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claudi
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Stuttgart
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Ich bin eine absolute Leseratte und lese sehr viele Bücher vorab, unter anderem bei lovelybooks und vorablesen. Meine Lieblingsbücher sind Krimis,Thriller, Biografien, Dramen, humorvolles, christliche Literatur, aber auch ab und an ein Liebesroman.

Bewertungen

Insgesamt 1158 Bewertungen
Bewertung vom 02.02.2019
Born, Leo

Blinde Rache / Mara Billinsky Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Das auffällige rote Cover besticht vor allem durch die Krähe, dazu noch der interessante Klappentext, beides hatten mich sofort magisch angezogen. Der Schreibstil des für mich noch unbekannten Autors war sehr gut, flüssig und von Anfang an spannend. Das in drei größeren Blöcken aufgeteilte Buch bestach vor allem durch die Ermittlerin Mara Billinsky. Der Plot bei dem es um Einbrüche und eine Mordserie ging, war sehr gut ausgearbeitet, bis zum letzten Drittel hatte ich keine Ahnung wer der Täter sein könnte. Dazu noch die interessante durchaus belastende Vergangenheit der Ermittlerin die mich nach diesem Buch noch neugieriger auf die weiteren Folgen machte. Mit Mara Billinsky hat Autor Leo Born eine wirklich extravagante Ermittlerin erschaffen, man könne sie durchaus mit Stieg Larssons Lisbeth Salander vergleichen, die ebenfalls optisch aus der Norm hervorsticht. Auch wenn Mara in manchen Szenen sicher etwas eigenwillig, kalt und unnahbar daherkommt, konnte ich feststellen, das in ihrem Innersten einen herzlicher, verletzter und sensibler Mensch steckt. Doch sie ist auch eine Kämpferin die, wenn sie eine Sache angefangen hat, sich darin verbeißt und nicht aufgibt. Jan Rosen dagegen ist das krasse Gegenteil, er ist eher der ruhige, zurückhaltende Zeitgenosse, der mit der Strom fließt, um möglichst nicht aufzufallen. Doch Mara weckt in ihm seine Lebensgeister, durch sie wird Rosen auf einmal ein Partner, mit dem sie zusammenarbeiten könnte. Maras Vorgesetzter Klimmt dagegen ist ein richtiger Fiesling, mit dem ich mich nicht anfreunden könnte. Was die Opfer anbelangt, beschönigt Leo Born nichts, von daher ist es sicher kein Buch für Zartbesaitete. Dies war definitiv ein besonderer und guter Reihenauftakt, bei dem ich mich schon auf den nächsten Band mit Mara Billinsky freue, dem ich eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne gebe.

7 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.01.2019
Witemeyer, Karen

Ein Job für Neill Archer


ausgezeichnet

"Große Gefahren haben das Schöne, dass sie Brüderlichkeit von Fremden ans Licht bringen." (Victor Hugo)
Texas 1893: Neill der jüngste der vier Archer Brüder hat sich aufgemacht seinen Brüdern zu beweisen, das er nicht mehr der Junge ist, den sie ihn ihm sehen. Dringend sucht er einen Job, damit er zusammen mit seinem Freund Josiah eine Ranch gründen kann. In Dry Gulch versucht er sein Glück und findet sogar nach dem Gottesdienst einen kleinen Zettel einer Unbekannten, mit einem Jobangebot. Eine Witwe sucht dringend jemanden der ihr kaputtes Dach repariert. Nicht schlecht staunt Neill, als er die junge Witwe Clara Danvers antrifft. Clara dagegen ist sehr skeptisch gegenüber Neill, doch sein Charme lassen diese schnell verfliegen. Allerdings merkt Neill schnell, das man an Claras Haus mehr als das Dach reparieren muss. Nach kurzer Zeit verstehen sich die beiden immer besser. Doch das Clara in großer Gefahr schwebt, ahnt Neill erst als er Claras Schwiegervater Mack kennenlernt.

