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Benutzername: Book-addicted
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Bewertungen

Insgesamt 433 Bewertungen
Bewertung vom 17.10.2019
Rumors / Die Prinzessinnen von New York Bd.2
Godbersen, Anna

Rumors / Die Prinzessinnen von New York Bd.2


ausgezeichnet

-> Story + Charaktere:
"Rumors" ist der zweite Band der "Prinzessinnen von New York" von Anna Godbersen. Die Bücher sollten nicht unabhängig voneinander gelesen werden, da einem sonst das Verständnis und viele Hintergrundinformationen fehlen.

Nachdem das Ende von "Scandal" nun doch einen ziemlich gemeiner Cliffhanger hatte, konnte ich es kaum erwarten, endlich mit dem Folgeband zu starten. Und siehe da: wir fahren genau dort fort, wo wir aufgehört hatten.

Auch wenn ich ehrlich gesagt etwas länger gebraucht hatte, um mich in diesem Band wiedereinzufinden, so konnte ich mich letztendlich doch sehr gut darauf einlassen. Ich tauchte ein ins Jahre 1899 und versank in den Intrigen und fiesen Machenschaften der gehobenen Gesellschaft - und bei allem Respekt... die heutige Gesellschaft steht dem Ganzen ja nicht wirklich in irgendwas nach! Während Diana Holland damit beschäftigt ist von Henry Schoonmaker zu träumen, versucht Penelope Hayes mit aller Macht, dessen Aufmerksamkeit wiederzuerlangen. Und Carolina Broad (ehemals Lina Broud) versucht ein Leben im Luxus zu führen - was einem ehemaligen Dienstmädchen allerdings nur bedingt gelingt... so begleiten wir die verschiedenen Personen durchs Leben - und das ist stellenweise ganz schön spannend.

Während ich mit Diana mitfieberte, ob sie nun endlich Henrys Herz gewinnen würde, verfluchte ich Penelope dafür, dass sie zu mancher Schandtat bereit wäre, um Henrys Ehefrau zu werde. Dennoch kann ich nicht sagen, dass ich Penelope nicht mochte, es verhielt sich bei ihr eher so, wie bei Blair Waldorf aus Gossip Girl: man verachtet dieses gemeine Mädchen, mag sie aber aus unerfindlichen Gründen trotzdem.

Ganz anders verhielt es sich mit Carolina, denn mit ihrer Art konnte und wollte ich mich einfach nicht anfreunden. Nicht nur, dass sie Informationen weitergibt, die ihr ihre Schwester Claire im Vertrauen erzählt, auch ihre ganze Art, ihr Verlangen endlich eine Frau von Welt zu werden - absolut fürchterlich. Dieses Mädchen hat nicht nur noch weniger Skrupel als ich ihr zugetraut hätte, sondern es tatsächlich geschafft, meine anfängliche Antipathie ihr Gegenüber noch weiter zu ihrem Nachteil auszubauen.

Toll fand ich, dass man auch etwas von Dianas Schwester Elizabeth und dem ehemaligen Kutscher der Familie (Will) liest... die beiden sind mir absolut sympathisch und ich freute mich sehr über die erneute Begegnung.

Das Ende empfand ich schon fast als skandalös und ich bin sehr gespannt, wie es im Folgeband weitergehen wird!

-> Schreibstil:
Bildhafte Beschreibungen, die einen das Geschehen und auch die Zeit näher bringen. Der flüssige Erzählstil macht das Lesen zum Vergnügen!

-> Gesamt:
Auch wenn ich etwas länger brauchte, um mich wieder auf die Geschichte einlassen zu können, konnte mich dieses Buch dann doch wieder recht schnell fesseln. Die Charaktere entwickeln sich alle deutlich weiter - allerdings nicht immer zu ihrem Vorteil. Es bleibt auf jeden Fall spannend und das Ende hat mich nicht nur überrascht, sondern auch ziemlich sprachlos zurückgelassen. Ich brauche Band 3!

