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Jazz

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Insgesamt 664 Bewertungen
Bewertung vom 17.12.2018
Hale, Jenny

Mein Weihnachtswunsch bist du


sehr gut

„Mein Weihnachtswunsch bist du“ von Jenny Hale ist ein klassischer, sehr seichter Liebesroman, der sich ganz um die Weihnachtszeit dreht. Inhaltlich geht es wie zu erwarten um die Protagonistin Leah, die ein Haus von ihrer Großmutter erbt, in dem sie ihre Kindheit verbracht hat. Jedoch erbt sie nur die Hälfte, die andere gehört David, der in ihrer Kindheit einige Jahre mit in dem Haus gelebt hat (zu lang, um die Details zu schreiben).

Um das Problem der zufriedenstellenden Hauseinteilung zu lösen kommt es zu Diskussionen und Treffen und auch wenn man sich seit über 20 Jahren nicht mehr gesehen hat, versteht man sich auf Anhieb richtig gut und fühlt sich in die Kindheit zurückversetzt – wenn da nicht das Haus wäre…

Meinung:
Ich habe wirklich nur eine seichte Lektüre erwartet und ich wäre auch vollkommen zufrieden gestimmt gewesen, wenn einige Details nicht wären. An David kommt man kaum nah, man erfährt kaum etwas über seine Vergangenheit. Warum?
Manche Nebendarsteller bekommen ihr Happy End, andere nicht. Warum?
Zu guter letzt, all die Fragen könnte ich übersehen, wenn da nicht mein kleines Emanzipationsproblem wäre. Die Frauen (Leah und Freundinnen, Bekannte, die alle gemeinsam Weihnachten feiern) werden „Mädels“ bezeichnet und verbringen hauptsächlich ihre Zeit in der Küche, während David ausschließlich zum Essen kommt und sonst arbeitet… Alles in allem war mir Leah nicht mächtig genug, um für sich selbst einzustehen und David wurde mir kaum sympathisch durch sein dominantes Verhalten.

Wer mit all den aufgezählten Kritikpunkten umgehen kann und darüber an Weihnachten sehen kann, dem ist das Buch def. empfehlenswert. Ich persönlich hätte mich mehr darüber gefreut, wenn David einfühlsamer wäre und Leah mehr Rückgrat gehabt hätte, etwas mehr Romantik und vor allem eine große Portion Humor dabei gewesen wäre.

Bewertung vom 08.12.2018
Krainz, Dieter;Maurer, Birgit

Wenn die Liebe Kummer macht


ausgezeichnet

"Wenn die Liebe Kummer macht" von Birgit Maurer in Kooperation von Dieter Krainz ist ein wirklich umfassender Ratgeber in Sachen Liebe.


Es werden anschaulich mit etlichen anonymisierten Fallbeispielen Probleme (die alltäglich sind) dargestellt und anschließend Lösungsmöglichkeiten vorgestellt, bei denen man selbst interagieren muss, indem man tief in sich geht und die Fragen selbst wahrheitsgemäß beantwortet.

Inhaltlich geht es erst um die Liebe im Allgemeinen, was sie beinhaltet etc. Anschließend folgt der Hauptteil mit den Beispielen, um schließlich bei einer möglichen Trennung Hilfe anzubieten, was man dabei alles verändern kann oder sollte etc. um schließlich Frieden zu schließen.

Kleine Kritik: Es hilft nicht bei kleinen Problemen, sondern nur bei wirklich großen wie Affären oder die Liebe ist erloschen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.12.2018
Hager, Angelika

Kerls!


sehr gut

"Kerls! Eine Safari durch die männliche Psyche" ist ein Sachbuch ohne jeglichen Humor, sondern basiert auf sachlichen Analysen des heutigen Forschungstands.

Inhaltlich geht es insbesondere um Gewalt und das große "Warum?" dahinter. Angefangen von der metoo Debatte, die hier ein ganzes Kapitel umfasst mit Beispielen von Frauen und Männern als Opfer sowie in der Täterrolle und der Untersuchung zu den Folgen seit der Debatte. Interessant hier: Einige unterschiedliche Ansichten von Männern, die selbst keine ausführenden Täter waren.

