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Book-addicted
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Bewertungen

Insgesamt 582 Bewertungen
Bewertung vom 13.08.2022
Nachtleuchten / Das St. Alex Bd.1
Lück, Anne

Nachtleuchten / Das St. Alex Bd.1


ausgezeichnet

*Meine Meinung*
"Nachtleuchten" ist der erste Band der Romane um das St. Alex Krankenhaus in Berlin. In diesem Roman begegnen wir Samira, die ich von Anfang an mochte. Auch wenn sie in ihrem Beruf als Krankenschwester auf einer Kinderpalliativstation schon genug leisten muss, kümmert sie sich aufopferungsvoll um ihre Brüder - anders als ihre Mutter. Und gerade diese Hingabe für ihre Familie gefiel mir an ihr so gut, gerade weil ihre Brüder wirklich tolle Geschwister zu sein scheinen und sehr zu schätzen wissen, was Samira für sie leistet. Ganz im Gegensatz zu ihrer Mutter, die ihr nur Vorwürfe macht und auch noch eifersüchtig ist, weil sich ihre Brüder viel mehr nach Samira richten, als nach der eigenen Mutter...

Louis wirkt auf den ersten Blick wie ein schnöseliger Schönling, der nur darauf bedacht ist, möglichst schnell Karriere zu machen - doch das täuscht. Je besser man ihn kennenlernt, umso mehr offenbart sich die gute Seele in ihm und seine Hingabe für seinen Beruf... doch wie so oft haben auch die größten Sonnenscheinchen irgendein Laster zu tragen und nicht nur deshalb - aber auch - mochte ich Louis nur noch mehr.

Samiras Brüder fand ich durch die Band weg grandios und ich bewundere, wie sie sich jeder einzelne von ihnen mit der entsprechenden Lebenssituation arrangiert - Hut ab.

Der Plot ist großartig, da er so viel mehr enthält, als nur eine Liebesgeschichte - oder sagen wir, mehr als eine partnerschaftliche Liebe, denn das Buch strotzt nur so vor Liebe, Hingabe und Zuneigung für die eigene Familie, Freundschaft, aber auch ein Stückchen weit den Weg, den man beschreiten muss um sich selbst zu finden. Neben Samiras Fällen auf der Arbeit erfahren wir so viel mehr als nur einen Aspekt aus ihrem Leben - und genau das fand ich absolut fantastisch. Man lernt nicht nur ihre familiäre Situation kennen, sondern auch die auf der Arbeit - und das macht die Geschichte realistisch und die Figuren absolut authentisch.

Der Schreibstil ist fesselnd, bildhaft und so toll, dass ich stellenweise kaum aufhören konnte zu lesen. Ich liebe jeden einzelnen der Charaktere und besonders Schnurrsula wird sicherlich immer einen Platz in meinem Herzen behalten! :-D

*Fazit*
Ein wunderschönes Buch, das mir wirklich ans Herz gewachsen ist - ich freue mich sehr auf mehr Geschichten aus dem St. Alex!

Wertung: 5 von 5 Sterne

Bewertung vom 07.08.2022
Alles, was du von mir weißt / Alles-Trilogie Bd.2
Groh, Kyra

Alles, was du von mir weißt / Alles-Trilogie Bd.2


ausgezeichnet

*Meine Meinung*
Alles was Du von mir weißt" ist der zweite Band der "Alles" - Reihe von Kyra Groh. Obwohl Band 1 der Reihe noch auf meinem SuB liegt, habe ich ihn noch nicht gelesen, sondern gleich mit Band 2 gestartet - was überhaupt kein Problem war. Auch wenn ein paar Kleinigkeiten aus Band 1 gespoilert wurden (die man sich aber ohnehin hätte denken können), macht es überhaupt nichts, wenn man Band 2 vor Band 1 liest.

Die Storyline ist spannend und sehr berührend, denn was mich am meisten mitgenommen hat, war die persönliche Veränderung unserer Protagonistin Polly. Von einer starken Persönlichkeit mit unglaublich viel Humor (allerdings auch manchmal an den Stellen, an denen sie mit mehr Ernst hätte reagieren müssen) zu einer stillen, zurückgezogenen und unsicheren Persönlichkeit, die sich plötzlich selbst nicht mehr genug war. So gerne hätte ich sie manches Mal wachgerüttelt, gleichzeitig habe ich ihre Selbstzweifel jedoch wirklich gut verstanden und auch, wieso sie nichts gegen ihre Mobber unternehmen konnte/wollte.

