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Benutzername: jiskett
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Bewertungen

Insgesamt 234 Bewertungen
Bewertung vom 20.02.2019
Die unsichtbare Stadt / Das Herz der Zeit Bd.1 (eBook, ePUB)
Peetz, Monika

Die unsichtbare Stadt / Das Herz der Zeit Bd.1 (eBook, ePUB)


gut

"Das Herz der Zeit: Die unsichtbare Stadt" erzählt die Geschichte von Lena, die fünfzehn Jahre alt ist und ihre Eltern verloren hat, als sie sehr jung war. Ihre Tante, bei der sie aufwächst, spricht nie mit ihr über ihre Familie und aus diesem Grund will sie unbedingt wissen, was passiert ist und was hinter all dieser Geheimnistuerei steckt - aber je mehr sie herausfindet, desto mysteriöser und undurchsichtiger scheint die Lage zu werden. Schließlich stößt sie auf Informationen, die unglaublich sind und alles in Frage stellen, was sie bisher zu wissen glaubte.

Lena war alles in allem eine sympathische Protagonistin, doch ich muss sagen, dass ich sie ein wenig zwiespältig betrachtet habe. Einerseits hat ihre Charakterisierung mir gefallen, da sie mir sehr realistisch vorkam; sie fühlt sich - wie viele Teenager - unverstanden, sehnt sich danach, mehr über ihre toten Eltern zu erfahren und glaubt, nirgendwo wirklich zugehörig zu sein. Zudem hat sie einige Ecken und Kanten, macht Fehler und wird von unglaublichen Gelegenheiten in Versuchung geführt, was menschlich ist und dafür gesorgt hat, dass sie für mich echt und greifbar wirkte. Andererseits ist es mir später schwer gefallen, wirklich mit ihr zu fühlen, da ich ihr Verhalten irgendwie anstrengend fand. Es war zwar verständlich, dass sie über ihrem Ziel alles andere aus den Augen verloren hat, ihr Handeln hatte schwerwiegende Konsequenzen, was mir gefallen hat, und Lena hat selbst erkannt, dass sie alles falsch gemacht hat, aber ihre darauffolgende Weiterentwicklung wurde meiner Meinung nach zu knapp behandelt und kam zu plötzlich auf. Das fand ich schade, da ich gerne mehr über diesen Prozess gelesen hätte.

Viele der Nebencharaktere sind ein bisschen blass geblieben, doch Bobbie, die beste Freundin der Protagonistin, spielte eine große Rolle und ich fand toll, wie sehr sie Lenas Vorhaben unterstützt hat und für sie da war. Dante war ebenfalls eine interessante Figur und gut ausgearbeitet; er ist zunächst sehr geheimnisvoll und schwer zu durchschauen, sodass man sich fragt, ob man ihm vertrauen kann, aber mit der Zeit lernt man ihn besser kennen und durch ihn erfährt man auch mehr über das Leben in der mysteriösen unsichtbaren Stadt, das auf mich nicht unbedingt einladend wirkte.

Die Handlung selbst war weitgehend fesselnd, obwohl es zu Beginn ein wenig gedauert hat, bevor sie an Fahrt aufnahm. Später gab es dann einige brenzlige Situationen, Spannung wurde aufgebaut und wenn eine von Lenas Fragen beantwortet wurde, kamen gleich wieder neue auf, sodass das Rätsel aufrecht erhalten wurde und man es unbedingt weiter lösen wollte. Die Enthüllung, was das große Geheimnis ist, war für mich nicht unbedingt überraschend, da es ein paar Andeutungen gab, doch die Autorin hat sie gut vorbereitet und alles war stimmig. Auch die Auswirkungen dieser Erkenntnis auf die Protagonistin wurden glaubwürdig dargestellt und ich mochte, dass sie sich überrumpelt gefühlt hat.

Das Ende hat mir an sich gut gefallen, es ist allerdings ziemlich offen und macht dadurch neugierig auf den zweiten Band, auf den ich schon gespannt bin. Der erste Band bekommt von mir 3,5/5 Sternen; er hat mich gut unterhalten, die Charaktere handeln realistisch und waren mir recht sympathisch, die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen und sie war weitgehend fesselnd.

