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Nele33

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Insgesamt 831 Bewertungen
Bewertung vom 20.12.2022
Grandl, Peter

Turmgold / Turm-Reihe Bd.2 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

"Turmgold" ist nach "Turmschatten" der zweite Band einer Thriller Serie des Autors Peter Grandl. Erst beim Lesen bemerkte ich dies und musste nun erst den ersten Band besorgen und lesen.Ich habe ihn verschlungen.

Jetzt aber zu Turmgold. 10 Jahre sind ins Land gegangen, nachdem der Turm Schauplatz übler Geschenisse war. Jahre in denen nach aussen hin alles wunderbar ruhig blieb, im Untergrund allerdings brodelte es schon lange und heftig.

Karl Rieger ein Protagonist des ersten Bandes führt ein glückliches Leben im Zeugenschutzprogramm, bis zu dem Tag, als ehemalige Kameraden in den Turm eindringen und Geisel nehmen. Es handelt sich um 10 jüdische Kinder und deren Erzieherinnen. Kann das Schlimmste verhindert werden?

Ich habe seit Jahren kein so aktuelles Buch mehr gelesen- der Autor verknüpft die Realität dermassen gekonnt mit der Geschichte, dass einem Angst und Bange werden kann. Die Protagonisten werden charakterlich gut gezeichnet, die Rückblenden auf ihr bisheriges Leben geben einen tiefen Einblick in ihr Empfinden und ihre Entwicklung. Das einarbeiten der aktuellen politischen Lage mit Hinblick auf die AfD und andere Parteien ist excellent gelungen.
Auch wenn das Buch knapp 600 Seiten hat, habe ich keinerlei Längen gespürt und habe es in kürzester Zeit gelesen.

Um die Zusammenhänge zu verstehen denke ich, es ist besser den ersten Band gelesen zu haben.

Turmgold war für mich eins meiner Lesehighlights 2022.

Bewertung vom 20.12.2022
Gerold, Ulrike;Hänel, Wolfram

Rauhnächte - Sie werden dich jagen


weniger gut

Da ich mich schon mehrfach mit den Rauhnächten beschäftigt habe und deren Ursprung und die Mhythen mehr als faszinierend finde, habe ich mich sehr auf einen Thriller in dieser Richtung gefreut.

Lisa besucht nach Jahren ihre Großeltern, im Dorf ihrer Kindheit. Sie haben sich nicht mehr viel zu sagen, einiges steht zwischen ihnen. Als Lisa dann noch erfährt, dass seit Jahren junge Frauen in den Rauhnächten verschwinden und nach Tagen wieder auftauchen ist ihr Ehrgeiz geweckt. Arbeitet sie doch gerade an der Uni an einem Projekt zu den Rauhnächten.
Soweit so gut, doch ab da konnte mich der Thriller nicht mehr begeistern. Die Protagonsiten werden als Deppen und Hinterwäldner charakterisiert und um die Rauhnächte geht es nur noch im entferntesten Sinne.

Leider wird in dem Buch, das Dorf in dem die Handlung stattfindet sehr klischeehaft dargestellt, so dass ich teilweise den Eindruck hatte, ich würde eine Komödie lesen.

Mich hat die Handlung enttäuscht, da hatte ich mir vom Thema her weitaus mehr versprochen.

Bewertung vom 19.12.2022
Oskari, Tuomas

Tage voller Zorn / Leo Koski Bd.1


ausgezeichnet

Mit " Tage voller Zorn" hat der finnische Journalisten Toumas Oskari sein Thriller-Debut veröffentlicht.

