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kleinbrina
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Köln

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Insgesamt 1388 Bewertungen
Bewertung vom 26.12.2015
Stubbs, David

Better Call Saul


ausgezeichnet

“Sie sind in eine Schlägerei geraten, haben ein anderes Auto gerammt oder sogar eine Leiche im Keller? Kein Problem, dann rufen Sie einfach Saul an!” Ich bin ein großer Fan von den TV-Serien “Breaking Bad” und “Better Call Saul”, in denen der Schauspieler Bob Odenkirk den doch recht skurrilen Anwalt Saul Goodman mimt. Von daher habe ich mich sehr gefreut, dass die Figur sein eigenes Buch erhalten hat und somit musste ich es natürlich direkt lesen.

Zuerst muss gesagt werden, dass das Buch wohl nur für Leser ist, die Fans der Serienfigur oder von “Breaking Bad” sind, ansonsten dürfte es schwer sein, sich für “Better Call Saul: Ein Fall für Saul Godman” zu begeistern. Auf knapp 130 Seiten werden hier spezielle Fälle und Momente von Saul Goodman zusammengefasst, die er während seiner gemeinsamen Zeit mit Walter White und Jesse Pinkman erlebt hat und vor allem, wie er den beiden zum ersten Mal begegnet ist.

Gleichzeitig wird hierbei auf sein Kleidungsstil und seine Leidenschaft für Schönheitssalons eingegangen, die er regelmäßig besucht. Auffällig ist hierbei auch, dass auch der Autor David Stubbs ein großer Fan von “Breaking Bad”, bzw. Saul Goodman zu sein scheint, denn bei diesem Werk wird nicht nur auf Goodmans Handeln oder seine Worte eingegangen, sondern die Figur fast schon analysiert. Gleichzeitig wird auch immer wieder auf seine Weggefährten wie z.B. Mike Ehrmantraut oder eben auch Walter White und Jesse Pinkman eingegangen, die aus der Serie “Breaking Bad” nicht wegzudenken sind. Wer “Better Call Saul” noch nicht gesehen hat, der sollte wissen, dass Mike Ehrmantraut dort ebenfalls dabei ist.

Zusätzlich ist das Buch mit jeder Menge Fotos aus der Serie gespickt, dazu gibt es zahlreiche Zitate, Werbebanner aus seinen Werbespots und vor allem auch einen “wunderschönen” Blick auf die Stadt Albuquerque mitsamt der wichtigsten Schauplätze, in denen sich alles abspielt und die sehr nahe an der mexikanischen Grenze liegt.

Kurz gesagt: Wer Fan der TV-Serien “Breaking Bad” und “Better Call Saul” ist, sollte sich “Better Call Saul: Ein Fall für Saul Goodman” nicht entgehen lassen, denn hier bekommt man alles, was das Fan-Herz braucht: Tolle Rückblicke, interessante Informationen und jede Menge Fotos. Ich kann es nur empfehlen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.12.2015
Sanderson, Brandon

Steelheart


gut

Ich bin nicht zwingend der allergrößte Fan von Brandon Sanderson und muss gestehen, dass “Steelheart” und ich alles andere als einen guten Start miteinander hatten, denn leider hatte ich mit der Geschichte zunächst große Schwierigkeiten, sodass ich das Buch erst einmal abgebrochen und hinterher, mit etwas Abstand, noch einmal von vorne angefangen habe.

Man kann nicht leugnen, dass der Autor ein unfassbares Talent besitzt und mit Worten mehr als gut umgehen kann, allerdings sind mir besonders die ersten einhundert Seiten schwer gefallen und es hat lange gedauert, bis ich mich voll und ganz auf die Geschichte einlassen konnte. Dies liegt vor allem an der Detailverliebtheit, die Brandon Sanderson in seinen Büchern an den Tag legt. Sowas kann man sicherlich mögen, mir waren viele Beschreibungen allerdings leider viel zu ausschweifend. Dennoch hat er hier eine Geschichte geschaffen, die man nur schwer umgehen kann, denn der Autor kann nicht nur sehr gut mit Wörtern umgehen, sondern hat auch die Figuren, besonders David, gut ausgearbeitet und Schauplätze geschaffen, die es in sich haben.

