Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Book-addicted
Wohnort: www.book-addicted.blogspot.com
Über mich:
Danksagungen: 208 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 464 Bewertungen
Bewertung vom 06.07.2020
Mörderisches Mallorca - Toni Morales und die Töchter des Zorns / Comandante Toni Morales Bd.1
Bellmar, Elena

Mörderisches Mallorca - Toni Morales und die Töchter des Zorns / Comandante Toni Morales Bd.1


ausgezeichnet

*Meine Meinung*
Toni Morales und die Töchter des Zorns ist ein Buch der Autorin Elena Bellmar, die dem ein oder anderen von Euch möglicherweise unter dem Namen Elke Becker bekannt ist.

Antonio "Toni" Morales ist ein sympathischer und offener Mensch, aber auch ein fantastischer Ermittler, der an Hartnäckigkeit nicht zu überbieten ist. Besonders gut gefällt mir an ihm, dass er versucht die Balance zwischen Berufs- und Privatleben zu halten und wir so auch viel über seine Frau Mel - und seine Vergangenheit - erfahren. Seine neuen Mitarbeiter akzeptieren ihn sofort und stehen ihm schnell zur Seite, weswegen sie mir richtig gut gefielen. Auch die anderen Charaktere fand ich super - besonders Mel, Tonis Frau. Aber auch Schwiegermutter Adelheid war eine interessante Persönlichkeit, die im Laufe des Buches noch für Furore sorgt...

Die Spannung war von der ersten Seite an greifbar und ich wollte das Buch eigentlich gar nicht mehr weglegen. Die Abgründe, die sich da auftaten, waren erschütternd und je mehr ich davon las, desto tiefer zogen sie mich in ihren Bann. Das Thema ist hochbrisant und lässt einem die Haare zu Berge stehen... ihr dürft gespannt sein!

Auch wenn ich selbst noch nie auf Mallorca war, zogen mich die Beschreibungen der Autorin in ihren Bann und ich konnte alles förmlich vor mir sehen - auch ohne "Vor-Ort-Kenntnisse"!

Bewertung vom 03.07.2020
Der Knochengarten / Tony Hill & Carol Jordan Bd.11
McDermid, Val

Der Knochengarten / Tony Hill & Carol Jordan Bd.11


weniger gut

*Meine Meinung*
"Der Knochengarten" ist der 11. Roman der Reihe um die beiden Ermittler Carol Jordan und Tony Hill und ich muss gestehen - das habe ich gemerkt. Auch wenn ich nach und nach einiges an Infos über die beiden (ehemaligen) Ermittler und deren Verhältnis bekommen habe, ebenso über deren Vergangenheit, so ist mir der Einstieg jedoch sehr schwer gefallen. 

Dies lag nicht nur daran, dass ich mich gefühlt habe, als ob man mich mitten in ein bestehendes Konstrukt wirf (und zwar nicht auf die gute Art), sondern auch daran, dass ich mit den Charakteren nicht so recht warm werden konnte. Tony Hill ist ein merkwürdiger Kauz mit allerhand privaten (und sexuellen) Schwierigkeiten, die mir beim ersten Kennenlernen des Charakters irgendwie alle ein bisschen zu viel waren. Zusätzlich muss der Kommissar eine vierjährige Haftstrafe verbüßen, war also deshalb nicht in der Lage, seinen Beruf auszuüben.
Möglicherweise hat Tony Hill einen Charme, den man erst über die Bücher hinweg kennenlernt, der mir aus diesen Gründen also eher verborgen blieb? 

Jordan Hills Erzählstrang war zwar auf Grund ihrer Probleme - und dem Versuch diese zu lösen - recht interessant, das war es aber auch schon. Auch Jordan hat ihren Dienst quittiert... es ist also keiner der Ermittler noch im Dienst, nach dem die Reihe benannt wurde. Da frage ich mich doch, was der Sinn und Zweck des Ganzen ist? 

Schwierigkeiten hatte ich vor allem deshalb, weil es so viele verschiedene Erzählstränge gab, die immer wieder abwechselnd erzählt wurden, häufig aber auch mit einem Cliffhanger endeten - den ich aber bis zum Fortführen des Kapitels meist schon wieder vergessen hatte und nochmal nachschlagen musste. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die einzelnen Kapitel länger sind und mehr zusammengefasst werden.

