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Philiene
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Süsel

Bewertungen

Insgesamt 608 Bewertungen
Bewertung vom 17.01.2024
Barrett, Kerry

Das Buch der letzten Briefe (eBook, ePUB)


sehr gut

Ist es nicht eine wunderschöne Idee, Menschen die Chance zu geben ihren Lieben noch einmal mitzuteilen, was ihnen wichtig ist. Menschen die vielleicht nicht mehr die Chance haben es persönlich zu tun. Menschen die in einem schrecklichen Krieg Leben. Von so einer Idee handelt dieser Roman. Die junge Krankenschwester Elsie schreibt während des zweiten Weltkrieges Briefe von Verwundeten in ein Album und bewahrt sie so auf. In der Gegenwart stößt Stefanie auf dieses Buch das viele Jahre verschüttet in einem Keller lag und ist fasziniert davon. Sie fragt sich wer Elsie war und was aus ihr geworden ist.

Dieser Roman erzählt die Geschichte des Krieges aus der Sicht einer jungen Krankenschwester in London. Sie erzählt von dem Leid das die Zivilbevölkerung während eines Krieges erleiden muss. Und von ein Album voller Erinnerungen. Eine wunderschöne Geschichte.

Ein zweiter Zeitstrang spielt in einem Seniorenheim in der Gegenwart und dreht sich um Stefanie die dort arbeitet. Stefanies Geschichte fand ich etwas zu dick aufgetragen, in ihrem Umfeld ist alles schief gegangen was schief gehen könnte. Trotzdem ist es interessant was sie über die Vergangenheit herausfindet.

Für mich punktet vor allem der Teil rund um Elsie und die Geschichte rund um das Album.

Bewertung vom 16.01.2024
Peters, Julie

Tochter der Amazonen / Die Kriegerin Bd.1


ausgezeichnet

Gelungener Ausflug in die Welt der griechischen Mythologie.
Otrere ist die Tochter des Königs der Skythen , sie wächst als Amazone in der Steppe auf und wird nach dem Tod ihres Vaters übenimmt sie die Herrschaft. Für eine junge Frau eine schwere Aufgabe. Dann ist da noch der Gott Ares, der ihr Herz erobert und zu ihrem Schicksal wird....

Der Roman führt uns tief in die Antike, in die Welt der Amazonen und der griechischen Götter. Er erzählt die Geschichte einer jungen Frau die auf der einen Seite genau weiß was sie will und dann doch wieder an sich zweifelt. Von ihrer Familie, ihrer Schwester Mela die dafür geboren wurde eine Amazone zu sein. Aber auch von der komplizierten Beziehung zu Ares. Er erzählt von Schlachten und Kriegen von dem Volk der Skythen und dem Leben in der Antike.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Otrere war ein Protagonistin die ich sehr gerne begleitet habe, sie war als starke Frau beschrieben, aber nicht perfekt, sie hat uns an ihrem Leben teilhaben lassen und all ihre Gefühle mit uns geteilt.
Ein spannender Ausflug zu den Amazonen.

Bewertung vom 12.01.2024
Grund-Thorpe, Heidi

Die Töchter des Münterhauses


gut

Dieser Roman erzählt eine Familiengeschichte über einen sehr langen Zeitraum und über vier Generationen hinweg. Er beginnt im Jahr 1939 mit Amalie die im Haus der Malerin Gabriele Münter lebt und ungewollt schwanger wird. In dieser Zeit für eine ledige Frau noch unvorstellbar. Doch Gabriele Münter und ihr Lebensgefährte nehmen sich Amalia und ihre Tochter Sascha an und ziehen sie wie ihr eigenes Kind auf. Viele Jahre später zieht Saschas Enkelin in das Haus ihrer Großmutter und gräbt in der Familiengeschichte....