Wertung:5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 06.10.2019
Die Nacht der Blumen / Fairytale gone Bad Bd.1 (eBook, ePUB)
Harich, Michaela

Die Nacht der Blumen / Fairytale gone Bad Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

-> Story + Charaktere:
Nachdem ich - bekennender Horror-Fan und Märchen-Liebhaber, zufällig auf dieses Buch aufmerksam wurde, musste ich es einfach lesen. Viel zu sehr reizte mich dieser Klappentext und machte mich neugierig darauf, was ich wohl von dieser Kombination zu erwarten habe.
Nachdem ich dieses Buch begonnen hatte zu lesen, wurde ich immer tiefer in den Sog der Geschichte hineingezogen und konnte mich diesem kaum noch entziehen. Die Geschichte um das seltsame Haus, in dem Geschwister verschwinden und das älteste Mädchen der Familie (stets unter 16 Jahre alt) in den Bann einer geheimnisvollen Puppe gerät, faszinierte mich nicht nur, sondern fesselte mich von Anfang an. Der Spannungsbogen wird nicht nur perfekt aufgebaut, sondern auch gehalten und auch der ein oder andere Gänsehautmoment darf nicht fehlen. Schockmomente gab es für mich zwar nicht, dennoch gruselte mich die Puppe Rosalind doch schon sehr - also packt eure Porzellanpüppchen weg, wenn ihr dieses Buch lest!

Die Charaktere gefielen mir besonders gut, auch wenn man von Emma selbst, ihrem Bruder Julius und den Eltern nur wenig mitbekommt. Zwillingsbruder Daniel hingegen gefiel mir richtig gut und ich kann dazu nur sagen, dass wohl jeder gerne einen so tollen Bruder hätte!

Das Ende kam mir persönlich dann doch etwas zu schnell und war mir auch etwas zu offen - denn soweit ich informiert bin, sind die Bücher in sich abgeschlossen und Band 2 handelt von einer anderen Geschichte.

-> Schreibstil:
Flüssig, bildhaft und sehr fesselnd, die Sprache war gut verständlich und absolut angemessen - das Lesen machte mir großen Spaß!

-> Gesamt:
Ein unglaublich spannendes und (etwas) gruseliges Buch - für Märchenfans, die es etwas düsterer mögen ein absolutes muss!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 04.10.2019
Der Keller
Thiesler, Sabine

Der Keller


ausgezeichnet

-> Story + Charaktere:
Die meisten der Thriller, die ich in letzter Zeit gelesen habe, werden aus Sicht eines ermittelnden Kommissars geschrieben und man bekommt viel von der Polizeiarbeit, sowie den Ermittlungen mit. Das ist in diesem Buch jedoch anders und genau das gefällt mir daran so unglaublich gut - denn wir erleben die verschiedenen Charaktere in verschiedenen "Lebensabschnitten", was uns ihnen nicht nur näher bringt, sondern uns in vielerlei Hinsicht auch ein besseres Verständnis für deren Handlungen eröffnet. Ganze Abschnitte handeln von jeweils 2 Charakteren im Detail (Daniel und Octavia, Daniel und Pia, Neri und Gabriella, Hannah und Heiko...), wobei es sich dabei nicht immer um die Gegenwart handelt, sondern auch um die Vergangenheit. Gerade weil diese Abschnitte in verschiedenen Zeiten spielen, lernen wir nicht nur die Figuren unglaublich gut kennen, sondern verstehen deren Denkweise so gut, als ob wir sie persönlich kennengelernt hätten.

Überraschenderweise kann ich bei diesem Buch nicht einmal genau sagen, welcher der Charaktere mir am sympathischsten war, denn selbst der/die Bösewicht(e) hatte/n nicht nur Charisma, sondern waren einfach derart faszinierend, dass man sie gar nicht "so schlimm" finden konnte. Auch waren sie äußerst gut und authentisch konstruiert, sodass man sich die einzelnen Persönlichkeiten äußerst gut vorstellen konnte.

Der Plot ist nicht nur wahnsinnig spannend - und das obwohl man von Anfang an weiß, wer das Böse ist - sondern steigert sich noch, sodass man das Buch kaum noch aus den Händen legen kann und will.

Für mich war dies das erste Buch von Sabine Thiesler - aber definitiv nicht das letze!

