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Sommer
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Bewertungen

Insgesamt 463 Bewertungen
Bewertung vom 19.01.2016
Läckberg, Camilla

Die Schneelöwin / Erica Falck & Patrik Hedström Bd.9


ausgezeichnet

Die Schneelöwin ein Kriminalroman von Camilla Läckberg

Inhalt: Patrik Hedström hat es nicht leicht. Er arbeitet als Kommissar in Fjällbacka. Dort und in der näheren Umgebung sind insgesamt 5 Mädchen verschwunden. Doch leider fehlt den Ermittlern jede Spur. Als Viktoria, eins der vermissten Mädchen, plötzlich auftaucht wird den Ermittlern klar, dass es sich um einen grausamen Täter handeln muss. Denn Viktoria hat keine Augen mehr, sie wurden ihr mit Säure herausgeätzt. Wer ist zu solchen schlimmen Taten fähig? Patrik und sein Team tappen im Dunkeln.
Patricks Frau Erica Falck arbeitet an einem Buch. Sie möchte dafür mehr von Laila erfahren, die ihren Mann Vladek Kowalska vor vielen Jahren brutal ermordete. Erica kann zumindest ansatzweise nachvollziehen, warum Laila diese Tat begangen hat. So hatte ihr grausamer Ehemann doch die gemeinsame Tochter wie Vieh im Keller angekettet. Doch Erica findet nur schwer Zugang zu der Frau, die, wie es scheint, nicht alles erzählt hat was damals im Haus des Schreckens passiert ist. Bald stellt sich heraus, dass Patriks Ermittlungen sich mit Ericas Arbeit überschneiden, so dass Erica wieder einmal in den Fall ihres Mannes mitinvolviert ist.

Meine Meinung:
Das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Kenne einen weiteren Teil aus der Reihe um Patrik Hedström und Erica Falck. Und ich muss sagen, die Figuren haben sich weiter entwickelt. Das gefällt mir sehr gut. Dennoch fiel es mir leicht, ohne alle Bände der Krimireihe zu kennen ins Buch reinzukommen.
Die Charaktere waren insgesamt sehr gut beschrieben. Für mich ist es wichtig mir ein Bild von den Personen zu machen, das gelang mir gut.
Die Geschichte selbst hielt einige Wendungen für mich parat, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Das Ende war so dann doch überraschend für mich.
Das einzige was mir nicht so gefiel, waren die kurzgehaltenen Rückblicke in die Vergangenheit von Laila und Vladek. Diese Passagen fand ich besonders toll, daher war es sehr schade, dass dem immer nur 1-2 Seiten eingeräumt wurde. Aber im Nachhinein denke ich auch, dass gerade das die Spannung vielleicht aufrecht hält, wenn es immer nur hier und da mal ein paar Bröckchen an Informationen gibt.
Dieser Kriminalroman ist spannend und absolut lesenswert. Daumen hoch.

Bewertung vom 19.01.2016
Löhnig, Inge

Gedenke mein / Gina Angelucci Bd.1


sehr gut

Gedenke mein ist der 8. Teil aus der Kommissar-Dühnfort-Serie von Inge Löhnig. Inge Löhnig studierte Graphik-Design, und arbeitete als Art-Directorin in verschiedenen Werbeagenturen. Doch nun widmet sie sich dem schreiben und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Münschen.

Gina Angelucci arbeitet an den ungeklärten Fällen im Münchener Kommissariat. Die Cold-Cases-Fälle. Eigentlich hat Gina vor sich absofort an den Schreibtisch verbannen zu lassen, da ihre Schwangerschaft sie am ausübenden Teil ihrer Polizeiarbeit hindert. Doch als eine aufgelöste Petra Weber sie bittet, ihre seit 10 Jahren verschwundene Tochter Marie zu finden, hält Gina nichts mehr hinter ihrem Schreibtisch. Nach kurzer Zeit merkt sie, dass damals einiges falsch lief. Der Vater, der sich und die damals 6 fast 7 jährige Tochter umgebracht haben soll, wurde vielleicht sogar ermordet. Auch ein Pädophiler rückt in den Fokus der neuen Ermittlungen. Gina muss nun versuchen, eine 10 Jahre alte Spur wieder aufzunehmen. Und das ist nicht leicht, doch die Vorstellung das Marie vielleicht doch noch leben könnte, spornt Gina und ihren Kollegen Holger enorm an.

