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leserattebremen
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Bewertungen

Insgesamt 623 Bewertungen
Bewertung vom 18.02.2012
Evanovich, Janet

Die Chaos Queen / Stephanie Plum Bd.11


sehr gut

iese Geschichte hat einen typischen Stephanie-Plum-Plot: Die Kopfgeldjägerin legt sich mal wieder mit Gaunern an, die ihr eigentlich eine Nummer zu groß sind und mit Hilfe der beiden Männer in ihrem Leben- dem Polizisten Morelli und dem Kopfgeldjänger Ranger- kommt sie noch mit dem Leben davon.
Dabei sollte doch dieses Mal alles anders werden: Stephanie schmeißt ihren Job als Kopfgeldjägerin bei ihrem Cousin Vinnie hin und will endlich eine Stelle, bei der sie nicht ständig beschossen wird oder anderweitig um ihr Leben bangen muss. Doch die Gauner machen ihr einen Strich durch die Rechnung, der Brand im Bestattungsinstitut, an dem sie beteiligt war, zieht seine Spuren bis in diesen neuen Band von Janet Evanovich. Und so muss Stephanie sich mit Bomben unter ihrem Auto und Drohbriefen rumschlagen, während sie ihrem eigentlich so sicheren Job als Bürohilfskraft bei Ranger nachgeht.
Die Geschichte von Stephanie zwischen Ranger und Morelli spielt in diesem Buch inzwischen keine so große Rolle mehr, Stephanie scheint sich für Morelli entschieden zu haben, auch wenn Ranger in einigen Momenten noch einmal dazwischen funkt. Die Geschichte ist kurzweilig, lustig und unterhaltsam wie immer, die Spannung fehlt jedoch völlig, der Krimi-Charakter anderer Stephanie-Plum-Romane kommt hier nicht so stark durch. Dennoch sorgen die wie immer sympathisch-chaotischen Figuren dafür, dass der Leser der Geschichte mit viel Spaß folgen kann, ob es nun die Oma ist, die geradezu süchtig nach Beerdigungen ist, die Schwester, die kurz vor der Hochzeit durchdreht oder die Mutter, die all dies nur mit regelmäßigen Schlucken aus der Schnapsflasche und exzessivem Bügeln überstehen kann: Stephanie Familie ist der wahre und gleichzeitig warme Kern dieser Geschichten.

Bewertung vom 18.02.2012
Evanovich, Janet

Die Chaos Queen / Stephanie Plum Bd.11


sehr gut

iese Geschichte hat einen typischen Stephanie-Plum-Plot: Die Kopfgeldjägerin legt sich mal wieder mit Gaunern an, die ihr eigentlich eine Nummer zu groß sind und mit Hilfe der beiden Männer in ihrem Leben- dem Polizisten Morelli und dem Kopfgeldjänger Ranger- kommt sie noch mit dem Leben davon.
Dabei sollte doch dieses Mal alles anders werden: Stephanie schmeißt ihren Job als Kopfgeldjägerin bei ihrem Cousin Vinnie hin und will endlich eine Stelle, bei der sie nicht ständig beschossen wird oder anderweitig um ihr Leben bangen muss. Doch die Gauner machen ihr einen Strich durch die Rechnung, der Brand im Bestattungsinstitut, an dem sie beteiligt war, zieht seine Spuren bis in diesen neuen Band von Janet Evanovich. Und so muss Stephanie sich mit Bomben unter ihrem Auto und Drohbriefen rumschlagen, während sie ihrem eigentlich so sicheren Job als Bürohilfskraft bei Ranger nachgeht.
Die Geschichte von Stephanie zwischen Ranger und Morelli spielt in diesem Buch inzwischen keine so große Rolle mehr, Stephanie scheint sich für Morelli entschieden zu haben, auch wenn Ranger in einigen Momenten noch einmal dazwischen funkt. Die Geschichte ist kurzweilig, lustig und unterhaltsam wie immer, die Spannung fehlt jedoch völlig, der Krimi-Charakter anderer Stephanie-Plum-Romane kommt hier nicht so stark durch. Dennoch sorgen die wie immer sympathisch-chaotischen Figuren dafür, dass der Leser der Geschichte mit viel Spaß folgen kann, ob es nun die Oma ist, die geradezu süchtig nach Beerdigungen ist, die Schwester, die kurz vor der Hochzeit durchdreht oder die Mutter, die all dies nur mit regelmäßigen Schlucken aus der Schnapsflasche und exzessivem Bügeln überstehen kann: Stephanie Familie ist der wahre und gleichzeitig warme Kern dieser Geschichten.

