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Everett
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Barsinghausen

Bewertungen

Insgesamt 696 Bewertungen
Bewertung vom 15.12.2023
McGarey, Gladys

Was ein gutes Leben ausmacht


sehr gut

Dr. Gladys erzählt im Alter von über hundert Jahren aus ihrem Leben und ihrer Praxis. Sie vertritt als Behandlung die ganzheitliche Behandlung und veranschaulicht das an Beispielen von sich selber und Patienten.
Was sie mit dem Ausleben von Lebensenergie meint ist gut beschrieben und auch wi iese blockiert sein kann, man sie finden kann und welche Prüfungen und Veränderungen das Le-ben bereit hält. Und wie der Umgang damit ist, Kampf und Wut dauerhaft nicht zielführend ist.
Das Buch ist in Dr. Gladys sechs Geheimnisse für ein gutes Leben gegliedert und diese wie-der in Kapitel. Dadurch ist das Buch übersichtlich und gut zu lesen.
Für mich hat sich das Buch gut lesen lassen und es beinhaltet wirklich gute Ansatzpunkte um mit seinem Leben gut klar zu kommen. Auch, wenn man sein Leben nicht gleich um-krempelt bietet es gute Anhaltspunkte um etwas positiv zu verändern und nachzudenken. Es gibt auch Übungen am Ende jedes Abschnittes, die jeder für sich ausprobieren kann.
Normal habe ich Schwierigkeiten mit sog. Ratgebern für diesen Bereich, doch Dr. Gladys Buch hat mich mehr abgeholt. Auch der Schreibstil ist sehr angenehm und ihre warmherzige Art kommt hier gut bei mir an. Dadurch hat mir das Buch gut gefallen.
Es gibt noch ein kleines Foto von Dr. Gladys und sie wirkt wie sie in ihren Texten rüber kommt, sehr sympathisch.

Bewertung vom 23.11.2023
Fischer, Claudia

Wohin das Schicksal führt


sehr gut

Melanie ist durch den Tod ihrer Eltern früh auf sich allein gestellt und muss 1863 aus ihrer Anstellung in Boston fliehen. Ihre Flucht bringt sie nach Westen wo sie sich als Mann ver-kleidet einem Treck anschließt. Das stellt sie vor ganz neue Herausforderungen und Melanie muss so einige gefährliche Situationen meistern. Immerhin muss sie sich in einer von Män-nern dominierten Welt behaupten und trifft auch auf einige, die ihr Leben sehr verändern werden.
Hier macht eine junge und starke Frau, manchmal recht unkonventionell, ihren Weg und man kann lesend auch gut ihren Weg in den Westen verfolgen. Die Orte kann man auch gut auf Karte verfolgen, was mir nochmal besonders gut gefallen hat, wie halt der Weg im Be-reich vom Yosemite.
Ich weiß nicht, ob Melanies Weg damals möglich war, doch warum nicht. Die Umstände sind für uns heute wohl nur noch schlecht vorstellbar und zu bewältigen.
Je länger ich Melanies Reise begleitete, desto besser konnte ich mich in sie einfühlen. Der Schreibstil ist eher knapp ist aber komplett ausreichend um sich in Melanies Welt einzufin-den.
Zum Ende taucht dann eine Protagonistin aus einem anderen Roman auf, das kann neugierig mache, zeigt aber auch den Zusammenhang der Geschichte. Es ist auf jeden Fall mal eine andere Sicht in die Zeit der Trecks in den USA, wo es nicht hauptsächlich um Männer geht. Sehr gut. Das Land, die Gegend, die Zeit ist für mich interessant und das mit einer jungen Frau als Hauptperson finde ich sehr gelungen.
Und das Coverbild gefällt mir sehr und es ist passend.

Bewertung vom 13.11.2023
Hedlund, Jody

Stark wie die Blumen der Prärie


sehr gut

Im Jahr 1863 macht sich Linnea mit ihrem Großvater und weiteren Botanikern im Auftrag des Smythsonian auf den Weg um die Flora auf dem Sante Fe Trail zu katalogisieren. Auf dem Weg trifft sie auf Flynn, der sie aus einer gefährlichen Situation rettet. Linneas Groß-vater macht sich Sorgen und sie schließen sich Flynns Treck an und er engagiert Flynn.
Ja, als Leser weiß man halt schnell, dass Linnea und Flynn füreinander bestimmt sind, doch die Beiden brauchen noch Zeit das einzusehen und alle Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen.
Es ist aber auf jeden Fall schön zu lesen.
Die Landschaften, durch der Treck sich seinen Weg bahnt konnte ich mir recht gut vorstel-len. Allein die Weite dieses Landes ist schon enorm und heutzutage kann man sich so et-was nur noch schwer vorstellen geschweige denn selber bewältigen. Die Geschichte zeigt sehr gut was Mut und Vertrauen ausmachen können.
Der Schreibstil ist gut zu lesen und dieser Roman lässt einen mit einem guten Gefühl zu-rück.
Ich schwanke hier wirklich zwischen 3,5 und 4 Sternen als Bewertung. Eher vier, denn für mich gab es keine Längen und so ganz nebenbei wurde das Thema von Frauen in männer-dominierten Bereichen mit thematisiert.