Meine Meinung:
In dieser Geschichte ging es um den schönen Wilden Westen, als es in den USA noch wichtig war eine Ranch zu besitzen. Den genau dies ist es was Neill ebenfalls erreichen möchte, bevor er eine Familie gründet. Der schöne Schreibstil und der Plot haben es geschafft das ich in kürzester Zeit dieses Buch gelesen hatte. Lediglich bei der Tiefe der Protagonisten hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht, ansonsten war es eine runde Sache gewesen. Dass der christliche Glaube und Werte bei Clara und Neill wichtig sind und sie verbindet, erlebte man hier besonders in gefährlichen Szenen aber auch im Alltag. Die Charaktere beschränken sich in der Hauptsache um Clara und Neill, die mir beide sofort sympathisch waren. Während Neill ein charmanter, herzlicher und fleißiger Mann war, wirkte Clara eher ängstlich, zurückhaltend jedoch äußert fürsorglich auf mich. Am besten hat mir am Ende der große Zusammenhalt der Archer Familie imponiert. Trotz der Kürze hat es die Autorin geschafft, eine interessante Geschichte mit christlichen Werten zu verbinden ohne das diese zu sehr auftragen. Ich könnte mir gut vorstellen, das diese Geschichte der Auftakt einer neuen Familiensaga über die Archer Brüder sein könnte. Mit diesen "Kleine Auszeit" Romanen hat sich der Francke Verlag etwas Besonderes einfallen lassen. Erkennbar sind sie durch die einfachen, farblich unterschiedlichen gemusterten Cover. Die knapp 150 Seiten langen Bücher, sind genau das richtige für eine kleine Pause. Ich denke, das es gerade wegen der Kürze, genau das richtige für Lesermuffel ist. Für dieses Buch vergebe ich deshalb gerne 4 1/2 von 5 Sterne und werde mir sehr wahrscheinlich auch die anderen "Kleine Auszeit" Romane anschauen.

12 von 13 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.01.2019
Rößner, Susanne

Tiefe Stille


ausgezeichnet

Das düstere Cover mit einem Förderturm einer Zeche und der Klappentext hatten mich überzeugt, das ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Da ich die Autorin von zwei erst kürzlich gelesenen Romanen her kannte, wusste ich, dass sie einen sehr guten Schreibstil hat. Auch hier hatte sich dies bewahrheitet, den allein schon die Leseprobe hatte, mich überzeugt. Beim Plot ging es in erster Linie, um vermisste Frauen, Drogenhandel, Mord und die obengenannte Krimiralley. Dass die Autorin sich immer viel Mühe mit ihren Recherchen und Einzelheiten gibt, hat man auch in dieser Geschichte gemerkt. Gerade diese vielen Informationen, verbunden mit dem Fall haben mir gut gefallen. Dadurch erfuhr ich sehr viel über den ehemaligen Untertagebau, den Bergleuten und über die Zeche Hausham. Den diese Zeche mit all ihren Gefahren und Unwegsamkeiten spielt auch viel in diesem Krimi eine Rolle. Deshalb nahmen die Kapitel immer mehr an Tempo zu, sodass der Spannungsbogen kontinuierlich hoch blieb, ich kaum mehr aufhören konnte zu lesen. Die Charaktere waren sehr gut durchdacht, allen voran der smarte, sympathische Kommissar Lukas, der mir sofort gefallen hat. Vor allem, weil er freundlich, zuvorkommend und hartnäckig am Fall blieb. Dazu Fiedler Lukas Chef den ich als sehr kompetent und freundlich empfand. Endlich mal ein Chef, der nicht mit seinen Untergebenen schreit oder ausrastet. Dazu noch diverse Nebencharaktere die alle mit viel Harmonie und teils Humor zum Gelingen dieses Krimis beitrugen. Wieder mal durfte ich erleben, dass die Autorin ihren humoristischen Esprit mit einfließen lässt und es trotzdem immer spannend blieb. Vielleicht hätte man, die am Anfang sehr ausführlich beschriebene Krimiralley etwas abkürzen können, doch das ist schon jammern auf höchstem Niveau. Niemals hätte ich gedacht, dass die Autorin mich auch mit ihren Krimis überzeugen könnte. Ich bin noch immer total geflasht von diesem Buch und kann es nur jedem empfehlen. Selten habe ich einen so abenteuerlichen Krimi gelesen, deshalb von mir 5 von 5 Sterne. Und ich freue mich auf Lukas Zieringers zweiten Fall.