Bewertung vom 09.02.2019
Herz über Bord- Rudere nie zurück (eBook, ePUB)
Gerber, Nadine

Herz über Bord- Rudere nie zurück (eBook, ePUB)


gut

Es fällt mir sehr schwer, meine Meinung zu "Herz über Bord - Rudere nie zurück" auszuformulieren, was hauptsächlich daran liegt, dass das Buch mich zwiegespalten zurückgelassen hat.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Man lernt Hanna kennen, eine starke junge Frau, die ganz genau weiß, was sie will und wie sie ihre Ziele erreichen kann. Ich fand sehr interessant, dass sie sich fürs Rudern begeistert hat und fest entschlossen war, Olympiasiegerin zu werden, da dieser Aspekt eine wichtige Rolle spielte und man spüren konnte, wie sehr die Protagonistin für diesen Traum brannte. Das Buch wird zu großen Teilen aus ihrer Ich-Perspektive erzählt, sodass man sich gut in sie hineinversetzen kann und ihr Handeln und Fühlen problemlos versteht. Es gibt Rückschritte und gerade die komplexe Beziehung zu Simon bringt ihr viel Leid, aber letztlich kämpft sie immer weiter.

Simon ist ein Charakter, mit dem ich um ehrlich zu sein nicht viel anfangen konnte, was vor allem daran lag, wie er sich im Lauf der Handlung verhalten hat. Zu Beginn fand ich ihn sehr sympathisch und auch später konnte ich den Konflikt noch verstehen, der in ihm brodelte - er sah sich als Hannas Schutzbefohlener, was er am Anfang durchaus war, und konnte das einfach nicht abschütteln. Das Gefühlschaos beider Figuren, das durch diese Dynamik entsteht, wurde sehr gut dargestellt und zunächst war es herzzerreißend zu sehen, wie sie sich nacheinander gesehnt haben, dies aber nicht ausleben konnten. Später wurde das Hin und Her sehr anstrengend; die Autorin hat es gut und eindringlich beschrieben, doch ich habe mir nur noch gewünscht, dass endlich eine klare Entscheidung fallen würde.

Wie bereits erwähnt fand ich den ersten Teil des Buches sehr stark. Die Emotionen der Charaktere wurden eindringlich geschildert, auch wenn ich es schade fand, dass man nicht richtig gesehen hat, wie sie sich verliebt haben, da viel in einer Art Zeitraffer erzählt wurde. Dennoch wurde deutlich, dass Hanna und Simon gut zusammen passen würden, obwohl die Umstände dagegen sprechen und sie beide wissen, dass es keine Beziehung zwischen ihnen geben sollte. Man kann hier mit ihnen leiden und gut mit ihnen fühlen; sehr schön fand ich, wie stark die Gefühle dargestellt wurden - ich würde die Protagonisten beinahe mit Magneten vergleichen, die einfach dauernd zueinander hingezogen werden, ohne die bewusste Entscheidung dafür zu treffen und das hat mir gut gefallen. Die Hindernisse und Probleme zwischen ihnen wurden ebenfalls angemessen behandelt; das Hin und Her hat mir zwar nicht zugesagt, doch es war den Umständen und den Hintergründen der Figuren entsprechend realistisch.

"Herz über Bord" bekommt von mir 3 Sterne. Das erste Drittel konnte mich voll und ganz überzeugen, aber danach hatte ich Schwierigkeiten, mich richtig auf die Charaktere und das Gefühlschaos zwischen ihnen einzulassen. Zudem konnten mich nicht alle Entwicklungen begeistern, obwohl ich die Intention der Autorin verstehe und auch anerkennen muss, dass sie stimmig und glaubwürdig waren. Ich hatte einfach andere Erwartungen an das Buch, die nicht erfüllt wurden.

Bewertung vom 22.01.2019
Das Licht in meiner Dämmerung
Saxx, Sarah

Das Licht in meiner Dämmerung


sehr gut

"Das Licht in meiner Dämmerung" erzählt die Liebesgeschichte von Eleonore, die bei einem Überfall ihren Bruder verloren hat und anschließend entführt wurde, und Ethan, der sie bei ihrer Flucht gefunden und - zunächst eher widerwillig - mit nach Hause genommen hat, um sie zu verstecken. Die beiden geraten recht schnell aneinander, da er sehr zurückgezogen lebt und eine gewisse Abwehrhaltung fremden Menschen gegenüber hat, während sie nicht bereit ist, sich von ihm alles gefallen zu lassen. Zugleich fühlen sie sich aber zueinander hingezogen und je mehr Zeit sie durch die außergewöhnlichen Umstände miteinander verbringen, desto wohler fühlen sie sich in der Gegenwart des jeweils anderen.

