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hapedah

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Insgesamt 773 Bewertungen
Bewertung vom 22.01.2021
Wambach, Leni

Befreite der Dunkelheit / Elfenmal Bd.2 (eBook, ePUB)


sehr gut

Nachdem sich Neia am Hafen von Elys trennen musste, bringen die Fluchelfen sie und Mirri an den Drachenhof, der allen Elfen und Fluchelfen eine Heimat bietet, von der die Menschen nichts wissen. Hier ist Neia erstmals keine Ausgestoßene, sondern unter Ihresgleichen und sie lernt nicht nur die verschiedenen Arten der Elfenmagie kennen, sondern trainiert auch ihre eigenen Fähigkeiten. Elys dagegen kehrt nach Kentan zurück und beobachtet mit Schrecken die Entwicklung in der Bevölkerung der Hauptstadt. Schon bald werden die Elfen von den Menschen der Hafenstadt Mobrid um Hilfe gebeten, denn die anstehende Bedrohung betrifft alle Völker.

"Elfenmal 2: Befreite der Dunkelheit" ist der zweite Teil von Leni Wambachs fantastischer Trilogie und wie schon den Vorgänger habe ich die Geschichte gern gelesen. Neia, ihre Freundin Mirri und Elys waren mir schon im ersten Band sympathisch, so habe ich auch in diesem Buch mit ihnen gefühlt. Dazu kamen einige neue Figuren, hauptsächlich aus dem Volk der Fluchelfen, die ich ebenfalls gemocht habe. Den Schreibstil empfand ich wieder als sehr angenehm und die Geschichte hat genügend Spannung mit sich gebracht, damit ich mich ausgezeichnet unterhalten gefühlt habe.

Neia konnte sich in dieser Geschichte entfalten, unter vielen anderen Fluchelfen war sie keine Ausgestoßene mehr, sondern ein Mitglied der Gemeinschaft, so konnte sie auch ihre Fähigkeiten besser kennen lernen und neue Beziehungen knüpfen. Doch obwohl die Autorin durchaus Neias emotionale Unsicherheit gegenüber der Vergangenheit mit Elys und der Bereitschaft für eine andere Beziehung thematisiert hat, fand ich auch hier die Figuren nicht tiefgründig genug vorgestellt. Und natürlich endet das Buch wieder mit einem Cliffhanger, damit die Spannung auf den dritten Band erhalten bleibt. Alles in Allem bietet die Geschichte solide, fantasievolle Unterhaltung, die ich gern weiter empfehle - unabdingbar ist es dafür, zunächst den ersten Band zu kennen, da die Handlung fortlaufend erzählt wird.

Fazit: Wie schon der Vorgänger bietet auch der zweite Band von "Elfenmal" solide Unterhaltung für Freunde romantisch angehauchter Fantasy. Dafür gebe ich gern eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 21.01.2021
Hill, Will

After the Fire - Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2021


ausgezeichnet

Die siebzehnjährige Moonbeam gehört zu den wenigen Kindern und Jugendlichen, die den Brand und die Schießerei auf der Farm der Gotteslegion überlebt haben. Einem Psychologen soll sie ihre Erlebnisse schildern, später kommt auch ein FBI-Agent dazu. Moonbeam ist in dem Glauben erzogen worden, dass die Welt außerhalb ihrer religiösen Gemeinschaft böse ist und staatliche Organe der Schlange dienen, doch nach und nach öffnet sie sich und erzählt aus ihrer Vergangenheit. Bis auf eine Sache, die sie sehr belastet, von der sie aber glaubt, es niemals jemandem sagen zu dürfen.....

"After the Fire" von Will Hill ist ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und unter Spannung gehalten hat. Eigentlich wollte ich ja nur mal kurz rein lesen - nach ca. 80 Seiten war mir klar, dass das nicht wirklich funktioniert hat. Die Geschichte wird aus Moonbeams Sicht erzählt, so dass ich mich sofort in die Protagonistin hinein versetzen konnte. Beginnend mit dem Tag des Brandes, unterteilt sich die Erzählung in DAVOR und DANACH, nur langsam hat sich das Bild des Geschehens vor mir entfaltet. Und obwohl die Ereignisse in beiden Zeitebenen eher ruhig erzählt werden, konnte ich das Buch bis zur letzten Zeile kaum aus der Hand legen.

