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Benutzername: Book-addicted
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Bewertungen

Insgesamt 401 Bewertungen
Bewertung vom 03.01.2019
Ich küss dich tot
Berg, Ellen

Ich küss dich tot


ausgezeichnet

-> Story + Charaktere:
Wenn ich beschreiben müsste, wem Ellen Bergs Romane gefallen könnten, so würde mir dies ziemlich schwer fallen... warum? Weil ich mich selbst eigentlich nie zur Zielgruppe der Bücher gezählt hätte, sondern ganz zufällig dem Charme der Autorin erlag, als ich eines ihrer Bücher vor einigen Jahren mal zufällig gewann.

Bei "Ich küss Dich tot" war es wohl einfach die Liebe zu Ellen Bergs Büchern, die mich dazu trieb - denn seit ich einiges von ihr gelesen habe, lese ich schon keine Klappentexte mehr, bevor ich mich für eines ihrer Bücher entscheide. Dennoch bereue ich die Entscheidung keineswegs, denn dieses Buch bereitete mir wieder einmal diebisches Vergnügen.

Besonders gut gefielen mir die einzelnen Figuren des Buches, denn die Autorin neigt nicht nur dazu, stets sympathische (oder auch total unsympathische, aber dann welche mit Charakter!) Akteure zu schaffen, sondern vor allem welche mit Tiefgang. Während man in anderen Büchern vergeblich nach den (emotionalen) Verbindungen zwischen den Charakteren sucht, so wird hier jedes zarte Gespinst deutlich, ohne den Leser mit unnötigen Einzelheiten zu nerven.

Der Plot gefällt mir unglaublich gut, denn obwohl sich die Autorin dieses Mal aufs frostige Terrain des Mordes wagt, meistert sie diese Rutschpartie bestens. Die Rettung des Hotel Edelweiß im beschaulichen Poxdorf, welches sich gefühlt am anderen Ende der Welt befindet, hat oberste Priorität und man fiebert regelrecht mit. Wird es gelingen?

-> Schreibstil:
Flüssig, gut verständlich und sehr humorvoll.

-> Gesamt:
Ellen Berg schuf mit "Ich küss Dich tot" einen tollen Roman mit "Heimatcharakter" und liebevollen gestalteten Charakteren, die man allesamt ins Herz schließen muss (auch die, die man eigentlich hassen sollte)! Neben skurrilen Morden stehen Freundschaft, Zusammenhalt, Geheimnisse und auch Vorurteile ganz oben und machen das Buch zu einem lesenswerten Roman voller Veränderungen - ob gut oder schlecht, müsst ihr selbst entscheiden.

Wertung: 5 von 5 Sterne

Bewertung vom 29.12.2018
How to be a girl
Korbik, Julia

How to be a girl


schlecht

-> Story + Charaktere:
Ohje, ohje, wo fange ich da bloß an...

Eigentlich hätte ich mir - nach dem lesen des Klappentextes - ein Buch erhofft / gewünscht, welches Mädchen in einer der schwierigen Phase des Lebens, nämlich der Pubertät unterstützt, Fragen beantwortet und Tipps gibt, wie man das Ganze am besten heil übersteht. Was kann ich tun, bei Bodyshaming, wie ziehe ich mein eigenes Ding durch? Stattdessen erhielt ich ein Buch, in dem die Autorin nichts weiter als ein paar warme Worte für den Leser übrig hat und höchstens Tipps gibt, die in jeder halbwegs aktuellen Mädchenzeitschrift ebenfalls zu finden ist. Gespickt sind diese vermeintlich guten Ratschläge zusätzlich noch mit der Tatsache, dass Frauen nicht gleichberechtigt sind und Männer immer und in jeder Situation bevorzugt werden... spätestens nach dem dritten Kapitel hat das dann auch der unaufmerksamste Leser verstanden.

