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Marie aus E.

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Insgesamt 885 Bewertungen
Bewertung vom 01.12.2021
Neuhaus, Nele

In ewiger Freundschaft / Oliver von Bodenstein Bd.10


weniger gut

Ich komme mir fast etwas wie ein Alien vor, weil sich bei mir bei der allenthalben großen Begeisterung für das Buch keine Euphorie einstellte.

Es ist bereits der zehnte Fall für die Ermittler Pia Sander und Oliver von Bodenstein, für mich aber erst der zweite Band, den ich gelesen habe (oder waren es drei?). Das Privatleben der Charaktere fand ich durchaus amüsant zum Lesen und die Figuren haben mir gefallen.

Jetzt zum aber:
Die Handlung spielt im Verlagswesen und deshalb wird sehr ausgiebig erwähnt, wer im Verlag vorher bei welchem anderen (real existierenden) Verlag gearbeitet hat. Das hatte für die Handlung überhaupt keine Bedeutung und war für mich befremdlich.
Dann gab es Anspielungen auf Literaturkritiker, die vielleicht witzig sein sollten, bei mir aber auch sehr bemüht (oder sogar als persönliche Betroffenheit der Autorin) ankamen.
Richtig genervt hat mich der ständige Querverweis auf Vorgängerbände. Nicht ab und an und als notwendige Erläuterung von Wissen aus vorausgegangen Geschehnissen für Quereinsteiger, völlig ohne Belang für die aktuelle Handlung, bei mir kam es schon fast als Selbstbeweihräucherung an.

Die Story an sich empfand ich auch schleppend, richtige Spannung hat sich bei mir nicht eingestellt.

Insofern leider nicht mein Geschmack - aber die sind ja zum Glück verschieden.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.11.2021
Piskulla, Christian

Pacific Crest Trail Killer


sehr gut

Hier habe ich das Cover gesehen und wusste: das Buch muss ich lesen.
Das Titelbild transportiert den Inhalt super.

Der Pacific Crest Trail ist ein Fernwanderweg und 4.300 Kilometern lang, sehr lang, aber er soll auch einer der spektakulärsten Wanderwege der Welt sein.

Leider werde ich ihn nach dem Buch niemals selbst erwandern, ich könnte kein Auge im Zelt zutun...

Aber Mark wandert den Weg entlang und er wird zufällig Zeuge eines Leichenfundes. Nachdem das FBI die Ermittlungen aufnimmt, will auch Mark weitere Morde verhindern.

Das Buch ist mit knapp 650 Seiten ein echter Wälzer - und mega spannend!
Der Lesende weiß immer, dass bald wieder etwas Fürchterliches geschehen wird - und doch nimmt der Thriller überraschende Wendungen und führt den Lesenden öfters in die Irre.

Genauso gut wie die Trail-Atmosphäre (fast fühlt man sich ein wenig, als ob man mitwandern würde) gefiel mit der Einblick in die amerikanischen Lebensrealitäten fernab von Reichtum und Wohlstand.

Eigentlich hat das Buch alles, was für mich eine fünf Sterne Bewertung ausmacht, wenn nicht sehr umfangreiche und detailreiche Erotikszenen viele Seiten der Handlung ausgemacht hätten.
Der Autor nimmt hierzu auch in einem Nachwort Stellung und auch wenn er recht hat, mit dem, was er dort schreibt: ich wollte einen Thriller lesen und keinen ausschweifenden Erotikroman.
Deshalb "nur" vier Sterne.

Bewertung vom 28.11.2021
Cain, Matt

Das geheime Leben des Albert Entwistle


sehr gut

Albert ist Postbote und lebt sehr zurückgezogen. Er hat keinerlei Kontakte, die über die Arbeit hinausgehen und selbst dort versucht er, auf keinen Fall mehr als einen Gruß von sich zu geben.
Einzige Ausnahme: seine Katze.
Als diese stirbt und die Alberts Pensionierung näher rückt, wird ihm klar, dass er so nicht weiterleben will.
Glücklicherweise hat Albert ein Umfeld, das sich um Menschen kümmert und vielleicht gibt es für Albert ja doch ein Happy End?

