Benutzer
Benutzername: 
leseratte1310
Wohnort: 
Niederrhein
Buchflüsterer: 

Bewertungen

Insgesamt 3670 Bewertungen
Bewertung vom 01.08.2022
Mccreight, Kimberly

Freunde. Für immer. (eBook, ePUB)


sehr gut

Die Freunde Jonathan, Derrick, Keith, Stephanie und Maeve treffen sich im Wochenendhaus von Jonathan in den Catskill Mountains, um seinen Junggesellenabschied zu feiern. Zehn Jahre zuvor nahm sich ihre Freundin Alice das Leben. Doch dann verschwinden Keith und Derrick und die Polizei findet ihren Wagen und darin eine Leiche mit einem zertrümmerten Gesicht. Hat das etwas mit der Vergangenheit zu tun? Detective Julia Scutt wird bei den Ermittlungen ebenfalls mit der Vergangenheit konfrontiert, denn ihre Schwester starb unter ähnlichen Bedingungen, während ihre Freundin verschwunden blieb.
Die Autorin Kimberly McCreight hat mich mit ihrem Roman „Eine perfekte Ehe“ gefesselt und so war ich auch auf dieses Buch sehr gespannt. Die Geschichte ist wieder spannend und doch hat mich der Roman nicht so überzeugt wie seinerzeit „Eine perfekte Ehe“.
Erzählt wird diese Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven und man fragt sich, welche Darstellung und Erinnerung der Wirklichkeit entspricht. Außerdem wird nicht chronologisch erzählt.
Die Charaktere sind gut dargestellt, aber die Freunde waren mir nicht sympathisch. Sie waren zu College-Zeiten einmal gute Freunde, doch der Tod von Alice ist gekommen. Was ist damals wirklich geschehen? Alle haben ihre Geheimnisse und ihre Schwächen und unterschwellige Konflikte in der Gruppe kochen immer mehr hoch, was durch weitere Personen noch verstärkt wird. Aber auch für Julia ist es nicht ganz einfach, denn es scheint als würde zwischen ihrer Vergangenheit und der Geschichte zwischen den Freunden einen Zusammenhang geben.
Die Freunde treffen sich zu einer Feier, doch von Anfang an herrscht eine düstere Atmosphäre. Man spürt, dass da etwa lauert, was an die Oberfläche will. So nach und nach setzen sich die einzelnen Teile zu einem Gesamtbild zusammen.
Es ist eine spannende und packende Geschichte mit überraschenden Twists, doch das Ende konnte mich nicht überraschen.

Bewertung vom 31.07.2022
Groß, Gabriela

Der Ruf einer neuen Zeit / Das Goldblütenhaus Bd.1 (eBook, ePUB)


sehr gut

Das Kosmetikunternehmen Glanz wurde von Alfons Glanz gegründet und ist durch seine Goldblütencreme berühmt geworden. Inzwischen führt die Enkelgeneration das Unternehmen. Als ein Jubiläum ansteht, soll das mit einer Firmenchronik gewürdigt werden. Doch damit deckt Leonie Glanz ein Stück Vergangenheit auf, welches ihre Großmutter Hedi gerne vergessen hätte. Als Alexander Glanz durch einen Unfall stirbt, tauch Leonies Jugendliebe Michael wieder auf. Damals ging ihre Beziehung unter dramatischen Umständen zu Ende und es konnte kein klärendes Gespräch stattfinden.
Es handelt sich um den ersten Band der Goldblüten-Saga. Erzählt wird die Geschichte in diesem Band im Wesentlichen aus der Sicht von Leonie Glanz. Der Schreibstil liest sich schön flüssig, auch wenn mir manches doch zu detailliert beschrieben wurde. Dennoch hat mich diese Familiengeschichte gepackt.
Die Charaktere sind gut und authentisch beschrieben. Alexander Glanz stirbt bei einem Sturz aus dem Fenster, was zu Spekulationen darüber führt, ob es ein Unfall oder Suizid war. Leonie und ihre Zwillingsschwester Ella übernehmen die Führung der Firma. Leonie stürzt sich in die Arbeit und bringt damit ihre Ehe in Gefahr. Als Michael auftaucht und sie endlich darüber sprechen können, warum ihre Beziehung in die Brüche ging, stellt das Leonie vor weitere Herausforderungen. Ihre Großmutter Hedi hütet seit langem ein Geheimnis, welches sie gerne im Dunkeln gelassen hätte.
Mir hat diese Familiengeschichte gut gefallen und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Bewertung vom 31.07.2022
Mattfeldt, Petra

