Benutzer
Benutzername: 
kleinbrina
Wohnort: 
Köln

Bewertungen

Insgesamt 1388 Bewertungen
Bewertung vom 25.11.2015
Fast, Valentina

Ein Leben aus Glas / Royal Bd.1 (eBook, ePUB)


gut

Dystopien gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, dementsprechend skeptisch bin ich immer, wenn eine neue Reihe, bzw. ein neues Buch aus dem Genre erscheint. Dennoch wollte ich “Ein Leben aus Glas”, dem Auftakt der “Royal”-Reihe sehr gerne eine Chance geben, was ich auch letztendlich getan habe.

Auf diese Geschichte war ich besonders gespannt, denn viele andere Blogger und Leser haben die Geschichte bereits mit der “Selection”-Reihe von Kiera Cass verglichen, sodass ich auch erst kleinere Zweifel bekam. Ich muss zwar sagen, dass ich hier und da ein paar kleinere Ähnlichkeiten entdeckt habe und Valentina Fast mit der “Royal”-Reihe sicherlich auch nicht das Rad neu erfunden hat, allerdings hat mir die Geschichte dennoch gut gefallen, sodass mir die kleinen Ähnlichkeiten fast schon egal sind.

Der Schreibstil ist bei diesem Ebook stellenweise sehr einfach gehalten und von daher auch wenig anspruchsvoll, was ich stellenweise doch etwas schade finde. Dennoch liest sich die Geschichte leicht und flüssig, sodass ich nur so durch die Geschichte geflogen bin. Die Dialoge empfand ich zum Teil als sehr hölzern, allerdings wurde dies im Laufe der Zeit immer besser, sodass ich große Hoffnungen habe, dass sich der Schreibstil bereits im zweiten Band “Ein Königreich aus Seide” deutlich verbessern wird.

Mit Tatyana lernt man eine eher ruhige junge Frau kennen, die mit ihren siebzehn Jahren bereits im heiratsfähigen Alter ist. Während viele junge Frauen in ihrem Alter heiraten, um ein besseres Leben zu haben, möchte Tatyana mit der Ehe und somit auch auf den Traummann warten. Durch ihre Tante muss sie allerdings zu einer Art Brautschau, bei der die zukünftige Ehefrau des Prinzen gesucht wird. Da allerdings niemand den Prinzen kennt, wird es für Tatyana und die anderen Teilnehmerinnen des Castings schwer, den richtigen Mann auszumachen, denn sie müssen unter vier jungen Männern den wahren Prinzen herausfinden. Dabei fand ich Tatyana oftmals sehr sympathisch, allerdings konnte sie ab und zu auch sehr anstrengend sein, sodass ich über manche Vorgehensweise von ihr auch mal die Augen verdrehen musste.

Ihre Schwester, ihre Tante und ihren Onkel lernt man anfangs gut kennen, allerdings liegt der Fokus später vermehrt auf die Brautschau, die wie immer die typischen Klischees bei Mädchen hervorbringt: Eifersüchtig, zickig, die ganz schüchternen und die selbstbewussten Mädchen. Die vier jungen Männer, die sich für den Prinzen ausgeben, fand ich allesamt sehr sympathisch und die Tatsache, dass keine Teilnehmerin weiß, wer letztendlich der Prinz ist, fand ich sehr interessant. Auch ich habe mit Tatyana mitgerätselt und habe mittlerweile einen Favoriten. Mal schauen, ob ich am Ende richtig liege.

Ansonsten muss man aber sagen, dass es hier sehr viele Klischees gibt und noch nicht unbedingt großartig Romantik aufgekommen ist. Zwar gab es hier und da ein paar schön geschilderte Momente, allerdings gibt es hier nicht zwingend tiefgründigere Momente, was ich doch ein wenig schade finde. Dennoch besitzt die Reihe wahnsinnig viel Potential, sodass man hierbei nicht zu streng sein sollte.