Was hier unspektakulär und fast etwas langweilig klingt, ist ganz großes Lesevergnügen.
Das Buch hat einen feinen Humor und Alberts Sich-Aufmachen in die Welt der zwischenmenschlichen Begegnungen ist herzerwärmend und rührend. Alberts Geschichte ist wie ein heißer Kakao mit Marshmallows an einem kalten Wintertag, wie eine schöne Nudelsuppe bei einer dicken Erkältung - trotz einer gewissen Grund-Traurigkeit eine optimistische Geschichte, die zeigt, dass es nie zu spät ist und nach dem Lesen ein wohlig-warmes Gefühl hinterlässt.

Warum wurden es dann nicht fünf Sterne?
Um bei dem Marshmallows-Bild zu bleiben: es war etwas überdosiert. Stellenweise war die Sympathie, die Albert ständig entgegenschlug, einfach too much für mich. Überall Wohlwollen, alle Vorurteile im Kollegenkreis wurden ruckizucki überwunden, es wäre schön, wenn die Welt so wäre - aber ein kleiner Hauch Realität hätte dem Buch meines Erachtens noch gut getan.

Nichtsdestotrotz: für mich ein sehr schönes Buch, gerade, wenn man etwas Seelenschmeichelei braucht.

Bewertung vom 24.11.2021
Thor, Annika

Der Sohn des Odysseus


sehr gut

Ein Klassiker im neuen Gewand.
Die Geschichten des Odysseus werden aus einer anderen Perspektive erzählt, nämlich aus Sicht seines Sohnes Telemachos. Erst als Kind und dann Jahre später als junger Erwachsener sieht man durch seine Augen auf die unglaublichen Geschichten seines Vaters.
Eingebettet wird diese in das Leben im Königshof, in ständiger (jahrezehntelanger!) Abwesenheit des Herrschers. Ich fandgerade auch das damalige Alltagsleben so interessant. Die Aufweichung der klassischen Rollenteilung durch die kluge Herrschaft einer Königin, das Leben mit vielen Sklaven und die Intrigen der männlichen Bewohner Ithakas, die nach der Königsmacht greifen wollen.

Dazu eben immer wieder Rückblicke auf die Abenteuer des Odysseus.

Das alles endet mit einer überraschenden Auflösung.
Telemachos, der erfährt, was ein Krieg mit Menschen macht, sucht für sich nach einem Ausweg...

Das Buch ist für Kinder ab zehn Jahren empfohlen.
Die Altersempfehlung finde ich etwas schwierig, denn sowohl Inhalt als auch Sprache sind doch sperrig und nicht so gefällig wie die gewohnte Kinderliteratur. Das soll natürlich kein Hinderungsgrund sein, aber für die breite Masse der jungen Leser ab zehn Jahre ist das eine ungewohnte Lektüre - die bei uns beim Kind auch durchfiel.
Für Kinder, die in einem humanistischen Gymnasium sind oder generell Interesse an der griechischen Mythologie haben, ist das allerdings ein sehr empfehlenswertes Buch.

Ansonsten würde ich es tatsächlich eher für Jugendliche ab vierzehn Jahre empfehlen - oder eben für Erwachsene, die bislang noch nicht viele Berührungspunkte mit den "alten Griechen" hatten.
Denn ich fand diese Perspektive sehr gelungen. Ich habe etwas gebraucht, bis ich mit dem Schreibstil angefreundet hatte, aber wir wurden dann doch noch richtige Freunde.

Vier Sterne - es wurden keine fünf, weil das Zielgruppenkind sich eben nicht zu Hause in der Geschichte gefühlt hat.