Auch über die geschlechtergerechte Sprache wird sich in aller Form und Deutlichkeit ausgelassen und selbstverständlich wir dies auch im Buch umgesetzt. Man kann jetzt darüber streiten, ob das in einem Ratgeber für Jugendlich derart thematisiert werden muss, oder ob die reine Durchführung ausreicht, aber ich für meinen Teil finde das völlig unnötig.

Selbstverständlich ist es wichtig darüber aufzuklären, dass Männer und Frauen nicht überall auf der Welt den gleichen Stellenwert haben, aber sind wir doch mal ehrlich: in Deutschland können wir uns tatsächlich nicht großartig darüber beschweren und sich derart in einem Ratgeber für JUGENDLICHE auszulassen, finde ich ein absolutes No-Go. Ja, es wurde für die Gleichberechtigung der Frau gekämpft und das ist auch gut so - aber gehört das in einen Ratgeber wie "How to be a girl - stark, frei und ganz Du selbst" ? Das sich immer wiederholende Mantra "man selbst zu sein" bringt keinen weiter und dafür muss man sich eigentlich auch keine 155 Seiten dieses Buches antun.

Nachdem man das Buch am Ende zugeschlagen hat, bleibt die Frage: Was hat mir das Buch nun gebracht und inwiefern weiß ich jetzt mehr darüber, wie ich ich selbst sein kann? Im Grunde ist man also nach dem Lesen genauso schlau wie vorher.

Rein optisch ist das Buch schön gestaltet, die Porträts verschiedener (natürlich weiblicher) Persönlichkeiten sind farbig abgehoben und die Überschriften sind in einer anderen, schnörkeligeren Schriftart gehalten.

-> Schreibstil:
Gut verständlich und flüssig lesbar.

-> Gesamt:
Auch wenn ich vom Alter her nicht wirklich zur Zielgruppe gehöre, kann ich auch so sagen, dass das auch im passenden Alter kein Buch für mich gewesen wäre. Die Autorin versucht dem Leser hier nur ihre feministische Denkweise zu vermitteln, lässt aber keinen Raum zum Meinung bilden und gibt schon gar keine Tipps zum Thema "wie kann ich ich selbst sein".

Wertung: 1 von 5 Sterne

Bewertung vom 28.12.2018
Schön, Geil und Tödlich   7 Erotische Geschichten
Stevens, Hannah

Schön, Geil und Tödlich 7 Erotische Geschichten


ausgezeichnet

Im Buch befinden sich 6 "normale" und eine längere Kurzgeschichte, die durch die Bank hinweg erotisch sind und in aller Regel mit Mord und Totschlag in irgendeiner Form zu tun haben. Auch wenn ich eine derartige Kombination bisher so noch nicht gelesen hatte, gefiel sie mir gut und die verschiedenen Geschichten waren einfalls- und abwechslungsreich. Die erotischen Szenen werden sehr detailliert beschrieben und ab und an auch etwas derbere Begriffe dafür verwendet. Ich persönlich hatte damit jedoch kein Problem und fand die Erläuterungen alles in allem ansprechend.

Da sich bei den einzelnen Geschichten um die verschiedensten Konstellationen handelt (Freund - Freundin, Dreier, Patentante - Patensohn, Chefin - Untergebener, Freund der besten Freundin, zwei Frauen, mehrere Personen...) sollte man dahingehend flexibel sein.

Einziges Manko des Büchleins war für mich, dass sich eine erotische Szene in zwei Geschichten fast Wort für Wort gleicht, was mich zurückblättern und darüber nachgrübeln ließ, ob ich nun dieselbe Geschichte gleich zweimal gelesen habe?

Ziemlich am Ende des Buches findet sich ein Code, der einem eine Gratisgeschichte als Ebook schenkt, wenn man diesen auf der Verlagshomepage eingibt.

-> Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, leicht zu lesen und gut verständlich. Geschrieben wurden die Geschichten immer aus der Perspektive der erzählenden Person.

