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Benutzername: Book-addicted
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Bewertungen

Insgesamt 387 Bewertungen
Bewertung vom 17.12.2018
Die Abrichtung
Gehring, Alexandra

Die Abrichtung


schlecht

-> Story + Charaktere:
Ich muss gestehen, dass ich ab und an ganz gerne mal zu erotischer Literatur greife und damit auch überhaupt keine Probleme habe. Sowohl eine sehr derbe und deutliche Sprache, als auch verschiedene Praktiken schrecken mich, literarisch gesehen, nicht unbedingt ab und mich konnte bereits das ein oder andere derartige Buch aus einem anderen Verlag begeistern.

Trotzdem war ich von "Die Abrichtung" ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht, was nicht nur daran lag, dass ich den Schreibstilsehr gewöhnungsbedürftig fand. Neben sich ständig wiederholenden Begriffen ("geil, aufgeilen") störten mich auch Sätze, die in einer anstrengenden Aneinanderreihung Worte wie "Votze, Arschvotze, Mundvotze" (ja mit "V"!) enthielten.

Auch wenn ich die Idee des Buches- ein Mann schickt seine Frau in ein Camp, in dem sie zur perfekten, submissiven Ehefrau erzogen und in allen Bereichen des BDSM geschult wird - eigentlich ganz interessant fand, so ließ die Umsetzung sehr zu wünschen übrig.

Die Charaktere, ganz besonders die Protagonistin Sari, bleiben blass, farblos und ohne jegliche Emotion. Wie fühlt sich jemand, der gerade zur Sub ausgebildet wird? Was geht in so jemandem vor? Jegliche Gespräche diesbezüglich werden in kürzester Zeit abgehandelt und es bleibt kein Raum, um sich richtig in die Person(en) hineinzuversetzen. Auch Saris Ehemann bekommen wir kaum zu Gesicht und wenn, dann bleibt er ebenso farblos und unscheinbar.

-> Gesamt:
Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil, keine Emotionen, farblose Charaktere - leider kein Buch für mich.

Wertung: 1 von 5 Sterne!

Bewertung vom 09.12.2018
Sound der Liebe / Backstage-Love Bd.2
Keen, Liv

Sound der Liebe / Backstage-Love Bd.2


ausgezeichnet

-> Story + Charaktere:
Auch wenn es sich bei "Backstage Love - Sound der Liebe" um den zweiten Teil der "Backstage Love" Reihe handelt, kann dieser Roman unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden.
Nachdem es im ersten Band um Nic und Mia ging, dreht sich im zweiten Teil nun alles um Liam und Lizzy - und ich war sehr gespannt auf deren Geschichte. Nachdem sich die beiden nun schon ihr Leben lang kennen (denn Lizzy und Liams Schwester Mia sind schon ebenso lange befreundet), ergibt es sich zufällig, dass Lizzy eine Bleibe sucht und schließlich bei Liam einzieht. Dabei lernen sich die beiden noch besser kennen und über kurz oder lang verliert Lizzy ihr Herz an den smarten Rocker...

"Sound der Liebe" enthält eine richtig schöne Lovestory, die einem nicht nur das Herz zum bluten, sondern auch zum schmunzeln bringt. Die chaotische Lizzy ist nicht nur eine unglaublich sympathische Protagonistin, als Leser erkennt man sich in ihr auch wieder - und würde ihr so gerne ab und an ein offenes Ohr schenken! Nicht nur, dass ihr Traum eine gefragte Songwriterin zu werden nicht in Erfüllung zu gehen scheint - ihre beste Freundin Mia ist auch noch voll und ganz mit ihrer kleinen Familie beschäftigt und hat dementsprechend nicht wirklich viel Zeit für Lizzy. Alles in allem scheint also erst einmal überhaupt nichts so zu laufen, wie sich Lizzy das vorstellt. Dennoch versteht sie sich wider erwarten ganz gut mit Liam, den sie - auch wenn sie ihn schon sehr lange kennt - nie so wirklich als "Mann" wahrgenommen hat - und die kleinen Kabbeleien zwischen den beiden brachten mich das ein oder andere Mal zum lachen.

