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bärin
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Bamberg

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Insgesamt 693 Bewertungen
Bewertung vom 04.05.2019
Eyssen, Remy

Mörderisches Lavandou / Leon Ritter Bd.5


ausgezeichnet

Der Herbst ist gekommen und der deutsche Rechtsmediziner Leon Ritter freut sich auf ruhige Tage in diesem kleinen Ort am Meer, Le Lavandou. Da erschüttert ein grausamer Fund die Idylle - ein blutiger Fußstumpf in einem Turnschuh wird aufgefunden, wenig später die dazu gehörige Leiche einer jungen Frau. Es soll nicht die letzte bleiben. Polizeichef Zerna gibt sich wieder alle Mühe, Leon Steine in den Weg zu legen. Er und die Staatsanwaltschaft gehen sogar so weit, Leon unter Verdacht zu stellen und vom Dienst zu suspendieren, weil er mit den Ermittlungsergebnissen der Polizei nicht ganz einverstanden ist. Natürlich gibt es auch wieder ein spannendes Finale und der wahre Täter wird entlarvt.

Dies ist bereits der fünfte Teil der unterhaltsamen Serie um den deutschen Rechtsmediziner Leon Ritter, der sich an der französischen Küste niedergelassen hat. Ich habe sie alle gelesen und sehr genossen. Der Schreibstil ist sehr lebendig, die schöne Landschaft der Provence wird richtig authentisch beschrieben, die Personen kann man sich sehr gut vorstellen. Dr. Ritter ist mir sehr sympathisch - besonders gelungen finde ich immer die Auseinandersetzungen mit seinem Chef in der Klinik, dem Polizeichef Zerna, dem Staatsanwalt und der Kommissarin aus Toulon - er lässt sich nicht den Mund verbieten und sagt immer seine Meinung, auch wenn es Nachteile für ihn hat. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.04.2019
Läckberg, Camilla

Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem / Golden Cage Bd.1


ausgezeichnet

Das Traumpaar Faye und Jack leben mit ihrer Tochter Julienne im Luxus. Er leitet ein erfolgreiches Unternehmen, zu dem sie die Geschäftsidee hatte. Aber seit ihre Tochter da ist, lebt Faye im goldenen Käfig und Jack hält sie bewusst klein. Als sie ihn in flagranti erwischt, will er die Scheidung, bei der sie aufgrund eines Ehevertrages komplett leer ausgeht. Doch Faye spürt die alte Wut wieder in sich aufsteigen - sie hat in der Vergangenheit schon Schlimmes mit gemacht. Sie kämpft sich mit eisernem Willen und mit Hilfe guter Freundinnen an die Spitze zurück und beginnt ihren Rache-Feldzug.

Ich liebe die Bücher von Camilla Läckberg und ihren lebendigen Schreibstil. Auch dieses Buch ist wieder sehr spannend geschrieben, in verschiedenen Zeitebenen erzählt. Besonders gut gefallen hat mir, wie Faye ihre Rachepläne, gut geplant, in die Wirklichkeit umsetzte. Von mir bekommt auch dieses Buch der Autorin eine volle Leseempfehlung!

Bewertung vom 11.04.2019
Redondo, Dolores

ALLES WAS ICH DIR GEBEN WILL


ausgezeichnet

Dieser wunderbare Roman über eine spanischen Adelsfamilie, der sich mehr und mehr zu einem spannenden Krimi entwickelte, hat mich total begeistert! Die mir bislang unbekannte spanische Schriftstellerin versteht es meisterhaft, eine solche Spannung aufzubauen, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. Die Hauptakteure Manuel und der Ex-Kommissar Nogueira werden dem Leser im Laufe deren heimlichen Ermittlungen immer sympathischer. Wogegen die alte Gräfin, auch die Krähe genannt, immer negativer erscheint.

Als der Schriftsteller Manuel von der Polizei verständigt wird, dass sein Mann in Galicien bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, fährt er sofort dorthin. Es stellt sich heraus, dass sein Lebenspartner offenbar ein Doppelleben geführt hat, denn er hat dort ein großes Landgut und Familie besessen, von dem Manuel nichts ahnte. Die Polizei schließt die Akte äußerst schnell, obwohl alles auf einen Mord hindeutet. Das lässt aber Ex-Kommissar Nogueira keine Ruhe und obwohl er Manuel anfangs sehr unsympathisch war, entwickelt sich im Laufe ihrer Nachforschungen eine Freundschaft. Unvorstellbare Vergehen aus der Vergangenheit kommen ans Tageslicht und der Roman endet in einem fulminanten Schlussakkord.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 05.04.2019
Herrmann, Elisabeth

Schatten der Toten / Judith Kepler Bd.3


sehr gut

"Schatten der Toten" ist der dritte Teil der Thriller-Reihe um die Tatortreinigerin aus Berlin, Judith Kepler und das Finale. Ich kannte die beiden Vorgänger-Bände leider nicht und hatte manchmal etwas Schwierigkeiten mit den vielen Namen - es ist also auf jeden Fall von Vorteil, wenn man die ersten Bände gelesen hat.

