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Marie aus E.

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Insgesamt 887 Bewertungen
Bewertung vom 14.11.2020
Horvath, Polly

Super reich


schlecht

Das Cover des Buches hat mich an "Das Winterhaus" erinnert, es ist auch vom gleichen Verlag und ich habe mich auf eine schöne Weihnachtsgeschichte gefreut.
Bekommen habe ich aber das Gegenteil.

Rupert ist zehn Jahre alt und stammt aus bitterarmen Verhältnissen. Seine Familie kann den Kindern weder Nahrung bieten (sie leben von Abfällen aus Mülltonnen) noch ein warmes Bett geschweige denn menschliche Wärme.
Seine Mutter versucht irgendwie, die Groß-Familie mit Putzjobs über Wasser zu halten, während der Vater sein Leben der Coach und dem Schrauben an einem Auto widmet.
Rupert ist ein feiner Kerl und ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen und mich auf das bitter notwendige Weihnachtswunder gefreut.

Es schien auch nah, da Rupert zufällig in die Weihnachtsfeier der reichen Familie Rivers platzt. Dort bekommt er zum ersten Mal in seinem Leben eine richtige Mahlzeit und "gewinnt" viele Weihnachtsgeschenke, die er nach den "Regeln" des Weihnachtsspiels aber alle wieder verliert.

Im Anschluss versuchen verschiedene Familienmitglieder der Familie Rivers das vermeintlich wieder gut zu machen, in dem sie Rupert aufsuchen und ihn in irrwitzige Abenteuer verwickeln. Ich schreibe bewusst vermeintlich, denn auch dann geht es ihnen nur um sich selbst, sich selbst zu verwirklichen bzw. etwas Abenteuer in ihr Leben zu bringen, Rupert ist ihnen völlig egal.

Falls das Ziel des Buches ist, den krassen Kontrast zwischen Arm und Reich darzustellen und dass es nun mal so ist, dass man sich mit Geld alles erlauben darf und man als armer Mensch einfach keine Chance hat, egal wie sehr man sich bemüht - dann ist das hervorragend gelungen.

Ebenso die Botschaft, dass man sich als Mann getrost jahrelang am Sofa ausruhen sollte, denn irgendwann kommt bestimmt jemand und erkennt die großartigen Fähigkeiten. In der Zwischenzeit kann ja ruhig frau mal das Familienleben wuppen.

Die sehr aberwitzigen und absurden Unternehmungen der Familie Rivers fand ich auch nicht gar nicht witzig, eher zynisch.

Wie man dem Text anmerkt, bin ich immer noch aufgebracht über das Buch, obwohl ich extra zwischen Lesen und der Rezension noch etwas abgewartet habe. Für mich keine Weihnachtsgeschichte für Kinder.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 10.11.2020
Walliams, David

Das Eismonster


gut

Elsie ist zehn Jahre und ein Waisenkind. Sie wächst in einem fürchterlichen Waisenhaus auf, aus dem sie 1899 endlich fliehen kann. Damit beginnt das Abenteuer aber erst...

Die Geschichte spielt zur Jahrhundertwende (also 1899/1900) in London und das Schicksal der Kinder im Waisenhaus ist fürchterlich, aber in manchen Details so überzeichnet, dass man sich gut einreden kann, dass das keine Realität ist (auch wenn viele Geschehnisse so wohl durchaus hätten stattfinden können).
Das eigentliche Abenteuer beginnt aber erst nach der Flucht - und es hat mich leider nicht ganz überzeugt. Ich fand die ständige Verwendung von TRÖTRÖTRÖ, Kadumm, Peng, Pong usw. in dicken fetten Riesenbuchstaben auf Dauer nervig, mein Lesefluss hat darunter gelitten. Aber nicht nur das, auch die Reise mit dem Mammut fand ich hektisch und auch gar nicht wirklich interessant.

Was mich hingegen mit dem Buch versöhnt hat, war das Ende.
Die Freundschaft, die sich zum Mammut und auch zu anderen Menschen entwickelt hat, war so herzig beschrieben und am Ende fand ich auch den schon etwas speziellen Humor sehr passend.

Auch der Bezug zur Historie um die Jahrhundertwende am Buchende war sehr gut.

Für Kinder, die nicht so gerne lesen, kann das Buch auch echte Erfolgserlebnisse bieten. Es ist zwar 493 Seiten dick, aber in sehr großen Buchstaben mit ebenso großen Zeilenabstand geschrieben - da schafft man auch als Langsamleser ruckzuck einen Wälzer.