-> Schreibstil:
Wunderschön und malerisch, sodass man sich die Toskana wunderbar vorstellen kann - auch wenn man, wie ich, noch nie da war. Auch schreibt die Autorin sehr detailliert, was pikantere Szenen angeht und als Leser sollte man nicht zimperlich sein.

-> Gesamt:
Sabine Thiesler schafft es, verschiedene Handlungsstränge in eine Geschichte zusammenzufügen, kreiert unglaublich authentische Charaktere und bedient sich dabei einem Schreibstil, der sich sehen lassen kann. Sehr lesenswert!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.09.2019
Wintermagie: Schneeflockenk
Hepke, Pia

Wintermagie: Schneeflockenk


ausgezeichnet

-> Story + Charaktere:
"Wintermagie" von Pia Hepke ist ein Roman, der jedem Winter- und Weihnachtsliebhaber gefallen könnte - aber auch solchen, die bisher mit Weihnachten oder dem Charme der Weihnachtszeit nur wenig anfangen konnten.

Protagonistin Susi hat eine schwere Zeit hinter sich, anfangs wissen wir aber noch nicht weshalb, und möchte Weihnachten nun also im Kreise ihrer Familie begehen. Dazu mietet sie mit ihren Eltern und ihrer Schwester Lydia eine einsame Hütte im Wald, in der sie die nächsten 14 Tage verbringen möchte. Durch einen Fehler der Vermieter wird das Haus doppelt gebucht und so kommt Nikolas noch zum familiären Quartett hinzu...

Susi hat eine schwere Zeit hinter sich und ist nun wenig begeistert, dass ihr familiäres Beisammensein von einem Mann gestört wird. Dementsprechend launisch und wenig herzlich begegnet ihm Susi zu Beginn. Auch wenn mir Susi von Anfang an sehr sympathisch war, empfand ich ihr Verhalten gegenüber Nikolas doch als etwas unreif und übertrieben. Als sich dies jedoch legte und wir immer mehr über ihre Vergangenheit erfahren, mochte ich sie dann noch ein bisschen lieber.
Der geheimnisvolle Nikolas stürmt von Anfang an mein Herz und käme da wohl maximal durch das wahr werden von Susis Serienkiller-Fanastien wieder heraus! Der gute Mann ist ein wahres Sahneschnittchen - unabhängig von der sicherlich attraktiven Optik - und an Susis Stelle würde ich mir diesen Mann ganz schnell unter den Nagel reißen. Doch ganz so einfach ist das Leben bekanntlich nicht.

Susis Eltern und vor allem ihre Schwester Lydia gefielen mir unwahrscheinlich gut und allen voran natürlich Husky Jodie!

Auch wenn die Geschichte von Susi und Nikolas wahrlich schwierig vorangeht, verzauberte sie mich von Anfang an und besonders die Tiefgründigkeit der Geschichte berührte mich zutiefst. Wie ich zu Beginn meines Fazits schon angedeutet hatte, habe auch ich so meine Schwierigkeiten mit dem Weihnachtsfest und ähnlich wie bei Susi könnte man sagen, dass ich den Glauben an Weihnachten und an die Magie (dieses Festes) verloren habe. Dies hat zwar ganz andere Gründe als bei Susi, das Ergebnis ist allerdings dasselbe. Weihnachten wird bei mir eher als "Zwang" begangen und es stimmt mich jedes Jahr aufs neue etwas traurig. Ich habe mich in den Beschreibungen von Pia Hepke deutlich wiedergefunden und für mich selbst etwas wichtiges mitgenommen: die Zeit interessiert sich nicht dafür, dass das Leben bei einem einzelnen stehen bleibt. Sich daran festzuklammern und zum Stillstand bringen zu wollen, nur weil man das Gefühl hat, dass das so sein soll - das nützt niemandem was und am allerwenigsten einem selbst. Und sich Jahr für Jahr selbst zu geißeln, anstatt ein schönes Fest - das man eigentlich liebt - zu genießen, das ist es nicht wert.

Gegen Ende des Buches hin überströmte mich gleichermaßen Trauer, wie auch wahnsinnige Glücksgefühle, denn es ist einfach so perfekt, dass man es sich nicht anders wünschen würde.
Pia Hepke schafft es wie keine Zweite, das Wunder von Schnee und dem Zauber der Weihnacht zu vermitteln, der Geschichte Magie einzuhauchen und dabei Dinge zu vermitteln, die zumindest mir, mehrere Jahre verborgen blieben. Danke dafür!

