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Abnuncha

Bewertungen

Insgesamt 114 Bewertungen
Bewertung vom 11.06.2025
Kvensler, Ulf

Die Insel - einer kennt die ganze Wahrheit


ausgezeichnet

Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird

Nach dem ersten Roman von Ulf Kvensler „Der Ausflug“ ist dem schwedischen Autor mit diesem Buch ein weiterer rundum guter Thriller gelungen. Der Autor schafft es geschickt immer wieder Spannungsfäden aufzubauen um den Leser damit in die Irre zu führen. Es gibt so viele merkwürdige Ereignisse das man sich beim Lesen immer wieder fragt ist das echt oder passiert es nur in der Vorstellung. Es werden dem Leser immer wieder unerwartete Entwicklungen und Enthüllungen präsentiert. Das Buch ist in einer flüssigen und ansprechenden Schreibweise geschrieben, die Protagonisten entwickeln sich im Laufe der Geschichte mit ihren ganz eigenen Stärken und Schwächen. Bis zum Ende fragt man sich, was ist passiert, was wird passieren und wer ist schuld, oder eben nicht. Geld scheint auf jeden Fall Menschen dazu zu bringen Dinge zu tun die weit über einer normale Vorstellungskraft stehen. Lassen Sie sich als Leser darauf ein, reisen Sie nach Gotland, aber Vorsicht, die Idylle trügt. Fazit: Ein Thriller der eine echte Leseempfehlung verdient hat, ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Vielen Dank.

Bewertung vom 10.06.2025
Rutherford, Robert

Sieben letzte Tage


gut

Ich bin unschuldig, so lange meine Schuld nicht bewiesen ist!
Ein schrecklicher Gedanke überhaupt ganz abgesehen von der Geschichte das Menschen hingerichtet werden. Für begangene Taten zur Rechenschaft gezogen zu werden ist eines und richtig, aber das jemand über Leben und Tod entscheiden kann dürfte nicht sein. Wie muss das dann erst sein, wenn jemand aus der Familie zum Tode verurteilt wird und derjenige dann auch noch beteuert unschuldig zu sein. Genau diese Nachricht erreicht Alice Logan und ihre Schwester, ihr Vater zu dem sie keinen Kontakt hat wird für eine Tat zum Tode verurteilt und beteuert es nicht gewesen zu sein. Will man sich als Tochter damit auseinandersetzten, wenn der Vater nie da war. Als Alice anfängt der Sache auf den Grund zu gehen ist sie auch schon mittendrinn und die Zeit rennt ihr davon, sieben Tage, sieben Tage entscheiden zwischen Leben und Tod. Ich kann nicht sagen das dieser Triller mich umgehauen hat, vielmehr finde ich das der Autor durchaus Spannungsfäden schreibt, sich dann aber wieder in zu ausgeschmückte Umschreibungen verfängt. Ich hatte an einigen Stellen das Gefühl das geht alles zu langsam, sieben Tag sind ein sehr enges Zeitfenster. Die Geschichte wirft Fragen auf wem kann man doch trauen, und warum hat niemand wirklich das Interesse Beweise zu suchen. In diesen sieben Tagen kommt einiges an Licht, das Ende wird hier natürlich nicht verraten, aber es ist eines, was ungewöhnlich ist, und ob das als Basis für eine Thriller reicht ist Geschmackssache, auf jeden Fall ausbaufähig. Vielen Dank.

Bewertung vom 31.05.2025
Klinger, Maya C.

Wie ein Foto unser Leben rettete


ausgezeichnet

“Trotz allem glaube ich immer noch, dass die Menschen tief in ihrem Herzen gut sind.” (Anne Frank)
Krieg hat noch niemanden glücklicher gemacht, und ich habe mich immer gefragt was bewegt Menschen dazu solche Dinge wie hier in diesem Buch aufgegriffen werden zu tun, wie leben sie selber danach weiter? Dieses Buch für Kinder ab 7 Jahren setzt sich mit einem sehr wichtigen Thema des Krieges und der Jugendverfolgung auseinander. Wie kann man von jemandem gehasst und verfolgt werden, den man gar nicht kennt, und der einen nicht kennt? Wie ist es, wenn Familien auseinandergerissen werden, sich ganze Lebensabschnitte ändern, man einer ungewissen Zukunft entgegengeht oder auch stirbt? Dieses Buch sollte begleitend mit Kindern gelesen werden, es wird viele Fragen aufwerfen und ob es auf jede eine Antwort gibt, wahrscheinlich nicht, dennoch können Kinder und Erwachsene in diesem sehr berührenden Buch sich auf eine Reise begeben und lernen es vielleicht heute besser zu machen, oder eben zu verhindern das es das nie wieder gibt. Ein jüdisches Sprichwort sagt „Mit der Dummheit allein kommt man nicht durch; man braucht auch noch ein bisschen Frechheit dazu“. Vielen Dank.

