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Insgesamt 692 Bewertungen
Bewertung vom 01.05.2016
Laffert, Christiane von

Herz verloren, Glück gefunden


ausgezeichnet

"Herz verloren, Glück gefunden" ist der Debüt-Roman der Autorin Christiane von Laffert. Durch Literaturtest bin ich auf diesen Roman aufmerksam geworden, der mich von Anfang an Ansprach.

Victoria Dansmann hat es nicht leicht, in ihrem Leben. Ihr Mann ist ein Karriere-Mensch, der für die Familie nicht viel übrig hat und dessen Ruf wichtiger ist, als das Wohl seiner Lieben. Aus diesem Grund denkt Victoria natürlich nicht lange nach, als sie ihre beste Freundin Emily zu einem Kurztrip in ein Ski-Gebiet einlädt. Dort nimmt Victoria eine neue Identität an und lernt als die vermeintlich erfolgreiche Karrierefrau Katie König den einflussreichen Constantin von Holt kennen, der sie sofort begeistert...

Wenn man sich die Dansmann'schen Familienverhältnisse so anschaut, kann einem Victoria eigentlich nur leid tun: Kinder, die nicht groß an ihr interessiert sind (außer Mama ist von nutzen) und ein Mann, der nur seine Karriere im Kopf hat, sie als Frau aber nicht mehr wahrnimmt. Ihre Arbeit zuhause würdigt er natürlich keines Blickes und dass es mit zwei Kindern im Alter von 5 und 10 Jahren sicherlich nicht immer einfach ist, nimmt er auch keineswegs wahr und von Hilfe bei der Erziehung kann schon gar keine Rede sein. Sicherlich ist es nicht die feine englische Art, sich als jemand anderes auszugeben und dann den eigenen Ehemann auch noch zu betrügen, aber ein bisschen kann man Victoria dann doch verstehen: eine Frau, mit wenig Selbstbewusstsein, die von ihrem eigenen Ehemann nicht mehr wahrgenommen wird - oder zurechtgewiesen wird, weil sie in den letzten Jahren dicker geworden ist - begegnet einem Mann, der sie durch und durch sexy findet und ihr all das gibt, was sie in den letzten Jahren mit ihrem Mann vermisst hat. Ganz verwunderlich ist es nun nicht, dass Victoria ihre guten Vorsätze über Bord wirft und sich Hals über Kopf in den schönen und reichen Geschäftsmann verliebt...

Wieder zuhause werden die Verhältnisse nicht einfacher und wir begleiten Victoria auf einer Gratwanderung zwischen den eigenen Bedürfnissen, die endlich mal befriedigt werden wollen, und zwei Kindern, denen sie irgendwie gerecht werden muss. Auch auf ihre Freunde kann sich die fast 40 - jährige nur bedingt verlassen und meistens kommt eine Enttäuschung nur selten allein. Gut, dass es aber trotzdem noch Menschen gibt, auf die man sich verlassen kann, besonders dann, wenn man es am wenigsten erwartet - und dann auch noch von Personen, von denen man das ebenfalls nicht erwartet hätte.

"Herz verloren, Glück gefunden" ist ein typischer Frauenroman, der über die alltäglichen Probleme einer Vollzeit-Hausfrau und Bankiersgattin berichtet, über zwischenmenschliche Probleme jeglicher Beziehung und der Tatsache, dass der erste Eindruck oft schlicht und ergreifend nicht der Richtige ist und ein zweiter Blick lohnt. Er berichtet von Veränderungen im Leben, manchmal vorhergesehen und manchmal unvorhergesehen und zeigt uns, dass das Leben nie so kommt, wie man es erwartet oder plant. Wer für Frauenromane mit Tiefgang etwas übrig hat, der sollte an diesem Buch nicht vorbeigehen, denn neben jeder Menge Herzschmerz lässt uns dieser Roman auch so manches Mal ein wenig schmunzeln - weil Vorurteile häufig genau das sind und viel mehr dahintersteckt, als man auf den ersten Blick glauben mag.

