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Nele33

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Insgesamt 831 Bewertungen
Bewertung vom 10.01.2023
Stefánsson, Jón Kalman

Dein Fortsein ist Finsternis


ausgezeichnet

" Dein Fortsein ist Finsternis" des Autoren Jón Kalman Stefánsson beeindruckt auf den ersten Blick schon durch das herausragende Cover.

"Tiefgehende Gefühle, leidvolle Erfahrungen, schockierende Erlebnisse, unbändiges Glück, Heimsuchungen oder Gewalt, die in die Gesellschaft einbrechen oder in deine Welt, das alles kann so tief eindringen, dass es sich in den Genen niederschlägt, wo es an andere Generationen weitergegeben wird - und so bereits die Ungeborenen prägt."

Erzähl meine Geschichte, und ich bekomme meinen Namen zurück, so und nicht anders kann man das gesamte Buch beschreiben. Ein Mann findet sich in den Westfjorden Islands in einer Kirche wieder. Er hat sein Gedächnis verloren und weiß weder wie er dort hin gekommen ist, noch wer er ist. Der erste Mensch auf den er trifft, von dem er meint es sei ein Pfarrer gibt ihm weise Worte mit auf den Weg. Worte, an die er sich im Laufe seiner Reise durch den Fjord immer wieder erinnern wird. Mehr als einmal wird er noch auf diesen Menschen treffen.

Der Autor wandelt mit seinen Geschichten durch die Jahrhunderte in Island, trifft immer wieder auf interessante Geschichten, die berühren, zum schmunzeln einladen und mich wünschen ließen, dass dieses Buch ewig weitergehen möge.

Für mich schon jetzt ein Lesehighlight in 2023 obwohl das Jahr gerade erst begonnen hat.

Bewertung vom 10.01.2023
Keuthage, Winfried

Abnehmen mit der HAWEI-Methode


ausgezeichnet

Mit dem Buch die "HAWEI-Methode" hat der Autor Dr. Keuthage ein interessantes und verständliches Buc über die Methode zum Abnehmen geschreiben.
Dr. Keuthage ist Diabetologe und Ernährungsmediziner und behandelt im Zuge dessen die Menschen, die an Diabetes und Adipositas leiden.

Das Buch ist gut und aufbauend gegliedert. So wird erst einmal über Diäten und Ernährung im Allgemeinen berichtet um dann auf die HAWEI Methode einzugehen. Das ganze geschieht nie mahnend, sondern aufklärend und realistisch.
Hafer und Eiweiß scheinen nach dem Lesen die optimale Kombination um seinen Stoffwechsel wieder auf Vordermann zu bringen und dabei auch noch an Gewicht zu verlieren.

Es folgen zum Abschluss zahlreiche Rezepte, die vom Frühstück über Mittagessen bis zum Abendessen sehr schmackhaft erscheinen(alle konnte ich noch nicht testen) und auch ein Dessert ist drin. Die Rezepte sind einfach umzusetzen und lassen Spielraum für Abwandlungen.

Einzig der Hohe Konsum von Eiweiß-Pulver stört mich ein wenig.
Insgesamt ein beachtenswerter Ernährungsratgeber den ich gerne weiter empfehle.

Bewertung vom 09.01.2023
Stevens, Nica;Suchanek, Andreas

Verraten / Rachejagd Bd.2


sehr gut

Bei " Rachejagd - Verraten" handelt es sich um den zweiten Band der Rachejagd - Trilogie des Autoren-Duos Stevens & Suchanek.

Anne und Nick sind auch in diesem Band die Hauptprotagonisten. Sie wollen zur Ruhe kommen, die Entführung von Anna verarbeiten und sind sich ihrer Gefühle nicht sicher. Sie werden ziemlich spontan zur Hochzeit früherer Freunde eingeladen und treffen dort auch auf Roger. Roger bittet sie um Hilfe, in dem Labor in dem er arbeitet ist ein Kollege auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen. Das Labor arbeitet fürs Militär und züchtet Viren und Vakzine für die biologische Kriegsführung. Schnell kann er Anna und Nick überzeugen sich den Fall einmal genauer anzusehen. Was die beiden mit Hilfe von Zane und Lynette herausfinden bringt sie alle in tödliche Gefahr.

Nach den spannenden ersten Teil der Triogie war ich von diesem hier ein wenig enttäuscht. Die Dialoge kamen mir etwas platter und nicht so intensiv vor. Ebenso war die Handlung diesmal sehr auf Action ausgelegt, was nicht ganz so mein Fall ist.
Aufgrund des Cliffhangers am Ende des Buches werde ich wohl auch Teil 3 lesen, da ich erfahren möchte, wie die Reihe dann endet.

Für Leser die gerne actionreiche und rasante Thriller lesen auf jeden Fall lesenswert.

Bewertung vom 05.01.2023
Sträter, Torsten

Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen


ausgezeichnet

Torsten Sträter ist nicht nur "Live" ein Highlight, nein auch sein Buch : Du kannst alles lassen, Du musst es nur wollen" hat mir viel Spass beim Lesen bereitet.