Auch tat ich mir mit dem Stil der Autorin irgendwie schwer, der Schreibstil war mir zu schleppend und ich schweifte des öfteren gedanklich ab. 

*Fazit*
Ich tat mir mit diesem Roman aus so vielen unterschiedlichen Gründen schwer: die vermeintlichen Hauptcharaktere spielen eher untergeordnete Rollen und ich wurde mit ihnen auch nicht sonderlich warm. Es gab zu viele unterschiedliche Erzählstränge, die mich sehr durcheinander brachten... leider konnte mich dieses Werk überhaupt nicht überzeugen. 

Wertung: 2 von 5 Sterne!

Bewertung vom 27.06.2020
Der Fahrer / Kerner und Oswald Bd.3
Winkelmann, Andreas

Der Fahrer / Kerner und Oswald Bd.3


ausgezeichnet

*Inhalt*
"Der Fahrer" ist der dritte Band um die Ermittler Rebecca Oswald und Jens Kerner. In Hamburg treibt sich ein Serienmörder herum und viele seiner Opfer fuhren vor ihrem Verschwinden mit dem neuen Fahrdienst der Stadt: Mydriver. Aufgefunden werden sie alle: Tot, mit einem Gesicht, welches mit Leuchtfarbe bemalt wurde... Doch was haben sie sonst gemeinsam, was ist der gemeinsame Nenner? Auffällig ist, dass stets das private Auto der Opfer aufgefunden wird, welches mit einem Hashtag versehen ist: #findemich. Nach und nach finden sich in der Stadt immer mehr dieser Hashtags und alles deutet darauf hin, dass der Täter ein persönliches Problem mit Kommissar Jens Kerner hat... 

*Erster Satz des Buches*
"Er wischte im roten Licht der Kerzen den Staub vom Granit."

*Meine Meinung*
Ich liebe die Romane von Andreas Winkelmann und freue mich immer, wenn er ein neues Buch veröffentlicht. 

Jens Kerner und Rebecca Oswald überzeugten mich schon in "Die Lieferung", dem zweiten Band um das Ermittler-Duo (für mich der erste), weswegen ich nicht umhinkam, den dritten Band auch unbedingt lesen zu wollen. Die beiden überzeugten mich auch in diesem Werk des Autors, da sie nach wie vor völlig unverwechselbare Charaktere darstellen, denen man so kein zweites Mal begegnet. Dies liegt vor allem daran, dass sie (im Gegensatz zu vielen anderen Charakteren aus Thrillern) nicht nur Kommissare sind, sondern eben auch Menschen mit Geschichten, mit einer Vergangenheit und einem Leben außerhalb des Polizeidienstes. 

Der Plot ist - wie von Winkelmann gewohnt - von Anfang an fesselnd, was sich im Verlauf der Geschichte immer weiter steigert. Er führt einen in die Irre und immer dann, wenn man eine leise Vermutung haben könnte, biegt er nochmal an und zeigt: so einfach ist es dann doch nicht! 

Gut gefallen hat mir auch dieses Mal wieder, dass man eine Menge über die beteiligten Figuren erfährt und so das Gefühl hat, sie wirklich zu kennen. Das Ermittlerteam um Rebecca und Jens scheint für die beiden wie eine kleine, eigenständige Familie zu sein und das fand ich ganz besonders toll. Ich denke in solch einem Beruf ist es immer gut, wenn man auch Rückhalt von den Kollegen hat.

Die Auflösung war unerwartet, das Ende hingegen (hinsichtlich der Ereignisse) lange überfällig. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf mehr Geschichten um die beiden Ermittler! 

Der Schreibstil war nicht nur fesselnd und bildhaft, sondern auch flüssig und gut verständlich. 

*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: Rowohlt Verlag
ISBN: 978-3499000386
Preis: 10,00 € (Taschenbuch) / 8,99 € (Ebook)

Reihe:
Das Haus der Mädchen
Die Lieferung
Der Fahrer

*Infos zum Autor*
"Andreas Winkelmann, geboren 1968 in Niedersachsen, ist verheiratet und hat
eine Tochter. Er lebt mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldrand nahe Bremen. Wenn er nicht gerade in menschliche Abgründe abtaucht, überquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge oder fischt und jagt mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas." (Quelle: Verlagshomepage)

*Fazit*
Ein genialer Thriller für jeden, der in dieser Materie zuhause ist. Lesen!

Wertung: 5 von 5 Sternen!