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 26.04.2016
Meyer, Annika

Verschwundene Seelen - Die Vergessenen der Wirklichkeit


gut

"Verschwundene Seelen - Die Vergessenen der Wirklichkeit" ist ein Roman der Autorin Annika Meyer. Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Buch eigentlich eher durch Zufall, aber die Thematik sprach mich sofort an, da ich ohnehin gerne Fantasy-Romane lese.

Die, zugegeben noch sehr junge, Annika Meyer bietet uns mit diesem fantastischen Roman eine gute Möglichkeit, in eine andere, faszinierende Welt abzutauchen und für ihr Alter gelingt ihr das auch wirklich gut. Dennoch muss ich einige Kritikpunkte ansprechen, denn so manches Mal wird das Lesevergnügen dann doch etwas getrübt. Da wäre zum Beispiel die "sieben Welten Welt", die die Protagonisten durchqueren müssen, um sich von ihren magischen Fesseln zu lösen. Als solches gefiel mir diese "7 Welten Welt" zwar ganz gut, ich fragte mich jedoch so manches Mal, wo diese nun plötzlich herkommt und insgesamt passte dieses Konzept - wenn auch sehr interessant gestaltet - nicht ganz zur Hauptgeschichte, denn so wirkte der Roman phasenweise etwas überladen und zusammengewürfelt. Einige Gedankensprünge und -muster, die die Autorin wohl während des Schreibens hatte, konnte ich außerdem nicht ganz nachvollziehen, weswegen ich mich nicht ganz so gut in die Story einfinden konnte, wie ich es mir gewünscht hätte.

Die Protagonisten fand ich, im Gegensatz zur Geschichte, sehr gut, man konnte recht schnell Sympathien aufbauen und der bunt zusammengewürfelte Haufen an Charakteren bot eine Menge Abwechslung. Toll fand ich, dass man hier Menschen zusammengeworfen hat, die im "normalen Leben" vermutlich nie zusammengefunden hätten: Alina - der normale Teenie, Jonas und Fabio - die Sportler, Mia - ein 10-jähriges Mädchen, Luna - die oberzickige Tussi und Anton - der Naturwissenschaftsnerd. Genau das macht das Zusammen"leben" der Auserwählten so spannend, denn im Grunde passen sie kein Stück zusammen - und arrangieren sich doch miteinander.

Das Ende der Geschichte, sowie der vorherige "Showdown" mit einer mehr oder weniger unerwarteten Überraschung konnten mich überhaupt nicht überzeugen, ganz im Gegenteil, ich fand dies eher etwas enttäuschend.

Insgesamt kann ich euch dieses Werk nur eingeschränkt empfehlen, aber ich bin sicher, dem ein oder anderen von euch könnte dieses Werk gefallen! :)

Wertung: 3 von 5 Sterne

Bewertung vom 24.04.2016
Savit, Gavriel

Anna und der Schwalbenmann


schlecht

"Anna und der Schwalbenmann" ist der Debütroman von Gavriel Savit. Da ich bei Bücher.de einer der Buchflüsterer bin, wurde mir dieser Roman zugesendet, denn sonst wäre ich wohl überhaupt nicht darauf aufmerksam geworden.

Es ist immer schwierig, wenn das Genre, in dem ein Buch geschrieben ist, nicht unbedingt eines der Lieblingsgenres darstellt, denn dann habe ich meist große Mühe, mich überhaupt an das Buch heranzuwagen. Auch bei diesem Roman war dies der Fall und leider sehe ich mich dadurch nur noch mehr darin bestätigt, dass dieses Genre einfach nichts für mich ist. Schon kurz vor Erscheinungsdatum traf dieses Buch bei mir ein und seitdem versuche ich eigentlich, damit warm zu werden, doch für mehr als ein paar Seiten am Stück hat es nie gereicht.

