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Tintenwelten

Bewertungen

Insgesamt 569 Bewertungen
Bewertung vom 08.06.2021
Lewald, Nelly

Die kleine Puppenklinik


sehr gut

Lena führt die Puppenklinik ihrer Familie weiter, welche ihr Urgroßvater schon vor über 100 Jahren gegründet hat. Sie lebt für ihre Arbeit und freut sich über junge und alte Kunden, deren Augen sie durch die Reparatur von Puppen, Stofftieren oder anderem Spielzeug zum Leuchten bringt. Umso geschockter ist sie als sie erfährt, dass eine chinesische Investorengruppe das Grundstück gekauft hat und eine Luxussanierung plant. Lohnt es sich da überhaupt zu kämpfen? Mit viel Zuspruch und Unterstützung durch ihre Freunde plant sie die Rettung ihrer geliebten Puppenklinik.

Mir haben vor allem die Charaktere sehr gut gefallen. Lena selber ist herzensgut, toll im Umgang mit Kindern und dennoch manchmal etwas naiv und unsicher. Ohne ihre Freunde hätte sie bestimmt direkt aufgegeben. Doch diese stürzen sich voller Tatendrang in die Recherchen und versuchen eine Lösung zu finden. Ihre etwas betagtere Kollegin Ekki brüstet sich zudem damit schon gegen alles mögliche demonstriert zu haben. Ihre vorlaute Freundin Katja lässt für sie das ein oder andere Tinder-Date platzen. Mateo ist der Betreiber der Trattoria gegenüber, noch dazu äußerst charmant und immer für eine Überraschung gut. Hinzu kommt noch die kleine Emma, die Lenas Lieblingskundin ist. Auch sie versucht auf ihre ganz eigene Art und Weise Lena unter die Arme zu greifen. Der Umgang miteinander ist wirklich sehr harmonisch und animiert häufig zum Schmunzeln.

Es ist eine romantische und schöne Geschichte um den Zauber einer Puppenklinik und ihrer Puppenärztin. Ein Paradies für Kinder, denn dort wird nicht nur ihren Spielzeugen Zuneigung entgegen gebracht, sondern auch ihnen selbst ein offenes Ohr geschenkt. Für ältere Besucher ist es ein Blick in die Vergangenheit, eine Möglichkeit in Erinnerungen zu schwelgen. Hier zeigt sich was Freundschaft, Liebe, Zusammenhalt und der Glaube an das Gute bewirken können. Es geht aber auch um Vorurteile und dass nicht immer alles so sein muss wie es scheint. Für mich ein wirklich sehr gelungenes Wohlfühlbuch mit nostalgischer Atmosphäre.

Bewertung vom 26.05.2021
Wedekind, Rebekka

Keeping Faith - Farben der Liebe / Love Again Bd.1 (eBook, ePUB)


sehr gut

Faith hinterlässt bleibenden Eindruck als sie nachts farbverschmiert in Bens Wohnung stürmt und sich über die Lautstärke einer Gaming-Session mit seinen Kumpels beschwert. Spätestens nachdem sich herausstellt, dass sie auch noch die Regenbogenbrücke bei Mario Kart problemlos beherrscht, ist für ihn klar, dass er sie kennenlernen will. Dies gestaltet sich für den Assistenzarzt allerdings schwieriger als erwartet, denn immer wenn er ihr näher kommt, blockt Faith ab und zieht ihre Mauern noch höher. Als es ihm endlich gelingt ein paar Steine zu lockern, offenbart sich die dunkle Wahrheit ihrer Geheimnisse.

Bisher habe ich noch nie New Adult ausschließlich aus der Sicht des männlichen Protagonisten gelesen. Das war wirklich mal was anderes und irgendwie erfrischend. Ben war mir auf Anhieb sympathisch. Er ist hilfsbereit, geduldig und beweist einiges an Kampfgeist, denn Faith ist wenig begeistert von seinem Charme und den zahlreichen Annäherungsversuchen. Das ist für Ben eine ganz neue Erfahrung, denn bisher hatte er ziemlichen Erfolg bei der Damenwelt. Doch Faith ist keine Frau für eine Nacht. Ich habe mitgefiebert, mir Gedanken gemacht, was sie verbergen könnte und mit Ben gelitten, wenn sie ihn abgewiesen hat. Ich war ebenso wie er fasziniert von ihrer Stärke und Direktheit und erschrocken über ihre Zerbrechlichkeit und Verschlossenheit. Es war ein ständiges hin und her, ein Gefühlschaos bis hin zur nagenden Frustration. Emotional, herzzerreißend und auch tiefgründig.