Bewertung vom 18.02.2012
Helgason, Hallgrímur

Eine Frau bei 1000° - Roman. Aus den Memoiren der Herbjörg María Björnsson


ausgezeichnet

„Ich lebe allein in einer Garage, zusammen mit einem Laptop und einer alten Handgranate. Wir haben es wahnsinnig gemütlich.“
Wem dieser Anfang schon skuril erscheint, der wird im Laufe der Lektüre feststellen, dass der Autor dies noch um einiges weiter treiben kann. Herbjörg ist 80 Jahre alt, sie ist die Enkelin eines ehemaligen isländischen Präsidenten und hat eine bewegte Lebensgeschichte, auf die sie in diesem Roman zurückblickt. In Island, Dänemark, Deutschland und Argentinien hat sie Zeit verbracht, die furchtbaren Seiten des Zweiten Weltkriegs am eigenen Leib miterleben müssen, vier Kinder geboren, von denen nur drei überlebt haben. Besuch bekommt sie jetzt mit 80 in ihrer Garage aber kaum noch, nachdem die Kinder ihr Haus verkauft haben und versuchten, sie in ein Pflegeheim abzuschieben, aus dem sie abgehauen ist. Und so liegt sie jetzt da, mit ihrem Laptop und der Handgranate, die ihr Vater ihr vor Jahren gab, um sich im Notfall verteidigen zu können, und lässt ihr Leben für uns Leser Revue passieren.
All dies beschreibt Hallgrímur Helgason mit einer bildhaften und gleichzeitig harten Sprache, die einen beim Lesen immer wieder schlucken lässt, wenn die krebskranke Frau den Angriff der Krankheit auf ihre Organe mit dem Vorrücken der deutschen Wehrmacht vergleicht und von Vergewaltigungen während ihrer Flucht im Krieg berichtet. Herbjörg ist ganz sicher keine nette ältere Dame von nebenan, im Gegenteil, sie ist ziemlich durchtrieben, wenn sie zum Beispiel das Mailpostfach ihrer Schwiegertochter hacken lässt, um rauszufinden, ob die ihren Sohn betrügt. Dennoch fühlt man mit ihr auf ihrer Reise durchs Leben, die skurile alte Dame wächst einem während der Lektüre ans Herz und um so stärker wirken ihre Erlebnisse. Der Stil des Autors ist einzigartig und die sprachlichen Elemente, der Reichtum an Bildern und Metaphern beeindruckend. Obwohl die Geschichte nicht chronologisch erzählt wird sondern wild durch das 20. Jahrhundert springt, kann man ihr problemlos folgen.
Die Geschichte von Herbjörg ist sicher kein Buch, dass man beendet hat, wenn die letzte Seite gelesen ist, sondern eines, das einen begleiten kann und in dem bei erneutem Lesen immer neue Dinge ins Auge springen, so facettenreich ist das Leben dieser isländischen alten Dame.

Bewertung vom 18.02.2012
Kuhrt, Henriette

Männer in Serie


gut

Kika hat eine ziemlich genau Vorstellung von ihrem Leben- eine Karriere als Journalistin bei der Zeitschrift Entertainment steht ganz oben auf der Liste ihrer Wünsche. Ein Kind von einem Möchtegern-Schauspieler wie Rocco Förster hingegen ganz unten. Doch wie so oft kommt alles anders als geplant, und als Kika nach eine One-Night-Stand mit Rocco feststellt, dass sie schwanger ist, muss sie ihre Lebensplanung noch einmal überdenken. Gemeinsam mit ihrer Mitbewohnerin Anita schafft sie es, Kind und Karriere irgendwie unter einen Hut zu kriegen, und dann gibt es ja auch noch Christian, einen äußerst attraktiven Schreiner, mit dem sie zu gern mehr Zeit verbringen würde, als ihr Leben momentan zulässt.
„Männer in Serie“ ist eigentlich ein klassischer Unterhaltungsroman für Frauen, leider bleiben die Figuren sehr klischeehaft und oberflächlich, so dass er schwer fällt, wirklich Sympathie für sie zu entwickeln und mit ihnen zu fühlen. Die Geschichte bietet wenig neues, eine Karrierefrau die überraschend schwanger wird und versucht, Kind und Karriere unter einen Hut zu kriegen, ist in diesem Genre schon oft und ausgiebig behandelt worden. Dennoch ist die Geschichte unterhaltsam und plätschert angenehm dahin, man kann das Buch problemlos zügig durchlesen. In der zweiten Hälfte gewinnt der Roman etwas an Tiefe, die stereotypen Charaktere werden an einigen Stellen aufgebrochen und mit Roccos Mutter eine Figur eingeführt, die der Geschichte eine etwas andere Richtung gibt. Gestört hat mich an diesem Roman allerdings der als völlig normal und unkritisch dargestellte Drogenkonsum der Freundinnen Kika und Anita, wenn sie auf Partys gehen, was allerdings nur zu Beginn des Romans eine Rolle spielt
Ansonsten eine nette Geschichte, genau das richtige wenn man nach leichter Unterhaltung sucht.