Schon der Sprachstil, welchem sich der Autor bedient, war einfach nicht meiner, denn ich empfand beispielsweise Annas Gedankengänge als unwahrscheinlich langatmig und so einschläfernd, dass ich schon nach kurzer Zeit das Bedürfnis hatte, das Buch zuzuklappen. Auch die Tatsache, dass die 7-jährige Anna schon am zweiten Tag, nachdem ihr Vater nicht nach Hause gekommen ist, mit einem fremden Mann mitgeht, den sie überhaupt nicht kennt und jahrelang mit ihm durch die Länder zieht, fand ich völlig utopisch.

Auch, als ich mich endlich bis zum Ende durchgequält hatte, blieben viele Fragen offen und die Logik der Geschichte suchte ich noch immer vergebens. An sich ist das Buch phasenweise sehr unrealistisch und konnte mich aus diesem und den anderen genannten Gründen nicht sonderlich überzeugen.

Wertung: 1 von 5 Sterne

Bewertung vom 17.04.2016
Jost, Marion;Beins, Hans J.

Bewegung und Spiel für die Kleinsten


ausgezeichnet

*Fazit zur Gliederung*
Die Gliederung des Buches gefällt mir recht gut, da hier nicht nur zwischen taktiler und vestibulärer/kinästhetischer Wahrnehmung unterschieden wird, sondern auch die Feinmotorik mit einbezogen wird. Schon die Einleitung bietet einige Beispiele und Erklärungen, die hervorragend beschreiben, was man eigentlich unter Psychomotorik versteht. Untermalt von schönen Fotografien beschreibt die Einleitung außerdem, welche Rolle Körper- und Selbsterfahrung, sowie die Sozial- und Materialerfahrung spielen und wie die Psychomotorik dies zu beeinflussen weiß.

*Fazit zu "Aus der Praxis für die Praxis"*
Das Kapitel "Aus der Praxis für die Praxis" beinhaltet 6 kleinere Unterpunkte, die sich jeweils mit den verschiedensten Sinneswahrnehmungen beschäftigt und dabei einige Tipps und Ideen mitbringen, um diese Psychomotorisch zu "fördern".

Zu Beginn eines jeden "Unterpunktes" ("Berühren und berührt werden", "Rund ums Schaukeln, Schwingen, Drehen, Wippen, Balancieren", etc.) erklären die Autoren kurz, inwiefern beispielsweise die taktile Wahrnehmung, Gleichgewicht, selbstständiges Handeln etc. wichtig für die Entwicklung eines Kindes sind und wozu diese dienen. Diese Erklärungen zu Beginn der "kleinen" Kapitel empfinde ich als sehr hilfreich und aufschlussreich, denn diese bieten auch Eltern oder Interessierten, die dieses Buch möglicherweise nutzen möchten, genügend Informationen um die Relevanz des einzelnen Themas zu begreifen und besser umsetzen zu können.

Die einzelnen "Übungsangebote" sind abwechslungsreich und sehr vielfältig, denn es handelt sich hier nicht nur um Übungen, die Material benötigen, vielmehr werden auch viele Sprach- und Berührungsreime, Lieder, Fingerspiele oder Mitmachgeschichten vorgeschlagen, die laut meiner Erfahrung bei dem Großteil der Kinder sehr gut ankommen und die gerne angenommen werden. Werden Übungsmaterialien benötigt, so handelt es sich in aller Regel um Materialien, die in den meisten Kindergärten, Sozialpädiatrischen Einrichtungen oder Sporthallen vorhanden sein müssten, sodass man sich hier nicht extra bemühen muss, um die entsprechenden Dinge zu besorgen. Auch für draußen gibt es einige schöne Ideen, die man sehr gut umsetzen kann und die die warme Jahreszeit ein wenig versüßen können. Besonders gut fand ich die umfassende Erklärung über die heute häufig vorkommenden Sprachentwicklungsstörungen bei Kleinkindern, sowie deren Ursache und Tipps, um ebendiese zu verhindern.