-> Gesamt:
Insgesamt konnte mich "Schön, geil und Tödlich" fesseln und ich las das Buch fast in einem Rutsch durch. Ich würde mich freuen, wenn die Autorin noch mehr veröffentlichen würde - ich würde mich zumindest freuen, wieder etwas von ihr zu lesen.

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 26.12.2018
Der Kratzer / Christine Lenève Bd.3
Ménard, Oliver

Der Kratzer / Christine Lenève Bd.3


ausgezeichnet

-> Story + Charaktere:
Als ich dieses Buch zu lesen begann, war mir nicht bewusst, dass es sich dabei um den Abschluss einer Trilogie handelte. Auch beim lesen fiel dies nicht zwangsläufig auf, denn die Beziehungen zwischen den Charakteren wurden so verständlich dargestellt, als ob die Vorgeschichte einfach nicht erzählt worden wäre.

Die Charaktere selbst sind zwar nicht gerade das, was ich als wirklich sympathisch beschreiben würde - denn dazu ist mir Christine zu eigensinnig/speziell und Tobias Dom irgendwie zu farblos dargestellt, dennoch gefielen mir beide ganz gut. Zwar brauche ich gerade bei einem Thriller nicht unbedingt immer tiefsinnige und vielschichtige Charaktere, von denen ich alles bis ins kleinste Detail weiß, deren Funktion sollte allerdings schon deutlich werden.

Der Plot war trotz fehlender Lektüre der Vorgängerbände aber durchaus schlüssig, sehr spannend geschrieben und alles andere als ein langweiliger Thriller! Die Spannung steckte in fast jeder Seite und man flog nur so hindurch, weil man unbedingt wissen wollte, wie das alles weitergeht... oder endet. Und was das Ende angeht: dieses ist überraschend und damit hätte ich ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet!

-> Schreibstil:
Der Schreibstil ist nicht nur gut lesbar und verständlich, sondern auch sehr bildgewaltig und absolut mitreißend! Gerade die düsteren Szenen werden so fantastisch beschrieben, dass man sich fühlt, als ob man daneben stehen würde, oder sich gar mitten im Geschehen befinden würde.

-> Gesamt:
Ein bildgewaltiger Thriller mit fantastischem Plot, interessanten Figuren und einem Ende, dass einen sprachlos zurücklässt - und mit dem man nicht gerechnet hätte.

Wertung: 5 von 5 Sterne!

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Bewertung vom 17.12.2018
Die Abrichtung
Gehring, Alexandra

Die Abrichtung


schlecht

-> Story + Charaktere:
Ich muss gestehen, dass ich ab und an ganz gerne mal zu erotischer Literatur greife und damit auch überhaupt keine Probleme habe. Sowohl eine sehr derbe und deutliche Sprache, als auch verschiedene Praktiken schrecken mich, literarisch gesehen, nicht unbedingt ab und mich konnte bereits das ein oder andere derartige Buch aus einem anderen Verlag begeistern.

Trotzdem war ich von "Die Abrichtung" ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht, was nicht nur daran lag, dass ich den Schreibstilsehr gewöhnungsbedürftig fand. Neben sich ständig wiederholenden Begriffen ("geil, aufgeilen") störten mich auch Sätze, die in einer anstrengenden Aneinanderreihung Worte wie "Votze, Arschvotze, Mundvotze" (ja mit "V"!) enthielten.

Auch wenn ich die Idee des Buches- ein Mann schickt seine Frau in ein Camp, in dem sie zur perfekten, submissiven Ehefrau erzogen und in allen Bereichen des BDSM geschult wird - eigentlich ganz interessant fand, so ließ die Umsetzung sehr zu wünschen übrig.