Bewertung vom 18.02.2012
Donnelly, Jennifer

Die Winterrose / Rosentrilogie Bd.2


ausgezeichnet

Das Londoner Armenviertel Whitechapel im Jahr 1903: Die junge Ärztin India Selwyn-Jones hat ihr Leben ganz ihrem Beruf verschrieben und will den Menschen helfen, indem sie ein Krankenhaus aufbaut, in dem die Ärmsten der Armen kostenlos behandelt werden. Doch ihrer Verlobter Freddie Lytton, ein verarmter Parlamentsabgeordneter, tut alles, um sie von ihrem Plan abzubringen und durch eine schnelle Hochzeit an ihre Mitgift zu gelangen. All diese Pläne werden durchkreuzt, als India sich in den Gangsterboss Sid Malone verliebt, der bereit ist, für sie sein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen und in Amerika neu zu beginnen. Kurz bevor die beiden auswandern wollen, kommt es jedoch zu zwei Morden, die Sid angelastet werden, so dass er plötzlich verschwinden muss und India alleine zurückbleibt.
Die Geschichte von Sid und India ist eine wunderbare Geschichte von der großen Liebe und der unglaublichen Hoffnung, die in ihr stecken kann. India ist ein sehr idealistischer Mensch, und glaubt am Anfang, von ihren Ansichten keinen Zentimeter abweichen zu können. Doch je stärker sie sich mit der harten Realität in Whitechapel konfrontiert sieht, desto mehr wandeln sich ihre Einstellungen und sie erkennt das Gute in Sid Malone. Jennifer Donnelly ist mit „Die Winterrose“ ein großartiger Roman gelungen, der ein umfassendes Bild von London Anfang des 20. Jahrhunderts liefert, von den politischen Unruhen, den Gegensätzen von arm und reich, Adligen und Prostituierten ebenso wie von den kleinen Alltagsgeschichten im Leben aller Gesellschaftsschichten.
Dieses umfassende Portrait einer bewegenden Epoche der englischen Geschichte ist ein großartiges Lesevergnügen und kein schlicht gestrickter Liebesroman mit absehbarem Ende.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.02.2012
Evanovich, Janet

Ein echter Schatz / Stephanie Plum Bd.13


gut

Wieder einmal hinterlässt Stephanie Plum mit jedem Schritt in ihrem Leben ein einziges großes Chaos: Ihr Ex-Mann Dickie, mit dem sie ungefähr 15 Minuten verheiratet war, bevor sie ihn mit einer anderen Frau in flagranti erwischt hat, ist verschwunden und Stephanie ist die Hauptverdächtige der Polizei. Als auch noch die Anwaltspartner von Dickie verschwinden und ein Mann auftaucht, der mit einem Flammenwerfer geröstet wurde, nehmen Stephanie und Ranger die Ermittlungen gemeinsam in die Hand. Nebenbei muss sie auch noch die üblichen Kautionsflüchtlinge einsammeln, dieses mal einen Mann, der ausgestopfte Biberbomben baut und das Haus nicht verlassen kann, weil er auf schon seit Monaten auf die Kabelgesellschaft wartet.
Die Geschichte ist unterhaltsam, aber wenig spannend. Auch wenn die Hauptfiguren sehr sympathisch sind, fängt Stephanie Plum an zu nerven mit ihrem ständig naiven und dümmlichen Verhalten, mit dem sie sich regelmäßig in Situationen manövriert, in denen sie sich von Ranger oder ihrem Lebensgefährten Morelli retten lassen muss. Bevorzugt brennen dabei zwei bis drei Autos. Eigentlich leben die Romane von ihren Nebenfiguren wie ihrer Mutter, ihrer Schwester und besonders ihrer Großmutter, die keine Beerdigung im Ort verpassen will und immer was zu tratschen hat. Leider ist der Anteil der Familie in diesem Roman sehr klein, was beim Lesen negativ auffällt. Es gibt in diesem Buch deutlich weniger zu lachen als in anderen.
Leider nicht die beste Geschichte von Janet Evanovich.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.02.2012
Poladjan, Katerina