Der Roman hat sich für mich teilweise etwas gezogen. So wurde sehr lange und detaillierte über Saschas Kindheit erzählt das war zwar interessant aber doch etwas langatmig. Interessant fand ich die Einblicke in das Leben von Gabriele Münter während des zweiten Weltkrieges. Spannender würde das Buch zum Ende hin., als Nike in das Haus ihrer Großmutter zog und dort mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte.
Alles in allem eine leicht Familiengeschichte.

Bewertung vom 10.01.2024
Roth, Charlotte

Rosa und Leo


sehr gut

Rosa Luxemburg. Woran denke ich bei diesem Namen? An ihren grauenvollen Tod. An ihr politisches Engagement. An Karl Liebknecht. Aber denke ich auch an eine Frau mit Gefühlen? An eine Frau die liebt? An eine junge Studentin? Eher nicht. Aber zum Glück gibt es ja Charlotte Roth. Die Autorin hat es nämlich geschafft mir die historische Person ganz anders zu beschreiben. Sie erzählt in ihrem Roman Rosa und Leo von der ganz privaten Rosa und auch von Leo.

Ich mag solche Bücher und finde es wichtig das wir Menschen wie Rosa Luxemburg niemals vergessen und irgendwie fällt mir das leichter, wenn ich ihre menschliche Seite kennenlerne.

Charlotte Roth hat einen wunderschönen Roman geschrieben und mir Rosa näher gebracht. Natürlich kommt auch ihr politisches Engagement zu Wortr, ohne das gibt es sie ja nicht. Aber es wird auch aus ihrem Leben erzählt. Und auch ihr Geliebter Leo bleibt nicht außen vor, da auch aus seiner Sicht erzählt wird.

Ich mag den Schreibstil von Charlotte Roth sehr. Sie beschäftigt sich mit ihren Charakteren und man merkt daß sie das sehr intensiv tut. Ohne langweilig zu werden schreibt sie über das Leben der historischen Personen. Außerdem liebe ich ihre Vorworte, die haben ihre ganz eigene Sprache.

Bewertung vom 09.01.2024
Kelly, Julia

Weil du meine Tochter bist


sehr gut

Ein Krieg bedroht die Heimatstadt. Es gibt die Möglichkeit sein Kind aufs Land in Sicherheit zu bringen. Welche Entscheidung ist die Richtige? Die junge Mutter Viv muss sich diese Frage stellen und entschließt sich schließlich ihre kleine Tochter aus der Stadt zu schicken. Doch war diese Entscheidung richtig?

Der Roman erzählt Vivs Geschichte, erzählt von Maggies Leben bei der Pflegefamilie, erzählt wie schwer es Viv in ihrer Familie hat und erzählt eine Liebesgeschichte die eigentlich gar keine ist. Sehr einfühlsam nimmt uns Julia Kelly auf eine emotionale Reise mit. Vivs Weg war alles nur nicht einfach. Das streng katholische Elternhaus, der Vater ihres Kindes der nicht da ist, der Krieg... Dazu wird aber auch Joshuas Geschichte, Maggis Vater der mich an seinen Erlebnissen im Krieg teilhaben lässtAuch sehr interessant, aber für mich nicht so emotional wie Vivs Geschichte.

Der Roman hat mir gut gefallen, Viv ist eine tolle Protagonisten, die Geschichte fesselnd. Einziger Kritikpunkt ist der Klappentext der für mich etwas zu weit in der Geschichte hervorgreift.

Bewertung vom 09.01.2024
Meyer, Margaret

Die Hexen von Cleftwater


ausgezeichnet

Mich hat dieses Buch tief bewegt zurück gelassen. Obwohl ich schon viele Romane über die Hexenverfolgung gelesen habe, war dieser für mich etwas Besonderes.
Die Autorin hat es geschafft in ruhigen Tönen über dieses ernste Thema zu schreiben. Auch wenn sie die schrecklichen Ereignisse die die Hexenverfolgung deutlich macht, gees doch in erster Linie um das was das ganze mit den Menschen macht.