München 72 - Der Tag, an dem die Spiele stillstanden.


ausgezeichnet

Die Olympischen Sommerspiele 1972 in München sollten heitere und unbeschwerte Spiele werden. Daher war die Polizei im olympischen Dorf auch nicht bewaffnet. Man wollte vergessen machen, unter welchen Umständen die letzten Olympischen Spiele in Deutschland stattgefunden hatten. Der Polizeipsychologe hatte eine Reihe von Szenarien aufgezeichnet, was passieren könnte. Doch die führenden Personen wischten diese Bedenken beiseite, nichts sollte die freudige und unbekümmerte Stimmung stören und so konnte das Schreckliche geschehen.
Ich kann mich noch erinnern, wie erschüttert wir alle waren, nachdem wir erfahren haben, was dort geschehen war. Die Autorin Petra Mattfeldt greift dieses Thema auf und erzählt anhand von unterschiedlichen fiktiven Charakteren, die aber auf realen Personen beruhen, wie es zu dem Anschlag kommen konnte. Sie erzählt einfühlsam und packend.
Die neunzehnjährige Bogenschützin Angelika Nowak aus Leipzig hat es geschafft. Sie darf dabei sein und ist von der Atmosphäre in München beeindruckt. Sie möchte so viel erleben, steht aber unter ständiger Kontrolle ihres Co-Trainers. Als sie den achtzehnjährigen Roman Gagarin, einen Ringer aus der israelischen Mannschaft, kennenlernt und sich mit ihm anfreundet, wird ihr der Umgang verboten. Angelika denkt plötzlich kritischer über das Leben in der DDR und überlegt, sich abzusetzen. Der Polizist Manfred Hofmann genießt die Zeit im Dorf, sorgt sich aber um die Sicherheit. Auch der Journalist Robert Goldmann, der die israelische Mannschaft betreut, eckt bei seinem Redakteur an, weil sein kritischer Artikel nicht zum gewünschten Image der Spiele passt. Der Palästinenser Djamal Rahman glaubt den Geschichten, die er gehört hat. Für sich selbst sieht er keine Zukunft und ist froh, dass er für eine besondere Aufgabe ausgewählt wurde, um seinem Land zu helfen. Er ist bereit, alles zu tun, was ihm gesagt wird.
Dann geschieht das, was nie hätte passieren dürfen. Es ist erschreckend, wie unvorbereitet die Polizei damals von der Geiselnahme überrascht wurde. Man hatte es nicht sehen wollen und war der Sache dann nicht gewachsen. Dazu war man dann auch noch zu stolz, um die von Israel angebotene Hilfe anzunehmen. Durch das dilettantische Vorgehen kam es zur Katastrophe und viele Menschen starben.
Erst nachdem das alles geschehen ist, hat man sich entschlossen, die GSG9 zu gründen, um für solche und ähnliche Fälle gerüstet zu sein.
Es ist ein bewegender und erschütternder Roman, der einen so schnell nicht loslässt. Ich kann ihn nur empfehlen.

Bewertung vom 30.07.2022
Uliczka, Rolf

Surfermord in Neuharlingersiel. Ostfrieslandkrimi


ausgezeichnet

Theo Thönes sollte als Immobiliengutachter vor Gericht aussagen, doch er ist nicht erschienen. Sein Mandant Ingo Bauhagen ist daher sauer und sucht Theo, der jede freie Minute mit Kitesurfen verbringt, auf dem Campingplatz auf. Doch seinen Frust kann er nicht mehr loswerden, denn Theo wurde erdrosselt. Dieses Mal muss Nina Jürgens die Ermittlungen leiten, da Bert Linnig noch in der Reha ist. Thönes hatte sich in seinem Job nicht nur Freunde gemacht. Auch seine Ex-Frau hatte genügend Gründe, sich von ihm zu trennen. Mit seinem Imponiergehabe beim Surfen ist er angeeckt, und außerdem könnten seine Frauengeschichten eine Rolle spielen, denn sein letztes Date „Isi“ ist verschwunden. Es gibt also eine Menge Hinweise, denen nachgegangen werden muss.
Auch bei diesem 15. Band aus der Reihe „Die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens ermitteln“ geht es wieder spannend zu. Auch dieses Mal habe ich gerne in Ostfriesland mitermittelt.
Sein letzter Fall hat Bert Linnig beinahe das Leben gekostet und nun muss er noch seine Reha hinter sich bringen. Das fällt ihm nicht leicht, aber Nina ist ja eine fähige Kommissarin und vertritt ihn gut. Das Team arbeitet ja auch Hand in Hand und jeder kann sich auf den anderen verlassen. Auch Lars, der das Team vorübergehend verstärkt, passt gut dazu. Aber in diesem Fall haben sie viel zu tun, denn es gibt eine Menge sehr unterschiedlicher Hinweise. Sogar Kerstin Heese von der Abteilung Wirtschaftskriminalität muss hinzugezogen werden.
Es ist ein spannender Kriminalfall, der einen beim Lesen immer neue Wendungen präsentiert, so dass man sich nicht sicher sein kann, was nun Sache ist. Am Ende löst sich alles schlüssig, aber auch überraschend auf.
Mir hat es wieder viel Spaß gemacht, in Ostfriesland mit zu ermitteln.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.07.2022
Seemayer, Karin