*Gesamtfazit*
"Bewegung und Spiel für die Kleinsten - Psychomotorik für Kinder von 1-4 Jahren" bietet nicht nur tolle Ideen um viele bunte psychomotorische Stunden für die Kleinen abzuhalten, auch die zahlreichen Fotografien machen dieses Buch sehr anschaulich. Die Erklärungen sind einfach und verständlich gehalten, sodass auch Eltern dieses Buch also Spielanregung nutzen können und gleichzeitig viele Informationen dazu erhalten, was für eine gesunde Entwicklung des Kindes wichtig ist. Die verschiedenen Lieder sind, einschließlich Noten, im Buch zu finden und auch einige Tischsprüche machen die Zeit bis zum Essen zu einer abwechslungsreicheren Zeit. Ich für meinen Teil kann dieses Buch absolut empfehlen, denn in der Vergangenheit hatte ich schon viele Möglichkeiten, etwas aus diesem Büchlein auszuprobieren. Besonders die verschiedenen Reime kamen bei meinen kleinen Patienten sehr gut an, wenn ich physiotherapeutisch tätig geworden bin und lenkten sie perfekt ab. Aber auch einige der Spielideen fanden schon regen Anklang und ich bin sicher, dass dieses Buch auch in der Zukunft noch so einigen Beitrag zu unseren psychomotorischen Stunden leisten wird. Sehr zu empfehlen!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 16.04.2016
Weetman, Nova

Lily Frost


gut

"Lily Frost - Fluch aus dem Jenseits" ist ein Buch der Autorin Nova Weetman. Da ich in der letzten Zeit immer wieder auf diesen Roman aufmerksam geworden bin, bewarb ich mich bei der Leserunde von "wasliestDu.de" und gewann glücklicherweise ein Leseexemplar.

Wer den Klappentext liest, der erwartet vermutlich ein spannendes und gruseliges Jugendbuch mit ermittlerischen Komponenten und jeder Menge Gänsehaut-Feeling. Auch wenn ich mit meinen 26 Jahren so ganz und gar nicht mehr der Zielgruppe entspreche, so lese ich meiner Meinung nach dennoch genügend Romane in dieser Richtung (oder generell dem Genre "Jugendbuch") um fair darüber urteilen zu können. Wer mit den oben geschilderten Erwartungen an dieses Buch herangeht, der wird enttäuscht werden, denn auch wenn die Story an sich recht interessant ist und auch ein wenig Spannung aufgebaut werden kann, so fehlen mir doch so einige Komponenten, damit das Buch tatsächlich vorbehaltlos gefallen konnte.

Die Hauptprotagonistin Lily Frost ist zwar ein typischer Teenager (motzig, launisch, hat Probleme mit den Eltern, eine beste Freundin, die besser ist, als der Rest der Welt...), hat aber einige Wesenszüge, die sie nicht besonders sympathisch wirken ließen und mit denen ich mich einfach nicht anfreunden konnte. Einerseits ist sie neugierig, sucht den Grusel und möchte gerne herausfinden, was mit Tilly geschehen ist, andererseits hat sie fürchterliche Angst vor dem, was auf dem Dachboden vor sich geht und geht dem Ganzen eher aus dem Weg, als tatsächlich ernsthaft nach Antworten zu suchen. Außerdem kann sie den Umzug in die neue Stadt keineswegs akzeptieren und trägt diesen ihren Eltern das ganze Buch über nach, anstatt die Tatsache einfach als solche zu akzeptieren und sich mit der neuen Situation zurechtzufinden.
Die übrigen Charaktere wirken ebenfalls flach und unausgereift, ohne wirklichen Tiefgang und auch hier konnte sich keine wirkliche Beziehung zwischen Leser und Protagonisten aufbauen.

Die Story an sich gestaltet sich recht interessant, ist jedoch ausbaufähig und die Vorkommnisse auf dem Dachboden könnten stellenweise auch gruselig wirken, wenn sie nicht schon vorbei wären, bevor sie überhaupt begonnen haben. Die Autorin schafft es nicht, eine "Gänsehaut-Stimmung" aufzubauen und diese aufrecht zu erhalten, sodass es dem Leser tatsächlich eiskalt über den Rücken läuft. Vielmehr wirf sie die ein oder andere Begebenheit in den Raum, beschreibt sie kurz und geht dann zum Alltagsgeschehen über. Viele Dinge werden angesprochen und Fragen aufgeworfen, die dann letztendlich ohne tatsächliche Klärung zurückbleiben, was ich als Leser nicht nur enttäuschend fand, sondern mich ein wenig hingehalten gefühlt habe.

