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SiWel
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Mönchengladbach

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Insgesamt 1021 Bewertungen
Bewertung vom 11.04.2022
Miss Prickly;Mr. Tan

Das kann nicht gut gehen / Die schreckliche Adele Bd.1


sehr gut

Bei uns sind Comics zwischendurch immer gerne gesehen, vor allem, weil es hier nicht ganz so viel zu lesen gibt und man damit auch die etwas Lesefauleren zum Lesen animieren kann. " Die schreckliche Adele" hat uns da bereits mit dem blauen Cover angesprochen. Der Gesichtsausdruck von Adele hat uns gereizt hier direkt zu lesen. Schnell stellt sich dann auch heraus warum sie die schreckliche Adele heißt. Sie hat wirklich nur Unfug im Kopf, oftmals sogar sehr boshaften Unfug, der nicht unbedingt zum Nachmachen gedacht ist. Ein Comic Buch, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob ich das schon für 7jährige als empfehlenswert frei geben sollte. Einige der Witze gehen schon unter die Gürtellinie, sind makaber und grenzwertig. Ich glaube nicht, dass Kinder in dem Alter sowas schon begreifen.

Adele treibt auf 96 Seiten ihr Unwesen verteilt in verschiedenen kurzen Comics. Jeder Comic ist nur ein oder zwei Seiten lang und beginnt jeweils mit einer Überschrift, die auf die Thematik hinweist.

Ja, Adele ist wirklich ein Pulverfass voller schwarzem Humor und nicht jeder wird es mögen. Die Illustrationen im Comic Style sind allerdings hervorragend gelungen und wir haben uns meistens gut unterhalten gefühlt. Für den Lachmuskel sind die Comics geeignet, zum Nachahmen nicht.

Bewertung vom 10.04.2022
Belhadj, Nadja

Das große Kacka-Buch


ausgezeichnet

Zugegeben, dass Cover und der Kacka Titel sind nicht gerade besonders ansprechend und man mag es lieber nicht in die Hand nehmen. Der Blick auf die Rückseite lohnt sich aber bereits, denn hier wird einem sofort klar, um was für eine Art Buch es sich handelt. Es ist ein recht informatives Sachbuch , welches sich mit den menschlichen und tierischen Ausscheidungen des Darms beschäftigt. Ausscheidungen sind für Mensch und Tier unvermeidbar. Wer weiß aber schon genau warum, weshalb und wieso? Wer hat sich mit diesem Thema schon einmal genauer beschäftigt oder auseinander gesetzt? Unsere Mädels waren sich nicht so sicher, ob sie sich mit dieser Art Thematik wirklich genauer beschäftigen wollten. Nach einem ersten Durchblättern des Buches zeigten sie sich dann allerdings sofort bereit dieses Buch genauer in Augenschein zu nehmen. Wir begegnen hier einem Pinguin, der mit uns zusammen auf eine sehr angenehme Art und Weise auf 48 großformatigen Seiten die faszinierende Welt der Kacke entdeckt. Seite für Seite ist mit wissenswertem und informativem leicht verständlichem Text befüllt, teils im Comic Style und unterstützt von vielen witzigen bunten Illustrationen.

Ein gut gelungenes Sachbuch, das bei uns Groß und Klein begeistern konnte und bei dem mit Sicherheit noch öfters einmal nachgeschlagen wird.

Bewertung vom 09.04.2022
Reider, Katja

Weltbeste kleine Schwester


ausgezeichnet

Als jüngstes Kind mit zwei älteren Geschwistern hat man es nicht leicht. Ständig wird man von allen als Baby behandelt und nie ernst genommen, muss die abgelegten Klamotten und Spielsachen tragen bzw.nutzen. Dann kommt das Wochenende an dem die Eltern zu einem Familientreffen fahren und die Kinder nicht mit wollen. Rosa, ihre Schwester Johanna und ihr Bruder Matti haben für dieses Wochenende ihre eigenen Vorhaben. Rosas Vorhaben scheitert nur leider und es gestaltet sich alles anders als erwartet.