Der Himmel über Amerika - Leahs Traum


ausgezeichnet

Es sind gut hundert Jahre vergangen, seit sich die Ammanleit von Deutschland nach Amerika aufmachten. Sie haben sich in der Gegen um Jacobstown eingerichtet. Leah Hochleitner möchte ihre Rumspringa abseits ihrer Gemeinschaft verbringen und hat Mühe ihren strengen Vater davon zu überzeugen, dass sie bei ihrer Tante Rachel in Jacobstown gut aufgehoben ist. Sie hilft dort im Laden und kann sich mit ihrer Freundin Grace, einer „Englischen“, treffen. So lernt sie Richard Bellamy und seine Schwester Lillian kennen und damit eine ganz andere Lebensweise. Leah verliebt sich in Richard. Doch wird ihre Liebe eine Chance haben?
Dies ist der dritte und letzte Band aus der Reihe „Amish-Saga“. Das Leben dieser Glaubensgemeinschaft ist uns sehr fremd. Sie sind sehr gläubig und haben strenge Regeln. Man muss das nicht alles gut finden und doch gibt es einiges, was unserer heutigen Welt und Lebensweise ganz guttun würde. Auch innerhalb der Gemeinschaft gibt es Menschen, die aufgeschlossen sind und andere, welche die Worte der Bibel sehr streng auslegen. So kommt es immer wieder zu Konflikten.
Für die „Englischen“, die sich erst in der Gegend angesiedelt haben nachdem die Amish das Land erschlossen hatten, ist die Lebensweise der Amish rückständig. Auch dass sie den Kriegsdienst aus religiösen Gründen verweigern, wird ihnen vorgeworfen. Richard ist von Leah fasziniert, gerade weil sie so anders ist als andere junge Frauen, die er kennt. Leah ist wissbegierig und will vor ihrer Taufe das Leben kennenlernen. Ihr gefällt es, modische Kleidung zu tragen und im Automobil zu fahren, aber ihr Glaube und die Regeln, die sie befolgen muss, sind ihr auch wichtig. Während ihr Vater sie möglichst schnell zurückholen möchte, bestärkt sie ihr Jugendfreund Joshua erst eine Entscheidung zu treffen, wenn sie dafür bereit ist.
Der Autorin ist es sehr gut gelungen, uns die Regeln und die Lebensweise dieser Menschen nahe zu bringen, ohne das Leben in dieser Gemeinschaft zu verklären. Die Charaktere sind alle gut und authentisch dargestellt. Schwierig wird die Situation für die jungen Männer der Amish, als sie zum Wehrdienst eingezogen werden, denn sie wollen nicht kämpfen. Daher wird ihnen das Leben schwer gemacht und sie müssen viel ertragen.
Dieser Roman wie auch die Vorgängerbände bieten ein ungemein packendes und informatives Leseerlebnis. Schade, dass dies der letzte Band aus der Reihe ist. Mich hat dieses Buch wieder begeistert.