Die Nachbarin der beiden brachte mein Herz sowohl zum lachen, als auch zum weinen und ich könnte mir gut vorstellen, irgendwann noch einmal mehr von dieser tollen Frau zu erfahren!

Besonders schön fand ich, dass wir auch weiterhin etwas von den Protagonisten aus Band 1 erfuhren (Nic und Mia), denn diese beiden waren mir ebenfalls sehr ans Herz gewachsen.

Das Ende lässt den Leser mehr als zufrieden zurück und ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil der Reihe!

-> Schreibstil:
Der locker leichte Schreibstil konnte mich fesseln und ich konnte das Buch kaum noch zur Seite legen. Geschrieben wurde das Buch immer aus Sicht eines Erzählers, wir begleiten aber sowohl Lizzy, als auch Liam.

-> Gesamt:
Liv Keen präsentiert uns mit diesem Buch eine Story voller Herzschmerz, eine chaotischen Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt und einen Rockstar, den man lieben - aber auch manchmal schütteln möchte.

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 02.12.2018
Bienenkiller. Küsten-Krimi
Stein, Nick

Bienenkiller. Küsten-Krimi


gut

-> Story + Charaktere:
Lukas Jansen ist eigentlich noch Student, geht aber schon regelmäßig mit seinem Kollegen Onno auf Verbrecherjagd; dieses Mal handelt es sich um einen Fall, bei dem eine Leiche am Fuß eines Turms aufgefunden wird. Zeitgleich behandelt Lukas' Freundin Lisa einen Fall, bei dem ein Mann von irgendetwas aufgespießt wurde. Das seltsame an den beiden Toten ist, dass sie den gleichen Namen tragen - nur mit unterschiedlicher Schreibweise - und beide mit Agrarchemie zu tun hatten. Hinzu kommt, dass der Aufgespießte aus Lisas Fall nun schon seit etwa 10 Jahren tot ist, aber erst jetzt gefunden wurde. Handelt es sich bei beiden Fällen um Mord? Und - hängen sie zusammen?

Zu Beginn war ich Feuer und Flamme für dieses Buch, denn die Story konnte mich nicht nur auf Grund der Bienenthematik fesseln, sondern auch die Schreibweise des Autors sagte mir zu. Nach und nach ließ meine Begeisterung dann allerdings nach. Nachdem ich mich darauf gefreut hatte, mehr vom Ermittler-Duo Onno und Lukas zu erfahren und angenommen hatte, dass Onno eine Art Mentor für den jungen Studenten darstellt, wurde ich bitter enttäuscht: das Duo bestand eher aus Lukas und seiner Freundin Lisa von der Spurensicherung. Lukas nimmt sich meiner Meinung nach als Student viel zu viel heraus - er ermittelt alleine, lässt sein Studium dafür schleifen und wird dafür nicht einmal zur Rechenschaft gezogen - stattdessen scheint er der Musterstudent zu sein, der lernen nicht nötig hat, geschweige denn den regelmäßigen Besuch der Uni! Und anstatt dass ihn seine voll ausgebildete Freundin darauf aufmerksam macht und ihn daran erinnert, was er vielleicht aufs Spiel setzt, schließt sie sich munter an und unterstützt ihn auch noch bei seinen Alleingängen.

Wenn Lisa wenigstens ein sympathischer Charakter gewesen wäre, hätte ich vielleicht über diese Tatsache hinwegsehen können, doch von Seite zu Seite wurde sie mir immer unsympathischer. Ständig zickte und motzte sie und ihre Eifersuchtsszenen zerrten heftig an meinen Nerven - und Lukas? Der stand regelmäßig da, stumm wie ein Fisch und hörte sich ihre Tiraden an, während er munter seiner aktuellen Tätigkeit nachging. Anstatt auf den Tisch zu hauen und ihr mal eine klare Ansage zu machen, ignoriert er sie weitgehend und dann löste sich der Streit meist durch ein kleines Techtelmechtel wieder in Wohlgefallen auf. Es war wirklich zum Haare raufen. Auch die ständigen Kosenamen der beiden "Süße, Kleine, Kleiner" der beiden fand ich schrecklich, vor allem da Lukas auch "in Gedanken" ständig Dinge wie "meine Süße" wiedergab... ab und an ist das absolut legitim, aber ständig diese Kosenamen?

