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Pharo72
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Zittau
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Büchersüchtige, introvertierte Leseratte!

Bewertungen

Insgesamt 484 Bewertungen
Bewertung vom 25.02.2009
Patterson, James

Der Prometheus-Code


sehr gut

Endlich der abschließende Band der Serie um die genmanipulierte Max (2 Prozent ihrer Gene stammen vom Vogel) und ihre Geschwister. Sie sind nach wie vor auf der Flucht vor den verrückten Wissenschaftlern, die sie entworfen haben und deren Jagdinstrumenten, die inzwischen sogar als Roboter daherkommen.

Immer mehr verdichten sich die Hinweise, dass ein teuflischer Plan die Erdbevölkerung halbieren soll und nur Max dies verhindern kann. Als sie Ari, den letzten echten Eraser nach einem Kampf im Schwarm aufnimmt, kommt es zum Streit zwischen ihr und Fang und der Schwarm teilt sich. Fang versucht übers Internet weltweit Kinder zu Protesten aufzurufen, während Max ihrerseits in die Hauptzentrale des weltumspannenden Konzerns in Deutschland eindringt. Dort wird ihr das ganze Ausmaß des Grauens bewusst und sie soll gegen die neueste und angeblich unüberwindbare Züchtung in einem Kampf auf Leben und Tod antreten. Außerdem erfährt sie endlich die unglaubliche Wahrheit ihrer Entstehung.

In gewohnt raschem Tempo peitscht der Autor den Leser durch die Kapitel. Auch der Humor von Max kommt wieder sehr gut zum Tragen. Durch überraschende Wendungen bringt dieser abschließende Teil wieder mehr Spannung als der vorhergegangene. Das Ende des Buches ist dennoch so weit offen, dass durchaus eine Fortsetzung folgen könnte. Wünschen wir Max und ihren Geschwistern, dass sie noch lange fliegen und die Welt retten können.

Bewertung vom 24.02.2009
Patterson, James

Der Zerberus-Faktor


gut

Nicht viel Neues in der Fortsetzung

In „Der Zerberus Faktor“ geht es nahtlos weiter mit der Geschichte um das Vogelmädchen Max und ihre Geschwister, die uns bereits in Pattersons „Das Pandora Projekt“ vorgestellt wurden. Für Neueinsteiger ist unbedingt zu empfehlen, mit dem 1. Teil anzufangen, auch wenn einiges ganz gut erklärt wird.

Auch in diesem Roman nimmt der Leser aus der Sicht von Max an der Verfolgungsjagd auf die mutierten Vogelkinder teil. Dies geschieht im gewohnten Tempo und flüssigen Schreibstil, der sich durch kurze Sätze und Kapitel auszeichnet. Der auch in schlimmsten Situationen nicht unterzukriegende Humor von Max wird vor allem Jugendliche bestimmt sehr ansprechen.

Durch eine ernsthafte Verletzung von Fang bleibt nur das Aufsuchen eines Krankenhauses, wodurch die Kinder dem FBI in die Hände fallen. Dadurch kommen die Kinder allerdings während ihrer Hetzjagd sogar mal eine Zeit lang zur Ruhe und können fast wie normale Kinder leben. Doch alles ist wieder anders, als es anfangs scheint. Eine innere Stimme verlangt von Max ständig die Welt zu retten, wobei sie vorrangig auf der Suche nach den jeweiligen Eltern der Vogelkinder ist. Eine erneute Flucht wird notwendig und eskaliert, als eine Doppelgängerin von Max auftaucht...

Insgesamt bringt uns das Buch nicht wirklich weiter. Es werden immer mehr Fragen aufgeworfen, aber kaum eine beantwortet. Aus der Reihe gegriffen, macht das Buch somit wenig Sinn. Bleibt zu hoffen, dass im letzten Teil der Trilogie - „Der Prometheus Code“ - alle losen Fäden verknüpft werden und die Geschichte ein würdiges Ende findet.

