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hapedah

Bewertungen

Insgesamt 772 Bewertungen
Bewertung vom 08.04.2021
Barns, Anne

Bernsteinsommer (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Christina betreibt eine kleines Café, doch gerade schlagen die Probleme beinahe über ihr zusammen. Ihr an Alzheimer erkrankter Vater verliert sich immer mehr, der Exmann drängt auf schnelle Abwicklung der Scheidungsformalitäten und im Café gibt es einen Rohrbruch, der größere Reparaturen nach sich zieht. Ein Lichtblick ist das Wiedersehen mit Lukas, der schon seit Jahren in Christina verliebt ist. Und in den Bildermappen ihres Vaters findet Christina wunderbare Gemälde - um der begabten Malerin unter ihren Vorfahren auf die Spur zu kommen, reist Christina spontan auf die Insel Rügen.

"Bernsteinsommer" von Anne Barns ist ein Roman, der Wohlfühlatmosphäre mit bringt und mir von der ersten bis zur letzten Seite ein angenehmes Leseerlebnis geboten hat. Da ich bereits einige Romane der Autorin kenne, hatte ich es nicht anders erwartet, ihr Schreibstil ist immer wieder wunderbar zu lesen und es macht Spaß, ihre sympathische Protagonistin zu begleiten. Auch der Hintergrund ist liebevoll beschrieben, so dass mich die Geschichte direkt an die Ostsee versetzt und dabei auch in Urlaubsstimmung gebracht hat. Anne Barns gelingt es immer wieder, trotz aller Probleme, mit denen sich die Protagonistin herum schlägt, das Positive in den Vordergrund zu stellen und ihre Leser nach Beendigung der Lektüre rundum zufrieden zurück zu lassen.

Auch die Personen um Christina herum sind gewohnt umfassend und liebenswert dargestellt. Besonders gefreut habe ich mich, die Figuren aus "Drei Schwestern am Meer" und "Eisblumenwinter" wieder zu treffen, denn die Cousine von Christinas Papa ist Thea, die Nachbarin von Oma Anni aus den genannten Büchern. Gekrönt wird die Erzählung durch die Beschreibung der kulinarischen Köstlichkeiten, wie immer sind im Anhang einige Rezepte beigefügt, die zum Nachmachen animieren. Damit bietet dieser Roman entspannte Unterhaltung, bei der auch die Romantik nicht zu kurz kommt und ich spreche dafür sehr gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Wie ich es von Anne Barns kenne, bringt auch dieses Buch eine wundervolle Mischung aus Familiengeschichte, Romantik und süßen Leckereien mit sich, Wohlfühlatmosphäre ist garantiert, so dass ich den Roman gern weiter empfehle.

Bewertung vom 06.04.2021
Tramountani, Nena

Fly & Forget / Soho-Love Bd.1


sehr gut

Für Studentin Liv läuft es gerade nicht rund, ihr Freund hat die Beziehung beendet, nun muss sie kurzfristig eine neue, bezahlbare Unterkunft finden und auch ihre Mitarbeit bei der Collegezeitung, die ihr dringend benötigte Studienpunkte verschafft, steht auf der Kippe. In dieser Situation bietet Matilda, eine Zufallsbekanntschaft, Liv ein Zimmer in ihrer WG an - doch dort wohnt auch Noah, der früher Liv´s bester Freund war und vor drei Jahren den Kontakt rigoros abgebrochen hat. Aus dem ehemals so nachdenklichem Jungen ist ein attraktiver Aufreißertyp geworden, der absolut keinen Wert darauf legt, die frühere Freundschaft wieder aufleben zu lassen.

"Fly & Forget" von Nena Tramountani ist eine Geschichte, die mich am Anfang sehr schnell in ihren Bann gezogen hat. Den Schreibstil der Autorin habe ich sehr gemocht, beim Lesen bin ich leicht und locker durch die Geschichte geglitten. Liv´s Schmerz ist intensiv beschrieben, ihre Emotionen waren für mich von Anfang an sehr greifbar, wodurch ich einige ihrer Reaktionen gut nach vollziehen konnte, auch wenn ihre Vogel-Strauß-Politik sie zunächst nicht sonderlich sympathisch wirken ließ. Noah glänzte zu Beginn ebenfalls nicht unbedingt als Sympathieträger, doch auch bei ihm verbirgt sich hinter der abweisenden Fassade ein tiefer Kummer.