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich die Spitzfindigkeiten und Schachtelsätze von Torsten Sträter sehr mag. Manchmal kann ich bei seinen Auftritten nicht ganz folgen und fand es gut, nun auch die geschrieben Version davon zu bekommen.
Vieles ist bekannt, aber macht dennoch trotzdem Freude es zu lesen. Sträter ist eben Sträter und zählt nicht zu Unrecht zu einem der gefragtesten und besten Kaberettisten Deutschlands.

Eigentlich ist dies nicht nur ein Buch zum Selberlesen, nein, es eignet sich auch hervorragend zum Vorlesen. Ich musste so oft laut lachen, dass ich gefragt wurde, was ich denn da lese und schon habe ich ganze Kapitel vorgelesen.
Okay, Corona kann niemand mehr hören, aber es war ein sehr presentes Thema in den letzten Jahren, so dass ich verstehe, wenn es nicht ausgespart wurde.

Ich kann das Buch wärmstens empfehlen.

Bewertung vom 05.01.2023
Müller, Thomas

Schafe für die Wölfe


ausgezeichnet

"Schafe für die Wölfe" des Autors Thomas Müller ist ein solider und gelunger Wirtschaftsthriller der einige True Crime Inhalte sein Eigen nennt.

Die Handlung ist die Aufarbeitung der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2008. Der Autor versteht es gekonnt traurige Einzelschiksale in dieser Zeit zu einem passendem Ganzen zu verweben. Um dies zu meistern, schafft der Autor schon auf den ersten Seiten unterschiedliche Handlungsstränge, die nach Einzelschiksalen aussehen, ein paar Jahre später allerdings zu einem noch nie da gewesenen Gerichtsprozess führen. Angeklagt die Banker und Finanzbosse, die die Krise verursacht haben.

Thomas Müller hat mich von der ersten Seite an mitgenommen in eine Welt, die mich erschaudern und fassungslos werden lässt. Habe ich den Skandal, die Unmenschlichkeit doch aus sicherer Entfernung und als Nicht-Betroffene beobachten können.

Ein Wirtschaftskrimi, der mir viele spannende Lesestunden beschert hat und den ich sehr gerne weiter empfehle.

Bewertung vom 31.12.2022
Läckberg, Camilla

Kuckuckskinder / Erica Falck & Patrik Hedström Bd.11


ausgezeichnet

Endlich geht es in Fjällbacka weiter. Lange habe ich darauf gewartet, dass Camilla Läckberg eine Fortsetzung ihrer Reihe veröffentlich. Ich kann nur sagen, das Warten hat sich gelohnt.

Kaum angefangen, war ich wieder mittendrin in der Familie von Erica und Patrik- es fühlte sich an wie ein nach Hause kommen.
Diesmal bekommen Patrik und sein Team es mit Morden in der Künstlerszene zu tun. Sie tappen lange Zeit im Dunkeln, die Verdächtigen hängen alle irgendwie mit drin und mauern anstatt zu helfen. Alle sind irgendwie sehr exentrisch und eigen. Auf der anderen Seite sucht Erica neben der Kinderbetreuung wieder nach einem Thema für ein neues Buch. Was bietet sich da mehr an, als in der Vergangenheit der Künstler zu forschen? Und die hat es bei jedem Einzelnen in sich.
Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitsträngen, wobei ich nicht sagen kann, welcher mich mehr gefesselt hat:
Die Vergangenheit oder die Gegenwart?

Der Schreibstil war gut zu lesen, an die Namen hatte ich mich schnell gewöhnt und die Weiterentwicklung von Ericaa und Patrik hat mich begeistert.

Kuckuckskinder gehört für mich definitiv mit zu den Lesehighlights des Jahres 2022 und aufgrund des Endes hoffe ich auf einen baldigen Nachfolgerband.

Bewertung vom 29.12.2022
Mackintosh, Clare

Die letzte Party / Ffion Morgan Bd.1


sehr gut

Claire Mackintosh hat mit "Die letzte Party" einen spannenden ersten Fall für das Ermittlerduo Ffion Morgan und Leo Brady geschrieben.

Rhys Lloyd hatte es mal geschafft, er war ein Super Star. Nun hat der ehemals erfolgreiche Sänger keine Aufträge mehr. Seine Ferienanlage The Shore , ein Urlaubsdomizil für die Reichen beherbergt interessante Familien. Die Dorfbewohner können sich mit der Anlage nicht anfreuden. So entsteht die Idee diese zu einen fulminanten Sylvesterparty einzuladen. Die meisten kommen in friedlicher und neugieriger Absicht. Doch irgendwas geht schief, am Neujahrsmorgen treibt die Leiche von Rhys Lloyd im zugehörigen See der Anlage.

Die Ermittlungen beginnen und die Zuständigkeit muss zwischen England und Wales noch geklärt werden, so kommt es das Ffion und Leo erstmals gemeinsam ermitteln.