Auch die Geschichte mit Jonas läuft nicht ganz reibungslos ab, denn auch Jonas hat mehr Ecken, Kanten und verborgene Probleme, als man anfangs denken würde und das kollidiert gehörig mit Pollys geringem Selbstwertgefühl. Ich mochte Jonas von Anfang an wahnsinnig gerne und habe direkt verstanden, weshalb sich Polly in in verliebt hat - ein wirklich aufopferungsvoller, warmherziger und liebevoller Mensch, den man so sicherlich nicht so oft im Leben trifft.

Die Charaktere des Buches gefielen mir durch die Bank weg wahnsinnig gut, nicht nur Pollys beste Freundinnen Anna und Anouk, sondern auch die herrlich unperfekte Mel oder Pollys Mutter.

Der Schreibstil ist mitreißend, gut lesbar und lässt den Leser eine Bindung zu den Charakteren aufbauen, sodass man sie gar nicht gehen lassen möchte.

*Fazit*
Ein wirklich schönes Buch, welches zum nachdenken anregt und einen auch nach dem Beenden nicht mehr loslässt.

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 20.07.2022
Als das Böse kam
Menger, Ivar Leon

Als das Böse kam


sehr gut

*Meine Meinung*
"Als das Böse kam" ist anders als die Thriller, die ich bisher gelesen habe. Dies liegt vielleicht auch daran, dass einem Junos ganzes Leben irgendwie fremdartig erscheint, denn sie ist abgeschottet vom zivilisierten Leben und fristet ihr Dasein mit ihren Eltern und ihrem Bruder auf einer einsamen Insel. Von moderner Kommunikation, Geografie und vielen anderen Dingen, die für uns alltäglich erscheinen, ahnt Juno nichts und ihr denken und handeln wirkt daher naiv und wie aus einem anderen Jahrhundert. Zu Beginn der Geschichte ist uns das als Leser aber völlig unklar, sodass wir erst ein wenig im Dunkeln tappen und ihre Gedankengänge nicht recht nachvollziehen können.

Dennoch fand ich die Protagonistin irgendwie sympathisch, denn für ihre Unwissenheit kann sie schließlich nichts und ihre Versuche etwas über die Welt "da draußen" herauszufinden, fand ich wirklich gut.

Der Plot ist spannend, aber auch völlig anders als erwartet und ehrlich gesagt hätte ich mir dann doch ein klein wenig mehr erhofft. Der Schreibstil ist aber dennoch mitreißend, fesselnd und gut verständlich.

*Fazit*
Ein spannendes Buch mit kleinen Schwächen aber liebevoll gestalteten Charakteren.


Wertung: 4 von 5 Sterne!

Bewertung vom 17.07.2022
No Flames too wild / Love Down Under Bd.1
Bilinszki, Nina

No Flames too wild / Love Down Under Bd.1


ausgezeichnet

*Meine Meinung*
"No Flames too Wild" ist ein Roman der Autorin Nina Bilinszki, deren Bücher ich bisher wirklich gerne gelesen habe - daher wollte ich unbedingt auch das neueste Werk von ihr lesen.
Wer gerne reist und etwas von der Welt sehen möchte, der wird sich in diesem Roman mehr als wohlfühlen, denn Sophie und Isabel nehmen uns mit nach Australien und lassen uns an ihren Erlebnissen teilhaben. Australien ist einer meiner großen Reiseträume, weswegen ich mich über dieses Ziel der Protagonisten ganz besonders gefreut habe - auch die Arbeit im Koala-Reservat klingt für mich, anders als für Isabel, nicht abschreckend, sondern absolut faszinierend. Die Charaktere der Geschichte gefallen mir unglaublich gut, denn ich mag nicht nur Isabel besonders gerne, sondern auch die Entwicklung ihres Charakters. Im Laufe der Geschichte wächst sie nicht nur über sich hinaus, sondern lernt auch, was für sie selbst im Leben wichtig ist. Es gibt Erlebnisse und Erkenntnisse, die macht man nur auf Reisen - das kann ich aus eigener Erfahrung sagen - und genau deshalb konnte ich Isabels Gedankengänge und ihre Gefühlswelt so gut nachvollziehen. Aber auch Sophie mochte ich wirklich gerne, denn sie steht Isabel immer mit Rat und Tat zur Seite, begleitet sie auf allen Wegen und ist eine richtig gute Freundin.