Anschließend geht es vor allem um die Analyse, wieso Männer so sind wie sie sind und gleichzeitig wird auch meist angeführt, warum Frauen in diesem und jenem Punkt komplett anders agieren.

Fazit: Lesenswert für HobbypsychologInnen.

Bewertung vom 24.11.2018
Nestmeyer, Ralf

Paris MM-City Reiseführer, m. 1 Karte


ausgezeichnet

Der Reiseführer "Paris" von Ralf Nestmeyer besticht durch ein nicht gerade handelsübliches Cover und ist daher schon mal einen Blickfang wert.

Inhaltlich ist es sehr gut in Kapitel unterteilt. Es gibt viele verschiedene Touren um ganze Szeneviertel mit Museumsbesichtigungmöglichkeiten, Friedhöfe mit den letzten Ruheorten von vielen bekannten Persönlichkeiten, aber auch Parks und natürlich mit dazu die besten Cafes, Bistros und Restaurants, wobei hier Bio spezifisch vermerkt ist genauso wie Tipps von Nestmeyer persönlich. Außerdem werden zusätzlich zu den Restaurants oftmals Gerichte ( v.a. für weniger gut betuchte und Vegetarier etc. hilfreich) empfohlen und die Preise genannt.

Außerdem werden auch Sehenswürdigkeiten rund um Paris genannt.

Abschließend gibt es viele detailreiche Informationen für bspw. die Anreise, Hotels, ärztliche Versorgung, Reise mit Kindern (Disneyland z.B.) etc. und sogar Literaturempfehlungen, die wieder kategorisch in Belletristik etc. sortiert wiederzufinden sind.

Zu guter Letzt gibt es eine herausnehmbare Karte, wobei aber zu jedem Kapitel der Tour auch eine direkt im Buch abgebildet ist.

Insgesamt: Top Reiseführer mit sehr vielen Details und Informationen in und um Paris. Wirklich umfangreich, zu empfehlen für Touristen, die sich gut auskennen und mehr über die Stadtgeschichte erfahren wollen und vllt. ihnen noch unbekannte Orte entdecken wollen, aber auch für Wissbegierige, die die erste lange Reise (1 Woche mind.) nach Paris wagen wollen. Für 2 Tage aufgrund als Hochzeitsgast oder wg. einer beruflichen Auslandsreise ist er möglicherweise ein wenig zu informativ und man kann sich kaum entscheiden zwischen all den fantastischen Möglichkeiten.

Bewertung vom 18.10.2018
Golch, Dinah Marte

Die fehlende Stunde


sehr gut

"Die fehlende Stunde" von Dinah Marte Golch ist ein wirklich mitreißender Krimi. Inhaltlich geht es um die Aufklärung, wer ein schwangeres Mädchen getötet hat. Es stehen mehrere Personen in Verdacht - Golch findet eine unsagbar gute Möglichkeit nach etlichen WIrrungen eine plausible Lösung zu finden.

Es wären 5 Sterne geworden, wenn nicht am Ende so viele Fragen noch offen stünden. Möglicherweise wird Golch diese in ihrem nächsten Werk aufklären - ich bezweifle dies, da der Täter gefunden wurde und es nur noch um Nebenhandlungen geht. Deshalb finde ich es schade, dass sie sich nicht ein wenig mehr Zeit genommen hat und ein paar Seiten mehr verfasst hat.

Bewertung vom 07.10.2018
Rosanski, Martina;Keser-Wagner, Olaf

Vom Antworten geben zum Fragen stellen


sehr gut

"Vom Antworten geben zum Fragen stellen" von Martina Rosanski und Olaf Keser-Wagner ist ein hilfreicher Ratgeber, um das Beraten zu perfektionieren.