Die Annäherung der Protagonisten wurde sehr schön dargestellt. Die Funken zwischen ihnen sprühen von Anfang an, doch Saxx hat auch verdeutlicht, wie aus einer Art Zwangsgemeinschaft mehr wurde. Es war meiner Meinung nach glaubwürdig, wie sie sich näher gekommen sind und die Rückschritte und Hindernisse für ihre Beziehung wurden ebenfalls ausgiebig beleuchtet. Beide wurden von bisherigen Erlebnissen geprägt; Eleonore trauert um ihren geliebten Bruder, den sie gerade erst verloren hat, und zudem ist ihr eigenes Leben in Gefahr, weshalb sie sich an einem ihr unbekannten Ort verstecken muss. Ethan dagegen hatte in seiner Kindheit ein traumatisches Erlebnis, das noch all die Jahre später große Auswirkungen auf sein Verhalten und die Beziehungen, die er sich aufbaut, hat, weshalb es trotz seines oftmals ruppigen Benehmens leicht ist, mit ihm zu fühlen. Dies wurde von der Autorin sehr sensibel, aber dennoch eindringlich geschildert und mir hat gefallen, wie sein Charakter sich im Lauf der Handlung verändert hat, doch vor allem, dass es ein langsamer Prozess und keine schnelle Wunderheilung war. Allerdings muss ich gestehen, dass es Szenen gab, bei denen ich mich nicht wohl gefühlt habe, gerade im Zusammenhang damit, wie er seine früheren Bettgefährtinnen behandelt hat. Sein Verhalten war nicht akzeptabel und ich war froh, dass er bei Eleonore nicht zu solchen Extremen gegriffen hat, da eine detailliertere Beschreibung hiervon für einige Leser vielleicht ein Trigger sein könnte. Davon abgesehen hat mir gefallen, wie die Figuren dieses Problem thematisiert haben und auch, mit wie viel Verständnis und Zuneigung sie aufeinander eingegangen sind.

Neben der Liebesgeschichte spielt die Gefahr, in der die Protagonistin schwebt, eine große Rolle und sie ist im Hintergrund immer präsent. Da Eleonores Flucht ausführlich geschildert wird, sind die ersten Kapitel besonders packend, doch zwischendurch gibt es ebenfalls fesselnde Momente, obwohl der Fokus oft vollständig auf der Entwicklung der Charaktere und ihrer aufkeimenden Beziehung lag. Die Zuspitzung des Konfliktes war interessant, allerdings wurde für meinen Geschmack alles zu schnell aufgelöst und abgehandelt, sodass ich auch das an sich schöne Ende etwas überstürzt fand. Da das Buch ein paar Abschnitte hat, in denen vergleichsweise wenig passiert ist, hätte mir hier eine andere Gewichtung besser gefallen. Davon abgesehen mochte ich "Das Licht in meiner Dämmerung" aber; die Figuren sind toll charakterisiert, die Autorin macht deutlich, dass sie zusammen passen und der Schreibstil passt sehr gut zu der Geschichte, sodass die Emotionen mehr als deutlich wurden. Auch die Spannung war durchaus vorhanden, obwohl diese mir aufgrund der konstanten Bedrohung fast schon ein bisschen zu kurz gekommen ist. Deshalb - und aufgrund der Ereignisse, mit denen ich mich ein wenig unwohl gefühlt habe - vergebe ich 3,5 Sterne.

Bewertung vom 18.01.2019
Die Essenz des Bösen / Detective Max Wolfe Bd.5
Parsons, Tony

Die Essenz des Bösen / Detective Max Wolfe Bd.5


sehr gut

"Die Essenz des Bösen" ist der fünfte Teil der Reihe um Max Wolfe, der Detective bei der Londoner Polizei ist. Er wird, wie schon in den vorherigen Bänden, mit einem Fall konfrontiert, der brandaktuelle Themen behandelt - dieses Mal geht es um Terrorismus, muslimische Migranten und ihre Rolle in der britischen Gesellschaft sowie Fanatismus in verschiedenen Formen, vor allem in religiöser Hinsicht.

