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Frimada
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Mutter von 3 Kindern (Mädchen, 15 Jahre und Junge, 11 Jahre. Mädchen, 7 Jahre), Vielleserin!

Bewertungen

Insgesamt 835 Bewertungen
Bewertung vom 01.08.2021
Meyer, Chris

Der Blutkünstler / Tom-Bachmann-Serie Bd.1


weniger gut

Ich habe kein Problem mit blutigen Thrillern, darum hat mich das bei diesem Buch auch nicht gestört. Man sollte aber vorher wissen, dass der Autor mit seinen Beschreibungen der Morde und vor allem der Inszenierung danach nicht zimperlich ist. Ich kann mir vorstellen, dass das nicht jedem Leser gefallen wird.

Dieses Buch soll der Auftakt für eine neue Serie sein, aber ich weiß schon jetzt, dass ich keine weiteren Bände lesen möchte. Denn auch, wenn man im Laufe der Zeit die Protagonisten, vor allem den "Seelenleser" Tom Bachmann, wahrscheinlich besser kennenlernen wird, blieben mir die Protagonisten in diesem Buch zu oberflächlich. Ich konnte keine Beziehung zu ihnen aufbauen, Bachmann war mir eher unsympathisch als dass er mich als Person interessiert hätte. Und ohne diese Sympathie für die festen Charaktere einer Reihe, möchte ich die Reihe nicht lesen. Denn dann fehlt mir ein ganz entscheidender Faktor.

Zur Geschichte: Die war nichts wirklich Neues. Serienmorde, die blutig inszeniert werden, gibt es bereits in unzähligen anderen Krimis. Und nicht nur das fand ich eher durchschnittlich geschrieben, leider fand ich auch die Spannung nicht konstant gut. Besonders zum Ende hin ist der Spannungsbogen doch sehr abgefallen, und das Ende war so unspektakulär, dass ich es fast sofort wieder vergessen habe. Und das sollte bei einem Thriller definitiv nicht sein.

Bewertung vom 01.08.2021
Stephan, Björn

Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau


gut

Zu Beginn dieses Buches dachte ich, es handele sich eher um einen Young adult Roman, aber auch wenn der Protagonist sehr jung ist, ist es dennoch kein Roman für Jugendliche.

Er spielt in der Nachwendezeit im Osten Deutschlands. Der Protagonist lebt mit seinen Eltern in einer Plattenbausiedlung und führt dort eigentlich ein eher langweiliges Leben. Aber mit der Pubertät und der neuen Klassenkameradin Juri ändert sich in seinem Leben so einiges. Erst recht, als die beiden beobachten, wie ein alter Mann von ein paar Typen zusammengeschlagen wird. Das bringt sie näher zusammen, und bringt Action und Emotionen in ihr Leben.

Ich habe das Buch gerne gelesen, weil mir der Schreibstil des Autors sehr gut gefallen hat. Ich bin selbst nicht im Osten aufgewachsen, finde es aber toll, wie es dem Autor gelingt, die langweilige und etwas trostlose Atmosphäre der Plattenbausiedlung so zum Leben zu erwecken, dass man sich als Leser gut hineinfühlen kann. Und gleichzeitig schafft er es, mit Saschas Geschichte Hoffnung und Perspektive in die Geschichte zu bringen.

Die Story selber war okay, sie konnte mich nicht zu 100% abholen, darum "nur" 3 Sterne.

Bewertung vom 31.07.2021
Martin, Pierre

Madame le Commissaire und die panische Diva / Kommissarin Isabelle Bonnet Bd.8


ausgezeichnet

Dieses Buch ist bereits der 8. Band der Krimireihe um die Kommissarin Isabell Bonnet, und ich fand ihn wieder sehr gelungen. Für mich eins der besten Bücher der Reihe.

Der Autor bleibt seinem Schreibstil treu, und mir gefällt es sehr gut, dass man die Hauptpersonen von Buch zu Buch besser kennenlernt. Und vor allem, dass sie alle ihre Schwächen haben und sich die Lösung ihrer Fälle nicht einfach aus dem Ärmel schütteln können, finde ich gut.

Diesmal nimmt le Comissaire ihren Fall eigentlich nur an, um 2 Frauen einen Gefallen zu tun. Eine bekannte Diva fühlt sich von einem Stalker verfolgt, und Isabell sieht darin erstmal gar keinen Fall. Und wenn, dann sicher nicht für sie. Dennoch macht sie sich, um der Diva einen Gefallen zu tun, auf den Weg zu ihr. Und mit der Zeit wird der Fall dann wirklich zu einer Herausforderung.

Die Diva ist dem Autor besonders gelungen, finde ich. Mit ihr bedient er sämtliche Klischees und Erwartungen, die man an eine berühmte Diva hat und bringt den Leser damit in eine Zwickmühle: Einerseits tut einem die Frau leid, andererseits empfindet man sie einfach nur als schrecklich anstrengend. Aber genauso geht es auch der Komissarin, ist also für die Gedchichte sehr gut gelungen.