Das Cover ist nicht nur sehr schön anzusehen, sondern passt auch perfekt zur Geschichte und zum Titel, denn die Glaskugel passt bestens zur Welt, in der Tatyana lebt. Dazu sind auch die Farben mehr als gut gewählt. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen.

Insgesamt ist “Ein Leben aus Glas” ein gelungener Auftakt der “Royal”-Reihe, der mit interessanten Figuren besticht, aber auch einige Schwächen beim Schreibstil aufweist. Zwar gibt es hier einige Parallelen zur “Selection”-Reihe von Kiera Cass, allerdings kann ich da drüber hinwegsehen. Trotz kleinerer Kritikpunkte durchaus empfehlenswert.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.11.2015
Mafi, Tahereh

Rette mich vor dir / Juliette Trilogie Bd.2


sehr gut

Nachdem ich den ersten Band "Ich für mich nicht" in Rekordzeit verschlungen habe und auch viel Freude mit der Kurzgeschichte "Zerstöre mich" hatte, stand für mich sehr schnell fest, dass ich selbstverständlich auch den zweiten Band "Rette mich vor dir" lesen wollte. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und ich muss leider sagen, dass der zweite Band der Trilogie leider schwächer als der erste Band ist, mich aber dennoch unterhalten konnte.

Tahereh Mafi bleibt sich und ihrem Schreibstil treu und bildet oftmals sehr verwirrende Sätze, die aber sehr gut in Juliettes Gedanken- und Gefühlswelt passen. Obwohl die Geschichte weiterhin sehr lebhaft erzählt wird, hat mir hier stellenweise doch das gewisse Etwas gefehlt, denn leider haben sich die Figuren nicht so stark weiterentwickelt, wie ich es zuvor erhofft habe.

Juliette hat mir im ersten Band noch sehr gut gefallen. Sie war zwar schon immer naiv und ein wenig anstrengend, allerdings mutiert sie in "Rette mich vor dir" zu einer absoluten Dramaqueen, die nur an sich und ihr persönliches Schicksal denkt. Von daher empfand ich sie in diesem Band oftmals als sehr anstrengend, was sich zwar im Laufe der Geschichte etwas bessert, jedoch habe ich mir gewünscht, dass sie im Verlauf der Geschichte weitaus selbstbewusster wird, was jedoch nicht der Fall ist. Auch Adam konnte mich in diesem Band nicht überzeugen. Bereits im ersten Band habe ich ihn als sehr blass empfunden und leider hat sich dies in "Rette mich vor dir" nicht geändert - ganz im Gegenteil. Stattdessen ist er nun ebenfalls eine Dramaqueen, der scheinbar auf alles und jeden wütend ist, dafür aber Juliette schon fast krankhaft vergöttert.

Castle und die anderen Menschen, die in Omega Point leben und gegen das Reestablishment kämpfen, finde ich dagegen wahnsinnig interessant und hätte am liebsten noch viel mehr über ihre Kräfte und ihr Leben erfahren. Auch Warner konnte mich in diesem Band wieder einmal überzeugen, sodass er sich trotz seiner Grausamkeit immer mehr zu einem Liebling entwickelt, da er von allen Figuren das größte Potential besitzt.

Die Liebesgeschichte zwischen Adam und Juliette finde ich dagegen alles andere als spannend, denn sie passen meiner Meinung nach absolut nicht zusammen und auch der Verlauf ihrer Geschichte ist mir viel zu dramatisch, was so gar nicht zur restlichen Geschichte passen wollte.

Viel interessanter finde ich dagegen Warners Familiengeschichte, die zwar sehr grausam ist, aber auch so manche Überraschung bereit hält, mit der ich nicht gerechnet hätte. Die Entwicklung tut der Geschichte allerdings mehr als gut, sodass ich schon sehr gespannt bin, was die Autorin im dritten und letzten Band "Ich brenne für dich" daraus machen wird.

