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kleinbrina
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Köln

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Insgesamt 1388 Bewertungen
Bewertung vom 28.02.2016
Springorum, Björn

Der Ruf des Henkers


sehr gut

Nachdem ich bereits mehrfach gehört habe, dass "Der Ruf des Henkers" an "Spook" oder auch die "Harry Potter"-Reihe erinnern soll, wurde ich neugierig und wollte dem Buch unbedingt eine Chance geben. Nun, an oben genannte Bücher hat mich das Buch zwar letztendlich nicht erinnert, allerdings hat es mir trotz kleinerer Schwächen dennoch ganz gut gefallen.

Der Schreibstil hat mir an sich ganz gut gefallen, allerdings sind manche Momente meiner Meinung nach etwas zu langatmig ausgefallen, da sich zu sehr an winzigen Details aufgehalten wurde. Dennoch war die Geschichte an sich sehr spannend und altersgerecht beschrieben worden und die Kapitel kurz und knackig geschrieben, sodass man an "Der Ruf des Henkers" durchaus seinen Spaß haben kann.

Da die Geschichte auf eine wahre Figur basiert, ist diese nicht nur umso interessanter, sondern auch vom Autor gut recherchiert, sodass hier kaum Lücken vorhanden sind. Hierbei geht es hauptsächlich um Richard und den berühmtesten Henker Englands William Calcraft. Richard wird mehr oder weniger freiwillig zum Auszubildenden von Calcraft und zieht mit ihm durch das Land, um von Calcraft zu lernen, aber auch um zu erfahren, wieso die Menschen zum Tode verurteilt wurden. Hier ist besonders interessant, wie die beiden zusammenarbeiten und welche Geheimnisse dabei an den Tag gebracht werden. Die Nebenfiguren, allen voran Rose und Liz, finden hier ebenfalls ihren Platz in der Geschichte und sorgen für den ein oder anderen interessanten Moment.

So sehr mir hier die Geschichte gefallen hat, so muss ich allerdings auch leider zugeben, dass mir die Figuren leider allesamt nicht sympathisch waren. Normalerweise ist dies bei einem Buch ein absolutes No Go für mich, allerdings muss ich in diesem Fall sagen, dass ich den historischen Hintergrund zu interessant fand, um die Geschichte aufgrund der Figuren schlecht zu finden. Zumal hierbei gesagt werden muss, dass der Autor die Charaktere allesamt gut ausgearbeitet hat und man viele Facetten von ihnen kennen lernt.

Das Cover ist sehr schön anzusehen und passt perfekt zur Geschichte. Auch sonst kann die Buchgestaltung mit seinen Pforten zu jedem Kapitelanfang durchaus überzeugen. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen und somit habe ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben.

Kurz gesagt: "Der Ruf des Henkers" ist eine spannende und interessante Geschichte mit historischem Hintergrund, die zwar ein paar kleinere Schwächen besitzt, mich aber durchaus faszinieren und in den Bann ziehen konnte.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.02.2016
Both, Sabine

Ein Sommer ohne uns


weniger gut

Von Sabine Both habe ich - auch unter ihrem Pseudonym - bereits einige Bücher gelesen, die ich bislang immer ganz gelungen fand. Dementsprechend neugierig war ich auf "Ein Sommer ohne uns", denn die Geschichte klang sehr vielversprechend. Am Ende kann man sagen, dass die Geschichte an sich zwar lesenswert ist, jedoch immer mehr abbaut, sodass ich das Buch am Ende lediglich als "nett" bezeichnen würde.