Liam hingegen ist ein verschlossener Charakter, der aus vergangenen Erfahrungen gelernt hat und dieselben Fehler nicht erneut machen möchte. Gerade weil ich seine Ängste sehr gut verstehe, aber auch seine Liebe zu den Koalas, konnte ich mich sehr gut in ihn hineinversetzen und er ist definitiv einer meiner Lieblingscharaktere des Buches. Doch auch Liams Freunde in Australien mochte ich wirklich gerne, allen voran natürlich Kilian (wo ist seine Geschichte, Nina? :-) ).

Der Schreibstil ist fesselnd, bildhaft, mitreißend und wunderschön und gerade weil ich zum Zeitpunkt des Lesens gerade selbst in Urlaub war (allerdings in Griechenland), konnte mich das Urlaubsfeeling des Buches erst recht erreichen.

*Fazit*
Eine wunderschöne Geschichte, die Spaß macht, zum nachdenken anregt und fesselt - ich mochte sie sehr!


Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 03.07.2022
Für immer, oder was?
Berg, Ellen

Für immer, oder was?


ausgezeichnet

*Meine Meinung*
Ellen Berg ist aus der deutschen Buchszene nicht mehr wegzudenken und der Erfolg ihrer Bücher gibt ihr recht: sie schreibt witzige, lebensnahe und mitreißende Romane mit Charakteren, die genauso um die Ecke wohnen könnten - und genau das mag ich an ihren Büchern.
So ist es auch mit Floristin Laura, die ihre kleine Floristeria alleine betreibt und nebenbei versucht, den Mann fürs Leben zu finden. Irgendwie will das jedoch nicht so recht gelingen, was sie nicht nur ziemlich frustriert, sondern auch bei ihrer italienischen Familie für Aufruhr und Verkupplungsversuche sorgt. Dass Laura nicht verkuppelt werden will, hält jedoch weder ihre Freunde und Freundinnen, noch ihre Mutter davon ab, es zu versuchen...

Lauras Freundinnen Mimi und Charlotte aber auch ihre Freunde Tom und Skipper sind tolle Charaktere, die sich meines Erachtens aber viel zu sehr in Lauras Leben einmischen - jeder scheint es besser zu wissen, was besser für sie ist und welcher Mann geeignet wäre - da hätte ich schon längst mal Tabula Rasa gemacht... nun ja, der Geschichte ist es aber sehr zuträglich und auch Lauras Treffen mit ihren Verflossenen sorgt nicht nur für entsetztes Kopfschütteln, sondern auch für einige Lacher beim Leser. Es ist immer wieder lustig zu sehen, in wen man sich verliebt hat, wenn man die Beziehung mit einigem Abstand betrachtet - und zu dieser Erkenntnis kommt auch Laura recht schnell.

Die Geschichte ist lustig, mitreißend und regt manchmal etwas zum nachdenken an, ist aber dennoch als leichte Sommerlektüre zu betrachten. Das Lesen fällt leicht und man will das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

*Fazit*
Eine tolle Sommerlektüre, die Spaß macht!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 26.06.2022
Der Klang des Bösen / Jula Ansorge Bd.4
Kliesch, Vincent

Der Klang des Bösen / Jula Ansorge Bd.4


ausgezeichnet

*Meine Meinung*
Vincent Kliesch überzeugt im vierten „Auris“ - Buch wieder auf ganzer Linie. Neben altbekannten, aber deshalb nicht weniger grandiosen, Charakteren ist auch der Plot wirklich gut. Immer wenn man denkt, man hätte eine Idee in welche Richtung sich das Ganze entwickelt, nimmt es doch eine andere Wendung, was zu einem durchgängigen Spannungsbogen beiträgt.

Gerade weil Matthias Hegel in diesem Band noch ein Stück weit angeschlagener ist, als in den Vorgängerbänden, dafür aber umso genialer als forensischer Phonetiker agiert, ist dieses Buch eines der bisher besten der Reihe.

Auch mein Lieblingscharakter Elyas (Julas Bruder), kommt nicht zu kurz und überzeugte mich mit seinem sympathischen Charakter mal wieder auf ganzer Linie - Elyas reißt es doch immer wieder raus!

Doch auch Jula und Friedrich sind wieder mit von der Partie und ich mag beide wirklich gerne - auch wenn ich andere Charaktere ehrlich gesagt mehr favorisiere.

Über die Phonetik erfahren wir auch in diesem Band wieder einiges, was ich wieder super spannend und informativ fand - man glaubt manchmal gar nicht, was alles möglich ist!