-> Schreibstil:
Wunderschön und bildhaft, gut verständlich und mit der Fähigkeit, einen im innersten zu berühren.

-> Gesamt:
Ein ganz wunderschönes Buch, das mich nicht nur gefesselt, sondern auch tief berührt hat. Unbedingt lesen!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 22.09.2019
Ich will es unanständig! Anregende Geschichten für heiße Nächte
Bernado, Tara

Ich will es unanständig! Anregende Geschichten für heiße Nächte


sehr gut

-> Story + Charaktere:
In der letzten Zeit habe ich einige Menge Bücher aus dem Blue Panther Books Verlag gelesen, darunter auch einige Kurzgeschichtenbände. Diese mag ich ganz besonders gerne, weil ich so immer mal wieder eine Geschichte lesen kann und bei Bedarf dann ein anderes Buch nebenbei lesen kann.

"Ich will es unanständig" gefiel mir spontan ganz gut, nicht nur, weil ich den Titel vielversprechend fand, sondern mir auch, weil mir das Cover eigentlich ganz gut gefiel - ja, ich gebe zu: auch ich bin ein "Cover-Käufer". Nachdem ich diese Büchlein nun beendet habe, kann ich nur sagen: auch wenn für jeden Geschmack etwas dabei ist, so war auch die ein oder andere Geschichte dabei, die mich nicht ganz so überzeugt hat. Darunter beispielsweise "Die heißblütige Reitlehrerin" oder auch "Heisses Blind Date". Auch wenn sich die Geschichten von den anderen nicht wesentlich unterscheiden, so gefiel mir einfach die "Story" des Ganzen nicht wirklich gut und überzeugte mich daher nicht so sehr, wie beispielsweise "Die Saunaaffäre" oder "Die heißen Inselmädchen von Norderney".

Insgesamt bietet dieses Buch aber die ein oder andere starke Geschichte, die nicht nur jede Menge prickelnder Erotik enthält, sondern auch ein klein wenig "Story" drumherum".

Die Geschichten hätten genau so irgendwo stattfinden können (vielleicht haben sie das ja auch?) und machen genau deswegen Spaß.

-> Schreibstil:
Lesbar, bildhaft, prickelnd, gut verständlich. Was mich jedoch störte, war die Tatsache, dass ab und zu eine Geschichte dabei war, die in der Gegenwartsform verfasst war, während der Rest in der Vergangenheit geschrieben wurde.

-> Gesamt:
Eine schöne Kurzgeschichtensammlung mit einigen mehr oder weniger guten Geschichten. Achtung, sehr explizite Szenen!

Wertung:4 von 5 Sterne!

Bewertung vom 21.09.2019
SwingerWelt - Tagebuch einer offenen Ehe   Erotische Geschichten
Bont, Michelle; Bont, Jonas

SwingerWelt - Tagebuch einer offenen Ehe Erotische Geschichten


sehr gut

-> Story + Charaktere:
Michelle und Jonas sind ein Ehepaar in den Dreißigern, welches Interesse an außerehelichen Aktivitäten bekundet und sich daraufhin das erste Mal mit dieser Thematik auseinandersetzen. Besonders gut gefallen hat mir hier die Tatsache, dass die Gefühlswelt der Protagonisten tatsächlich auch zur Sprache kommt und nicht nur der jeweilige Akt an sich beschrieben wird.
In dem Büchlein geht es immer nur um dieses Ehepaar, welches die verschiedensten Erlebnisse mit anderen Personen oder Paaren durchmacht, jeweils gegliedert in ein eigeges Kapitel mit Vor- und Nachgeschichte, sowie einem Hauptteil.