Die Geschichte beginnt damit, dass der Protagonist bei einem Terroranschlag, der viele Tote fordert, verletzt wird und so ist die Spannung schon von Anfang an hoch. Es gibt neben den zahlreichen mitreißenden Momenten zwar Phasen, in denen die Ermittlungen nicht wirklich vorangehen, doch das Buch war dennoch durchgehend fesselnd. Parsons hat die Situationen, in die Wolfe und seine Kollegen geraten, sehr gut geschildert und man hat beinahe das Gefühl, dabei zu sein und schreckliche Dinge mitansehen zu müssen. Gerade gegen Ende gab es eine Szene, die mich erschüttert hat, aber auch zuvor hat der Autor sich nicht gescheut, seine Figuren in verschiedener Hinsicht herauszufordern und mit brenzligen Lagen zu konfrontieren. Ein paar der Entwicklungen waren etwas vorhersehbar (andere wiederum konnten mich überraschen) und ich hatte einmal den Eindruck, dass den Figuren recht offensichtliche Hinweise entgehen, doch das sind nur kleine Kritikpunkte.

Den Fall selbst fand ich interessant; er war sowohl gut durchdacht als auch komplex, ohne überladen oder zu kompliziert zu sein und ich mochte die unterschiedlichen Facetten, die beleuchtet wurden. Die einzelnen Charaktere sind nicht immer einer Meinung und haben teilweise radikal andere Blickwinkel auf die Ereignisse, was dazu anregen kann, sich selbst über diese Konflikte Gedanken zu machen - obwohl man natürlich meistens dazu neigt, Max, den man schon seit mehreren Bänden begleitet, zuzustimmen. Wie bereits erwähnt war das Buch zudem sehr spannend und ich konnte es (gerade in den letzten Kapiteln) gar nicht aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte, was noch passieren würde - und die Ereignisse am Ende machen auf jeden Fall neugierig auf den nächsten Band.

Wie schon in den anderen Büchern wird auch das Privatleben des Protagonisten beleuchtet und das hat mir gut gefallen; es war zwar nicht immer leicht, diesen Handlungsstrang zu verfolgen, da Max in einer schwierigen Situation ist, aber diese wurde sensibel behandelt und zugleich bildeten die familiären Szenen eine gute Abwechslung zu den Ermittlungen, die sich immer weiter zugespitzt haben.

"Die Essenz des Bösen" bekommt von mir 4 Sterne. Das Buch hat mir sehr gefallen, es konnte mich definitiv packen und gerade die emotionale Komponente hat mich überzeugt. Zudem fand ich, dass der Autor gut mit dem brisanten Thema seiner Geschichte umgegangen ist und zum Nachdenken anregt.

Bewertung vom 08.01.2019
Die Kriegerinnen / Iron Flowers Bd.2 (eBook, ePUB)
Banghart, Tracy

Die Kriegerinnen / Iron Flowers Bd.2 (eBook, ePUB)


sehr gut

"Iron Flowers: Die Kriegerinnen" ist ein mehr als gelungener Abschluss der Dilogie. Die Geschichte ist beinahe durchgehend fesselnd, es gibt emotionale sowie beklemmende Momente und die Autorin hat es definitiv geschafft, dass man um die Figuren bangt und mit ihnen leidet. Ihnen wird einiges zugemutet, ihre Lage wirkt oftmals aussichtslos und es müssen auch Opfer erbracht werden, was ihren Kampf um die Gleichberechtigung und das Ende der Unterdrückung realistischer gemacht hat - schließlich geht es darum, ein tief verwurzeltes System umzustoßen und einen grausamen Herrscher zu stürzen. Zudem lauern überall potentielle Bedrohungen, da der Regent große Macht besitzt und viele an der bestehenden Ordnung festhalten wollen.