Die Charaktere, ganz besonders die Protagonistin Sari, bleiben blass, farblos und ohne jegliche Emotion. Wie fühlt sich jemand, der gerade zur Sub ausgebildet wird? Was geht in so jemandem vor? Jegliche Gespräche diesbezüglich werden in kürzester Zeit abgehandelt und es bleibt kein Raum, um sich richtig in die Person(en) hineinzuversetzen. Auch Saris Ehemann bekommen wir kaum zu Gesicht und wenn, dann bleibt er ebenso farblos und unscheinbar.

-> Gesamt:
Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil, keine Emotionen, farblose Charaktere - leider kein Buch für mich.

Wertung: 1 von 5 Sterne!

Bewertung vom 09.12.2018
Sound der Liebe / Backstage-Love Bd.2
Keen, Liv

Sound der Liebe / Backstage-Love Bd.2


ausgezeichnet

-> Story + Charaktere:
Auch wenn es sich bei "Backstage Love - Sound der Liebe" um den zweiten Teil der "Backstage Love" Reihe handelt, kann dieser Roman unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden.
Nachdem es im ersten Band um Nic und Mia ging, dreht sich im zweiten Teil nun alles um Liam und Lizzy - und ich war sehr gespannt auf deren Geschichte. Nachdem sich die beiden nun schon ihr Leben lang kennen (denn Lizzy und Liams Schwester Mia sind schon ebenso lange befreundet), ergibt es sich zufällig, dass Lizzy eine Bleibe sucht und schließlich bei Liam einzieht. Dabei lernen sich die beiden noch besser kennen und über kurz oder lang verliert Lizzy ihr Herz an den smarten Rocker...

"Sound der Liebe" enthält eine richtig schöne Lovestory, die einem nicht nur das Herz zum bluten, sondern auch zum schmunzeln bringt. Die chaotische Lizzy ist nicht nur eine unglaublich sympathische Protagonistin, als Leser erkennt man sich in ihr auch wieder - und würde ihr so gerne ab und an ein offenes Ohr schenken! Nicht nur, dass ihr Traum eine gefragte Songwriterin zu werden nicht in Erfüllung zu gehen scheint - ihre beste Freundin Mia ist auch noch voll und ganz mit ihrer kleinen Familie beschäftigt und hat dementsprechend nicht wirklich viel Zeit für Lizzy. Alles in allem scheint also erst einmal überhaupt nichts so zu laufen, wie sich Lizzy das vorstellt. Dennoch versteht sie sich wider erwarten ganz gut mit Liam, den sie - auch wenn sie ihn schon sehr lange kennt - nie so wirklich als "Mann" wahrgenommen hat - und die kleinen Kabbeleien zwischen den beiden brachten mich das ein oder andere Mal zum lachen.

Die Nachbarin der beiden brachte mein Herz sowohl zum lachen, als auch zum weinen und ich könnte mir gut vorstellen, irgendwann noch einmal mehr von dieser tollen Frau zu erfahren!

Besonders schön fand ich, dass wir auch weiterhin etwas von den Protagonisten aus Band 1 erfuhren (Nic und Mia), denn diese beiden waren mir ebenfalls sehr ans Herz gewachsen.

Das Ende lässt den Leser mehr als zufrieden zurück und ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil der Reihe!

-> Schreibstil:
Der locker leichte Schreibstil konnte mich fesseln und ich konnte das Buch kaum noch zur Seite legen. Geschrieben wurde das Buch immer aus Sicht eines Erzählers, wir begleiten aber sowohl Lizzy, als auch Liam.

-> Gesamt:
Liv Keen präsentiert uns mit diesem Buch eine Story voller Herzschmerz, eine chaotischen Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt und einen Rockstar, den man lieben - aber auch manchmal schütteln möchte.