Judith wird von ihrem Chef Dombrowski, der mit Herzinfarkt im Krankenhaus liegt, zu seiner Nachfolgerin bestimmt. Ihr alter Bekannter Kaiserley stellt sein neues Buch vor, das auch ihren Fall "Sassnitz" behandelt, bei dem ihre Mutter umkam und ihr Vater verschwand. Er arbeitete damals als Romeo und machte sich in dieser Eigenschaft auch an Isa Kellermanns Mutter Evchen heran, die das nie verwunden hat. Als Evchen stirbt, schwört ihre Tochter Isa, die ein hohes Tier beim Verfassungsschutz ist, Rache für sie zu nehmen. Sie fädelt einen Deal mit einer Waffenlieferung nach Odessa ein, bei dem sie einen Verbindungsmann eingeschleust hat. Ziel ist es für sie, an Richard Lindner bzw. Bastide Larcan, wie er sich nun nennt, zu kommen. Es kommt zu einem dramatischen Count Down, der sehr spannend erzählt wird.

In diesem wirklich gut erzählten Thriller geht es für meinen Geschmack etwas zu viel um sämtliche Geheimdienst-Organisationen von Berlin bis Odessa und damit verbunden fallen sehr viele Namen - hier wäre ein Personenregister hilfreich gewesen - bei einem Buch mit über 600 Seiten. Spionageromane sind nicht so mein Fall, dennoch hat mir das Buch gut gefallen, da es meisterlich erzählt wurde und zum letzten Drittel wurde es so spannend, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.03.2019
Giordano, Mario

Tante Poldi und die Schwarze Madonna / Tante Poldi Bd.4


ausgezeichnet

Tante Poldi treibt es dieses Mal wieder ganz besonders toll! Eines Abends bekommt sie Besuch von einem römischen Commissario in Begleitung eines Priesters aus dem Vatikan. Sie zeigen ihr ein Video eines Exorzismus, wo das Opfer mit Poldis Stimme spricht. Doch Poldi kennt diese Frau nicht und weist jeden Zusammenhang von sich. Es geschehen zwei Morde, Tante Poldi wird in ihrem Ort geächtet, sie wird gestalkt und verfolgt und tatsächlich in U-Haft genommen. Doch es kommt noch schlimmer, denn der Tod stellt ihr ein Ultimatum und so könnte es sein, dass ihr nächster Geburtstag (der immer näher rückt!) auch ihr letzter wird!

Aber von all dem lässt sich eine Tante Poldi doch nicht beeindrucken! Sie freundet sich mit dem Papst an (nachdem sie ihn mal kurz im Vatikan über den Haufen gerannt hat!) und mit Unterstützung ihres Neffen, der mal wieder kurzfristig anreisen musste, lösen sie natürlich nach einigen gefährlichen Situationen auch diesen Fall auf. Am Ende wird es nochmal richtig spannend und es gibt noch eine große Überraschung. Ich habe mich wieder köstlich amüsiert mit diesem humorvollen Buch und hatte viel zu lachen. So kennen und so lieben wir unsere Tante Poldi und freuen uns schon auf den 5. Fall mit ihr!

Bewertung vom 26.03.2019
Naumann, Kati

Was uns erinnern lässt


ausgezeichnet

Die junge Milla ist Angestellte in einer Anwaltskanzlei und allein erziehende Mutter eines 14-jährigen Sohnes. Ihr größtes Hobby ist es, nach "verlorenen Plätzen" oder "Lost Places" zu suchen. Als sie am Rennsteig in Thüringen durch den Wald wandert, stößt sie auf einen solchen Ort. Sie findet den Zugang zu einem Keller, wo die Zeit stehen geblieben ist. In den Regalen steht noch das Eingemachte, in Vitrinen jede Menge Geschirr und sogar Schulhefte finden sich dort. Dank des Namens auf den Heften und der Aufschrift des Hotels Waldeshöh auf dem Porzellan begibt sie sich auf die Suche nach den ehemaligen Bewohnern des Hauses, das offenbar über dem Keller gestanden hat.