Besonders erschüttert hat mich das Wissen, dass Moonbeam und die Gotteslegionäre zwar in einer fiktiven Geschichte agieren, der Autor sich beim Schreiben aber an ein reales Ereignis angelehnt hat, das sich vor über 25 Jahren in Texas zutrug und bei dem viele Anhänger der Branch Davidians ihr Leben verloren. Eindringlich und intensiv zeigt er anhand der erdachten Figur Moonbeam, auf welch perfide Weise selbst ernannte Propheten ihre Gefolgsleute manipulieren und wie Spinnen nach und nach in ihren Netzen einfangen, die die Gläubigen immer enger umschließen, bis diese sich nicht mehr aus der Abhängigkeit der Sekte befreien können.

Die Protagonistin ist intelligent und durchaus auch wortgewandt beschrieben, dennoch hatte sie - selbst nach der Verbannung ihrer Mutter aus der Gotteslegion und dem Verlust des eigenen Glaubens - keine Möglichkeit, die mit Stacheldraht eingezäunte Farm zu verlassen. Und auch DANACH hört sie noch die Stimme von Father John in ihrem Kopf, der ihr verbieten will, über die Ereignisse zu berichten. Ihre Geschichte hat mich bewegt und emotional beeindruckt, dieses Buch hallt in mir nach, so dass ich dafür eine unbedingte Leseempfehlung ausspreche!

Fazit: Was für eine Geschichte! Selbst ohne das Wissen, dass Will Hill für die fiktive Erzählung von einem realen Ereignis inspiriert wurde, hätte mich das Buch emotional mit genommen und bedrückt - so ist mein Empfinden und Entsetzen um so intensiver. Ich gebe eine unbedingte Leseempfehlung.

Bewertung vom 20.01.2021
Lyons, Jenn

Der Name aller Dinge / Drachengesänge Bd.2 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

In einem joratischen Gasthaus trifft Kihrin endlich auf die faszinierende Frau, der er schon in der Nachwelt begegnet ist - obwohl er sich inzwischen nicht mehr daran erinnert. Janel Theranon möchte ihn dafür gewinnen, gemeinsam mit ihr einen Drachen zu töten, denn sie haben in Relos Var einen gemeinsamen Feind, der alles daran setzt, eine uralte Prophezeiung über diesen Drachen real werden zu lassen.....

"Der Name aller Dinge" von Jenn Lyons ist der zweite Teil der Trilogie "Drachengesänge", zum Verständnis ist es meiner Meinung nach unabdingbar, zuvor Band eins "Der Untergang der Könige" gelesen zu haben. Und wie schon jener Vorgängerband, hat mich auch dieser fantastische Roman von er ersten Seite an gefesselt und bis zum Ende nicht wieder los gelassen. Den Schreibstil der Autorin habe ich auch dieses Mal wieder als äußerst fantasievoll, spannungsgeladen, kreativ, faszinierend und komplex empfunden.

Ähnlich wie in ihrem ersten Roman aus dieser Reihe, wird ein Großteil der Ereignisse in Vergangenheitsform abwechselnd von zwei Personen nach erzählt, bevor die Handlung schließlich in das Finale mündet, das sich in der Gegenwart abspielt. Den Rahmen der Geschichte bildet wieder die Aufzeichnung einer weiteren Person, die das Geschehen für ihren Dienstherrn nieder schreibt - und ebenso wie Thurvishar D´Lorus im ersten Buch nicht mit Fußnoten spart, die ihre persönliche Meinung zum jeweiligen Abschnitt verdeutlichen. Dieses Mal habe ich mir die Zeit genommen, zu den jeweiligen Fußnoten zu springen, die es zwar zum Verständnis nicht zwingend gebraucht hätte, mir aber ein umfassenderes Bild von Senera geliefert haben, die ansonsten nur aus der Sicht der beiden Erzähler beschrieben war. Die von Janel und Bruder Qaun erzählten Abenteuer sind im aktuellen Buch fortlaufend geschildert, was für manchen Leser sicher einfacher zu verstehen ist, als der Wechsel zwischen zwei Zeitebenen im Vorgänger.

