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Marie aus E.

Bewertungen

Insgesamt 885 Bewertungen
Bewertung vom 20.04.2021
Mahne, Nicole

Mia und die aus der 19 - Alpaka-Zirkus


ausgezeichnet

Hurra! Mia, Jil und die schrullige, liebenswerte Senioren-WG sind wieder da.
Klar, dass es auch im zweiten Band wieder richtig turbulent zugeht.
Zum einen sind die Äpfel reif und damit ist Hochbetrieb bei Jils Vater am Apfelhof. Aber das ist nicht alles, Herr Rippel hat ein Alpaka mit in die Senioren-WG gebracht. Ein lebendiges, echtes Alpaka, kein Kuscheltier! Und das ist soooo süß und es verliebt sich umgehend. Leider sagt Betreuer Holger, das Alpaka muss weg und so muss der Besitzer gefunden werden. Die Suche beginnt.

Das Buch ist einfach klasse. Wie das Cover schon verrät, gibt es nicht nur ein Alpaka, sondern auch ein kleines Äffchen - und beide sind einfach nur niedlich. O.k., auch ein klein wenig frech...Die Tochter war jedenfalls hingerissen und hat mit Mia, der Titelheldin im Chor "Niedlich" und "Süß" gerufen.

Die Bewohner der Senioren-WG sind natürlich auch dabei, wobei Herr Rippel im Fokus steht. Herr Rippel macht sein Ding und wir konnten viel lachen, aber nie im Sinn von auslachen, das ist ganz wunderbar von der Autorin geschrieben. Die Eigenheiten werden geschildert, aber nicht ins Lächerliche gezogen, trotzdem ist es lustig.

Zum Vorlesen oder Selbstlesen - und im Anschluss gleich eine Alpaka-Wanderung buchen, denn "Alpakas machen glücklich".

Bewertung vom 19.04.2021
Weyer, Manuel

Weber's Gasgrillbibel


ausgezeichnet

Ach du liebe Zeit, habe ich mir gedacht, als ich diesen dicken Wälzer bekommen habe. Bockelschwer und elend dick, zumindest von den Ausmaßen ist der Begriff Bibel gerechtfertigt.

Das Grundprinzip ist klasse: Learning by doing,
Es gibt also einiges an Theorie, so dass Einsteiger tatsächlich mit dem Buch Stück für Stück Grill-Erfahrungen aufbauen können (und auch wir endlich eine Chance für etwas mehr als "halt eine Wurst und ein Steak auf den Grill geworfen" bekommen).

Auch die Auswahl des richtigen Grills, die Vorteile des Grillens mit Gas und - für mich auch wichtig - alles rund um das Anschließen der Gasflasche werden behandelt. Denn vor letzterem habe ich großen Respekt.

Tja, und dann die Rezepte.
WOW WOW WOW.
Niemals mit Hunger ansehen, hier gibt es wirklich für jeden Geschmack etwas.
Vom Smoked Thai-Chili-Burger über Lachs mit Avocadokruste zu Russia Style Schaschlik, gepoppter Schinkenbraten aus dem Hopfensud, Grillgemüse, ach, welch Schlaraffenland.

Aber auch das einfache Rumpsteak - just grilled - darf nicht fehlen. Sogar Mac'n' Cheese kann man auf dem Grill machen! Oder wie wäre es mit Wassermelonensteaks mit Süßkartoffelpommes?

Ich war ja angesichts des vollmundigen Titels schon etwas skeptisch, aber das Buch ist echt der Hammer. Bei mir blieben keine Fragen offen und jetzt muss nur das Wetter mitspielen, so dass wir unseren Gasgrill nun richtig einweihen können.

Bewertung vom 18.04.2021
Benedict, Marie

Lady Churchill / Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte Bd.2


gut

Bis zur Lektüre des Buches wusste ich nicht mal, dass Frau Churchill Clementine hieß, geschweige denn, welch großen Einfluss sie hatte.

Das Buch war für mich aufschlussreich. Clementine Churchill war äußerst politikinteressiert, klug und stand unter Dauerstrom. Sie musste ständig für ihren Mann verfügbar sein, hat aktiv (im Hintergrund) mitgearbeitet und hatte doch auch fünf Kinder. Auch damals war Vereinbarkeit und ständig schlechtes Gewissen schon ein großes Thema, das war mir so gar nicht bewusst.