Im Fokus steht die stumme Magd Martha, die gleichzeitig Hebamme ist. Ihre Stellung im Dorf und auch der Umgang damit das sie nicht sprechen kann wäre sehr gut beschrieben. Eigentlich war sie in ihrem Dorf integriert und doch keimt auch Misstrauen auf. Sind da nicht zu viele Unglücke in ihrem Umfeld passiert?
Doch als die Hexenvefolger ins Dorf kommen wird sie nicht verdächtgt, sondern soll die Frauen auf Hexenmale untersuchen.

Es war spannend zu lesen, wie Martha mit dieser Situation umgegangen ist, aber auch wie das Dorf sich im Laufe des Geschehens verändert. Wie das Misstrauen wächst, wie sich die Menschen aufhetzen lassen, wie Unschuldige in Verdacht und in Gefangenschaft geraten sind.

Obwohl mir Martha nicht wirklich sympathisch geworden ist und ich mich auch etwas schwer getan habe ihr nahe zukommen hat mich ihr Schicksal doch bewegt. Was muss es mit einem Menschen gemacht haben, die eigenen Freunde und Nachbarn zu untersuchen? Eine grauenvolle Zeit.

Ein ruhiges aber beeindruckendes Buch über die Hexenverfolgung.

Bewertung vom 06.01.2024
Jones, Dan

Essex Dogs


sehr gut

Das Cover dieses Buches hat mich sofort angesprochen. Die Mischung aus dem Schachbrettmusters und den Wappen ist endlich einmal etwas anderes. Es geht sich von den anderen Covern des Genres ab und das finde ich sehr gut.

Auch der Roman hat seine ganz eigene Sprache. Es geht um zehn englische Söldner die im hunderjährigem Krieg kämpfen. Ja und es geht wirklich um diese zehn unterschiedlichen Männer die im Dienste der englischen Krone stehen und Befehle ausführen. Ja es kommen auch Könige und Prinzen vor, die gehôren zu der historischen Geschichte einfach dazu, aber der Fokus liegt auf den Söldnern.

Der Autor Dan Jones ist Historiker, da besteht die Angst das der Roman eher ein trockenes Sachbuch wird, als ein spannender Roman. Aber weit gefehlt. Der Autor hat es geschafft sein Fachwissen meisterhaft umzusetzen. Er brilliert mit Fachwissen und packt dieses in eine spannende Geschichte. Er hat zehn unterschiedliche Charaktere erschaffen, die wohl ein perfekter Querschnitt der damaligen Zeit sind.

Wäre so der Geschichtsunterricht in der Schule, es wäre wohl das Lieblingsfach von vielen Schülerinnen und Schülern.

Bewertung vom 03.01.2024
Pierre, Marie

Töchter des Aufbruchs / Das Pensionat an der Mosel Bd.1


ausgezeichnet

Töchter des Aufbruchs beginnt als Roman über eine Frau, die es sich zur Aufgabe gemacht hat junge Frauen auf ihren Weg ins Erwachsensein zu helfen, die aus ihnen starke Frauen machen möchte und durch ihr eigenes Vorbild zeigt das eine Ehe nicht alles ist was eine Frau erreichen kann. Und entpuppt sich dann als unglaublich spannende Geschichte rund um Liebe, Verrat und alten Geheimnissen.

Ich kann nur eines zu diesem Buch sagen und das ist:" Wow", ich bin restlos begeistert. Marie Pierre hat mit Pauline eine Heldin erschaffen die eigentlich nur darum bemüht ist ihren Schülerinnen die richtigen Werte mit auf den Weg zu geben und dann wieder Willen in einem wahren Krimi gefangen ist. Nein es geht nicht um Mord, sondern um Intrigen und falsche Versprechungen, um eine junge Frau die auf die große Liebe hofft, um alte Verbrechen und alte Schuld. So spannend erzählt das ich das Buch kaum zur Seite legen wollte.