Das absolut größte No-Go war aber dann definitiv die Tatsache, dass Lukas ständig nur am konsumieren von Alkohol war - und das sogar den Zeugen schon auffiel. Doch brachte ihn das mal zum nachdenken? Nö. Er trank im Dienst, obwohl er mit dem Streifenwagen zu den Ermittlungen gekommen war, die Vernunft siegte dann aber doch noch und er ließ den Wagen wenigstens bis zum nächsten Morgen stehen.

Nachdem ich mich für die Charaktere selbst nur wenig erwärmen konnte, gefiel mir der Plot aber eigentlich ganz gut, denn die Thematik des Bienensterbens ist leider alles andere als Fiktion. Auch wenn ich mir ein wenig mehr Action gewünscht hätte, ließ sich das Buch dann aber doch recht flüssig lesen - wobei ein bisschen weniger Drama um den Protagonisten und seine Herzensdame wünschenswert gewesen wäre.

-> Schreibstil:
Ein flüssiger, gut lesbarer Stil, der mit ein paar weniger Kosenamen noch ein Stück sympathischer gewesen wäre.

-> Gesamt:
Auch wenn mich die Charaktere zur Weißglut trieben und ich mir gewünscht hätte, dass der Polizeistudent zumindest ein wenig mehr durch einen Mentor "geführt" wird, fand ich den Plot doch ganz gut.

Bewertung vom 25.11.2018
Wie Eulen in der Nacht
Stiefvater, Maggie

Wie Eulen in der Nacht


weniger gut

-> Story + Charaktere:
Eigentlich bin ich ein ganz großer Fan der Romane von Maggie Stiefvater - eigentlich. Doch "Wie Eulen in der Nacht" konnte mich trotz meiner großen Vorfreude auf dieses Werk so überhaupt nicht begeistern. Dies lag nicht nur daran, dass uns die Autorin dieses Mal ins kalte Wasser wirft und uns in eine Welt katapultiert, die wir als Leser erst einmal überhaupt nicht nachvollziehen können - es wird nichts erklärt und man tappt eine ganze Weile (oder auch das ganze Buch über) ziemlich im dunkeln. Auch der rote Faden fehlt und bis zum Ende konnte ich nicht wirklich den Sinn dahinter erkennen - und das fand ich nicht nur sehr schade, sondern auch ziemlich enttäuschend.

Trotzdem finde ich die Grundidee durchaus gelungen, an der Ausarbeitung haperte es meiner Meinung nach aber gewaltig. Die Geschichte wirkt bunt zusammengewürfelt und die Autorin verliert sich so manches Mal in ihren Erzählungen.

Fehlenden Emotionen, farblosen Charakteren, mit denen ich bis zum Ende nicht wirklich warm werden konnte und eine Geschichte, die keinen rechten roten Faden aufweist - mich konnte Maggie Stiefvater dieses Mal leider nicht überzeugen.

-> Schreibstil:
Auch wenn Maggie Stiefvater eigentlich einen gut lesbaren und flüssigen Schreibstil zeigt, waren mir dieses Mal einfach zu viele Metaphern enthalten.

-> Gesamt:
Blasse, langweilige Charaktere, zu viele Metaphern, kein roter Faden - ich langweilte mich und konnte mich nur schwer dazu motivieren, bis zum Ende durchzuhalten. Als dies dennoch geschafft war, war ich ehrlich gesagt erleichtert - und ziemlich enttäuscht. Da die Grundidee Potenzial hat, gibt es wenigstens noch 2 Sterne!