Das Cover ist wieder einmal sehr schön anzusehen und passt sich dem ersten Band sehr gut an, sodass auch dieses ein absoluter Hingucker ist. Die Kurzbeschreibung weiß ebenfalls zu überzeugen, insofern ist es kein Wunder, dass ich "Rette mich vor dir" unbedingt lesen wollte.

Insgesamt ist "Rette mich vor dir" eine gute Fortsetzung, bei der mich zwar die Figuren nicht immer begeistern, mich allerdings die Gesamtentwicklung der Geschichte überzeugen konnte, sodass ich von der Reihe insgesamt weiterhin sehr begeistert bin. Von daher kann ich jedem nur empfehlen, dieser Trilogie eine Chance zu geben.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.11.2015
King, Stephen

Finderlohn / Bill Hodges Bd.2


sehr gut

Nachdem ich "Mr. Mercedes", den ersten Band der "Bill Hodges"-Trilogie leider nur mittelmäßig fand, war ich auf den zweiten Band "Finderlohn" umso gespannter, denn zuletzt habe ich immer wieder gelesen, dass dieser weitaus besser als der erste Band sein soll. Dies kann ich zum Glück auch bestätigen, denn mir hat "Finderlohn" gut gefallen.

Da ich "Mr. Mercedes" leider etwas flach und als untypisch für einen King-Roman empfand, habe ich den Autor bei "Finderlohn" direkt am Schreibstil erkannt, denn dieser ist wieder typisch für den Autor: Sehr spannend, oftmals verwirrend und salopp, gerne mit ein paar Flüchen versehen und immer wieder geradeaus ohne etwas zu beschönigen. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, die Dialoge sarkastisch, aber auch wahnsinnig interessant und der Verlauf der Geschichte ist fast immer unvorhersehbar.

Bei "Finderlohn" wurde ich gleich mehrfach vom Autor überrascht, denn immer dann, wenn ich dachte, dass ich bereits alles herausgefunden habe, hat Stephen King komplett in eine andere Richtung gelenkt, sodass ich oftmals ratlos mit dem Buch in der Hand im Sessel saß und dementsprechend auch unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht.

Außerdem sollte angemerkt werden, dass man die Geschichte auch unabhängig von "Mr. Mercedes" lesen kann, allerdings die Reihenfolge meiner Meinung nach einhalten sollte, da es immer wieder kleine Anekdoten gibt und Figuren aus "Mr. Mercedes" auftauchen, die sonst unter gewissen Umständen beim Leser untergehen könnten.

Bill Hodges hat sich gut weiterentwickelt. Zwar ist er immer noch ein hartes und scharfsinniges Kerlchen, der oftmals mit seiner Art recht schroff rüberkommt, allerdings habe ich ich den alternden Detective außer Dienst trotz seiner Schwächen ins Herz geschlossen. Der Täter, Morris Bellamy, ist dem Leser von Anfang an bekannt, was aber den Reiz an der Geschichte ausmacht. Dieser ist nahezu besessen von einer Romanfigur und möchte unbedingt wissen, wie es mit seiner Lieblingsfigur weitergeht. Da der Autor allerdings keine weiteren Bücher mehr veröffentlicht, bringt er diesen kurzerhand um, weil er die Hoffnung hat, dass er in seinem Nachlass noch weitere Bücher findet, die bislang noch unveröffentlicht sind. Dass er dabei schnell geschnappt wird und im Gefängnis landet, ist dabei kein Wunder, allerdings beginnt die Geschichte erst so richtig, als dieser wieder aus dem Gefängnis frei kommt.

Auch die anderen Figuren, wovon man bereits einige aus "Mr. Mercedes" kennt, werden gut und glaubwürdig in die Geschichte eingegliedert, sodass man hier das ein oder andere Wiedersehen hautnah miterleben darf. Neue Figuren werden ebenfalls gut in die Geschichte eingebaut, sodass Stephen King hier mal wieder vielseitige und interessante Figuren geschaffen hat, die das Ganze zu einer (fast) perfekten Geschichte machen.