Katja Reider erzählt mit einfühlsamem Schreibstil Rosas Leben als kleine Schwester. Wir hatten bei uns eine ähnliche Konstellation der Geschwisterkinder und ich konnte mir bei vielen Dingen das Schmunzeln echt nicht verkneifen. Selbst mich als Mutter habe ich in einigen Situationen wieder bildhaft vor Augen gehabt. Es ist ziemllich tubulent, sehr lebendig und zeigt am Ende, dass Geschwister schlussendlich doch immer zusammen halten und sich gegenseitig helfen bzw. in Schutz nehmen. Jedes Kapitel startet mit einer Überschrift und einer kleinen schwarz weiß Illustration. Die einfachen Illustrationen passen perfekt zu den Situationen und unterstreichen das Ganze noch perfekt. Uns haben sie auf jeden Fall begeistern können.

Ein herrlich unterhaltsames Buch für die ganze Familie.

Bewertung vom 04.04.2022
Scheller, Anne

Die Superkräfte der Pflanzen


ausgezeichnet

Wer kennt die Superhelden der Natur? Die bekanntesten sind wohl die Brennesseln, denn da weiß jeder wie die sich wehren. Stacheln und Dornen gehören ebenfalls in diesen Bereich. Anne Scheller hat sich in ihrem Buch " Die Superkräfte der Pflanzen " da genauer mit beschäftigt. Wir waren total überrascht, was es für eine bunte Menge an verrückter Superkräften in der Natur doch gibt. Hier bietet sich kleinen und großen Naturforschern eine breite Palette an Potenzial. Uns werden neben jeder Menge Wissenswertem Experimente vorgeschlagen zum Ausprobieren und Nachmachen, zusätzlich finden sich sogar leckere Rezeptvorschläge. Das großformatige Buch bietet auf 48 Seiten eine geballte Ladung an Fachwissen, bunt, witzig, informativ und interessant aufgebaut. Schon das tolle Cover hat uns sofort angesprochen, denn die Pflanzen darauf wirken lustig mit ihren Augenbinden und die Peperoni zieht einen Feuerschweif hinter sich her. Man sieht, es finden sich auch Warnhinweise zu bestimmten Pflanzen. Am Ende des Buches gibt es noch Tipps, wie man die Superkräfte der Pflanzen auf Dauer wirksam schützen kann.
Ein wirklich interessant gestaltetes Sachbuch, empfehlenswert ab 6 Jahren zum Vorlesen, zum Selberlesen für geübte Erstleser, da es doch eine Menge zu lesen auf jeder Seite gibt.

Bewertung vom 29.03.2022
Shepherd, Catherine

Die Rezeptur: Thriller


ausgezeichnet

Endlich geht es wieder in die Stadt Zons am Rhein, wenn auch nur literarisch und in dem neuen Zons Thriller Die Rezeptur von Catherine Shepherd. Hier gibt es wie immer zwei Erzählstränge. In der Gegenwart begebe ich mich mit Kommissar Oliver Bergmann auf die Jagd nach einem perfiden Mörder, der seine Opfer betäubt, in eine Badewanne mit stinkender Flüssigkeit setzt und dann ermordet. Im Zons der Vergangenheit, im Jahr 1503, versucht Bastian Mühlenberg zu klären, wieso plötzlich Mönche vergiftet werden. Wer sind die Mörder und vor allem, wie hängen sie zusaamen? Die Zons Krimis sind mir bereits richtig ans Herz gewachsen und ich liebe es diese zu lesen, hier fühle ich mich sofort heimisch. Der Fall bzw.die Fälle in der Gegenwart sowie die in der Vergangenheit, werden im steten Wechsel erzählt. Das hält natürlich die Spannung extrem hoch und man liest zügig weiter. Auch hier gehen die Geschehnisse rasend voran, Seite für Seite liest sich zügig weg und auch in diesem Fall habe ich wieder keine Ahnung wie alles miteinander zusammen passt. Catherine Shepherd weiß den Leser*in gekonnt an ihr Buch zu fesseln und am Ende mit einem überraschenden, schlüssigen Endergebnis zu punkten.