Zu Beginn sind Kihrin und Stern die einzigen vertrauten Personen in der Geschichte, neben Janel und Qaun werden noch einige weitere Figuren eingeführt, die im Verlauf keine ganz unbedeutende Rolle spielen werden. Kihrin wird somit in einem Großteil des Buches eher als Randfigur behandelt, Protagonist*in des zweiten Bandes ist ganz eindeutig Janel. Und da sie beinahe ihr ganzes Leben in Jorat verbracht hat, wird auch dieses Land mit seinen Gebräuchen sehr umfassend vorgestellt, Jenn Lyons hat hier erneut bewiesen, dass ihre Fantasie keine Grenzen hat und mich damit sehr bezaubert.

Nach und nach hat sich beim Lesen dann ein Gefühl von Vertrautheit eingestellt, denn Janels Geschichte in der Nacherzählung spielt nicht nur im selben Zeitraum wie Kihrins und Klaues Bericht in "Der Untergang der Könige", es tauchen auch immer wieder Figuren auf, die auch im ersten Band agiert haben. Damit zeigen sich immer mehr Verbindungen zwischen Janels und Kihrins Leben, was mich jedes Mal aufs Neue erfreut hat. Insgesamt betrachtet ist auch der zweite Teil der "Drachengesänge" eines meiner Lesehighlights des Jahres geworden und ich empfehle diesen Roman - und seinen Vorgänger - mit Freude weiter!

Fazit: Auch mit dem zweiten Band ihrer Trilogie ist es der Autorin gelungen, mich zu begeistern und zu faszinieren, für die komplexe, farbenfrohe und äußerst fantasievolle Geschichte gebe ich gern eine Leseempfehlung - natürlich nach Kenntnis des Vorgängerbandes!

Bewertung vom 18.01.2021
Schaumburg, Sara C.

Bote des Lichts


gut

Anna ist sechzehn Jahre alt, macht zum ersten mal ohne ihre Eltern Urlaub an der Nordsee und genießt die Freiheit sehr. Denn nach dem Ende der Ferien wartet die stressige Vorbereitung auf das Abitur und auch darüber hinaus scheint Annas Leben bereits fest verplant zu sein, soll sie doch eines Tages die erfolgreiche Firma ihres Vaters weiter führen.

Schon in der ersten Nacht im Hotel hört Anna seltsame, gruselige Geräusche, tagsüber läuft ihr immer wieder ein Junge mit auffällig blauen Augen über den Weg. Er scheint ein Geheimnis zu verbergen, dem Anna unbedingt auf den Grund gehen möchte, ohne zu ahnen, wie sehr es ihr eigenes Leben beeinflussen wird.

"Bote des Lichts" ist das zweite Buch, das ich von der Autorin Sara C. Schaumburg gelesen habe und es ist mir dieses mal schwer gefallen, mich auf eine Sternebewertung fest zu legen. Das liegt besonders an der ersten Hälfte der Geschichte, in der Anna ständig rätseln muss, welches Geheimnis der Junge hat und was der Bote denn nun wirklich von ihr erwartet. Immer wenn sie ein winziges Detail erfährt, endet das jeweilige Kapitel mit Sätzen wie "Das kann ich dir jetzt noch nicht sagen" - was sicherlich gedacht ist, Spannung zu erzeugen, mich aber beim Lesen immer wieder genervt hat.

Dabei ist Anna eine sympathische Protagonistin, auch die anderen Figuren habe ich gemocht, selbst wenn ich mir stellenweise etwas mehr Tiefgang gewünscht hätte (gerade Tina fand ich für ihre Rolle in der Handlung zu oberflächlich umrissen). Mit Kim bin ich erst nach und nach warm geworden, so wie auch Anna ihm nur in kleinen Schritten näher kommen kann. In der zweiten Buchhälfte wird das traurige Geheimnis gelüftet und die Geschichte wird sehr emotional. Ab da hatte mich die Spannung auch gepackt und ich konnte das Buch bis zum Ende nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil in diesem Abschnitt ist fesselnd und berührend, hier zeigt Sara C. Schaumburg, dass sie es kann - umso weniger verstehe ich da den lang gezogenen Hickhack in den ersten Kapiteln.

Fazit: Ab der zweiten Buchhälfte hat die Geschichte alles, was sich der Leser wünschen kann, Spannung, Tiefgang und emotionales Drama, trotz des traurigen Verlaufs schimmert auch einiges an Hoffnung durch. Doch der Anfang hat sich für mich schleppend gestaltet, so dass ich die Geschichte mit drei von fünf Sternen bewerte.

