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Jazz

Bewertungen

Insgesamt 664 Bewertungen
Bewertung vom 22.03.2019
Palacios, Gabriel

Wer tut dir gut?


sehr gut

"Wer tut dir gut?" von Gabriel Palacios ist ein Selbsthilfebuch, um Menschen besser einschätzen zu lernen.


Inhaltlich beginnt es wirklich sehr interessant, da er verschiedene Menschentypen klassifiziert/katalogisiert. Abschließend erfolgt ein Selbsttest, indem man herausfinden kann, welchen Typ man darstellt und somit, was die Stärken und Schwächen in einem sind. Außerdem gibt es immer wieder Abschnitte, in denen mit Tipps und Übungen man Menschen besser kennen lernen kann (was für ein Mensch ist er, wird er mir im Leben nützlich sein können oder nicht?) Das ist meiner Meinung nach sogar wirklich gut gelungen, allerdings denke ich, dass das wirklich viel Zeit und Arbeit braucht, da man sich hier auf Details (Verhalten, Wortwahl etc.) fokussieren muss, um seine Gedanken zu lesen.

Kritik: In der Einleitung beschreibt er viel zu lang seinen Werdegang. Manchen Punkten, die er für absolut stimmig, richtig, korrekt, unfehlbar hält, sind für mich kompletter Unsinn. Fazit: Man kann sich sicherlich gut mit dem Buch amüsieren (Palacios wirkt manchmal etwas arrogant), aber es auch als Übung nehmen und Menschen analysieren.

Hilfreich, wenn man Hypnose, Spannungsfeldern, positiver und negativer Energiequellen offen gegenübertreten kann und spirituell veranlagt ist.

Bewertung vom 16.03.2019
Kast, Bas

Der Ernährungskompass - Das Kochbuch


ausgezeichnet

Insgesamt gibt es 29 vegane Rezepte, 55 vegetarische und 28, die Fleisch oder Meeresfrüchte beinhalten (Auf Alkohol habe ich nicht speziellen Wert gelegt, da denke ich mir, dass man den auch getrost einfach in dem Rezept weglassen kann).

Fazit: Anhand der Aufteilung in Geschmäcker (vegan, vegetarisch, fleischlastig) sollte es jetzt leicht fallen zu entscheiden, ob das Buch etwas für einen ist oder nicht. Denn ich könnte auch viel über den Geschmack sagen, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache und darüber lässt sich streiten. Insgesamt sind die Rezepte allerdings alle im Frühstück sehr obstbelastet und für Mittag und Abend wird der Fokus mehr auf Gemüse gesetzt. Auch richtige Hausmannskost ist hier Fehlanzeige, dafür gibt es viel Orientalisches und einiges Asiatisches. Was mich überrascht hat: Es gibt sogar Schokoladeneis! Also selbst Rezepte für einen leckeren Nachtisch gibt es.

5 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 10.03.2019
López Rubio, Susana

Das schönste Mädchen Havanas


ausgezeichnet

"Das schönste Mädchen Havannas" von Susana López Rubio ist ein bezauberndes Drama mitten in der Zeit von Ches Aufstieg.


Inhaltlich geht es um Patricio, einem Spanier, der sein Glück in Havanna versucht, dabei allerdings immer wieder an den Mafiaboss persönlich gerät, wobei er sich durch List immer wieder in letzter Sekunde retten kann. Denn er hat sich in seine Frau Gloria verliebt...genauso wie sie in ihn verliebt ist. Kann das gut ausgehen? (Ich wäre niemals auf solch einen Abschluss gekommen und dabei habe ich mit viel gerechnet.)

Stilistisch: Havannas Atmosphäre wird feucht fröhlich, bunt schillernd ausgeschmückt beschrieben. Die Geschichte rund um das Land wird im Hintergrund immer wieder erwähnt. Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Patricio und Gloria erzählt.

Kritik: In den ersten Seiten wird Gloria als Mädchen beschrieben, doch nach den ersten Kapiteln ist sie für den Großteil des Buchs eine erwachsene Frau... den Titel hätte man dementsprechend wählen können.

Fazit: Wer mit viel Hin und her leben kann, dem ist das Buch wärmstens zu empfehlen. Denn die Liebe ist ein einziges Auf und Ab. Ich fühlte mich ausgezeichnet unterhalten und konnte das Buch einmal begonnen nicht mehr aus den Fingern lassen. Definitiv eines der Bücher, die sich wirklich lohnen. Hervorragend um dem tristen Wetter für einige Stunden zu entfliehen.