Bewertung vom 31.05.2025
Arend, Doris;Bürgermeister, Tanja;Kiel, Anja

Leserabe Sonderausgaben - Juhu, jetzt bin ich Schulkind!


sehr gut

Hurra, die Schule jetzt beginnt 😊
Endlich erster Schultag! Heißt es in dem Klappentext, der Tornister ist gekauft, die Schultüte gebastelt und der heißersehnte Tag ist nun da. Auf der ersten Seite kannst Du, auch wenn du noch nicht lesen kannst anhand von Bildern sicherlich schon entdecken was dort gemeint ist. Dieses Buch ist für Kinder der 1. Klasse, die schon mitlesen oder sich vorlesen lassen möchten, auf jeden Fall, je kreativer du bist umso schöner wird diese Erinnerung an dein 1. Jahr in der Schule. Das Buch ist bei Antolin als Empfohlenes Buch gelistet, ein Programm zur Leseförderung, das den Computer und das Buch miteinander verknüpft, also kannst du dein Wissen dann auch dort teilen. Allen Schul- und Leseanfängern viel Freude mit diesem Buch und eine schöne Erinnerung. Vielen Dank und einen schönen Schulbeginn den Du weißt ja, hurra, die Schule jetzt beginnt, ein jedes Kind dort lernt geschwind das Rechnen, Lesen und auch Schreiben, wer wollte da zuhause bleiben?

Bewertung vom 30.05.2025
Kliesch, Vincent

Auris / Jula Ansorge Bd.1


gut

Sprich, damit ich Dich sehe
Ungewöhnliches und rasantes Aufeinandertreffen von zwei Bestseller-Autoren Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek. Warum wird das hier so explizit Erwähnt, dass es nach einer Idee von Sebastian Fitzek geschrieben wurde, habe ich mich gefragt, Sebastian Fitzek scheint hier ein zusätzlicher Aufhänger zu sein, verkaufsfördernd? Worum geht es in diesem Buch Auris. Forensische Phonetik, die Wissenschaft des Zuhörens, „Sprich, damit ich Dich sehe“ könnte man denken. Der berühmten forensischen Phonetiker Matthias Hegel hat schon mit zahlreichen Analysen so manchen Verbrecher überführen können, nun scheint er selber zu einem geworden zu sein, nun redet er selber nicht mehr, aber sein Schweigen scheint laut. Eine junge True-Crime-Postcasterin Jula Ansorge will unbedingt die Wahrheit über den angeblichen Mord den Matthias Hegel begangen haben soll herausfinden und begibt sich nicht nur auf die Suche, sondern auch in Gefahr. Dieser erste Band Auris soll der Auftakt für mehrere Bücher sein, mich persönlich hat das Buch nicht ganz erreicht, ich hätte mir an einigen Stellen mehr Tiefe oder Entwicklung gewünscht und einige Nebencharaktere bleiben etwas blass. Auch wenn manche Dialoge ein bisschen einfach wirken nimmt die Geschichte schnell Tempo auf und es gibt kaum Längen, was das ganze dynamisch wirken lässt. Der Leser weiß bis zum Schluss nicht, was Wahrheit ist und was Lüge. Fazit ein gelungener Auftakt einer vielversprechenden neuen Thriller-Reihe. Vielen Dank.