Während mir die ersten Geschichten noch recht gut gefielen - vielleicht, weil sich das Paar oder eher Michelle mit einem anderen Mann vergnügte und Jonas eher den beobachtenden Part einnahm - so gefielen mir die Vierergeschichten im Mittelteil des Buches irgendwie weniger gut. Dies lag vor allem daran, dass sich die Autoren fast schon in den Beschreibungen der einzelnen Körperteile (und ob rechts oder links), deren Position oder Ausübung verloren und mir den ganzen Spaß am flüssigen Lesen nahm und ich mehr über die bildliche Darstellung nachgrübelte, als mich auf das Eigentliche zu konzentrieren.

Im hinteren Teil des Buches wurde dies wieder ein wenig besser, weshalb ich dieses Buch- trotz meiner Kritikpunkte- gerne gelesen habe.

-> Schreibstil:
Manchmal etwas zu sachlich, insgesamt aber gut zu lesen!

-> Gesamt:
Eine schöne Kurzgeschichtensammlung mit fortlaufenden Geschichten, aber etwas zu sachlichem Schreibstil.

Wertung: 4 von 5 Sterne!

Bewertung vom 07.09.2019
Rocker Geschichten   Erotische Erlebnisse
Wiles, Simona

Rocker Geschichten Erotische Erlebnisse


sehr gut

-> Story + Charaktere:
Bei "Rocker Geschichten" handelt es sich um 9 verschiedene erotische Kurzgeschichten, bei denen die Rocker ihre Erlebnisse mit den verschiedensten Frauen haben: einer Schülerin, einer Verkäuferin, eine Rechtsanwältin und vielen mehr... dabei geht es ganz ordentlich zur Sache und die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund. Wer also ein Problem mit sehr explizit beschriebenen, fast schon vulgär anmutenden Szenen hat, sollte hier vielleicht nicht zugreifen.

Wer zu Kurzgeschichten greift, dem sollte klar sein, dass er hier keine großartige Story drumherum zu erwarten hat, dennoch fand ich es ganz gut, dass wir uns eigentlich immer bei der Gang "RedSocks" oder einer ihrer rivalisierenden Gruppen befanden. So gab es zumindest einen roten Faden und wir trafen verschiedene Charaktere immer wieder.

Doch auch, wenn mir die Geschichten an sich ganz gut gefielen, gab es auch den ein oder anderen Kritikpunkt, der mir das Lesevergnügen dann doch etwas schmälerte: die jeweiligen Protagonisten der einzelnen Geschichten waren stets sehr jung, wohnten noch bei ihren Eltern und waren in aller Regel faul, arbeitslos und ziemlich dreist. Auch wurden Rockergangs und deren Mitglieder pauschal als herzlos und mit Hirn in der Hose dargestellt - und das gefiel mir gar nicht. Auch wenn ich wirklich keine Ahnung von solchen Gangs habe, kann ich mir dennoch nicht vorstellen, dass es dort genau SO zugeht und fand es irgendwie etwas Klischeehaft. Außer zum saufen und f****n waren die Jungs nämlich zu nichts in der Lage... schade!

-> Schreibstil:
Sprachlich erwartete ich hier natürlich nun keinen Goethe, aber auch für einen erotischen Roman war der Sprachstil nicht gerade in der oberen Liga. Nicht, dass ich ein Problem mit derber/vulgärer Ausdrucksweise habe, aber der Akt an sich wurde nicht besonders sinnlich beschrieben - andererseits aber auch nicht so plump wie in manch anderem Buch.

-> Gesamt:
Trotz meiner Kritikpunkte war das Buch mit seinen 9 Geschichten dennoch sehr unterhaltsam und die verschiedenen Geschichten hatten einige Gemeinsamkeiten - aber auch einige Unterschiede. Langweilig wurde es aber auf keinen Fall.

Wertung: 4 von 5 Sterne!

Bewertung vom 29.08.2019
DOORS - VORSEHUNG / DOORS Staffel 2
Heitz, Markus

DOORS - VORSEHUNG / DOORS Staffel 2


gut

-> Story + Charaktere:
"Wächter" war der dritte und letzte der drei neu erschienen Romane der neuen Staffel "Doors" von Markus Heitz, den ich gelesen hatte. Wie schon bei Staffel 1 lassen sich die 3 Romane völlig unabhängig voneinander lesen und obwohl die Charaktere dieselben sind, spielen sich die Geschichten völlig unterschiedlich ab. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass man Staffel 2 auch lesen kann, wenn man Staffel 1 nicht kennt - es wird dennoch alles gut genug erklärt.
Nachdem ich von "Energija" regelrecht begeistert war und mir "Wächter" sehr gut gefallen hat, griff ich sofort zum nächsten Band der neuen "Doors" Staffel. Ehrlich gesagt war ich etwas skeptisch, denn viele andere Rezensenten äußerten, dass dies der schlechteste der drei Bände sei. Ehrlich gesagt kann ich dem nicht unbedingt zustimmen, auch wenn ich auch an diesem Band ein paar Kritikpunkte anbringen kann.