Bewertung vom 14.06.2020
Hopelessly in Love / Weston High Bd.2
Winter, Emma

Hopelessly in Love / Weston High Bd.2


sehr gut

*Meine Meinung*
"Hopelessly in Love" ist der zweite Band der Weston-High Reihe von Emma Winter. Nachdem ich von Band 1 nur mäßig begeistert war, war ich mir nicht sicher, ob ich Band 2 überhaupt noch lesen wollte, entschied mich dann aber doch dafür. Das Ende von Band 1 ließ uns mit einem Cliffhanger zurück, der mich gleichzeitig ärgerte, aber auch irgendwie neugierig machte und ich war gespannt, wie es im Folgeband weitergehen würde.

Aus diesem Grund griff ich wohl auch zu "Hopelessly in Love", denn die Protagonistin Sasha wollte mir schon im ersten Band nicht recht gefallen. Auch wenn ich ihre Art und Weise bewundere, wie sie ihre Träume angeht und was sie bereit ist, dafür zu tun, wirkt sie oft kindlich und unreif. Dies verfolgte mich bis zum Ende diesen Romanes weiter und ehrlich gesagt hatte ich so manches Mal sogar das Gefühl, dass sie im "Liebesrausch" ihre wahren Ziele ein wenig vergisst. Gerade wenn mir etwas wichtig ist, dann bin ich bereit alles dafür zu tun und muss entscheiden, was mir wichtiger ist - und entweder kämpfe ich dafür, oder ich meine es eben nicht ernst. Aber Prioritäten setzen ist nicht ganz so Sashas Stärke - leider. Sie lässt sich viel zu leicht beeinflussen, ist zu leichtgläubig und so über die Maßen naiv, dass es schon fast weh tut. Anstatt sich mit den Personen auseinanderzusetzen und ihre eigene Meinung zu bilden, glaubt sie blindlings alles, was man ihr vorsetzt und macht sich das Leben dadurch nicht unbedingt einfacher. 

Ben hingegen gefiel mir in diesem Band nochmal deutlich besser, gerade weil seine Ziele immer klarer werden und er sich immer mehr dafür einsetzt. Er steht auch vor seiner Familie seinen Mann und versucht ihnen zu vermitteln, was ihm wichtig ist - auch wenn dass das Verhältnis nicht unbedingt verbessert. 

Die Story selbst plätschert nicht ganz so dahin wie im Vorgängerband sondern wird durch verschiedene Ereignisse aufgepeppt. Auch die Tatsache, dass wir dieses Mal nicht nur die Sichtweise von Ben und Sasha erleben, sondern auch von June (einer guten Freundin von Sasha) macht das Ganze deutlich spannender. Gerade weil June ihre ganz eigenen Probleme hat, finde ich ihren Charakter sogar noch interessanter als den von Sasha und kann nicht immer ganz nachvollziehen, wieso die beiden überhaupt befreundet sind - June wirkt um Welten erwachsener. 

Schön fand ich hingegen die familiären Veränderungen bei Sasha, denn nach langem Hin und Her führt sie endlich ein klärendes Gespräch mit ihrer Großmutter (was lange überfällig war!) und fügt sich ein bisschen mehr in die Familie ihrer Tante ein. 

Der Schluss ist extrem fies und verleitet mich dieses Mal tatsächlich dazu, den nächsten Band herbeizusehnen. Cliffhanger vom feinsten, würde ich sagen! 

*Zitat*
"Nimm Dein Herz in beide Hände und spring. Wenn Du verletzt wirst, tut es weh. Aber dafür hast Du die Chance, das große Glück zu spüren. Wenn Du es gar nicht erst wagst, wirst Du es nie erleben.“

*Fazit*
Dieser Roman gefiel mir deutlich besser als der Vorgängerband, auch wenn mir Sasha dieses Mal deutlich weniger gefiel. Dafür mochte ich Ben um Welten lieber. Ich bin gespannt auf den nächsten Roman!

Wertung: 4 von 5 Sterne!

Bewertung vom 09.06.2020
Der Tag, an dem die Welt zerriss / Vortex Bd.1
Benning, Anna

Der Tag, an dem die Welt zerriss / Vortex Bd.1


ausgezeichnet

*Meine Meinung*
"Vortex - Der Tag, an dem die Welt zerriss" ist der erste Band einer Dystopie aus der Feder von Anna Benning. 