Der Schreibstil ist hier so eine Sache. Einerseits mag ich kurze knackige Kapitel mit kurzen Sätzen, die sich locker und leicht lesen lassen. Dies bekommt man zwar hier zum Großteil geboten, allerdings hat es nicht immer zur Thematik gepasst, da dadurch meiner Meinung nach zu viele Emotionen verloren gegangen sind. Anfangs hat die Autorin den Figuren noch die nötige Zeit gegeben, um sie besser kennen zu lernen und sich in sie hineinzuversetzen. Ab der Mitte war mir die Geschichte allerdings viel zu sprunghaft und es kamen immer mehr Nebenhandlungen hinzu, sodass das eigentliche Thema immer mehr in den Hintergrund gerückt wurde, was mir leider nicht gefallen hat. Dadurch habe ich auch immer mehr den Bezug zu Tom und Verena verloren.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Verena und Tom sind bereits seit ihrem 13. Lebensjahr ein Paar und haben alles miteinander zum ersten Mal erlebt. Nun stehen sie vor dem nächsten Schritt: Die Schulzeit ist bald endgültig vorbei und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Obwohl sie sich lieben und zusammen sein wollen, geben sie sich dennoch eine Auszeit und wollen einen Sommer lang alles ausprobieren - auch mit anderen Menschen... An sich ist dies eine interessante Idee, allerdings wurde das Potential bei Weitem nicht genutzt auch für Leser ab dem empfohlenen 13. Lebensjahr dürfte die Geschichte nicht wirklich ins Beuteschema passen.

Ich fand beide Figuren an sich zwar anfangs sympathisch, allerdings wurden sie mir im Laufe der Geschichte immer unsympathischer, denn während es eigentlich zunächst darum ging, sich selbst zu finden und die langjährige Beziehung auf die Probe zu stellen, ging es letztendlich viel mehr um Alkohol und die Frage, mit vielen Menschen man den Partner am besten betrügen könnte. Sowas kann man sicherlich mögen, allerdings habe ich hier ein wenig mehr erwartet, denn ich habe gehofft, dass die Geschichte sehr emotionaler verläuft und vielleicht auch zum Nachdenken anregt.

Stattdessen muss ich sagen, dass mich weder Verena, Tom, noch die anderen Figuren, wie z.B. Verenas Bruder oder auch deren Eltern emotional berühren konnten. Stattdessen war ich immer mehr enttäuscht darüber, wie sich alles entwickelt, denn ich hatte immer mehr das Gefühl, als würden sämtliche Handlungsstränge durch die Geschichte gejagt werden. Hier hätte man der Geschichte noch gut und gerne fünfzig bis einhundert Seiten mehr geben können, damit sich vieles besser hätte entwickeln können.

Das Cover ist dagegen gelungen und überzeugt mit einem schönen Zeichenstil und einer gelungenen Version von Verena, auf der Rückseite ist übrigens Tom zu sehen. Die Kurzbeschreibung ist dagegen ein wenig schwierig. Diese liest sich zwar ganz gut, verrät aber bereits so viel, sodass man beim Lesen nur noch wenig überrascht wird.

Kurz gesagt: "Ein Sommer ohne uns" beginnt verdammt stark, baut aber gegen Ende immer mehr ab, sodass ich die Geschichte letztendlich nur als "nett" bezeichnen kann und doch ein wenig enttäuscht bin.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.02.2016
Sorensen, Jessica

No Regrets / Nova & Quinton Bd.3


sehr gut

Nachdem ich die ersten beiden Bände relativ zügig hintereinander gelesen habe, wollte ich auch unbedingt den dritten und - zumindest in Deutschland - letzten Band der "Nova & Quinton"-Reihe lesen. Da ich vom zweiten Band ein klein wenig enttäuscht war, da mir dort zu wenig Emotionen vorhanden waren, waren meine Erwartungen an "No Regrets" wieder relativ hoch und ich bin froh, dass ich trotz einiger Schwächen nicht enttäuscht wurde.

Im zweiten Band habe ich noch ein wenig die nötigen Emotionen vermisst, die für mich bei dem Genre absolut dazu gehören, hier war es dagegen schon wieder besser und weitaus emotionaler, sodass ich mit Nova und Quinton auch wieder besser mitfühlen konnte. Die Geschichte liest sich trotz der eher düsteren Thematik leicht und flüssig und die Figuren haben sich sehr gut weiterentwickelt.