Bewertung vom 11.01.2021
Pust, Justine

Strip this Heart (eBook, ePUB)


sehr gut

Brooke träumt davon, an einem Ivy League College angenommen zu werden, bis dahin wohnt sie vorübergehend bei ihrer besten Freundin Justine in Chicago. Doch ausgerechnet auf Justines Junggesellinnenabschied trifft sie den Stripper Nate, zu dem sich Brooke sofort hin gezogen fühlt. Auch Nate ist fasziniert von der introvertierten jungen Frau und in gemächlichem Tempo entwickelt sich einen wunderbare Romanze, die Brooke an ihrem Zukunftsplänen zweifeln lässt.

"Strip this Heart" von Justine Pust ist eine wirklich nette Liebesgeschichte, die sich erst nach und nach entfaltet. Beide Protagonisten sind sympathisch beschrieben, Nate ist stellenweise ebenso zurück haltend wie Brooke und es hat mir gut gefallen, die zarte Annäherung, aber auch die Unsicherheiten der Figuren mit zu erleben. Auch ihre Freunde sind mir beim Lesen schnell ans Herz gewachsen und haben den Gesamteindruck positiv abgerundet. Der Schreibstil war angenehm, so dass die Seiten nur so dahin geglitten sind. Die Geschichte hat mich gut unterhalten, wenn natürlich auch einige Klischees enthalten waren. Insgesamt eine leichte und lockere Lektüre, die schnell gelesen ist, bei mir allerdings keinen tieferen Eindruck hinterlassen hat. Dennoch gebe ich eine Leseempfehlung an alle Freunde romantischer Literatur.

Fazit: Die Liebesgeschichte bringt sympathische Protagonisten und einen angenehmen Schreibstil mit, hinterlässt meiner Meinung nach aber keinen bleibenden Eindruck. Dennoch hatte ich einige entspannte Lesestunden und empfehle das Buch gern weiter.

Bewertung vom 06.01.2021
O'Barr, James

The Crow - Ultimate Edition


ausgezeichnet

Ein Jahr nachdem Eric und seine Verlobte Shelly ermordet wurden, steht er von den Toten auf, um diese grausame Tat zu rächen. Wiedererweckt von einer Krähe und unverwundbar streift Eric durch die düsteren Viertel der Stadt und tötet in brutalen Gewaltexzessen die Mörder und Vergewaltiger seiner verlorenen Liebe.

"The Crow: Ultimate Edition" von James O´Barr ist ein bildgewaltiges, intensives und düsteres Kunstwerk, das nach über 25 Jahren zum ersten mal wieder auf dem deutschen Markt erschienen ist. Neu übersetzt von Jano Rohleder enthält dieser Sammelband außerdem 30 Seiten, die im Original aus produktionstechnischen Gründen nicht mit erschienen waren - von James O´Barr in der originalen Technik restauriert.

Der Autor verarbeitet in diesem Werk seinen eigenen Verlust, gemeinsam mit Eric musste er erst im Lauf der Jahre zur Einsicht gelangen, dass er nur Frieden finden wird, wenn er sich selbst vergibt. Den damit verbundenen emotionalen Prozess schildert James O´Barr im Vorwort des vorliegenden Sammelbandes und lässt den Leser damit erstmalig an seinem Schmerz teilhaben. Diesen Schmerz und die damit einher gehende Wut drückt er in jeder Seite seines Comics aus und ich habe es von Anfang bis Ende mit empfunden. Erics Geschichte wird auf vielen Seiten in harten, dunklen Tuschezeichnungen in Szene gesetzt, dazwischen erinnert der Protagonist sich an die glücklichen Zeiten mit seiner Shelly, diese Einblendungen sind mit sanften, anmutigen Bleistiftbildern dargestellt.

Vor ca. 25 Jahren habe ich die Verfilmung von "The Crow" im Kino gesehen und war emotional heftig bewegt, mitgerissen und beeindruckt - genau diese Empfindungen hat auch das Comic-Buch wieder bei mir hervor gerufen. Düster, intensiv, tragisch, bildgewaltig, brutal, sanft, schmerzerfüllt - die Liste der Adjektive, mit denen ich das Buch beschreiben möchte, scheint endlos lang zu sein. Diese Auflage des Kult-Comics ist ein Meisterwerk, von dem ich mir nicht vorstellen kann, dass es auch nur einen seiner Leser unberührt lässt. Mich hat es an Erics Seite in jede emotionale Höhe und Tiefe mit gerissen, seine grenzenlose Wut habe ich mit der selben Intensität empfunden, wie seine tiefe Liebe zu Shelly und den unfassbaren Schmerz über ihren Verlust. Wen diese Geschichte kalt lässt, der kann kein Herz haben. Daher gebe ich für dieses Kunstwerk eine unbedingte Leseempfehlung.