Bewertung vom 26.05.2021
Tramountani, Nena

Try & Trust / Soho-Love Bd.2


sehr gut

Psychologiestudentin Matilda ist davon überzeugt, dass Männern nicht zu trauen ist. Daher stürzt sie sich von einem One-Night-Stand in den nächsten und lässt niemanden an sich heran. Sie hält eine perfekte Maskerade aufrecht, wirkt selbstbewusst, extrovertiert, tough und weiß definitiv, was sie will. Momentan möchte sie vor allem ihre beste Freundin Briony vor noch mehr Herzschmerz bewahren. Deswegen geht sie mit deren Schwarm Anthony einen Deal ein: wenn er sie nicht mehr trifft und ihr klar und deutlich sagt, dass er keine Beziehung will, wird Matilda sich von ihm malen lassen. Nackt. Doch mit jedem Pinselstrich bröckelt ihre Fassade, alte Wunden reißen auf und sie erinnert sich an einen längst vergessenen Traum, den sie mal von ihrem Leben hatte.

Die Perspektive wechselt immer wieder zwischen Matilda und Anthony. Ich konnte mich gut in ihre Gedanken- und Gefühlswelt hineinversetzen. Grade ihre Emotionen kamen unheimlich gut rüber, ihr Herzschmerz war fast greifbar. Beide haben ein Trauma erlitten und Probleme damit Nähe zuzulassen. Damit haben sie schon mehr gemeinsam haben als Matilda lieb ist, denn sie hat ein genaues Bild von Anthony und will daran eigentlich auch nicht rütteln. Für sie ist er ein Hipster, hoffnungsloser Künstler und Draufgänger, der nur mit ihrer Freundin spielt. Außerdem schaut er sie selber immer so komisch an, irgendwas stimmt ganz eindeutig nicht mit ihm. Grade diese Vorurteile führten dazu, dass ich anfangs nicht mit ihr warm wurde. Ich war zunächst ein bisschen enttäuscht, weil sie im ersten Teil so ein humorvoller, euphorischer Wirbelwind war. Doch es zeigt sich, dass der Schein oft trügt. Nur weil es den Anschein macht als würde es Jemandem gut gehen, muss das nicht auch der Wahrheit entsprechen. Auch Matildas zahlreiche Männergeschichten haben sie auf mich ziemlich unnahbar wirken lassen. Doch schnell zeigt sich, warum sie so handelt. Sie wurde mir dementsprechend im Verlauf sympathischer, ich konnte sie besser verstehen. Das Besondere an Matilda ist vor allem ihre tiefe Freundschaft zu Briony, für deren Wohl sie sogar ihr eigenes zurückstellt.

Dennoch mochte ich Anthony irgendwie mehr. Er ist liebenswert, einfühlsam, findet immer die richtigen Worte und ist einfach nett (im positiven Sinn). Er hatte es im Leben nie leicht, hat deswegen auch heute noch einige Päckchen zu tragen. Er nimmt nicht gerne Hilfe an, will es aus eigener Kraft schaffen, würde aber im Gegenzug alles für seinen besten Freund Noah tun. Gut gefallen hat mir ebenfalls, dass Liv und Noah aus dem ersten Teil hier wieder mit von der Partie sind und man so ihre Geschichte ein bisschen weiter verfolgen kann. Auch der dritte Band, in dem es um Briony gehen wird, wird schon ein wenig angeteasert.