Dieser Kriminalroman von Inge Löhning hat mir sehr gut gefallen. Das Thema ist natürlich sehr emotional. Ein Kind, entführt oder tot nimmt den Leser meist doch arg mit. Aber trotz des brisanten Themas habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt. Die Spannung wurde nach und nach aufgebaut.
Die Charaktere waren mir sympathisch. Tino, der baldige Ehemann von Gina spielte bei dieser Ermittlung nur eine nebensächliche Rolle. Das störte mich aber nicht, es passte gut in die Story. Holger, Ginas Kollege ist sehr ernährungsbewusst, und tritt der Hunger geplagten Schwangeren ab und an auf die Füße, sehr zu ihrem Missfallen. Was mich ein wenig gestört hat, war die ständige Thematisierung über das Kaffee trinken. Wann, welcher, wieviel. Das war mir echt lästig nach der zigsten Erwähnung.
Da ich die vorherigen Bände aus der Dühnfort-Serie nicht kenne, kann ich sagen, dass man sie durchaus ohne Vorkenntnisse lesen kann. Es werden viele Gegebenheiten aus der Vergangenheit aufgegriffen. So dass ich mir ein ausreichendes Bild über die Vergangenheit der Personen machen konnte.

Gedenke mein, wird definitiv nicht der letzte Krimi aus dieser Reihe für mich gewesen sein. Die Ermittler waren toll, so dass ich sowohl die Vorgänger als auch die Nachfolger( sofern es welche geben wird) lesen werde.

Bewertung vom 04.01.2016
Montejano, Katja

Das große Schweigen


ausgezeichnet

Das große Schweigen von Katja Montejano ist ein Kriminalroman der im emons Verlag erschienen ist.
Primrose Bouille ist entsetzt, als sie von dem Angriff auf ihren Vater hört. Er wurde von einer geistesgestörten Frau mit mehren Messerstichen so stark verletzt, dass er nun im Koma liegt. Als Primrose dann selbst Todesdrohungen bekommt, entschließt sich die ehemalige Kripobeamtin der Sache auf den Grund zu gehen. Sie bekommt Unterstützung von einem Freund ihres Vaters, Joseph Strauss, der gemeinsam mit Prims Vater in der Kanzlei tätig war. Auch ein Freund von der Polizei, Luc Merz unterstützt sie wo er nur kann. Und unter Anbetracht der Tatsache, dass dieser Täter vor nichts zurückschreckt, kann Primrose auch jede Hilfe gebrauchen. Denn der Killer meint seine Drohung wirklich ernst, so schickt er Prim als Beweis ein paar Zähne des Opfers, welches mit Prim eng befreundet war.
Ich muss sagen, dass mir dieser Kriminalroman von Katja Montejano sehr gut gefallen hat. Die Geschichte die sich um Primrose rankt ist sehr spannend gestaltet. Es wird klar, dass nicht alles rosig lief, in der Vergangenheit einiger Charaktere. Die genauen Zusammenhänge werden zum Ende nach und nach klar, und Fesseln den Leser bis dahin. Mir gefiel vorallem Primrose mit ihrer selbstsicheren Art, sie steckt den Kopf nicht einfach in den Sand. Auch die Verbindung zu ihrem Exkollegen war sehr schön beschrieben, sie bildete einen tollen Ausgleich zu den grausigen Enthüllungen und den schrecklichen Taten die man als Leser so serviert bekommt.
Der eigentliche Hintergrund der Geschichte entsetzte mich vorallem, da es durchaus vorstellbar ist, dass Menschen anderen Menschen so etwas antun. Und wie aus den Opfern dann Rächer werden, hat Katja Montejano wunderbar in ihre Story verwoben. Dieses Buch kann ich wirklich empfehlen, es sei denn man kommt ohne Spannung und Nervenkitzel aus.

Bewertung vom 28.12.2015
Winter, Judith

Sterbegeld / Emilia Capelli und Mai Zhou Bd.3


sehr gut

Judith Winter verfasste mit "Sterbegeld" bereits den dritten Kriminalroman um ihr Ermittlerduo Emilia Capelli und Mai Zhou. Der erste Teil der Reihe heißt " Siebenschön" und der zweite " Lotusblüte".
Das Cover des Buches ist interessant gestaltet. Es ziert einen Käfer, Blutspritzer sind hier und da zu sehen. Das Buch erschien im dtv Verlag.