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 28.01.2019
Matthes, Frida

Vom Glück und den Tagen dazwischen (eBook, ePUB)


gut

Das bunte Cover und den Klappentext hatten mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Dass es dabei vorwiegend um das Thema Glück und Unglück ging, hatte ich erwartet. Anfänglich war ich auch von dem lockeren, flüssigen und unterhaltsamen Schreibstil der Autorin begeistert, doch zusehends fehlte mir dann doch ein wenig der Humor in der Geschichte. Den meiner Ansicht nach haben die Streitgespräche zwischen Marlies und Jutta die Geschichte doch ein wenig zu sehr in Anspruch genommen. Die Normandie als Lokalkolorit zu wählen fand ich dagegen passend, doch leider habe ich viel zu wenig über die Örtlichkeit erfahren. Die Protagonisten dagegen konnten mich mit ihren ganz eigenen speziellen Charakteren überzeugen. Da war die wortkarge, ruhige Lore, die voller Trauer nach dem unerwarteten plötzlichen Tod ihres Mannes war. Jutta dagegen eher dynamisch, ausgeflippt und man konnte sie schwer einschätzen. Marlies eher pedantisch, spießig, teilweise sogar stur und streitlustig. Paula hingegen wirkte auf mich eher naiv, einfältig und nicht gerade entschlussfreudig. Zusammen mit der selbstbewussten, souveränen und zuverlässigen Emmi ergab das ganze ein wirklich chaotisches Quintett, das nach Frankreich aufbrach. Gerade deshalb hatte ich mir ja eher einen fröhlichen, humorvollen Roman erhofft, doch leider konnte mich nicht alles überzeugen. Ich hätte mir bei weitem weniger Streitgespräche, sondern mehr humorvolle Szenen gewünscht. Etwas mehr Beschreibung der Normandie, aber vor allem hätte ich mir mehr Emotionen und Tiefe bei den Protagonisten gewünscht, die leider alle nur recht oberflächlich blieben. Keine anspruchsvolle Literatur, aber als unterhaltsame Lektüre für zwischendurch ist das Buch geeignet, von daher gebe ich 3 von 5 Sterne.

6 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.01.2019
Pettrey, Dani

Die Sünden aus der Vergangenheit / Baltimore-Team Bd.1


ausgezeichnet

Das düstere, geheimnisvolle Cover und der Klappentext hatten mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Bisher kannte ich diese Autorin noch nicht, doch der Auftakt der neuen Baltimore Ermittler Reihe war für mich Anlass dies zu ändern. Der Schreibstil war interessant, flüssig, unterhaltsam und spannend. Unterteilt in recht kurze Kapitel hatte mich die Geschichte schnell in den Bann gezogen. Dabei spielte im gesamten Buch der Glaube der einzelnen Ermittler eine große Rolle. Gerade in brenzligen Situationen sind immer wieder Gebete in kursiver Schrift eingefügt. Außerdem war der Plot durch den außergewöhnlichen Leichenfund einer unbekannten Toten auf dem Schlachtfeld sehr informativ und spannend. Den das Team muss fortan unter höchster Gefahr die Identität der Toten herausfinden, das der Täter mit allen Mittel zu verhindern versuchte. Doch dabei kamen sich auch die Teammitglieder immer näher und zusehends erfuhr ich mehr über deren Privatleben. In diesem Buch lag der größere Fokus auf das Privatleben von Griffin und Finley, die sich auch als Paar immer näher kamen. Eindrucksvoll fand ich auch die Zusammengehörigkeit und die Verbundenheit dieses Teams. Das merkte ich besonders bei einer kritischen Situation, bei dem alle Familienmitglieder zum Gebet in der Klinik zusammenkamen. Die Charaktere waren wirklich hervorragend ausgesucht, jeder von ihnen brachte seine eigenen Probleme und Sorgen aus der Vergangenheit mit, so das dies den Plot noch interessanter machte. Ebenso stark waren jedoch auch die einzelnen Fähigkeiten bzw. Gaben der Ermittler, wo jeder seinen ganz besonderen Schwerpunkt hatte und sie sich dadurch gut ergänzten. So blieb die Geschichte auch spannend bis zum brenzligen Showdown am Ende. Das neue Baltimore Team ist ein Kriminalfall, der mich jetzt schon neugierig auf den zweiten Band macht und dem ich 5 von 5 Sterne gebe.

