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Benutzername: bärin
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Bewertungen

Insgesamt 164 Bewertungen
Bewertung vom 01.06.2020
Der brasilianische Mörder (eBook, ePUB)
Gomes, Chris

Der brasilianische Mörder (eBook, ePUB)


gut

Der brasilianische Mörder ist ein beliebter Blog, in dem ein eher unscheinbarer junger Mann namens Carlos, der zudem auch noch stottert, von seinen angeblichen Untaten berichtet. Seine gute Freundin, die hübsche Barbara, hat ihn überzeugt, da mit zu machen. Sie nutzt ihn gerne für ihre Zwecke aus und macht sich seine Unsicherheit und Unerfahrenheit zunutze. Doch dann werden in einsamen, alten Häusern tote Frauen gefunden, die nach genau diesem Muster ermordet wurden. Schnell hat die Polizei einen Verdächtigen gefunden ...

Dieser ziemlich verwirrende Krimi aus der brasilianischen Stadt Rio de Janeiro lässt sich ziemlich leicht lesen, hat aber auch leider ziemliche Längen. Rio und Umgebung sind recht gut beschrieben, auch der Besuch in Österreich. Die Hauptdarsteller konnten mich so gar nicht begeistern, es kam keine große Spannung auf. Das Polizeiteam um Delegado Amorim war gut beschrieben und mühte sich redlich, den Fall aufzuklären.

Bewertung vom 29.05.2020
Die Mitte ist ein guter Anfang
Bloom, Franka

Die Mitte ist ein guter Anfang


sehr gut

Die Restauratorin Eva und der Journalist Arne sind schon lange ein Paar mit gemeinsamer 15-jähriger Tochter, als er ihr völlig überraschend einen Heiratsantrag macht. Eva ist davon gar nicht begeistert - ist das mit fast 50 noch notwendig? Noch dazu, wo Arne gleich nach der Hochzeit einen neuen Job in Kiew antreten will. Für weitere Turbulenzen sorgen Evas Eltern, die plötzlich von Trennung reden. Zudem kriselt es in den Ehen ihrer besten Freunde - ist die Ehe überhaupt noch zeitgemäß?

Mir hat dieser unterhaltsame Liebesroman gut gefallen, das Buch ist witzig und lebendig geschrieben. Eva und ihre Freundinnen waren mir sehr sympathisch. Besonders gut beschrieben fand ich die Wandlung ihrer Mutter vom Heimchen am Herd zur emanzipierten Frau. Auch Evas Tochter erlebt die ersten Liebeswirren und kämpft wie manch anderer hier mit Liebeskummer. Auch wenn manches vorhersehbar ist, so ließ es sich doch wunderbar lesen, dieses interessante Buch über die Irrungen und Wirrungen der Liebe!

Bewertung vom 21.05.2020
#CrashTag
Brückner, Martin

#CrashTag


gut

Die ehemalige Reporterlegende Fritz Graber aus Frankfurt hat schon länger keine journalistischen Erfolge mehr aufzuweisen. Er ist in die Jahre gekommen, fühlt sich einsam, denn seine Freundin hat ihn verlassen. Sein großes Vorbild ist Steve McQueen, mit dem er sich in Gedanken oft unterhält. So widmet er sich seiner großen Leidenschaft, den Oldtimern und der Website "Crash Tag". Dort sieht er auch den Unfall eines teuren, alten Porsches, der einem Firmenchef aus der Technologiebranche zur Todesfalle wird. Es wird in diesem Buch nicht der einzige Unfall und nicht der einzige Tote bleiben....

Anfangs hatte ich einige Schwierigkeiten, in dieses Buch einzusteigen, ich musste mich zudem erst an den ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnen. Der Autor hat eine große Vorliebe für umfangreiche Umschreibungen für Orte und Situationen. Ein Beispiel: Bangkok, die Mutter aller Feinstäube, umarmte ihn wie eine dicke, ungewaschene Oma. Das war mir oft etwas zu viel des Guten, zu gewollt originell. Etwas Spannung kam erst ab der Mitte des Buches auf, die sich zum Ende hin noch steigerte. Gut fand ich die detaillierte Beschreibung der Reisen nach Asien, die Fritz zu Recherche-Zwecken unternahm und die ihn in große Gefahr brachten. Was für ein großes Glück für Fritz, dass er, der mit modernen Technologien wenig vertraute, so viele hilfsbereite Freunde hat, die ihn so tatkräftig unterstützt haben. Über die moderne Thematik des autonomen Fahrens wurde uns ein Einblick in die Zukunft gewährt - ob die so rosig ist, wer weiß?