Bewertung vom 30.05.2025
Leciejewski, Barbara

Am Meer ist es schön


ausgezeichnet

“Die Eindrücke der Kindheit wurzeln am tiefsten.” – Karl Emil Franzos
Das wird toll sagen die Eltern von Susanne, sechs Wochen an der See in St. Peter Ording, sechs Wochen spielen und toben, du wirst sehen, das ist wie Ferien. Mit gemischten Gefühlen fährt Susanne mit dem Zug gen Norden und hinein in eine Zeit voller Spielen, toben… nein in eine Zeit mit Heimweh, autoritärer Erziehungsstil, Demütigungen, psychischer und physischer Gewalt, stupide Freizeitgestaltung und miserablem Essen. Aber auch kleinen Freundschaften die das Leben dort ein wenig erträglicher machen und die Kinder lernen sich zu wehren, und schaffen es letztendlich den sogenannten „Tanten“ ein Schnippchen zu schlagen. Doch dann kommt es zu einem Vorfall den Susanne ihr Leben lang nicht vergessen wird. Die Folgen diese Kinderkur hat letztendlich Susannes ganzes Leben geprägt. Als Susanne nach langer Zeit, den so eine Kinderkur wurde verlängert, wenn man nicht gehorsam war, doch wieder nach Hause fährt ist sie verändert und die Eltern glauben ihr nicht als sie erzählen möchte. Erst viele Jahre später als ihr Mutter in einem Pflegeheim schwach und dement ihre letzten Tage erlebt scheint ein Gespräch zu zeigen das die Mutter doch geahnt hat was Susanne damals geschehen ist, man fragt sich warum hat niemand etwas getan, vielleicht hat man den Kinder wie auch hier Susanne einfach nicht geglaubt das so etwas möglich ist und in den 60er Jahren war körperliche Züchtigung normal unter dem Motto ein Klapps hat noch keinem Kind geschadet. Ein Buch was trotz der schwere Thematik sehr warmherzig, offen und schön geschrieben ist, das Cover könnte nicht besser sein, den „Am Meer ist es schön“. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und kann es nur weiterempfehlen, gerade weil solche Geschichten nicht vergessen werden dürfen. Vielen Dank.

Bewertung vom 29.05.2025
Klein, Martin

Leserabe 1. Lesestufe - Pups-Alarm!


sehr gut

Retter in der Not, dann ist Pupsen doch Pupsegal
Pupsgeräusche zu machen, machen Spaß und sind doch letztendlich Pupsegal oder? Viel wichtiger ist doch, das Lesen durch lustige Themen Spaß macht und dieses Buch bietet Leseanfängern ab 6 Jahren in leicht zu lesenden und kurz Sätzen einen guten Start in eine lustige Geschichte. Einfach und verständlich geschrieben und lustig bunt illustriert lernen wir Ari, Sia, Per und seine Eltern und Mix den Hund kennen. Auch wenn die nicht sehr begeistert von Aris neuem Trick sind, er kann nämlich mit der Hand unter der Achsel Pups-Geräusche machen und das zeigt er ausgerechnet während des Essens, ist es doch lustig. Heute ist Sonntag und alle brechen auf zu einem Ausflug auf den Spielplatz, kann ein Pupsen um die Wette letztendlich für Mama eine Rettung in der Not sein, findet es heraus, allen Kindern viel Freude mit diesem Buch. Vielen Dank und Liebe Grüße

Bewertung vom 29.05.2025
Grimm, Sandra

tiptoi® Abenteuer Großwerden - Liv geht aufs Töpfchen


ausgezeichnet

Das schaffe ich doch, ist doch kinderleicht 😊
Ideal für Einsteiger steht oben im Klappentext und genau das ist es auch, ein Buch was die kleinsten einsteigen lässt, in die große Aufgabe „ich werde groß und gehe jetzt aufs Töpfchen“. Spielerisch hierdurch die Kinder an alltägliches zu gewöhnen macht dann auch den kleinen Spaß und wenn es am Ende zum Erfolg führt können kleine ganz groß werden. Ich finde dieses spielerische Lernsystem der tiptoi Reihe für Kinder ab zwei Jahren sehr ansprechend, kinderleicht und toll illustriert, was das Thema für Kinder dann auch selbstständig erlebbar macht. Und zum Ende dann ein Hörspiel was noch einmal alles zusammenfast, also auf ins Abenteuer groß werden. Ihr wisst doch „das schaffe ich doch, ist doch kinderleicht 😊. Ich wünsche allen Kindern viel Freude mit diesem Buch, auf ins große Abendteuer, ihr schafft das schon. Vielen Dank und liebe Grüße

