Auch wenn ich nun schon über 40 Jahre hier in München lebe, als der Mord passierte, war ich gerade mal 2 Monate alt. Daher liebe ich die alten Geschichten vom Wiederaufbau, von Schwarzmarktgeschäften und den ersten Ausländern in der Stadt. Hier bekomme ich so viel mehr als nur einen Krimi.
Korbinians Ausbildung geht ja nun in der Abteilung Eigentumsdelikte weiter. Vielleicht gibt es ja auch hier einen spannenden Fall zu bearbeiten. Ich würde mich sehr freuen, ihn mal wiederzulesen.

Ein spannender Kriminalfall mit interessanten Menschen und tollen Einblicken in verschiedene Münchner Gschichten. Beste Unterhaltung, die ich sehr genossen habe.

Bewertung vom 02.03.2023

Mein klitzekleines Kinderbuch Ostergeschichten


ausgezeichnet

Ostern kommt bald

Dazu gibt es im Trötsch Verlag „Mein klitzekleines Kinderbuch – Ostergeschichten“. Sehr ansprechend finde ich schon das kunterbunte liebevoll mit Glitzereffekten gestaltete Oster-Cover.
Innen finde ich drei kleine Geschichten rund ums Osterfest: mit Tini, Timmi und Tommi gehen wir „Die Hasenschule“; in „Fröhliche Osterzeit“ lesen wir, was die kleinen Hühnerküken in der Osterzeit so anstellen; und in „Endlich Ostern“ lesen wir, wie die kleinen Hasen am Ostersonntag ihre Ostereier suchen.

Ein wunderschönes kleines Ostergeschichten-Vorlesebuch, das in jede Handtasche passt und unseren Kleinen die Zeit bis Ostern auf angenehme Weise vertreiben hilft.

Bewertung vom 02.03.2023
Orso, Kathrin Lena;Anker, Nicola

Heute ist Oma-Tag - hurra!


ausgezeichnet

Ein farbenfrohes Bilderbuch für unsere Jüngsten

Schon das bunte Cover macht Lust sich das Buch in dem es um einen Tag bei Oma geht, anzuschauen.
Endlich ist es wieder soweit. Das Kind, ob Junge oder Mädchen ist nicht benannt und auch nicht klar ersichtlich, darf wieder einen Tag mit Oma verbringen. Gefrühstückt wird auf dem Balkon. Da ist es so schön anzusehen, wie das Kind ihrer Oma liebevoll die Arme entgegenstreckt. Gemeinsam wird dann geturnt, ein Fahrradreifen wird geflickt, am Wochenmarkt wird eingekauft und dann geht’s zum Picknick an den Fluss. Anschießend noch ein schneller Besuch am Spielplatz und nach dem anstrengenden Tag schläft Oma beim vorlesen ein.

Auf einigen Bildern ist auch der Opa zu sehen, den wir ja schon beim Opa-Tag kennengelernt haben.

Ein wunderschönes kleines Buch, dass auf der ersten und der letzten Seite einfängt, wie lieb das Kind seine Oma hat und wie viel Spaß man mit ihr haben kann. Oma kümmert sich rührend um das Kind und wir begleiten die beiden bei den verschiedensten Aktivitäten. Dass nicht klar ersichtlich ist, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist, finde ich gar nicht schlecht. So kann das Lesekind sich, egal ob männlich oder weiblich, in dem Kind aus der Geschichte vielleicht wiedererkennen.

Die Autorinnen Kathrin Lena Orso und Nicola Anker haben die Geschichte in gefühlvolle vierzeilige Reime gesetzt. Dazu die so liebevoll und detailreich gezeichneten Illustrationen von Daniela Kunkel. Es gibt auf jeder farbenfrohen Doppelseite so viel zu entdecken, dass es Spaß macht, das Buch immer wieder vorzulesen.

Ein wundervoll in Reimen gestaltetes Buch für Kinder ab 2 Jahren, dass uns sehr gut gefällt.