Bewertung vom 20.05.2020
Achtzehn
Berg, Anton

Achtzehn


sehr gut

Der Reporter Axel Sköld ist einer heißen Sache auf der Spur, die ihn zu einem Killer führt, der angeblich schon den schwedischen Ministerpräsident Olof Palme ermordet hat. Auch zwei weitere ungeklärte Todesfälle gehen seiner Meinung nach auf dessen Konto. Trotz Verbotes recherchiert er weiter und veröffentlicht ungenehmigt einen Radio-Podcast und macht sich damit äußerst unbeliebt - seine Karriere als Reporter ist somit vorbei. Hinter dem Ganzen steckt eine schwedische Geheimorganisation, die bereits im 18. Jahrhundert gegründet wurde und damals sogar einen Königsmord in Auftrag gegeben haben soll. Die achtzehn Mitglieder sind alles angesehene Leute aus dem Adel, der Wirtschaft und dem Militär, die großen Einfluss auf die Politik in Schweden ausüben. Im Vertuschen von Tatsachen ist diese Organisation meisterlich und so glaubt man Axel nicht und stempelt ihn als Verschwörungstheoretiker ab. Doch er gibt nicht auf und bringt sich damit in große Gefahr ...

Dieser spannende Politik-Thriller aus Schweden startet langsam, nimmt aber dann immer mehr Fahrt auf und steigert sich mit nervenaufreibenden Verfolgungsjagden bis zum großen Finale. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, auch die anderen Personen wurden gut beschrieben. Wie Stina, die Kollegin von Axel, die ein behindertes Kind hat oder der ganz besondere Professor für Geschichte, der sich als äußerst hilfreich herausstellt. Interessant ist auch, dass dieses Buch auf reale Ereignisse aufbaut. Ich warte gespannt, ob es eine Fortsetzung gibt.

Bewertung vom 17.05.2020
Psychokiller
Ida Adam

Psychokiller


gut

Das junge Paar Sarah und Lou zieht aus beruflichen Gründen nach New York. Sie freunden sich mit ihren Nachbarn Cybill und Ken an, einem reichen, etwas älteren Paar an - die Männer arbeiten beide bei der gleichen Firma. Cybill macht Sarah, die querschnittgelähmt ist und im Rollstuhl sitzt ein verwirrendes Angebot. Sie möchte, dass sie gegenseitig ihre Männer auf die Probe stellen, ob sie ihnen treu sind. Sarah will das eigentlich nicht, sieht sich dann aber gezwungen, doch darauf einzugehen. Kurz danach wird einer der vier tot aufgefunden - mit einem Messer ermordet. Auch Sarah gerät unter Verdacht - war sie es wirklich?

Das Buch wird meistens aus der Sicht von Sarah erzählt, einzelne kurze Zwischenkapitel beschäftigen sich mit den Ermittlungen und Unterhaltungen der Detectives. Ich konnte mit der Hauptprotagonistin Sarah nicht besonders warm werden, ihre ganzen Gedankengänge und Handlungen waren mir einen Tick zu dramatisch und überzogen. Hinter jeder kleinen Begebenheit vermutete sie gleich Anschläge und Unheil. Auch die anderen Beteiligten konnten mich nicht überzeugen, die Polizei wurde äußerst unsympathisch und unfreundlich dargestellt. Im letzten Drittel kam dann mehr Spannung auf und bis zuletzt war nicht klar, wer hinter dem Ganzen steckt. Dennoch war manches für mich nicht nachvollziehbar und eher unlogisch.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.05.2020
Kann Gelato Sünde sein? (eBook, ePUB)
Hennig, Tessa