Bewertung vom 07.03.2019
Linnemann, Navid

Stambul


ausgezeichnet

"Stambul" von Navid Linnemann ist ein Kurzband mit 15 Kurzgeschichten rund um Istanbul. Geschichtlich reist man zurück zur letzten Sultanatszeit bis zu den Anfängen der Gründung der heutigen Republik.


Gegliedert sind die Geschichten in "Vor dem Krieg, während dem Krieg und nach dem Krieg".

Fazit: Mir persönlich haben natürlich nicht alle Geschichten gefallen, aber das ist reine Geschmackssache. Rundum waren das auch nur 2 von 15. Insgesamt also top. Man begegnet teilweise in Echt gelebten Persönlichkeiten auf den Straßen Istanbuls, die wahrheitsgetreu beschrieben werden (soweit möglich). Manchmal kann es sogar vorkommen, dass man Menschen begegnet, die man doch von irgendwo schon einmal kennengelernt hatte... Genau das ist das, was ich mag! Keine aneinander neu arrangierten Charaktere, sondern Charaktere, die wieder auftauchen, verschmelzen, tatsächlich zu existieren scheinen und nicht nur einmal erscheinen und dann in der Versenkung enden. Und zum Schluss: Die meisten Geschichten haben einen wirklich ausgezeichneten humorvollen Unterton.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.03.2019
Hermann, Nicole

Tuning für Ihr Unternehmen


ausgezeichnet

"Tuning für Ihr Unternehmen" von Nicole Hermann ist eine reines Sachbuch rund um Holding.


Hier werden verschiedene Holdingstrukturmöglichkeiten kurz, aber breit gefächert mit all ihren Vor- und Nachteilen, erklärt. In kurzen Exkurspassagen werden die sich im Fließtext befindlichen Fachbegriffe verständnisvoll erläutert. Zudem geht Hermann auch an Worst-case-Szenarien heran und gibt hier hilfreiche Tipps, um diese bestenfalls zu entgehen bzw. wenn es passiert ist, wie man sich hier weiterhelfen/retten kann.

Abschließend gibt es eine Ansammlung von Punkten, die ein Unternehmen definitiv erfüllen sollte, wenn man eine Holding planen will.

Fazit: Definitiv empfehlenswert für Menschen, die eine Idee haben und für diese ein Unternehmen gründen wollen und sich dafür erst einmal Basiswissen anschaffen müssen. Dieses Buch bietet gute Grundlagen, egal ob für Jung oder Alt.

Bewertung vom 03.03.2019
Stone, Annie

Limonadentage / Limonade Bd.1


sehr gut

"Limonadentage" von Annie Stone ist der erste Band über die Liebe zwischen Avery und Cade, die schon als Kinder immer nur zusammenhingen und bis Cade zum Studium alle Bände in seinem Leben zerriss - genauso wie Averys Herz.


Nach 12 Jahren begegnen sie sich in Boston zufällig erneut. Er führt eine glückliche Beziehung, sie ebenfalls. Doch dann begegnen sie sich erneut. Und erneut... Sie fordern das Schicksal gerade zu heraus. Treffen sich schließlich aktiv.

Stilistisch: Leicht zu lesen. Der Fließtext schwankt zwischen den Beiträgen aus Averys und Cades Sicht und wird mit kurzen Rückblenden in ihre gemeinsame Kindheit und Jugendzeit beschrieben.

Großes Manko: Es ist kein richtig in sich abgeschlossener Roman. Freunde von mehreren Bänden, offenen Enden werden hier keinen Spaß haben.

Bewertung vom 02.03.2019
Lahr, Stefan von der

Hochamt in Neapel


gut

"Hochamt in Neapel" von Stefan von der Lahr ist ein Kriminalroman, der sich in Italien abspielt. Inhaltlich geht es um historisches: Die Gebeine von Alexander dem Großen sollen sich in Italien befinden, wer findet sie wo? Gleichzeitig erkranken immer mehr Kinder an Krebs - ist das Gebiet nuklear verseucht und es wird vertuscht?


Fazit: Es gibt Unmengen von unaussprechlichen Namen: 9 Seiten Personenverzeichnis: Italiener, Amerikaner, Russen,... Es gibt Unmengen von Schauplätzen, die einen ebenfalls verwirren können, bzw. verliert man möglicherweise den Überblick aufgrund der Menge an Themen, Personen und Orten.