Dazu kommt daß ich bei Marie Pierre das Gefühl habe, das sie jeden ihrer Charaktere ins Herz geschlossen hat. So lebendig und realistisch sind sie beschrieben. Ob nun Pauline oder der geheimnisvolle Hausangestellte Vincent, ob nun die verliebte Schülerin Suzette oder der Botenjunge Thomas. Egal wie groß ihre Rolle, jeder bekommt die Aufmerksamkeit die er oder sie verdient hat.

Ich kann nur noch einmal sagen, einfach großartig.

Bewertung vom 02.01.2024
Maniscalco, Kerri

Hunting Prince Dracula / Die grausamen Fälle der Audrey Rose Bd.2


ausgezeichnet

Ich war schon vom ersten Fall der Audrey Rose begeistert. Da musste ich natürlich auch den zweiten Teil der Reihe lesen. Noch dazu da es auf dem Schloss von Graf Dracula spielt, der Ort alleine verspricht ja schon Schauer und Grusel.

Audrey Rose reist zusammen mit Thomas nach Transsilvanien, Beide wollen dort auf der remunierten Schule für Gerichtsmedizin studieren. Doch wie nicht anders zu erwarten dauert es nicht lange und eine grausam erstellte Leiche taucht auf. Ist Graf Dracula wieder auferstanden oder kopiert ihn jemand? Eigentlich egal denn der grausame Mörder muss auf jeden Fall gefasst werden. Audrey Rose ist gleich wieder mitten in den Ermittlungen und kommt einfach nicht zur Ruhe.

Ich hätte es mir vorher nicht vorstellen können, aber mir hat dieser Teil noch besser gefallen als ser Erste. Das Setting ist grandios gewählt und schon die Beschreibung des Schlosses bringt schon Gänsehaut hervor. Der Fall ist wirklich spannend und entwickelt sich immer wieder neu. Die Charaktere gut gewählt und glaubwürdig. Die Mischung aus Schauerroman und Krimi hat mir sehr gut gewählt. Es wird mit den Mythen rund um Dracula gespielt und gleichzeitig eine reale Geschichte erzählt.
Gut gefallen haben mir auch die Fotos die immer mal wieder eingeschoben worden sind.

Ein historischer Krimi mit Suchtpotenzial .

Bewertung vom 02.01.2024
Orontes, Peter

Die Mönchin


ausgezeichnet

Bei dem Titel die Mönchin habe ich an einem Roman gedacht, der die Geschichte einer Frau erzählt die als Mann verkleidet unter Mönchen lebt und und an ihrem Leben und das Klosterleben im Mittelalter teilhaben lässt.

Nun das habe ich auch bekommen und noch so viel mehr. Die Mönchin ist ein spannender Mittelalterkrimi ala Im Namen der Rose. Ja wir haben auch eine Heldin die als Mann verkleidet in einem Kloster ermittelt. Und ja es wird auch darüber erzählt das eine Frau eigentlich nicht die Chance auf Bildung hatte, aber das steht nicht im Vordergrund. Viel mehr geht es um grausame Morde die an den Mönchen der Abtei Ennswalden verübt werden und es geht um ein Dokument das hochbrisant ist...

Spannung ist also garantiert. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich mitten im Mittelalter, mitten im Klosteralltag, mitten in einem spannenden Krimi. Die Mönchin glänzt durch eindrucksvolle Bilder der Zeit, gute Recherche und grandiose Charaktere. Besonders Adriana hat mir gut gefallen, eine starke Frau mit dem richtigen Spürsinn, die es schafft die richtigen Schlüsse zu ziehen. Aber auch Guillermo ist ein spannender Charakter. Doch nicht nur die Hauptfiguren stechen hervor, auch Nebencharaktere wie der Knecht Odo sind mit Leben gefüllt.

Gut gefallen hat mir das am Beginn des Buches die Ämter im Kloster und die Gebetszeiten beschrieben wurden, das hat es leicht gemacht dem Klosterleben zu folgen.

Für mich ein perfekter Mittelalterkrimi.