Den Hinweis auf dem Buchcover "Mit Gratis Mammut" - tja, da habe ich mir auch etwas mehr versprochen als ein Mini-Ausschneid-Teilchen, wofür man auch noch den Schutzumschlag zerstören müsste. Ich hatte ja auf ein Papp-Aufstellerchen oder so etwas in der Art gehofft.

Alles in allem sind Elsie und ihre Freunde großartig, aber der Schreibstil des Buches hat mich nicht vollständig überzeugt.

Bewertung vom 08.11.2020
Maurer, Jörg

Den letzten Gang serviert der Tod / Kommissar Jennerwein ermittelt Bd.13


ausgezeichnet

Band 13 bereits und ich kenne keinen der Vorgänger. Nicht ganz ohne, so ein später Quereinstieg, aber wer nicht gewagt, der nicht gewinnt.
Und gleich vorweggenommen: ich habe gewonnen und die Reihe auch, nämlich einen neuen Fan.
Der Quereinstieg ist problemlos möglich, anfangs gibt es immer wieder Aussagen zu "dem Geschehen vor zwei Jahren", ohne weiter darauf einzugehen. Das hat mich etwas genervt, hat aber auf den Verlauf der aktuellen Handlung keine Auswirkung, also geschenkt.
Das war es aber auch schon tatsächlich mit meiner Mini-Kritik.

Das Buch ist im Scherz-Verlag erschienen und kein Verlagsname hätte besser gepasst. Bereits das Vorwort hat mir das erste Grinsen beschert, im Buch geht es um die überkandidelte Gastroszene, um die Macht der Internetbewertungsmaschinerie samt damit einhergehender Fakes und um...Pilze! Neben der Existenz vom Aufsitzenden Pustelpilz und zweifarbigen Knorpelporling erfährt der Lesende, dass 2020 der Gemeine Stinkmorchel Pilz des Jahres ist. Soso. Oder wie der Autor schreibt. "Manchmal schreibt der Wald eben die besten Geschichten."

Aber nur manchmal, Jörg Maurer kann durchaus mit dem Wald mithalten.
Der Krimi an sich hat es in sich, die Gastroszene ist gnadenlos und der Autor hat ganz schön viele Personen und Aktionen im Spiel. Das ist manchmal etwas verwirrend, gerade für Quereinsteiger, die die Stammpersonen auch noch nicht kennen, tut der Lesefreude aber keinen Abbruch.
Für mich macht an dem Buch nicht der Kriminalfall an sich das Buch aus, sondern das Gesamtkunstwerk und insbesondere der ganz besondere Humor des Autors. Es sind so viele kleine und große (bzw. buchdurchgängige; ich sage nur Käfer...) schräge Stories hineingewoben, einfach großartig. Auch die Gastrobewertungen auf dem Internetbewertungsportal "schmackofatz.de" sind ganz großes Kino.

Puristische Krimiliebhaber werden an dem Buch eventuell keine große Freude haben, wer aber gerade eine Extra Portion Humor nötig hat und vor Mord und Totschlag (natürlich nur literarisch) nicht zurückschreckt, hat ein sehr empfehlenswertes Kombi-Produkt. Pilzkunde gibt es auch noch on top.

Bewertung vom 05.11.2020
Ramcke, Inga Marie

Eklige Untermieter


ausgezeichnet

"Ein echt ekliges Entdeckerbuch für furchtlose Naturforscher" steht auf der Buchrückseite. Da sind wir sehr gespannt gewesen - und hatten auch ein klein wenig Angst!

Das Buch ist super - schön großformatig, so dass man alles gut erkennen kann - startet man einen Streifzug durch Haus und Garten und kann sehr viele bekannte und weniger bekannten Gesellen entdecken.

Man startet im Garten und geht dann ins Haus, Dachboden, Küche, Keller, Flur, Bad, Schlaf- und Wohnzimmer werden genau inspiziert. Es gibt wunderschön (und gar nicht gruselig) gezeichnete Bilder der Räume und dann die Fotos der Tierchen. Das gefällt uns total gut. Man kann zum Beispiel einen Blick in die gezeichnete Büchertasche werfen und wie durch ein Zoom sind dann die Fotos von Vogellaus, Schimmel, Ameise & Co eingebunden.
Einige Tierchen waren auch völlig neu für uns, der Bücherskorpion zum Beispiel. Und eklig ist er gar nicht, er frisst nämlich Staubläuse, Bücherläuse und Milben. Brav, Bücherskorpion!
Es war auch sehr interessant, dass man mal viele Tiere, die man nur vom Namen kannte, sehen konnte, Enchyträen zum Beispiel oder Bärtierchen.