Aber über all das kann man sich erfolgreich durchkämpfen, wenn man von der Geschichte gepackt wird: Das könnte man auch locker, wenn es realistisch wäre, aber hier war mir einfach kein Fokus auf ein Thema gesetzt. Von der Lahr wollte zu viel und hat damit den Vogel abgeschossen. Ich erkenne ihm an, dass er gebildet und belesen ist, aber eine Handlung hätte ausgereicht.

Bewertung vom 21.02.2019
Mirza, Fatima Farheen

Worauf wir hoffen


gut

"Worauf wir hoffen" ist das Debüt von Fatima Farheen Mirza. Inhaltlich geht es um das Drama um den einzigen Sohn Amir einer schiitischen Familie aus Indien, die in den USA wohnt. Während die Eltern beide scheinbar bei der Erziehung der beiden älteren Töchter alles richtig gemacht haben, scheinen diese bei ihrem Sohn nicht gefruchtet zu haben.


Der Roman beginnt mit der Hochzeit der ältesten Tochter, die sich zwar gegen ihre Eltern gestellt und einen eigenen Mann ausgesucht hat, aber das Augenmerk liegt an der Rückkehr Amirs, der vor Jahren mit der Familie abgeschlossen hatte und abgehauen war.
Anschließend ist das Buch in 4 Abschnitte gegliedert: Die ersten erzählen den Hintergrund, die Kindheit aller in auktorialer Erzählform. Der letzte Abschnitt wird dann aus der Ich-Perspektive eines Protagonisten beschrieben.

Fazit: Der Roman bezieht sich auf Klischees eines vom rechten Weg abgekommenen jungen Muslim. Allerdings ist es ganz interessant zu lesen, wer sich alles die Schuld gibt. Hat der Vater sich falsch verhalten? War es ein Wort, eine Aussage der Mutter? Der Schwester? Oder gar seine Freunde? Allerdings werden die archaischen Strukturen, die erneut klischeemäßig benutzt werden, für den westlichen Leser ohne kulturellen Bezug sehr gut erklärt. Plus: In der neuen Generation werden diese teilweise gebrochen.

Außerdem ist das Buch leider nicht die ganze Zeit über chronologisch aufgebaut. Die Sprunghaftigkeit ist sehr verwirrend und undurchschaubar, da man sich in den ersten Abschnitten immer wieder neu zurechtfinden muss, in welchem Alter, wo etc. sich die Geschichte nun wieder abspielt. Schließlich endet das Buch mit einem offenen Ende, was den Leser möglicherweise unzufrieden zurücklässt.

Bewertung vom 15.02.2019
Mallery, Susan

Die Tulpenschwestern


weniger gut

"Die Tulpenschwestern" von Susan Mallery war für mich der erste Mallery.


Inhaltlich geht es um die erfolgreiche Geschäftsfrau Kelly, die von Griffith gestalkt wird, der zwar gut aussieht, aber sie während der gemeinsamen Schulzeit bloßgestellt hatte.

Nebenbei spielen noch einige andere Darsteller eine Rolle, die alle ebenfalls in irgendeiner Weise eine Bindung zu jemandem aufbauen. Da gibt es die Schwester Kellys Olivia, die nach über einem Jahrzehnt nach Hause kehrt, die Mutter, die es ihr gleich tut und dann noch den Ex Kellys: Sven, den Ex Olivias: Ryan und natürlich den Vater und ein paar Freundinnen von Kelly und Olivia.

Fazit: Bis auf eine Geschichte hatten alle Liebesgeschichten, die im Buch aufgebaut werden, fast etwas inzestartiges an sich (Gibt es nicht genug Menschen auf der Erde, die noch keine Bindung an die Familie hatten?!). Bis auf eine Szene, die kurz darauf zerstört wurde, da die Protagonistin angefangen hat wegen etwas Dummem zu weinen, gab es kaum eine romantische Szene in dem Buch, was zum Träumen und sich nach exakt derselben Szene im eigenen Leben zu geschehen sehnen verleitet hätte.

Insgesamt wurde mir sowieso zu viel Drama um nichts gemacht und zu viel geweint. Ich (Frau) wäre als männlicher Charakter in diesem Buch in meinen Truck und so weit wie möglich vor den hysterischen, zickigen, übertreibenden Frauen geflohen...

Ergo: Def. nicht mein Fall. Wer allerdings mit einem seichten (zu widerlichen Romanzen neigenden) Roman lesen will und mit der angesprochenen Kritik kein Problem hat, nur zu!