In "Try & Trust" geht es um Freundschaft, Liebe, Familie, darum mit Vergangenem abzuschließen und nach vorne zu schauen, um sich seine Träume zu verwirklichen. Es ist außerdem eine Hommage an die Kunst, was ich sehr gelungen finde.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 24.05.2021
Flieder, Sonja

Mein kleiner Apfelhof zum Glück / Fünf Alpakas für die Liebe Bd.1 (eBook, ePUB)


sehr gut

Emma wird nach einer langjährigen Beziehung nicht nur von ihrem Freund verlassen, sondern verliert auch noch unerwartet ihren Job. Da hilft nur eine Auszeit bei ihrer Großmutter. Doch als sie in der Lüneburger Heide ankommt, wird sie vor neue Herausforderungen gestellt. Ihre Oma muss nach einem Unfall mehrere Wochen das Krankenbett hüten und so muss sich Emma alleine um Haus und Hof kümmern. Dazu gehören auch ein paar knuffige und quirlige Alpakas. Nicht nur diese sorgen für einiges an Chaos, auch Tierarzt Lukas geht ihr ganz schön auf die Nerven.

Alpakas? Da werde ich ja direkt hellhörig. Ich finde diese flauschigen Tierchen mit ihren süßen Gesichtern und Frisuren total drollig und ulkig. Und grade diese Herde war für mich persönlich das Highlight des Buches. Auch die Nebencharaktere fand ich ich wirklich sympathisch. Allen voran Oma Luise, die ihre Enkelin versucht in ihre Schranken zu weisen und einiges an Weisheit und Menschenkenntnis mitbringt.

Leider war Emma selber manchmal mehr als anstrengend. Sie kommt nach viel zu langer Zeit auf den Hof, begegnet vor allem Lukas sofort voller Vorurteile, absolut unfreundlich und unhöflich. Sie hat zu allem und jedem sofort eine Meinung ohne Hintergrundinformationen zu haben oder den Menschen wirklich zu kennen... Generell wirkt sie in einigen Situationen reichlich naiv.

Sonja Flieder hat auch noch eine weihnachtliche Geschichte für uns, die auf dem Apfelhof spielt. Im August erscheint außerdem der dritte Teil, in dem es um Emmas beste Freundin Lisa gehen wird, die sich dort eine Art Auszeit nimmt.

Bewertung vom 19.05.2021
DeLuca, Jen

A History of us - Vom ersten Moment an / Willow-Creek-Reihe Bd.1


sehr gut

Emily hat sich dazu überreden lassen als freiwillige Helferin an einem Mittelalterfestival teilzunehmen. Dort soll sie die forsche Tavernendirne Emma verkörpern und das alles nur ihrer Nichte zu Liebe, die eine erwachsene Begleitperson braucht, um selber mitmachen zu dürfen. Es könnte alles eigentlich ganz unterhaltsam werden, wäre da nicht der ernste Simon, der zwar der Organisator des Festivals ist, sich aber gleichzeitig auch als ganz schöne Spaßbremse erweist. Doch als er in seine Rolle als verruchter Pirat schlüpft, erkennt sie ihn kaum wieder: plötzlich ist er unglaublich charmant und aufregend. Allerdings stellt sich die Frage: wer flirtet hier eigentlich grade miteinander? Dirne und Pirat oder Emily und Simon?

Der Verlag wirbt mit dem Slogan "Gilmore Girls trifft Mittelalterfestival!" Wer könnte da bitte widerstehen? Ich definitiv nicht, denn ich liebe beides. Und wie erwartet und erhofft habe ich mich im Buch sofort wohl und heimelig gefühlt. Es ist eine Geschichte, die bezaubert, in einem Ort mit Einwohnern, die das Herz erwärmen. Das Setting des Mittelalterfestivals und die dortige Atmosphäre hat mir unheimlich gut gefallen. Obwohl ich selber momentan nicht hingehen kann, konnte ich mir das Flair einfach zu mir auf die Couch holen, was kann es schöneres geben?

Die Protagonisten waren spannend und sympathisch, selbst wenn Emily doch einige Male recht begriffsstutzig bezüglich der Verhaltensweisen und Intentionen ihrer Mitmenschen wirkte. Auch die Nebenrollen waren gut besetzt und haben Lust auf die folgenden Bände gemacht. Der zweite Teil, in dem es um ihre Dirnen-Kollegin und Freundin Stacey gehen wird, ist schon vorbestellt!