Eine bestialische Tat. Eine vierköpfige Familie wird grausam getötet. Wie es scheint hatte der Täter eine Beziehung mit der Frau, obwohl die Familie nach außen eher einen normalen Eindruck macht. Armin Borman ist seit 8 Monaten in Haft, nun soll alles wieder aufgerollt werden. Es wird laut, das Borman nicht der Täter ist. Sein Anwalt Karel Schubert schließt sich mit Mai Zhou vom Dezernat kurz, diese übernimmt mit ihrer Kollegin Emilia Capelli nun die Überprüfung. Doch die zwei haben eigentlich schon genug mit einer internen Ermittlung zu tun, die sie auch persönlich vor eine große Herausforderung stellt. Denn es wird ein Maulwurf in den eigenen Reihen vermutet. So musste bereits ein Kollege der Sonderkommision mit seinem Leben büßen. Es wird eine harte Aufgabe für die beiden, da sie den größtenteils der Ermittler sehr gut kennen, jeder könnte der Maulwurf sein.

Der Krimi hat mir gut gefallen. Die Geschichte war sehr spannend. Capelli und Zhou sind ein interessantes Team. Sie passen gut zusammen, und mögen sich auch. Aber das scheint den beiden noch nicht so ganz klar zu sein. Die beiden Ermittlungen, an denen die zwei beteiligt sind, laufen parallel nebeneinander her, ohne den Leser zu verwirren. Im Buch gibt es einige Wendungen mit denen ich nicht gerechnet habe. Dadurch blieb die Spannung bis fast zum Schluss aufrecht. Die weiteren Charaktere sind gut beschrieben, man könnte sich während des Lesens ein Bild von Ihnen machen. Der Krimi spielt in Frankfurt, dem Geburtsort der Autorin.
Dieser Band ist zwar der dritte Teil einer Reihe, aber meiner Meinung nach ist es nicht nötig die anderen Bände zu kennen. Würde die erfrischende Art der Ermittler in einem weiteren Teil gerne weiterverfolgen.

Bewertung vom 12.11.2015
Jacobsen, Steffen

Bestrafung / Lene Jensen & Michael Sander Bd.2


sehr gut

Inhalt:
Dänemark erholt sich gerade von einem grausamen Terroranschlag . Ein Selbstmordattentäter sprengte sich im Tivoli in die Luft. Über 1000 Menschen kamen zu Tode.
Kommissarin Lene Jensen arbeitet in einer Einsatzzentrale in der ermittelt werden soll, wer die Auftraggeber waren und wie es zu dieser Tragödie kommen konnte. Sie selbst hat einen schweren Schicksalsschlag zu verdauen. Ihre 23 Jährige Tochter Josephine brachte sich vor kurzem um. Lene ist seitdem nicht mehr sie selbst, trinkt viel und kann kaum schlafen. Durch ihre Arbeit bei einer Selbsthilfe Hotline lernt sie Ain kennen. Die junge Frau ruft Lene panisch an, behauptet verfolgt zu werden. Noch während des Gesprächs mit der Kommissarin stürzt sie auf die Gleise im Bahnhof, und ist tot. Lene kann nicht glauben, dass Ain Selbstmord begangen hat. Sie ermittelt, und stößt dabei auf Ungereimtheiten. Sie ahnt, dass Ains Probleme mit dem Anschlag auf den Tivoli zu tun haben. Ihr guter Bekannter Michael Sander, trifft Lene zufällig wieder, und ermittelt nun gemeinsam mit ihr. Doch leider wird diese Ermittlung von vielen Seiten boykottiert. Sogar Lenes Chefin, Charlotte Falster, glaubt Lenes Vermutungen nicht, und suspendiert Lene. Doch davon lässt diese sich nicht aufhalten. Weiß sie doch, dass Dänemark vielleicht ein erneuter Anschlag droht.
Meine Meinung zum Buch:
Steffen Jacobsen hat mit "Bestrafung" den zweiten Thriller um die Kommissarin Lene Jensen und Michael Sander hingelegt. Am Anfang empfand ich das Buch ein wenig zäh. Es dauerte bis ich in der Geschichte drin war. Der Hauptteil wird in Dänemark bestritten. Aber es werden auch kurze Rückblicke gemacht, in denen man Informationen über die Terroristen bekommt. Als ich die ersten Zusammenhänge erkannt habe, konnte ich mich dann auf die Geschichte einlassen. Lene Jensen ist ein toller Charakter. Sie ist stark und weiß was sie will. Michael Sander ist ein echter Allrounder, kann und weiß viel. Er hat Lene im ersten Teil der Reihe kennengelernt, sie haben dort gemeinsam einen Fall gelöst. Es machte Spaß zu lesen, wie die beiden zusammen arbeiten. Die Abläufe waren logisch durchdacht, ich musste auch das ein oder andere mal schmunzeln. Ein tolles Team eben. Auch wenn sie nicht immer einer Meinung sind.
Ein empfehlenswerter Thriller. Werde bei Gelegenheit den ersten Band lesen, und würde mich über einen weiteren Band sehr freuen. Zumal die Geschichte zwischen Lene und Michael noch nicht abgeschlossen ist