Ich mag die Komissarin und ihre Art zu leben sehr gern. Sie ist unkonventionell, gibt nicht viel auf die Meinung anderer, spielt aber immer mit offenen Karten.
Bei diesem Fall gab es einige überraschende Wendungen, wodurch sich die Spannung sehr gut aufbaut und auch bis zum Ende anhält.

Mein Fazit: Definitiv lesenswert!

Bewertung vom 25.07.2021
Elias Finley

Gänseblümchen


ausgezeichnet

Dieses Buch hat mich total überrascht. Es ist im Bereich LGBTQIA angesiedelt, und das ist oft in Jugendbüchern ein schwieriges Thema. Viele Bücher wollen einfach zu viel und packen so unglaublich viele queere Charaktere in ihre Bücher, dass es irgendwann einfach too much ist.

Auch hier trifft man auf viele queere Charaktere, aber es passt in der Mischung sehr gut. Rick, der Protagonist, ist z.B. ein junger Mann, der das Glück hatte, bei sehr toleranten Großeltern aufzuwachsen, die ihre eigene Vorgeschichte in diesem Bereich haben. Diese Toleranz lebt er, und das sehr reflektiert und ehrlich, was man als Leser das ganze Buch über deutlich spüren kann. Er lernt im Laufe der Geschichte, dass er selbst pansexuell ist - was wirklich sehr gut erklärt wird! Sein "Lieblingsmensch" (welch eine tolle Bezeichnung für eine nicht binäre Person) ist Vhyn. Beide sind auf ihre Art sehr interessante und wirklich gut durchdachte Charaktere! In Bezug auf Vhyn lernt man als Leser auch etwas über Neopronomen - und das, ohne dass es wie eine BElehrung rüberkommt. Auch hier wieder großes Lob an den Autor! Ihm ist es wirklich gelungen, viele Informationen über queeres Leben zu geben, ohne dabei zu trocken oder zu theoretisch zu wirken. Das finde ich großartig!

Ein bißchen fragwürdig finde ich das Cover. Ich fürchte, dass es nur einen kleinen Kreis junger Leser überzeugen kann, überhaupt danach zu greifen. Und das wäre wirklich schade, denn ich finde, dass dieses Buch sich wirklich lohnt!

Bewertung vom 24.07.2021
Welk, Sarah

Wie du die Welt verändern kannst


ausgezeichnet

Dieses Sachbuch ist von der Autorin Sarah Welk geschrieben worden, die z.B. auch "Tagesschau und Co." geschrieben hat, von dem ich wirklich sehr begeistert bin.

Und tatsächlich ist es der Autorin wieder gelungen ein großartiges Kinderbuch zu schreiben. Im Großen und Ganzen geht es darin um Politik. Was ist Demokratie und wie funktioniert sie? Gibt es sie auch in der Familie, in der Schule?

Wie funktioniert unsere Regierung, wie und warum geht man wählen usw.

Diese ganzen Infos sind richtig toll und kindgerecht erzählt.

Viel Wert hat die Autorin darauf gelegt, den Kindrrn zu vermitteln, welche Möglichkeiten sie selbst haben, in der Welt etwas zu verändern. Das beginnt im Kleinen innerhalb der Familie, geht über Schule bis hin zur Landespolitik. Da konnte ich als Erwachsene sogar noch einiges lernen.

Ein großartiges Kindersachbuch!

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 21.07.2021
Lillegraven, Ruth

Tiefer Fjord


gut

Mich hat bei diesem Thriller als erstes das Cover angesprochen. Ich finde, es wirkt etwas düster, kalt und durch seine Stille auch ein wenig bedrohlich. Dadurch passt es wirklich sehr gut zum Titel "Tiefer Fjord", denn auch den stelle ich mir kalt und bedrohlich vor.

Der Klappentext hat meine Neugier geweckt, weil das Thema Kindesmissbrauch ja leider auch ein sehr aktuelles Thema ist.

Die Geschichte ist aus der Sicht mehrerer Personen geschrieben. Vor allem aus der von Clara und ihrem Mann Havard. Aber auch Claras Vater kommt zu Wort. Durch diese Perspektivwechsel bekommt die Story eine gute Dynamik, und man lernt die Protagonisten aufgrund ihrer Handlungen und Gedanken gut kennen. Sie sind alle authentisch, haben alle ihre positiven und negativen Seiten. Dadurch war die ganze Handlung sehr gut nachvollziehen.

Der Schreibstil ist einfach und schlicht, ds Buch lässt sich gut lesen. Die Perspektivwechsel passen super und stören den Lesefluss nicht. Im Gegenteil - sie treiben den Spannungsaufbau gut voran.

Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, fand die Geschichte aber leider etwas zu vorhersehbar. Das hat mich etwas gestört. Dennoch ein solider Thriller!

Bewertung vom 08.07.2021
Kunrath, Barbara

Wir für uns


ausgezeichnet

Mit diesem Buch hatte ich endlich mal wieder eins in der Hand, das mir gefallen hat.