Fazit. In überwiegend düsteren und einigen zarten Bildern erzählt James O´Barr auf berührende Weise die Geschichte von Eric, der von einer Krähe ins Leben zurück gebracht wird, um den Mord an sich selbst und seiner Verlobten zu rächen. Die Gesamtauflage ist ein wunderschönes, finsteres und emotionales Kunstwerk, dass ich jedem ans Herz lege.

Bewertung vom 06.01.2021
Neeley, Robyn

Sweet like you / Honey Springs Bd.1


ausgezeichnet

Als Cassie die Einladung zur Testamentseröffnung ihrer verstorbenen Tante Etta erhält, glaubt sie, die Angelegenheit in ein bis zwei Tagen hinter sich bringen zu können. Denn sie arbeitet in New York sehr erfolgreich in einer Werbeagentur und steht kurz vor der Beförderung, für die sie noch einen wichtigen Pitch vorzubereiten hat. Doch angekommen im Städtchen Honey Springs erfährt Cassie nicht nur, dass sie Ettas Bienenfarm geerbt hat, sondern soll auch für die nächsten drei Wochen deren Posten als Bürgermeisterin übernehmen. Außerdem trifft sie hier wieder auf ihre Jugendliebe Nick, der Cassies Herz nach all der Zeit immer noch zum Rasen bringt......

"Sweet like you" von Robin Neeley ist eine Liebesgeschichte, die so süß ist, wie der Honig, um den sich alles in der kalifornischen Kleinstadt Honey Springs dreht. Cassie ist eine sympathische Protagonistin, die sich nach anfänglichem Wiederstreben gut in die ländliche Atmosphäre einfindet und sich auch den Leuten stellt, die sie für eine überhebliche Großstadtzicke halten. Auch Nick war mir schnell ans Herz gewachsen, stellenweise schien er beinahe zu gut um wahr zu sein. Der Hintergrund stellt ein typisch amerikanisches Kleinstadtmilieu dar, manche der Vorgänge schienen ziemlich verrückt zu sein (z.B. die "Vererbung" des Bürgermeisteramtes an die nächste Verwandte), aber ganz ehrlich, bei den Amerikanern wundert mich kaum noch etwas, daher kann ich mir ein solches Szenario durchaus vorstellen.

Die Beschreibung des Settings war sehr umfassend und detailreich, auch die Figuren in Honey Springs waren liebevoll und anschaulich dargestellt, so dass ich schnell in der idyllischen Buchwelt eingetaucht war. Der Schreibstil hat mich nur so durch die Seiten gleiten lassen, der gesamte Roman hat eine behagliche Wohlfühlatmosphäre geschaffen - und dazu noch Appetit auf Honig geweckt. Für Freunde romantischer Liebesgeschichten gebe ich gern eine Leseempfehlung und freue mich auf die Fortsetzung, die sich um ein weiteres Paar aus Honey Springs drehen wird.

Fazit: Eine Romanze so süß und zart gleitend, wie der Honig, den Cassies Tante Etta sehr geliebt hat. Die Atmosphäre in der kalifornischen Kleinstadt lädt zum Wohlfühlen ein und hat mir einige angenehme Lesestunden bereitet, deshalb empfehle ich den Roman gern weiter.

Bewertung vom 05.01.2021
May, Isabell

Die dunkle Seite der Sonne / Shadow Tales Bd.2 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Nachdem Lelani ihre Mutter Ashwind aus dem Sonnenturm befreien konnte, geht es nun darum, Serpia zu entmachten und die rechtmäßige High Lady auf den Thron zu bringen. Um ins Schloss zu gelangen, erhofft sich Lelani Hilfe eines Schattengängers und begibt sich mit Haze und dem gefangenen Kyran nach Kuraigan auf die Suche nach dem geheimnisvollen Fremden. Dabei muss sie sich nicht nur mit den äußeren Gefahren, sondern auch mit den gegensätzlichen Magien in ihrem Inneren auseinander setzen. Auch ihrer Gefühle für die beiden Männer ist sie sich nicht sicher, trotz Kyrans Verrat fühlt sich Lelani immer noch vom Sohn des Mondlords angezogen.