Ein wenig hat es uns aber schon geekelt, manchmal ist es vielleicht doch besser, wenn man nicht so genau weiß, in welcher unfreiwilligen Wohngemeinschaft man wohl lebt. Aber spannend!

Die Infos zu den Tierchen sind relativ knapp gehalten, ganz tief kann man in die Materie nicht einsteigen, dafür gibt es ganz, ganz viele Tiervorstellungen. Wir finden, dass das gut ausbalanciert ist, es ist ja kein Tierlexikon.

Ein ungewöhnliches Buch - aber total interessant. Und Kinder sind deutlich schmerzfreier als Erwachsene, was eklig ist, liegt immer im Auge des Betrachters.

Bewertung vom 04.11.2020
Fesler, Mario

Hamster undercover / Extrem gefährlich! Bd.2


ausgezeichnet

Wir haben bereits Band 1 geliebt, in dem Max, Shakira, Pascal und die Maus Juan ein extrem gefährliches Abenteuer zusammen gemeistert haben.

Jetzt geht es weiter, hurra und Shakira bekommt doch tatsächlich ein Haustier, einen Hamster. Natürlich ist es nicht irgendein Hamster, auch dieser Nager ist hochintelligent und bereit für ein neues Abenteuer. Dumm nur, dass Max und Pascal in ein blödes Feriencamp gesteckt werden...

Wir sind total happy, dass es eine Fortsetzung gibt (die man auch unabhängig von Band 1 lesen kann) und zu vielen Figuren aus dem ersten Band gab es ein Wiederlesen. Deshalb gab es laute "Hurra" Rufe (wir verraten nix) und entsetze "Oh-nein" Schreie (nein, auch hier keine weitere Andeutung) bei uns. Also innerlich.

Das Buch ist ein wilder Ritt durch ein großes Abenteuer und baut die Spannung immer mehr auf, bis es zum großen Showdown kommt. Sensationell! Damit ist es auch super für Kinder, die auf den Vorschlag zu lesen eher mit einem genervten "Laaaaaangweilig" reagieren. Wer hier nicht zur Leseratte wird, ist wirklich kein Lesekind.
Es ist die Kombination aus Spannung und Witz, aus außergewöhnlichen Kindern (hochbegabt & introvertiert, vorsichtig und extrovertiert), eigenartigen (aus Kindersicht) und kriminellen Erwachsenen und sensationellen & superschlauen Nagern, die für uns den Charme des Buches ausmachen.
Für uns ist hier wörtlich zu nehmen, denn die wilde Hamsternummer macht auch mir als Erwachsene noch total viel Spaß.
Ach ja, und das Daumenkino! Das hätte ich fast vergessen - das gibt es auch im Band 2 wieder, das ist das I-Tüpfelchen.

Das Buch ist nicht nur extrem gefährlich, sondern einfach extrem gut. Ganz dicke fette Weiterempfehlung.

Bewertung vom 01.11.2020
Katzenberger, Daniela

Die Katze kocht!


ausgezeichnet

Ich gebe es zu, als ich Daniela Katzenberger und Kochbuch und dann noch das rosa Cover gesehen habe, da dachte ich mir: das ist ja so, als wenn der Metzgermeister der vierten Generation jetzt ein Veggie-Kochbuch schreibt?!

Die ersten zwei "Rezepte" haben meine Vorurteile dann gleich schön untermauert. Rührei und Toast mit Speck und Ei? Ernsthaft, Daniela? Ich bin wirklich keine Meisterköchin, aber dazu brauche ich nun wirklich kein Kochbuch.


Aber nachdem ich etwas weiter im Buch geblättert habe, bin ich wieder zurück zum Rührei gekommen. Schön mit Feta-Käse und Kirschtomaten sah es einfach lecker aus und ja, das wird es jetzt zum Abendessen geben. Es mag zwar keine hohe Kochkunst sein, aber eine prima Inspiration für schnelle und unkomplizierte Gerichte im täglichen "was soll ich nur kochen-Verdruss".