Kann Gelato Sünde sein? (eBook, ePUB)


sehr gut

Emilia hat sich zur Ruhe gesetzt und langweilt sich. Nur die regelmäßige Kaffee- und Tortenrunde mit ihren Freundinnen muntert sie etwas auf - denn im Tortenbacken ist sie unschlagbar. Da ihr 60. Geburtstag kurz bevor steht, beschließt sie, zu verreisen - und zwar nach Kalabrien. Dort studiert ihre Tochter Julia und sie möchte sie überraschen. Das wird für beide eine große Überraschung, denn Julia hat sich verliebt, ihr Studium aufgegeben und führt nun mit Francesco eine kleine Pension auf dem Lande. Emilia gefällt es dort und so kauft sie sich eine alte Bäckerei, erfüllt sich ihren Traum und bäckt Torten und Eistorten. Doch damit ist sie dem Bürgermeister des Ortes ein Dorn im Auge und er versucht, ihr das Leben schwer zu machen. Denn er hat sich in den Kopf gesetzt, dass die Einwohner seines Dorfes mindestens 85 werden müssen und verordnet Gymnastik und gesundes Essen - da passen Torten so gar nicht in den Plan! Doch da lässt sich Emilia nichts gefallen und findet bei den Dorfbewohnern Unterstützung.

Dieses sehr unterhaltsam geschriebene Buch lässt sich leicht lesen, es ist witzig geschrieben. Die italienische Lebensart und die sympathischen Bewohner sind ebenso wie die Landschaft Kalabriens gut beschrieben. Ebenso die Köstlichkeiten, die Emilia in ihrem Cafe anbietet - man möchte es am liebsten gleich besuchen und selbst kosten. Ab und zu kommt auch etwas Spannung auf und die Liebe darf natürlich auch nicht zu kurz kommen. Leichte Lektüre zum Entspannen!

Bewertung vom 30.04.2020
American Dirt
Cummins, Jeanine

American Dirt


sehr gut

Die Buchhändlerin Lydia und ihr Mann, der Journalist Sebastian, leben mit ihrem 8-jährigen Sohn Luca in Acapulco. Sebastian schreibt einen Zeitungsartikel über den Chef eines Drogen-Kartells und von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr in ihrem Leben, wie es einmal war. Lydia und Luca können nur knapp einem brutalen Anschlag entkommen, dem ihre ganze Familie zum Opfer fällt - insgesamt 16 Personen. Ihr ist sofort klar, dass ihr hier in Mexico keine Polizei helfen kann, sie darf ab sofort niemandem mehr trauen - die Flucht in den Norden ist ihre einzige Chance. Damit beginnt ein langer, beschwerlicher und vor allem gefährlicher Weg ....

Dieses spannende Buch ist in einem sehr guten, mitreißenden Erzählstil geschrieben, der den Leser mitfiebern und mitleiden lässt. Es ist aber auch sehr beklemmend, zu lesen was den Migranten auf der Flucht an Widrigkeiten begegnet. Dazu die lebensgefährliche Fahrt auf der Bestie, wie der Güterzug genannt wird, der gen Norden fährt. Überfälle, Raub und Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Es gibt aber auch ein paar gute Menschen, die ihnen weiter helfen. Dazu erfährt man noch einiges über die schweren Schicksale der anderen Migranten, die mit ihnen reisen. Beeindruckend auch der Zusammenhalt der Reisenden, die sich gegenseitig aushelfen - dennoch heißt es immer auf der Hut zu sein, denn die Mitglieder des Kartells sind überall.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.04.2020
Verkauft
Dennig, Constanze

Verkauft


sehr gut

Die Wiener Psychiaterin Alma Liebekind wacht in einer gynäkologischen Klinik nach einem Eingriff aus der Narkose auf und erinnert sich, eine zugedeckte Leiche in ihrer Nähe gesehen zu haben. Erst ist sie nicht sicher, ob sie sich das nicht eingebildet hat, aber ihre Mutter hat eine ähnliche Beobachtung gemacht. In der Klinik will allerdings niemand etwas von einer Toten wissen, allerdiings wird ein Ehrenmord, begangen vom Bruder an einer schwangeren Asylantin bekannt. Sofort beginnen Alma und ihre überaus wissbegierige Mutter, die für ihr Alter noch erstaunlich fit ist, die Ermittlungen. Mit Hilfe ihres Freundes Professor Marchel und ihrer Freundin, der Frau Oberinspektor Erika Sacherl, finden sie Näheres heraus, auch wenn ihre Freunde ihre diesbezüglichen Aktionen überhaupt nicht gutheißen. Sogar ihren jugendlichen Liebhaber Michelangelo kann sie dazu bewegen, ihr zu helfen.

