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kleinbrina
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Köln

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Insgesamt 1388 Bewertungen
Bewertung vom 25.11.2015

Carcassonne, Edition 2014 (Spiel)


ausgezeichnet

"Carcassonne" habe ich bislang immer nur als Arcade-Spiel für die Xbox 360 gekannt und dies gerne gespielt, von daher habe ich mich schon sehr auf das Brettspiel gefreut, welches ich freundlicherweise testen durfte. Hierbei handelt es sich um eine neue und verbesserte Edition, in der es auch zwei Erweiterungen gibt: Zum einen der Fluss, zum anderen der Abt. Da ich beides bereits aus der Konsolen-Fassung kannte, kam ich mit den Erweiterungen sehr gut zurecht und hatte großen Spaß an dem Spiel.

Direkt nach dem Auspacken fand auch schon die erste Runde statt. Dabei ist das Spiel (fast) selbsterklärend. Jeder Spieler erhält Figuren in der Farbe seiner Wahl. Diese müssen, bzw. dürfen auf dem Spielfeld, dass sich durch das Anlegen von Karten immer mehr erweitert, auf Burgen, Klöstern oder Straßen verteilt werden. Wie sich dies hinterher in Punkten ausrechnen lässt, wird dabei sehr gut in der Beschreibung erklärt.

Bei uns war demnach der Spielspaß auch außerhalb der Konsole sehr hoch, sodass wir mit dem Spiel sehr zufrieden bin und sicherlich schon bald die nächsten Runden gegeneinander spielen werden. Auch der Preis ist vollkommen in Ordnung, sodass hierbei ebenfalls nichts zu meckern gibt.

Bewertung vom 25.11.2015
Sol, Mira

Die drei !!! - Der Adventskalender


ausgezeichnet

In Zeiten, in denen heutzutage das Weihnachtsfest nur noch kommerziell ist und auch die Kinder leider Gottes viel zu sehr mit Schokolade vollgestopft werden, ist dieser Adventskalender in Buchform von Mira Sol eine wunderbare Sache und für Kinder bestens geeignet. Mira Soll hat bereits einige Abenteuer über "Die drei III" geschrieben, sodass ich mich wieder auf eine spannende Geschichte von ihr gefreut habe.

Jeder Tag besteht dabei aus zwei Buchseiten, die vorsichtig auseinandergetrennt werden müssen. Dahinter verstecken sich kleine Kapitel einer fortlaufenden Geschichte, Bastelideen und kleinere Rezepte. Die Aufmachung des "Adventskalenders" ist dabei sehr hochwertig und vor allem sehr liebevoll gestaltet, sodass hierbei besonders jüngere Leserinnen ihren Spaß haben werden. Ich kann es nur empfehlen.

Bewertung vom 25.11.2015
Einzlkind

Billy


weniger gut

Ich wollte diesen Roman unbedingt lesen, da ich von den ersten beiden Werken ("Gretchen" und "Harold") des Autors sehr begeistert war, bei diesem hier muss ich allerdings sagen, dass es mir leider gar nicht zugesagt hat, da der Autor es eindeutig besser kann und ich somit das Buch mit großer Enttäuschung beendet habe.

Der Schreibstil ist mir zu bemüht, hier wollte der Autor anscheinend unbedingt eine gleichgültige Note mit einbringen, was in meinen Augen allerdings misslungen ist. Die Dialoge waren zwar oftmals interessant, aber auch sarkastisch, was allerdings gut gepasst hat. Dennoch wollte bei mir der Funke leider einfach nicht überspringen, was ich doch sehr schade finde, denn die Geschichte besitzt sehr viel Potential.