Schlägt man das Buch auf, befindet man sich direkt im Geschehen und ich muss zugeben: ich war zuerst etwas verwirrt. Trotzdem zog es mich schon auf den ersten Seiten direkt in seinen Bann und ich wusste: das wird etwas großartiges. Und genau diesen Gedanken verlor ich auch beim weiterlesen nicht, denn die Geschichte um Elaine, genannt Ellie, ist nicht nur unglaublich spannend, sondern auch etwas ganz neues. 

Der Plot gefiel mir unsagbar gut und man hat das Gefühl, dass die Autorin vor Ideen nur so sprüht! Immer wieder, wenn man nicht damit rechnet, kommt sie mit etwas neuem um die Ecke und fesselt uns mit spannenden Ereignissen. Dabei schafft sie es, unglaublich sympathische Charaktere mit einfließen zu lassen, die wir gerne auf ihren Abenteuern begleiten. Spannend fand ich vor allem die Idee der "Splits", sogenannten Mischwesen aus Mensch und Feuer/Wasser/Erde, die jedoch nicht immer ganz so friedlich sind, wie man es vielleicht erwarten würde. Aber auch die Idee der Vortex, mit denen man an andere Orte gelangen kann, fand ich hervorragend.

Der Schreibstil ist nicht nur mitreißend und gut lesbar, sondern auch bildhaft - man kann sich den beschriebenen Split oder den wirbelnden Vortex mindestens so gut vorstellen, wie Neu London.

Mich konnte dieses Buch nicht nur unglaublich fesseln, sondern auch begeistern und ich freue mich schon sehr auf Band 2! 

Bewertung vom 07.06.2020
Der Bodyguard
Rüther, Sonja

Der Bodyguard


ausgezeichnet

*Meine Meinung*
Der Bodyguard" ist ein Roman der Autorin Sonja Rüther. 

Beim lesen des Buches war ich auf einen Thriller eingestellt, doch das erste Drittel des Buches beschäftigte sich eher damit, die Charaktere vorzustellen. An sich fand ich das gar nicht so schlecht, ich hätte mir aber ehrlich gesagt gewünscht, dass die im Klappentext erwähnte Entführung schneller "passiert" und schneller ein Spannungsbogen aufgebaut wird. 

Auch im Verlauf des Romanes zeigten sich immer wieder längen, die mir das Lesen manchmal etwas verleiteten, waren diese überstanden, ging es aber immer spannend weiter.

Die Charaktere gefielen mir ziemlich gut, gerade da sie sehr unterschiedlich sind. Trotzdem fehlte mir stellenweise die Nähe zu ihnen und ich konnte manche Handlungen oder Gedankengänge nicht immer nachvollziehen. Gerade die äußerst rasant fortschreitende Gefühlswelt von Lynn und Maik war mir etwas fremd. Besonders gut gefielen mir Jonas und Lisa, die für Maik nicht nur Freunde darstellen, sondern eine richtige Familie. Den Zusammenhalt der drei fand ich absolut herzerwärmend und versüßte mir die Geschichte noch mehr. Die erste Begegnung von Maik und Lynn zeigte direkt, wie ungewöhnlich die Charaktere sind und brachte mich ziemlich zum lachen. 

Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen, die Kapitel nicht zu lang.
Das Ende entsprach genau meinem Geschmack. 

*Fazit*
Auch wenn mir die Lovestory der beiden Protagonisten irgendwie etwas zu schnell voranschritt und ich mir gewünscht hätte, dass schneller Spannung aufgebaut wird, gefiel mir das Buch eigentlich ganz gut. 

Wertung: 4 von 5 Sterne!

Bewertung vom 31.05.2020
Hope Again / Again Bd.4
Kasten, Mona

Hope Again / Again Bd.4


ausgezeichnet

-> Story + Charaktere:
"Hope again" ist der vierte Band der "Again-Reihe", kann aber unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden. 

Dieses Buch erzählt die Geschichte von Everly und Nolan und was könnte schöner sein, als eine tragische Liebesgeschichte? In diesem Fall gestaltet sich das jedoch ganz anders, als in den anderen Romanen von Mona Kasten, denn dieses Mal geht es nicht um zwei Teenager...denn Nolan ist Everlys Dozent und ein Stückchen älter als sie. Everly studiert Literatur und der Plan ist, mit ihrer Mutter einmal eine eigene Literaturagentur zu eröffnen. Da sie gerne schreibt, nimmt sie an der Literaturwerkstatt teil, in der die Studenten lernen, die verschiedenen Texte zu schreiben. Geleitet wird sie von Nolan Gates, einem unglaublich sympathischen und charmanten Menschen, der mit seinem Humor und seiner Kumpelhaften Art generell gut bei den Studenten ankommt...