Auf jeden Fall versteht es Nena Tramountani, ihren Protagonisten intensive Gefühlstiefe zu verleihen, auch die Nebenfiguren sind umfassend beschrieben, gerade Matilda und Briony peppen die Geschichte zusätzlich auf - umso schöner ist es, dass jede von ihnen noch einen eigenen Roman bekommen wird. "Fly & Forget" ist der Auftakt einer Trilogie, da jeder der Bände eine abgeschlossene Lovestory enthält, können die Bücher auch einzeln gelesen werden. Insgesamt hatte ich mit dieser Erzählung einige recht angenehme Lesestunden und dennoch hat mir das gewisse "Etwas" gefehlt, so dass ich in meiner Bewertung einen Stern abziehe. Wer sich an kleineren Längen in der Handlung nicht stört, dem gebe ich gern eine Leseempfehlung.

Fazit. Bis auf einige Kleinigkeiten habe ich die Geschichte gemocht und freue mich, dass die Mitbewohnerinnen von Liv und Noah noch Jede ihre eigenen Geschichte bekommen wird, den Trilogieauftakt empfehle ich gern weiter.

Bewertung vom 06.04.2021
Jahn, Klara

Die Farbe des Nordwinds


ausgezeichnet

Obwohl Ellen als Teenager nur kurz auf der Hallig gelebt hat, weiß sie, dass hier ihre Seelenheimat ist und nach zwanzig Jahren kehrt sie endlich zurück. Liske, die damals wie eine Schwester für sie war, ist wenig begeistert, doch Ellen ist fest entschlossen, sich in das Halligleben zu integrieren. Zweihundert Jahre zuvor berichtet ein zunächst namenloser Erzähler vom harten Alltag der Halligbauern und von der nicht zu unterschätzenden Gefahr durch die Nordsee.

"Die Farbe des Nordwinds" von Klara Jahn hat mich trotz der ruhig gehaltenen Erzählweise von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen. Die Handlung wechselt zwischen zwei Zeitebenen und am Anfang scheint es keine Verbindung von Ellen zum namenlosen Erzähler in der Vergangenheit zu geben, doch im Lauf der Geschichte sind immer mehr Parallelen erkennbar. Beide Protagonisten sind eher verschlossen und tragen ihre Kämpfe oft innerlich aus, dennoch hatte ich nie das Gefühl, keine Verbindung zu ihnen zu bekommen. Auch die Figuren in ihrem Umfeld hat die Autorin anschaulich beschrieben, so dass ich mir alle Personen gut vorstellen konnte.

Mit besonderer Liebe ist die Halligumgebung dargestellt, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart fängt Klara Jahn die jeweilige Stimmung authentisch ein, mich in das Buch zu vertiefen hat das Gefühl eines kleinen Urlaubs an der Nordsee mitgebracht. Auch reale historische Ereignisse, wie die große Sturmflut im Jahr 1825 sind in die Erzählung eingeflossen und machen deutlich, dass Halligschutz damals wie heute ein wichtiges Thema sind, an dem sich die Geister jetzt genau so wie früher scheiden. Für mich hat die Geschichte ein wunderbares Leseerlebnis mit Nordseefeeling bedeutet, deshalb gebe ich sehr gern eine Leseempfehlung.

Fazit: Die ruhig und dabei kraftvoll erzählte Geschichte zeigt das nicht immer einfache Leben der Menschen auf einer Hallig, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart stellt die Nordsee eine Bedrohung dar, die immer wieder unterschätzt wird. Das Leben zwischen Idylle und Naturgewalten zeigt die Autorin in bildgewaltiger Sprache, dieses beeindruckende Buch empfehle ich sehr gern weiter.

Bewertung vom 31.03.2021
Licht, Kira

Wer die Seele berührt / Kaleidra Bd.2 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Emilia findet sich in der Gewalt des Quecksilberordens unter Führung des eiskalten Professor Avalanche wieder, Ben wurde ebenfalls gefangen genommen. Sie sollen mit einem Ordensmitglied der Quecks den Tria-Bund schließen und das Wasser des Lebens herstellen, doch das läuft nicht ganz ab, wie der Professor es geplant hatte und so zwingt er Emilia und Ben, nach Kaleidra zu reisen - eine Welt, die nur aus Elementen besteht und die für jedes lebende Wesen äußerst gefährlich ist.