Bewertung vom 19.05.2021
Aisato, Lisa

Alle Farben des Lebens


ausgezeichnet

Es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Fan von Lisa Aisato bin . Mit "Alle Farben des Lebens" hat sie ein wahres Meisterwerk geschaffen. Es vereint ihre besten Bilder mit poetischen Botschaften. Weniger Text ist manchmal einfach mehr. Grade wenn die Illustrationen an sich schon so viel vermitteln. Und das beherrscht sie für mich wie niemand sonst. Ihre Kunstwerke sind so unglaublich detailverliebt und vor allem die Gesichter zeigen so viele Emotionen - ich könnte mir jedes einzelne Bild stundenlang anschauen und würde am liebsten meine Wände damit tapezieren!

Es ist ein Buch über das Leben: von der Geburt über die Kindheit, Jugend, das Erwachen werden und sein, das Altern und schließlich den Tod. Dabei geht es um Höhen und Tiefen, Hoffnungen, Träume und Ängste, Freundschaft, Familie und Liebe, Verlust und Trauer, Freude und Verzweiflung. Manchmal ist es unglaublich schön, manchmal auch traurig - aber es trifft mich immer mitten ins Herz. Es ist wirklich eines der schönsten Bücher, das ich je gesehen habe!

1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.05.2021
Benecke, Mark;Menschik, Kat

Kat Menschiks und des Diplom-Biologen Doctor Rerum Medicinalium Mark Beneckes Illustrirtes Thierleben / Kat Menschiks Lieblingsbücher Bd.9


sehr gut

Dr. Mark Benecke sammelt in diesem wunderschön aufgemachten Büchlein interessante, amüsante, teils beeindruckende und manchmal wenig appetitliche Fakten über die verschiedensten Tiere. Dazu nutzt er Forschungsergebnisse, Zitate aus Fachbüchern sowie eigens oder fremderlebte Anekdoten. So erfährt der Leser beispielsweise, dass Meerjungfrauen früher tatsächlich auch in seriöser Fachliteratur zu finden waren. Diese kurzen Kapitel über beschämte Hunde, betrunkene Elche, nekrophile Enten und Co. sind unterhaltsam und kurzweilig. Von Insekten, über Vögel und Möpse bis hin zur Fledermaus findet sich für jeden Tierliebhaber eine spannende Erzählung, die noch zusätzlich mit Wissenswertem versorgt.

Natürlich stechen auch besonders die tollen Illustrationen von Kat Menschik heraus, die nicht nur Cover und Klappentext zieren, sondern auch die einzelnen Kapitel. Diese befinden sich auf schwarzem Untergrund und sind herrlich bunt gestaltet, der Fokus liegt definitiv auf den Tieren, von denen die Rede ist. Cool ist auch der schwarze Buchschnitt!

Bewertung vom 11.05.2021
Wynter, April

Nach oben führt auch ein Weg hinab


sehr gut

Maddy ist verzweifelt: sie ist durchs Abi gefallen, hat keinen Ausbildungsplatz gefunden und sowohl sie selber als auch ihre Mutter und Großeltern sehen sie generell eher als Versagerin. Jetzt soll sie den Sommer bei ihrem Vater in Kanada verbringen, den sie schon einige Jahre nicht mehr gesehen hat. Als ihr ein Job als Influencerin angeboten wird, wittert sie endlich ihre Chance. Ein Roadtrip durch die Rocky Mountains soll ihre Followerzahl pushen. Blöd nur, dass sie dabei ihren Großvater im Schlepptau hat, der auch noch zusätzlich im Rollstuhl sitzt.

Anfangs war mir Maddy ziemlich unsympathisch, weil sie allem und jedem gegenüber super negativ eingestellt war und außerdem ziemlich überheblich und egoistisch wirkte. Sie hat einiges gedacht/ gesagt oder geplant, was für mich erstmal gar nicht ging. Im Verlauf des Buches macht sie eine riesen Entwicklung durch, ihre Einstellung verändert sich zunehmend und ihr geht das ein oder andere Licht auf. Dennoch verhält sie sich auch weiterhin manchmal ziemlich blauäugig und naiv, was doch den Puls öfter mal in die Höhe schnellen ließ.