Wer Geschichten mit Superhelden mag, wird die Geschichte wohl ohne weiteres direkt lieben, wer mit diesen allerdings nicht allzu viel anfangen kann, der wird es hierbei schwer haben. Ich habe Superhelden bislang meistens neutral gegenüber gestanden, allerdings hätte ich mir hier gewünscht, wenn diese weniger Klischees besessen hätten. Hier hat mir Sanderson das ein oder andere Mal leider zu dick aufgetragen. Dennoch ist die Geschichte durchaus unterhaltsam und auch teilweise spannend, wenn man sich denn erst einmal darauf eingelassen hat.

Interessant ist hierbei allerdings, dass die Superhelden in diesem Fall die Bösen sind und die Weltherrschaft übernehmen und somit auch die Menschen unterdrücken möchten. Obwohl diese geradezu als chancenlos gelten, gibt es dennoch vereinzelte Menschen, die sich gegen diese stellen möchten. Darunter gehört unter anderem David, den man im Laufe der Geschichte gut kennen lernt, da “Steelheart” aus seiner Sicht erzählt wird. Dessen Vater wurde vor einiger Zeit von einem Epic namens Steelheart ermordet und seitdem schwört David Rache. Er schließt sich somit einigen anderen Untergrundkämpfern an, um sich u.a an Steelheart zu rächen.

Dies klingt zwar alles gut und vor allem auch spannend, allerdings muss ich sagen, dass ich bis zum Schluss auf den ganz großen Kracher und auf das gewisse Etwas gewartet habe. Dies habe ich leider bis zum Ende hin vermisst, sodass ich die Geschichte mit einiger Enttäuschung beendet habe. Dennoch habe ich noch so viele unbeantwortete Fragen, sodass ich den zweiten Band “Firefight” definitiv lesen möchte. Dazu hoffe ich, dass die weiteren Bände gleichzeitig auch etwas weniger ausschweifend beschrieben und dafür spannender gestaltet werden.

Das Cover gefällt mir sehr, sehr gut und ist ein absoluter Hingucker, den ich mir im Regal immer wieder gerne anschaue. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und war der Grund, weshalb ich der Geschichte überhaupt eine Chance gegeben habe.

Insgesamt ist “Steelheart” ein netter Auftakt der “Reckoners”-Reihe, der zwar einige Schwächen besitzt, mich aber durchaus auch unterhalten konnte. Ich bin bereits auf den zweiten Band “Firefight” gespannt und hoffe, dass ich mit dem Band dann vielleicht noch etwas mehr Spaß haben kann. Empfehlenswert!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 10.12.2015
Inusa, Manuela

Jane Austen bleibt zum Frühstück


ausgezeichnet

Ich habe schon viele Bücher von Manuela Inusa gelesen und war demnach sehr gespannt, wie mir "Jane Austen bleibt zum Frühstück" gefallen wird. Meine Erwartungen waren sehr hoch und ich hatte zunächst die Befürchtung, dass ich enttäuscht werden könnte, dies war aber zum Glück nicht der Fall.

Zugegeben, ich bin kein sonderlich großer Fan von Jane Austen, Manuela Inusa hat es allerdings geschafft, dass ich das Buch von der ersten Seite an voll und ganz genießen konnte, denn die Autorin verwendet hierbei nicht nur eine wunderbare und angenehme Sprache, die sich leicht und flott lesen lässt, sondern verzaubert auch mit interessanten Figuren, unterhaltsamen Dialogen und tollen Schauplätzen. Dazu kommen nicht nur Fans von Jane Austen hier voll und ganz auf ihre Kosten, sondern auch Fans von den Beatles, die hier ebenfalls einen festen Platz erhalten haben.

Mit Penny lernt man eine sympathische Protagonistin kennen, die derzeit großen Liebeskummer durchmacht und Fan von Jane Austen ist. Sie orientiert sich immer an Austens Bücher und wünscht sich ihren ganz eigenen Mr. Darcy herbei, gleichzeitig hätte sie auch nichts dagegen, wenn ihr Jane Austen einen persönlichen Rat geben könnte. Als die Autorin eines Morgens tatsächlich bei ihr im Haus erwacht, scheint es zunächst wie ein Traum zu sein, denn Jane Austen lebte selbst vor fast zweihundert Jahren in dem selben Haus. Für beide Frauen ist dies eine merkwürdige Situation, denn schnell wird klar, dass sich Jane zunächst nur schwer in der heutigen Zeit zurechtfindet und eine vollkommen andere Ausdrucksweise und andere Manieren an den Tag legt. Dennoch freunden sich die beiden Frauen sehr schnell miteinander an und geben ein wunderbares Team ab.