Nova und Quinton haben zwar bis Ende des zweiten Bandes nicht wirklich zueinander gefunden, allerdings finden sie beide langsam zurück ins Leben. Während Nova immer tougher wird, ihre Vergangenheit größtenteils verarbeitet hat und sogar schon an die Zukunft denkt, ist Quinton nach seinem Entzug dagegen noch nicht so weit. Man merkt hier schnell, dass er noch einen harten und langen Weg vor sich hat, allerdings ist dabei dennoch eine stetige Weiterentwicklung spürbar, sodass ich seinen Weg sehr gerne verfolgt habe. Auch die Nebenfiguren haben sich stetig weiterentwickelt und ich wollte niemanden von ihnen missen, auch wenn der Fokus hier natürlich immer auf Nova und Quinton liegt.

Der einzige Kritikpunkt sind hier die vielen Wiederholungen. Ich kann zwar verstehen, dass besonders Quintons Gedanken sich immer wieder drehen und er sich im Leben noch nicht allzu viel zutraut, allerdings haben mich die immerzu gleichen Gedanken im Laufe der Zeit dann doch ein wenig genervt. Dies mag zwar bei einer so labilen Person durchaus authentisch sein, allerdings war es mir dann doch ein wenig too much.

Dennoch hat mir die Geschichte insgesamt doch recht gut gefallen, denn die Autorin hat bis zum Schluss auf unnötige Klischees und Kitsch verzichtet, sodass hier eine durchaus authentische und oftmals melancholische Geschichte entstanden ist, die mich weitesgehend berührt hat. Wer hier also eine typische Lovestory mit den schönsten Menschen der Welt erwartet, der wird möglicherweise enttäuscht sein. Wer jedoch die echten Höhen und Tiefen im Leben bevorzugt, der wird hier eine überzeugende Geschichte erhalten.

Das Cover ist wieder einmal ganz nett anzusehen, ist aber leider nicht so gestaltet, dass es zwischen all den anderen Büchern aus dem Genre besonders groß auffällt. Die Kurzbeschreibung ist dagegen umso mehr gelungen und hat mich wieder einmal direkt angesprochen.

Kurz gesagt: "No Regrets" ist insgesamt ein gelungener Abschluss, der zwar die ein oder andere Schwäche mit sich bringt, mir aber dennoch gut gefallen hat, sodass ich auch insgesamt mit der Trilogie zufrieden bin. Für Fans des Genres, aber auch von der Autorin, ein absolutes Muss!

Bewertung vom 08.02.2016
Sorensen, Jessica

Second Chance / Nova & Quinton Bd.2


gut

Nachdem mir der erste Band "True Love" gut gefallen hat, wollte ich auch "Second Chance" unbedingt lesen und hatte relative hohe Erwartungen. Diese konnten zwar am Ende nicht ganz erfüllt werden, allerdings wurde ich dennoch ganz gut unterhalten.

Obwohl mir die Geschichte an sich gut gefallen hat, muss ich leider sagen, dass mich das Buch dieses Mal nicht so mitnehmen konnte, wie ich es mir erhofft habe. Während mich "True Love" aufgrund der melancholischen Stimmung noch emotional mitnehmen konnte, hat mir dies in diesem Fall leider gefehlt. Dennoch findet hier eine Weiterentwicklung statt, die mir gut gefällt, denn besonders Nova wirkt reifer und findet immer mehr ins Leben zurück, was ihr sehr gut steht.

Nova hat den Sprung geschafft und rührt keine Drogen mehr an. Umso wichtiger nun, dass Quinton ebenfalls von den Drogen runterkommt, was sich doch als schwieriger als gedacht erweist, da dieser nach dem Kontaktabbruch nur noch tiefer im Drogensumpf steckt. Für Nova, die mittlerweile nicht nur clean ist, sondern auch deutlich reifer wirkt und sich ihrer Vergangenheit stellt, wird die Suche nach Quinton auch eine Zerreißprobe, da sie eigentlich nicht mehr mit Drogen konfrontiert werden möchte.