Billys Roadtrip von Schottland nach Las Vegas,Nevada ist zunächst sehr interessant, genauso wie die Dinge, die er während der Zeit erlebt, Problem ist jedoch, dass es im Laufe der Zeit immer mehr an Tiefe verloren hat und ich das Gefühl bekam, als wolle Einzlkind nur noch schockieren, bzw. immer möglichst noch einen drauf setzen, was mir leider gar nicht zugesagt hat. Billy ist mir zwar trotz seiner Taten nicht wirklich unsympathisch oder egal gewesen, allerdings habe ich vom Autor schon weitaus bessere ausgearbeitete Figuren präsentiert bekommen. Gleiches gilt auch für die Nebenfiguren, die mich leider auch nicht vollends überzeugen konnten. Zwar muss ich sagen, dass alle durchaus ihre Berechtigung in der Geschichte haben, aber dennoch wollte der Funke bei mir leider nicht überspringen.

Wirklich interessant ist dagegen Billys Vergangenheit, die sich mit der Gegenwart abwechselt. In den Kapiteln, in denen seine Kindheit und Jugend erzählt wird, habe ich mich weitaus besser in ihn hineinversetzen können, in der Vergangenheit ist mir dies leider nur selten gelungen.

Insgesamt kann ich leider nur sagen, dass mich "Billy" und sein ganz besonderer Roadtrip leider nicht begeistern konnten und ich dieses Buch nur für eingefleischte Einzlkind empfehlen möchte. Wer Einzlkind bis dato noch nicht kannte, sollte lieber zu "Harold" oder "Gretchen" greifen.

Bewertung vom 25.11.2015
Taylor, Ally

Gefühlsgewitter / Make it count Bd.1


sehr gut

Die "Make it count"-Reihe war mir schon lange ein Begriff und hat mich auch immer gereizt, allerdings habe ich das Buch bis vor kurzem leider dann doch nie gelesen. Nun, wo es allerdings auch bei einem großen Verlag angekommen ist, konnte ich dann doch nicht widerstehen und musste es einfach lesen und ich muss sagen, dass mich Ally Taylor begeistern konnte.

Zuerst sollte dabei angemerkt werden, dass die "Make it count"-Reihe in sich abgeschlossen ist und somit auch in beliebiger Reihenfolge gelesen werden kann. Dabei wechseln sich die Autorinnen Ally Taylor und Carrie Price ab und erzählen unterhaltsame und prickelnde Geschichten aus Oceanside. Hinter dem Pseudonym "Carrie Price" versteckt sich übrigens Adriana Popescu.

Hinter dem Pseudonym Ally Taylor versteckt sich die deutsche Autorin Anne Freytag. Da sie mich bereits mit anderen Werken begeistern konnte, war ich auf "Gefühlsgewitter" besonders gespannt und bin sehr froh, dass sie mich auch hier mit ihrem flotten Schreibstil unterhalten konnte. In kurzen und knackigen Kapiteln wird die Geschichte rund um Katie erzählt, die nach dem Tod ihres Vaters ein neues Leben beginnen muss.

Dabei beschreibt die Autorin Katies neues Leben sehr lebhaft und mit allen Up and Downs, sodass man hier einen interessanten Einblick in Kaies Gefühls- und Gedankenwelt erhält. Sie gehörte in ihrer Heimatstadt eher zu den Außenseiterinnen, die nur wenige Freunde und noch keine Beziehung hatte. Ihre Bücher waren ihre liebste Freizeitbeschäftigung und ihr Vater war der Mensch ihres Lebens. Als dieser durch einen Unfall plötzlich verstirbt, muss sie zu ihrer verhassten Mutter nach Oceanside, zu der sie noch nie ein gutes Verhältnis hatte und dort beginnt für sie ein neues Lebens mit vielen Überraschungen. So verliebt sie sich nicht nur in Dillen, sondern freundet sich auch mit ihrem Stiefbruder Andrew an, was allerdings auch manches Fettnäpfchen bereit hält.

Man kann also schon erkennen, dass mir Katie sehr sympathisch ist und ich ihren Weg aus der Trauer sehr gerne begleitet habe. Auch die anderen Figuren, wie Andrew, Dillen oder auch Greg fand ich gelungen und nicht weniger sympathisch. Zwar besitzen sämtliche Figuren das ein oder andere Klischee und haben sicherlich auch an andere Figuren aus anderen Geschichten erinnert, allerdings ist dies bei dem Genre anscheinend unumgänglich.