Durch die Tatsache, dass hier unterschiedliche Jahrhunderte aufeinandertreffen, gab es viele Momente, die mich zum Grinsen gebracht und mich somit sehr unterhalten haben. Hier ist auch der typische Humor und Charme spürbar, den die Autorin bereits seit Jahren in ihren Büchern anwendet. Von daher ist es besonders schön zu sehen, dass sie dieses Werk bei einem großen Verlag veröffentlichen darf und somit hoffentlich noch viele Leser finden wird, die ihren Humor ebenfalls mögen werden.

Aber auch die Liebe und viele romantische Momente kommen hier nicht zu kurz. Dabei wird sich nur selten an Klischees bedient und die Geschichte ist alles andere als kitschig, sondern pure Unterhaltung, sodass auch Leser, die Jane Austen eher verschmähen, ihren Spaß an der Geschichte haben werden.

Das Cover ist wunderschön anzusehen, besticht durch tolle Farben und passt perfekt zum Buchtitel, Kompliment! Die Kurzbeschreibung fasst die Geschichte wunderbar zusammen und hat mich auch direkt angesprochen, sodass ich dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte.

Insgesamt ist "Jane Austen bleibt zum Frühstück" eine wunderbare Geschichte, die das Herz erwärmt und den typischen Charme der Autorin versprüht, sodass mir dieses Buch ein paar unterhaltsame Lesestunden beschert hat. Wer die Autorin noch nicht kennt, sollte dies dringend nachholen.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.12.2015
Harmon, Amy

Für immer Blue


sehr gut

Obwohl mir Amy Harmon in der Vergangenheit bereits mehrfach empfohlen wurde, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass "Für immer Blue" tatsächlich das erste Buch ist, das ich von der Autorin gelesen habe. Meine Erwartungen waren durch die vielen Empfehlungen dementsprechend hoch und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Die Autorin hat mich nahezu von der ersten Seite an begeistern können, denn obwohl sie hierbei eine doch recht einfache Sprache verwendet, kann sie dennoch gut mit Worten umgehen und hat mich mit ihren vielen Ideen und den Geschehnissen rund um Blue sehr mitgenommen, denn hier erlebt man eine wahre Achterbahnfahrt an Gefühlen. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, man lernt sie ausreichend kennen und sie wirken dazu sehr authentisch. Die Dialoge sind ebenfalls gelungen und wirken weder zu hölzern, noch zu plump und haben mich manchmal zum Schmunzeln gebracht.

Wer hier eine reine und vor allem prickelnde Liebesgeschichte erwartet, der wird bitterlich enttäuscht sein, denn hier geht es vielmehr um Blues Leben und ihr doch oftmals sehr steiniger Weg auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Sie macht Fehler, sie rebelliert, sie trägt ihr Herz auf der Zunge, wirkt auf andere Menschen aber dennoch unnahbar, da ihr die Nähe zu anderen Menschen schwer fällt. Auch wenn sie zunächst sehr ruppig ist, merkt man schnell, wie sehr sie unter ihren derzeitigen Umständen leidet, denn sie hat ihren Platz im Leben noch nicht gefunden und weiß weder, wer ihre Eltern sind, noch wohin sie tatsächlich gehört.

Ihr Geschichtslehrer Darcy Wilson, gerade einmal drei Jahre älter als sie, ist ebenfalls nicht auf den Mund gefallen, wirkt aber so ganz anders als ihre bisherigen Lehrer, da er ihr den Eindruck vermittelt, dass er sich tatsächlich für seine Schüler interessiert und ihnen mehr als nur Wissen über Geschichte überbringen möchte. Es ist demnach kein Wunder, dass sie sich auch außerhalb der Schule für ihn interessiert und sich somit in ihn verliebt und sie sich sogar anfreunden.

Der Verlauf der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Obwohl hier vieles sehr ruhig abläuft und seine Zeit erhält, hatte ich nie das Gefühl, dass die Geschichte ihre Längen hätte, denn dafür hat mich die Geschichte mitsamt ihrer vielen Höhen und Tiefen zu sehr mitgenommen.

Das Cover ist sehr schön anzusehen und sieht aufgrund des Sternenhimmels sehr verträumt aus. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Für immer Blue" ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle und konnte mich mit starken Figuren und einer emotionalen Handlung in den Bann ziehen, sodass ich die Geschichte sehr gerne weiterempfehlen möchte.