Der Einstieg ist mir durch den guten Scheibstil sehr leicht gefallen. Besonders hat mir die Charakterisierung von Ffion gefallen, sie kommt aus dem Dorf und kennt jeden. Die gesamte Geschichte setzt sich aus unterschiedlichen Erzählebenen zusammen. als Leserin erfahre ich viel über die Vergangenheit der Bewohner und alle haben irgendwie ein Motiv.
Begeistert haben mich auch die Landschaftsbeschreibungen, sie wirkten auf mich sehr authentisch.

Von mir eine klare Leseempfehlung für diesen tollen Krimi.

Bewertung vom 29.12.2022
Stehn, Malin

Happy New Year - Zwei Familien, ein Albtraum


gut

"Happy New Year" der skaninavischen Schriftstellerin Malin Stehn fängt packen an. Es beginnt alles mit einer Sylvester Feier die wie jedes Jahr bei Lollo und Max stattfindet. Nur dieses Jahr ist alles irgendwie anders. Die beiden Teenager Töchter von Lollo, Max und Nina und Frederik feiern diesmal mit Freunden alleine ohne die Eltern. Nina hat sich lange dagegen gestreubt, doch dann sowohl ihrer Tochter Smilla als auch ihrem Mann Frederik nachgegeben.
Die Feier der Erwachsenen eskaliert aufgrund rassistischer Äußerungen von Max. Als alle am nächsten ziemlich fertig aufwachen, wird klar, Jennifer ist nicht bei Smilla geblieben, sondern hat die Party noch vor Mitternacht verlassen. Es fehlt jede Spur von ihr. Was ist ist mit ihr geschehen?
Nach und nach kommen Geheimnisse aller Erwachsener ans Licht und die Fassade der jahrelangen Freundschaft brökelt stark.

Der Schreibstil lies sich gut lesen und die Kapitel waren angenehm kurz. Die Geschichte wird aus den unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten erzählt, was wirklich gut gelungen ist.
Leider gibt es in der Mitte der Geschichte doch einige Längen, so dass die aufgebaute Spannung nachgelassen hat.

Fazit: Kann man lesen-muss man aber nicht.

Bewertung vom 28.12.2022
Benrath, Nora

Wehrlos


sehr gut

Für Mieke wird in "Wehrlos" der Autorin Nora Benrath der Albtraum aller Eltern Realität. Sie war doch nur kurz abgelenkt, doch als sie nach ihrer Tochter Nele sieht, ist es schon zu spät. Das Mädchen mit dem sie spielte nimmt sie mit vom Spielplatzgelände und die kleine Nele wird in ein Auto gezogen. Dies alles geschieht vor den Augen vieler Menschen, selbst ihre Schreie bewegen niemanden es zu verhindern. Die direkt eingeleitete Ringfahndung bleibt ohne Erfolg. Es tauchen Leichen auf, die auf den ersten Blick nichts mit Neles Entführung zu tun haben. Oder doch? Die Ermittler kommen einer perfiden kriminellen Vereinigung auf die Spur. Können Sie Nele noch retten?

Die Autorin hat es von der ersten Seite an geschafft mich zu fesseln. Die Emotionen der Mutter auf dem Spielplatz waren ausserordentlich fühlbar.
Erzählt wird die Story aus verschiedenen Perspektiven, dies war sehr düster und bedrückend-besonders wenn aus Neles Perspektive erzählt wurde.
Sehr gut war der Aspekt der sozialen Medien eingearbeitet, deren Gefahr viele Nutzer immer wieder unterschätzen.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 20.12.2022
Laestadius, Ann-Helén

Das Leuchten der Rentiere


sehr gut

"Das Leuchten der Rentiere" hat mich aufgrund des Klappentextes sehr angesprochen, lese ich doch sehr gerne Bücher über andere Kulturen und Breitengrade. Das Buch spielt am nördlichen Polarkreis und gibt bedrückende Einblicke in das Leben der Sami.

Elsa ist erst 9 Jahre alt, als sie den brutalen Mord an ihrem Rentierkalb erfährt und der Täter ihr mit dem noch blutigem Messer mit dem Tod droht, sollte sie auch nur ein Sterbenswörtchen verraten. Dabei bleibt es jedoch nicht, es werden immer mehr Rentiere verstümmelt und gemordet. Elas schweigt aus Angst und die ortsansässige Polizei führt all diese ermordeten Tiere als verschwunden.
Als Leserin sehe ich die Welt durch Elsas Augen, tauche ein in die winterliche Landschaft und erfahre viel über das Leben der Samen.
Ihre Traditionen sind den Schweden ein Dorn im Auge und sie werden auch heute noch als Menschen zweiter Klasse gesehen.
Als ein Zeitsprung geschieht, ist Elsa eine junge Frau, die nicht mehr schweigt und offenlegt, was um sie herum geschieht.

Vorgestellt hatte ich mir ein friedliches Buch, doch weit gefehlt, es ist in vielen Momenten äußerst depremierend und bedrückend. Dennoch ist es äußerst stimmig und hat mir die Welt der Samen ein ganzes Stück weit näher gebracht.

Die Autorin hat in meinen Augen ein wichtiges Buch über ein Volk geschrieben und ich wünsche mir, dass viele Menschen es lesen und sich alles für die Samen ändern kann.