Bewertung vom 29.07.2022
Aurel, Anna-Maria

Das tote Mädchen / Die Marseille Morde Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Die fünfzehnjährige Schülerin Emeline Bernier erhängt sich an der Magnolie im Garten ihres Elternhauses. Was muss ein Mädchen in dem Alter alles ertragen haben, um diesen Schritt zu gehen? Bei den Ermittlungen bestätigt sich, was gleich vermutet wurde. Emeline wurde von Mitschülern gemobbt. Die Polizei-Inspektorin Nadia Aubergine und der Staatsanwalt Pierre Frigeri ermitteln auch dann noch weiter, als ihre Vorgesetzen das untersagen, denn ihre Kinder waren in die Sache verwickelt. Auch die Corona-Krise halten Aubergine und Frigeri nicht auf. Daher werden sie bedroht.
Es ist eine tragische Geschichte, die einen betroffen macht. Die Personen, die Recht und Gesetz vertreten sollen, zeigen unschöne Seiten, wenn es um die eigenen Kinder geht. Den Kindern zur Seite stehen, ist eine Sache, Straftaten skrupellos vertuschen zu wollen, eine andere. Das Opfer wusste sich keinen Rat und sah nur noch einen Weg. Schade um Emeline und schlimm auch für ihre Eltern. Aber auch Lehrer haben eine Verantwortung für ihre Schüler und dürfen nicht einfach wegsehen, nur weil es bequemer ist.
Beeindruckt haben mich die Ermittler, die trotz aller Widerstände und Bedrohungen ihren Weg weitergegangen sind, denn ihnen ging es um Gerechtigkeit. Auch die neue Kollegin Fiona zieht am gleichen Strang, obwohl sie ihre eigenen Schrecken noch nicht überwunden hat.
Ein spannender Krimi mit authentischen Personen und einem packenden Schreibstil.

Bewertung vom 29.07.2022
Capus, Alex

Susanna


sehr gut

Der Name Caroline Weldon sagte mir nichts, obwohl ihr Bild von Sitting Bull so bekannt ist. Geboren wurde die Protagonistin als Susanne Faesch. Ihre Mutter wanderte später wegen eines anderen Mannes mit ihr nach Amerika aus. Während sich der Fortschritt in New York bemerkbar macht, kämpfen die Ureinwohner auf der anderen Seite des Kontinents um ihr Überleben. Susanna reist mit ihrem Sohn nach Dakota, um Sitting Bull vor drohender Gefahr zu warnen. Dort entsteht dann auch das bekannte Gemälde von Sitting Bull.
Alex Capus konnte mich mit diesem Roman wieder einmal begeistern. Der Schreibstil des Autors ist einfach toll. Ich habe die Geschichte von Susanna gerne gelesen, obwohl es sehr viel auch um ihre Familie und ihr Umfeld ging.
Susanne ist eine selbstbewusste Frau, die einen starken Willen hat. Den gibt sie dann auch an ihren Sohn weiter. Sie ist noch recht klein, als sie dem wilden Mann der in Basel aus dem ans Ufer kommt, ein Auge mit dem Finger aussticht. Das muss sie geprägt habe, genauso wie die Trennung ihrer Mutter Maria, die Mann und Söhne wegen eines anderen Mannes verlässt und ihm nach Amerika folgt. Ihre künstlerische Begabung hat Susanna schon früh erkannt und ihr Geld damit verdient. Sie ist fasziniert von den Ureinwohnern und das Erbe ihrer Mutter ermöglicht es ihr mit ihrem Sohn Christie nach Dakota zu reisen und Sitting Bull zu treffen. Zu Sitting Bull hatte sie eine ganze besondere Beziehung und so entstand auch das Gemälde. Sie ist eine interessante, aber nicht sonderlich sympathische Frau und doch kam ich ihr nicht nahe, da mir die Motivation für ihr Handeln nicht deutlich wurde.
Ich fand es interessant in die Zeit damals einzutauchen und den technischen Fortschritt mitzuerleben. Mich hat das Buch gut unterhalten.

Bewertung vom 24.07.2022
Messenger, Shannon

Das Tor / Keeper of the Lost Cities Bd.5 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Ich bin leider erst mit diesem Band in die Reihe eingestiegen. Die Geheimorganisation Neverseen ist gefährlich und verbreitet Angst und Schrecken. Sie streben nach der Macht. Das aber muss verhindert werden. Sophie und ihre Freunde nehmen die Herausforderung an. Sie wollen die Neverseen aufspüren und die magische Welt retten.
Es ist ein spannendes Buch, das mich gleich gepackt hat und ich bedaure es, die Vorgängerbände nicht gelesen zu haben. Aber das lässt sich ja ändern. Doch man kommt auch so in die Geschichte hinein ohne die anderen Bücher zu kennen.
In diesem Buch geht es um Fabelwesen und Magie. Auch wenn die Liebe eine Rolle spielt, so geht es doch im Wesentlichen um Freundschaft und Zusammenhalt. Anders hätte man auch keine Chance gegen das Böse. Für Sophie und ihre Freunde halten zusammen. Doch es wird nicht leicht für sie, denn die Neverseen sind skrupellos und gefährlich. Das bringt auch die Freunde in tödliche Gefahr. Sophie begegnet auch Keefe wieder, der scheinbar zu den Neverseen übergelaufen ist.
Es macht Spaß, diese spannende, actionreiche und fantastische Geschichte mit den sehr unterschiedlichen Charakteren zu lesen. Nun bin ich schon auf weitere Folgen dieser Reihe gespannt.