Wertung: 2 von 5 Sterne

Bewertung vom 19.11.2018
Unendlich nah / Backstage-Love Bd.1
Keen, Liv

Unendlich nah / Backstage-Love Bd.1


ausgezeichnet

-> Story + Charaktere:
Eigentlich habe ich mich dem Trend der Rockstar-Lovestorys bisher entzogen - vermutlich deswegen, weil ich solche extrem gehypten Bücher oft nicht so gut finde, wie der Hype mir weiß machen möchte. Das liegt vor allem daran, dass diese dann "im Rudel" auftreten (ich denke nur an Vampirromane) und dann irgendwie nicht mehr so toll sind, je mehr man davon liest.

Trotzdem begann ich "Backstage Love" mit recht positiver Einstellung zu lesen und soll ich euch was sagen? Ich kam fast nicht mehr davon los. Die Story gefiel mir vor allem deswegen so gut, weil die Protagonisten nicht nur realistisch und greifbar waren, sondern auch eine gewisse Tiefe aufwiesen und genauso gut in meiner Nachbarschaft wohnen könnten. Sie haben dieselben Sorgen und Probleme wie wir und das zeigt uns, dass es auch ein gefeierter Rockstar nicht einfach hat - nicht nur deswegen, weil er ständig in der Öffentlichkeit steht, sondern auch, weil er ein Privatleben hat.

Neben einer Menge Liebe, Drama und Leidenschaft findet sich auch noch eine wirklich tolle Geschichte, viele sympathische Nebencharaktere und zwei Protagonisten, die man einfach ins Herz schließen muss. Auch wenn ich Nic so das ein oder andere Mal gerne geohrfeigt hätte (für seinen Beschützerinstikt, den er auch ganz anders hätte einsetzen können), so mochte ich ihn trotzdem unwahrscheinlich gerne - für seine Art und seiner Bodenständigkeit, die man vermutlich nicht bei jedem Rockstar finden kann. Auch Mia fand ich natürlich, realistisch und richtig sympathisch - und auch ihren Schmerz konnte ich regelrecht fühlen.

Das Ende war mindestens so dramatisch, wie auch zufriedenstellend und ich freue mich schon, den beiden in der Fortsetzung "Backstage Love: Sound der Liebe" einer zu begegnen.

-> Schreibstil:
Locker leicht und gut lesbar, gleichzeitig aber auch sehr emotional und mitreißend. Geschrieben wurde die Geschichte aus Sicht eines Erzählers in der Vergangenheitsform.

-> Gesamt:
Wer hochdramatische Lovestorys mag und eine Schwäche für gut ausgearbeitete Charaktere hat, dem wird dieses Buch definitiv gefallen!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 15.11.2018
Lost in a Kiss
Wilde, Kati

Lost in a Kiss


gut

-> Story + Charaktere:
Eigentlich hatte ich eine kleine, feine und süße Lovestory erwartet, die mich mitreißen und schmachten lassen würde... aber irgendwie bekam ich dann doch etwas anderes, als ich erwartet hätte. Auch wenn die ersten ca. 140 Seiten wirklich sympathisch und mitreißend waren, so kam danach dann doch die Ernüchterung: nach einer netten Story mit Potenzial driftete nicht nur der Schreibstil, sondern auch die Handlung eher in Richtung Erotikliteratur ab - aber nicht auf positive Art und Weise. Mit ein wenig (oder auch viel) Erotik in Romanen habe ich überhaupt kein Problem - von mir aus auch gerne derb und hart - wenn es denn zur Geschichte passt. Aber im Falle von "Lost in a Kiss" fand ich das nach so vielen Seiten netter Geschichte dann doch irgendwie unpassend, dass die Protagonistin plötzlich von ihrer feuchten P***y und ihren stehenden kleinen T****n spricht.

Die Story versprach zu Beginn auch noch ganz gut zu werden, denn die Charaktere wurden genauestens beschrieben und man konnte sich nicht nur in Aspen hineinversetzen, die wahrlich kein einfaches Leben zu leben hat, sondern sogar mit ihr mitfühlen. Bram, der scheinbar harte Geschäftsmann, war mir zwar nicht direkt sympathisch, aber ich fand ihn dennoch ganz interessant. Die Abneigung der beiden gegeneinander war fast greifbar und so mancher Schlagabtausch brachte mich zum schmunzeln. Doch das änderte sich plötzlich schlagartig und alles wurde von Erotik gerade regelrecht überschwemmt - und das nahm der ganzen Story ziemlich den Wind aus den Segeln.