Auch das Ende lässt einen eher unbefriedigt zurück und wenn man das Buch zuklappt, hat man noch gefühlte hundert ungeklärter Fragen darüber, was letztendlich passiert ist, wie es nun weitergeht und ob sich am Leben in Gideon nun etwas ändern wird.

Insgesamt haben wir es hier mit einer unausgereiften Geschichte zu tun, die wenig spannende/gruselige Aspekte bietet, in ihren Grundzügen aber durchaus Potenzial hat. Die Protagonisten sind durch die Bank weg eher oberflächlich gestaltet und eine tatsächliche Beziehung zwischen Leser und Charakteren konnte sich, zumindest was mich betrifft, nicht wirklich aufbauen. Auch über die Vergangenheit der Figuren und deren eigentlicher Beziehung zueinander bietet dieses Buch nur wenig Information und es wirkt fast so, als ob die Charaktere, bis auf wenige Ausnahmen, unabhängig voneinander agieren würden.

Wertung: 3 von 5 Sterne!

Bewertung vom 10.04.2016
Gray, Claudia

Dunkler Bann / Spellcaster Bd.2


gut

"Spellcaster - Dunkler Bann" ist der zweite Teil der "Spellcaster - Reihe" von Claudia Gray. Manch einer von euch kennt die Autorin vielleicht noch von ihrer "Evernight" - Reihe, für mich jedoch war "Spellcaster - Düstere Träume" der erste Roman der Autorin. Zum besseren Verständnis des Folgebandes "Spellcaster - Dunkler Bann" ist es unabdingbar, den ersten Teil gelesen zu haben.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Romanen, findet sich direkt zu Beginn dieses Romanes kein Rückblick auf den vergangenen Band, liest man sich jedoch wieder in die Geschichte ein, so bekommt man doch den ein oder anderen Hinweis auf vorherige Vorkommnisse. Wir werden also unmittelbar in die Geschehnisse von Captive's Sound hineingeworfen und die Geschichte knüpft ummittelbar an das Ende des Vorgängerbandes an, was ich persönlich ganz gut finde, da mich das häufige "was zuletzt geschah" manchmal etwas stört.

"Spellcaster - Dunkler Bann" ist eines dieser Bücher, das leider auch diesen "Fluch des zweiten Bandes" erleiden musste. Nachdem ich Band 1 war recht gut fand (4 von 5 Sterne), aber nicht überragend, so muss ich diesem Band sogar noch einen weiteren Stern abziehen, was besonders an der Tatsache liegt, dass das Buch an manchen Stellen so langatmig ist, dass ich mich regelrecht durchquälen musste. Die aufgebaute Spannung leidet durch diese Längen massiv, was das Lesevergnügen nicht nur trübt, sondern den Leser manchmal genervt aufseufzen lässt. Mancher Gefühlsaufbau zwischen diversen Protagonisten war zwar nicht unerwünscht, jedoch etwas unerwartet und nicht recht nachvollziehbar, weswegen man sich als Leser dann fragt "und wo kam das jetzt her?".

Trotz meiner Kritik fand ich diesen zweiten Band aber irgendwie doch ganz gut, denn der Inhalt an sich und die Ideen, die die Autorin aufbringt, sind innovativ und der Schluss dann doch nicht so vorhersehbar, wie man es vielleicht erwarten würde. Die Sprache ist angenehm und die Autorin quält uns nicht mit verschalteten Endlossätzen, die man erst nach mehrmaligem Lesen versteht, oder 3-Wort-Sätzen, die uns die Haare raufen lassen. Außerdem nutzt sie keinerlei hochgestochene oder schwer verständliche Wörter, die uns zwingen, mit einem Wörterbuch auf dem Schoß zu lesen.