Jessica Sorenen erzählt Novas Suche nach Quinton nicht nur sehr eindringlich, sondern auch authentisch. Hier hat alles Hand und Fuß und wirkt nicht überspitzt, sodass man hier den Verfall eines Menschen miterleben muss, der sich aus Schuldgefühlen und Selbsthass zerstören möchte. So interessant ich diese Suche auch fand, so muss ich leider sagen, dass mir hier sämtliche Emotionen gefehlt haben. Ich finde es zwar bewundernswert, dass sich Nova so gut entwickelt hat und immer tougher wirkt, allerdings hätte ich es besser gefunden, wenn die Geschichte weiterhin an der Melancholie festgehalten hätte.

Das Cover erfindet das Rad zwar auch nicht neu, allerdings gefällt mir dieses schon weitaus besser als noch bei "True Love", bei dem mir die Besonderheit gefehlt hat. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen, sodass ich dem Buch gerne eine Chance gegeben habe.

Insgesamt hat mir "Second Chance" trotz kleinerer Schwächen gut gefallen und ist somit eine würdige Fortsetzung der "Nova & Quinton"-Reihe. Wer den ersten Band mochte, sollte auch diesem unbedingt eine Chance geben.

Bewertung vom 08.02.2016
Sorensen, Jessica

True Love / Nova & Quinton Bd.1


sehr gut

Jessica Sorensen und ich hatten es in der Vergangenheit etwas schwer miteinander, da ich mich mit ihren Büchern nie so ganz anfreunden konnte, wie ich es gern getan hätte. Nun, nach mehr als einem Jahr Abstand, möchte ich der Autorin dann doch noch mal eine Chance geben und habe es mit "True Love", dem Auftakt der "Nova & Quinton"-Reihe versucht.

Ich muss zwar sagen, dass ich am Anfang wieder einige Schwierigkeiten mit dem Erzählstil der Autorin hatte, jedoch im Laufe der Zeit immer besser in die Geschichte hinein gefunden habe. "True Love" gehört für mich nicht zwingend zu den Büchern, die man in einem Rutsch durchliest, sondern die Geschichte braucht vielmehr ihre Zeit, da die Themen einen hier stellenweise ganz schön mitnehmen können. Hier geht es nicht nur um eine Liebe, sondern um die brutale Realität, die manchmal stärker zuschlägt, als man es verdient hat, denn Nova und Quinton wurden in ihrem Leben bislang alles andere als vom Glück geküsst. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und man gibt dem Leser die nötige Zeit, um die Figuren besser kennen zu lernen. Die Dialoge lesen sich toll und das Zusammenspiel zwischen den Figuren ist gelungen.

Die Geschichte beginnt mit Nova, die auf schlimmste Art und Weise erfahren muss, dass ihr Plan, gemeinsam mit ihrer großer Liebe Landon durchs Leben zu gehen, sich nicht erfüllen wird. Gleiches gilt auch für Quinton, der mit ansehen muss, wie seine große Liebe bei einem Autounfall ums Leben kommt. Beide gehen dabei mit ihrer Trauer vollkommen anders um. Während Nova sich immer mehr verkriecht und fast vereinsamt, versucht Quinton seine Trauer mit Drogen zu betäuben, was ihm allerdings mehr schlecht als recht gelingt. Als sie aufeinandertreffen, haben sie auf den ersten Blick nichts miteinander gemeinsam, allerdings ist es die Trauer, die die beiden miteinander verbindet, anscheinend stärker, als beide wohl geglaubt haben.

Wer hier eine typische Liebesgeschichte mit viel Kitsch und Klischees erwartet, der wird mit den Büchern von Jessica Sorensen mit Sicherheit nicht glücklich sein. Wer hier jedoch viel über die Schattenseiten des Lebens erfahren möchte, der wird hier definitiv einiges zu lesen haben, denn die Geschichte ist relativ düster und beschäftigt sich bereits auf den ersten Seiten damit, dass auch der Tod zum Leben gehört.