Im weiteren Buchverlauf geht es dann außerdem schon immer mehr in Richtung echte Rezepte, sowohl der Ofenlachs, das Ruckzuck-Hühnerfrikassee als auch Kicherebsen-One-Pot haben es u. a. auf Anhieb auf meine "hui, das sieht toll aus, kommt auf die Kochliste" geschafft. Ich muss zugeben, insgesamt sind da ganz schön viele Rezepte gelandet, weitaus mehr, als normalerweise bei Kochbüchern. Meist finde ich Rezepte zwar hübsch anzusehen, nachkochen möchte ich sie aber doch eher selten, das ist hier anders.

Die pinke Glitzeraufmachung, naja, nicht mein Fall, gehört aber nun mal zur Marke Daniela, ist also o.k.

Generell hat mit auch die Mischung gut gefallen, Unkomplizierte Rezepte mit vielen Bildern (für mich ganz wichtig bei Kochbüchern) und nett zu lesendem Daniela-Drumherum.

Außerdem eine vielseitige Auswahl: von ganz einfach (siehe oben) bis aufwändigerem Weihnachtstruthahn, von frischer Gemüseküche zu schnellen Kombis mit Tiefkühlelementen. Sowohl low carb als auch Süßkram ist zu finden.
Super auch das Rezept für einen Regenbogenkuchen - mit gekauftem Rührkuchenboden ein schnelles und optisch für mich gleichwertiges und vor allem mal etwas anderes Rezept zum "omnipräsenten Instagram-sieben-Böden-in-unterschiedlichen-Farben-Hipster-Kuchen".

Für echte Kochprofis und TK-Kost kommt mir nicht ins Haus-Anhänger ist es nichts, wenn man aber unkomplizierte Inspiration für die Alltagsküche sucht und keine rosa-Allergie hat, kann ich das Buch echt weiterempfehlen.

Bewertung vom 29.10.2020
Luhn, Usch

Die verbotenen Stiefel / Lillys magische Schuhe Bd.2


gut

Wir haben bereits den ersten Band der Reihe um Lilly magische Schuhe gelesen und er hat uns gut gefallen.
Nun also gleich im Anschluss Band 2.
Lilly ist sympathisch und ihre tierischen Begleiter, allen voran der Hauslehrer-Drache Archibald, sind klasse.
Archibald spricht so süß mit französischem Einschlag - das ist superlustig und macht auch beim Vorlesen richtig gute Laune!

Die behandelten Themen im Buch (Ungerechtigkeiten in der Schule, Lehrer, fiese Mitschüler, Freundschaft, Wunsch nach einem Haustier) sind genau richtig für die Altersklasse und einfühlsam und spannend aufbereitet.
Wirklich schön!

Was mir jetzt bei Band 2 allerdings nicht so gut gefallen hat: es gibt keinen Bezug zum ersten Teil, die dort geschlossenen Freundschaften werden nicht gepflegt und im Prinzip ist Band 2 seinem Vorgänger sehr, sehr ähnlich. Die ähnliche Geschichte an einem anderen Ort. Das war mir zu wenig Entwicklung für eine Reihe, zumal die Entführung der Eltern einfach so im Hintergrund mitläuft und weder aufgelöst wird, noch besonders belastend auf Lilly (die Tochter) wirkt. Überhaupt waren Lilly und ihr Onkel seltsam blass im Vergleich zu Band 1.

Fazit: eine schöne Geschichte, aber mir fehlt der Bogen zwischen den Bänden und die Auflösung - gerade in der Altersgruppe finde ich so ein Ende mit dem Verweis auf Band 3 unglücklich.

Bewertung vom 26.10.2020
Luhn, Usch

Die geheime Werkstatt / Lillys magische Schuhe Bd.1


sehr gut

Arme Florentine. Die Werbeagentur ihrer Eltern ist pleite, deshalb müssen sie zur ihrer Großtante Amanda ziehen. Keine Freunde, neue Schule, alles doof. Doch dann lernt sie Lilly kennen, ein Mädchen, das magische Schuhe fertigen kann. Wow!

Uns hat das Buch richtig gut gefallen. Klar, magische Irgendwas gibt es mittlerweile wirklich wie Sand am Meer. Aber gut so, denn gerade jetzt ist so ein Hauch Magie wirklich dringend notwendig.
Und so stürzten wir uns gerne mitten in das Abenteuer, konnten uns kringelig lachen über den Hauslehrer Mosieur Archibald und fanden Frau Wu, die Schildkröte super niedlich. Irgendwann wurde es dann auch ganz spannend, aber ob Florentine wirklich magische Schuhe bekommt und was diese auf sich haben, das müsst ihr selbst herausfinden.