Wieder ein perfektes, gelungenes, spannendes und interessantes Leseereignis.

Bewertung vom 27.03.2022
Steenken, Stefanie

Der kleine Tigerhase


ausgezeichnet

Der kleine Tigerhase ist ganz unglücklich, denn er sieht anders aus als die anderen Hasen. Seine ganze Familie versucht ihm dabei zu helfen so auszusehen wie die anderen Hasen, aber leider stellt sich damit der erhoffte Erfolg nicht ein. Was soll der kleine Tigerhase nur tun?

Auf wunderschön kindgerechte Art und Weise wird hier schon den kleinsten Kindern deutlich gemacht, das Anderssein doch auch ganz normal ist. Jeder hat schließlich sein eigenes Aussehen und ist eine eigene Persönlichkeit. Stefanie Steenken hat genau diese Thematik mit dem kleinen Tigerhasen gekonnt umgesetzt. Sie zeigt in ihrer Geschichte auf, wie wichtig es ist Mut, Toleranz und Akzeptanz im Leben zu zeigen. Mit ihren Charakteren, die Isabella Flora wunderschön mit bunten Farben zum Leben erweckt hat, verstehen schon die Allerkleinsten, um welche wichtigen Werte es hier geht. Der Text ist für das frühe Alter kurz gehalten und lässt sich gut vorlesen. In der Zeit des Vorlesens kann sich das zuhörende Kind an den eingefügten selbstgemalten Bidern erfreuen. Das Buch hat ein kleines Format, 28 etwas dickere Seiten und ein Hardcover, also perfekt für die kleinen Hände.

Ein tolles Mitbrimgsel, mit dem wir noch öfter unseren Spaß haben werden.

Bewertung vom 26.03.2022
Breukelchen, Tanja

Die Ruhr


ausgezeichnet

Für mich waren die Ruhr und ihre Umgebung bisher eher unbekanntes Terrain. Einige der Dörfer und Städte, die an ihrem Ufer entlang liegen sind mir zwar bekannt, aber eher nur vom Durchfahren oder eben nur um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Tanja Breukelchen schildert in ihrem Buch, wie sich die Ruhr aus Winterberg bis in den Duisburger Binnenhafen ihren Weg bahnt, wie er durch Dörfer und Städte fließt, plätschert und glitzert, mal stärker, mal schwächer schlängelt. Sie erzählt von ihrer Fahrradtour entlang der Ruhr, erzählt von ihren Erlebnissen mit Natur und Mensch, lässt Mythen aufleben und uns an Teile der Geschichte teilhaben. Zusätzlich bietet sie nach jedem Kapitel, es sind insgeamt 7 verschiedene Teiabschnitte, tolle Ausflugstipps sowie Übernachtungsvorschläge.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, informativ, abwechslungsreich und wird unterstützt von zahlreichen bunten Bildern. Es ist ein Taschenbuchformat mit festem Einband und 192 Seiten, also gut geignet zum Mitnehmen.

Für mich sind sogar einige der Ziele als Tagesziele zu bewältigen und bereits vorgemerkt für einen ersten Besuch.

Wer sich für die Ruhr, seinen Ursprung sowie seiner Umgebung interessiert und das nicht nur in einem normalen Reiseführer erleben will, der sollte hier zugreifen.