Es gibt zwei Protagonistinnen, José und Kathi. Josie ist 41 und ungewollt schwanger von einem verheirateten Mann, der das Kind nicht will. Kathi ist schon über 70 und hat gerade ihren Mann beerdigt.
Beide Frauen sind sehr verschieden und führen völlig unterschiedliche Leben, freunden sich aber dennoch an.

Dieses Buch ist nicht mega spannend oder actionreich, aber es überzeugt mich durch die sehr gut ausgearbeiteten Charaktere. Und auch die Geschichten der Frauen, die immer mehr an die Oberfläche kommen, sind interessant.

Besonders gefallen hat mir der Schreibstil der Autorin. Die Kapitel wechseln zwischen Josie und Kathi, und Josies Teil ist als Ich-Erzählung geschrieben. Das ist sehr gut gemacht.

Das Buch ist für mich eine wirklich schöne Sommerlektüre gewesen, die ich gerne gelesen habe.

Bewertung vom 06.07.2021
Stark, Ulf

Ein Sommer mit Percy und Buffalo Bill


ausgezeichnet

Ich bin happy, dass meine Jungs und ich dieses Buch entdeckt haben! Es passt wieder ganz wunderbar zu Sommerferien und Sommerabenteuern!

In diesem Buch geht es um Ulf, der mit seinen Eltern und seinem Bruder seine Ferien in den Schären bei den Großeltern verbringt. Dort ist er jedes Jahr, hat dort also auch Freunde bzw. eine "Sommer-Clique". Und zu denen gehört auch Pia, in die Ulf total verknallt ist. Leider empfindet Pia ganz anders für ihn und lässt ihn in diesem Sommer auch deutlich abblitzen, was Ulf die Ferien ganz schön verhagelt.
Anders als in den anderen Jahren kommt sein bester Freund Percy zu ihm in den Urlaub, was Ulfs Familie nicht wirklich begeistert, denn Percy ist anstrengend. Aber das ist Ulfs grummeliger Großvater auch - und überraschenderweise kommen gerade Percy und er nach einer Weile bestens miteinander aus. Und sie erleben in diesen Ferien so einige Abenteuer....

Es gibt ein paar Aspekte in diesem Buch, die manchen vorlesenden Eltern wahrscheinlich nicht gefallen werden. Z.B. gehen die Kinder alleine im Meer schwimmen, obwohl Percy nicht schwimmen kann. Und Ulf und sein Freund Klas rauchen heimlich Zigaretten - und das und noch ein paar andere Sachen, ohne dass die Erwachsenen es mitbekommen oder sich dafür interessieren, was die Kinder tun. Der Autor schwingt keine moralische Keule, lässt die Abenteuer der Kinder einfach so stehen, wie sie sind: als Abenteuer.

Und genau das macht für mich den Charme dieses Buches aus! Die Freiheit, die die Kinder in den Ferien erleben, das sich ausprobieren, die fehlenden Blicke und Kontrolle der Erwachsenen. Und dazu die kindliche Naivität und die Art der Kinder, ihre Probleme zu lösen - diese Mischung ist wirklich toll!

Ich mag den Schreibstil unheimlich gerne, die Charaktere sind klasse. Vor allem der Großvater und die Großmutter und ihr Umgang miteinander war großartig ausgearbeitet. Ohne viel zu erklären, lässt der Autor den Leser alles fühlen. Meinen Jungs hat das Buch auch sehr gut gefallen!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.07.2021
Creedle, Laura

Die Liebesbriefe von Abelard und Lily


weniger gut

Mich hatte dieses Jugendbuch gleich angesprochen, weil es darin um ein Mädchen mit ADHS geht, dass sich in einen Jungen mit Asperger verliebt. Da ich beides aus meiner Familie kenne, war ich sehr gespannt auf die Geschichte.

Mein Fazit zuerst: Das Buch ist okay, aber mehr leider auch nicht.

Es ist aus Lillys Sicht geschrieben, und da bekommt man auch den Eindruck, dass die Autorin sich mit ADHS auskennt. Lillys Verhalten, Gedanken und Entscheidungen sind authentisch.

Abelard hingegen kommt zu kurz. Sein Asperger wird zwar immer wieder erwähnt, beschränkt sich aber eigentlich auf die Punkte, dass er sehr schlau ist und keine Berührungen mag. Und da fehlen mir einfach zu viele Facetten.

Die ganze Liebesgeschichte bleibt leider sehr oberflächlich und beginnt auch viel zu schnell, ohne sich aber weiterzuentwickeln.

Lillys Mutter war mir das ganze Buch über unsympathisch. Ich mag nicht, wie sie sich Lilly gegenüber benimmt und wie wenig Verständnis sie für ihre Tochter aufbringt.

Leider bleiben alle Charaktere eher oberflächlich, ebenso wie die Geschichte selber. Es ist leicht zu lesen, bekommt aber dadurch keine Tiefe.