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Lisega

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Insgesamt 1386 Bewertungen
Bewertung vom 14.11.2013
Peter Dinklage,Lena Headey,Nikolaj...

Game Of Thrones: Staffel 2


ausgezeichnet

„A Clash of Kings“ heißt der zweite Band von George R. R. Martins Fantasy-Epos „Das Lied von Eis und Feuer“, der als zweite Staffel der grandiosen Serie „Game of Thrones“ verfilmt wurde. Und tatsächlich kämpfen in Westeros nach dem Tod von König Robert Baratheon mehrere Häuser um den Eisernen Thron: Roberts vermeintlicher Erbe Joffrey, ein grausamer Rotzlöffel, den seine Mutter Cersei Lannister zu lenken versucht, seine Onkel Renly und Stannis Baratheon, der zum König des Nordens ausgerufene Robb Stark und natürlich Daenerys Targaryen, die mit ihren frisch geschlüpften Drachen durch Essos streift und eine Armee aufstellen will.

Die erste Staffel der meisterhaften HBO-Serie hat hohe Erwartungen an die Fortsetzung geweckt; meiner Meinung nach wurden diese nicht enttäuscht. Die zweite Staffel schöpft wieder aus dem Vollen, es wird hemmungslos geliebt und gehasst, gemeuchelt und gestorben. Martins Erzählung ufert aus, insofern wurden einige Handlungsstränge für die TV-Adaption stark gestrafft, verändert oder (zumindest vorerst) ganz weggelassen. Man muss die Serie als eigenständige Version des Epos sehen, dann ist sie einfach großartig. Wie hier politische Ränkespiele und Intrigen dargestellt werden, eine gewaltige Schlacht auf den Bildschirm gezaubert wird und fantastische Elemente wie Schattenwölfe, Drachen, dunkle Magie und „die Anderen“ mittels bester CGI-Technik in die mystische Welt von Westeros integriert werden, ist einfach beste Fernsehunterhaltung. Trotz der komplexen Handlung und der zunehmenden Zahl an Charakteren verliert man meiner Meinung nach in den zehn Folgen nicht den Überblick, die Spannung bleibt hoch, was den hervorragenden Drehbüchern, den beeindruckenden Bildern und den erstklassigen Darstellern geschuldet ist.

Wen die vielen Namen und Schauplätze doch verwirren, der kann im Bonus-Material eine Aufstellung der Häuser, Charakterprofile und Infos über die Religionen von Westeros nachlesen. Dazu gibt es ein sehenswertes Making of der Schlacht in der Schwarzwasser-Bucht. "Game of Thrones" hat definitiv Suchtpotential, als „Ersatzdroge" bis zum Erscheinen der dritten Staffel müssen jetzt nochmals die Bücher herhalten!

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.11.2013

Die Original Bergrätsel des BR-Rucksackradios (Spiel)


sehr gut

Für Bergfreunde ist diese kleine Box mit Rätselkarten – basierend auf dem Quiz des BR-Rucksackradios – eine nette Geschenkidee. Auf 63 stabilen Karten sind kurze Rategeschichten rund um die Themen Wandern, Klettern, Hochgebirge und Natur gedruckt, auf der Rückseite findet sich jeweils die Auflösung. Dabei sind relativ leicht zu erratende Begriffe (z.B. „Er ist der zweithöchste und der wohl schwierigste aller Achttausender ...“ -> K2) mit ziemlich harten Nüssen gemischt (z.B. „Er zählt zu den ganz wenigen Bergsteigern, denen der Titel eines „Professors“ verliehen wurde ...“ -> Hias Rebitsch). Spielregeln enthält das Set keine, man kann also entweder alleine die Karten durchstöbern, zu zweit raten oder in großer Runde, der Reihe nach oder durcheinander, wie es einem gefällt. Und da die Schachtel relativ klein ausfällt, packt man die Karten natürlich am besten in den Rucksack ein, für Rätselrunden vor Ort in den Bergen.

Bewertung vom 31.10.2013
Child, Lee

Sniper / Jack Reacher Bd.9


sehr gut

„Sie sind also cool?“
„Auf mir könnten Sie Schlittschuh laufen.“

So beschreibt sich Lee Childs Serienheld Jack Reacher in diesem Thriller einmal selbst, und tatsächlich ist der Ex-Militärpolizist, der seit er die Army verlassen hat ruhelos durchs Land streift und keine bürgerliche Existenz anstrebt, ein selten abgebrühter Ermittler. Ich habe mit diesem neunten Band der Reihe meinen ersten Jack-Reacher-Roman gelesen und muss sagen, dass mich dieser Thriller bestens unterhalten hat. Die Geschichte: Der ehemalige Scharfschütze James Barr soll in einer Kleinstadt in Indiana wahllos fünf Leute erschossen haben, leugnet aber die Tat und verlangt nach Jack Reacher, den er aus der Army kennt. Allerdings hat Reacher damals gegen ihn ermittelt...

Auch wenn dem Leser schnell bewusst ist, dass der Fall nicht so einfach ist wie zunächst vermutet, und die Hintermänner in kurzen Kapiteln immer wieder geschildert werden, ist die Auflösung bis zum actiongeladenen Finale sehr spannend. Lee Child versteht sein Handwerk, er schreibt schnörkellos und präzise, seine Sprache ist so trocken wie sein Held. Und Jack Reacher kommt als eine Mischung aus Sherlock Holmes und Rambo daher: Wie der viktorianische Detektiv beherrscht er die Kunst der Deduktion und kommt der Wahrheit durch messerscharfes Kombinieren auf die Spur. Allerdings ist er beim Kampf gegen das Verbrechen nicht zimperlich, prügelt schon mal Informationen heraus (wobei er sich vorher nach der Zahnzusatzversicherung des Opfers erkundigt) und räumt als Ein-Mann-Armee im blutigen Finale auf. Der Schluss war mir denn auch etwas zu gewaltlastig und heldenhaft, ansonsten aber ist „Sniper“ ein spannender, bestens geschriebener Thriller.