Bewertung vom 26.02.2023
Schütze, Andrea

Lenni und Lu sagen Gute Nacht


ausgezeichnet

Einfach wunderschön

Eine Gute-Nacht-Geschichte
Elefant Lenni und Luchsmädchen Lu sind richtig gute Freunde geworden. Nun wird es Abend und Lenni ist Müde. Doch Lu ist noch putzmunter und hat keine Lust zum Schlafen. Da greift Lenni zu einem Trick…

So eine wunderschöne Gute-Nacht-Geschichte, die sich Andrea Schütze da ausgedacht hat. Die Texte sind von der Länge her genau richtig, dass sie 2 – 4-jährige gut verstehen können. Und genau wie bei kleinen Menschenkindern mag auch Lu abends gar nicht ins Bett und es fällt ihr immer etwas Neues ein um das hinaus zu zögern.
Iris Blanck hat auf den bunten Seiten mit den farbenfrohen Illustrationen wieder sehr viel Mühe in die zahlreichen kleinen Details gelegt. Die vielen Glühwürmchen findet unser Kleiner besonders süß. Es gibt bei jedem Lesen immer noch etwas zu entdecken, was uns bisher nicht aufgefallen ist.
Eine bezaubernde Gute-Nacht-Geschichte für unsere jüngsten Zuhörer, die die Vorleseoma auch gerne zweimal vorliest.

Bewertung vom 26.02.2023
Schütze, Andrea

Lenni und Lu werden Freunde


ausgezeichnet

Einfach wunderschön

Eine Freundschaft beginnt
Der kleine Elefant Lenni liebt seinen Garten, der aber auch besonders schön ist, und die herrliche Ruhe hier über alles. Mit der ist es vorbei, als eines Tages das kleine Luchsmädchen Lu aus dem Baum purzelt. Die beiden freunden sich an und Lu beschießt zu bleiben.

Was für die Freundschaft, Hilfsbereitschaft, etwas zusammen schaffen und merken, das zu zweit alles schöner und lustiger wird – das sind die Grundthemen, die Andrea Schütze hier in einer so niedlichen Geschichte für 2 – 4 jährige hier kreiert hat.
Dazu die sehr detailreichen bunten Illustrationen von Iris Blanck, auf denen es bei jedem Vorlesen etwas Neues zu entdecken gibt.
Eine wundervolle kleine Geschichte, die unserem Jüngsten und auch der Vorleseoma sehr gut gefällt.

Bewertung vom 24.02.2023
Newson, Karl

Stark wie ein Tiger!


ausgezeichnet

Von der Maus, die denkt sie sei ein Tiger…

und das auch noch überall herum erzählt. Dem Waschbär, dem Fuchs, der Schlange und dem bunten Vogel. Sogar dem Tiger erzählt sie, dass sie ein Tiger ist und nicht er. Die Maus bleibt bei ihrer Meinung und lässt sich auch nicht von den Argumenten der anderen Tiere beeindrucken. SIE ist der Tiger. Dann sieht sich die kleine Maus, die ein Tiger, ist im Wasser und muss erkennen, dass sie kein Tiger ist. Nein, ist ist – nein keine Maus, sondern ein…

… das müsst ihr in diesem so witzigen und lustigem Buch selbst heraus finden.
Unsere beiden Jungs haben immer, wenn ich das Buch vorlese, ihren hellen Spaß. Es ist aber auch zu drollig, der coolen, unbeschwerten, selbstbewussten Maus zuzuhören, wie sie den anderen Tieren voller Inbrunst erklärt, wer sie ist, ohne sich an deren Antworten zu stören. Sie erklärt dann auch noch, wer oder was die anderen Tiere sind.

Die Seiten haben einen ganzseitig farbigen Hintergrund, auf dem sich die Maus mit ihren heiteren Sprüchen austobt. Die Illustrationen sind an sich sehr einfach mit nur wenigen Details und stellen die Tiere gekonnt in den Vordergrund. So kann man sich voll auf sie konzentrieren. Vor allem der Tiger, aber auch die Maus mit seinen verschiedenen Mimiken gefallen unseren beiden Jungs.