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 02.12.2018
Bienenkiller. Küsten-Krimi
Stein, Nick

Bienenkiller. Küsten-Krimi


gut

-> Story + Charaktere:
Lukas Jansen ist eigentlich noch Student, geht aber schon regelmäßig mit seinem Kollegen Onno auf Verbrecherjagd; dieses Mal handelt es sich um einen Fall, bei dem eine Leiche am Fuß eines Turms aufgefunden wird. Zeitgleich behandelt Lukas' Freundin Lisa einen Fall, bei dem ein Mann von irgendetwas aufgespießt wurde. Das seltsame an den beiden Toten ist, dass sie den gleichen Namen tragen - nur mit unterschiedlicher Schreibweise - und beide mit Agrarchemie zu tun hatten. Hinzu kommt, dass der Aufgespießte aus Lisas Fall nun schon seit etwa 10 Jahren tot ist, aber erst jetzt gefunden wurde. Handelt es sich bei beiden Fällen um Mord? Und - hängen sie zusammen?

Zu Beginn war ich Feuer und Flamme für dieses Buch, denn die Story konnte mich nicht nur auf Grund der Bienenthematik fesseln, sondern auch die Schreibweise des Autors sagte mir zu. Nach und nach ließ meine Begeisterung dann allerdings nach. Nachdem ich mich darauf gefreut hatte, mehr vom Ermittler-Duo Onno und Lukas zu erfahren und angenommen hatte, dass Onno eine Art Mentor für den jungen Studenten darstellt, wurde ich bitter enttäuscht: das Duo bestand eher aus Lukas und seiner Freundin Lisa von der Spurensicherung. Lukas nimmt sich meiner Meinung nach als Student viel zu viel heraus - er ermittelt alleine, lässt sein Studium dafür schleifen und wird dafür nicht einmal zur Rechenschaft gezogen - stattdessen scheint er der Musterstudent zu sein, der lernen nicht nötig hat, geschweige denn den regelmäßigen Besuch der Uni! Und anstatt dass ihn seine voll ausgebildete Freundin darauf aufmerksam macht und ihn daran erinnert, was er vielleicht aufs Spiel setzt, schließt sie sich munter an und unterstützt ihn auch noch bei seinen Alleingängen.

Wenn Lisa wenigstens ein sympathischer Charakter gewesen wäre, hätte ich vielleicht über diese Tatsache hinwegsehen können, doch von Seite zu Seite wurde sie mir immer unsympathischer. Ständig zickte und motzte sie und ihre Eifersuchtsszenen zerrten heftig an meinen Nerven - und Lukas? Der stand regelmäßig da, stumm wie ein Fisch und hörte sich ihre Tiraden an, während er munter seiner aktuellen Tätigkeit nachging. Anstatt auf den Tisch zu hauen und ihr mal eine klare Ansage zu machen, ignoriert er sie weitgehend und dann löste sich der Streit meist durch ein kleines Techtelmechtel wieder in Wohlgefallen auf. Es war wirklich zum Haare raufen. Auch die ständigen Kosenamen der beiden "Süße, Kleine, Kleiner" der beiden fand ich schrecklich, vor allem da Lukas auch "in Gedanken" ständig Dinge wie "meine Süße" wiedergab... ab und an ist das absolut legitim, aber ständig diese Kosenamen?

Das absolut größte No-Go war aber dann definitiv die Tatsache, dass Lukas ständig nur am konsumieren von Alkohol war - und das sogar den Zeugen schon auffiel. Doch brachte ihn das mal zum nachdenken? Nö. Er trank im Dienst, obwohl er mit dem Streifenwagen zu den Ermittlungen gekommen war, die Vernunft siegte dann aber doch noch und er ließ den Wagen wenigstens bis zum nächsten Morgen stehen.

Nachdem ich mich für die Charaktere selbst nur wenig erwärmen konnte, gefiel mir der Plot aber eigentlich ganz gut, denn die Thematik des Bienensterbens ist leider alles andere als Fiktion. Auch wenn ich mir ein wenig mehr Action gewünscht hätte, ließ sich das Buch dann aber doch recht flüssig lesen - wobei ein bisschen weniger Drama um den Protagonisten und seine Herzensdame wünschenswert gewesen wäre.