Es ist eine Geschichte über die Höhen und Tiefen sowie den Druck der Sozialen Medien. Vieles ist mehr Schein als Sein und manche Influencer sind bereit für den perfekten Shot einiges zu tun und das ohne Rücksicht auf Verluste. Es geht aber auch um Unterschiede zwischen verschiedenen Generationen. Für Maddy dreht sich nahezu alles um Instagram, ihre Likes und die Anzahl ihrer Follower. Ohne ihr Handy geht nichts und sie lebt nicht im Augenblick, sondern ist ständig auf der Suche nach der perfekten Location für ihre nächsten Bilder. Im Gegensatz dazu steht ihr Großvater, der seine Fotos noch analog macht und jedes davon auch zu schätzen weiß. Er genießt die Natur und die Zeit mit seiner Enkelin. Das Miteinander der beiden hat mir sehr gut gefallen. Stan (also der Großvater) hat immer einen klugen Spruch auf Lager und wird auch nie müde, diesen zu teilen.

Außerdem mochte ich auch die Roadtrip-Idee, denn für Geschichten über Reisen bin ich immer zu haben. Die beiden besuchen einige wunderschöne View-Points, fahren durch atemraubende Landschaften, treffen interessante Menschen und haben eine unvergessliche Zeit zusammen - auch wenn das Ganze arg von Maddys eigentlichen Vorstellungen von ihrem Aufenthalt in den Rocky Mountains abweicht.

"Nach oben führt auch ein Weg hinab" beschreibt, was im Leben wirklich wichtig ist. Es geht um Freundschaft, Familie, das Leben im Hier und Jetzt und die Suche nach sich selbst. Dabei hält es einige wichtige Botschaften für uns Leser bereit.

Bewertung vom 04.05.2021
Henry, Christina

Dunkelheit im Spiegelland / Die Dunklen Chroniken Bd.3


sehr gut

Dieser dritte und finale Teil unterscheidet sich ein wenig von seinen Vorgängern. Bei den beiden handelt es sich um Romane, hier erhalten wir vier Kurzgeschichten, die nahtlos an die Ereignisse des zweiten Bandes anschließen. Man bemerkt allerdings eigentlich gar nicht, dass es sich um einzelne Geschichten handelt, weil sie alle irgendwie doch miteinander verwoben sind. Sie wirken eher wie vier extrem lange Kapitel.

Die erste Kurzgeschichte erzählt von einem ungewöhnlichen Ausflug, den Alices' kleine Schwester macht. Dort erfahren wir auch mehr über ihr Elternhaus und die Gesellschaft, in der Alice aufgewachsen ist.

In der zweiten Kurzgeschichte ist Alice gezwungen die Nacht in einem mehr als mysteriösen Haus zu verbringen.

Die dritte Kurzgeschichte entführt in Hatchers Vergangenheit und beschreibt wie er vom jungen Nicholas zum verrückten Axtmörder wurde.

In der vierten Kurzgeschichte werden Alice und Hatcher auf eine weitere Probe gestellt.

Auch hier hat mich neben der phantastischen und magischen Welt sowie den beiden bereits bekannten Protagonisten wieder besonders der Schreibstil überzeugt. Dieser ist sehr metaphorisch und erschafft eine dunkle und oft beängstigende Atmosphäre, die definitiv nichts für schwache Nerven ist. Teilweise kommt die Geschichte auch ziemlich blutig und brutal daher, wie man es schon aus den Vorgängern gewöhnt ist.

Manch einer mag sich fragen: braucht man diese Kurzgeschichten? Bieten sie einen Mehrwert zum ersten und zweiten Band? Ich meine ja, wenn einem die Vorgänger gefallen haben. Denn sie bieten zusätzliche Informationen und geben Einblick, wie es weitergeht mit Alice und Hatcher bezüglich deren Beziehung, deren Kräften und ihrer Zukunft. Für meinen Geschmack machen diese Kurzgeschichten die Trilogie rund und geben ihr einen würdigen Abschluss.