Das Cover ist nett, bietet aber im New Adult-Genre nichts, was neu wäre, da ein Paar ohne Gesichter bereits auf vielen anderen Büchern verewigt wurde. Dennoch ist es aber nett anzusehen und darauf kommt es letztendlich an. Die Kurzbeschreibung gefällt mir dagegen gut und ist der Grund, weshalb ich dem Buch eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "True Love" ist ein guter Auftakt der "Nova & Quinton"-Reihe, der mich aufgrund der melancholischen Stimmung überzeugen konnte. Wer hier allerdings eine durchweg typische Liebesgeschichte mit viel Kitsch erwartet, der wird bei dieser Reihe definitiv falsch sein. Ich kann "True Love" nur empfehlen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.02.2016
Mills, Mark B.

Warten auf Doggo


gut

Früher fand ich Bücher mit Tieren meist unglaublich langweilig. Nun, wo ich selbst einen Hund besitze, hat sich dies schlagartig geändert und ich finde immer mehr Gefallen an solchen Büchern, in denen ich manchmal meinen Hund wiedererkennen kann. Von daher ist es kein Wunder, dass "Warten auf Doggo" mein Interesse wecken konnte.

Zuerst muss gesagt werden, dass mir die Geschichte zum Großteil gefallen hat und mich der Humor und auch der flotte Schreibstil durchaus überzeugen konnten. Das Problem ist hierbei allerdings, dass der Mark B. Mills mit dieser Geschichte das Rad nicht neu erfinden konnte und ich viele Szenen stellenweise schon aus anderen Büchern her kannte, von daher blieb der ganz große Überraschungsmoment für mich leider aus.

Dennoch ist die Geschichte Daniel und dem Hund Doggo durchaus unterhaltsam. Doggo ist eigentlich der Hund von Daniels Ex-Freundin, allerdings hat sie ihm den Hund nach der Trennung ohne Absprache hinterlassen, sodass Daniel nun eher unfreiwillig auf den Hund gekommen ist. Die Art und Weise, wie Herrchen und Hund miteinander umgehen und sich anfreunden, ist dafür allerdings ganz nett und konnte mich zum Teil sogar berühren. Der ganz große WOW!-Effekt, den ich mir gewünscht habe, blieb allerdings aus.

Obwohl mir die Geschichte gefallen hat, haben mir hier gewisse Spannungsmomente gefehlt. Hier liest sich zwar vieles sehr nett und auch stellenweise humorvoll, aber leider muss die Geschichte komplett ohne Highlights auskommen, was ich doch ein wenig schade finde, denn Daniel und Doggo hätten hier weitaus mehr verdient.

Das Cover ist zwar schlicht, aber dennoch schön gemacht, sodass man es sich durchaus zwischendurch mal ganz gerne anschauen kann. Die Kurzbeschreibung klang auf den ersten Blick wirklich gut, allerdings musste ich im Laufe der Geschichte merken, dass hier ansonsten nicht wirklich viel passiert und die Kurzbeschreibung somit schon zu viel vorwegnimmt. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen.

Insgesamt ist "Warten auf Doggo" eine nette und teilweise humorvolle Geschichte, die man mal zwischendurch lesen kann, die allerdings ohne große Highlights auskommen muss. Für Hunde-Fans sicherlich ein Muss, ansonsten ist es wohl auch nicht schlimm, wenn man den Roman verpasst hat.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 01.02.2016
Maiberg, Anke

Ist das Liebe oder kann der weg?


sehr gut

"Ist das Liebe oder kann der weg?" ist mir bereits vor dem Erscheinungstag aufgefallen und somit habe ich mich vorab auf eine humorvolle und unterhaltsame Liebesgeschichte gefreut. Obwohl meine Erwartungen sehr hoch waren, wurde ich von Anke Maiberg nicht enttäuscht, denn sie hat meine Erwartungen mehr als erfüllt.

Die Autorin verwendet bei ihrem Debüt eine sehr angenehme Sprache, die leicht, locker und humorvoll ist. Ich bin quasi nur so durch die Seiten geflogen und hatte großen Spaß mit den Figuren, die allesamt liebevoll und detailreich ausgearbeitet sind und die man somit sehr gut kennen lernt. Dazu sind die Dialoge sehr gelungen, sodass ich das ein oder andere Mal schmunzeln musste.