Das Cover ist im selben Stil wie "Mr. Mercedes" gestaltet, sodass beide Bände sehr gut zueinander passen. Durch den blutigen Füller gefällt mir das Cover von "Finderlohn" sogar noch viel besser. Auch die Kurzbeschreibung hat mich begeistern können, sodass das Buch unbedingt gelesen werden musste.

Abschließend kann man sagen, dass die Geschichte rund um Bill Hodges gut weitergeführt wird und ich großen Spaß an der Geschichte hatte, da der Autor hier noch einmal eine ganze Schuppe drauf gelegt hat. Wer "Mr. Mercedes" schon gut fand, wird "Finderlohn" lieben.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.11.2015
Moran, Caitlin

All About a Girl


gut

Ich bin ein Kind der frühen achtziger Jahre und habe somit die neunziger Jahre sehr bewusst mitbekommen. Was passt da also besser, als eine Geschichte, die nicht nur in England, sondern auch in neunziger Jahren spielt? Aufgrund der Kurzbeschreibung wurde ich sehr neugierig und wollte "All About a Girl" dementsprechend gern lesen.

Ehrlich gesagt bin ich mir nicht ganz so sicher, was ich von der Geschichte halten soll, denn einerseits finde ich die Geschichte zwar interessant, andererseits konnten mich die Figuren aber leider gar nicht von sich überzeugen. Man muss der Autorin zwar hoch anrechnen, dass sie hier interessante und auch heute noch stellenweise brandaktuelle Themen bestens beschreibt, allerdings wollte bei mir der Funke nie so ganz überspringen, sodass ich mich nicht vollständig auf die Geschichte einlassen konnte. Dazu kommt, dass der Schreibstil doch oftmals knallhart ist und sicherlich nicht jeden Geschmack treffen wird, denn die Autorin schreibt sehr salopp und schonungslos und scheut sich auch nicht, ein eher verpöntes Thema anzusprechen.

Die 14-jährige Johanna und ich wollten einfach nicht zueinander finden, denn sie blieb für mich bis zum Schluss nicht greifbar, sodass ich weder mit ihr mitfühlen, noch nie sonderlich ins Herz schließen konnte. Vielmehr habe ich ihren Lebensweg oftmals mit einem Schulterzucken verfolgt, da wir wohl einfach zu verschieden sind und ich mich so gar nicht in sie hineinversetzen konnte. Bereits mit vierzehn Jahren dreht sich bei ihr viel um die Sexualität und hat bereits jetzt in der Hinsicht sehr viele Phantasien und Wünsche.

Wer jetzt aber hier ein typisches Jugendbuch erwartet, bei dem es darum geht, den Traumprinzen zu finden, der - selbstverständlich - für immer bei einem bleibt, der wird enttäuscht sein, denn hier geht es um das nackte Leben: Ungeschönt, manchmal sehr direkt und somit konnte mich die Geschichte dennoch das ein oder andere Mal zum Nachdenken anregen.

Hier geht es vielmehr um das Leben an sich, ums Erwachsenwerden und um den Platz, den man im Leben noch finden muss. Johanna lebt mit ihren Eltern in einer Sozialwohnung, ihre Eltern sind eher untypische Eltern und leben alten Träumen nach. Dadurch stehen Johanna und ihre Geschwister oftmals im Hintergrund, sodass sie noch nicht zu sich selbst gefunden haben. Das Leben in den Neunzigern wird dagegen gut beschrieben und ich konnte mich an vieles, was hierbei angedeutet wurde, noch erinnern, sodass sich sicherlich der ein oder andere Leser mit dem Buch verbunden fühlen könnte.