Clementine Churchill ist m. E. viel zu früh geboren worden, heute wäre sie vermutlich selbst eine bedeutende Politikerin und ob Winston Churchill heute auch Premierminister wäre? Man stellt sich unweigerlich diese Fragen, wenn man das Buch liest.

Ich mochte den Einblick in das sicherlich sehr privilegierte Leben der Churchills, das aber auch von einem sehr großen Arbeitspensum und Druck geprägt war. Das war interessant und der Einsatz von Frau Churchill für das Frauenwahlrecht und Teilhabe ebenso.


Trotzdem fand ich es zu ausschweifend und detailreich geschrieben, es hat sich doch stellenweise ganz schön gezogen. Auch wenn es vielleicht bedeutsam war, aber Aufzählungen, wie diese "Ein Komitee bestehend aus Mr und Mrs Ivan Maisky, dem ehemaligen russischen Botschafter Sir Archibald Clark Kerr; sowie dem amerikanischen Botschafter, unserem lieben Avarell Harriman, begrüßte mich" waren keine Seltenheit und anstrengend zu lesen.

Ein durchwachsenes Fazit. Der Fokus auf die Ehefrau war großartig und interessant, 300 statt 438 Seiten hätten mir aber gereicht.

Bewertung vom 16.04.2021
Schröder, Alena

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid


ausgezeichnet

Der Buchtitel ist mein bisheriges Titelhighlight 2021. Er ist ungewöhnlich, macht neugierig und passt perfekt, wenn man dann das Buch gelesen hat.
Dazu noch das schöne Cover, hier passt alles.

Doch das Wesentliche ist ja der Inhalt und auch hier bin ich sehr glücklich mit meiner Buchauswahl.
Schon noch wenigen Seiten war ich völlig eingetaucht in die Handlung.
Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr, er schafft Nähe zu den Figuren, liest sich leicht und flüssig und die Seiten flogen nur so dahin. Ich wollte das Buch gar nicht weglegen, es hat mich in einen Lesesog ähnlich wie ein guter Thriller gezogen, das kenne ich bei Romane eigentlich gar nicht so.

Der Roman wechselt die Zeitebenen zwischen Gegenwart und Vergangenheit.
Spannend und sehr bewegend war natürlich die Zeit von 1924 bis Kriegsende, aber mir hat auch der Schwenk in die Gegenwart immer sehr gut gefallen. Das Verhältnis von Oma und Enkelin, das gefühlte Dazwischenhängen einer Twentysomething, ja, auch das habe ich gern gelesen.

Besonders gut hat mir auch der Fokus auf die Mutterschaft, den dazugehörigen Erwartungshaltungen, Verletzungen und schwierigen Entscheidungen gefallen, den alle drei Mütter verhalten sich nicht so, wie es der sogenannten Normvorstellung entspricht.

Dazu ein runder Buchabschluss, auf den ich auch sehr gespannt war, da hätte man auch noch einiges zerstören können, aber nein, gut gelöst.

Ein starkes, einfühlsames, und unterhaltsames Buch, die Autorin werde ich weiterverfolgen.

Bewertung vom 11.04.2021
Habschick, Anja

Gefährliche Geburtstagsgrüße / Lucy Longfinger Bd.1


ausgezeichnet

Die Longfingers sind eine Ganovenfamilie aus Kalifornien und Lucy, die zwölfjährige Tochter, ist schon eine geschickte Diebin.
Leider ist ihr Talent auch dem schrecklichen Gangsterboss Ratto aufgefallen, er erpresst Lucy. Wenn sie nicht für ihn arbeitet, will er ihre Eltern zu Fischfutter verwandeln.
Leider kann Lucy auch keine Hilfe holen, denn alle Longfingers unterliegen einem strengen Kodex mit 35 harten Regeln und eine lautet: Keine Freunde außerhalb der Familie.

Deshalb ist Lucy ziemlich einsam und auch der nette (oder nervige?) Toni aus der Eisdiele hat keine Chance, Lucy näher kennenzulernen. Oder doch?

Ein richtiges Abenteuer voller Action beginnt! Besonders gut hat uns gefallen, dass es ein Mädchen ist, das hier als Nachwuchsganovin und Abenteuerin unterwegs ist.