In einer Nacht, woanders


sehr gut

Mascha ist Lehrerin in Deutschland und reist nach dem Tod ihrer Großmutter Tamara in ihre Heimat Russland, um das geerbte Haus zu verkaufen. Dort trifft sie mit Pjotr einen alten Bekannten wieder, der ihr beim Verkauf des Hauses helfen soll und schon einen Interessenten an der Hand hat. Die Reise von Mascha in ihre Heimat ist gleichzeitig eine Reise in ihre Kindheit und die Vergangenheit ihrer Mutter, die früh eine Affäre mit ihrem Kunstlehrer hatte und dann schwanger wurde. In vielen Andeutungen beschreibt die Autorin die psychischen Probleme der Mutter, die unsicher durch ihr Leben taumelte und jetzt in Berlin einer psychatrischen Anstalt lebt. Gleichzeitig wird klar, dass Mascha wie einer Wanderer auf der Grenze beider Welten unterwegs ist, Russland und Deutschland, doch nirgendwo angekommen ist. In Deutschland ist sie die Russin, und in Russland die Verräterin aus Deutschland, die ihre Heimat im Stich gelassen hat.
Der Stil der Geschichte hebt sich von vielen anderen Büchern ab, der Leser folgt Maschas Gedanken genauso chaotisch, wie sie in ihrem Kopf herumschwirren, ohne klare Trennung von Realität, Erinnerung, Träumereien und direkter Rede. Dies macht es einerseits schwierig, der Geschichte zu folgen, gleichzeitig ermöglicht es jedoch eine große Nähe zu der Protagonistin des Romans.
Maschas Leben fordert die volle Aufmerksamkeit des Lesers, der bereit sein muss, sich auf die Besonderheit dieses Buches einzulassen. Doch dann findet man eine wunderbare Geschichte über Frau, die zwischen zwei Leben festzuhängen scheint, ohne jemals anzukommen, ständig auf der Suche, ohne wirklich zu wissen wonach.

Bewertung vom 18.02.2012
Baldacci, David

Die Sammler / Camel-Club Bd.2


sehr gut

Als kurz nacheinander der Sprecher des Kongresses und der Leiter der Kongressbibliothek sterben, scheint es auf den ersten Blick keine Verbindung zu geben, doch für den ehemaligen CIA-Agenten Oliver Stone und seine Freunde (den Camel Club), ist der Fall nicht so einfach wie es auf den ersten Blick scheint. Den Caleb, einer seiner Freunde, wurde zum literarischen Nachlassverwalter des Bibliothekars bestimmt und in seinem Tresor findet sich plötzlich eines der teuersten Bücher der Welt, von dem es nur elf Exemplare gibt. Es zeigt sich, dass die Gruppe es mit einem professionellen Spionagering zu tun hat, der Geheimdienstinformationen für viel Geld ins Ausland verkauft. Der Camel Club begibt sich in Gefahr, als sie immer mehr Informationen über diesen Spionagering sammeln und versuchen, die Mörder zu überführen.
Das ganze Buch wirkt ein bisschen wie TKKG für Erwachsene, vier Freunde geraten in kriminelle Machenschaften und beginnen auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei hat jede der Figuren ganz klare Charaktereigenschaften, Oliver ist als Ex-Agent der Anführer der Truppe, Caleb ist der unsichere Bibliothekar mit ausgeprägtem Fluchtreflex, Milton ist der Technikfreak und Reuben hat ein fotographisches Gedächtnis, mit dem er der Gruppe oft weiterhelfen kann. Diese Mischung macht aus der Geschichte einen wirklich guten Thriller mit sympathischen Charakteren, denen zu folgen Spaß macht. Gleichzeitig bleibt die Spannung während der gesamten Story erhalten. In der ersten Hälfte des Buches werden zwei getrennte Erzählstränge verfolgt, die erst spät zusammengefügt werden, was aber für den Leser nicht störend ist, sondern einen interessiert verfolgen lässt, wie am Ende doch noch alles zusammenpasst.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.