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.10.2015
Huet-Gomez, Christelle

Zauberkuchen


ausgezeichnet

Christelle Huet-Gomez hat mit "Zauberkuchen" ein tolles Backbuch geschaffen. Das Cover ist hübsch gestaltet, aber nicht spektakulär. Ein Stück Kuchen ziert das Titelbild, was ja sehr naheliegend ist bei einem Backbuch.
Zu Beginn des Buches wird man erstmal aufgeklärt was ein Zauberkuchen ist. Das besondere an dieser Art Kuchen ist, dass aus einem Teig anschließend 3 optische abgesetzte Schichten entstehen. Ist zum einem Super einfach, und macht außerdem ganz viel her. Allerdings muss einiges bei der Zubereitung beachtet werden. Die Backdauer zum Beispiel ist entscheidend, sie darf nicht zu lang und auch nicht zu kurz sein. Daher ist es auch sehr wichtig, dass die Größe der empfohlenen Kuchenform eingehalten wird. Und da kommen wir zu dem einzigem negativen Punkt, den ich an diesem Backbuch entdecken konnte. Es wird des weiteren empfohlen eine Silikonbackform zu benutzen. Es werden aber bei den unterschiedlichen Rezepten die verschiedensten Formen und Größen benötigt. Noch dazu in relativ kleinen Größen. Habe mir nun eine 24 er Silikonform besorgt, damit ich auch alles richtig mache. Die Rezepte für diese Form überwiegen, so dass mir einige zur Auswahl standen. Ich habe mich bisher an zwei Variationen versucht. Einmal an der Mandelcreme, mmmh lecker. Sah auch toll aus, natürlich nicht so toll wie auf dem Foto im Buch, aber das kriegt man ja selten hin. Die Pistazien-Sauerkirsche-Torte ist mir missglückt. Geschmacklich Super, aber die einzelnen Schichten kamen irgendwie nicht heraus. Aber ich muss gestehen, dass ich eine der Regeln nicht ganz befolgt habe. Es wird nämlich geraten den Kuchen am besten über Nacht abkühlen zu lassen. Vielleicht ist das Ergebnis deshalb nicht so schön ausgefallen, weil ich zu ungeduldig war.
Fazit am Ende: ein tolles Backbuch mit tollen Rezepten, und vor allem etwas Neues . Habe schon viel an Backbüchern gesehen, aber eines für Zauberkuchen nicht.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.10.2015
Raab, Thomas