Sie findet Christine Dressel, die mit ihrer Familie dort gelebt hat und als 14-jährige miterleben musste, wie die ganze Familie zwangsumgesiedelt und enteignet wurde. Die beiden freunden sich nach anfänglichem Misstrauen an und beschließen den Kampf um das Erbe der Dressels wieder aufzunehmen. Dabei wecken sie viele Erinnerungen - schöne wie auch unangenehme und eine unfassbare Wahrheit kommt ans Licht.

Diese wunderbare Familien- und Zeitgeschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Einmal in der heutigen Zeit aus der Sicht von Milla und dann in der Zeit von 1945 bis 1977 aus der Sicht der Familie Dressel. Das Hotel Waldeshöh war früher sehr beliebt bei Wanderern und gut besucht. Im Krieg waren dort Kinder aus der Großstadt untergebracht, später Waldarbeiter. Doch die Familie, die so eng mit diesem Landstrich und dem Wald verbunden war, gab die Hoffnung nie auf, dass sie wieder ein richtiges Hotel führen könnten. Doch durch ihre Lage im Sperrbezirk war das aussichtslos. Dennoch gaben die starken Frauen dieser Familie nie auf, hielten die Zimmer sauber und jederzeit für Gäste bereit, die allerdings nie kamen. Dafür kamen die Soldaten mit LKWs und sie wurden zwangsumgesiedelt und enteignet.

Mir hat diese berührende Familiengeschichte sehr gut gefallen. Besonders interessant fand ich die Kapitel aus der Vergangenheit über das Leben und die Einschränkungen in der DDR. Es ist auch eine Geschichte über Heimat und deren Bedeutung, über Misstrauen und Behörden-Willkür, wie sie damals an der Tagesordnung war. Aber auch über Freundschaft und Familie, die von starken Frauen zusammen gehalten wurde und denen ein einfaches Leben und alle Einschränkungen nichts ausmachte und die in ihrer Heimat dennoch glücklich waren. Alle Figuren sind sehr lebensnah und einfühlsam gezeichnet, so dass man sie sich sehr gut vorstellen kann. Ein hilfreicher Stammbaum der Familie Dressel ist auch enthalten. Ein sehr bewegendes Buch, das einen nicht mehr loslässt und das ich nur empfehlenk kann!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.03.2019
Griffin, Mark

Dark Call - Du wirst mich nicht finden / Holly Wakefield Bd.1


ausgezeichnet

In England treibt ein brutaler Serienmörder sein Unwesen. In Sussex wird ein grausig zugerichtetes Ehepaar ermordet aufgefunden. DI Bishop hat daher die forensische Psychiaterin Holly Wakefield zu Rate gezogen. Holly, die ansonsten versucht, gefährliche Mörder zu therapieren und Vorlesungen am College hält, ist zum ersten Mal an so einem schlimmen Tatort persönlich anwesend. Sie findet heraus, dass der Täter immer nach einem bestimmten Modus Operandi vorgeht und sucht nach weiteren Fällen in der Vergangenheit und nach Tätern, die in das Profilbild passen, das sie erstellt hat. DI Bishop und sie bilden ein gutes Team, das sich ganz gut versteht. Vielleicht liegt das auch daran, dass sie beide schon Schlimmes in ihrer Vergangenheit erlebt haben. Insbesonders Holly hütet ein dunkles Geheimnis, das später noch eine Rolle spielt.

Dieser Thriller ist der erste Band einer neuen Reihe um die forensische Psychiaterin Holly und DI Bishop. Dieser hat mir sowohl vom Schreibstil als auch von den Protagonisten her sehr gut gefallen. Das Buch ist von Anfang an sehr spannend geschrieben, es kommen auch einige recht blutige und brutale Szenen vor, was es für sehr zart besaitete Leser vielleicht nicht so ideal macht. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und freue mich schon auf einen zweiten Band dieser interessanten Reihe.

Bewertung vom 12.03.2019
Moström, Jonas

Mitternachtsmädchen / Nathalie Svensson Bd.3


sehr gut

In Uppsala geschieht eine Serie von Vergewaltigungen, das letzte Opfer wurde erwürgt. Die Psychiaterin Nathalie Svensson soll ein Täterprofil erstellen. Eigentlich hat sie im Moment selbst genug Probleme mit ihrer Scheidung und dem Sorgerechtskampf um ihre beiden Kinder. Aber als sie hört, dass die ermordete Studentin die Tochter ihrer Freundin ist, die sie selbst gut gekannt hat, tut sie alles dafür, um den Täter zu finden.