An den anfangs etwas ungewöhnlichen Erzählstil und die etwas schroffe Art von Alma habe ich mich schnell gewöhnt und so konnte ich mich gleich mit ihr in die Nachforschungen stürzen. Dieser interessante Krimi mit überaus aktuellen und brisanten Themen wie Asylanten und Leihnutterschaft kommt mit viel Wiener Schmäh daher. Zum besseren Verständnis gibt es viele Fussnoten mit Erklärungen. Was auffallend war - es gibt in diesem Buch nur starke Frauen und schwache Männer, die ohne diese starken Frauen absolut hilflos wären. Ansonsten hat mir der Krimi gut gefallen, er ist spannend und witzig geschrieben.

Bewertung vom 16.04.2020
Mord in Barcelona / Comissari Soler Bd.1
Esteban, Isabella

Mord in Barcelona / Comissari Soler Bd.1


sehr gut

August in Barcelona: eine Touristengruppe folgt ihrer Führerin in der großen Hitze auf dem Friedhof Montjuic, als in einer Gruft eine weibliche Leiche entdeckt wird. Commissari Jaume Soler von der Kripo ermittelt mit seinem Team. Die Tote ist eine Touristin aus Deutschland, die nichts bei sich hat. Wurde sie Opfer eines Raubmordes? Montse, die Schwester des Kommissars, freundet sich mit dem Sohn des Opfers an und stellt eigene Nachforschungen an, was ihren Bruder nicht gerade erfreut, vor allem da sie schneller Erfolge erzielt als er. Um diesen Fall zu lösen, ist es nötig, weit in die Vergangenheit zurück zu gehen ...

In diesem Buch spürt man sehr gut die große Liebe der Autorin zu Barcelona. Zusammen mit den Protagonisten besucht man die schönsten Stellen dieser tollsten Stadt Spaniens, man kann fast das Rauschen des Meeres hören und spürt die große HItze auf der Haut. Leider bleiben die Charaktere etwas blass, mit dem Kommissar konnte ich mich nicht so recht anfreunden, am besten gefiel mir noch seine unkonventionelle Schwester. Die polizeilichen Ermittlungen zogen sich ziemlich zäh dahin, bis es dann am Schluss zu einem überraschenden Finale kam und noch etwas Spannung aufkam.

Bewertung vom 11.04.2020
Die Toten vom Lärchensee / Ein Fall für Arno Bussi Bd.2
Fischler, Joe

Die Toten vom Lärchensee / Ein Fall für Arno Bussi Bd.2


sehr gut

In seinem zweiten Fall wird der Gruppeninspektor Arno Bussi von seinem Erzfeind, dem Innenminister Qualtinger, nach Tirol an den Lärchensee entsandt, um dort einen fünf Jahre alten ungeklärten Fall zu lösen. Kaum angekommen und etwas mit den Widrigkeiten dort vertraut gemacht, geschieht wieder ein Mord. Nun hat er schon zwei Todesfälle aufzuklären. Ein Investor möchte am schönen Lärchensee ein Chaletdorf erbauen, doch es gibt Proteste dagegen. Auf einer kleinen Insel im See hat sich eine sehr hübsche, junge Frau eingerichtet und Plakate gegen das Bauvorhaben aufgestellt. Der Bauherr ist darüber natürlich nicht sehr erfreut und tut alles, um sie zu vertreiben. Das ruft Bussi auf den Plan, der sich gerne etwas näher mit ihr beschäftigt, was ihm allerdings gar nicht gut bekommt. Das heißt, er muss auch in dieser Folge wieder einiges einstecken, muss Hunger leiden, wird verletzt und bekommt Montezumas Rache zu spüren.

Dieser interessante Tirol-Krimi ist wieder sehr witzig geschrieben und es kommen wieder einige sehr besondere Leute drin vor. Wie zum Beispiel der örtliche Polizist Bernhard, der nur sehr wenig spricht und sein Bernhardiner namens Bernhard, der etwas trübsinnig ist, weil er als Lawinensuchhund a. D. den Schnee vermisst. Auch die anderen Dorfbewohner haben alle so ihre Eigenheiten, was liebenswürdig beschrieben wird. Ich habe mich wieder sehr gut amüsiert und freue mich schon auf seinen dritten Fall!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.