-> Schreibstil:
Ein flüssiger, gut lesbarer Stil, der mit ein paar weniger Kosenamen noch ein Stück sympathischer gewesen wäre.

-> Gesamt:
Auch wenn mich die Charaktere zur Weißglut trieben und ich mir gewünscht hätte, dass der Polizeistudent zumindest ein wenig mehr durch einen Mentor "geführt" wird, fand ich den Plot doch ganz gut.

Bewertung vom 25.11.2018
Wie Eulen in der Nacht
Stiefvater, Maggie

Wie Eulen in der Nacht


weniger gut

-> Story + Charaktere:
Eigentlich bin ich ein ganz großer Fan der Romane von Maggie Stiefvater - eigentlich. Doch "Wie Eulen in der Nacht" konnte mich trotz meiner großen Vorfreude auf dieses Werk so überhaupt nicht begeistern. Dies lag nicht nur daran, dass uns die Autorin dieses Mal ins kalte Wasser wirft und uns in eine Welt katapultiert, die wir als Leser erst einmal überhaupt nicht nachvollziehen können - es wird nichts erklärt und man tappt eine ganze Weile (oder auch das ganze Buch über) ziemlich im dunkeln. Auch der rote Faden fehlt und bis zum Ende konnte ich nicht wirklich den Sinn dahinter erkennen - und das fand ich nicht nur sehr schade, sondern auch ziemlich enttäuschend.

Trotzdem finde ich die Grundidee durchaus gelungen, an der Ausarbeitung haperte es meiner Meinung nach aber gewaltig. Die Geschichte wirkt bunt zusammengewürfelt und die Autorin verliert sich so manches Mal in ihren Erzählungen.

Fehlenden Emotionen, farblosen Charakteren, mit denen ich bis zum Ende nicht wirklich warm werden konnte und eine Geschichte, die keinen rechten roten Faden aufweist - mich konnte Maggie Stiefvater dieses Mal leider nicht überzeugen.

-> Schreibstil:
Auch wenn Maggie Stiefvater eigentlich einen gut lesbaren und flüssigen Schreibstil zeigt, waren mir dieses Mal einfach zu viele Metaphern enthalten.

-> Gesamt:
Blasse, langweilige Charaktere, zu viele Metaphern, kein roter Faden - ich langweilte mich und konnte mich nur schwer dazu motivieren, bis zum Ende durchzuhalten. Als dies dennoch geschafft war, war ich ehrlich gesagt erleichtert - und ziemlich enttäuscht. Da die Grundidee Potenzial hat, gibt es wenigstens noch 2 Sterne!

Wertung: 2 von 5 Sterne

Bewertung vom 19.11.2018
Unendlich nah / Backstage-Love Bd.1
Keen, Liv

Unendlich nah / Backstage-Love Bd.1


ausgezeichnet

-> Story + Charaktere:
Eigentlich habe ich mich dem Trend der Rockstar-Lovestorys bisher entzogen - vermutlich deswegen, weil ich solche extrem gehypten Bücher oft nicht so gut finde, wie der Hype mir weiß machen möchte. Das liegt vor allem daran, dass diese dann "im Rudel" auftreten (ich denke nur an Vampirromane) und dann irgendwie nicht mehr so toll sind, je mehr man davon liest.

Trotzdem begann ich "Backstage Love" mit recht positiver Einstellung zu lesen und soll ich euch was sagen? Ich kam fast nicht mehr davon los. Die Story gefiel mir vor allem deswegen so gut, weil die Protagonisten nicht nur realistisch und greifbar waren, sondern auch eine gewisse Tiefe aufwiesen und genauso gut in meiner Nachbarschaft wohnen könnten. Sie haben dieselben Sorgen und Probleme wie wir und das zeigt uns, dass es auch ein gefeierter Rockstar nicht einfach hat - nicht nur deswegen, weil er ständig in der Öffentlichkeit steht, sondern auch, weil er ein Privatleben hat.