Das Ende überzeugt auf ganzer Linie und macht neugierig, ob es noch eine Fortsetzung geben wird - ich bin gespannt!

*Fazit*
Für mich der beste Band der Reihe - ich hoffe sehr, dass noch mehr kommt!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 15.06.2022
Das Letzte, was du hörst
Winkelmann, Andreas

Das Letzte, was du hörst


sehr gut

*Meine Meinung*
Die Thriller von Andreas Winkelmann gehören für mich schon lange zum Standardrepertoire und ich lese sie inzwischen schon, ohne mir vorher groß die Klappentexte anzuschauen.

"Das Letzte, was du hörst" beschäftigt sich mit Marc Maria Hagen und seinem Podcast "Hörgefühlt". Kaum einer hat den Podcaster bisher zu Gesicht bekommen, doch fast jeder kennt seine Stimme: einfühlsam, charismatisch, mitreißend und betörend. Die Damenwelt hängt ihm regelrecht an den Lippen und er ist ein Meister darin, den Frauen ein Bild von Selbstliebe und -akzeptanz zu verkaufen. Manch einem mag das ja gefallen, mir persönlich rollten sich jedoch bereits beim lesen die Fußnägel regelrecht auf. "Self care" mag ja eine gute Sache sein, aber Hagen sorgt mit seinem Podcast eher dafür, dass sich die Menschen zu noch egoistischeren und narzisstischeren Menschen entwickelten, als es vielleicht ohnehin schon der Fall war.

Die Figuren der Geschichte waren authentisch und einfallsreich und selbst Marc Maria Hagen (für den ich von Anfang an eine gewisse Abneigung hegte) hatte etwas an sich, was den Leser einen gewissen Respekt zollen ließ. Journalistin Roya gefiel mir wirklich gut, da sie nicht nur einen starken Charakter zeigt, sondern auch eine gewisse Hartnäckigkeit. Komissarin Barreis ist eine Frau mit den sprichwörtlichen Haaren auf den Zähnen, dennoch mochte ich sie wirklich gerne - trotz ihrer harten Schale scheint sie ein weiches Herz zu haben.

Der Plot ist spannend, zeigt aber ein paar Längen auf, sodass der Spannungsbogen immer wieder etwas abflachte, weswegen ich das Buch nicht ganz so schnell beendete, wie die vorherigen Winkelmann'schen Thriller. Die Idee der Geschichte gefiel mir insgesamt sehr gut, besonders weil die ein oder andere unerwartete Wendung auftaucht, mit der man als Leser absolut nicht gerechnet hätte.


*Fazit*
Ein tolles Buch, das trotz ein paar Längen überzeugt und mit authentischen Charakteren aufwartet.


Wertung: 4 von 5 Sterne!

Bewertung vom 13.06.2022
Zwei Herzen unter acht Millionen
Spencer, Kate

Zwei Herzen unter acht Millionen


ausgezeichnet

"Zwei Herzen unter acht Millionen" ist der Debütroman der Autorin Kate Spencer. 

In den letzten Jahren wurden viele Liebesromane veröffentlicht und ich habe viele gelesen... aber "Zwei Herzen unter acht Millionen" ist irgendwie anders. Damit will ich nicht sagen besser oder schlechter als die anderen... nur eben anders. 

Diejenigen unter euch, die vor oder in den Neunzigern geboren sind, oder die ein Faible für ältere Filme haben, verstehen vielleicht was ich meine, wenn ich sage dass dieses Buch ein bisschen was vom Charme der New York Filme zu dieser Zeit hat. Konkret denke ich da an Filme wie Schlaflos in Seattle oder Email für Dich. Diese richtig tollen Filme, die einem nicht nur die Liebe zwischen den Protagonisten näher bringt, sondern auch die Liebe für New York City...genau so ist dieses Buch - nur ein kleines bisschen moderner. 

Die Charaktere sind besonders, vielleicht gerade weil sie so normal sind. Franny ist eine total sympathische Frau, der Missgeschicke passieren und die nicht ansatzweise so verdammt perfekt ist, wie es oft dargestellt wird. Und auch Hayes ist so ganz und gar nicht der überhebliche Big Boss mit der Wagenladung an Selbstvertrauen - auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht so aussehen mag. Frannys Freundinnen Cleo und Lola, aber auch Hayes Kollegin Eleonore, sowie seine Cousine Perrine sind zwar grundverschieden, aber stehen sich in ihrer Sympathie in nichts nach und machen die Lektüre des Buches noch ein klein wenig schöner.