Die Protagonistinnen und ihre Verbündeten müssen gegen schier unüberwindbare Hindernisse ankämpfen und die Gefahr, in der sie schweben, war immer präsent. Mir hat gefallen, dass es Fort-, aber auch Rückschritte gab und es völlig ungewiss war, ob ihre Bemühungen Erfolg haben oder sie scheitern würden; auf diese Art war das Buch unglaublich spannend und ich wollte unbedingt weiterlesen, um zu erfahren, wie alles ausgehen würde. Wie bereits erwähnt hat Banghart sich auch nicht gescheut, die harte Realität einer Rebellion zu schildern und die Charaktere an ihre Grenzen oder sogar darüber hinaus zu treiben. Es war zwar schwer zu lesen, welche Verhältnisse den Frauen zugemutet wurden, was sie durchstehen mussten und zu welchen Taten sie durch die Umstände gezwungen wurden, doch ihre Stärke und Entschlossenheit waren bewundernswert.

Obwohl ein paar männliche Figuren eine größere Rolle spielen und die Liebesgeschichten eine gewisse Bedeutung für die Handlung haben, liegt der Fokus klar auf den Frauen und ganz besonders auf Nomi und Serina, was ich gut fand, da es schließlich IHR Kampf ist und der Leser schon im ersten Band verfolgen konnte, wie die beiden sich weiterentwickelt und an ihre jeweilige Situation angepasst haben. Dabei hat mir ganz besonders gefallen, was aus Serina geworden ist, aber ich fand auch Nomi toll und mochte, wie sie sich verändert hat. Das Schicksal der anderen Charaktere war mir ebenfalls keineswegs gleichgültig, sodass es entsetzlich war, was einigen von ihnen zugestoßen ist. Ihr harter, qualvoller Weg hat dafür gesorgt, dass man mit ihnen fiebert und auf ein gutes Ende hofft - auch wenn man sich nicht vorstellen kann, wie das aussehen sollte. Das Ende, das die Autorin gewählt hat, fand ich dann sehr gelungen; es passt zu der Geschichte und den vorherigen Ereignissen, ist zugleich jedoch befriedigend und ein passender Abschluss der Erzählung.

Bewertung vom 04.01.2019
Maybe this Kiss - Und mit einem Mal doch (eBook, ePUB)
Snow, Jennifer

Maybe this Kiss - Und mit einem Mal doch (eBook, ePUB)


sehr gut

"Maybe this Kiss - Und mit einem Mal doch" erzählt die Geschichte von Neil und Becky, die man bereits in "Maybe this Time - Und auf einmal ist alles ganz anders" kennen gelernt hat. In diesem Buch erfährt man, wie sie nach mehr als zehn Jahren der Trennung wieder zusammen gefunden haben.

Von Anfang an wird deutlich, dass es immer noch eine besondere Verbindung zwischen ihnen gibt, an der all die vergangenen Jahre und die schmerzlichen Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Ende ihrer Beziehung nichts geändert haben. Die Chemie ist immer noch vorhanden und sie fühlen sich auf jeden Fall zueinander hingezogen, auch wenn beide zögern und nicht wissen, ob sie sich wieder näher kommen sollten, vor allem, da Becky verwitwet ist und eine Tochter hat. Zudem gab es damals gute Gründe für ihre Trennung; sie konnte sich nicht vorstellen, mit einem Mann zu leben, der Einsätze in Kriegsgebieten hat und ständig in Gefahr ist und dies ist nach wie vor der Fall. Die Ironie dahinter, dass sie dann einen Polizisten geheiratet hat, entgeht Neil nicht, doch der Tod ihres Mannes hat ihr Empfinden in dieser Hinsicht nur noch verstärkt, was den Neubeginn ihrer Beziehung trotz all der Sehnsucht und ihrer wieder auflebenden Gefühle füreinander unmöglich zu machen scheint.

Mir hat gut gefallen, wie die erneute Annäherung der beiden dargestellt wurde und dass zwar respektvoll mit Beckys verstorbenem Mann umgegangen, aber auch deutlich wurde, dass sie und Neil perfekt zusammen passen würden. Die Einzelheiten, die man über ihre Jugendliebe erfahren hat, waren interessant, doch zugleich fragt man sich, ob sie es wirklich schaffen können, dieses Mal trotz der Komplikation durch seine Arbeit beim Militär glücklich zu sein, da dies ein schier unüberwindbares Hindernis zu sein scheint. Ein wenig schade fand ich, wie die Lage letztlich aufgelöst wurde; dass der Konflikt sich noch zuspitzen würde war zu erwarten und obwohl diese Szenen schmerzlich waren, fand ich sie realistisch. Deshalb hatte ich das Gefühl, dass die Situation sich zu schnell gewandelt hat, wobei hier natürlich wichtig ist daran zu denken, dass es sich um eine Novelle handelt und die Geschichte deshalb kürzer ist und teilweise weniger ins Detail gehen kann. Dennoch war mir das Ende etwas zu abrupt und ich hätte gerne gewusst, was danach passiert ist und wie es weiter ging.