Dies ist der dritte Band einer Krimi-Reihe um die schwedische Psychiaterin Nathalie Svensson. Ich habe die beiden Vorgänger-Bände leider nicht gelesen, was an manchen Stellen aber hilfreich gewesen wäre. Der Krimi ist von Anfang an spannend und interessant geschrieben, auch wenn keine brutalen oder blutigen Szenen darin vorkommen. Die bunt gemischte Ermittlungstruppe wird mit allen Stärken und Schwächen genau beschrieben. Man kann die Polizeiarbeit in allen Schritten mitverfolgen. In Rückblenden erfährt man, was der Mörder als Kind erlebt hat und warum er so einen Hass auf bestimmte Frauen hegt. Insgesamt ein gelungener schwedischer Krimi, den ich gerne gelesen habe!

Bewertung vom 06.03.2019
Kepler, Lars

Lazarus / Kommissar Linna Bd.7


sehr gut

Lazarus ist der 7. Band um den Polizisten Joona Linna aus der Feder des schwedischen Autoren-Paares Lars Kepler und mein erster Fall dieser Reihe. Ich werde aber sicher noch mehr aus dieser Serie lesen, denn so viel Spannung wie hier erlebt man selten in einem Krimi. Ich hatte auch trotz fehlender Vorkenntnisse keine Schwierigkeiten, hinein zu kommen. Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen, denn es war von der ersten Seite an Spannung pur!

Joona ist der Meinung, dass der Serienmörder Jurek Walter doch überlebt hat obwohl das mit gesundem Menschenverstand betrachtet eigentlich unmöglich ist. Saga Bauer hat dreimal auf ihn geschossen, danach ist er ins Wasser gestürzt - doch seine Leiche wurde offiziell nie gefunden - nur seine Hand. Nun vermehren sich die Anzeichen, dass er aller Wahrscheinlichkeit zum Trotz doch noch lebt und sich an Joona, der Jureks Bruder getötet hat, rächen will. Joona glaubt, dass Jurek und sein Gehilfe hinter einer Mordserie in ganz Europa stecken, doch sein Team ist nicht davon überzeugt. Joona aktiviert seinen Notfallplan und bringt sich und seine erwachsene Tochter Lumi, die in Paris studiert, im Ausland in Sicherheit. Doch Jurek und sein Komplize, der Bieber, morden und entführen weiter - und das scheinbar mühelos, denn sie finden jedes Versteck.

Dieser überaus spannende Krimi ist so fesselnd geschrieben, dass ich ihn oft kaum aus der Hand legen konnte und wollte. Durch die ständigen Perspektivenwechsel blieb der Spannungsbogen immer hoch und ich war von der ersten Seite an gefesselt, auch wenn es manchmal recht brutal und blutig wurde. Joona und seine Kollegen waren mir sehr sympathisch, auch wenn er seine Aktionen manchmal etwas übertrieb, besonders zum Schluss hin. Und sein Gegner muss hellseherische Fähigkeiten haben, denn er hat alle Aktionen sofort durchschaut, was ich schon ein bisschen unrealistisch fand. Das ist aber der einzige Kritikpunkt, ansonsten kann ich diese aufregende Lektüre nur weiter empfehlen!

Bewertung vom 05.03.2019
Conti, Giulia

Lago Mortale / Simon Strasser Bd.1


sehr gut

Der deutsche Journalist Simon Strasser hat sich am Lago d'Orta ein Domizil direkt am See zugelegt und arbeitet von dort aus. Als er auf dem See eine herrenlose Yacht beobachtet, geht er nachschauen und findet die Leiche eines jungen Mannes an Bord, den Sohn einer prominenten Industriellenfamilie. Die Polizei in Person der schönen Maresciallo Carla Moretti tippt auf einen tödlichen Segelunfall. Doch Simon entdeckt einige Ungereimtheiten und möchte diesen auf den Grund gehen. Seine privaten Ermittlungen bringen ihn zwar weiter, doch bringen sie ihn auch in große Gefahr .....

Dieser erste Fall für Simon Strasser ist ein eher gemütlicher Krimi, der sich sehr angenehm lesen lässt. Die schöne Gegend rund um den Lago d'Orta wird sehr anschaulich geschildert, auch die italienische Mentalität kommt immer wieder zur Sprache. Simon und seine Freunde sind sympathisch, man würde ihn gerne auf seine Exkursionen im Piemont begleiten. Ein richtiger Wohlfühl-Krimi, der zum Schluss noch richtig spannend wird!