Bewertung vom 14.11.2021

Say Cheese!


ausgezeichnet

Wir lieben Käse, ob über dem Auflauf, auf der Pizza oder als Käsespätzle.
Doch meistens gibt es die üblichen Verdächtigen, das Buch hat unseren Horizont jetzt ganz schön erweitert.

Gegliedert ist es in folgende Bereiche:
Einleitung (Profitipps und Infos zu Käsesorten)
Brot (so einfach und so gut)
Nudeln (Lieblingskapitel)
Gemüse
Zum Dippen und Löffeln
Register
Bildnachweise

Das Buch ist zum einen optisch gelungen, ein schönes handliches Format und - was ich bei Kochbüchern auch unbedingt brauche - großformatige Fotos, die das Ergebnis zeigen.

Eine richtig schöne Weltreise - aus Käsesicht natürlich.
Es gibt die bekannten Klassiker wie Zwiebelsuppe mit Käsetoast, Philly Cheesesteak Sandwich und Mac´n´Cheese. Aber darüber hinaus auch mir völlig unbekannte Gerichte wie Welsh Rarebit.

Es gibt ganz einfache Gerichte wie Käsetoast (zum Reinsetzen!) und Nudelauflauf mit Speck, Gorgonzola und Tomaten, aber auch etwas aufwändigere Dinge mit Bechamel-Soße.

Spannend finde ich auch die verwendeten Käsesorten, auch hier habe ich einige Defizite, denn einige Sorten kannte ich nicht. Das ist aber gleichzeitig auch der einzigen kleine Haken für mich an dem Buch: man braucht schon eine sehr gut sortierte Käsetheke, wenn man alles 1:1 so nachkochen will. Man merkt dem Buch schon an, dass es für den britischen Käseliebhaber geschrieben wurde. Aber notfalls improvisiert man einfach etwas.

Am besten gefallen mit die etwas exotischeren Rezepte wie "Ofenkäse auf hawaiianische Art mit Speck und Ananas" und die ganz simplen Dinge.

Das perfekte Kochbuch für den Winter - da ist Käse als Seelenschmeichler einfach immer gut. Keine kalorienarme Küche, aber dafür sehr, sehr köstlich!

Bewertung vom 13.11.2021
Ahnhem, Stefan

Meeressarg / Fabian Risk Bd.6


ausgezeichnet

Ich kenne nicht alle Bände um Fabian Risk, aber mit diesem Band die letzten drei.
Auch wenn man sicherlich quereinsteigen kann, nimmt man sich hier die Entwicklung, deshalb würde ich die zwei Vorgängerbände vorab empfehlen.

In diesem - wahrscheinlich finalen Band - steht Fabian Risk weniger im Vordergrund, stattdessen nehmen die Ex-Polizistin Dunja und der widerwärtige Kopenhagener Polizeichef Kim hier den meisten Raum ein, sie tragen ihren persönlichen Rachefeldzug aus.
Temporeich, spannend, brutal - sehr gute Krimiunterhaltung.

Manchmal wurde der Bogen doch zu sehr überspannt und der Plot war etwas unglaubwürdig. Bei aller Phantasie - solche Superfraukräfte, hmhmhm.
Zudem war es bei einer entscheidenden Wendung völlig vorhersehbar, das fand ich schade.

Nichtsdestotrotz habe ich mich bestens unterhalten, kleine Schwächen ja, aber für mich immer noch fünf Sterne würdig.

Bewertung vom 07.11.2021
Schreiber, Chantal

Zwei wie Sonne und Wind / Doppelgaloppel Bd.1


ausgezeichnet

Das Buch ist ein echter Schatz im Kinderzimmerschrank. Eigentlich viel zu schade, um im Schrank zu enden, denn es fühlt sich schon so schön an. Leicht samtig, eine weiche Oberfläche, die schmeichelt, wenn man darüber streicht. Ich mag das sehr.