12 von 12 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.01.2019
Siebold, Henrik

Inspektor Takeda und der leise Tod / Inspektor Takeda Bd.2


sehr gut

"Der Weise sagt: eine Sekunde Wut kann mehr zerstören, als du in einem Jahr Arbeit aufbauen kannst." (Aus Japan)
Der Ermittler Kenjiro Takeda, eigentlich Inspektor der Mordkommission in Tokio ist für ein Austauschprogramm in Hamburg. Trotzdem er das Wetter Hamburgs und die deutschen Eigenheiten noch nicht so gut kennt, hat er sich inzwischen gut eingelebt. Seine Eigenheiten wie die Vorliebe für Jazz, Whisky, seine Liebe zu Frauen und seine spezielle Teezeremonie bleibt er auch in Hamburg treu. Ihr neuer Fall dreht sich um den Internetexperten Markus Sassnitz. Dieser wurde tot aufgefunden, nachdem er überfahren und nackt am Tatort liegen gelassen wurde. Wie sich jedoch herausstellt, war dies nicht die Todesursache, den er wurde danach erstickt. Schnell stellen Ken und Claudia fest, das Sassnitz nicht nur Freunde hatte. Für Claudia rückt seine Ehefrau Susanne an erster Stelle der Verdächtigen, da ihr Mann sie betrogen hatte. Für Ken jedoch ist Susanne Sassnitz faszinierend, da sie eine besondere Liebe für die japanische Kultur hat. Doch ebenfalls hätte sein Kollege Armin von Suttner ein gutes Motiv, falls er herausbekommen hätte, das Sassnitz längst Pleite war. Außerdem geht es noch um den Tod eines kleinen Kindes, das vom Balkon gefallen ist, war es Mord oder ein Unfall?

Meine Meinung:
Die Kooperation eines japanischen Ermittlers in Hamburg hatte mich neugierig auf diesen Krimi gemacht. Der Schreibstil war sehr unterhaltsam und gleichzeitig prägnant durch die Einflüsse der japanischen Lebensarten von Kenjiro Takeda. Lediglich die vielen japanischen Wörter fand ich ein wenig anstrengend und der extreme Alkoholkonsum der beiden Ermittler fand ich auch nicht gut. Ich kann mir kaum vorstellen, da jemand nach dem Konsum einer Flasche Whisky am nächsten Tag wieder voll im Einsatz sein kann. Das der Fall Sassnitz dann in Vordergrund rückte, wunderte mich ein wenig, da der Krimi mit dem Sturz eines Kindes vom Balkon begann. Dafür waren die Charaktere sehr ausgeklügelt und gut beschrieben, auch wenn ich mir Ken nicht mit langen Haaren vorstellen konnte. Doch seine Lebensart, wie die Liebe zum Jazz, sein Saxofon spielen nach Feierabend um herunterzukommen, seine Liebe zu Frauen und dem gleichzeitigen nachtrauern um seine Ehe und seine spezielle Teezeremonie fand ich gut. Dadurch hat mich der Autor ein wenig in die japanische Kultur, Denkweise und Lebensart von Ken mitgenommen. Mir erschien, dass der Autor eine besondere Liebe zu Japan hat oder aber nur gut recherchiert hatte. Claudia Harms dagegen war eher die besonnene, aber auch recht einsame Kollegin, die ebenso wie Ken gerne einmal zu viel ins Glas geschaut hatte. Trotzdem hatte sie immer alles im Blick und auch am Ende das Gespür das Ken ihre Hilfe benötigt. Für mich war die beiden ein gutes und harmonisches Gespann, die selbst bei Karaoke singen noch toll sind. Lediglich die Spannung kam mir vor lauter japanischer Kultur ein wenig zu kurz. Trotzdem gebe ich diesem Krimi 4 von 5 Sterne für die gute Unterhaltung.