Auch wenn die Geschichte gegen Ende hin wieder etwas an Fahr aufnahm, war ich ziemlich enttäuscht und hätte mir deutlich mehr erhofft - schade.

-> Schreibstil:
Der Schreibstil ist leicht und flüssig lesbar, die Sprache nimmt aber nach und nach immer mehr ab und der plötzlich derbe Stil gefiel mir in diesem Kontext überhaupt nicht.

Gesamt: Guter Anfang, grausige Mitte und akzeptabler Schluss. Trotzdem nichts für mich.

Bewertung vom 12.11.2018
Sexy Hintern
Finis, Sebastian

Sexy Hintern


ausgezeichnet

Die komplette Rezension findet ihr auf meinem Blog: book-addicted.de

Fazit: Neben fantastischen Übungen, die nicht nur super erklärt und bebildert dargestellt werden, erhalten wir auch einen guten Einblick in die geschichtlichen und anatomischen Hintergründe. Der Autor schreibt auf eine äußerst sympathische und ganz und gar nicht belehrende Art und Weise die dieses Sachbuch zu einem Vergnügen machen und uns schmunzeln lassen - ohne uns veräppelt zu fühlen. Die Rezepte sind zwar nichts neues, aber eine tolle Ergänzung, die in diesem Buch definitiv nicht fehlen darf. Ich persönlich bin absolut begeistert von diesem Werk und werde mich auch über die geplante Trainingszeit hinaus definitiv mit diesem Buch beschäftigen - und es auf jeden Fall weiterempfehlen.

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 04.11.2018
Echo Killer / Polizeireporterin Harper McClain Bd.1
Daugherty, Christi

Echo Killer / Polizeireporterin Harper McClain Bd.1


ausgezeichnet

-> Story + Charaktere:
Die Geschichte rund um Protagonistin Harper McClain ist nicht nur spannend, sondern richtiggehend fesselnd! Nachdem sie als 12-jährige ihre Mutter erstochen und nackt auf dem Küchenboden auffinden musste, ist nichts mehr wie es war. Inzwischen arbeitet sie als Polizeireporterin und schreibt dort, unter anderem, über die grausigen Fälle der Mordkommission.

Die ersten 70 Seiten beschäftigt sich die Autorin weniger mit der eigentlichen Story, sondern eher damit zu beschreiben, wie Harper als Journalistin arbeitet. Auch wird uns die Protagonistin, sowie die Nebencharaktere erst einmal langsam näher gebracht. Dies gestaltete sich jedoch, anders als angenommen, nicht besonders zäh oder langweilig, was daran liegt, dass wir ihre Arbeitsweise und die übrigen Charaktere durch einen recht spannenden Kriminalfall quasi hautnah miterleben. Harper ist mir als Protagonistin sehr sympathisch, denn sie ist nicht nur zielstrebig, sondern lässt sich, trotz ihrer Vergangenheit nicht unterkriegen. Dies - und ihr Beruf als Journalistin - führt natürlich zwangsläufig dazu, dass sie sich nicht nur in prekäre Situation bringt, sondern sich auch oft in Ideen und Vorstellungen verrennt.

Die Lovestory, die sich innerhalb der Geschichte entwickelt, gefiel mir persönlich ganz gut und lockerte die Story zusätzlich auf.

Was das Ende angeht, so war ich ein wenig überrascht, da ich eigentlich etwas anderes vermutet hätte - aber ich konnte mit diesem Ende dennoch sehr gut leben.

-> Schreibstil:
Der Schreibstil ist gut verständlich und lässt einen das Buch flüssig lesen.