Die Liebesgeschichte ist ab und zu etwas kitschig und manchmal hatte ich auch das Gefühl, als hätte ich etwas verpasst, denn plötzlich ging mir alles zu schnell. Hier hätte ich mir gewünscht, wenn sich die Autorin mit allem etwas mehr Zeit gelassen hätte, denn plötzlich hastet man nur durch so durch die Geschichte, was ich sehr schade fand. Dennoch sind die meisten Szenen auch sehr prickelnd, was wiederum sehr gut zu den Figuren gepasst hat.

Das Cover gefällt mir gut, besonders die Farbgestaltung ist dabei ein absoluter Hingucker. Zwar ist es mittlerweile fast schon normal, dass bei dem Genre keine Gesichter auf dem Cover zu sehen sind, allerdings finde ich es bei "Gefühlsgewitter" besonders gelungen. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gut formuliert und somit wollte ich das Buch unbedingt lesen.

Kurz gesagt: "Gefühlsgewitter" hat fast alles, was ich mir bei einem guten Buch wünsche: Interessante Figuren, die Ecken und Kanten besitzen, einen angenehmen und flotten Schreibstil und eine Liebesgeschichte, die es in sich hat. Hätte es hierbei nicht das ein oder andere Klischee gegeben und hätte sich die Autorin mit der Liebesgeschichte etwas mehr Zeit gelassen, hätte ich wohl noch mehr Spaß an der Geschichte gehabt, dennoch: Ich habe das Buch sehr genossen und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen in Oceanside.

Bewertung vom 25.11.2015
Schoder, Sabine

Liebe ist was für Idioten. Wie mich


sehr gut

"Liebe ist was für Idioten. Wie mich." - Dieser Buchtitel klingt so gut, dass man einfach einen zweiten Blick auf das Debüt von Sabine Schoder werfen muss. Von daher habe ich mich sehr gefreut, als ich das Buch endlich in den Händen halten durfte und habe es direkt verschlungen.

Der Schreibstil hat mir hierbei ganz besonders gefallen, denn die Autorin trifft mit der Geschichte nicht nur den Geschmack vieler Jugendlicher, sondern erzählt ihre Geschichte absolut authentisch, sodass sich jeder in Viki, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, hineinversetzen dürfte. Die Dialoge sind erfrischend ehrlich, sarkastisch und manchmal konnten sie mich auch zum Nachdenken anregen. Gleichzeitig sind die Figuren sehr gut ausgearbeitet, sodass ich sie nicht nur interessant, sondern auch sympathisch fand.

Hauptfigur ist hier Viki, die mir sehr schnell ans Herz gewachsen ist. Obwohl sie sehr authentisch und direkt ist, ist sie dennoch ein Mensch, der anderen Menschen eher ausweicht und sich nur wenigen Menschen gegenüber öffnet. Dies liegt hauptsächlich an ihren Lebensumständen, was man besonders gut an ihrem Verhältnis zu ihrem Vater erkennt. Die anderen Figuren, insbesondere Vikis beste Freundin Mel und oder auch der ach so harte Jay fand ich sehr interessant und auch sie habe ich schnell ins Herz geschlossen. Mel ist sehr loyal und trägt das Herz ebenfalls auf der Zunge, sodass sie und Viki ein unschlagbares Duo abgeben.

Mit Jay war es dagegen anfangs anders. Ich mochte ihn zwar von Anfang an, allerdings gehört er eher zu den Figuren, die man erst im Verlauf der Geschichte tatsächlich zu schätzen und zu lieben weiß. Er wirkt zwar tough und hat sich bereits am Anfang des Buches voll und ganz auf Viki eingelassen, allerdings erfährt man erst nach und nach, was tatsächlich mit ihm los ist. Seine Mutter ist übrigens auch klasse und konnte mich schnell für sich gewinnen.