Insgesamt kann ich euch "Spellcaster - Dunkler Bann" eingeschränkt empfehlen und werde, trotz einiger Kritikpunkte, wohl auch zum dritten Band greifen (der bereits auf Englisch erschienen ist), sobald dieser auf Deutsch verfügbar ist.

Wertung: 3 von 5 Sterne!

Bewertung vom 04.04.2016

Physiotherapie in der Pädiatrie


ausgezeichnet

Die komplette Rezension gibts auf meinem Blog:

*Gesamtfazit*
Nicht nur als Lehrbuch für angehende Physiotherapeuten ist dieses Werk bestens geeignet, auch für die Kollegen, die seit vielen Jahren in der Pädiatrie tätig sind, bietet Thieme mit "Physiotherapie in der Pädiatrie" ein umfangreiches Nachschlagewerk, das in keinem Therapeutischen Bücherregel fehlen sollte. Durch die vielen Zusatzinformationen, die nicht nur auf äußerst verständliche Art und Weise erklärt werden, sondern eine wertvolle Ergänzung zur Behandlung bieten, wird das Buch sehr bereichert und macht dieses Buch zu einem "Must-have" für Therapeuten, die mit Kindern arbeiten. Durch zahlreiche Grafiken, Tabellen und Fotografien werden die aufschlussreichen Texte wunderbar unterstützt und so manches prägt sich dadurch sehr viel besser ein. Insgesamt kann ich "Physiotherapie in der Pädiatrie" von Antje Hüter-Becker/Mechthild Dölken absolut empfehlen und kann nur jedem dazu raten, der sich noch in der Ausbildung befindet, sich für die Pädiatrie interessiert, oder gar schon seit Jahren in diesem Fachgebiet tätig ist.

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 28.03.2016
Fink, Joseph;Cranor, Jeffrey

Willkommen in Night Vale


schlecht

"Willkommen in Night Vale" ist ein Roman der Autoren Joseph Fink und Jeffrey Cranor. Über Blogg Dein Buch bin ich auf diesen Roman aufmerksam geworden und da ich die Inhaltsangabe recht ansprechend fand, bewarb ich mich schließlich auf dieses Buch.

Voller Vorfreude schlug ich also den Roman auf und versuchte, mich in Night Vale zurechtzufinden, was mir jedoch nicht wirklich gelingen wollte - nicht nur am Anfang nicht, sondern generell nicht. Die äußerst verwirrende Art und Weise zu schreiben, erschwerte mir den Einstieg, auch der vermeintliche rote Faden wollte sich einfach nicht zeigen und die Verbindung der einzelnen Charaktere erschloss sich mir erst nach vielen vielen Seiten. Ab und an neigen die Autoren dazu, den Leser selbst anzusprechen (wie oben, im Zitat), was nicht nur den Lesefluss erheblich stört, sondern in einem Roman meiner Meinung einfach nichts zu suchen hat - damit kann und will ich mich nicht anfreunden.

Auch wenn ich ein großer Verfechter großartiger fantastischer Literatur bin, so konnte ich mit "Willkommen in Night Vale" nicht wirklich etwas anfangen, denn die fantastischen Elemente waren nicht nur willkürlich zusammengewürfelt, sondern regelrecht utopisch (Kellner, denen Äste aus dem Körper wachsen, teilweise mit Früchten, man bezahlt mit Tränen, ein Charakter hat eine Vogelspinne als heimlichen Bewohner auf dem eigenen Körper, ohne es zu wissen, etc). Durch die unzusammenhängenden Geschehnisse und Personen, sowie die vielen fantastischen Elemente, konnte ich einfach keinen Zutritt zu dieser Geschichte finden, auch, weil ich die Schreibweise stellenweise sehr anstrengend und nervig fand und so manches Mal das Buch zuklappte, weil ich einfach keine Lust mehr darauf hatte. Insgesamt kann ich euch diesen Roman deswegen ganz und gar nicht empfehlen, würde mich aber freuen, die ein oder andere Meinung von euch zu lesen - Bewertungen liegen schließlich im Auge des Betrachters.