-> Gesamt:
Neben einem überzeugenden Plot und einer sympathischen Protagonistin finden auch gut ausgearbeitete Nebencharaktere ihren Platz in der Geschichte. Der Spannungsbogen lässt kaum nach und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Für Thriller - Fans eine eindeutige Empfehlung!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 02.11.2018
Das Mädchen aus Feuer und Sturm / Mariko Bd.1
Ahdieh, Renée

Das Mädchen aus Feuer und Sturm / Mariko Bd.1


ausgezeichnet

> Story + Charaktere:
Mariko ist auf dem Weg zum kaiserlichen Palast, wo sie den Prinzen ehelichen soll. Im Wald wird ihre Reisegruppe schließlich überfallen und jeder getötet, der den Schurken vor die Klinge läuft. Mariko kann sich jedoch retten und flieht. Sie vermutet, einem Anschlag des schwarzen Clans entkommen zu sein und macht sich auf die Suche nach dem Clan, um herauszufinden, wer ihren Tod in Auftrag gegeben hat...

Nachdem ich zu Beginn des Buches ehrlich gesagt ein kleines bisschen genervt war, von den vielen japanischen Ausdrücken, die die Autorin verwendet, verflüchtigte sich dieses Gefühl dann sehr schnell. Sie passen einfach zum Flair dieser Geschichte und runden das Gesamtbild ehrlich gesagt perfekt ab - aber man muss sich dennoch erst ein wenig daran gewöhnen.

Der Plot an sich ist nicht nur Ideenreich und spannend gestaltet, sondern auch etwas ganz anderes als viele andere Jugendbücher. Nachdem "Zorn und Morgenröte" uns in 1001 Nacht entführt hat, entführt uns "Das Mädchen aus Feuer und Sturm" ins tiefste Japan und erzählt uns ein wenig von diesem fernen Land. Auch wenn wir über das Kaiserreich und seine Sitten und Gebräuche nicht allzu viele Informationen erhalten, so bekommt man doch einen Einblick und kann sich zumindest das ein oder andere ganz gut vorstellen. Dennoch hätte ich mir ein wenig mehr zu erfahren gewünscht als nur die Tatsache, dass Marikos Familie sich in den kaiserlichen Palast einheiraten möchte und Mariko den Prinzen noch nie gesehen hat. Natürlich liegt der Schwerpunkt der Geschichte woanders, dennoch hätte ich mir ein wenig mehr Vorgeschichte darüber gewünscht, wie Marikos Leben vor dem Überfall im Wald vonstatten ging.

Marikos Leben und Werken beim schwarzen Clan fand ich wahnsinnig spannend, da sie dort nicht nur sehr riskant, sondern auch sehr clever vorgeht, um neue Informationen zu beschaffen.
Die verschiedenen Charaktere des Clans könnten unterschiedlicher nicht sein und ich persönlich konnte mich kaum entscheiden, ob ich Ranmaru oder Okami sympathischer fand. Ranmaru scheint ein strenges aber gerechtes Clanoberhaupt zu sein und Okami ist ein geheimnisvoller, etwas dunkler Kerl, der keinen so schnell an sich heranlässt. Dennoch scheint ihn Mariko zu berühren und das kann er sich - vermutlich nicht zuletzt wegen ihrer Verkleidung als Mann - nicht erklären. Auch Yoshi, der Koch, gefiel mir von Anfang an unglaublich gut. Was Mariko selbst angeht, so empfand ich ihre Neugier zu Beginn als ein wenig nervig, denn obwohl sie sich durchaus bewusst war, dass sie sich dadurch noch viel tiefer in Schwierigkeiten bringt, konnte sie es nicht lassen, neugierige Fragen zu stellen. Das trieb mich manchmal ein wenig zur Weißglut, doch im Laufe des Buches konnte ich entweder besser damit umgehen, oder ihre Fragen wurden weniger penetrant.

Das Ende enthielt den zu erwartenden Cliffhanger, den ich zwar fies fand, aber nicht ganz so fies, wie ich ihn erwartet hätte. Dennoch hätte ich den zweiten Band gerne direkt im Anschluss gelesen, dieser erscheint jedoch erst im Herbst 2019.

-> Schreibstil:
Ahdiehs Schreibstil macht das Lesen zu einem Vergnügen, da er trotz seiner beschreibenden Art nicht ausufernd ist und man sich alles genau vorstellen kann.