Auch wenn ich die Geschichte hier zum Teil lobe, konnte ich mich dennoch nie mit ihr anfreunden, denn ich habe hier mit etwas vollkommen anderen nicht gerechnet. Nicht zwingend mit einem typischen Jugendbuch, sondern eher mit einer Geschichte, die nicht so salopp und oftmals knallhart beschrieben wird. Ich denke aber, dass Leute, die einen solchen Schreibstil bevorzugen, großen Spaß an der Geschichte haben dürften.

Das Cover ist sehr schön anzusehen und besticht mit tollen Farben, sodass es für mich ein absoluter Hingucker ist. Auch die Kurzbeschreibung ist sehr gelungen und fasst die Geschichte schon gut zusammen.

Insgesamt kann man sagen, dass "All About a Girl" ein netter Roman ist, der mich allerdings von den Figuren her leider nicht begeistern konnte. Die Geschichte ist zwar schnell zu lesen und hat auch den ein oder anderen skurrilen Moment parat, allerdings muss ich insgesamt sagen, dass ich wohl nichts verpasst hätte, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte. Dennoch sollten Fans der neunziger Jahre dem Buch eine Chance geben.

Bewertung vom 25.11.2015
Gier, Kerstin

Das dritte Buch der Träume / Silber Trilogie Bd.3


weniger gut

Kerstin Gier und ich - das hat bislang immer gut geklappt. Wir haben uns schöne Kleider angezogen, sind durch die Zeit gereist, haben die Mütter-Mafia bei ihren Alltagsgeschichten begleitet und haben in ihren Büchern schon so manch skurrile Szene erlebt und einigen Liebeskummer verarbeitet. Doch die "Silber"-Trilogie konnte mich leider bislang nie so ganz von sich überzeugen. Dementsprechend skeptisch war ich gegenüber dem dritten und letzten Band und hatte nur geringe Erwartungen.

Dennoch bin ich trotzdem ein wenig enttäuscht, denn bei diesem Band wurde noch einmal deutlich, wie wenig mir die Trilogie doch zusagt, da helfen auch sämtliche Sympathien für die Autorin nicht weiter, denn hier sollte es einfach nicht sein. Kerstin Gier zeigt zwar auch hier wieder einmal, wie viele (verrückte) Ideen sie doch hat und wie gut sie diese auch umsetzen kann, allerdings wollte der Funke bei mir einfach nicht überspringen, da ich leider weder die Figuren sonderlich mochte, noch mich großartig in die Geschichte hineinversetzen konnte. Hier hatte ich vielmehr das Gefühl, dass der berühmte rote Faden einfach nicht vorhanden war und die Geschichte für meinen Geschmack oftmals viel zu häufig dahin plätscherte. Zwar gab es auch hier und da wieder den typischen Gier-Humor, allerdings konnte auch dies mich nicht so erheitern, wie ich es zuvor erhofft habe.

Das größte Problem waren allerdings die Figuren, mit denen ich vom ersten Band an nicht warm wurde. Liv war mir zum Beispiel von Anfang an nicht sympathisch und ich empfand sie für eine Hauptfigur unglaublich blass und zu schwach ausgearbeitet, sodass ich mich nie in sie hineinversetzen konnte. Ihre Schwester Mia fand ich zwar deutlich sympathischer, allerdings wollte auch da der Funke nicht überspringen, ebenso bei den Figuren Matt, Lottie oder auch Henry.

Die Geschichte selbst plätscherte wie gesagt oftmals nur vor sich hin, große Spannungsmomente gab es für mich leider nur selten, die Liebesgeschichte ist flach und nicht gut ausgearbeitet und auch die Traumwelt ist für mich nicht mehr das, was sie noch in Band 1 und 2 gewesen ist. Auch das sogenannte "Böse" in der Geschichte empfand ich leider gar nicht als böse, sondern eher als nette, abwechslungsreiche Sache, denn sonst wäre die Geschichte nur noch langweiliger gewesen. Für mich als Fan von Kerstin Gier tut dies in der Seele weh, aber manchmal soll es wohl einfach nicht sein.