Bewertung vom 24.07.2022
Silva, Daniel

Die Cellistin / Gabriel Allon Bd.21


ausgezeichnet

Dies ist bereits der 21. Thriller aus der Reihe um Gabriel Allon. Ich habe nicht alle Bände gelesen, was auch nicht unbedingt notwendig ist, da sie nach einem bestimmten Schema verlaufen, aber sie machen auch immer wieder Spaß.
Dieses Mal geht es um den Tod eines Exil-Russen namens Viktor Orlov. Orlov hatte sich dem Kampf gegen die regierenden Kleptokraten im Kreml verschrieben und sich damit Feinde gemacht. Immer wieder hat er überlebt, doch nun wurde er mit einem Nervengift getötet. Der MI6 hat schnell eine Theorie zu den Hintergründen, doch Gabriel Allon und der israelische Geheimdienst sehen das anders. Daher macht sich Gabriel daran, den Mörder seines alten Freundes zu finden und er stößt auf eine Spur, die zu großen politischen Verwerfungen führen könnte.
Wie gewohnt konnte mich auch dieser Thriller wieder packen. Er lässt sich gut und flüssig lesen und es geht spannend und actionreich zu. Auch dieser Fall führt zu einer rasanten Jagd durch eine Reihe von Ländern. Aktuelle Themen werden ebenfalls nicht ausgespart und es ist interessant, die Spielchen der Geheimdienst zu erleben.
Gabriel Allon ist ein sympathischer Mensch, der viele Talente besitzt. Auch als Agent zeigt er seine besonderen Fähigkeiten und muss dabei immer wieder einiges einstecken. Neben neuen Figuren tauchen auch alte Bekannte wieder in dieser Geschichte auf. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Cellistin.
Wie so häufig geht es um Geld, Gier, Macht und Korruption. Ich liebe Agententhriller und bin auch von diesem wieder gefesselt worden. Es geht tempo- und actionreich zu mit vielen Wendungen, so dass die Spannung immer vorhanden ist.
Mir hat dieser rasante und spannende Thriller wieder Freude bereitet.

Bewertung vom 23.07.2022
Schneider, Stephanie

Frühling, Sommer, Herbst und Zesel / Grimm und Möhrchen Bd.2


ausgezeichnet

Seit der kleine Zesel beim Buchhändler Grimm wohnt, geht es nicht mehr ruhig und beschaulich zu in dem Haus mit der schiefen Sieben. Möhrchen ist neugierig und so gibt es im Laufe des Jahres einiges zu erleben. Der kleine Zesel wird so ganz besondere Tage erleben und Herr Grimm wird auch neue Erfahrungen machen.
Ich kannte den Vorgängerband vom Zesel „Möhrchen“ noch nicht, muss das aber unbedingt nachholen. Die Autorin Stephanie Schneider erzählt in einer tollen, kindgerechten Sprache und so gibt es dann oft auch ganz besondere Wortschöpfungen. Gut gefallen mir auch die passenden Zeichnungen von Stefanie Scharnberg. Der Hit ist aber das Zeselschwänzchen (ein schwarzes und ein weißes Lesebändchen), welches aus dem Buch schaut.
Möhrchen ist ein Zesel, also eine Mischung aus Zebra und Esel und ganz schön lebendig. Da wird Herr Grimm ziemlich gefordert. Die beiden erleben die normalen Feiertage des Jahres und andere besondere Tage, was beiden Spaß bereitet und dem Leser fast noch mehr. Dienstag ist so ein besonderer Tag, weil Herr Grimm dann für die Kinder eine Vorlesestunde veranstaltet, bei der zwischen den Bücherregalen Geheimgänge und Höhlen gebaut werden. Als Möhrchen dann „Fellverschnupfung“ hat, konnte er einem schon tun
Ich kann dieses liebevoll gestaltete Buch nur empfehlen, denn es macht ganz viel Spaß das Zesel und Herrn Grimm zu begleiten.