Bewertung vom 25.03.2022
Schröder, Patricia

Das verzauberte Puppenhaus (Villa Holunder)


ausgezeichnet

Patricia Schröder ist als Kinderbuchautorin bei uns bereits sehr beliebt und einige ihrer Bücher haben es in unser Regal als Dauerbrenner geschafft. Das verzauberte Puppenhaus ist allerdings der Renner. Was macht das Buch so besonders? Zunächst das auffallende Cover mit dem alten Puppenhaus und seinen Bewohnern, dann das Format, die reichhaltigen bunten Illustrationen und natürlich die tolle Geschichte, die sich darin befindet. Selbst der Preis ist für diese aufwendige Gestaltung enorm günstig gehalten, denn die 208 Seiten sind alle gut gefüllt.

Wir treffen hier auf die 10jährige Mia, die zu ihrem Geburtstag ein altes Puppenhaus geschenkt bekommt. Selbstverständlich hatte sie ganz andere Wünsche und reagierte dementsprechend enttäuscht. Allerdings gibt es auch noch einen Brief zu dem Puppenhaus von ihrer verschwundenen Tante Rikka. Es entwickelt sich alles ganz anders als gedacht, denn das Puppenhaus birgt ein Geheimnis.

Obwohl hier ziemlich viel Text auf einer Seite vorhanden ist, was für ein Kinderbuch, dass ab 8 Jahren empfohlen wird, eher ungewöhnlich ist, liest sich die Geschichte zügig. Patricia weiß, wie man es spannend und fließend gestaltet. Die Ckaraktere leben mit und in der Geschichte. Wir hatten gemeinsam unheimlich viel Spaß und haben einige Male total mitgefiebert. Der Spannungsbogen ist extrem hoch und am Ende waren wir sogar noch überrascht, denn wir lagen mit unserem Übeltäter ganz falsch.

So ein tolles Puppenhaus wünschen sich bestimmt nicht nur Kinder.

Bewertung vom 24.03.2022
Ventura, Luca

In einer stillen Bucht / Capri-Krimi Bd.3


ausgezeichnet

Endlich, das Cover verrät wieder einen Capri Krimi vom Feinsten. Luca Ventura, ist ein Pseudonym und lebt am Golf von Neapel. In einer stillen Bucht ist bereits der dritte Band aus dieser Krimi Reihe erschienen im Diogenes Verlag. Ich habe mich bereits auf ein Wiedersehen mit dem Inselpolizisten Enrico Rizzi und seiner nach Capri strafversetzten Kollegin Cirillo gefreut. Den Spielort Capri und Neapel mag und kenne ich. Also ein perfektes Buch für mich und einige schöne Lesestunden. Das Wetter passt momentan ebenso zu dem Urlaubsflair, der in dem Buch neben einem Mord reichlich gegeben ist. Enrico Rizzi würde sich momentan eigentlich lieber um seine Gemüsegärten kümmern, denn es herrscht dort gerade Hochsaison. Doch wie sollte es anders sein, es wird ihm ein Mord mitgeteilt. Maria Grifa, die Leiterin des Konservatoriums in Neapel wurde tot in einem Koffer aufgefunden. Wer hat sie ermordet, warum und weshalb? Rizzi und Cirillo gehen diesen Fragen nach.
Beide Charaktere sind sehr authentisch. Es wird ausser Ermittlungsarbeit viel aus ihrem Privatleben vermittelt, was für mich alles noch interessanter erscheinen lässt.
Auch hier gefällt mir wieder, dass das Buch neben einem Mordfall hauptsächlich atmosphärische Landschaftsbilder mit Worten zaubert. Man sitzt im heimischen Garten, wandert aber in Gedanken durch das ruhige Capri oder befindet sich plötzlich wieder im lauten Neapel. Luca Ventura liebt diese Gegend selber und das merkt man in dem Buch auf jeder Seite. Bereits beim ersten Umschlagen des Buches und mein Blick auf die Landkarte fiel, war ich sofort wieder in meinem Urlaubsort gefangen.
Wer ruhige Krimis mit viel Lokalkolorit mag, der ist in dem Buch bestens aufgehoben und wird schöne Stunden damit verbringen können.