Wunderschön ist dagegen wieder einmal die Gestaltung des Covers und des Buches, an dem man sich gar nicht satt genug sehen kann. Auch die Kurzbeschreibung weiß zu überzeugen, von daher ist es gleich doppelt so schade, dass die Geschichte für mich einfach nicht funktionieren wollte.

Satz mit X, das war wohl nix. Die "Silber"-Trilogie und ich wollten einfach nicht zusammenpassen und somit habe ich das Buch dann doch recht enttäuscht beendet. Da Kerstin Gier aber weiterhin zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen gehört, wird dieser kleine Ausrutscher für mich wohl auch schnell vergessen sein.

Bewertung vom 25.11.2015
Mafi, Tahereh

Ich brenne für dich / Juliette Trilogie Bd.3


sehr gut

Das ist es also: Das Ende der "Shatter me"-Trilogie! Ich muss sagen, dass mir dies viel zu schnell kam, denn ich habe die ersten beiden Bände, plus Zusatzbände, viel zu schnell verschlungen, sodass ich mich noch gar nicht von Juliette, Warner und Co. verabschieden wollte. Da ich aber unbedingt wissen wollte, wie es mit der Geschichte weiter geht, hab ich auch "Ich brenne für dich" in kürzester Zeit verschlungen.

Der Schreibstil ist wieder einmal großartig. Zwar beschreibt die Autorin die Geschichte deutlich geradliniger und nicht mehr so verwirrend, was aber wohl auch hauptsächlich an Juliettes Entwicklung liegt, da sie mittlerweile klarere Gedanken hat. Ansonsten sind die Figuren wieder einmal wunderbar ausgearbeitet, die Dialoge stimmig, oftmals sehr tiefgründig, aber auch sehr humorvoll, sodass ich jede Menge Spaß an der Geschichte hatte.

Auffällig ist hier wohl am meisten die Weiterentwicklung der Figuren. Während ich Juliette im zweiten Band als sehr nervig empfand, da sie ständig zur Dramaqueen mutierte, hat sie mir nun schon wieder viel besser gefallen. Sie wirkt deutlich mutiger und selbstbewusster und darf endlich die Person sein, die sie immer sein wollte, was ihr mehr als gut tut. Auch Warner und Kenji, meine beiden Favoriten in der gesamten Trilogie, haben mir wieder sehr gut gefallen und ich fand es sehr interessant, auch mal andere Seiten von ihnen kennenzulernen. Adam, den ich während der gesamten Trilogie als sehr blass empfand, ist mir zwar nach wie vor noch sehr unsympathisch, allerdings besitzt er nun endlich mehr Ecken und Kanten, was der Geschichte unheimlich gut tut. Auch die anderen Figuren, wie z.B. Castle oder auch James, konnten mich ebenfalls wieder von sich überzeugen, sodass ich mich auf das Wiedersehen gefreut habe.

Die Geschichte rund um das Reestablishment und speziell um Sektor 45 hat mir gut gefallen. Diese wird sehr gut fortgesetzt und man lernt in diesem Band auch die wahren Gefühle und Gedanken der Soldaten kennen, die tagtäglich für das Reestablishment im Einsatz sind. Die Idee, dass Juliette und Warner das Reestablishment stürzen wollen, ist glaubwürdig und auch die Beweggründe sind mehr als verständlich und haben somit jede Menge spannende Momente geboten.

Auch die Liebesgeschichte, die hier selbstverständlich nicht fehlen darf, ist mehr als gelungen. Zwar werden Fans eines gewissen männliches Charakters nicht allzu glücklich mit der Entwicklung sein, allerdings habe ich die Liebesgeschichte rund um Juliette sehr gerne verfolgt und bin froh, wie sie sich letztendlich entschieden hat, denn dadurch gab es jede Menge interessante Momente.