Von den drei "Doors" Romanen gefiel mir "Energija" definitiv am besten, denn dieses Buch gefiel mir nicht nur vom Grundgerüst her am besten, sondern auch von der Aufmachung der Charaktere. Auch wenn man mit jedem Band der Serie immer wieder ein bisschen mehr von den einzelnen Charakteren erfährt, obwohl sich deren Schicksal und deren Erlebnisse unterscheiden, ergibt sich nach allen drei Bänden ein schlüssiges Gesamtbild - und man hat das Gefühl, die Charaktere richtig gut kennengelernt zu haben.

In "Vorsehung" geht es dieses Mal viel um Ägypten, Mumien und Untote, natürlich neben den altbekannten Themen rund um Particulae, die Hackerin Nótt, Wilhelm Pastinak und Anton Gärtner, Milana und die übrigen Charaktere. Ich persönlich konnte mit diesem Thema rund um Ägypten nur wenig anfangen und brauchte einige Zeit, mich mit diesen Untoten/der Mumie "anzufreunden". Irgendwann kam ich dann zwar damit zurecht, ganz glücklich war ich darüber allerdings nicht. Die verschiedenen Charaktere werden auch hier wieder mehr oder weniger dargestellt und hier empfand ich besonders Anton Gärtner (der mir in "Wächter" gar nicht so gut gefallen wollte) als recht sympathisch.

Außerdem empfand ich die Geschichte in diesem Band als besonders "sprunghaft" - kaum angekommen in einer Szene, wechselte es schon in die nächste. Damit tat ich mir bei diesem Buch doch etwas schwerer, als bei den vorangegangenen, was vielleicht auch daran liegen mag, dass ich mir mit der Grundidee als solches (Mumie, Untote, Ägypten) ohnehin etwas schwer tat.
Insgesamt kann ich meinen Rezenten-Kollegen/Kolleginnen nur zustimmen: auch ich konnte mich mit "Vorsehung" nur bedingt anfreunden und empfinde es ehrlich gesagt als den "schlechtesten" der drei neuen Bände der "Doors Staffel".

-> Schreibstil:
Flüssig und gut verständlich, sehr bildhaft.

-> Gesamt:
Dieser Band konnte mich leider nicht ganz so sehr überzeugen, wie es die beiden anderen Romane "Wächter" und "Energija" geschafft haben. Die Grundidee ist zwar ganz interessant, ich konnte mich jedoch mit der Thematik rund um "Ägypten, Mumien, Untote" etc. nicht ganz anfreunden. Für manch anderen aber sicher lesenswert!

Wertung: 3 von 5 Sterne!

Bewertung vom 24.08.2019
DOORS - WÄCHTER / DOORS Staffel 2
Heitz, Markus

DOORS - WÄCHTER / DOORS Staffel 2


sehr gut

-> Story + Charaktere:
"Wächter" war der zweite der drei neu erschienen Romane der neuen Staffel "Doors" von Markus Heitz, den ich gelesen hatte. Wie schon bei Staffel 1 lassen sich die 3 Romane völlig unabhängig voneinander lesen, obwohl die Charaktere dieselben sind spielen sich die Geschichten völlig unterschiedlich ab. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass man Staffel 2 auch lesen kann, wenn man Staffel 1 nicht kennt - es wird dennoch alles gut genug erklärt.