"Maybe this Kiss - Und mit einem Mal doch" bekommt von mir 3,5 Sterne. Es ist eine schöne, oftmals emotionale Liebesgeschichte, ich fand die Protagonisten sympathisch und die Hindernisse für das erneute Aufleben ihrer Beziehung wurden weitgehend realistisch dargestellt, auch wenn sich alles etwas zu rasch aufgelöst hat.

Bewertung vom 19.12.2018
Cole & Autumn / A San Francisco College Romance Bd.2 (eBook, ePUB)
Bößel, Christiane

Cole & Autumn / A San Francisco College Romance Bd.2 (eBook, ePUB)


sehr gut

"Cole & Autumn" erzählt eine Liebesgeschichte, die eigentlich zum Scheitern verurteilt war. Dies liegt daran, dass Cole alles zu verkörpern scheint, was Autumn ablehnt; er ist Sportler, führt keine festen Beziehungen und hat einen gewissen Ruf, weshalb die Protagonistin sich schnell eine Meinung über ihn bildet. Da sie von ihren Exfreunden mehrfach betrogen wurde und glaubt, dass die meisten Männer es nur auf Sex abgesehen haben und zudem oberflächlich sind, lässt sie Cole sofort abblitzen, als er Interesse an ihr zeigt - doch er fühlt sich auch über die körperliche Ebene hinaus zu ihr hingezogen und ist deshalb fest entschlossen, nicht aufzugeben, sondern ihr zu zeigen, dass er es ernst meint.

Ich muss sagen, dass es ein paar Szenen gab, in denen ich den Eindruck hatte, dass er Autumn etwas zu sehr bedrängt hat, doch alles in allem hat er sich toll verhalten. Mir hat sehr gefallen, dass er ihre Sorgen und Probleme ernst genommen und ihr die ganze Zeit demonstriert hat, wie gerne er mit ihr ausgehen würde und dass er nicht nur mit ihr schlafen will. Er ist auch wirklich gut mit den Enthüllungen um ihre traumatischen Erfahrungen umgegangen; sie wurde durch ihre Vergangenheit gezeichnet und deshalb fällt es ihr schwer, anderen zu vertrauen und sich auf jemanden einzulassen, aber er hat ihr immer bewiesen, dass er trotz allem für sie da sein möchte. Das war schön zu lesen und es gab hier ein paar bewegende, emotionale Momente, durch die man gut sehen konnte, dass die beiden zusammen passen würden und einander das geben können, was sie brauchen.

Natürlich gibt es auch in diesem Buch Hindernisse und Probleme, mit denen die Charaktere umgehen müssen. Diese waren teilweise ein wenig klischeehaft, aber wenn man die Persönlichkeit und die bisherigen Erlebnisse der Figuren sowie ihre Pläne für eine Zukunft bedenkt, waren die Konflikte passend und gut gewählt. Die beiden mussten auf jeden Fall leiden und ihr Weg war alles andere als leicht, sodass nachvollziehbar war, wie sich alles entwickelt hat, allerdings gibt es durchgehend Hoffnung, dass sie es trotz aller Umstände und Schwierigkeiten hinbekommen können. Obwohl Fehler gemacht wurden und sie nicht immer fair zueinander waren, wurde die ganze Zeit deutlich, dass sie eine besondere Verbindung haben und das hat mir gefallen. In den letzten Kapiteln kam meiner Meinung nach aber zu viel zusammen; es ging alles ein bisschen zu schnell und es wäre interessant gewesen zu sehen, wie sie gemeinsam mit der komplexen Lage umgehen. Trotzdem war der Epilog schön und ein guter Abschluss der Geschichte.