Allerdings gibt es auch zwei kleine Kritikpunkte, über die ich leider nicht hinwegsehen kann. Zum einen ist es die Tatsache, dass aus der Dystopie zum Ende hin immer mehr eine Art Superhelden-Geschichte wurde, in der anscheinend nahezu jeder Mensch plötzlich ungeahnte Fähigkeiten besitzt und natürlich damit auch die Welt erobern kann. Sowas kann man sicherlich mögen, allerdings empfand ich es als sehr gewöhnungsbedürftig. Auch das Ende selbst war leider eine kleine Enttäuschung, denn dies war mir viel zu offen und verlief viel zu schnell, sodass ich noch jede Menge unbeantwortete Fragen habe.

Das Cover ist dagegen wieder einmal wunderschön und passt sich den anderen Bänden an, sodass es insgesamt eine sehr runde Sache ist. Gleiches gilt für die Kurzbeschreibung, die wie immer das Buch gut bewirbt und mich direkt gepackt hat.

Insgesamt ist "Ich brenne für dich" ein guter Abschluss der "Shatter me"-Trilogie, der allerdings auch kleinere Schwächen mit sich bringt und mich mit seinem Ende nicht gänzlich überzeugen konnte. Dennoch hat mir die Geschichte grundsätzlich sehr gefallen, sodass ich die gesamte Trilogie jedem ans Herz legen möchte.

Bewertung vom 25.11.2015
Peters, Veronika

Aller Anfang fällt vom Himmel


gut

Auf "Aller Anfang fällt vom Himmel" von Veronika Peters habe ich mich ganz besonders gefreut, denn die Geschichte klang so vielversprechend, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Am Ende muss ich aber leider sagen, dass ich ein klein wenig enttäuscht bin, da das Buch meine Erwartungen nicht komplett erfüllen konnte.

Dabei muss aber sofort gesagt werden, dass Veronika Peter hier bei weitem keine schlechte Geschichte geschrieben hat. Diese besitzt nämlich einen wunderbaren Schreibstil, der mir gut gefallen hat. Zusätzlich wurden die Gedanken und Gefühle der Figuren, die Figuren selbst und auch die Dialoge gut ausgearbeitet. Letztendlich muss ich aber zugeben, dass ich während der gesamten Geschichte das gewisse Etwas vermisst habe.

Korbinian und Billa wurden von der Autorin gut ausgearbeitet. Hier wird schnell klar, wie gegensätzlich der Witwer und die junge Frau doch sind. Während Korbinian oftmals sehr kaltschnäuzig und wie ein Einzelgänger wirkt, ist Billa für ihre fast achtzehn Jahre noch sehr naiv, allerdings auch sehr selbstbewusst. Zunächst habe ich nicht geglaubt, dass beide Figuren tatsächlich so gut miteinander harmonieren können, allerdings wurde ich hier von der Autorin mehr als überrascht. Aber auch die anderen Figuren, wie z.B. Schiller oder auch Angie haben mir gut gefallen und sie waren im Laufe der Zeit nicht mehr wegzudenken.

Das Thema Freundschaft, dass in diesem Buch eine immer wichtigere Rolle spielt, wird von der Autorin authentisch beschrieben und auch die Entwicklung von Billa und Korbinian ist dabei sehr beachtlich, sodass ich beide Figuren sehr sympathisch fand. Hierbei wird auch deutlich, dass Freundschaft nicht zwingend ein Alter kennt und auch Senioren noch von Teenagern lernen können. Dabei öffnet sich Korbinian, der sonst eher verschlossen ist, immer mehr und geht auch wieder verstärkt auf seine Schwester zu.