Für mich als Erwachsene war es zwar etwas merkwürdig, dass es hier um eine Ganovenfamilie geht. Diebstahl als Kinderbuchstoff ist ja schon etwas ungewohnt (bislang kennen wir das eher aus der anderen Perspektive), zumal hier keinerlei Unrechtsbewusstsein vorliegt.
Aber gut, Kinder in dem Lesealter wissen ja sehr wohl zwischen fiktiver Unterhaltung und Realität zu unterscheiden und der elfjährigen Tochter hat das Buch sehr gut gefallen.

Aber natürlich ist es kein Buch für Mädchen, mutige Jungs können es genauso lesen und es gibt nicht nur Lucy, sondern auch Toni, der ebenfalls sehr, sehr mutig ist.
Außerdem noch coole Mäuse, eine Krähe und einen Hund. Und jede Menge Eis - man braucht unbedingt einen riesigen Eisvorrat, bevor man zu lesen beginnt.
Am besten wäre es natürlich, wenn man gleich in einer Eisdiele liest!

Ein etwas anderer Kinderkrimi, spannend und ungewöhnlich.
Fünf Sterne, sagt das Kind und möchte schon wieder ein Eis.

Bewertung vom 10.04.2021
Till, Jochen

Alien Academy Bd.1


ausgezeichnet

Cody wohnt auf dem Planeten Paras. An seinem ersten Schultag in der Alien-Academy wird er stutzig. Warum sieht jeder Schüler bzw. jede Schülerin so komplett anders aus? Und warum gleichen sie ihren Eltern nicht? Das ist doch merkwürdig!

Klingt abgefahren?
Oh ja, das ist es auch. Aber nicht nur das, es ist auch noch spannend und witzig. Wir haben so gelacht, als wir das Buch gelesen haben, denn es ist voll von Witz und Flauschigkeit. Hä? Flauschigkeit? Oh ja, ein Mitschüler ist so flauschig, dass man ihn immer streicheln will. Allerdings gibt es da schlimme Begleiterscheinungen.
Das Buch ist ziemlich schwer zu beschreiben, denn wenn man zu viel verrät, ist das Vergnügen nur noch halb so groß.
Aber zwischen nicht komplett upgedateten Roboter-Lehrern, die die Schüler als rechenschwache Volltrottel beschimpfen und kleinen Angsthasen-Aliens bleibt wirklich kein Auge trocken. Und dann ist da ja auch noch das große Rätsel zu lösen.

Eine Alien-Story, die spannend, aber nicht gruselig und richtig, richtig originell ist. Gekrönt von perfekt passenden Illustrationen, die die lustige Alien-Academy-Gemeinschaft noch lebendiger machen.

Eindeutig Potential zu einer neuen Lieblingsbuch-Reihe!

Bewertung vom 10.04.2021
McCreight, Kimberly

Eine perfekte Ehe


sehr gut

Lizzie ist Anwältin in einer angesehenen Kanzlei in New York.
Eines Tages bekommt sie einen Anruf ihres alten Studienfreundes, der unter Mordverdacht steht.
Lizzie versucht ihm zu helfen, nachdem für die Polizei der Täter feststeht, ermittelt Lizzie auf eigene Faust. Doch je tiefer sie einsteigt, desto weniger glaubt sie an den äußeren Schein...

Die Handlung entwickelt sich langsam. Über längere Strecken ist man stiller Beobachter, ohne dass groß etwas passiert. Lizzie recherchiert und wir können sie begleiten. Wen man einen rasanten, temporeichen Einstieg möchte, wird man hier vermutlich enttäuscht sein. Ich fand das hier passend, es hat gut zum Buch gepasst, ist aber halt kein Psychothriller, den man abends gar nicht weg legen kann.

So nach und nach kann man dann tiefer eintauchen in die Story - und ist sich gar nicht mehr sicher, wie das nun alles zusammenhängt. Schuldig? Nicht schuldig? Überraschende Wendungen gibt es des Öfteren. Ich mag das, wenn es sich nach und nach aufbaut und neue Aspekte immer wieder in andere Richtungen führen.

Ich mochte auch den eher ruhigen Erzählstil, das hinter die Kulissen schauen und die Kombi aus Spannungsroman und häuslichen Dramen. Ein Thriller war es m. E. nur zu etwa 50%.
Lediglich die Auflösung hat mich nicht rundum zufrieden gestellt. Sie war schon nachvollziehbar, aber für meine Geschmack trotzdem etwas plump.