"Kaleidra - Wer die Seele berührt" von Kira Licht ist der zweite Teil einer Trilogie, zum Verständnis ist es unabdingbar, zunächst den Vorgängerband gelesen zu haben, da die Handlung direkt darauf aufbaut. Mich hatte schon der erste Band schnell in seinen Bann gezogen und auch die Fortsetzung konnte mich wieder fesseln und begeistern. Die Protagonisten Emilia und Ben sind mir sympathisch und es hat Spaß gemacht, sie bei ihren neuen Abenteuern zu begleiten, bekannte Figuren aus ihrem Umfeld wieder zu treffen und auch neue Personen kennen zu lernen.

Kira Lichts Schreibstil kenne und liebe ich schon aus einigen anderen Büchern und erneut hat mich hier die umfassende Darstellung ihrer Figuren und auch die detaillierte Beschreibung des Hintergrunds fasziniert und bezaubert. Immer wieder bin ich begeistert über den Ideenreichtum der Autorin, die fantasievolle Handlung bringt wieder einige Überraschungen mit sich, so dass ich das Buch bis zur letzten Seite kaum aus der Hand legen mochte. Da es noch einen dritten Band geben wird, hat es mich nicht verwundert, dass der Roman mit einem Cliffhanger endet, der die Wartezeit bis zum Erscheinungstermin des Finales noch ewig lang erscheinen lässt. Für dieses fesselnde Fantasy-Erlebnis gebe ich sehr gern eine Leseempfehlung.

Fazit: Der zweite Band der Kaleidra-Trilogie ist genau so spannend und fantasievoll geschrieben, wie sein Vorgänger, das offene Ende macht neugierig auf den Abschlussband. Mich hat das Buch auf ganzer Linie überzeugt und ich empfehle es gern weiter.

Bewertung vom 29.03.2021
Pieper, Tim

Finstere Havel


ausgezeichnet

Melanie Berndt wird tot in ihrem Auto gefunden, das in die Havel gerollt war - KHK Toni Sanftleben muss nun herausfinden, ob ihr Tod ein Unfall, Selbstmord oder Mord war. Verdächtige gibt es genug, sei es der Ex-Mann, der das Ende der Beziehung nicht akzeptiert, der übergriffige Chef oder der gewaltbereite Nachbar. Und auch innerhalb von Tonis Team geht es gerade drunter und drüber, sowohl Gesa als auch Phong haben mit Gefühlen zu kämpfen, die ihrer Konzentration bei der Arbeit im Weg stehen.....

"Finstere Havel" von Tim Pieper ist der fünfte Fall um Hauptkommissar Toni Sanftleben, der mich bis zum Schluss nicht mehr los gelassen hat. Der Fall ist in sich abgeschlossen, so dass das Buch auch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden kann. Für mich war es der erste Kontakt zu Tim Piepers Krimis, sein Ermittler war mir schnell sympathisch und neben der eigentlichen Krimihandlung erzählt der Autor genug aus Tonis Privatleben, so dass ich nun Lust bekommen habe, auch die anderen Teile der Reihe zu lesen - schon um die Vorgeschichte um Toni Sanftleben und seine Partnerin kennen zu lernen.

Besonders mag ich es, beim Lesen auch ein wenig die Region kennen zu lernen, die den Rahmen für die Handlung bildet, in diesem Fall das idyllisch anmutende Havelland. Wie es sich für einen guten Krimi gehört, hat sich die Spannung konsequent durch die Geschichte gezogen, bis zur Auflösung am Ende konnte ich mich in wilden Spekulationen ergehen, bin bereitwillig jeder vom Autor ausgelegten falschen Fährte gefolgt und wurde dann schließlich doch überrascht. Damit hat Tim Pieper einen Roman geschrieben, der ganz nach meinem Geschmack mit fesselnder Handlung, menschlichen (zum Glück nicht perfekten) Ermittlern und einer wunderbaren Landschaft im Hintergrund glänzt. Von der ersten bis zur letzten Seite wurde ich ganz wunderbar unterhalten und gebe daher gern eine Leseempfehlung.

Fazit. Tim Pieper vereint alles, was ich von einem unterhaltsamen Regionalkrimi erwarte, ich habe jede Leseminute genossen und empfehle das Buch gern weiter.