Die Liebesgeschichte ist - wie man am Titel bereits erkennen kann - doch ganz anders, als man es in anderen Jugendbüchern kennt. Viki und Jay landen zwar sehr schnell gemeinsam im Bett, allerdings ist es keine typische Liebesgeschichte, die von Anfang an auf rosa Wölkchen erzählt wird. Hier wird eher die knallharte Realität mit vielen Geheimnissen, Missverständnissen und die Frage, ob es die Liebe tatsächlich wert ist, erzählt - und das ist auch gut so.

Das Cover ist sehr ansprechend und hält sich von romantischem Schnick-Schnack vollkommen fern, was perfekt zur Geschichte passt. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich direkt von sich überzeigen, sodass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte.

Abschließend kann man sagen, dass "Liebe ist was für Idioten. Wie mich" ein rundum gelungenes Jugendbuch ist, dass den Leser sowohl zum Lachen bringt, als auch zum Nachreden anregen kann, sodass ich mit diesem Buch ein paar angenehme Lesestunden hatte. Von daher kann ich es nur empfehlen.

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Bewertung vom 25.11.2015
Mandel, Emily St. John

Das Licht der letzten Tage


gut

Ich muss gestehen, dass ich mit hohen Erwartungen an das Buch gegangen bin und mich somit sehr auf "Das Licht der letzten Tage" von Emily St. John Mandel gefreut habe. Leider musste ich dann doch recht schnell erkennen, dass das Buch dann doch nicht zwingend das ist, was ich im Vorfeld erwartet habe, denn die Geschichte und ich wollten einfach nicht zusammenpassen.

Die düstere Atmosphäre, die fast durchgehend in dem Buch vorhanden ist, finde ich zwar sehr gelungen, allerdings hatte ich häufig große Probleme mit dem Schreibstil, denn ich konnte mich nie voll und ganz darauf einlassen, da mir vieles nicht spannend genug war und ich somit nie so wirklich mit den Figuren mitfiebern konnte. Dazu hat die Autorin vieles zu ausführlich beschrieben und immer wieder wiederholt, anderes dagegen kam mir viel zu kurz. Die Figuren sind allerdings gut ausgearbeitet. Ich konnte sie zwar nicht ins Herz schließen, allerdings fand ich sie interessant. Gelungen waren dagegen die Rückblenden, die in der Zeit vor dem Ausbruch des Virus spielen.

Anhand der Kurzbeschreibung und des wunderschönen Covers habe ich nicht unbedingt damit gerechnet, dass die überlebenden Figuren, nachdem 99% der Bevölkerung an einem Virus verstorben sind, mit einem Theaterstück durch die Städte ziehen. Hätte ich dies vorher schon gewusst, wäre ich wohl mit ganz anderen Erwartungen an die Geschichte herangegangen. Ich fand die Art und Weise, wie die Figuren nicht aufgeben wollten, zwar sehr interessant, allerdings hat mir hier deutlich das gewisse Etwas gefehlt. Der sogenannte Prophet, der erst später in die Geschichte verwickelt wird, fand ich dagegen sehr interessant und mit ihm kam auch etwas Spannung in die Geschichte - dies passierte meiner Meinung nach nur leider viel zu spät.

Hier habe ich mir ein action- und spannungsgeladenes Endzeit-Szenario gewünscht, bei dem es ums knallharte Überleben geht. Dies bekommt man zwar stellenweise auch präsentiert, allerdings passierte mir bei so einem Genre viel zu wenig, sodass ich das Buch dann doch eher enttäuscht beendet habe. Man muss zwar sagen, dass die Autorin Talent besitzt und die Geschichte großes Potential hatte, allerdings wurde dieses nur selten vollkommen genutzt.