Bewertung vom 28.05.2025
Bihl, Lou

Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben


sehr gut

"Der selbstbestimmte Tod ist das Ende der Mühe“
Dieses Buch hat mich zunächst wütend, dann voller Fragen zurückgelassen. Schon lange wird die Möglichkeit eines assistierter Suizid kontrovers diskutiert, und ein Weg scheint in weiter Ferne zu sein. Ein bekanntes Zitat heißt Hilfe zur Selbsttötung sollte nicht bestraft, sondern mit Respekt behandelt werden. Hier geht es nicht um eine ärztliche Dienstleistung es geht um Lebensqualität und Autonomie in schmerzhaften, qualvollen Lebenssituationen. Die Geschichte in diesem Buch schildert ein Lebensweg zweier Frauen und ihrer Familien, ein Weg vom Studium, danach ein sich aus den Augen verlieren bis das jemand schwer Erkrankt und die Hilfe des anderen sucht. Wie weit kann eine Freundschaft gehen, wenn die schwerkranke Freundin nach einem assistierten Suizid fragt. Hier wird eigentlich eine Geschichte aufgezeigt die einen Idealfall bietet, die Protagonisten sind eingebettet in Familiäre- ,Soziale-, Gesellschaftliche- und finanziell Sicherheit und dann kommt eine schwere Erkrankung. Letztendlich zeigt die Geschichte einen Weg der trotz schwer Erkrankt aber palliativ gut begleitet gar nicht so schwer sein muss, dass man selbst in Situationen wo man schwer krank ist noch ganz viel Leben genießen kann und sollte. Wird von der Verantwortung da nicht zu sehr weggesehen, nicht jeder stirbt nach einem aufregenden Leben im Kreise seiner Familie, wie hier im Buch bei Blick in den Garten mit Vogelgezwitscher. Schmerzen muss heutzutage niemand mehr haben heißt es oft, aber das nehmen von Schmerzen ist nicht alles. Das Thema Suizid wird in unserer Gesellschaft immer noch als Tabuthema behandelt dabei gibt es wie Statistiken zeigen sehr viele Menschen die aus Not in einen Suizid gehen den sie selber gestalten müssen, viele Personen schädigen sich dabei schwer und nachhaltig körperlich und oft auch geistig, mit schwersten emotionellen und finanziellen Folgen für sich selbst. Ein Suizid ist nichts Feiges, ein Suizid benötigt viel Mut und er wird leichter, wenn er unterstützt würde, womit sich hier der Kreis der Debatte um assistierten Suizid schließt, haben wir einen Antwort gefunden? Ein bekanntes Zitat heißt Hilfe zur Selbsttötung sollte nicht bestraft, sondern mit Respekt behandelt werden. Vielen Dank.

Bewertung vom 22.05.2025
Berg, Ellen

Jünger geht immer!


ausgezeichnet

Wenn ein Mann einer Frau die Autotür öffnet; ist entweder die Frau oder das Auto neu (Unbekannt)
Ich glaube ich habe schon lange nicht mehr so viel gelacht wie beim Lesen von diesem Buch, eine Geschichte mit Augenzwinkern. Annes Mutter verkündet zum Entsetzen aller anwesenden auf der Feier ihrer goldenen Hochzeit, dass sie sich nach vielen gemeinsamen Jahren von Ihrem Mann trennen wird. Nachdem die Hochzeitsgesellschaft aus der ersten Schockstarre erwacht ist setzt sie freudestrahlend noch einen drauf und präsentiert ihren neuen Lebensgefährten einen 15 Jahre jüngeren Mann. Damit ist für die Mutter alles erledigt, ihr Mann wird kurzerhand bei seiner Schwester geparkt, für betreutes Faulenzen und sie genießt mit ihrem neuen Lebensgefährten die eigentliche Hochzeitsreise nach Rom. Nur die Tochter Anne tut sich schwer, wie kann die Mutter nur, was soll den nun aus ihrem Vater werden, kann nicht alles so bleiben wie es ist? Doch der Ausbruch der Mutter, der Weg in eine neue Liebe ist nicht nur ein Schock für Anne, sondern birgt auch für sie die Chance ihr eigenes Leben zu überdenken, ein Job der ihr eigentlich gar keinen Spaß macht und ein Mann der sich schon lange nach jüngeren umsieht. Da kommt Tom in ihr Leben, doch auch Tom ist jünger wie Anne, warum muss man das eigentlich betonen das auch er jünger ist. Das sich Annes Mann nach jüngeren Frauen umsieht scheint normal. Dieses Buch ist eine turbulente Reise und führt letztendlich zu der Erkenntnis das egal wie alt man ist, es nie zu spät für einen neue Liebe ist, lassen wir es doch mal drauf ankommen, nur so kann neues entdeckt und gelebt werden. Ich habe dieses Buch mit viel Schmunzeln gelesen, genau das richtige für aufs Sofa setzten und kleine Augenblicke des „es geht mir gut“ zu genießen. Vielen Dank.