Still


gut

Das Buch Still von Thomas Raab ist zwar schlicht, aber sehr beeindruckend gestaltet. Der Text auf der Buchrückseite macht neugierig auf die Geschichte...
.....die Geschichte des Karl Heidemann. Er wurde in Jettenbrunn geboren. Sein Vater Johann Heidemann ist selbst ein Jettenbrunner. Seine Mutter Charlotte Auböck lernte Johann im Urlaub kennen und lieben. Johann selbst ist ein eher stiller und zurückhaltender Mensch, das komplette Gegenteil seine Frau. Sie trällert geradezu den ganzen Tag hin und her. Es dauert nicht lange und Charlotte Heidemann ist schwanger, die Freude riesengroß. Doch als das Kind auf der Welt ist, schreit es ununterbrochen, will sich nicht beruhigen lassen. Charlotte versucht dem kleinen Karl Wiegenlieder vorzusingen, doch sein Geschrei wird fast noch unerträglicher. Er schläft erst, wenn sein kleiner Körper so übermüdet von den Anstrengungen des Schreiens ist, bis es gar nicht mehr anders geht. Durch eine Untersuchung die im Krankenhaus stattfinden soll, findet Johann heraus was das Problem seines Sohnes ist. Sie sind in einem Fahrstuhl, in dem es mucksmäuschenstill ist, keine Geträllert von Mama Heidemann, und siehe da, dass Kind ist ruhig und entspannt. Er hat nur ein so sensibles Gehör, dass ihn jegliche Geräusche zur Weißglut bringen. Mit diesem Wissen, richten die Eltern ihm im häuslichen Keller die Räume kindgerecht her, überwacht durch eine Kamera. So kann Karl nichts passieren, er hat seine Stille und seine Mutter kann trotzdem ein Auge auf ihn werfen. Karl entwickelt schnell gute kognitive Fähigkeiten und beschäftigt gern allein. Sehr zum Leidwesen seiner Mutter. Sie ist sehr enttäuscht, dass ihr Sohn ihre mütterliche Fürsorge ablehnt. Karl wächst so recht exzentrisch heran, ist das Gespött des Dorfes Jettenbrunn. Charlotte, einsam durch die Isolation verfällt in eine Depression. Der Arzt im Ort, Doktor hofstätter verschreibt ihr nicht nur Medikamente, er nimmt sich ihrer auch auf anderer Art an. Ein Verhältnisse entsteht, mit dem kleinen Karl als Zuhörer im Keller, der durch sein gutes Gehör sich sehr viel zusammenreimen kann, allein am Ton des Herzschlages beispielsweise. Als der Arzt an Charlottes Geburtstag die Liason beendet, fährt diese mit Karl zu einem nahegelegenen Weiher. Sie möchte von Karl hören, dass er sie mag, zieht sich aus und geht ins Wasser. Bittet ihren Jungen immer wieder ihr die erlösenden Worte zu sagen.
Das ist im Gründe der Anfang der Geschichte. Ich möchte nicht weiter ausführen, da ich sonst von der Geschichte zu viel vorweg nehmen würde. Karl trifft im weiteren Verlauf immer wieder auf den Tod. Er entwickelt seine eigene spezielle Denkweise diesbezüglich.
Der Erzählstil war sehr anstrengend. Im Grunde genommen war die Geschichte auch zu lang. Es wurde viel ausgeschmückt. An sich war es interessant wie Karl mit dem Tod umgeht, die Menschen für sich, für seine Mission benutzte, aber ich hätte mir mehr erwartet. Der Ermittler Horst Schubert spielt eine Rolle im Buch, der ich gern mehr Raum gegeben hätte. Die Liebe, die ja laut Buchtext eine zentrale Rolle spielen sollte, tauchte auch erst sehr spät auf. Für mich einfach zu kompliziert . Dennoch war ich irgendwie fasziniert von der Thematik.

Bewertung vom 20.10.2015
Carter, Chris

Der Kruzifix-Killer / Detective Robert Hunter Bd.1


ausgezeichnet

Der Kruzifix-Killer von Chris Carter ist ein Thriller der härteren Sorte. Nicht s für schwache Nerven oder sanfte Gemüter. Das Cover spricht an, ragt aber definitiv nicht aus den Reihen hervor. Aber das hat dieses Buch auch nicht nötig.
Der erste Teil des Buches beginnt direkt spektakulär. Detektiv Robert Hunter arbeitet in Los Angeles im Morddezernat, in der Unterabteilung für die besonders grausamen Mordfälle und Serienmörder. Er bekommt einen Anruf von einer monotonen Robotorstimme, die ihn innerlich erzittern lässt. Er kennt diese Stimme, sie gehört einer Bestie die er eigentlich tot geglaubt hat. Von ihm hinter Gitter gebracht, und durch die Todesstrafe außer Gefecht gesetzt. Der Anrufer will von Hunter wissen, ob er seinen neuen Kollegen Carlos García heute schon gesehen hat? Dieser verneint und ahnt schlimmes. Der Killer hat sich seinen Partner geschnappt und hält ihn gefangen. Nun liegt es an Hunter sein Geschick zu beweisen und ihn zu befreien. Der Mörder will mit ihm Spielchen spielen und zwar allein. Ein Wettlauf um Leben und Tod beginnt.
Der weitere Teil des Thrillers spielt einige Zeit vor der oben geschilderten Situation. Es passieren einige grausame Morde die auf die Kappe des Kruzifix Killers zu gehen, der ja eigentlich bereits dingfest gemacht worden ist. Die Detektivs Hunter und García ermitteln in mehrere Richtungen. Eine Spur führt sie zu D-King, einem einflussreichen Zuhälter. Eines seiner Mädchen wird vermisst. Passt ihre Beschreibung zu der unkenntlichen Frauenleiche, die mit gehäutetem Gesicht aufgefunden wurde? Der Killer ist clever, weder in der Vergangenheit noch jetzt wurden Beweise gefunden. Er macht keine Fehler. Wie kam es dazu das der falsche verhaftet wurde. Er hatte damals die Tat zwar gestanden, aber im Nachhinein befallen Hunter so seine Zweifel.
Dieses Buch wartet mit so vielen Facetten auf, es ist einfach unglaublich. Alles ist stimmig. Habe bis zum Ende mitgefiebert und keine Ahnung gehabt, wer der Täter ist. Die Charaktere gefallen mir auch sehr gut. Allen voran Robert Hunter. Eigenwillig, intelligent und ein Genie wenn es um die Psyche der Menschen geht. Sein Partner Carlos García, liebevoll Grünschnabel genannt, ist zwar Jung aber durchaus fähig diesen Job zu meistern. An seiner Seite seine Frau Anna die nur nebensächlich ist, aber das Bild dennoch abrundet. Captain Bolter führt ein strenges Regiment, weiß die Qualitäten der Ermittler aber zu würdigen. Alles in allem tolle Protagonisten. Ich kann diesen Thriller wirklich weiterempfehlen, freue mich auf den nächsten Band.