Das Cover ist - wie bereits oben gesagt - wirklich schön anzusehen und besticht mit einer tollen Farbgestaltung. Problem ist jedoch die Kurzbeschreibung, bei der ich etwas vollkommen anderes von der Geschichte erwartet habe, als es letztendlich ist.

Kurz gesagt: "Das Licht der letzten Tage" ist sicherlich ein gut gemachter Roman, allerdings nicht das, was ich zuvor erwartet habe, von daher überwiegt leider die Enttäuschung, sodass ich das von der Autorin geschaffene Szenario leider nur selten genießen konnte.

Bewertung vom 25.11.2015
Northrop, Michael

Kälte


gut

"Kälte" gehört zu den Büchern, die ich vor Ewigkeiten unbedingt kaufen musste, aber dann lange nicht gelesen habe. Wenn ich mich nicht täusche, musste das Buch tatsächlich fast drei Jahre ungelesen im Regal stehen und habe es nun endlich daraus befreit. Da die Geschichte laut Kurzbeschreibung sehr spannend klang, hatte ich einige Erwartungen an das Buch und muss sagen, dass es zwar nicht meine Erwartungen erfüllen konnte, ich es aber dennoch ganz interessant fand.

Problematisch ist bei diesem Buch allerdings der Schreibstil, denn diesen empfand ich sehr oft als anstrengend, da sich sehr vieles wiederholt hat und auch der ein oder andere Logikfehler dabei war. So erwähnt Scotty, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, in jedem zweiten Kapitel mindestens einmal, dass er sein Handy nicht mit dabei hat und somit für die anderen keine große Hilfe ist. Außerdem wurde auch sonst viel zu viel wiederholt, wie z.B. die Art und Weise, wie er seine Mitschüler beobachtet und besonders die überall beliebte Krista anschmachtet. Das ist beim ersten Mal noch interessant, danach allerdings nicht mehr, denn hier hätte man die Seiten mehr für die Ängste und Sorgen investieren können, die die Schüler in der verlassenen Schule immer mehr spüren.

Gleichzeitig habe ich mich bei der Geschichte immer wieder gefragt, wie ein Handy-Akku auch nach mehreren Tagen noch nicht leer sein kann, wo das Handy doch ständig in Gebrauch ist, da die Taschenlampen-App ständig an ist und auch viel damit gespielt wurde. Ich persönlich bin ja schon immer froh, wenn ich am Ende des Tages noch ein wenig Akku übrig habe...

Der zweite große Kritikpunkt neben dem Schreibstil ist das Ende, denn dieses kam viel zu plötzlich und lief mir zu glatt ab. Hier hätte ich viel lieber noch erfahren, was aus sämtlichen Figuren wurde, wie man in der Zeit danach miteinander umgegangen ist, etc. Leider hat der Autor sich hierbei viel zu wenig Zeit genommen, sodass für mich noch viel zu viele Fragen offen waren.

Ansonsten kann man aber wirklich nicht groß meckern, denn die Figuren sind gut ausgearbeitet und könnten unterschiedlicher nicht sein. Diese sitzen aufgrund eines Schneesturms in der Schule fest, da sie nicht wie die anderen Schüler mit den Schulbussen rechtzeitig weggefahren sind. Hauptfigur ist hierbei Scotty, der mit seinen beiden besten Freunden Jason und Pete, einem Lehrer, zwei Mädchen aus der Unterstufe (Krista und Julie) und zwei Außenseitern in der Schule überleben muss. Dies wird jedoch immer schwerer, da der Schneesturm schlimmer wird und auch die Stromleitungen deutlich unter den Schneemassen leiden.

Der Überlebenskampf in der Schule ist an sich ganz gut ausgearbeitet, manchmal spannend und manchmal passiert aber auch gar nichts. Dies hat mich allerdings nicht gestört, denn schließlich muss man sich hier die Frage stellen, was auch großartig passieren kann, wenn man komplett abgeschirmt ist?! Dennoch hat mir die Atmosphäre gut gefallen und als Leser wird man immer mehr an die Frage herangeführt, wie man sich selbst in so einer Ausnahmesituation verhalten würde.