-> Gesamt:
Ein ganz tolles neues Werk der Autorin mit authentischen Charakteren, einem interessanten sowie sonnenden Plot und einem Cliffhanger, der auf Band 2 warten lässt!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 30.10.2018
DOORS ! - Blutfeld
Heitz, Markus

DOORS ! - Blutfeld


ausgezeichnet

-> Story und Charaktere:
Doors - ? -- Die kostenlose Kurzgeschichte "Der Beginn" stellt einen vor die Frage: durch welche Tür will ich gehen? Ich in meinem Fall habe mich nun für die Tür mit dem "!" entschieden, denn die Türen mit der Aufschrift "X" und "?" kenne ich bereits. Damit das Buch auch lesen kann, wer die Kurzgeschichte nicht gelesen hat, ist diese stets der erste Teil des Buches (in allen 3 Teilen: Kolonie, Dämmerung und Blutfeld).

"Blutfeld" macht seinem Namen alle Ehre, denn dieses Mal befindet sich die Truppe, die von Van Dam ausgesendet wurde, um seine Tochter zu finden, im tiefsten Mittelalter. Doch nicht nur das: die Tür, die unser Team dieses Mal "ausgespuckt" hat, landet direkt neben einem feinen, gerade eben beendeten Gemetzel - nicht gerade das, was man sich von seiner Reise in eine andere Epoche wünscht! Glücklicherweise sind die Verursacher diese unschönen Anblickes jedoch bereits verschwunden und so können sich Viktor, Dana, Coco, Friedemann und die anderen erstmal mit den neuen Gegebenheiten vertraut machen.

Wie schon in "?-Kolonie" hat Markus Heitz auch hier schon ein wenig an der Geschichte gedreht und so befinden wir uns nicht in einer von Männern beherrschten Zeit, sondern in einer Zeit, in der die Frauen das sagen haben. Dabei liegen die beiden Kaiserinnen Judith und Irmingard im Clinch und unser Trüppchen kommt ganz schön in Bedrängnis, wenn es darum geht, die Geschichte nicht nachhaltig zu beeinflussen! Besonders gut gefallen hat mir dabei die Theorie des "verschwundenen" (? ich bin mir über die Begrifflichkeit nun nich mehr ganz sicher) Mittelalters, welches erklärt, wieso wir heute nichts mehr von weiblichen Herrscherrinnen wissen.

Die Charaktere sind gewohnt vielfältig und auch in diesem Buch erfahren wir etwas über den ein oder anderen Charakter, was aus den anderen Büchern ("X" und "?") noch nicht hervorging. Dabei wiederholt oder widerspricht sich nichts und am Ende der drei Bücher ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild aller Charaktere.

Wichtig zu erwähnen ist auf jeden Fall die Tatsache, dass es in diesem Roman nicht gerade zimperlich zugeht und wir eine Menge Blut und Gemetzel zu lesen bekommen - jedoch im Bereich des erträglichen und zumindest für mich absolut akzeptabel. Die Beschreibungen sind dabei ziemlich bildhaft und die ganze Welt des Mittelalters wird gut vorstellbar und völlig realistisch dargestellt.

Der Spannungsbogen war perfekt gestaltet und ich musste das Buch kein einziges Mal zur Seite legen, weil es mich langweilte oder ich keine Lust mehr darauf hatte.

-> Schreibstil:
Mit seiner gut verständlichen und sehr bildhaften Sprache macht uns der Autor das Lesen leicht und man kann das Buch flüssig lesen.

-> Gesamt:
"Doors - ! - Blutfeld" gefiel mir mit Abstand am besten von den bisherigen 3 Doors Romanen, da ich ihn besonders spannend und einfallsreich fand. Die Charaktere werden so dargestellt, damit man sie auch ohne Lektüre der anderen beiden Bände kennenlernt und gut einschätzen kann. Auch Sympathien und Antipathien lassen sich so schnell feststellen. Wer einen guten Mystery-Thriller zu schätzen weiß, der wird Spaß an diesem Roman haben!

Wertung: 5 von 5 Sterne!