Beim lesen lacht und weint und fiebert man mit den Charakteren mit, man fühlt sich, als ob man selbst durch New York wandern würde und alles hautnah miterleben könnte.

Bewertung vom 07.06.2022
Kaltherz
Faber, Henri

Kaltherz


ausgezeichnet

*Meine Meinung*
„Kaltherz“ war für mich das erste Buch des Autors und ich war gespannt, was mich erwarten würde.

Gerade weil ich Thriller liebe, freue ich mich immer wieder über neue Autoren, denn jeder hat seine eigene Art einen Thriller aufzubauen - und von Henri Faber hatte ich gehört, dass er bereits einen verdammt guten Thriller geschrieben hat.

Kommissarin Kim Lansky ist alles andere als das, was man von einer Kommissarin erwarten würde: sie ist nicht gesetzestreu, sie weiß nicht, wann sie den Mund zu halten hat und sie geht ganz und gar nicht immer den konventionellen Weg. Aber genau das mag ich an ihr. Sie ist schrill, laut, emotional und gewillt, alles für die Gerechtigkeit zu tun… auch wenn sie sich dabei selbst in Gefahr bringt.

Die übrigen Figuren des Buches sind jedoch auch nicht gerade farblos, denn jeder hat seine eigenen Probleme und eine besondere Art damit umzugehen. Gerade weil wir das Buch aus verschiedenen Perspektiven lesen (Clara, Jakob, Marie, Kim), bekommen wir die Chance, in deren Gedanken- und Gefühlswelt einzutauchen - was jedoch nicht immer heißt, dass wir sie besser verstehen.

Der Plot ist spannungsgeladen - von Anfang bis zum Ende - und wer sich diesem Buch widmet, sollte Zeit mitbringen…mit dem lesen aufzuhören ist nämlich nicht so einfach.

Gerade die unerwarteten Wendungen machen das Buch zu einer Achterbahnfahrt und immer wenn man denkt, man hätte jetzt den Durchblick, zeigt uns der Autor sprichwörtlich den Mittelfinger und schlägt nochmal einen Haken in eine komplett andere Richtung.

Der Stil des Autors mit Worten zu jonglieren, sowohl Kartenhäuser als auch Luftschlösser zu bauen und diese genauso schnell wieder einstürzen zu lassen gefällt mir unfassbar gut und auch das Erstlingswerk des Autors liegt schon her - ich brauche mehr von dieser Art Thriller!

*Fazit*
Es handelt sich hierbei definitiv um eines meiner Thriller-Highlights des Jahres - unbedingte Leseempfehlung.


Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 24.05.2022
Todesglut / Akademie des Verbrechens Bd.1
Moeller, Cathrin

Todesglut / Akademie des Verbrechens Bd.1


ausgezeichnet

*Meine Meinung*
Was für ein absolut grandioses Buch. Auch wenn ich zum Zeitpunkt des Buchbeginns gerade ein wenig in einer Leseflaute dümpelte… war es damit ruckzuck vorbei.

Das Buch überzeugt nicht nur mit einem absolut authentischen und sympathischen (Ex?)-Ermittler, sondern auch mit tollen Nebencharakteren, die ich definitiv ins Herz geschlossen habe. Gerade weil der Protagonist eigentlich aus dem aktiven Polizeidienst ausgeschieden ist und doch nicht davon ablassen kann, macht das Lesen so viel Spaß, denn wenn Henry Zornik etwas tut - dann mit vollem Einsatz. Diese Leidenschaft ist auf jeder Seite zu spüren und ich konnte es jeden Abend nach der Arbeit kaum erwarten, das Buch wieder zur Hand zu nehmen.

Der Plot ist nicht nur spannend, sondern die Idee dahinter auch wirklich fesselnd. Zorniks Enthusiasmus für seine Arbeit ist ansteckend und das merken auch seine Studenten, sodass sie gewillt sind, Leib und Leben dafür einzusetzen, um den Fall zu lösen.

Die Auflösung war für mich nicht vorhersehbar und gestaltete sich alles andere als langweilig, gerade weil es gegen Ende so richtig rund geht.

*Fazit*
Ich bin absolut begeistert und hoffe sehr auf noch mehr Fälle mit und um Henry Zornik und seine Studenten!

Wertung: 5 von 5 Sterne!