Bewertung vom 25.10.2023
Brooks, Geraldine

Das Gemälde


ausgezeichnet

Ein altes Gemälde von einem berühmten Rennpferd aus der Mitte des 19. Jahrhunderts bringt in unserer Zeit Menschen zusammen und dadurch entsteht eine umfassende Ge-schichte, die mich nicht mehr los gelassen hat.
Das Rennpferd Lexington gab es wirklich und aufgrund seiner Geschichte hat die Autorin eine tolle Handlung aufgebaut. Rassismus zur Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges an-hand des fiktiven Pferdeknechtes Jarred. In dieser Zeit entstehen Gemälde von Lexing-ton von einem sehr begabten Künstler. In den 1950er Jahren findet ein Gemälde durch Zufall und Pferdeliebe den Weg zu einer Kunsthändlerin und 2019 wird eines vom Sperr-müll gerettet. Dadurch geht der Leser durch die Zeit und ist mit so vielen Personen un-terwegs. Auch der Rassismus der heutigen Zeit wird angesprochen und gerade das endet tragisch und hat mir sehr weh getan.
Je mehr ich nun über den gelesenen Roman nachdenke, desto mehr erkenne ich wie viel hier von der Autorin angesprochen wird und in welcher tollen Art das zusammengefügt wurde. Ein sehr schöner Schreibstil und das Buch zählt zu meinen Lesehöhepunkten in die-sem Jahr. Alleine die Geschichte um Lexington hätte ein Roman sein können. Wie hier die Zeiten zusammen gefügt werden, ineinander greifen und das Thema der Ungleichbehand-lung allgegenwärtig ist empfinde ich als fast schon perfekt zusammen gestellt.
Toll und beeindruckend

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 22.10.2023
Inusa, Manuela

Walnusswünsche / Kalifornische Träume Bd.5


sehr gut

Ein weiterer Band aus der Kalifornien Reihe der Autorin. Dieses Mal ist man als Leser bei Victoria auf der Walnussfarm in der Nähe von Riverside in Kalifornien. Victoria führt die Farm, die schon lange im Familienbesitz ist nach dem Tod ihrer Mutter und dem Ver-schwinden ihrer Schwester. Dazu ist sie noch für ihren Vater da, der körperlich für die Farmarbeit nicht mehr in der Lage ist.
Dann taucht der Autor Liam Sanders auf der Farm auf, um vor Ort für sein nächstes Buch zu recherchieren und ihre Schwester taucht nach Jahren plötzlich wieder auf.
Mir hat auch diese Geschichte wieder gut gefallen. Die Verbindung von wirklich existenten Orten in Kalifornien, wie hier Riverside mit dem besonderen Hotel und der Lage der Wal-nussfarm finde ich in Romanen immer wieder gut. Man kann es auf der Karte nachvollzie-hen und sich auch über Google informieren. Das gibt der Geschichte nochmal einen beson-deren Reiz und ich muss zugeben, dass ich die Westküste durch eigene Reisen besonders mag.
Es ist schnell klar, dass sich da eine Liebesgeschichte entwickelt, aber der Weg ist das Ziel. Der Schreibstil ist schön und gut zu lesen. Das Ende fand ich dann doch ein wenig überra-schend. Durchaus alltagsnah.
Wieder gute Unterhaltung und gerne wieder.

Bewertung vom 05.09.2023
Schier, Petra

Das Kreuz des Pilgers / Pilger Bd.1


sehr gut

Auf dem Weg nach Koblenz wird die Handelskarawane von Reinhild und ihrem Mann von Räubern überfallen. Während der Auseinandersetzung stirb Reinhilds Mann. Auf längere Sicht wird sie allerdings wieder heiraten müssen um sich und ihren Sohn zu versorgen und mit der Zeit wird ihr immer bewusster welcher Mann in Frage kommt. Wobei ihr Vater das bestimmt nicht gut finden wird. Auch eine mächtige Reliquie spielt eine große Rolle.
Wieder eine toll aufgebaute, umfassende Geschichte mit vielen interessanten Personen. Sehr schnell war ich vom Schreibstil der Autorin regelrecht gefangen und auch die Dialoge haben mir sehr gut gefallen.
Nachdem ich einst die Lombarden-Reihe gelesen habe, die mir sehr gut gefallen hat, war ich hier erst aufgrund des Klappentextes etwas skeptisch. Doch der Roman hat mich schnell überzeugt.