Insgesamt hat mich das Buch aber sehr gefesselt, es war spannend und der Einblick in das Leben der reichen Paare aus Brooklyn hat mich bestens unterhalten.

Bewertung vom 08.04.2021
Bergmann, Renate

Fertig ist die Laube / Online-Omi Bd.15


gut

Ich kannte die Renate-Bergmann-Bücher bislang nicht.
Nachdem wir aber auch mit dem Gedanken spielen, uns in einer Kleingartenanlage zu verwirklichen und die Leseprobe so lustig war, musste ich das Buch einfach lesen.

Es ist tatsächlich sehr unterhaltsam und wenn ich es nicht wüsste, dass Frau Bergmann eine Kunstfigur ist, würde ich schwören, dass sie doch real existiert.
Ihre Betrachtungen der Welt sind köstlich, ich habe mich sehr amüsiert. Durchaus auch böse, das mag ich ja. Ein Beispiel? "Da begoss er lieb Mütterlein mit hoher Wahrscheinlichkeit schon ein Weilchen."

Auch in mir steckt etwas Renate, denn als sie ihre Ansicht zum Aussortieren des Gewürzregals teilt, konnte ich mich voll wiederfinden, alles, was schon eine fünfstellige Postleitzahl bei den Herstellerangaben hat, das ist noch gut. Genauso handhabe ich das auch.

Die Beschreibung der verschiedensten Kleingartentypen ist vermutlich auch sehr zutreffend, da gibt es den Mann, bei dem man den Rasen nur barfuß oder mit Hausschuhen betreten darf genauso wie die Hippie-Frau. Schön bunt, wie das Leben auch.
Neben all der Unterhaltung wird aber schon auch klar, dass so ein Garten viel, viel Arbeit macht und zieht jeglichen Romantikzahn diesbezüglich. Und es gibt sogar ein paar handfeste Gartentipps.

Warum trotzdem "nur" drei Sterne, obwohl das doch alles sehr begeistert klingt? Im Laufe des Buches hat mich der Stil dann etwas ermüdet. Für mich ist ein Romanformat mit 240 Seiten zu viel des Guten, kürzere Geschichten wären für meinen Geschmack zu dem Format passender.
Aber das ist Geschmackssache, gute Unterhaltung war es auf jeden Fall.

Bewertung vom 07.04.2021
Fülscher, Susanne

Mia und das große Halligalli der Gefühle / Mia Bd.14


ausgezeichnet

Wir mögen die Mia-Reihe total gerne, Mia ist inzwischen dreizehn Jahre jung und total verliebt.

Damit kann unser Mia-Fan noch gar nichts anfangen, sie ist auch noch etwas jünger als Mia, deshalb waren wir sehr gespannt, ob auch der Band 14 wieder so ober-mega-giga-irre-gut ist.
Soll ich es verraten? Ja, das ist er! Denn das große Halligalli der Gefühle hat Mia zwar voll erwischt, aber eben so, wie das mit 13 ist. Das wunderschöne Kribbeln, aber ohne ständiges Herumgeknutsche. Puh, da ist uns ein kleiner Stein vom Herzen gefallen.
Natürlich sind auch Jette, Alina und Leonie wieder dabei. Und Mias Oma, die ist auch so klasse.
Richtig gut gefallen uns die Tagebucheinträge und dass es ziemlich lustig war. Entweder veräppelt Oma Mia oder Mia passieren die peinlichsten Dinge. Außerdem ist Mia einfach Mia, sie kümmert sich und sorgt sich um ihre Freundinnen und ihre Geschwister, das ist richtig schön.

Man merkt in dem Band auch, dass Mia sich verändert, ihre heißgeliebte Schmetterlingssammlung hat gar nicht mehr den Stellenwert; da sind viele kleine Momente, in denen die Veränderung spürbar ist, Mia ist kein kleines Kind mehr und es ist schön, mit ihr zu wachsen.

Ach, wir werden dich vermissen, Mia - und deine ganzen kunterbunten Wortschöpfungen, ob Mr. Rülps oder Schluffiputziknackikakimaus.
Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja doch noch einen Band 15?

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.