Aber wichtiger ist natürlich noch der Inhalt.
Es geht um zwei Geschwister, die ihre Großeltern auf einem Bauernhof in Island besuchen. Ständig streiten sie und Opa Valdis kann damit sehr souverän umgehen. Ich hätte da schon längst die Geduld verloren, Opa versucht auf seine Art, etwas mehr Eintracht ins Haus zu bringen.

Und während wir die Streithähne begleiten, lauschen wir gleichzeitig Opas Geschichte über Kappi und Skoppa. zwei isländische Fohlen. Die zwei halten zusammen und sind beste Freunde und sehr unterschiedlich. Eines eher zurückhaltend, die andere eine echte Abenteuerin. Aber wenn es sein muss, wachsen beide über sich hinaus.

Das Buch ist zauberhaft - von vorne bis hinten und das Ende ließ uns das Buch mit einem behaglichen "Hach" schließen.


Ich finden den Titel so passend, weil sich Doppelgaloppel primär natürlich auf die beiden Fohlen bezieht, aber auch so schön auf den Aufbau des Buches, die Geschichte in der Geschichte passt. Und außerdem noch auf die Symbiose zwischen Autorin und Illustratorin, die Umsetzung der Geschichte in Bilder ist einfach wunderschön.

Ein Buch für alle Pferdefans (also auch Jungs!) - sowohl die Kinder als auch die Fohlen im Buch sind jeweils männlich und weiblich und bieten Identifikationspotential gerade durch ihre Unterschiedlichkeit.


Ich würde es zum Vorlesen ab vier Jahren und zum eigenständigen Lesen ab dem zweiten Schulhalbjahr der zweiten Klasse empfehlen und freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.

Bewertung vom 07.11.2021
French, Tana

Der Sucher


ausgezeichnet

Bei dem Buch fällt es mir schwer, es in eine der gängigen Schubladen einzuordnen.
Es geht um das Verschwinden eines Menschen, doch ein Thriller ist es nicht.
Es geht um sich langsam aufbauende Spannung, aber für einen Spannungsroman passiert dann doch zu wenig.
Aber da ist ja völlig egal - Hauptsache, es ist ein gutes Buch. Das kann ich für mich jedenfalls bejahen.

Also, warum geht es?
Cal Hooper hat sein altes Leben als Cop in Chicago hinter sich gelassen, die Tochter ist aus dem Haus, seine Frau hat sich von ihm getrennt.
Er sucht ein ruhiges, friedliches Rentnerdasein in Irland, sein neu gekauftes, marodes Haus renovieren, etwas angeln, laut Musik hören.

Doch sein Plan geht nicht auf. Immer wieder bekommt er Besuch von einem Kind, das schließlich eine Bitte äußert - und auf den Bauernhöfen der Nachbarschaft werden Schafe grausam getötet.

Mehr will ich gar nicht verraten.
Auf knapp 500 Seiten passiert manchmal über viele Seiten gar nichts Nennenswertes, aber wie French das irische Dorfleben schildert, das hat etwas. Auch wenn es von außen betrachtet nicht spannend ist, seitenweise über Renovierungsarbeiten oder Dorfgeschwätz zu lesen - doch, das war es. Spannend ist vielleicht das falsche Wort, aber ich bin in einen richtigen Lesesog gekommen und konnte das Buch nicht weglegen. Ich fand es keine Minute langatmig. Und natürlich passiert in dem Dorf deutlich mehr - Abgründe tun sich auf.
Vielleicht waren es gerade diese Gegensätze, die für mich die Besonderheit des Buches ausmachten.

Ich habe einige Rezensionen mit enttäuschtem Fazit gelesen, die Rezensenten waren alle große Fans der Autorin. Ich kannte sie bislang nicht - vielleicht liegt es daran? Ich bin mit keinen Erwartungen aus vorherigen Büchern an die Lektüre gegangen.

Für mich ein Buch, bei dem sich jede Seite gelohnt hat!

Bewertung vom 07.11.2021
Hoghton, Anna

Aribella und die Feuermaske


ausgezeichnet

"Lesen ist Magie! Es kann uns in andere Ebenen versetzen und ermöglicht uns, unsere eigene besser zu verstehen."