Die Hauptfigur des Buches ist Leo Koski, der Ministerpräsident Finnlands. Jung, chrismatisch ist es für ihn ein leichtes die Menschen in seinem Land für seine Politik zu begeistern. Doch ist es wirklich seine Politik, oder ist er die Marionette anderer Mächte? Nach einem spektakulärem Suizid einer jungen Frau, steht er im Mittelpunt des Interessen, selbst seine eigene Partei fordert seinen Rücktritt. Diesen verweigert er und wird kurze Zeit später Opfer eines Attentats. Er veruscht eine Koalition mit der Linken zu vereinbaren, deren Vorstzende Emma Erola die Menschenmassen auf die Strasse bringt-doch ist sie es selber, die die Pläne schmiedetß

Fragen über Fragen stellen sich in dem rasant geschriebenen Thriller, der sehr realistisch vermittelt, wie groß die Korruption in der Politik ist. Alle Protagonisten, und davon gibt es viele, sind hervorragend gezeichnet und entwickeln sich inm Lauf der Story charakteristisch weiter. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, so kommt ein guter Spannungsbogen auf, der auch noch einige Überraschungen bereitgehalten hat.

Von mir eine klare Lesemfehlung für Frunde von Polit-Thrillern.

Bewertung vom 19.12.2022
Haskin, Fynn

Der Mondmann - Blutiges Eis


gut

Der Autor Fynn Haskin hat es geschafft mit seinem Thriller " Der Mondmann" eine wunderbare Atmosphäre zu vermitteln.

Profiler Jens Lerby ist kein einfacher Zeitgenoose, immer wieder gibt es Turbulenzen mit seinem Vorgesetzten, der ihn nur noch loswerden will. Schnell gibt es dafür die Möglichkeit, als in Grönland Morde geschehen, bei denen die Inuit davon ausgehen, dass diese von einem Mischwesen begangen werden.
Die Einwohner stehen Lerby sehr skeptisch gegenüber, kommt er doch vom Festland und ihm sind die Sitten und Gebräuche auf der Insel völlig fremd. Auch stellt er sich nicht gerade symphatisch zu den Menschen des Dorfes.
Im Verlauf trifft er auf Pally, eine junge Inuit, die veruscht den Spagat zwischen den beiden Welten in denen sie lebt zu vereinen. Ihr Gr0ßvater steht ihr da häufig im Weg.

Für mich handelt es sich nicht um einen klassischen Thriller, eher um einen spannenden Thriller, der für mich in erster Linie von den authentischen Beschreibungen der Atmosphäre, der Landschaft, der Kälte und den Empfindungen der Inuit lebt.
Der Kriminalfall ist schlüssig gelöst, hätte allerdings für meinen Geschmack etwas mehr Spannung vertragen können.
Lerby als Protagonist war sehr gut charakterisiert und auch Pally steht dem in nichts nach.

Von mir eine Lesempfehlung aufgrund der stimmigen Schreibweise und der Vermittlung der Rauigkeit Grönlands.

Bewertung vom 13.12.2022
Strohe, Max

Kochen am offenen Herzen


weniger gut

Unter " Kochen am offenen Herzen" des Star Koches Max Strohe hatte ich mir was gänzlich anderes vorgestellt. Dazu hat auch der Klappentext beigetragen.

In seiner Autobiographie beschreibt der Autor seinen Weg vom Schulabbrecher zum Sternekoch. Die Sprache und Brutalität in den Sätzen hat mich eher abgeschreckt und der Schreibstil spricht vielleicht eher die jüngere Generation an.

Es geht fast ausschließlich um Gewalt, Drogenexcesse und Sex. Die Kulinarik die ich mir erwartet hatte blieb in meinen Augen leider völlig auf der Strecke.

Insgesamt habe ich sehr viel über die Abgründe im Leben Max Strohes erfahren, vieles blieb allerdings unerwähnt, welches auch die andere Seite seines Lebens beleuchtet hätte.

In erster Linie wird dies wohl ein Buch für die Fans des Kochs, ich habe mich leider aufgrund des anderen Sprachempfindens eher durch die Autobiographie gequält.

Bewertung vom 07.12.2022
Redondo, Dolores

Todesspiel. Die Nordseite des Herzens


ausgezeichnet

Dolores Redondo ist mir seit ihrem Buch "Alles was ich Dir geben will" in sehr guter Erinnerung geblieben, darum musste ich "Todesspiel" auf jeden Fall lesen.