Neben einer Menge Liebe, Drama und Leidenschaft findet sich auch noch eine wirklich tolle Geschichte, viele sympathische Nebencharaktere und zwei Protagonisten, die man einfach ins Herz schließen muss. Auch wenn ich Nic so das ein oder andere Mal gerne geohrfeigt hätte (für seinen Beschützerinstikt, den er auch ganz anders hätte einsetzen können), so mochte ich ihn trotzdem unwahrscheinlich gerne - für seine Art und seiner Bodenständigkeit, die man vermutlich nicht bei jedem Rockstar finden kann. Auch Mia fand ich natürlich, realistisch und richtig sympathisch - und auch ihren Schmerz konnte ich regelrecht fühlen.

Das Ende war mindestens so dramatisch, wie auch zufriedenstellend und ich freue mich schon, den beiden in der Fortsetzung "Backstage Love: Sound der Liebe" einer zu begegnen.

-> Schreibstil:
Locker leicht und gut lesbar, gleichzeitig aber auch sehr emotional und mitreißend. Geschrieben wurde die Geschichte aus Sicht eines Erzählers in der Vergangenheitsform.

-> Gesamt:
Wer hochdramatische Lovestorys mag und eine Schwäche für gut ausgearbeitete Charaktere hat, dem wird dieses Buch definitiv gefallen!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Bewertung vom 15.11.2018
Lost in a Kiss
Wilde, Kati

Lost in a Kiss


gut

-> Story + Charaktere:
Eigentlich hatte ich eine kleine, feine und süße Lovestory erwartet, die mich mitreißen und schmachten lassen würde... aber irgendwie bekam ich dann doch etwas anderes, als ich erwartet hätte. Auch wenn die ersten ca. 140 Seiten wirklich sympathisch und mitreißend waren, so kam danach dann doch die Ernüchterung: nach einer netten Story mit Potenzial driftete nicht nur der Schreibstil, sondern auch die Handlung eher in Richtung Erotikliteratur ab - aber nicht auf positive Art und Weise. Mit ein wenig (oder auch viel) Erotik in Romanen habe ich überhaupt kein Problem - von mir aus auch gerne derb und hart - wenn es denn zur Geschichte passt. Aber im Falle von "Lost in a Kiss" fand ich das nach so vielen Seiten netter Geschichte dann doch irgendwie unpassend, dass die Protagonistin plötzlich von ihrer feuchten P***y und ihren stehenden kleinen T****n spricht.

Die Story versprach zu Beginn auch noch ganz gut zu werden, denn die Charaktere wurden genauestens beschrieben und man konnte sich nicht nur in Aspen hineinversetzen, die wahrlich kein einfaches Leben zu leben hat, sondern sogar mit ihr mitfühlen. Bram, der scheinbar harte Geschäftsmann, war mir zwar nicht direkt sympathisch, aber ich fand ihn dennoch ganz interessant. Die Abneigung der beiden gegeneinander war fast greifbar und so mancher Schlagabtausch brachte mich zum schmunzeln. Doch das änderte sich plötzlich schlagartig und alles wurde von Erotik gerade regelrecht überschwemmt - und das nahm der ganzen Story ziemlich den Wind aus den Segeln.

Auch wenn die Geschichte gegen Ende hin wieder etwas an Fahr aufnahm, war ich ziemlich enttäuscht und hätte mir deutlich mehr erhofft - schade.

-> Schreibstil:
Der Schreibstil ist leicht und flüssig lesbar, die Sprache nimmt aber nach und nach immer mehr ab und der plötzlich derbe Stil gefiel mir in diesem Kontext überhaupt nicht.

Gesamt: Guter Anfang, grausige Mitte und akzeptabler Schluss. Trotzdem nichts für mich.