Hier geht es um Inga, die von ihrem Freund betrogen wurde. Nachdem der erste große Liebeskummer überstanden ist, schwört sie Rache und schmiedet die passenden Pläne, da sie ihn nicht einfach so davonkommen lassen möchte. Um auf andere Gedanken zu kommen, besucht sie ihre Tante Lisbeth, doch auch da kommt sie nicht wirklich zur Ruhe, da bereits dort das nächste Abenteuer auf sie wartet, da ihre Tante immer wieder neue Ideen für ihre Nichte parat hält. Eines war jedoch nicht geplant: Die Leiche, die sie während einer Tour finden...

Doch auch das wirft Tante Lisbeth nicht völlig aus der Bahn und somit möchte sie gemeinsam mit Inga herausfinden, was es mit der Leiche auf sich hat. Dass sich ausgerechnet Inga dabei in einen Kommissar verliebt, war wohl alles andere als geplant, aber dennoch ein schöner Nebeneffekt, der der Geschichte die nötige Würze verleiht.

Auch wenn die Liebesgeschichte ein wenig vorhersehbar ist, habe ich diese sehr genossen und meinen Spaß an ihr gehabt. Dabei bedient sich die Autorin nur sehr selten an Klischees und gestaltet die Geschichte dazu alles andere als kitschig, was bei diesem Genre sehr erfrischend ist. Gleichzeitig kommen hier auch Krimi-Fans auf ihre Kosten, denn aufgrund des Funds der Leiche und den Ermittlungen wurden gekonnt einige Krimi-Elemente eingebaut, ohne die Geschichte allerdings zu überfüllen. So wurde hier ein gesundes Maß gefunden, das mich unterhalten und vor allem begeistern konnte.

Das Cover ist ein absoluter Hingucker und besticht mit einem zuckersüßen Wellensittich und tollen Farben. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich direkt von sich überzeugen und somit habe ich mich bereits vor dem Erscheinungstag sehr auf das Buch gefreut.

Kurz gesagt: "Ist das Liebe oder kann der weg?" ist eine unterhaltsame Geschichte, die mit sympathischen Figuren, einem genialen Humor und einem locker-flockigen Schreibstil überzeugen konnte. Ich kann das Buch demnach nur empfehlen und hoffe, dass es noch viele weitere Bücher von Anke Maiberg geben wird.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.01.2016
Espinosa, Albert

Club der roten Bänder


sehr gut

Vorab muss gesagt werden, dass ich die gleichnamige TV-Serie auf Vox (noch) nicht gesehen habe und somit keinerlei Vergleiche zwischen Buch und Serie anstellen kann, von daher bewerte ich hier ausschließlich das Buch. Dementsprechend habe ich hier auch nur wenig Erwartungen gehabt und muss sagen, dass ich das Buch am Ende doch ganz nett fand, auch wenn ich leider sagen muss, dass ich aufgrund der Kurzbeschreibung deutlich mehr Emotionen erwartet habe.

Albert Espinosa beschreibt hier auf eindrucksvolle Art und Weise, wie er im Krankenhaus lag und dabei gegen den Krebs ankämpfte. Dabei wird hauptsächlich darüber berichtet, was er dabei für Entdeckungen gemacht, wie er sich und andere Menschen in der Zeit wahrgenommen hat und von sich selbst lernen konnte. Dabei ist auch oftmals erkennbar, wie dankbar er für sämtliche Erfahrungen ist, auch wenn die Krankheit und der Weg zur Genesung alles andere als einfach war.

Hier sollte man aber nicht zwingend allein den Schreibstil bewerten, denn hier wird nicht sonderlich darauf geachtet, wie man den Leser am besten unterhalten könnte oder möglichst flüssig zu schreiben, sondern darum, seine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Dies ist etwas, worauf man sich sicherlich einstellen muss und vielleicht auch nicht jeden Leser gefallen wird, mir hat der lockere Schreibstil zu einer solch schweren Thematik allerdings zugesagt.