Bewertung vom 20.10.2015
Carver, Tania

Entrissen / Marina Esposito Bd.1


sehr gut

Dies ist der erste Band der Reihe die sich um die Profilerin Marina Esposito und den Detektiv Phil Brennan dreht. Das Cover ist ziemlich unspektakulär. Der Klappentext lädt jedoch zum lesen ein, da er sehr spannend die wichtigsten Details beschreibt um sich einen ersten Eindruck der Handlung machen zu können.
Es wurden in der Vergangenheit schon mindestens zwei Schwangere vermisst. Als erneut eine Schwangere vermisst wird geht Detektiv Phil Brennan von einem Serienmörder aus, dem es um die Frauen geht. Doch die Profilerin Marina Esposito sieht das anders. Sie vermutet, dass es hierbei um die Babys geht. Und es bleibt nicht mehr viel Zeit um die Mutter und das Kind zu retten.
Mittlerweile gibt es noch mehrere Bücher die sich um das Ermittlerpaar Brennan und Esposito drehen. Ich mag die beiden, sie bringen etwas persönliches in die Geschichte die den oft brutalen Morden um die es geht ein wenig die Schärfe nehmen. Ich hoffe das Tania Carver dieses Duo noch einige Male ins Rennen schickt. Ein gelungnes Debüt. Unbedingt zu empfehlen

Bewertung vom 20.10.2015
Carver, Tania

Der Stalker / Marina Esposito Bd.2


sehr gut

Dies ist der zweite Band aus der Marina Esposito Reihe von Tania Carver. Das Cover ist recht prägnant, erinnert aber an andere Thrillercover. Der Klappentext wiederum ist sehr interessant, und regt zum weiterlesen an.
Im Buch geht es um einen Stalker, der in die Wohnungen seiner Opfer eindringt, und dort Sachen verlegt, er bedient sich am Inhalt des Kühlschranks. Aber was noch schlimmer ist, er fotografiert seine Opfer im Schlaf. Genau das ist Suzanne Perry am Anfang des Buches passiert. Als sie eine Fotografie findet, auf der sie schlafend abgelichtet ist, sucht sie Hilfe bei der Polizei. Doch diese nimmt das nicht ernst. Daher holt sie sich aus Angst ihre Freundin zu sich nach Hause. Am nächsten morgen wird diese tot in der Wohnung aufgefunden, und Suzanne ist spurlos verschwunden.
Nun wird das Ermittlerteam um Phil Brennan auf diesen Fall angesetzt. Als Profilerin agiert diesmal Fiona Welch. Leider spielt Marina nur eine wenig seitenfüllende Aufgabe in diesem Band. Es kommen viele Rückblicke auf den ersten Band der Reihe. Ich glaube, wenn ich diesen nicht gekannt hätte, hätte mich das unnötig verwirrt.
Alles in allem ein gelungenes Buch. Ein Thriller der mich wirklich überzeugt hat.