"Cole & Autumn" bekommt von mir 3,5/5 Sternen. Es gab ein paar Klischees und Entwicklungen, die mich nicht hundertprozentig begeistert haben, doch die Protagonisten waren mir sehr sympathisch, die Entwicklung ihrer Beziehung verlief glaubwürdig und es gab einige tolle Momente zwischen ihnen. Auch die Freunde der beiden haben das Buch bereichert und ich bin schon gespannt auf die anderen Bände, in denen sie die Hauptrolle spielen werden.

Bewertung vom 18.12.2018
Scandal Love / Sinners of Saint Bd.3 (eBook, ePUB)
Shen, L. J.

Scandal Love / Sinners of Saint Bd.3 (eBook, ePUB)


sehr gut

Ich war sehr auf "Scandal Love" gespannt, aber zugleich auch ein wenig skeptisch, was den Altersunterschied zwischen den Protagonisten betrifft. Edie ist erst achtzehn Jahre alt, während Trent als alleinerziehender Vater und erfolgreicher Geschäftsmann mitten im Leben steht und ich war mir nicht sicher, ob die Autorin mich mit diesem ungleichen Paar würde überzeugen können. Nach der Lektüre kann ich nun sagen, dass sie sehr gut mit der Situation umgegangen ist; es wäre leicht gewesen, Trent als lüsternen älteren Mann oder Edie als naives junges Mädchen darzustellen, was die Dynamik zwischen ihnen schwierig gemacht hätte, doch dies war keineswegs der Fall. Das liegt vor allem daran, dass die Protagonistin trotz ihres vermögenden Vaters kein leichtes Leben geführt hat und schon früh erwachsen werden musste. Es gab ein paar Momente, in denen man ihr ihre Jugend anmerkt, aber davon abgesehen hätte man diesen Umstand beinahe vergessen können, weil sie Trent gegenüber als ihm in jeder Hinsicht ebenbürtige, starke junge Frau auftritt. Der Altersunterschied wird allerdings nicht ignoriert, sondern direkt thematisiert und das hat mir gut gefallen, da alles andere nicht glaubwürdig gewesen wäre.

Zu Beginn ist es mir ein bisschen schwer gefallen, Edie wirklich sympathisch zu finden, da ich ihr Verhalten nicht immer gut fand, doch das hat sich schnell geändert. Sie ist - ebenso wie Trent - ein gut ausgearbeiteter Charakter und hat Ecken und Kanten, was sie greifbarer und interessanter macht. Zudem war es leicht, sich in sie hineinzuversetzen und mit ihr zu fühlen, selbst wenn ihr Handeln vielleicht manchmal fragwürdig war. Ihre Motivation ist sehr komplex und ich mochte, wie sich dies auf ihre Beziehung zu Trent ausgewirkt hat. Die beiden fühlen sich zweifelsohne sehr zueinander hingezogen und es scheint eine besondere Verbindung zwischen ihnen zu bestehen, aber zugleich gibt es Umstände, durch die sie einander nicht immer freundlich gesinnt sind. Die Situation war alles andere als einfach und das Gefühlschaos der Figuren wurde glaubwürdig dargestellt.

Neben der Liebesgeschichte spielt auch Trents Tochter Luna eine große Rolle. Im vorherigen Band wurde erwähnt, dass sie von ihrer Mutter verlassen wurde und seither nicht mehr spricht, was nach wie vor der Fall ist. Aus diesem Grund war es schön zu sehen, dass ihr Vater sie aufrichtig liebt und das beste für sie will, auch wenn es ihm schwer fällt, mit der Lage umzugehen. Mir hat gefallen, dass ihre Beziehung zu Edie sehr wichtig war und sie sich schnell gut verstanden haben, da es mir nicht gefallen hätte, wenn dieser Aspekt ignoriert worden wäre. Besonders toll fand ich jedoch, dass Luna sich zwar im Lauf der Handlung weiter entwickelt hat, aber nicht alles plötzlich wieder gut war; es ist ein langsamer Prozess und das war realistisch.

Alles in allem hat "Scandal Love" mir gut gefallen. Die ersten Kapitel konnten mich nicht hundertprozentig überzeugen, doch danach hat das Buch mich gefesselt. Ich mochte die Charaktere, ihre verschiedenen Probleme wurden angemessen behandelt und die Liebesgeschichte war sehr schön.