Bewertung vom 29.03.2021
Below, Christin-Marie

Pension Herzschmerz


ausgezeichnet

Macht Lust auf Nordsee-Urlaub

Anna hat ihren Timo beim Fremd gehen ertappt, Lou wird von Nils unter Druck gesetzt, sich zwischen ihm und ihren Freundinnen zu entscheiden. Ihre beste Freundin Kim, die auf Norderney lebt, hat sich den Fuß gebrochen, deshalb beschließen Anna und Lou spontan, Kim für ein paar Tage zu besuchen. Da jeder der Frauen auf die eine oder andere Weise das Herz gebrochen wurde, entsteht an einem feucht-fröhlichen Abend die Idee zur Pension "Herzschmerz". Doch bevor die Freundinnen ihre Geschäftsidee umsetzen können, muss noch eine Hürde aus dem Weg geräumt werden.

"Pension Herzschmerz" ist der Debütroman von Christin-Marie Below, der mich mit seiner Wohlfühlatmosphäre von der ersten bis zu letzten Seite überzeugt hat. Die drei Freundinnen waren mir auf Anhieb sympathisch und es hat Spaß gemacht, sie nach Norderney zu begleiten. Die Protagonistinnen und auch die anderen Figuren fand ich umfassend und liebevoll dargestellt, auch der Hintergrund war bildlich beschrieben, so dass ich beim Lesen selbst Lust bekam, wieder einmal an die Nordsee zu reisen. Christin-Marie Belows Schreibstil erinnert mich an die wunderbaren Romane ihrer Mutter Anne Barns, ganz in der mütterlichen Tradition enthält auch dieses Buch ein Rezept im Anhang.

Der Roman ist in fünf Phasen des Liebeskummers unterteilt, zu Beginn jedes Abschnitts gibt es ein paar Ratschläge, wie diese Phase des Herzschmerzes am Besten zu bewältigen ist. Die Handlung fließt locker-leicht dahin und wirkte auf mich entspannend wie ein kleiner Urlaub für die Seele. Gerade jetzt in der Zeit, während wir nicht verreisen dürfen, hilft die Geschichte, sich für ein paar Stunden an die sonnige Nordseeküste zu träumen, so dass ich dafür sehr gern eine Leseempfehlung ausspreche. Da das Projekt der Hauptfiguren noch ganz am Anfang steht, hoffe ich darauf, dass die Autorin uns vielleicht einmal mit einer Fortsetzung erfreuen wird.

Fazit: Mit locker-leichtem Schreibstil ist es Christin-Marie Below gelungen, mich für einige angenehme Lesestunden an die Nordsee zu entführen, der Roman hat mich in Wohlfühlatmosphäre regelrecht eingehüllt und ich empfehle die wunderbare Geschichte gern weiter.

Bewertung vom 29.03.2021
Cherry, Brittainy

Durch die kälteste Nacht / Compass Bd.1


sehr gut

Nach einem traumatischen Verlust, muss Kennedy der Tatsache ins Auge sehen, dass auch ihre Ehe gescheitert ist. Ihre Schwester Yoana lässt sie erst einmal in einem frisch renovierten Haus in der Kleinstadt Havenbarrow wohnen, doch leider verlaufen Kennedys erste Begegnungen in der neuen Nachbarschaft eher negativ. Der brummigste Kleinstadtbewohner scheint Jax Kilter zu sein, in dem sie erst Tage später ihren Kindheitsfreund wieder erkennt. Doch Jax schleppt ebenfalls Verletzungen aus seiner Vergangenheit herum und stößt Kennedy zunächst von sich.

"Durch die kälteste Nacht" von Brittainy C. Cherry ist der erste Band der neuen "Compass"-Reihe. Wie ich es von der Autorin gewohnt bin, ist auch diese Geschichte emotional und durchaus fesselnd geschrieben - und dennoch konnte es mich nicht so packen, wie die anderen BCC-Bücher, die ich bisher gelesen habe. Am Anfang habe ich schon das eine oder andere Taschentuch verbraucht, später habe ich den Handlungsverlauf gefühlsmäßig eher distanziert betrachtet. Dabei sind sowohl die Protagonisten als auch die Nebenfiguren umfassend und lebendig dargestellt, so dass ich von den Personen immer ein klares Bild vor Augen hatte. Jax und Kennedy waren mir schnell sympathisch und auch einige andere Kleinstadtbewohner haben mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Doch es gab Stellen, an denen ich die Handlung als etwas holprig empfunden habe, auch der Wechsel der Gefühle kam teilweise überraschend. Gerade Jax stößt Kennedy sehr lange von sich, auch noch als er seine frühere beste Freundin in ihr erkennt und sieht, wie schlecht es ihr geht. Und dann plötzlich ist dieses "Wir Beide gegen den Rest der Welt"-Gefühl wieder da, den emotionalen Übergang hätte ich mir etwas sanfter gewünscht. Dennoch habe ich das Buch bis zur letzten Zeile kaum aus der Hand legen wollen und werde mit Sicherheit auch die Fortsetzungsbände lesen - für diesen Roman gebe ich gern eine Leseempfehlung an alle romantischen Herzen.