Ein tolles Buch vom sich-nicht-verunsichern-lassen, vom mutig sein und seinen Standpukt vertreten und vom Selbstvertrauen mit ganz viel Humor.

Bewertung vom 24.02.2023
Weiler, Jan

Älternzeit / Pubertier Bd.5


ausgezeichnet

Diese Zeit kommt nie mehr wieder

Das Karriereende des Erzählers, hier ein Familienvater, von seiner Frau Sara getrennt lebend, mit zwei Kindern, die erst immer älter, dann volljährig wurden und dann quasi sämtliche Versorgungs- und Erziehungsverträge einseitig mit dem Auszug gekündigt haben, kommt immer näher. Nun macht er sich die verschiedensten (seltsamen, total witzigen) Gedanken über die unterschiedlichsten Sachen.

Jan Weiler sinniert in kurzen 29 Kapiteln, die mit dem Ende des Elternseins, mit der Jugendsprache, mit übersinnlichen Ausschweifungen, mit den Marotten einer Waschmaschine, mit dem Sinn von Alufolie und Tupperdosen und verrückten Verbraucherphobien zu tun haben. Über das Leben mit und ohne Kinder, vor, während und nach dem Eltern sein. Er versucht im Geiste Horst Lichter seinen Adventskranz anzudrehen und ich lerne, was vor Weihnachten so alles zu besorgen ist und was passiert, wenn ich zu spät dran bin. Ich lerne einiges über die Artenvielfalt, über das Tragen von schicken Hemden und unfreshe Weltsichten. Und dank seiner plastischen Vorstellung kann ich mir nun vorstellen, wie man aussieht, wenn man versucht hat ein Stück Kirschstreusel durch eine Maske hindurch zu essen uvm.
Dazu hat Till Hafenbrak einige Bilder gezeichnet, die zwischen den Kapiteln eingestreut sind und die versciedenen Situationen verdeutlichen. Einfach klasse.

Lieber Jan Weiler, ich habe lange nicht mehr so oft und so herzhaft gelacht wie bei den Geschichten in diesem kleinen Buch. Bei der ein oder anderen habe ich mich sogar wiedergefunden. Und sogar jetzt, wo ich nur daran denke, steigt mir ein Grinsen ins Gesicht.
Eine wunderbare Lektüre mit ganz viel Weisheit nicht nur für ältere Menschen, deren Elternzeit langsam zu Ende geht. Ich habe jede einzelne Geschichte sehr genossen.

Bewertung vom 24.02.2023
Steinhauer, Franziska

Parkgeflüster


ausgezeichnet

Mord im Fürst Pückler Park

Es war wohl doch keine so gute Idee von Traute Schreiber mit ihrer Freundin Hilde Bruckner und ihren beiden Männern verkleidet zum Fest in den Fürst Pückler Park zu gehen. Denn nun sind Hilde und Bernd Bruckner tot. Erstochen. Nur das Messer bleibt am Boden zurück. Niemand hat etwas bemerkt oder gesehen.
Ein äußerst komplizierter Fall für die Mordkommission Cottbus.

Franziska Steinhauer gehört zu den Autorinnen, die ich immer wieder gerne lese. Und auch mit ihrem neuesten Buch hat sie mich nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil. Ich habe mitgefiebert und mit ermittelt und war schockiert über die Brutalität, die Unbarmherzigkeit und die Gefühlskälte, die der Mörder hier an den Tag legt. Ich erfahre aber auch, wie er zu dem geworden ist, der er jetzt ist. Und das hat mich schon schockiert. Wenn hier von „die Gestalt“ die Rede ist, die ihre Gedanken in eigenen Abschnitten und in kursiv teilt, bekomme ich Gänsehaut. Was die im südamerikanischen Gefängnis erlebt, ist an Brutalität kaum zu überbieten.
Die Autorin greift in ihren Büchern auch immer wieder soziale Themen auf, wie hier z.B. die Obdachlosigkeit von Gotti, Pluto und Pille.