Positiv: Detailreich beschrieben mit sehr vielen praxisnahen Beispielen und Übungen, in denen man die eigenen Probleme notieren kann und anhand der Erklärungen auch zu Lösungsvorschlägen gelangt.

Negativ: Viele Darstellungen/Diagramme/Kopiervorlagen sind wirklich sehr unscharf/klein gedruckt - ich verstehe den Sinn dahinter nicht. Außerdem erscheinen mir manche Beispiele wirklich zu banal. Einem Kunden, der eine Küche kaufen will, muss man neben eine Küche stellen und erst einmal schauen, ob die Arbeitsplatte zu hoch, niedrig, die Schränke zu hoch/niedrig sind. Weiterhin habe ich auch nicht verstanden, was der Geruchssinn mit dem Beraten zu tun hat...
Zudem kann ich auch nicht nachvollziehen, warum ein Mobilfunkvertragsverkäufer bitte mich fragen sollte, ob ich das Oktoberfest mag (weil er sieht, dass ich aus München bspw. komme) - es gibt sicherlich auf der ganzen Welt keinen Vertrag, der auf das Oktoberfest spezialisiert ist - ergo es hat ihn nicht zu interessieren und dieses Thema bringt uns also auch nicht schnell zur Lösung des Dilemmas. Hier wäre ein anderes Beispiel - Telefonieren Sie viel oder brauchen Sie nur Mobile Daten? um einiges hilfreicher...

Fazit: Ich würde Berater dieses Buch wärmstens empfehlen, die die Grundbausteine für den Job eines Beraters aufbauen wollen. Für alle Berater, die schon erfolgreich sind, ist es wahrscheinlich eher weniger empfehlenswert - auf jeden Fall aber definitiv erst einmal in das Buch hineinblättern/Leseprobe lesen, bevor man hier zugreift.

Bewertung vom 03.10.2018
Liu, Jing

Von der Epoche der langen Spaltung bis ins goldene Zeitalter


ausgezeichnet

"Von der Epoche der langen Spaltung bis ins goldene Zeitalter" ist Band 2 der vierbändigen Reihe von Jing Lius "Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen".


Inhaltlich gibt es eine kurze Zusammenfassung des Bands 1 - was ich persönlich für irrelevant hielt, da ich jedem empfehlen würde direkt mit Band 1 zu beginnen, außer natürlich, man interessiert sich nur für die Jahre 220-907.

Man erfährt weiterhin viele Machtkämpfe, Probleme des Regierungsapparats, Reparaturversuche, dass in der Zeit sogar einmal eine Frau alle Strippe zog - für damalige Verhältnisse wirklich beeindruckend und bemerkenswert, Religionswandel,...

Zusammengefasst: Erneut ein Meisterwerk von Liu, definitiv empfehlenswert, wenn man in der Geschichte Chinas bewandert sein will.

Bewertung vom 02.10.2018
Liu, Jing

Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen - Band 1


ausgezeichnet

"Die Fundamente der chinesischen Zivilisation" von Jing Liu ist ein herausragender COmic über die Geschichte Chinas. Es ist Band 1 von insgesamt 4 und bis heute einzigartig. Man erfährt sowohl Länderkunde, Schrift, Kultur, Riten, Dynastiegeschichte, warum der Verfall, die Religionen, Wirtschaft, Systeme der Regierung, als auch deren plötzliche Veränderungen... Da bleibt kaum eine Frage offen, und sollte man Detailfragen haben, so empfiehlt Liu weitere Literatur, die er selbst beim Verfassen verwendet hat. Die Darstellungen sind nachvollziehbar und durch die Erläuterungen von Diagrammen auch sehr gut verständlich. Die bösen Menschen sind erkennbar mit einem eher zackigeren,boshaften Gesichtsausdruck gezeichnet, während die Guten weicher wirken - wirklich süß gezeichnet sind.

Empfehlenswert für Menschen, die in der Geschichte Chinas interessiert sind, die Sprache möglicherweise sogar erlernen - da zweisprachig - und einen netten, kleinen, kompakten, leichten Einstieg wagen wollen.