Fazit: Trotz kleinerer Schwächen, die verhindert haben, dass mich die Geschichte gefühlsmäßig so sehr packt, wie ich es von anderen Büchern der Autorin kenne, hatte ich einige recht angenehme Lesestunden und empfehle den Roman gern weiter.

Bewertung vom 25.03.2021
March, Meghan

Fight for Forever / Legend Bd.3 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Gabriel bereitet sich auf seinen großen Kampf vor, doch eine Bedrohung aus seiner Vergangenheit macht ihm schwer zu schaffen. Da sein alter Feind auch Scarlett ins Visier genommen hat, erhöhen sie die Sicherheitsmaßnahmen, doch sein Gegenspieler verlangt, dass Gabriel den Kampf verlieren soll. Das würde allerdings den finanziellen Ruin des Legend nach sich ziehen - eine schwere Entscheidung steht bevor.

"Fight for Forever" von Meghan March ist der Abschluss einer Trilogie, für mich war es der stärkste Teil der Reihe. Zum Verständnis ist es unabdingbar, zunächst die beiden vorangegangenen Bücher gelesen zu haben, da die Handlung durch alle drei Bände fortlaufend erzählt ist. Die Protagonisten waren mir vom ersten Roman an ans Herz gewachsen und ich mag sie immer noch sehr, Auch die Nebenfiguren hat die Autorin liebevoll und umfassend beschrieben, so dass sich das Eintauchen in diese Geschichte ein wenig wie ein Wiedersehen mit alten Freunden angefühlt hat.

Meghan Marchs Schreibstil kenne ich inzwischen aus einigen Büchern und war auch hier wieder sehr angetan davon, ich bin leicht und locker durch die Seiten geglitten. Ich fand dieses Buch noch ein wenig spannender als seine Vorgänger, so dass ich damit einige sehr angenehme Lesestunden verbracht habe. Wie schon im zweiten Teil war auch dieses Mal eine Nebenfigur mein Favorit, Bump ist einfach wunderbar dargestellt und wie die anderen Figuren mit ihm umgehen hat mir beim Lesen öfter ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Insgesamt habe ich die Romanreihe als sehr unterhaltsam empfunden, so dass ich dafür gern eine Leseempfehlung ausspreche.

Fazit. Der Abschlussband der Trilogie hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Wer die ersten beiden Bände noch nicht gelesen hat, sollte das nachholen, ehe er dieses Buch zur Hand nimmt, da die Handlung durch alle drei Teile fortlaufend gestaltet ist. Dieses warmherzig erzählte und entspannte Lesevergnügen empfehle ich gern an alle Romantiker weiter.

Bewertung vom 23.03.2021
March, Meghan

House of Scarlett / Legend Bd.2 (eBook, ePUB)


sehr gut

Nachdem Gabriel Scarlett am Ende des vorigen Bandes von sich gestoßen hat, war absehbar, dass der Punkt kommen würde, an dem Beide ihre Gefühle nicht mehr unterdrücken können. Doch auch nachdem sie wieder zusammen sind, kehrt keine Ruhe in ihr Leben ein, sowohl Gabe als auch Scarlett tragen Lasten aus der Vergangenheit, die sie früher oder später wieder einholen und die frische Beziehung auf die Probe stellen.