"Shadow Tales - Die dunkle Seite der Sonne" von Isabell May ist eine märchenhaft angehauchte Fantasy-Geschichte, die ich von der ersten bis zur letzten Seite durchgesuchtet habe. Es handelt sich hier um den Zweiten Teil einer Dilogie, zum Verständnis sollte zunächst unbedingt der erste Teil (Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde) gelesen werden. Wie schon im Band eins war mir die Protagonistin Lelani sehr sympathisch, auch wenn sie sich immer noch ein wenig unbedarft durch ihre magische Welt bewegt. Sie ist noch sehr jung und hatte bevor ihr magisches Abenteuer begann in einem abgeschiedenen Dorf gelebt, so hat es mich nicht gewundert, dass sie unerfahren und mit wenig Argwohn denkt und handelt.

Den Schreibstil habe ich ebenfalls schon im Vorgängerbuch sehr gemocht, die Seiten sind nur so dahin geflogen und auch über mangelnde Spannung in der Handlung kann ich nicht klagen, Einige märchenhafte Elemente ergänzen das fantasievolle Setting, während im ersten Band einige Parallelen zu Schneewittchen gezogen wurden, war es dieses mal eine versteckte Anspielung auf Dornröschen. Alles in Allem hatte ich mit der fantastischen Geschichte einige sehr schöne Lesestunden und empfehle sie gerne weiter.

Fazit: Auch der zweite Teil von Lelanis fantastischem Abenteuer, der auch das Ende der Dilogie darstellt, hat mich schnell in seinen Bann gezogen und gefesselt. Dafür spreche ich gern eine Leseempfehlung an alle Freunde fantastischer Literatur aus.

Bewertung vom 04.01.2021
Imboden, Blanca

Drei Frauen im Schnee (eBook, ePUB)


sehr gut

Alle Jahre wieder......hat Sonja wenig Freude an den Vorbereitungen des Weihnachtsfestes. Denn sie lebt mit Mann und Töchtern im Haus der Schwiegermutter, die sich ehern an jede althergebrachte Tradition klammert, doch Sonja nimmt sich fest vor, dass in diesem Jahr einiges anders werden soll. Außerdem plant sie, frischen Wind in die ermüdete Beziehung zu ihrem Ehemann zu bringen. Doch es kommt ganz anders und Sonja verlässt in der heiligen Nacht das Haus - um überraschend zwei neue Freundinnen zu finden. Als dann in der Silvesternacht ihre Welt beinahe zusammen bricht, flüchtet Sonja zu ihren neuen Freundinnen in ein verschneites Berghotel.....

"Drei Frauen im Schnee" von Bianca Imboden ist eine wunderbar geschriebene Weihnachtsgeschichte, die mir einige angenehme Lesestunden beschert hat. In Sonjas Alltag ereignen sich viele Kleinigkeiten, in denen auch ich mich wieder finden konnte, The same procedure as every year... wer kennt das nicht? Protagonistin Sonja ist eine sympathische Frau, in die ich mich gut hinein versetzen konnte. Die teilweise skurrilen Begebenheiten rund um das familiäre Weihnachtsfest haben mir mehr als einmal ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und die Geschichte hat mich schnell gefesselt. Dabei hat mir die sich entwickelnde Freundschaft zwischen den Frauen besonders gut gefallen, alle drei helfen einander und verbessern damit ihrer aller Leben. Neben den humorvollen Episoden kommen auch die individuellen Probleme der Freundinnen zum Tragen und regen zum Nachdenken an. Wie es sich für eine gute Weihnachtsgeschichte gehört, kommt es zu einem versöhnlichen Ende, wobei mir die plötzliche Auflösung manches Problems doch leicht übertrieben erschien. Dennoch fand ich die Lektüre sehr angenehm und spreche dafür gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Eine wunderbare Weihnachtsgeschichte, die Humor, stellenweise aber auch Nachdenklichkeit mitbringt, für mich war es ein sehr angenehmes Leseerlebnis und ich empfehle die Geschichte gern weiter.