Bewertung vom 16.02.2009
Patterson, James

Das Pandora Projekt


sehr gut

Max ist kein normales Mädchen. Zwei Prozent ihrer Gene stammen vom Vogel, was sie und ihre Geschwister zu etwas ganz Besonderem macht. Ihr wichtigstes Ziel ist es ihren „Schwarm“ zu beschützen und die Wahrheit über ihre Herkunft herauszufinden. Skrupellose Wissenschaftliche und weitere von ihnen erschaffene Kreaturen, die Eraser (Wolfsmenschen), versuchen dies zu verhindern.

Wenn man sich erst mal damit abgefunden hat, dass beim heutigen Stand der Medizintechnik das im Buch beschriebene Szenarium gar nicht mal völlig abwegig ist, und in geheimen Labors bestimmt menschenunwürdige Experimente stattfinden, kann man sich gut auf diesen Thriller einlassen. Der Leser wird von Max direkt angesprochen, was ihn noch tiefer ins Geschehen versinken lässt. Das Buch ist dermaßen rasant und spannend geschrieben, das man es am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Kaum finden Max und ihre Geschwister eine kleine Ruhepause, werden sie auch schon wieder aufgespürt. Wer durch dieses Buch einen Blick in die Welt von Max geworfen hat, wird auf jeden Fall auch die weitere Geschichte in den Fortsetzungen nicht versäumen wollen, zumal der 1. Teil doch relativ offen endet.

Außerdem ist zu bemerken, dass es sich bei dem Buch nicht wirklich um eine Fortsetzung von „Der Tag an dem der Wind dich trägt“ und „Das Ikarus Gen“ handelt, sondern nur in der gleichen Welt spielt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.02.2009
Mørk, Christian

Darling Jim


gut

Die Geschichte beginnt mit einem schockierenden Verbrechen, welches die ortsansässige Polizei nicht aufklären kann. Dadurch, dass die eigentlichen Opfer, die Nichten der hasserfüllten Tante Moira, Tagebücher hinterlassen haben und diese auch weitergeben konnten, klären sie den an ihnen verübten Mord und vor allem die Hintergründe selbst auf. Der Postbote Niall, dem vorerst eines der Tagebücher in die Hände fällt, folgt ihren Spuren.

Das Buch beginnt rasant mit der bereits bekannten Leseprobe. Die interessant scheinende Figur Desmond, der die Leichen entdeckt, taucht allerdings nie mehr auf, was ich als Manko empfand. Er wird ersetzt durch einen weiteren Postboten, Niall, der schließlich Fionas Tagebuch findet. In diesem sowie dem ihrer Schwester Rosie wird recht ausführlich die komplette Geschichte um „Darling Jim“ erzählt. Durch die überwiegende Erzählweise in den Tagebüchern nimmt der Spannungsbogen doch um einiges ab.

Die große Hysterie um Jim, vor allem noch nach seinem Tod, ist nicht so leicht nachzuvollziehen. Seine Geschichten, obwohl ein Spiegelbild seines eigenen Lebens, waren mir dann doch ein wenig zu viel Geschichte in der Geschichte, obwohl die Verknüpfung mit dem Märchen recht interessant ist. Seine Handlungsweise ist auch teilweise nicht nachvollziehbar. Da das Rätsel durch die 2 Tagebücher (haben sich die Schwestern abgesprochen, wer was schreibt?) eigentlich gelöst ist, hätte mich schon interessiert, was nun eigentlich in Aoifes Tagebuch hätte stehen sollen.

Das Setting mit den kleinen irischen Dörfern ist, wenn man von den Pups absieht, relativ austauschbar. Insgesamt ist das Buch durch seinen verschachtelten Aufbau schon interessant zu lesen und wer mal eine etwas andere Erzählweise ausprobieren möchte, dem kann das Buch uneingeschränkt empfohlen werden. Streckenweise ist es sogar richtig spannend, aber für meinen Geschmack halt nicht durchgehend genug.