Bewertung vom 28.08.2023
Quick, Matthew

Anstand


sehr gut

Nach einer Gehirn-OP erzählt David Granger von seinem Leben. David ist Vietnam-Veteran, ist Witwer, vernarrt in seine Enkelin, aber nicht begeistert von seinem Sohn. Er mag die Demokraten nicht, ist offen und unbequem und sein super liberaler Sohn meint er ist rassis-tisch.
Die Zeit in Vietnam hat tiefe Spuren hinterlassen und durch Davids Erzählung erfährt man was Vietnam mit den Soldaten gemacht hat.
In seiner speziellen Art ist David ehrlich und wie sein Sohn irgendwann feststellt guckt er auf die Leute und nicht wie sie aussehen.
Der Roman hat mir sehr gut gefallen, durch den Schreibstil und die Darstellung des David Granger. Die Schilderungen sind kurz, dadurch entstehen absolut keine Längen und bei ge-nügend Zeit hätte ich den Roman auch gerne in einem Rutsch durchgelesen.
Ich finde, dass hier so einige gesellschaftliche Themen angesprochen werden und diese Ge-schichte zeigt, dass es keine Allgemeinheiten gibt.
Das Buch hat viele Zwischentöne, ist vielschichtig, macht nachdenklich und unterhält.

Bewertung vom 12.08.2023
Thornton, Stephanie Marie

Die Mutige


ausgezeichnet

Die Geschichte der Jackie Kennedy, aus ihrer Sicht und als Roman.
Die Geschichte von Jaqueline Bouvier als Roman zu schreiben ist durchaus mutig, ein total interessantes Thema bzw. interessante Sichtweise.
Das Kennenlernen von Jackie und John F., ihre Denkweise und der Weg ins Weiße Haus, die Ermordung von John F. Kennedy und Jackies weiteres Leben. Hier wird sie so dargestellt, dass man mehr Verständnis für sie hat, ihre Beweggründe deutlich werden. So ist sie nicht mehr nur die Frau an der Seite des Präsidenten. Sie war als Stilikone bekannt, doch auch im Hintergrund hat sie viel bewirkt und ihr Leben wurde, viel mehr als das anderer First Ladies, öffentlich verfolgt. Dazu sind die realen Ereignisse mit im Roman dabei.
Ich war ganz schnell im Buch drin und der Schreibstil hat sich sehr gut lesen lassen. Die Au-torin hat das wirklich sehr gut umgesetzt und emotional war es richtig intensiv.
Mich hat der Roman komplett überzeugt, hat mir sehr gut gefallen. Gerne würde ich mehr von der Autorin lesen!

Bewertung vom 22.07.2023
Valkenier, Tamar

Die Vollzeit-Abenteurerin


sehr gut

Das beeindruckende Leben einer mutigen jungen Frau.
Tamar kündigt ihren doch interessanten und guten Job als Kriminalpsychologin auf und startet alleine mit dem Fahrrad zu einer Tour durch Europa.
Das ungebundene Leben, reduziert auf das Reisen, Übernachtung und Essen packt sie und führt zu weiteren Reisen überall auf der Welt. Wie durch die Mongolei, Neuseeland und Jordanien. Wie sich dann gerade eine besondere Bindung zu den Begleittieren einstellt fand ich erstaunlich und berührend. Auch die Begegnungen mit anderen Menschen sind hier ganz anders, viel freundlicher, als wenn nicht auf Tamars Art gereist wird. Das macht Hoffnung, dass die Menschen auch grundsätzlich freundlich miteinander umgehen kön-nen.

Tamar erklärt ihre innere Unruhe, die sie zu diesen besonderen Reisen treibt, sehr gut und nachvollziehbar. Dass sie das alles so umsetzt finde ich enorm. Da gebe ich zu, dass solche Reisen wohl nichts für mich wären. Höchstwahrscheinlich entgeht mir da das ganz spezielle, was Tamar beschreibt. Ich finde es gut, dass es Menschen wie Tamar gibt, die so reisen und es immer wieder fort zieht. Ich reise gerne, erlebe neues, mag doch aber am Abend ein angenehmes Bett.
In einem gut zu lesenden Stil wird von verschiedenen Reisen erzählt.
Durch dieses Buch konnte ich eine andere Welt kennen lernen. Dankeschön.