5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.01.2019
Martin, Holly

Winterträume in White Cliff Bay


sehr gut

Ein malerischen weihnachtliches Cover und die Kurzinfo haben mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Gerade zu Winterzeit liebe ich solche romantisch, weihnachtliche Liebesromane. Der Schreibstil war locker, unterhaltsam und ungewöhnlich humorvoll für einen Liebesroman. Selbst wenn der Klappentext von einem Liebespaar schreibt, gibt es im Grunde zwei Paare, die ihre große Liebe in diesem Buch suchen. Dabei fand ich den Übergang der zweiten Liebesgeschichte fast ein wenig zu holprig. Ich dachte kurz, ich wäre im falschen Buch, als die Autorin so abrupt von einem zum nächsten Paar schwenkte. Das hätte man sicher ein wenig anders gestalten können. Vielleicht lag es auch daran, das ich Band 1 der Autorin nicht kenne? Trotzdem haben mir vor allem die Charaktere dieses Buches sehr gut gefallen. Der chaotische, aber durchaus sympathische George, der seinen ganz eigenen Lebensstil, total auf Weihnachten und Liebesfilme steht und den Libby anfänglich für schwul hält. Libby eine Frau die als Kind durch eine Person verletzt wurde und deshalb nicht mehr an die Liebe glaubt. So ab und zu hätte ich den beiden am liebsten zugerufen, dass sie sich endlich ihre Gefühle eingestehen sollen. Seb ein anfänglich zurückhaltender Mann, der durch den frühen Tod seine Frau noch immer belastet ist. Amy dagegen ist eine warmherzige, liebenswerte Frau, die sich für nichts zu schade ist und oft von einem Fettnäpfchen ins andere tritt. Dazu noch das Lokalkolorit des malerischen Örtchen White Cliff Bay, das mich nur so dahinschmelzen lässt. Es ist genau der richtige Ort um die Liebe zu finden und irgendwie hoffe ich ja das es solche Orte wirklich irgendwo gibt. Von mir gibt es gute 4 von 5 Sterne für dieses Buch.

5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.01.2019
Garbera, Katherine

Das Weihnachtscafé in Manhattan / Candied Apple Café Bd.1 (eBook, ePUB)


gut

"Niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt hier, es hat seinen Platz immer bei dir." (Trude Herr)
In New York fallen die ersten Schneeflocken, auf der Fifth Avenue kehren langsam die Vorbereitungen für die Vorweihnachtszeit ein. Die Besitzer des Candied Apple Café sind ebenfalls schon bereit für Weihnachten. Herrlich duftet es nach Minzschokolade, Kaffee, Schokoladenkuchen und ihren handgefertigten Pralinen im festlich geschmückten Café. Weihnachten ist für Iona Summerlin immer schon eine besonders schöne Zeit gewesen, zudem seit sie Hayley Dunham und Cici Johnson kennt und sie zusammen das Café eröffnet haben. Für Hotelbesitzer Mads Eriksson hingegen hat Weihnachten seine Magie und alles Schöne verloren, den vor einem Jahr hat er an Weihnachten seine Frau Gill zu Grabe tragen müssen. Nun muss er sich ganz alleine um seine 6-jährige Tochter Sofia kümmern, für die mit dem Tod ihrer Mutter auch der Glaube an den Weihnachtsmann verloren ging. Doch als er Iona im Candied Apple Café trifft, da er mit ihr gerne eine Kooperation eingehen möchte, scheint diese ihn sofort zu bezaubern. Vor allem als er sieht, wie liebevoll sie mit Sofia umgeht, um ihre Freude an Weihnachten wiederzufinden. Selbst Mads schöpft langsam wieder Hoffnungen in Sachen Liebe, doch kann er seine Trauer wirklich überwinden?

Meine Meinung:
Das wunderschöne Cover und die Kurzinfo hatten mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Ich muss jedoch sagen, ich bin etwas enttäuscht worden. Leider hatte ich mir viel mehr Café Atmosphäre und Weihnachtsflair erhofft. Natürlich erfuhr ich sehr viel was die Traditionen um Weihnachten anbelangt, doch für mich kam dies eher nach einem abarbeiten einer Liste vor. Der Schreibstil war gut und teilweise unterhaltsam, nur leider konnten mich die Charaktere, so wie sie dargestellt wurden nicht richtig begeistern. Sie waren zwar sympathisch doch was ihre Gefühlswelt anbelangt außerordentlich wankelmütig. Das Aufeinandertreffen der beiden Hauptprotagonisten Iona und Mads und die dadurch entstandenen Gefühle, waren meiner Ansicht nach viel zu früh und zu schnell. Dadurch versuchte die Autorin nun mühsam, wie sie ihre weiteren Seiten des Buches füllen könnte. Zumindest hatte ich so beim Lesen das empfinden gehabt. Dadurch kam es zu einem ständigen hin und her der Gefühle, das mit der Zeit fast schon ein wenig nervte, weil sie sich öfters sogar widersprachen. Ich denke durch das frühe Aufeinandertreffen und dem Eingestehen ihrer Gefühle hatte sich die Autorin keinen Gefallen getan. Auch Sofia konnte mich nicht ganz überzeugen, in vielen Szenen kam sie mir für eine 6-Jährige viel zu reif und keck vor. Zudem fehlten mir größtenteils die Emotionen, die ich erst gegen Ende des Buches erlebte. Ich denke als Groschenroman, wäre das ganze in Ordnung gewesen, doch als anspruchsvoller weihnachtlicher Liebesroman hatte ich deutlich mehr erhofft. Gerade da der Titel einem viel mehr Hoffnung auf viel mehr Café Atmosphäre verspricht. Trotzdem gab es auch ein paar schöne Momente im Buch, so das ich dem ganzen 3 von 5 Sterne gebe.