Everly ist mir sympathisch, da sie wie das Mädchen von nebenan wirkt. Sie hat reale Ängste und Träume, aber auch genauso versucht sie ein Leben zu Leben, das nicht zwangsweise dem entspricht, was sie sich selbst wünscht. 

Nolan ist mir das erste Mal wirklich in "Trust again" aufgefallen, da auch Dawn die Schreibwerkstatt besucht und er dort natürlich auch auftritt. Schon damals mochte ich ihn sehr gerne und als ich erfuhr, dass er in "Hope again" eine wesentlich größere Rolle spielt, freute ich mich!

Schön fand ich auch das Wiedersehen mit einigen Charakteren aus den Vorgängerbänden: Dawn und Spencer, Allie und Kayden und auch Isaac. Sawyer hingegen tritt seltener auf, da "Hope again" und "Feel again" in etwa zum selben Zeitpunkt spielen und die Sache mit Isaac und Sawyer gerade erst "im Anlaufen" ist. Positiv aufgefallen ist mir in diesem Buch auch Blake, der sich wunderbar um Everly kümmert und ihr ein echter Freund ist.

"Hope again" ist meiner Meinung nach (bisher) der beste Band der Reihe, ich persönlich finde sogar, dass sich Mona Kasten von Band zu Band steigert. Ich bin mal gespannt, was Band 5 bringen wird! 

Besonders gut hat mir dieses Buch deshalb gefallen, weil es jede Menge Emotionen in mir als Leserin geweckt hat... die verschiedenen Vergangenheiten der beiden Protagonisten berühren zutiefst und fesseln einen nicht nur an die Geschichte, sondern wecken auch den Wunsch, ihnen nicht nur zur Seite zu stehen, sondern in jeder Situation zu trösten, aufzumuntern oder sich einfach mit ihnen zu freuen. "Hope again" zeigt uns deutlich, dass kein Leben und keine Vergangenheit perfekt ist und dass zwischenmenschliche Beziehungen, egal welcher Art, immer "Arbeit" bedeuten und man nichts als selbstverständlich hinnehmen sollte. 

-> Schreibstil:
Mona Kastens Schreibstil ist stets mitreißend, fesselnd und gut verständlich! 

-> Gesamt: 
Ich liebe dieses Buch, diese Geschichte und diese Protagonisten. Ich habe auf jeder Seite mitgefühlt, gehofft, gebangt, Ängste ausgestanden und mich auch mit ihnen gefreut... ein absolut fantastisches Werk!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 24.05.2020
New Dreams / Green Valley Love Bd.3
Lucas, Lilly

New Dreams / Green Valley Love Bd.3


ausgezeichnet

*Meine Meinung*
"New Dreams" ist der dritte Band der Green Valley Reihe von Lilly Lucas. Bisher habe ich keinen der Vorgängerbände gelesen, was mich ehrlich gesagt aber auch nicht besonders gestört hat, denn für das Verständnis war es nicht unbedingt nötig.

Der Charakter der Elara hat mir gut gefallen, denn obwohl sie am Anfang ein bisschen den Eindruck einer verwöhnten Göre macht, wird man schnell eines besseren belehrt. Sie ist hilfsbereit, herzensgut und setzt sich für die Dinge ein, die ihr wichtig sind. Dass sie nicht nur charakterstärke besitzt, sondern auch selbstlos handeln kann, sieht man besonders gegen Ende des Buches hin und damit hat sie mich vollends von sich überzeugt! Auch Noah konnte mich von Anfang an begeistern und es zeigte sich immer deutlicher, was für ein unglaublich liebevoller, fürsorglicher und toller Mensch er sein kann. Er handelt stets aus Überzeugung und auch, wenn er dabei manchmal jemandem auf die Füße tritt, meint er es doch stets nur gut. 