Wertung: 1 von 5 Sterne.

Bewertung vom 25.03.2016
Forman, Gayle

Und ein ganzes Jahr / Allyson & Willem Bd.2


sehr gut

"Und ein ganzes Jahr" ist der zweite Teil der Duologie von Gayle Forman. Nachdem ich Band 1 "Nur ein Tag" regelrecht inhaliert hatte (-> Rezi) und mich das Ende so sehr aus der Fassung gebracht hat, wollte ich natürlich UNBEDINGT wissen, wie es mit Allyson und Willem weitergeht.

Es ist unablässig, dass man den Vorgängerband gelesen hat, denn sonst fehlt einem einiges an Informationen, die für das Verständnis absolut notwendig sind.

Nachdem ich also, ziemlich aufgewühlt, den ersten Band beendet hatte, widmete ich mich sofort Band 2 und tauchte ein, in Willems Welt. Nachdem wir ihn in Band 1 nur kurz kennengelernt hatten, war es natürlich umso schöner und informativer, diesen wichtigen Protagonisten mal aus nächster Nähe kennenzulernen und nicht nur seine Gefühlswelt, sondern auch sein Leben näher unter die Lupe zu nehmen.

Willem ist, wie schon im ersten Roman angedeutet wird, ein eher ruheloser und sehr wechselhafter Mensch, der Lulu zwar unbedingt wiederfinden möchte, aber sich phasenweise zu sehr auf Zufälle verlässt und wenig unternimmt, um sie zu finden. Unternimmt er dann doch einmal etwas, dann gibt er recht schnell auf, wenn es nicht nach Plan läuft und zeigt kein sonderlich großes Durchhaltevermögen. Auch wenn man merkt, dass ihm Allyson/Lulu viel bedeutet und er immer wieder an sie denken muss, so fehlt einem als Leser irgendwie diese Passion, die Allyson für ihn an den Tag legt und man beginnt sich zu fragen, ob ihre Gefühle ihm gegenüber möglicherweise nicht berechtigt sind oder gar nicht so stark erwidert werden, wie man es sich erhofft.

Sehr gut gefiel mir nicht nur die Tatsache, dass Willem innerhalb des Jahres nach dem Treffen mit Allyson sehr viel für seine Schauspiel-Karriere tut sondern auch, dass das Verhältnis zu seiner Mutter stetig besser wird, was Willem merklich gut tut.

So wandern wir also ein Jahr lang mit Willem umher und möchten ihn manchmal drängen, etwas mehr dafür zu tun, das Mädchen zu finden, das ihm einfach nicht aus dem Kopf gehen will, auch wenn man ihn eigentlich etwas besser verstehen sollte: Er kennt weder ihren richtigen Namen, noch ihren tatsächlichen Wohnort und hat somit keinerlei Anhaltspunkt, an dem er ansetzen kann. Vermutlich würde das jeden von uns auf die ein oder andere Art und Weise frustrieren und auch wir würden wohl schnell die Flinte ins Korn werfen, weil wir nicht daran glauben, dass man das unmögliche möglich machen kann. Unter diesem Aspekt gesehen kann man Willem eigentlich nicht böse sein und auch, wenn mich dieses Buch bei weitem nicht so sehr berührte und fesselte, wie es "Nur ein Tag" geschafft hat, so ist es dennoch eine schöne und lesenswerte Fortsetzung, die man unbedingt gelesen haben sollte, wenn man den ersten Band mochte.

Der Schreibstil ist, wie auch beim Vorgänger, sehr angenehm und flüssig, die Kapitel sind ausreichend lang und nicht übermäßig häufig gesetzt und die Autorin nutzt eine schöne und bildhafte Sprache, die dem Leser das Eintauchen in Willems kleine Welt ganz leicht macht.

Wertung: 4 von 5 Sterne!

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