Das Cover ist wunderschön anzusehen und passt bestens zur Geschichte. Vor allem die Farben sind gut gewählt. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich spontan angesprochen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: "Aller Anfang fällt vom Himmel" ist eine nette und gut ausgearbeitete Geschichte, die mir ein paar gute Lesestunden bereitet, bei der mir allerdings auch das gewisse Etwas gefehlt hat, sodass die Geschichte bei mir wohl nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird. Dennoch sollte man, wenn man sich für ungewöhnliche Freundschaften interessiert, dem Buch trotzdem eine Chance geben.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.11.2015
Carey, Anna

Deadfall / Blackbird Bd.2


sehr gut

Nachdem mir Anna Careys Buch "Blackbird" im letzten Jahr gefallen hat, wollte ich auch unbedingt die Fortsetzung "Deadfall" lesen. Da die Kurzbeschreibung sehr gut klang und ich den ersten Band noch gut im Gedächtnis hatte, habe ich mich auf ein paar spannende Lesestunden gefreut, die ich letztendlich auch bekommen habe.

Während ich beim ersten Band noch bemängelt habe, dass das Buch an einigen Stellen unfertig wirkt, hat die Geschichte diesmal Hand und Fuß und für mich wurden immer mehr offene Fragen beantwortet, sodass ich auch mittlerweile einen besseren Zugang zu "Blackbird" habe. Anna Carey beschreibt die Geschichte dabei nach wie vor sehr eindringlich und stellenweise auch fast schon zu detailliert, allerdings hatte ich mit dem Schreibstil keinerlei Probleme. Die Geschichte wird flüssig erzählt, besitzt keine Längen, steigert sich immer mehr und auch die Figuren entwickeln sich immens weiter.

Sunny, die eigentlich Lena heißt, hat sich enorm gesteigert. Während sie mir im ersten Band noch oftmals fremd erschien, da sie selbst nichts über sich wusste, hat sie mir in "Deadfall" enorm gut gefallen. Ihre Ansichten und ihr Mut sind beispielhaft und ich konnte sie ins Herz schließen. Auch Ben und Rafe sind von der Autorin gut ausgearbeitet. Ich muss zwar zugeben, dass ich mit ihnen nicht so warm wurde, wie z.B. mit Lena, allerdings wollte ich sie auch nicht missen, sodass ich insgesamt alle Figuren gut leiden konnte.

Interessant ist hierbei, dass man als Leser nie sonderlich vorausschauen kann, da man immer auf dem selben Kenntnisstand von Lena ist, da man als Leser quasi selbst Lena ist. Dies fand ich im ersten Band noch sehr gewöhnungsbedürftig, allerdings hatte ich in diesem Band keine Probleme mehr damit. Sehr gut ist auch, dass die Geschichte da weiter macht, wo man bei "Deadfall" aufgehört hat, sodass die Geschichte lückenlos weitererzählt wird.

Die Handlung an sich ist spannend, Lena lernt immer mehr dazu und erfährt einiges zu ihrer Familie, zu ihrer eigenen Person und Dinge, die in der Vergangenheit geschehen sind. Lenas Flucht von Los Angeles in Richtung New York wird spannend und temporeich erzählt, sodass man als Leser auch einige spannende Verfolgungsjagden erleben darf. Somit kann man den Abschluss der Dilogie auch als gelungen einstufen.

Das Cover gefällt mir sehr gut und es passt sich auch sehr schön dem ersten Band an. Dazu gefällt mir auch der Grünton mehr als gut, sodass beide Cover nebeneinander wahre Eyecatcher sind. Die Kurzbeschreibung liest sich gut und macht Lust auf mehr, sodass ich die Fortsetzung unbedingt lesen wollte.

Insgesamt hat mir "Deadfall" nach "Blackbird" sehr gut gefallen, da sich sämtliche Figuren gut entwickelt haben und viele offene Fragen beantwortet wurden, sodass ich die Dilogie rund um Lena als sehr gelungen empfinde. Somit entwickelt sich die Autorin auch immer mehr zu einer Lieblingsautorin, sodass ich mich auf viele weitere Bücher von Anna Carey freue.