Die Story an sich hat mich von Anfang an mitgerissen und besonders das Thema Universum/Sterne, welches Noah immer wieder aufbringt (denn er will Astronaut werden) hat mich richtig gefesselt und die Lust auf einen Besuch im Planetarium geweckt! Die Lovestory zwischen unseren beiden Protagonisten beginnt schon sehr früh und man merkt richtig, wie die Funken fliegen. Im Verlauf des Buches wird dies immer mehr, bis man sich als Leser wünscht, dass doch endlich irgendwas passiert! Gegen Ende hin zeigt die Autorin dann, dass sie auch so richtig dramatisch kann und fesselt einen mit aller Macht ans Buch. 

Der Schreibstil ist angenehm, flüssig lesbar und so mitreißend, dass man jede Emotion der Protagonisten spüren kann. Die Achterbahn der Gefühle ist vorprogrammiert und man würde so manches Mal gerne ins Buch steigen, um das ein oder andere Problem selbst in die Hand zu nehmen. 

*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 335 Seiten
Verlag: Knaur Verlag
ISBN: 978-3-426-52584-5
Preis: 12,99 € (Broschiert) / 9,99 € (Ebook)

Reihe: 
New Beginnings
New Promises
New Dreams
New Horizons (erscheint im März 2021) 

*Über die Autorin*
Lilly Lucas wurde 1987 in Ansbach geboren und studierte Germanistik in Bamberg. Heute lebt sie mit ihrem Mann und endlos vielen Büchern in Würzburg. Ihr Liebesroman New Promises wurde zum Spiegel-Bestseller. Wenn sie nicht Romane über die Liebe und das Leben schreibt, sieht sie sich am liebsten die Welt an, steckt ihre Nase in Bücher oder lebt ihre Film- und Seriensucht auf der heimischen Couch aus. (Quelle: Verlagshomepage)

*Fazit*
Die Autorin konnte mich mit ihrem Werk vollends überzeugen, denn nicht nur die Handlung war spannend und mitreißend, sondern auch die Charaktere wachsen einem ruckzuck ans Herz. Sie schickt uns auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle und lässt uns dabei vom höchsten Berg ins tiefste nichts rauschen - und das von einer auf die andere Seite. 

Wertung: 5 von 5 Sterne! 

Bewertung vom 10.05.2020
Marta schläft
Hausmann, Romy

Marta schläft


weniger gut

*Meine Meinung*
Romy Hausmanns zweiter Thriller machte mich neugierig, weswegen ich ihn unbedingt lesen musste! Meine Erwartungen waren, auf Grund des Hypes um "Liebeskind" entsprechend hoch, doch schon zu Beginn der Lektüre konnte ich nicht ganz nachvollziehen, was die Begeisterungsstürme der Leser geweckt hatte.

Ja, der Schreibstil ist mit seiner flüssigen und bildhaften Erzählweise sehr angenehm und das Interesse des Lesers wird definitiv geweckt - aber so recht konnte ich mich nicht mit diesem Roman anfreunden. Grund dafür waren wohl unter anderem die verschiedenen Erzählstränge, die parallel erzählt wurden, aber auf den ersten Blick scheinbar keine sichtbare Verbindung aufzuweisen schienen. Auch nach beenden des Buches empfand ich einen der Erzählstränge als völlig unnötiges Anhängsel, welches man ebenso hätte weglassen können. 

Die Charaktere empfand ich als eher oberflächlich und konnte keinerlei Verbindung zu ihnen aufbauen, auch ihre Gedanken und Taten waren für mich nicht schlüssig. Auch wenn ich Nadjas Probleme in der Gesellschaft durchaus nachvollziehen kann, bin ich der Meinung, dass sie sich selbst auch ein Stückweit in die Opferrolle hineindrängen lässt und sich dadurch in Situationen begibt, die ihrer aktuellen Lebenslage nicht gerade zuträglich sind. 

Je weiter ich in diesem Buch voranschritt, desto mehr häuften sich die Fragezeichen in meinem Kopf und die im Klappentext beschriebene Szene zeigte sich erst ziemlich gegen Ende des Buches. Die erhoffte Thrillerspannung, die mein Ermittler-Gespür fordern sollte und meinen Kopf zum rauchen bringen sollte, tauchte überhaupt nicht auf, vielmehr entwickelte sich das Buch immer mehr zu einem mittelmäßigen Drama. 