"House of Scarlett" von Meghan March ist der zweite Teil der Trilogie um Gabriel Legend und Scarlett Priest. Da die Handlung fortlaufend geschrieben ist, sollten die drei Bände in der richtigen Reihenfolge gelesen werden. Die Protagonisten kommen aus verschiedenen Welten und stellen erst nach und nach fest, dass sie dennoch ähnliche Erfahrungen aus ihrer Kindheit mit sich tragen, mir waren die Beiden schon aus dem Vorgängerbuch sympathisch. Sicher ist ihre Geschichte stellenweise vorhersehbar, was zwischendurch ein paar kleine Längen im Lesefluss mit bringt, dennoch habe ich mich insgesamt gut unterhalten gefühlt. Von den Nebenfiguren hat mir Bump am häufigsten ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, das Gabe und Scar (und auch Q´s Familie) sich so liebevoll um ihn gekümmert haben, war einfach wunderbar zu lesen.

Meghan Marchs Schreibstil ist gewohnt leicht und flüssig, so dass ich den Roman relativ schnell durch gelesen habe. Ihre Figuren sind umfassend und lebendig beschrieben, so dass ich sie mir alle gut vorstellen konnte und die Handlung beinahe wie ein Film vor meinem geistigen Auge abgelaufen ist. Damit bietet die Geschichte alles, was ich von einem guten Liebesroman erwarte, wunderbare Protagonisten (manchmal fast zu gut um wahr zu sein, aber dafür gibt es solche Bücher), eine recht spannende Handlung, viel Liebe und natürlich einen Cliffhanger, der Appetit auf den dritten Band macht. Wer den Vorgänger "Fall of Legend" mochte, wird auch hier wieder einige angenehme Lesestunden haben, daher spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Trotzdem die Handlung leicht vorhersehbar war, habe ich das Buch gemocht, die Protagonisten waren mir schon im ersten Teil sympathisch und ich empfehle die Geschichte gern weiter.

Bewertung vom 22.03.2021
Thomas, Angie

Concrete Rose


sehr gut

Maverick ist siebzehn Jahre alt und lebt, wie es für die Teenager in seinem Viertel typisch ist, Schule, Basketball spielen im Park und dealen für die Gang, der schon Mavs Vater angehört hat, bestimmen seinen Alltag. Bis er sich plötzlich in der Vaterrolle wieder findet, denn die Mutter seines Babys hat ihm den Kleinen übergeben und sich aus dem Staub gemacht. Obwohl Maverick von der Situation zunächst überfordert ist, versucht er, sein Leben umzustellen, doch so leicht ist es nicht, sich von der Gang zu lösen.

"Concrete Rose" ist das erste Buch, das ich von Angie Thomas gelesen habe, es wird nicht das letzte bleiben. Ohne Kenntnis ihres Romans "The Hate U Give", zu dem dieses Buch ein Prequel darstellt, fand ich es interessant, Mavericks Entwicklung mit zu erleben - jetzt bin ich auch neugierig darauf, ihn im zuerst erschienenen "Folgeband" als Erwachsenen wieder zu treffen. Er ist ein sympathischer Protagonist, der im Lauf der Handlung eine Entwicklung durchläuft, die ich beim Lesen gern begleitet habe. Den Schreibstil von Angie Thomas habe ich dabei als sehr authentisch empfunden, viele Slang-Begriffe, die zur Alltagssprache in Mavericks Wohnort gehören, sind im Anhang erläutert. Für mich war es sinnvoll, diesen Anhang zuerst zu lesen, so dass ich die Redewendungen dann nicht während des Leseflusses nachschlagen musste.

Nur eine Kleinigkeit habe ich als nicht ganz realistisch empfunden, nämlich die Sonderposition, die Mav durch seinen Vater und seinen Cousin in der Gang hatte. Obwohl er mehrmals im Lauf der Handlung betont hat, dass die Gang niemanden einfach so ziehen lässt, wurde Mavericks Entschluss, nicht mehr zu dealen, problemlos akzeptiert - gut für ihn, aber das geht etwas auf Kosten der Glaubwürdigkeit. Die im Klappentext erwähnten Schwierigkeiten, sich aus der Gang zu lösen, scheinen daher eher emotionaler Natur zu sein, während seines Entwicklungsprozesses muss Maverick entscheiden, wie er seine Zukunft gestalten möchte. Doch insgesamt gesehen hat mich diese Geschichte fasziniert und beeindruckt, ich gebe dafür sehr gern eine Leseempfehlung.

Fazit: Auch ohne "The Hate U Give" gelesen zu haben, hat mich Mavericks Geschichte in ihren Bann gezogen, bis zur letzten Seite mochte ich das Buch kaum aus der Hand legen, so dass ich es gern weiter empfehle.