Was für ein schöner Satz im Buch!

Die Kinder-Fantasy-Geschichte, die in Venedig und Burano spielt, begann für mich sehr zäh. Fast hätte ich abgebrochen - im Rückblick bin ich aber froh, dass ich mich durch die ersten zähen Kapitel gekämpft habe. Durchhaltevermögen wurde belohnt.

Geheimnisvoll, düster und spannend - das wären die Wörter, die mir sofort zu dem Buch einfallen. Einzelne Komponenten im Buch waren zwar vorhersehbar, trotzdem war es unglaublich spannend, denn wie alles letztendlich zusammenhing, das hat sich in vollem Umfang erst am Ende aufgelöst.

Empfohlen wird das Buch ab zehn Jahren. Das finde ich zu früh, ich würde es erst ab zwölf Jahren weiterempfehlen. Es ist schon nicht gerade ohne, was die Helden da durchmachen müssen und keine Regenbogen-Einhorn-Stimmung im Buch. Die Grundstimmung wird m. E. auch gut über das Cover transportiert.

Zwei Punkte sind mir besonders aufgefallen, weil sie einen Bezug zur heutigen Pandemie haben.
Venedig als Stadt der Masken und was stand da am Speisesaal "bitten höflichst, im Speisesaal auf das Tragen von Masken zu verzichten"
Verkehrte Welt gerade!
Der andere Punkt war eine Aussage zur Pest, da ging es darum, dass es vielleicht doch keine Krankheit war, sondern dass die Seelen der Lebenden von Geistern verschlungen wurden. Auch das passt gut zu heutigen Verschwörungstheorien, oder?

Mein Fazit: nach einem schleppenden Einstieg bekommt man eine spannende Fantasygeschichte geboten, die für unerschrockene Lesekinder ein großes Abenteuer ist. Noch schöner, wenn man schon mal selbst in Venedig war, dann kann man sich alles so richtig gut vorstellen.

Bewertung vom 01.11.2021
Krüger, Martin

Waldeskälte (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Eigerstal ist ein kleines Dorf in den Schweizer Alpen. Hier ist Valeria aufgewachsen, nunmehr erwachsen arbeitet sie bei Interpol und hat ihr Heimatdorf völlig verdrängt, sie ist nie mehr zurückkehrt.
Bis dann ein junges Mädchen verschwindet und Valerias Jugendfreund sie um Hilfe bittet.
Denn die Parallelen zu früher sind mehr als deutlich: schon vor 21 Jahren verschwanden damals gleich drei Mädchen und nur eines hat überlebt. Valeria.

Dieser Thriller ist anders als meine sonstige Thriller-Lektüre.
Das kleine Bergdorf mit seiner schroffen Natur nimmt viel Raum ein. Anfangs ungewohnt, dass die Beschreibung eines Waldes so viele Seiten einnimmt, aber so spürt man beim Lesen die Beklemmung, die die Kälte, Feuchtigkeit und Dunkelheit auslöst. Das fand ich beeindruckend, dass das mit Worten so gut klappt. Auch das Knacken von Ästen in der Dunkelheit war dann ganz schön gruselig - es muss gar nicht immer so brutal zugehen.

Fast ein wenig erstaunt hat mich, dass ich den Stil auch gar nicht langweilig fand. Ich bin eher eine ungeduldige Leserin, die schnell zum Punkt geführt werden will, aber hier war die ausschweifende Naturschilderung wichtig und richtig.

Gut gefallen hat mir auch, dass ich mit nie sicher sein konnte, welcher der Charaktere nun auf der richtigen Seite steht - und die Auflösung.

Zu Valeria habe ich allerdings keinen richtigen Draht bekommen, sie ist mir nicht ans Herz gewachsen - vielleicht weil es hier nur um ihre Vergangenheit ging. Das hat dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch getan.