*Zitat*
"Die Nacht lag vor ihnen, wie ausgegossen über dem Wald. Der Mond zog feine graue Streifen durch den Himmel, die man erst erkannte, wenn sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Nichts brach, nichts knackte unter ihren schweren Stiefeln. Sie waren lautlos, wie Geister."
- ROMY HAUSMANN "MARTA SCHLÄFT", POS. 1801, 44 % -

*Fazit*
Ich hatte deutlich mehr erwartet und bin ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht von diesem Werk. Das Ende, von dem ich mir erhofft hatte dass es endlich Klarheit in  die Geschichte bringt, war enttäuschend und auch der Aha-Effekt bezüglich der endgültigen Auflösung bliebt aus. Die Charaktere blieben die ganze Zeit über blass und farblos und konnten mir keinerlei Emotion entlocken, die Vorgänge im Buch ließen mich eher resigniert mit den Schultern zucken, als voller Anspannung weiter in der Lektüre zu versinken. 

Wertung: 2 von 5 Sterne!

Bewertung vom 06.05.2020
Crazy in Love / Weston High Bd.1
Winter, Emma

Crazy in Love / Weston High Bd.1


ausgezeichnet

-> Story + Charaktere:
"Crazy in Love" ist der erste Roman der "Weston-High-Reihe" der Autorin Emma Winter.

Was reizte mich an "Crazy in Love"? Gerade die Thematik einer mutigen Schülerin, die sich 3000 Meilen von Zuhause entfernt an einem College bewirbt, um ihrem großen Traum (Medizinstudium in Yale) näherzukommen faszinierte mich und machte mich neugierig auf diese Protagonistin - immerhin gehört viel dazu, seine Freunde und seine Familie hinter sich zu lassen, um beruflich etwas zu erreichen! 

Etwa die Hälfte des Buches fesselte mich extrem und ich nutzte den verregneten Sonntag zum lesen, bis mir die Augen zufielen... doch schon zu Beginn störten mich einige Dinge, über die ich auch im Verlaufe des Buches nur schwer hinwegsehen konnte. Zum einen konnte ich mit der Abkürzung "Sasha" für Natasha nur wenig anfangen, zum anderen ging mir Sashas Eigenart, Buchstaben von Wörtern zu zählen tierisch auf den Keks (z.B. Eigenart, 8 Buchstaben). Auch wenn dies immer seltener wurde, nervte es mich umso mehr, wenn es denn nochmals vorkam.

Wäre die Geschichte dafür umso besser gewesen, hätte ich darüber noch hinwegsehen können... stattdessen war ich zunehmend enttäuschter, denn je mehr ich von diesem Buch las, desto weniger konnte ich Sashas Handlungen und Emotionen nachvollziehen. Auch die von Ben (Sashas unfreiwillig Angebetetem) waren mir irgendwie fremd und auch nach vielen Seiten war mir immer noch nicht ganz klar, was die beiden aneinander anzog. Die Idee, wie sich die beiden kennenlernten und die Hintergründe dessen gefielen mir eigentlich ganz gut; auch beinhaltete das Buch durchaus interessante und fesselnde Ansätze, trotzdem bin ich - gerade im Nachgang- damit einfach nicht so ganz glücklich geworden. 

In manchen Situationen verhält sich Sasha wahnsinnig erwachsen und reif, sie weiß was sie will und ist bereit dafür zu ackern... und in anderen Situationen könnte man meinen, sie ist ein zwölfjähriges Mädchen. Manche ihrer Ängste konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen und so mancher Streit/Missverständnis hätte durchaus durch ein klärendes Gespräch verhindert/aufgeklärt werden können. Liest man ihre Gedanken und Gefühle und beobachtet man ihr Verhalten, so könnte man fast meinen, dass sie noch gar nicht die nötige Reife für eine feste Beziehung besitzt! 

Und das Ende... gerade das Ende ließ mich wirklich die Hände über dem Kopf zusammenschlage, weil es genau das widerspiegelt, was mich das ganze Buch über hinweg schon gestört hat: Sashas Unfähigkeit, einfach mal zuzuhören, Situationen kritisch zu betrachten und sich dann ein eigenes Bild davon zu machen. 

Auch wenn ich hier kritisch urteile, würde es mich interessieren wie es weitergeht und ich denke, dass ich auch den Folgeband lesen werde. 

-> Schreibstil:
Bildhaft, gut verständlich.

-> Gesamt: 
Leider gab es einige Punkte, die mich an diesem Buch gestört haben, auch wenn die Idee hinter der Geschichte im Großen und Ganzen gut durchdacht und einfallsreich war. 

Wertung: 3 von 5 Sterne!