Das Cover ist gut gewählt und könnte passender nicht sein, von daher hat mich dieses auch direkt angesprochen. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls gut und spannend und verspricht eine interessante Geschichte, bei der es ums knallharte Überleben geht.

Insgesamt hat mir "Kälte" gut gefallen. Es ist zwar kein großartiges Highlight und besitzt so manche Schwäche, allerdings konnten die Figuren und die bedrückte Stimmung einiges wieder herausreißen, sodass ich das Buch gerne weiterempfehlen möchte.

Bewertung vom 25.11.2015
Marshall, Alex

Blut aus Silber Bd.1


schlecht

Auf "Blut aus Silber", dem ersten Band der "Crimson Empire"-Reihe, habe ich mich besonders gefreut, denn das Buch wurde vom Verlag sehr ausführlich beworben, sodass ich einfach nur neugierig werden konnte. Hier habe ich mich auf eine phantastische Geschichte mit einer wunderbar ausgeklügelten und ereignisreichen Welt gefreut und tja... leider war es dann doch ganz anders.

Ich wollte das Buch wirklich mögen, denn die Welt, die einem zunächst präsentiert wird, klang sehr interessant und spannend, doch leider entpuppte sich diese als Flop, denn der Autor hat die Geschichte komplett zerredet: Statt einer großen Geschichte gibt es hier viel zu viele Dialoge, sodass die Geschichte einfach nicht voran geht. Auch die Beschreibungen der Welt und der Figuren wurde mir im Laufe der Zeit einfach viel zu viel zerredet, sodass der Autor es zwar schafft, am Ende ganze 860 Seiten zu füllen, allerdings beinhalten diese nur sehr wenig Weiterentwicklung und somit wollte hier weder eine phantastische Stimmung, noch Spannung aufkommen.

Dies ist sehr schade, denn sowohl die Welt als auch die Figuren hatten viel Potential. Problem ist nur, dass man hier viele große Worte macht, aber im Grunde genommen nichts passiert. So waren mir dadurch nicht nur die Figuren fremd, sondern auch ihr Schicksal fast egal, denn wie soll ich mit jemanden mitfiebern, wenn diese, in diesem Fall Zosia, einfach nur ein Gespräch nach dem anderen führt und gefühlt nur alle 150 Seiten mal etwas macht, was der Geschichte auch wirklich weiterhilft?!

Die Geschichte ist schnell erzählt: Zosia war einst eine erfolgreiche und respektierte Kämpferin, die ihr Dorf vor allem beschützt, sich dann allerdings zur Ruhe gesetzt hat. Als jedoch jetzt, zwanzig Jahre später, ihr Dorf vernichtet und dabei auch ihr Mann getötet wird, schwört sie Rache und reist in der gesamten Welt herum, um alte Verbündete für eine weitere, finale Schlacht zu finden. Die Suche danach ist leider wenig interessant oder gar besonders ereignisreich, von daher ist es schon fast eine Schande, wie viel Potential der Autor einfach nicht genutzt hat.

Das Cover ist wirklich wunderschön, allerdings sollte man sich nicht von diesem täuschen lassen. Gleiches gilt für die Kurzbeschreibung, die sich deutlich besser liest, als die Geschichte am Ende tatsächlich ist, allerdings sollte sich jeder selbst ein Bild von "Blut aus Silber" machen.

"Blut aus Silber" und ich, es sollte einfach nicht sein. Ich habe mich sehr auf die Geschichte gefreut und habe ihr trotz der oftmals sehr schlechten Kritiken dennoch eine Chance geben wollen, allerdings gestaltete sich dies dann doch als sehr schwer, denn der Autor konnte sich einfach nicht kurz fassen und hat die Geschichte nahezu zerredet, sodass ich hier fast 860 Seiten gähnende Langeweile präsentiert bekam. Demnach kann ich keine Leseempfehlung aussprechen.