Das Cover ist okay, für mich allerdings kein Hingucker. Zu sehen sind hierauf die Seriendarsteller der gleichnamigen TV-Serie. Da ich diese im Vorfeld allesamt nicht kannte, hat mich das Cover eher weniger angesprochen. Umso mehr hat mich dagegen die Kurzbeschreibung angesprochen, die mir direkt gefallen hat.

Kurz gesagt: "Club der roten Bänder" ist so ganz anders, als ich zunächst erwartet habe, allerdings hat es mir dennoch gefallen, auch wenn die Emotionen hier stellenweise zu kurz kommen. Dennoch ist das Buch durchaus empfehlenswert und auch für alle, die die TV-Serie noch nicht gesehen haben, bestens geeignet.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.01.2016
Ernst, Susanna

Immer wenn es Sterne regnet


sehr gut

Bücher von Susanna Ernst habe ich schon immer gerne gelesen, von daher habe ich mir auch ihr Werk "Immer wenn es Sterne regnet" gekauft und ich muss sagen, dass meine Erwartungen dementsprechend hoch waren. Zum Glück konnte mich die Autorin auch dieses Mal wieder überzeugen, sodass ich nicht enttäuscht wurde.

Susanna Ernst konnte mich wieder einmal mit wunderbaren Worten, magischen und romantischen Momenten, sowie einem durchweg positivem Schreibstil überzeugen, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Die Dialoge sind meiner Meinung nach - wie in allen ihren Werken - nach wie vor eine Schwachstelle, allerdings empfand ich diese weitaus weniger holprig als sonst, sodass es mich nur wenig gestört hat. Die Figuren sind dafür sehr liebevoll gestaltet und gut ausgearbeitet, sodass man diese sehr gut kennen lernt und mit ihnen mitfühlt.

Hauptfigur ist hierbei Mary, die zwar an sich sehr liebenswert ist, die große Liebe allerdings noch nicht gefunden hat. Ihre beste Freundin kann dies nicht mehr mit ansehen und nimmt fortan Marys Liebesleben selbst in die Hand und dabei trifft Mary ausgerechnet auf Jeremy, den sie bereits aus ihrer Schulzeit kennt, an ihn allerdings keine guten Erinnerungen hat, da sie unter seinem Mobbing gelitten hat. Dementsprechend ist es kein Wunder, dass sie nichts mit ihm zu tun haben möchte. Gleichzeitig lernt sie aber auch Eliah kennen, der ihr einen alten Schrank verkauft, der mehr beinhaltet, als man zunächst erwartet hat...

Gleichzeitig hat die Geschichte aber auch noch einen anderen Handlungsstrang, denn man springt auch in die zwanziger Jahre zurück, in dem Adam Briefe an Gracey schreibt. Diese war seine große Liebe, allerdings war ihre Familie und die Gesellschaft gegen die Liebe, sodass sie kaum eine Chance hatten...

Beide Geschichten wurden perfekt miteinander verbunden und bieten einige romantische Momente, die allerdings nie überspitzt oder gar kitschig beschrieben werden. Vielmehr erlebt man hier eine wunderbare Geschichte, die authentisch, aber stellenweise doch sehr vorhersehbar ist, was mich bei diesem Genre allerdings nur selten stört.

Das Cover ist wunderschön und ein absoluter Hingucker. Dadurch, dass es sich dem Buchtitel direkt anpasst, ist hier ein gelungenes Gesamtwerk geschaffen worden, das man sich gerne anschaut. Auch die Kurzbeschreibung weiß zu überzeugen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Insgesamt ist "Immer wenn es Sterne regnet" eine wunderbare und romantische Geschichte, die mich mit sympathischen Figuren und einem ansprechenden Schreibstil überzeugen konnte. Wer Liebesromane mag, sollte die Werke von Susanna Ernst unbedingt lesen.