Nachdem ich von "Energija" doch ziemlich begeistert war, war ich mir unsicher, ob eines der anderen beiden Bücher dieser Begeisterung gerecht werden würde - und inzwischen kann ich, zumindest "Wächter" betreffend, eine deutliche Antwort geben: Nein. Während mir bei "Energija" nicht nur der Plot super gut gefiel, sondern auch die Charaktere - obwohl ich nicht alle sympathisch fand - war mir der Plot von "Wächter" fast etwas ZU ereignisreich und rasant, die Orte wechselten mir zu schnell und mit Anton Gärtner (der hier eine deutlich größere Rolle einnimmt als in "Energija") konnte ich mich irgendwie nicht anfreunden. Obwohl er kein unsympathischer Charakter zu sein scheint, wurde ich mit ihm einfach nicht richtig warm - da konnte ich mit Nótt und Milana deutlich mehr anfangen.

Das Ende hingegen gefiel mir richtig gut und ich bin schon sehr gespannt, was mich in "Vorhersehung" erwarten wird!

-> Schreibstil:
Bildhaft, fesselnd, gut verständlich - ein wahrer Markus Heitz!

->Gesamt:
Ein spannender Thriller mit gutem Plot, interessanten Charakteren und einem tollen Ende!

Wertung: 4 von 5 Sterne!

Bewertung vom 19.08.2019
DOORS - ENERGIA / DOORS Staffel 2
Heitz, Markus

DOORS - ENERGIA / DOORS Staffel 2


ausgezeichnet

-> Story + Charaktere:
"Energija" war der erste der drei neu erschienen Romane der neuen Staffel "Doors" von Markus Heitz, den ich gelesen hatte. Wie schon bei Staffel 1 lassen sich die 3 Romane völlig unabhängig voneinander lesen, obwohl die Charaktere dieselben sind spielen sich die Geschichten völlig unterschiedlich ab. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass man Staffel 2 auch lesen kann, wenn man Staffel 1 nicht kennt - es wird dennoch alles gut genug erklärt.

Obwohl ich alle drei Romane der neuen Staffel lesen wollte und absolut neugierig darauf war, wohin uns Markus Heitz dieses Mal entführt, entschied ich mich als erstes für diesen Roman. Die Vorstellung, dass eine junge Frau mit einem Hacker namens "Nótt" zusammenarbeitet, um der Todesursache ihres Vaters näherzukommen faszinierte mich und so tauchte ich ein, in Milanas Welt...
Dabei begegnet uns allerdings nicht nur Milana, die versucht Licht ins Dunkel zu bringen und herauszufinden, warum ihr Vater starb, sondern auch Hackerin Nótt, die eigentlich Suna heißt und tiefer in die Sache verwickelt wird, als es ihr lieb ist.
Auch Schreiner Wilhelm und sein ehemaliger Lehrjunge Anton geraten tiefer in die Welt der Particulae, als gut für sie ist...

Ich kann nur sagen: wow. Markus Heitz hat mich mit diesem Roman sogar noch ein Stück weit mehr fasziniert und gefesselt, als er es mit seinen vorherigen 3 Bänden der ersten Staffel "Doors" zu schaffen vermochte. "Energija" ist nicht nur spannungsgeladen und ideenreich, sondern auch in gewisserweise futuristisch angehaucht, denn wir tauchen ein ins Jahr 2049. Allerdings ist dieses Jahr alles andere als etwas, was man so erleben oder sich gar wünschen möchte, denn die Konzerne sind machthungrig, es gibt Cyborgs und einiges mehr, an das man gar nicht erst denken möchte. Markus Heitz hat sich auch dieses Mal wieder unglaublich viel einfallen lassen, um den Leser bei der Stange zu halten - und das Lesen macht Spaß!

Die Charaktere sind zwar nicht alle super sympathisch, passen aber richtig gut in die Geschichte und ich für meinen Teil wollte keinen davon missen.

-> Schreibstil:
Flüssig und gut lesbar mit häufigem Wechsel der Erzählerperspektive (Nótt/Suna, Milana, Wilhelm und Anton), was dem ganzen aber keinen Abbruch tut, eher noch die Spannung erhöht.

-> Gesamt:
Ein unglaublich bildgewaltiges Werk mit jeder Menge Spannung, tollen Charakteren und einem toll durchdachten Plot. Ich freue mich schon auf die anderen beiden Romane!

Wertung: 5 von 5 Sterne!