Bewertung vom 06.12.2015
Price, Carrie

Gefühlsbeben / Make it count Bd.2


sehr gut

Nachdem ich vor einiger Zeit bereits "Gefühlsgewitter" innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe, stand für mich schnell fest, dass ich auch unbedingt "Gefühlsbeben" lesen wollte, denn auch diese Geschichte klang wieder einmal viel zu verlockend. Auch dieses Buch wurde wieder in Rekordzeit ausgelesen und ich wurde wieder einmal nicht enttäuscht.

Zuerst sollte dabei angemerkt werden, dass die "Make it count"-Bücher in sich abgeschlossen sind und somit auch in beliebiger Reihenfolge gelesen werden können. Dabei wechseln sich die Autorinnen Ally Taylor und Carrie Price ab und erzählen unterhaltsame und prickelnde Geschichten aus Oceanside. Hinter dem Pseudonym "Carrie Price" versteckt sich übrigens Adriana Popescu.

Da ich von Adriana Popescu bereits einige Bücher gelesen habe, wusste ich ungefähr, was mich hier vom Schreibstil her erwarten wird und ich muss sagen, dass mich die Autorin wieder einmal begeistern konnte. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, sodass ich mich schnell in Lynn hineinversetzen konnte, Schauplätze werden soweit beschrieben, dass man sich diese bildlich vorstellen kann und auch emotional wurde ich von Carrie Price abgeholt, sodass ich hier ein paar angenehme Lesestunden hatte. Auch die Dialoge sind mal unterhaltsam, mal sarkastisch, manchmal auch nachdenklich stimmend, sodass man hier eine Achterbahn der Gefühle erlebt.

Mit Lynn lernt man eine Protagonistin kennen, die am Anfang für mich nicht ganz greifbar war, denn sie ist sehr tough und verbirgt ihre wahren Gefühle hinter bombenfesten Mauern, da sie niemanden an sich heranlassen möchte. Auf dem College beginnt sie ein neues Leben und entfernt sich somit immer mehr aus Oceanside, da sie dort zu viele traurige Erinnerungen dran hat. Doch auch auf dem College holt sie ihr altes Leben immer wieder ein, da sie sich eingestehen muss, dass sie den Menschen nicht egal ist und besonders Jared scheinbar in sie hineinschauen kann. Dieser ist unglaublich charismatisch, dabei aber weder ein typischer Sunnyboy, noch ein Bad Boy, sondern eher der nette Typ von nebenan, sodass ich ihn schnell ins Herz schließen konnte.

Allerdings merkt man auch ihm an, dass er sein Päckchen zu tragen hat und ebenfalls mehr oder weniger mit einer Maske leben muss, von daher ist die Annäherung zwischen Jared und Lynn besonders vorsichtig und somit umso interessanter zu beobachten, denn man lernt sie dadurch nicht nur Stück für Stück besser kennen, sondern erlebt auch mit, wie sie sich immer mehr öffnen, was nicht nur ihnen, sondern auch der Geschichte mehr als gut tut.

Allerdings gibt es auch einen kleinen Kritikpunkt, über den ich leider nicht hinwegsehen kann und das ist das Ende: Dieses hat mir zwar an sich gut gefallen, war aber viel zu kurz, sodass die Geschichte noch gut und gerne 25-50 Seiten mehr vertragen hätte, denn ich habe noch ein paar kleinere Fragen, die leider nicht beantwortet wurden. Ansonsten gibt es an der Geschichte allerdings nichts zu bemängeln, da hier alles fast perfekt aufeinander abgestimmt ist.

Das Cover gefällt mir gut, besonders die Farbgestaltung ist dabei ein absoluter Hingucker. Zwar ist es mittlerweile fast schon normal, dass bei dem Genre keine Gesichter auf dem Cover zu sehen sind, allerdings finde ich es bei "Gefühlsbeben" besonders gelungen. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gut formuliert und somit wollte ich das Buch unbedingt lesen.

Kurz gesagt: "Gefühlsbeben" ist eine gut durchdachte und unterhaltsame Geschichte, die mich mit interessanten Charakteren in den Bann ziehen und von der ich nicht genug bekommen konnte. Von daher freue ich mich schon sehr auf die weiteren Bände, die ich ebenfalls verschlingen werde.