Nicht so toll fanden wir hingegen, dass die allerspannendsten Fragen nicht aufgeklärt wurden. Liebe Verlag, wir finden Reihen super, weil wir so liebgewonnene Charaktere lange begleiten können. Aber wir wollen nicht mit großen Fragzeichen auf den nächsten Band warten müssen bzw. nicht deshalb, weil die Handlung so einfach endet.

Bewertung vom 24.10.2020
Lapinski, L. D.

Öffne den Koffer und spring hinein! / Strangeworlds Bd.1


gut

Flick ist 12 Jahre alt, als sie zufällig ein seltsames Reisebüro entdeckt, das voll von alten Koffern ist. Nicht einfach alte Koffer, nein, sie sind magisch, man kann mit ihnen in andere Welten reisen. Klingt verrückt? Vielleicht ein klein wenig, aber es ist vor allem ist es ein riesiges Abenteuer. Doch schnell wird klar, ohne Flick wird es diese Welten so vielleicht nicht mehr lange geben..

Das Buch ist optisch eines der bisherigen Jahreshighlights, wir finden es wunderwunderwunderschön. So viele Details, sogar am Buchrücken der Koffergriff.

Das Inhalt für ist für etwas ältere Lesekinder, die Empfehlung liegt bei 10-12 Jahren.

Leider begann es etwas schleppend. Die ersten 100 Seiten haben sich wie Kaugummi gezogen, das Kind hat da dann die Lust am Weiterlesen verloren.

Dann wurde es aber flüssiger und spannender, die Idee mit dem „rein in den Koffer, ab in andere Welten“ ist super.

Anfangs fand ich die verschiedenen Welten auch noch phantasievoll und aufregend (die Hüpfwelt war besonders hübsch), mit der Zeit fand ich es aber ein wenig ermüdend, so viele Details lesen zu müssen.

Mit dem Ende war ich dann auch nicht ganz glücklich.

Das Buch ist der Auftakt einer neuen Reihe, schon klar, dass da nicht alles aufgelöst wird, insgesamt sind mir hier aber doch zu viele Fragen offen geblieben.

Bewertung vom 24.10.2020
Schmidt, Heike Eva

Fee wider Willen / Bazilla Bd.1


ausgezeichnet

Als wir das Buch zum ersten Mal sahen, waren wir gleich ganz begeistert, schon das Cover ist so schön! Das setzt sich dann innendrin fort, auch die Illustrationen sind der Hammer. Am allerbesten gefällt uns natürlich der Flederhamster, cool, dass er auch als Bild so oft auftaucht.

Aber natürlich sind nicht nur die Illustrationen super, sondern auch die Story. Schon die Idee: die kleine Vampirin Bazilla hat Geburtstag, endlich wird sie zehn, das bedeutet bei Vampiren, dass man ein r i c h t i g e r Vampir wird und endlich Vampirzähne hat und fliegen kann, juhuu. Doch dann stellt sich heraus: Bazilla ist gar kein Vampir, sondern eine Fee! Pfui Spinne! Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, muss Bazilla auch noch ihr geliebtes Zuhause, Burg Morchelfels verlassen und in ein blödes Feeninternat umziehen...
Wie hat uns die Geschichte gefallen?
Die Kombination aus (zwar netten, aber doch auch etwas langweiligen pinken) Feen mit der coolen schwarzen Latzhosen-Bazilla samt ihrem tierischem Freund macht großen Spaß.
Auch die fantasievollen Leibspeisen Bazillas wie Blutwurstpizza und Lakritztorte (wir hassen Lakritz!!) mit Blutegelsahne sind top. Allerdings ist ein Vampirleben jetzt ein No-Go, denn kulinarisch hat das jetzt nicht überzeugt. Feen-Müsli allerdings auch nicht (-:

Sehr lustig fanden wir auch die ganzen speziellen Feenwörter wie "Feezeihst du mir" oder "Feegeben und feegessen"

Hier noch die kurze Kinder-Rezension:
'Bazilla ist anders als andere Mädchen, die wollen ja lieber Feen sein. Der Name des Wasserspeiers ist auch lustig, er heißt Nöf Nöf. Und er mag Kirschlimo. Elvis der Flederhamster ist sehr süß."

Ein rundum gelungenes Buch, phantasievoll und mal etwas ganz anderes im normalen Feen-Allerlei.