9 von 10 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.01.2019
Goldammer, Frank

Roter Rabe / Max Heller Bd.4


ausgezeichnet

"Zu viel Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zu viel Misstrauen immer ein Unglück." (Jean Paul)
Dresden 1951:
Max, Karin und Annie sind nach einem wunderschönen Ostseeurlaub wieder in Dresden angekommen. Karin dagegen darf gleich zur nächsten Reise antreten, den sie hat, einen Besuch bei Sohn Erwin im Westen genehmigt bekommen. Max und Annie hingegen müssen schauen wie sie alleine und mit der inzwischen leicht dementen Frau Marquart zurechtkommen. Und auch bei der Polizei ist heftige Unruhe, nachdem kürzlich 2 Gefangene sich selbst gerichtet haben. Komisch ist nur das die beiden von den Zeugen Jehovas waren und zudem sich absolut identisch umgebracht haben. Während Heller sehnsüchtig auf ein Telegramm von Karin wartet, geschehen weitere Selbstmorde und andere suspekte Todesfälle. Zudem taucht Saizev ein alter Bekannter von Heller auf, der ihn warnt nicht zu tief an den Fällen zu graben. Als dann auch noch die Tochter einer alten Bekannten von Frau Marquart auftaucht, wird Max immer misstrauischer. Kann das alles noch Zufall sein und warum meldet sich Karin nicht?

Meine Meinung:
Mit "Roter Rabe" habe ich inzwischen das vierte Buch von Frank Goldammer Ermittler Max Heller gelesen. Ich fieberte diesem Band schon entgegen, den kein anderer Autor bekommt es so gut hin Krimi und historische DDR Geschichte unter einen Hut zu bekommen. Das Cover mit dem im Hintergrund des noch immer zerstörten Dresden und der flüchtenden Frau, passte wieder einmal ausgezeichnet zu der Heller Reihe. Auch in diesem Buch ging es wieder schon in "Tausend Seelen" um die russische Besatzungszone, die Machenschaften und Einflüsse der Russen durch die (MGB), dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Ich als nicht DDR-Bürger und Nachkriegskind fand diese Machenschaften natürlich total interessant, zu sehen was für Schwierigkeiten damals die Bürger hatten. Dazu kamen noch Hellers Ängste das seine Frau Karin nicht mehr aus dem Westen zurückkehrt. Außerdem noch die unverhoffte Mitbewohnerin Edeltraut Herrmann, der er sehr misstraute. Doch auch die Ängste von Werner Oldenbusch, dem seine Verlobte in den Westen abgetaucht ist. Hier sah man besonders, wie misstrauisch die damalige Bevölkerung inzwischen gegen jeden geworden ist, nicht einmal mehr Kollegen traute man über den Weg. Was ja auch teilweise berechtigt war, wie man später feststellen musste. Doch die viele mysteriösen Toten gaben nicht nur Max Heller Rätsel auf, selbst ich war bis zum Ende unschlüssig wer der wahre Täter sein könnte. Trotzdem dieser Krimi nicht von Blut und Spannung strotzte, hatte der Autor hier wieder ein unfassbares Katz und Maus Spiel, zwischen Religion, Spionage und russischen Kalkül gezaubert. Dazu nicht nur gut ausgedachte Charaktere, wie z. B. den cleveren Max Heller, Kollege Werner Oldenbusch, die auch hier wieder ein hervorragendes Team bildeten. Nein selbst die Nebendarsteller waren sehr gut gewählt. Doch am meisten beeindruckt hat mich wieder einmal Goldammers Wissen, vor allem über die Dresdner Historie und das feine Gespür für kleine Nebensächlichkeiten, wie Karins Besuch in den Westen. Für mich ein weiterer lesenswerter und hervorragender Band, dem ich 5 von 5 Sterne gebe.

7 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.