Amaia Salazar macht ein Seminar beim FBI, als sie dem dortigen Chef durch ihre besondere Gabe auffällt. Sie wird in die Ermittlungen zu einem Serienmörder eingebunden. Dieser tötet kurz nach Naturkatastrophen immer ganze Familien, inklusive der bei ihnen lebenden Großmütter. Er tarnt seine Taten geschickt, sind die Menschen nach solch einer Katastrophe doch oft unkenntlich-dies macht er sich zu Nutze.
Das FBI vermutet seinen nächsten Tatort in New Orleans, rollt doch darauf gerade der Hurricane Kathrin zu.

Die Autorin arbeitet mit unterschiedlichen Erzählsträngen und so befinde ich mich als Leserin mitten im Geschehen, erfahre aber auch auf der anderen Seite einiges über die Vergangenheit der Ermittler.
Amaia Salazar als Protagonistin ist gut gewählt und charakterlich toll ausgearbeitet. Eine junge Frau, die sich durch Vorgesetzte nicht aus der Ruhe bringen lässt und klar analysiert.

Das Buch hat ein paar Längen, die ich gerne für die diesen insgesamt gut lesbaren und vielschichtigen Thriller in Kauf genommen habe.

Ich kann hier eine Lesempfehlung aussprechen.

Bewertung vom 06.12.2022
Haller, Elias

Jemand


ausgezeichnet

Das Buch " Jemand " von Elias Haller stand ganz oben auf meiner Wunschliste. Seine Bücher begeistern mich durch ihre Vielschichtigkeit und Wendungen.

Ein Serienmörder, genannt der "Fotograph" treibt seit neun Jahren seine tödlichen Spielchen mit der Polizei. Einmal im Jahr taucht im Darknet ein Foto einer grausam ermordeten Frau auf, die künstlerisch drapiert wurde. Als der Fotograph wieder auf der Suche nach seinem jährlichen Opfer ist, macht er eine Beobachtung, die sein Leben und das vieler anderer in eine andere Richtung lenken soll.
Die kleine Marie wurde entführt und er ist der letzte der sie gesehen hat. Auf eigene Faust recherchiert er und versucht das kleine Mädchen zu finden. Die Spuren denen er folgt lassen menschliche Abgründe an Tageslicht kommen, die seinem Gerechtigkeitsinn entgegen gehen,sieht er seine Morde doch als Kunst an....

Elias Haller erzählt die grausame Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, was den Einstieg ein wenig schwierig gestaltete, doch nachdem ich die einzelnen Figuren zuordnen konnte, stellte dies keinerlei Prolem im Lesefluss dar. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, so dass die Spannung immer weiter gesteigert wurde.
Im Verlauf des Buches kommt es zu einigen überraschenden Wendungen, die ich so nicht erwartet hatte und das Bild welches ich hatte mehrfach änderte.
Die Protagonisten, und das sind einge sind insgesamt alles komplizierte Charaktere, die das Gesamtild des Thriller prima abrundeten.
Kein Thriller zum nebenbei lesen, viele dunkle Begebenheiten und an manchen Stellen vielleicht für den ein oder anderen Leser zu detailreich.

Von mir eine klare Leseempfehlung für Thriller Fans.

Bewertung vom 29.11.2022
Sigurdardóttir, Yrsa

SCHNEE


ausgezeichnet

"Schnee" der Autorin Yrsa Sigurdardóttir war für mich ein unbedingt lesen Buch, da die Autorin mich mit ihren vorherigen Büchern begeistern konnte.

Zwei befreundete Paare suchen einen Weg um in durch etwas gefährliches Aufmerksamkeit in den sozialen Medien zu bekommen. Sie haben auch einen, für sie guten Plan heraus gearbeitet. Doch der Plan geht nicht auf und sie verschwinden im Schneesturm. Der Suchtrupp der sich schnell bildet findet Kleidung und persönliiche Dinge, doch sie passen nicht zu den Vermissten. Was ist da passiert.
Gleichzeitig erfährt der neue Ingenieur Hjörvar, dass an der Radarstation, die er nun leitet seltsame Dinge vor sich gehen und sein Vorgänger nicht freiwillig den Ort verlassen hat.

Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, aus Sicht des Rettungstrupps, da in erster Linie von Jóhannas und dem Ingenieur, der in seiner Station glaubt den Verstand zu verlieren.

Die Bücher der Autorin Yrsa Sigurdardóttir waren bisher für mich immer ein Garant für Spannung und tolle Lesestunden. Schnee konnte mich mit der Strory nicht so erreichen, es war mir ein wenig zuviel Mystery. Am Ende wurde für mich auch nicht alles zufriedenstellend aufgelöst.
Phantastisch waren jedoch wieder die Beschreibungen der Landschaft, der Kälte und der rauen Wirklichkeit Islands Natur.

Ich hatte einen spannenden Thriller erwartet und bekam zu viel Mystery, darum kann ich nur 3 Sterne vergeben.

Bewertung vom 27.11.2022
Sarno, David;Lapp, Sascha

Das Prinzip Mord


ausgezeichnet

" Das Prinzip Mord" Buch der Autoren David Sarno und Sascha Lapp beeindruckte mich durch das sehr offene und bedrückende Vorwort - Einleitung von der ersten Seite.

Im Gegensatz zu den sonst üblichen und meist amerikanischen True Crime Büchern weiden die Autoren in den FKriminalfällen nicht das Leid der Opfer aus, sondern beschränken sich in erster Linie auf die Ermittlungsarbeit und den wissenschaftlichen Möglichkeiten.

In den letzten Jahrzehnten haben sich gerade im Bereich der DNA Analysen viele neue Möglichkeiten und Erkenntnisse ergeben, so dass auch Fälle die Jahrzehnte zurückliegen nun doch noch gelöst werden können.
Als Beispiel für diese Arbeit beleuchten die Autoren 15 alte Kriminalfälle, sogenannte Cold Cases. Unterstrichen wird dies für mich als Leserin durch die Original Fotos aus den Ermittlungsakten. Das gesamte Buch ist trotz der Emotionalität sehr sachlich und distanziert geblieben und zeichnet dadurch das Bild der ermittelnden Kommissare sehr gut ab-ohne diese proffessionelle Distanz könnten sie ihren Job nicht machen.

Welche Emotionalität trotz allem dahinter steht wird uim Vorwort und den abschließenden Interviews mehr als deutlich.

Für mich eins der besten True Crime Bücher, die ich bisher gelesen habe.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.11.2022
Nesbø, Jo

Blutmond / Harry Hole Bd.13


sehr gut

" Blutmond" ist der mittlerweile 13. Thriller um Harry Hole von dem Autor Jo Nesbo.

Harry Hole, in Los Angeles gestrandet um alles hinter sich zu lassen, dem Alkohol mehr als sonst verfallen, gerät mit einer Bekannten in die Fänge von Schuldeneintreibern. Sie stellen ein Zeitlimit, ansonsten werden sie seine Bekannte ermorden. Passend dazu werden in Oslo zwei Frauen bestialisch ermordet. Der millionenschwere Tatverdächtige macht Hole ein Angebot, welches er in dieser Situation nicht ablehnen kann. So landet er als Privatermittler wieder in Oslo. Er stellt sich seine eigene Ermittlungstruppe zusammen, in der ich als Leserin einige alte bekannte wieder treffe.

Mit Blutmond hat Jo Nesbo mich nach dem desaströsem "Messer" wieder erreichen können. Eigentlich hatte ich mit der Reihe abgeschlossen, da mir alles zu konstruiert und unglaubwürdig wurde. Doch hier hat meine Neugier dann doch gesiegt, auch weil ich die einzelnen Charaktere der Reihe mag und lesen wollte, inwieweit die Entwicklung weiter erzählt werden kann.

Auch wenn in diesem Buch wieder viel Grausamkeit und manches etwas konstruiert erscheint, so kann Blutmond für mich wieder an die ersten Bände ansknüpfen. Einen Folgeband kann ich mir nun auch wieder eher vorstellen.