Für Kriminalhauptkommissar Peter Nachtigall ist es nun schon der 16. Fall, den er zusammen mit seinem Team löst. Es hat mir auch diesmal großen Spaß gemacht, den Gedanken der Ermittler zu folgen; immer wieder neue Puzzleteilchen zu entdecken: das aufgebaute Konstrukt wieder zu verwerfen und auf anderen Wegen zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Es dauert schon sehr lange bis die Kommissare endlich auf dem richtigen Weg sind. Bis sie das Konstrukt aus Vertuschung und Verschleierung entwirrt haben. Wie im richtigen Leben halt auch.
Neben der anstrengenden Polizeiarbeit kommt auch diesmal das Privatleben der Ermittler nicht zu kurz, was mir persönlich immer sehr gut gefällt.

Es war ein sehr spannender und interessanter Ausflug in den Park des Fürsten Pückler und nach Cottbus, der mich wieder schnell gefesselt hat. Meine Lesestunden waren sehr unterhaltsam und ich freue mich schon jetzt auf einen neuen Fall für Peter Nachtigall und seinen Kolleginnen Maja Klapproth und Silke Dreier.

Bewertung vom 22.02.2023
Benecke, Mark

Kannibal. Jagdrausch


sehr gut

Das Warten auf das Buch hat sich gelohnt

Als großer Fan von Mark Benecke habe ich schon auf dieses Buch hin gefiebert. Und ich muss sagen, das Warten hat sich gelohnt.
Zum einen bekomme ich durch das schwarze, bebilderte Hardcover auf der Vorder- und auch auf der Rückseite schon einen kleinen Einblick auf die Dinge, die da auf mich zukommen werden. Wobei ein kleines Bild auch im Buch vor jedem neuen Kapitel auftaucht, was mir sehr gut gefällt. Zum anderen ist es mir sehr leicht gefallen sofort in die Geschichte hinein zu sinken und erst nach dem Ende wieder aufzutauchen.

Doch worum geht es:
In Berlin wird ein Koffer mit menschlichen Knochen gefunden, fein säuberlich von ihrem Fleisch befreit. Die Privatermittler Bastian Becker und Janina Funke bekommen ihren nächsten Auftrag, der sie in die Abgründe des Kannibalismus führt und für dessen Lösung sie 3 Wochen Zeit bekommen. Hier kommt vor allem Janina dem Täter gefährlich nahe...

Auf 197 Seiten aufgeteilt in 3 Abschnitte mit insgesamt 27 Kapiteln begebe ich mich auf die Suche nach einem Täter, der mir das Grauen der Tat und die Hilflosigkeit der Opfer überdeutlich bewusst macht. Aber auch die Wut und die Verzweiflung von Becker kommen hier sehr gut rüber.
Schon das „Vorspiel“ des Täters lässt eine Gänsehaut auf meinem Körper zurück, die sich im Laufe der Geschichte beim Blick in seine Psyche auch einige Male erneuert.
Der Spannungsbogen steigt schnell hoch und hält sich konstant, bis sich am Ende nach einigen Wendungen endlich alles doch noch zum Guten wendet und der Täter gestellt werden kann.
Sehr gut haben mir die in die Geschichte eingewobenen rechtsmedizinisch-biologischen Erklärungen von Mark Benecke gefallen. Die hätten gerne noch etwas ausführlicher und mehr sein können.

Die Protagonisten allerdings sind mir etwas fremd geblieben. Ich habe keinen richtigen Zugang zu Becker und Janina gefunden. Auch die meisten der anderen Menschen, mit denen ich es hier zu tun bekomme, bleiben für mich etwas blass zurück. Vielleicht wäre es doch gut gewesen, einige von ihnen schon aus dem vorherigen Fall zu kennen.

Alles in allem aber hatte ich einige Gänsehaut- und Ekelmomente, die ich aber gut weggesteckt habe. Keine leichte Lektüre und bestimmt nicht für jeden geeignet. Ich selbst werde auf jeden Fall auch die kommenden Fälle von Becker und Janina wieder lesen.